Inhaltsverzeichnis
Maisgriess (Vollkorn) ist ein körniges, glutenfreies Mühlenprodukt, das beim groben Mahlen von getrockneten Maiskörnern (Zea mays) entsteht. Griess aus Mais passt für herzhafte sowie süsse Gerichte und ist in Bio-Qualität (seltener roh) erhältlich.
Verwendung in der Küche
Maisgriess entsteht durch das Zerkleinern von getrockneten Maiskörnern (Zea mays). Er hat ein leicht süssliches und nussiges Aroma. Vollkorn-Maisgriess ist in den Mahlgraden fein, mittel (mittelfein) und grob erhältlich (mehr dazu im Kapitel "Einkauf - Lagerung"). Vollkorn-Maisgriess ist aus ganzen, intakten Maiskörnern, also Mehlkörper (Endosperm), Keimling und Schalenschichten (Kleie)1, hergestellt. Neben dem klassischen gelben Maisgriess gibt es auch weissen und blauen.
Maisgriess findet in Teigwaren, Aufläufen, Klössen, Kroketten und veganen Dessert-Rezepten (wie Pudding, Pfannkuchen und Brei) und Backwaren (z.B. Brot, Keksen, Kuchen) Verwendung. Aus feinem oder mittelfeinem Maisgriess können Sie Maisgnocchi, Maisschnitten, Fladenbrote, Maisbrei oder süsse Puddings herstellen.
Polenta ist ein aus meist feinem Maisgriess zubereitetes Gericht. Je nach Region kocht man Maisgriess mit Wasser, Gemüsebrühe oder Milch (Pflanzendrink) zu einem Brei - die somit entstandene Polenta serviert man cremig oder fest (z.B. in Scheiben geschnitten). Polenta galt lange als "Arme-Leute-Essen" und ist in Teilen der Schweiz, Österreichs, Italiens, in der Provence, in Spanien und auf dem Balkan vertraut. Mittlerweile bieten auch Restaurants Polenta an, als Beilage zu deftigen Gerichten, aber auch zu Tofu und Gemüse (z.B. zu Pilzen in Tomatensauce). Gesüsst mit frischen oder getrockneten Früchten, zu Apfelkompott, Zwetschgenmus oder als 'Schmarrn' zubereitet, ergibt dies beliebte Desserts.
Polenta aus etwas gröberem Maisgriess ist auch als Bramata bekannt, häufig aromatisiert mit frischen oder getrockneten Kräutern (z.B. Thymian, Rosmarin). Polenta ist nicht nur eine Beilage, sondern kommt auch als Bratling oder glutenfreier Pizzaboden zum Einsatz.
Zum Andicken von Saucen und Suppen ist eigentlich Maismehl geläufiger, aber mit feinem Maisgriess klappt es auch.
Mehr zu Maiskolben, rohen Maiskörnern, konserviertem Zuckermais oder Mais-Tortillas finden Sie in den dazugehörigen Artikeln.
Eigene Zubereitung
Maisgriess können Sie selbst herstellen, indem Sie getrocknete Maiskörner in einer Getreidemühle zur gewünschten Feinheit mahlen. Es ist wichtig, dass die Körner vollständig trocken sind, um ein Verkleben des Mahlwerks zu vermeiden. Nehmen Sie ganze Maiskolben, lassen Sie diesen vollständig trocknen und lösen Sie Körner in trockenem Zustand vom Kolben. Popcornmais ist eine andere Maissorte, die Sie besser nicht verwenden sollten: Er kann die Getreidemühle verkleben.
Veganes Rezept für Bananen-Porridge mit Maisgriess
Zutaten (für 2 Personen): 250 ml Pflanzenmilch (z.B. Haferdrink), 5 EL Maisgriess (Vollkorn, bio), 1 Banane, 1 Msp. Vanillepulver. Topping: gehackte Nüsse (Walnüsse, Macadamia) und je nach Geschmack Kurkuma oder Ingwer (frisch geraffelt).
Zubereitung: Pflanzendrink in einem Topf aufkochen und Hitze reduzieren. Vollkorn-Griess langsam einrühren, damit die Masse nicht anbrennt. Auf kleiner Flamme köcheln, bis er gar ist. Anschliessend Banane mit einer Gabel zerdrücken und zum Brei dazugeben. Herd ausschalten und Mais-Porridge quellen lassen (ca. 5 Min.). Servieren Sie das vegane Bananen-Polenta-Porridge garniert mit gehackten Nüssen (und optional mit frisch geraffelter Kurkuma- oder Ingwerwurzel verfeinert). Dazu passen frische Früchte.
Vegane Rezepte mit Maisgriess (Vollkorn) finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Maisgriess ist in den Mahlgraden fein (Körnerdurchmesser: ca. 0,21-0,3 mm), mittel (ca. 0,3-0,6 mm) und grob (ca. 0,6-1,4 mm) erhältlich - je nach Richtlinien können die Zahlen variieren.21 In den allermeisten Supermärkten (z.B. Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer, Billa) und Bio-Supermärkten (z.B. Denn's Biomarkt, Alnatura) gibt es feinen Maisgriess, oft als Polenta bezeichnet, zu kaufen - und das ganzjährig. Migros und Coop bieten auch mittleren und groben Maisgriess an. Ebenfalls Chancen auf mittleren und groben Maisgriess in Bio-Qualität haben Sie in Reformhäusern, Drogerien und Spezialgeschäften.
Ob es sich bei dem angebotenen Griess um Vollkorn handelt, ist in den häufigsten Fällen nicht beschriftet und daher schwierig erkennbar. Im Online-Handel ist als Vollkorn gekennzeichneter Maisgriess erhältlich.
Am häufigsten findet sich gelber Maisgriess in den Läden, doch auch weisser ist gelegentlich erhältlich. Blauer Maisgriess ist vorwiegend in Spezialgeschäften und im Online-Handel erwerbbar. Maisgriess gibt es auch vorgegart als "Instant Polenta" im Handel. Durch ein industrielles Vorgaren verkürzt sich die Zubereitungszeit auf nur wenige Minuten. Das vorgegarte Produkt ist nicht mehr als Rohkost anzusehen.
Ob Griess aus Steinmühlen oder Rollermühlen, bei deren Mahlvorgang teilweise hohe Temperaturen entstehen, noch als roh gelten darf, ist umstritten.1
Nebst Maisgriess finden Sie in Supermärkten Maismehl.
Die Verfügbarkeit von Maisgriess ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Da Maisgriess anfällig für Fremdgerüche und Klumpenbildung ist, sollten Sie ihn trocken, kühl, dunkel und isoliert lagern. Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von geruchsintensiven Lebensmitteln wie Tee, Gewürzen oder Kaffee. Ein gut verschlossenes Gefäss verhindert ausserdem das Eindringen von Schädlingen.
Die Haltbarkeit von Maisgriess ist von der Art des Griesses (u.a. Vollkorn oder raffiniert) und der Lagerung abhängig. Durchschnittlich ist eine Haltbarkeit von mindestens 6 Monaten zu erwarten. Vertrauen Sie Ihren Sinnen: Solange Maisgriess angenehm riecht, normal aussieht (ohne Klumpen und Verfärbungen) und gut schmeckt, ist er in der Regel noch verwendbar. Wir empfehlen trotzdem, jeweils nur so viel Maisgriess (vor allem Vollkorn) zu kaufen, wie Sie in absehbarer Zukunft verbrauchen können.
Gekochte Polenta sowie frische, aus Maisgriess zubereitete Lebensmittel halten sich ca. 2-3 Tage im Kühlschrank.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Der Energiegehalt von Vollkorn-Maisgriess beträgt 362 kcal pro 100 g. Kohlenhydrate machen mit 77 g/100g einen grossen Teil der Kalorien aus, davon sind 7,3 g Ballaststoffe. 8,1 g Eiweiss pro 100 g sind im Griess aus Mais enthalten (16,2 % des Tagesbedarfs). Der Fettanteil ist mit 3,6 g/100g eher gering.3
Der Tagesbedarf an Thiamin (Vitamin B1) ist mit 0,38 mg pro 100 g Maisgriess (Vollkorn) zu 35 % gedeckt. Vergleichbare Werte erzielen Teff (0,39 mg/100g), Weizenkörner (0,39 mg/100g) und Flohsamenschalen (0,4 mg/100g). Sehr viel von dem Vitamin enthalten rohe Weizenkeime (1,9 mg/100g).3
Magnesium ist zu 127 mg/100g in Vollkorn-Maisgriess vorhanden (34 % des Tagesbedarfs). Weizenkörner (126 mg/100g) und Reisflocken (121 mg/100g) enthalten ähnlich viel des Mengenelements. Mehr als das Fünffache an Magnesium weisen mit 700 mg/100g geschälte Hanfsamen auf.3
Der Gehalt an Selen beträgt 16 µg/100g (28 % des Tagesbedarfs). Dieser ist vergleichbar mit demjenigen von Reismehl (15 µg/100g) und Roggen (14 µg/100g). Paranüsse sind mit 1917 µg/100g für ihren besonders hohen Selengehalt bekannt.3
Die gesamten Inhaltsstoffe von Maisgriess (Vollkorn), die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Mais gilt als gut bekömmlich, ist glutenfrei und eignet sich daher gut als Alternative zu glutenhaltigem Getreide. Insbesondere für Menschen mit Zöliakie oder Glutensensitivität kann er eine geeignete Option darstellen und die Darmschleimhaut schützen, etwa bei Darmerkrankungen wie Reizdarm oder chronisch-entzündlichen Dickdarmerkrankungen. Zudem fördert Mais eine Senkung des Cholesterin- und Blutzuckerspiegels, das Sättigungsgefühl und reguliert den Stoffwechsel bei Schilddrüsenüberfunktion.6 Der regelmässige Verzehr von Vollkorn-Mais und anderen Vollkornprodukten ist mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes, bestimmte Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert und kann zu einer verbesserten Verdauungsgesundheit beitragen.2,4
Mais enthält bioaktive kurze Peptide (meist <50 Aminosäuren), die mit antioxidativen, blutdrucksenkenden, leberschützenden, entzündungshemmenden, antikanzerogenen und antidiabetischen Effekten in Zusammenhang stehen. Humanstudien zu Absorption, Verteilung, Metabolismus und Bioverfügbarkeit fehlen jedoch weitgehend.2
Generell senkt die Verarbeitung die Gehalte an Protein, Fett, Ballaststoffen und Mineralen.5
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Maisgriess (Vollkorn) kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Vollkorn-Maisgriess enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:4,9,10
- Isoprenoide: Triterpene: Steroide (Beta-Sitosterol, Campestanol, Stigmasterol, Delta-5-Avenasterol); Tetraterpene: Carotinoide (Carotine: α-Carotin, β-Carotin; Xanthophylle: Lutein, Zeaxanthin, β-Cryptoxanthin)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäure (Vanillinsäure, Protocatechinsäure, Syringinsäure), Hydroxyzimtsäuren (Ferulasäure, p-Cumarsäure, Kaffeesäure, Sinapinsäure); Flavonoide: Flavonole (Quercetin), Flavanone (Hesperetin), Anthocyane (Cyanidin, Peonidin, Pelargonidin)
- Sonstige Pflanzenstoffe (inkl. Protease-Inhibitoren): Phytinsäure
Die Zusammensetzung der Phytochemikalien unterscheidet sich deutlich zwischen den einzelnen Maissorten. Gelber Mais enthält vorwiegend Carotinoide, während blaue und rote Maissorten reich an Anthocyanen sind. Der menschliche Organismus wandelt α- und β-Carotin sowie β-Cryptoxanthin in Vitamin A um, das eine zentrale Rolle für den Sehvorgang sowie für Aufbau und Gesundheit zahlreicher Gewebe spielt. Lutein und Zeaxanthin reichern sich gezielt in der Netzhaut an. Dort wirken sie wie ein natürlicher Lichtfilter, der energiereiches blaues Licht abfängt und empfindliche Augenstrukturen vor oxidativem Stress schützt.9
Anthocyane finden sich primär in blauem, rotem sowie dunkelviolett bis schwarz gefärbtem Mais. Ein grosser Teil dieser Farbstoffe liegt im Perikarp, der äusseren Hülle des Korns, während die darunterliegende Aleuronschicht deutlich geringere Mengen enthält. Der Gehalt an Gesamtphenolen und Anthocyanen steht in engem Zusammenhang mit der antioxidativen Kapazität des Maises. Extrakte aus rotem und blauem Mais zeigen in experimentellen Untersuchungen ausgeprägte antioxidative und antimutagene Eigenschaften. Blaue Maissorten weisen dabei häufig höhere Anthocyangehalte und stärkere biologische Effekte auf als rote. Ergebnisse aus Tierstudien deuten zudem auf günstige Einflüsse auf die Verdauung, Entzündungsprozesse und den Fettstoffwechsel hin sowie auf ein mögliches präventives Potenzial im Hinblick auf Darmkrebs.2,4,10
Im Vergleich zu anderen gängigen Getreidearten wie Reis (799 ± 39 µmol/100g TG), Hafer (653 ± 19 µmol/100g TG) und Weizen (556 ± 17 µmol/100g TG) zeichnet sich Mais durch den höchsten Gesamtphenolgehalt aus (1555 ± 60 µmol/100g TG) und erreicht entsprechend eine sehr hohe antioxidative Aktivität. Neben Flavonoiden tragen insbesondere Phenolsäuren, allen voran die Ferulasäure, wesentlich zu dieser Wirkung bei. Da Phenolsäuren im Mais überwiegend in gebundener Form vorliegen, fördern Verarbeitungsschritte wie Erhitzen, Pasteurisieren, Fermentieren oder Einfrieren ihre Freisetzung. Dadurch kann die antioxidative Kapazität deutlich ansteigen.2,4
Beobachtungsstudien bringen einen hohen Flavonoidkonsum mit einem geringeren Risiko für chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs in Verbindung. Metaanalysen und Kohortenstudien zeigen zudem, dass bereits 2,5 Portionen Vollkornprodukte pro Tag – im Vergleich zu 0,5 Portionen – mit einem um 21 % niedrigeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen. Zu diesen Vollkornprodukten zählen u.a. Maismehl, Gerste, Buchweizen, Hirse, Sorghumhirse, Hafer, Quinoa, Vollkornreis und Roggen. Das Maiskorn setzt sich aus Endosperm, Keim und Kleie zusammen, die sich deutlich in ihrem phytochemischen Profil unterscheiden. Den grössten Anteil gesundheitsfördernder sekundärer Pflanzenstoffe liefern Keim und Kleie. Raffinierte Getreideprodukte bestehen dagegen fast ausschliesslich aus dem kohlenhydratreichen Endosperm. Entsprechend zeigt ihr Verzehr keinen Zusammenhang mit einem verminderten Risiko für chronische Erkrankungen.4,5
Obwohl die Verarbeitung auch positive Effekte hat, etwa die Inaktivierung von Trypsininhibitoren, fallen Nährstoffverluste und eine Verringerung der Nährstoffdichte bei verarbeiteten Lebensmitteln stärker aus als bei unverarbeiteten Rohstoffen.5 Mais enthält Phytinsäure, die die Aufnahme von Mineralstoffen wie Zink beeinträchtigen kann.12,13 Bei einer ausgewogenen Ernährung stellt dies jedoch in der Regel kein Problem dar. Gründliches Kauen und die Verdauung aktivieren körpereigene Enzyme, die Phytinsäure abbauen. Vertiefende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Artikel Phytinsäure bzw. Phytat und das Einweichen oder Keimen.
Lesen Sie ergänzende Informationen bei den Zutaten, Maiskörner, konservierte Maiskörner und Maiskolben nach.
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Einige Menschen reagieren allergisch auf den Verzehr von Mais. Betroffene sollten den Verzehr von Mais und maishaltigen Produkten vermeiden. Auch Kreuzallergien zu Gräsern wie Weizen, Roggen, Weidelgras oder Hafer sind möglich.7,8
Eine ausschliesslich maisbetonte Ernährung kann zu einem Mangel an Niacin führen und dadurch Pellagra auslösen – eine Vitaminmangelerkrankung, die sich vorwiegend durch Hautentzündungen und Durchfall zeigt. Der Grund: Mais enthält nur wenig verwertbares Niacin und auch kaum Tryptophan, eine Aminosäure, aus der der Körper Niacin bilden kann.14 Eine ausgewogene Ernährung beugt diesem Risiko vor, etwa durch die Kombination von Mais mit eiweissreichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten.
Durch das Einweichen und Kochen von Mais in kalkhaltigem Wasser, ein Verfahren namens Nixtamalisierung (siehe Kapitel "Industrielle Herstellung"), lassen sich bestimmte essenzielle Aminosäuren besser verfügbar machen. Gleichzeitig setzt es das im Mais gebundene Niacin frei. So trägt diese traditionelle Methode dazu bei, einem Niacinmangel und damit Pellagra vorzubeugen.1
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Zur Einschätzung der Klimafreundlichkeit eines Lebensmittels dient in erster Linie der CO2-Fussabdruck. Dieser hängt von unterschiedlichen Aspekten ab, wie Anbauweise (konventionell/biologisch), Saisonalität, Herkunftsland, Verarbeitung, Transport und gegebenenfalls Verpackung. Den spezifischen CO2-Fussabdruck von Maisgriess konnten wir nicht finden, jedoch denjenigen von Maismehl. Dieser beträgt laut der dänischen Klimadatenbank Concito 1,61 kg CO2eq/kg.15
Der Wasser-Fussabdruck von Maisgriess beträgt weltweit durchschnittlich rund 1081 Liter Wasser pro kg.16
Die Nachfrage nach Mais ist hoch, insbesondere als Futtermittel.21 Monokulturen, hoher Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden und der Anbau von umstrittenem Genmais (gentechnisch veränderter Mais) sind die Folgen.11 Der Bio-Anbau vermeidet diese Methoden, weshalb Bio-Mais und Bio-Maisprodukte den konventionellen Produkten vorzuziehen sind.
Die Verwendung von Mais zur Herstellung von Biokraftstoff sorgt teilweise für grosse Sorge, vor allem wegen steigender Marktpreise, des wachsenden Bedarfs an Anbauflächen sowie negativer Auswirkungen auf Wasserqualität und Umwelt. Einige Prognosen zeigen, dass die Mais-Ethanol-Produktion Lebensmittelexporte verringern, Preise erhöhen und die weltweite Entwaldung verstärken könnte.21
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Weltweites Vorkommen - Anbau
Die Maispflanze (Zea mays) stammt ursprünglich aus Mesoamerika. Vor rund 9000 Jahren begannen Menschen in Mexiko mit ihrer Domestikation, woraufhin sich Mais über ganz Amerika ausbreitete. Heute bauen Menschen Maispflanzen in vielen gemässigten und heissen Regionen an.17 Der heutige Mais gilt als extremes Beispiel für eine Kulturpflanze, die gezielt auf menschliche Bedürfnisse zugeschnitten ist, und zählt zu den ertragreichsten Getreidearten.1,18
Industrielle Herstellung
Die Herstellung von Maisgriess ist beinahe identisch mit der Herstellung von Maismehl. Von Verunreinigungen befreite, getrocknete Maiskörner vermahlt man zu der gewünschten Körnergrösse resp. Feinheit - im Falle von Maisgriess also etwas gröber als Maismehl.
Das Steinmahlen ist das älteste Trockenvermahlungsverfahren, welches das Maiskorn nicht fraktioniert, sondern auf eine einheitliche Partikelgrösse, meist Mehl oder auch Griess, vermahlt. Der Begriff Steinmahlung bezieht sich auf die Verwendung von zwei Steinmahlplatten, zwischen denen man den Mais zu Mehl oder Griess mahlt. Es finden auch andere Geräte zur Zerkleinerung der Partikelgrösse Verwendung, darunter Hammermühlen, Stiftmühlen und Scheibenmühlen. Kennzeichnend für diese Art der Trockenvermahlung ist, dass keine Trennung der Kornbestandteile erfolgt. So entstehen Vollkorn-Maisprodukte, wie Vollkorn-Maisgriess. Vollkorn-Maisprodukte haben einen vollen Geschmack, aber eine kürzere Haltbarkeit als entkeimte, raffinierte Produkte, da das Keimöl oxidieren kann.19,21
Heutzutage trennen und sieben moderne Mahltechniken (mit Stahlwalzen) Bestandteile der Maiskörner in mehreren Mahlströmen und führen sie dann wieder zusammen. In sehr wenigen Fällen mahlt man heute Vollkornmehle oder Vollkorngriesse mithilfe von Steinmühlen.1
Bei einem anderen Verfahren der Mais-Trockenvermahlung versucht man, die Maiskörner in die Bestandteile Mehlkörper (Endosperm), Keim und Schalenschichten (Perikarp, Kleie) zu zerlegen, um so Keim und Schale aus dem Mehl oder Griess zu entfernen. Die Entkeimung verbessert die Haltbarkeit der Maisprodukte.19,21 Das Mehl oder der Griess gelten danach nicht mehr als Vollkornprodukt.
Eine weitere Art der industriellen Maisverarbeitung ist die Alkalisierung oder Nixtamalisierung. Der Prozess der Nixtamalisierung umfasst mehrere Stufen. Zunächst weicht man den getrockneten Mais in einer Lösung aus Wasser und Kalk ein, der häufig (traditionell) Asche beigemischt ist. Anschliessend kocht man das Korn, weicht es ein, tropft es ab und spült es mehrfach. Danach mahlt man das Korn, um einen nassen Teig herzustellen, aus dem man Tortillas formt oder den man zu Mehl oder Griess trocknet. Nixtamalisierter Mais hat im Vergleich zu unverarbeiteten Körnern mehrere Vorteile: Er lässt sich leichter mahlen und hat einen höheren Nährwert (höhere Bioverfügbarkeit von Niacin, bessere Proteinqualität, mehr Calcium) und einen geringeren Gehalt an Mykotoxinen. Zudem verbessert das Verfahren den Geschmack, die Stärkeverkleisterung und die Wasseraufnahme.21 Diese Produkte gelten ebenfalls nicht mehr als Vollkornprodukte und sind zudem nicht roh.
Weiterführende Informationen
Mais (Zea mays) gehört zur Familie der Süssgräser (Poaceae). Eine gängige Einteilung basiert auf Grösse und Zusammensetzung des Endosperms und führt zu verschiedenen Körnertypen: Zahnmais (dent corn), Hartmais (flint corn), Wachsmais (waxy corn), Stärkemais (flour corn), Zuckermais (sweet corn), Puffmais (pop corn) und Spelzmais (pod corn). Auch der Zuckergehalt dient als Klassifikationsmerkmal. Wie viel Restzucker im Mais enthalten bleibt, hängt sowohl von der Sorte als auch vom Erntezeitpunkt ab.20
Die Begriffe Maismehl, Maisgriess, Polenta und Maisstärke führen häufig zu Verwechslungen. Die folgenden Erläuterungen schaffen Klarheit:
- Maismehl: Maismehl entsteht durch das Mahlen getrockneter Maiskörner und fällt feiner aus als Maisgriess. Es kommt in verschiedenen Farben wie Gelb, Blau oder Weiss vor und ist auch in gekeimter, gerösteter, fermentierter oder angereicherter Form erhältlich. Ein spezieller Typ ist "Masa harina" (nixtamalisiertes Maismehl), das sich zur Zubereitung von Tortillas eignet.
- Maisgriess: Maisgriess besteht ebenfalls aus gemahlenem, getrocknetem Körnermais, weist jedoch eine deutlich gröbere Struktur auf als Maismehl. In vielen Regionen gilt Maisgriess als Synonym für Polenta.
- Polenta: Polenta bezeichnete ursprünglich einen Brei aus unterschiedlichen Getreidearten wie Weizen, Buchweizen, Gerste, Dinkel oder Mais. Heute verwenden viele den Begriff Polenta gleichbedeutend mit Maisgriess, obwohl Polenta ein Gericht und Maisgriess eine Zutat ist.
- Maisstärke: Maisstärke liegt als feines Pulver vor und stammt aus dem stärkehaltigen Anteil des Maiskorns. Die Herstellung erfolgt durch Aufquellen und Entkeimen der Körner, gefolgt von der Trennung der Stärke mithilfe industrieller Prozesse.
Alternative Namen
In Österreich und Altbayern trägt Mais häufig den Namen Kukuruz, in der Schweiz, im Tirol und in Kärnten die Bezeichnung Türggen. Maisgriess ist auch als Maisgrütze bekannt. Ausserhalb der Schweiz ist im deutschsprachigen Raum folgende Schreibweise üblich: Maisgriess.
Die englische Bezeichnung von Maisgriess ist cornmeal (maize meal), corn semolina (maize semolina) und corn grits (maize grits). Diejenige von Vollkorn-Maisgriess lautet whole grain cornmeal. Hominy grits steht meist für nixtamalisierten Maisgriess.
Literaturverzeichnis - 21 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | 🞽 Narratives Review "Whole grains shall consist of the intact, ground, cracked or flaked caryopsis, whose principal anatomical compo-nents—the starchy endosperm, germ, and bran—are pres-ent in the same relative proportions as they exist in the intact caryopsis." "Soaking of corn in water with lime (calcium oxide), called nixti-malization, improves the availability of certain essential amino acids and releases the niacin from niacytin, which are both important for the prevention of niacin deficiency (pellagra)." "Some websites and authors suggest that flour milled between stones (which has neither been separated nor recombined) de-livers more nutrients than grains crushed between metal rollers. This theory is based on the supposition that grains crushed by stones would not reach a temperature as high as grains crushed by steel rollers. However, this is only true if the grinding is very slow and labile components are not exposed to temperatures that enhance vitamin loss (56).A study comparing roller, plate, hammer, and stone mills showed that the highest temperatures were generated when grinding wheat between stones, with temperatures reaching as high as 90°C. In contrast, roller mills reached temperatures of 35°C, and plate and hammer mills reached intermediate temperatures within this range." "Whole grain flours are produced using different milling tech-niques. The majority of whole grain flour is produced using modern milling techniques, usually with steel rollers, through processes in which a batch of grain is separated into multiple millstreams, sifted, and then recombined. In other cases con-stituent millstreams are purchased and combined by a supplier or end user to achieve a reconstituted whole grain flour or meal that has the desired functional, food safety, and nutritional prop-erties. In a very small number of cases whole grain flours are stone-ground, with the grain kernels crushed between rotating stones. The techniques of separating, sifting, and recombining millstreams have been practiced for centuries." DOI: 10.1094/CFW-60-3-0130 Study: weak evidence | Jones JM, Adams J et al. Nutritional impacts of different whole grain milling techniques: a review of milling practices and existing data. Cereal Foods World. 2015;60(3):130-139. |
| 2. | 🞽 Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal "Bioactive peptides can be found in abundance in corn, having very diverse biological effects that include analgesic, opioid and antihypertensive activities. Other compounds with biological activity found in pigmented corn are resistant starches, some fatty acids, phytosterols, policosanols, phospholipids, ferulic acid and phlobaphenes, as well as a great variety of vitamins, elements and fibers." "The consumption of corn and other whole-grain products has been linked to the reduced risk of chronic diseases including cardiovascular disease, type 2 diabetes, obesity, some cancers and with the improvement of digestive tract health." "Phenolic compounds and anthocyanins are some of the most studied and representative compounds in these grasses, with a wide range of health properties, mainly the reduction of pro-oxidant molecules. Carotenoids are a group of molecules belonging to the terpenic compounds, present in a large number of pigmented corn breeds, mainly the yellow ones, whose biological activity incorporates a wide spectrum." "Currently, corn is grown in different shapes and kernel shades, such as blue, black, cherry, purple and red, known as pigmented corn. Pigmented corns are those that, unlike white corn, contain phenolic and/or carotenoid compounds (terpenic compounds) in one or more of the kernel structures: pericarp, aleurone and/or endosperm. These terpenic and phenolic compounds (mainly anthocyanins) give the kernels shades ranging from blue–violet to almost black, to red." "Pigmented corns contain anthocyanins in different ranges, depending on the breed and variety, which give them colorful colors, as well as carotenoid compounds (carotenes and xanthophylls). These phytochemical compounds give pigmented corn a nutraceutical advantage over white and even yellow corn, despite the latter’s high carotenoid content. Anthocyanins can be found in the pericarp and aleurone, or only in one of them. Pigments have also been observed in its endosperm. The location of the pigments is of great importance because it is an indication of the amount of pigments that can be extracted and allows one to decide on the best way to use these compounds without degrading them. Other groups of compounds found in pigmented corn, although in smaller quantities, are free phenols, non-anthocyanidic flavonoids, ferulic acid, lutein, zeaxanthin, cryptoxanthin, alpha and beta carotenes, among others." "Cereals, including corn, are the most important source of ferulic acid, derived from cinnamic acid (intake ranges from 0.092 to 0.32 g). ... Ferulic acid has low toxicity and possesses many physiological functions, including anti-inflammatory, antimicrobial, anticancer (e.g., lung, breast, colon and skin cancer), antiarrhythmic and antithrombotic activity. It also demonstrated anti-diabetic effects and immunostimulant properties, as well as reduced nerve cell damage, and may help repair damaged cells." Table 2 (neben blauem und rotem Mais, enthalten auch white und yellow corn Phenole, Ferulasäure und Anthocyane) "Anthocyanins have demonstrated antioxidant potential in both in vitro and in vivo studies and the consumption of anthocyanin-rich foods has been linked to lower risks of chronic diseases." "The benefits of pigmented corn on human health go beyond its high antioxidant capacity, as many of its compounds can act as transcription factors in the regulation of a large number of genes related to the coding of antioxidant enzymes, the regulation of signaling pathways related to aging, insulin resistance, obesity, inflammation, oxidative stress, among others. Likewise, pigmented maize has the potential to regulate the intestinal microbiota and its metabolites, as well as to chelate metal ions and toxins from the diet." DOI: 10.3390/biom14030338 Study: weak evidence | Sánchez-Nuño YA, Zermeño-Ruiz M et al. Bioactive compounds from pigmented corn (Zea mays L.) and their effect on health. Biomolecules. 2024;14(3):338. |
| 3. | ● Nährstofftabellen. Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 4. | 🞽 Narratives Review in wissenschaftlichem Journal "Human clinical trials, epidemiological studies, and some animal studies have implicated that regular consumption of corn and its derived whole grain products is associated with reduced risk of developing chronic diseases such as cardiovascular disease, type 2 diabetes, and obesity. The high amylose content in corn contributes to the digestive health by its nature of resistance to digestion thus bringing bioactive compounds to the colon. Therefore, dietary modifications of increasing corn and other whole grain consumption is a practical strategy to optimize health and reduce the risk of chronic diseases." "Corn nutrients and phytochemicals include vitamins (A, B, E, and K), minerals (Mg, P, and K), phenolic acids (ferulic acid, coumaric acid, and syringic acid), carotenoids and flavonoids (anthocyanins), and dietary fiber." "The major components of corn kernel include endosperm, germ and bran, and each of them contains a different phytochemical profiles. Along with the health promoting compounds such as amylase in corn endosperm, a wide range of phytochemicals such as total phenolics and phenolic acids (vannilic acid, syringic acid, courmaric acid, ferulic acid and caffeic acid) are found in corn bran and germ fractions at high concentrations. Adom &Liu et el. discovered that the majority phytochemicals in corn with beneficial effects on human health are presented in the bran and germ fractions and not the endosperm, with about 87% of total phenolic content (TPC) presented in the bran and germ fractions. Thus, corn flour with ground germ, endosperm and bran contains higher bioactive compounds than refined cornstarch and refined corn oil." "Like many other grain products, phytochemicals in corn are also distributed mainly in the kernel and bran. Phytochemicals composition varies among different type of corn. Carotenoids are concentrated in yellow and red corn, anthocyanins are concentrated in red, blue, purple and black corn, and phytosterols are concentrated in kernel part of corn." "Corn has the highest total antioxidant activity (181.4 ± 0.86 μmol of vitamin C equiv/g of grain) among all common grains such as rice, wheat and oats. Phytochemicals are the major contributors to the total antioxidant activity in corn. Flavonoids and ferulic acids contribute to the total phenolics in corn and are directly related to the total antioxidant activity, 87% of them were in bound form. Thermal processing increases the antioxidant activity of sweet corn by releasing bound form phytochemicals. Dewanto et al. firstly reported that thermal processed sweet corn had higher antioxidant activity than the unprocessed sweet corn." DOI: 10.1016/j.fshw.2018.09.003 Study: weak evidence | Siyuan S, Tong L, Liu RH. Corn Phytochemicals and Their Health Benefits. Food Science and Human Wellness. 2018;7(3):185-195. |
| 5. | 🞽 Experimentelle Lebensmittel-/Verarbeitungsstudie in wissenschaftlichem Journal "The proximate and mineral composition of corn and its products provides substantive nutritional information on corn, for effective guide on dietetics. The data from the study indicates that eating whole corn which is high in carbohydrate and protein is more beneficial as compared to flours where removal of the bran or germ resulted in removal of the vital component of the maize." "Hence, our study supports preferential use of corn and its products for better human health and also suggests the inclusion of corn in the regular diet due to its higher phenolic acid content and xanthophylls lutein and zeaxanthin which are antioxidants and constitutes for the macular pigment. Hence, Corn is a vital food source for much of the world’s population and represents a vehicle for sustenance and deficiency intervention and there are several industrial processes which can generate a wide variety of maize products to meet consumer’s habits and preferences." "The TPC was high in raw dent corn and steamed dent corn with 14.53 mg GAE/100 g and 12.61 mg GAE/100 g respectively and it was less in corn flour raw (1.26 mg GAE/100 g) and boiled (1.16 mg GAE/100 g) which could be due to the degradation of bioactive compounds and absorption of water during boiling resulting in the dilution of active compounds (Podsedek 2007)." "Lower levels of zeaxanthin was reported in precooked corn flour when compared to canned corn (De Oliveira and Rodriguez-Amaya 2007) similar decrease was observed in our study in the corn flour when compared to other corn products and there was significant decrease between the raw and the boiled corn flour." "Lutein concentration was highest in yellow prepared and processed corn (394.38 µg/100 g in raw and 313.66 µg/100 g in steamed) which was also reported by de la Parra et al.(2007), while it was not traceable in corn flour which can be attributed to the fact that corn flour is a processed product obtained from milling the endosperm of the maize germ after the removal of germ and outer layer which results in the loss of nutrients while yellow dent corn is a fresh product which was a prepared product." Table 4: carotenoids / Table 5: total polyphenolic content (z.B: 4-OH Benzoic acid, Vanillic acid, Syringic acid) DOI: 10.1007/s13197-017-2547-2 Study: weak evidence | Prasanthi PS, Naveena N et al. Compositional variability of nutrients and phytochemicals in corn after processing. Journal of Food Science and Technology. 2017;54(5):1080. |
| 6. | ● "Süsser Mais, Maismehl und andere Maisprodukte üben eine schützende Wirkung auf die Darmschleimhäute aus. Weil Mais kein Gluten enthält, wird er auch von angegriffenen Verdauungssystemen gut vertragen." "Untergewicht im Allgemeinen: Mais in jeder Form wird zur Gewichtszunahme empfohlen." Book | Pamplona Roger JD. Heilkräfte der Nahrung. Ein Praxishandbuch. Advent-Verlag: Zürich. 2006: 224-226. |
| 7. | ● "Die Maisallergie betrifft Kinder und Erwachsene gleichermassen und kommt leider immer öfter vor. Wer nach dem Verzehr von Mais oder Maisprodukten ein Jucken im Mund oder das anschwellen von Lippen und Zunge bemerkt könnte eine Allergie gegen Mais entwickelt haben. Mais wird fast überall auf der Welt angebaut und gegessen, in unzähligen Produkten kommt Mais vor, zb. in Salaten, Cornflakes, Popcorn, Erdnussflips, Maisstärke, Maismehl. Mais wird auch zu Oel verarbeitet und bei Pflegeprodukten oder zum Kochen eingesetzt. Ja selbst Bier und Schnaps werden aus Mais gebraut und können Allergien auslösen." "Eine Allergie auf Mais-Pollen ist relativ selten, aber es können durchaus Kreuzreaktionen vorkommen, zumeist kommen hierfür Gräser wie Weizen, Roggen, Weidelgras oder Hafer in betracht. Allergische Kreuzreaktionen auf andere Lebensmittel kommen sehr selten vor." Website | Allergiefreie Allergiker de: Die Maisallergie und ihre Symptome. |
| 8. | 🞽 Doppelblinde, placebokontrollierte Provokationsstudie (Interventionsstudie) "Maize is a cause of IgE-mediated allergic reactions to foods in adults and children." DOI: 10.1111/j.1365-2222.2008.03094.x Study: strong evidence | Scibilia J, Pastorello EA et al. Maize food allergy: a double-blind placebo-controlled study. Clin Exp Allergy. 2008;38(12):1943–1949. |
| 9. | 🞽 Experimentelle Laborstudie in wissenschaftlichem Journal "Zeaxanthin, along with its isomer lutein, are the major carotenoids contributing to the characteristic colour of yellow sweet-corn. From a human health perspective, these two carotenoids are also specifically accumulated in the human macula, and are thought to protect the photoreceptor cells of the eye from blue light oxidative damage and to improve visual acuity." DOI: 10.1016/j.abb.2015.01.015 Study: weak evidence | O’Hare TJ, Fanning KJ, Martin IF. Zeaxanthin biofortification of sweet-corn and factors affecting zeaxanthin accumulation and colour change. Arch Biochem Biophys. 2015;572:184–187. |
| 10. | 🞽 Experimentelle Laborstudie in wissenschaftlichem Journal "The total phenol and anthocyanin contents correlate with the observed antioxidant capacity. The most biological active corn samples were the blue color while the least actives were the red ones. The results show that the studied blue corn samples are good sources of antioxidant and antimutagenic compounds, which could use to develop products that contribute to human health." "Pigmented corn has been proposed as a functional food considering that is rich in secondary metabolites that displayed biological activities. It is known that the purple and red colors of maize are due to the flavonoid content while the yellow color is produced by the presence of carotenoids. These compounds are mainly contained in the pericarp and aleurone layer of the corn. Several anthocyanins, flavonols and carotenoids have been identified in samples of pigmented corn, such as: cyanidin, pelargonidin, peonidin glucosides; protocatechuic, vanillic, p-coumaric, ferulic acids; quercetin and hesperetin derivatives, among others" DOI: 10.1007/s13197-019-03671-3 Study: weak evidence | Loarca-Piña G, Neri M et al. Chemical characterization, antioxidant and antimutagenic evaluations of pigmented corn. Journal of Food Science and Technology. 2019;56(7):3177-3184. |
| 11. | ● Schicksalhaft aber wurde für den Mais die enorme Nachfrage als Futtermittel. Die schuf extreme konventionelle Monokulturen, welche für die Umwelt und sogar den Mais selbst schädlich wurden: ... ohne Fruchtwechsel werden Maisfelder zu Schädlingsparadiesen und verlangen Mengen von Pestiziden u.a. gegen den berüchtigten Maiszünsler. Ihre verschiedenen Sorten von Gen-Mais sind gegen die Pestizide resistent und werden als besonders widerstandsfähig verkauft. Fatalerweise allerdings brauchte es stets nur wenige Jahre, bis die Einbaugifte gegen resistente Schädlinge nichts mehr ausrichteten oder sogar ... Längst wurden auch in anderen Regionen alte Sorten verdrängt... Zum Problem wurde beim energiereichen Mais längt auch die Nutzung für die Herstellung von Bioethanol bzw. von Biogas. Als garantiert gentechnikfreier Mais hat Bio-Mais... Book | Pini U. Das Bio-Food-Handbuch. Ullmann: Hamburg, Potsdam. 2014: 453-454. |
| 12. | 🞽 Experimentelle Laborstudie in wissenschaftlichem Journal "Phytic acid is known as a food inhibitor which chelates micronutrient and prevents it to be bioavailabe for monogastric animals, including humans, because they lack enzyme phytase in their digestive tract. Several methods have been developed to reduce the phytic acid content in food and improve the nutritional value of cereal which becomes poor due to such antinutrient. These include genetic improvement as well as several pre-treatment methods such as fermentation, soaking, germination and enzymatic treatment of grains with phytase enzyme. Biofortification of staple crops using modern biotechnological techniques can potentially help in alleviating malnutrition in developing countries." "In cereal grains, rice and wheat, it is found in bran fraction such as aleurone layer and pericarp, in corn it is seen in endosperm (O’Dell et al. 1972). " DOI: 10.1007/s13197-013-0978-y Study: weak evidence | Gupta RK, Gangoliya SS, Singh NK. Reduction of phytic acid and enhancement of bioavailable micronutrients in food grains. J Food Sci Technol. 2015;52(2):676–684. |
| 13. | 🞽 Humanstudie in wissenschaftlichem Journal (randomisierte, kontrollierte Crossoverstudie, aber kleine Stichprobe = 5) "Phytic acid reduction in cereal grains has been accomplished with plant genetic techniques. These low-phytic acid grains provide a strategy for improving the mineral (eg, zinc) status in populations that are dependent on grains, including maize (Zea mays L.), as major dietary staples." "Substitution of a low-phytic acid grain in a maize-based diet is associated with a substantial increase in zinc absorption." "In many populations, zinc deficiency has been attributed to an impaired bioavailability of dietary zinc (5). Phytic acid (myo-inositol-1,2,3,4,5,6-hexa-kis-phosphate) is widely regarded as the principal dietary factor that impairs zinc bioavailability (5–9). Indeed, current World Health Organization calculations of dietary zinc requirements vary 3-fold depending on the phytic acid content of the diet (10). Phytic acid is the storage form of phosphorus in seeds (11) and typically represents 1–2% of seed dry weight. Cereal grains, including maize (11), are among those foods of vegetable origin that have the highest content of phytic acid." "Hence, persons whose diets are dependent on maize as a major food staple appear likely to be at risk of zinc deficiency" DOI: 10.1093/ajcn/76.3.556 Study: strong evidence | Adams CL, Hambidge M et al. Zinc absorption from a low-phytic acid maize. Am J Clin Nutr. 2002;76(3):556–559. |
| 14. | ● "Die Pellagra ist eine Hypovitaminose, die meist in Folge einer Mangelernährung auftritt. Die Betroffenen leiden unter einem Niacinmangel (Vitamin B3), der sich u.a. durch eine Dermatitis und Diarrhö äussert." "Pellagra tritt vor allem in Afrika, Südosteuropa und den USA bei Populationen auf, die sich vorwiegend von Mais ernähren. In Zentralamerika stellt Mais zwar ebenfalls ein Hauptnahrungsmittel dar, jedoch wird das Niacin durch die Behandlung der Maiskörner mit Kalkwasser verfügbar gemacht." "Die Pellagra kann bei einer einseitigen Ernährung mit Mais- oder Hirseprodukten auftreten, die niacinarm sind oder Niacin in einer Form enthalten, die der Körper nicht verwerten kann. Als Voraussetzung für eine Pellagra muss zusätzlich eine mangelnde Eiweisszufuhr vorliegen, da der Körper in der Lage ist, Niacin aus der Aminosäure Tryptophan zu bilden." " Typische Symptome sind die "drei D’s":
Zusätzlich können eine Glossitis ("Schwarzzungenkrankheit") und eine Polyneuropathie auftreten." Website | Flexikon com: Pellagra. |
| 15. | ● Corn flour: 1,61 Website | The Big Climata Database. Version 1.1. Corn flour. 2025. |
| 16. | 🞽 Nr. 56 Maize (corn) groats and meal DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577-1600. |
| 17. | 🞽 Narratives Review Corn (Zea mays Linnaeus), also known as maize, is a member of the family Poaceae or Gramineae. It is indigenous to Mesoamerica and was domesticated in Mexico some 9,000 years ago, then it spread throughout the American continents [22]. Now, it is widely cultivated all over the World. The native corn includes 10,000 species, grouped in 600–700 different genera and this family includes wheat, oats, barley and rice [23]. All parts of corn are utilized, including the silks." DOI: 10.3390/molecules17089697 Study: weak evidence | Hasanudin K, Hashim P, Mustafa S. Corn silk (Stigma maydis) in healthcare: a phytochemical and pharmacological review. Molecules. 2012;17(8):9697–9715. |
| 18. | ● Habe das Buch nicht. Book | Rehm S, Espig G. Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen. Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer. 1976. |
| 19. | ● "The term dry milling is often used to describe three distinctly different processes when discussing maize processes. The first process, stone grinding, is the oldest and is also known as whole kernel dry milling or full-fat dry milling. Whole kernel dry milling does not fractionate the maize kernel but rather seeks to grind the kernel to uniform particle size, usually flour or meal. The term ‘stone ground’ refers to the use of two stone grinding plates between which the maize is ground into a flour or meal. Other devices for particle size reduction can be used to produce meal or flour, including hammer mills, pin mills, and disk mills. The defining characteristics of this type of dry milling are that no separation of kernel components takes place and the resultant product is used for human nutrition. The products are usually referred to as ‘full-fat’ flour or ‘full-fat’ meal because the germ has been left unseparated from the other components. Full-fat products have a fuller flavor but a much shorter shelf life than degermed products due to the potential for oxidation of the germ oil, causing rancidity of the product." "The third process referred to as maize dry milling is the process we are considering in this article. More accurately referred to as degerminated dry milling, this process attempts to remove germ and pericarp from the collection of grits, meal, and flour that are left. Degermination improves shelf life of the endosperm products by removing the germ oil in the maize kernel (75%)." DOI: 10.1016/B978-0-12-394437-5.00238-2 Book | Rausch KD, Eckhoff SR. Maize: Dry milling. Encyclopedia of Food Grains. 2016;3:458–466. |
| 20. | 🞽 Deskriptiver Überblicksartikel "Different types of maize are grown throughout the world, with one important difference being color. Maize kernels can be different colors ranging from white to yellow to red to black. Most of the maize grown in the United States is yellow, whereas people in Africa, Central America, and the southern United States prefer white maize. Yellow maize is not popular in Africa for reasons associated with the perception of social status: apparently it is associated with food-aid programs and is perceived as being consumed only by poor people. Also, the feed industry consumes mostly yellow maize in the manufacture of animal feed.4" "There is a classification of maize on the basis of the size and composition of the endosperm, resulting in an artificial definition by kernel type as follows: dent, flint, waxy, flour, sweet, pop, Indian, and pod corn. Another difference or classification criterion is the sweetness or amount of sugar. The amount of residual sugar depends on the variety of maize and when it is harvested from the field. Sweet maize stores poorly and must be eaten fresh, canned, or frozen before the kernels age, becoming small, tough, and starchy. Sweet varieties cannot be fortified.15, 16" DOI: 10.1111/nyas.12396 | Ranum P, Peña‐Rosas JP, Garcia‐Casal MN. Global maize production, utilization, and consumption. Annals of the New York Academy of Sciences. 2014;1312(1):105–112. |
| 21. | 🞽 Narratives Review Table 4. Degerminated maize products defined by particle size and fat content. "In the nixtamalization process, there are several stages. First, dried maize is soaked in a solution of water with lime, often with ashes mixed in. The grain is then cooked, steeped, drained, and rinsed multiple times. The grain is then ground to make a wet dough from which tortillas are formed or allowed to dry into flour. ... Nixtamalized maize has several benefits compared to unprocessed grains: they are more easily ground and have a higher nutritional value (increased bioavailability of niacin, improved protein quality, increased calcium) and reduced mycotoxins content.17" "Worldwide, 60–70% of maize production is used domestically as livestock feed, and the remaining 30–40% is used for production of items for human consumption." "More recently, the use of corn as a biofuel has generated great concern about rises in the market price of corn for consumption, the need to increase cultivable areas, as well as water quality and other ecological damages. Some predictive models project that large-scale corn ethanol production could lead to decreases in food exports, higher prices, and a greater global deforestation." "Industrial dry milling includes particle size reduction of clean whole maize with or without screening separation, retaining all or some of the original maize germ and fiber.14 Because of the high-fat content, these whole or partially degerminated maize products are not particularly shelf stable. Degermination of maize involves mechanical separation and processing, resulting in dry shelf-stable products with a majority of both germ and fiber removed. Much of the particle size reduction and separation is accomplished with equipment similar to that employed in wheat flour milling, including hammer mills, stone mills, roller mills, screeners, sifters, specific gravity separators, and aspirators. Specialized equipment, such as degerminators and de-hullers or peelers, may be employed in maize processing." "A second type of industrial dry maize processing is alkali processing or nixtamalization in which whole maize is cooked with an excess of water treated with calcium oxide.13 The maize kernel may be ground whole, fractionated, or have other corn components added. Unlike wheat flour milling, processing equipment for alkali-treated corn is specialized to handle the moisture, chemicals, and heat required for wet processing. Conventional dry bulk material handling and processing equipment is employed with raw maize and dry finished product. The resulting intermediate product may be dried for commercial sales of further processed consumer food product. In North America and Mexico, dry alkali-processed maize flour is known as masa flour, a name that is not used in Spanish-speaking countries of Central and South America or non-Spanish speaking countries of Africa. These products are referred herein as alkali processed. The alkali process improves flavor, starch gelatinization, and water uptake. The process partially removes some of the germ and most of the pericarp, but the amount varies. In some cases, pericarp may be added into the process for visual product enhancement. The heating in the process causes loss of thiamine, riboflavin, niacin, fat, and fiber. As might be expected the calcium content increases owing to the alkali processing." DOI: 10.1111/nyas.12299 Study: weak evidence | Gwirtz JA, Garcia-Casal MN. Processing maize flour and corn meal food products. Ann N Y Acad Sci. 2014;1312(1):66-75. |
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