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Indisches Drumstick-Curry mit Kartoffeln und Tomaten

Das indische Drumstick-Curry mit Kartoffeln und Tomaten verdankt sein intensives Aroma den vielen Gewürzen wie Koriander-, Senfsamen, Kurkuma und Kreuzkümmel.
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Vegane Kochkost

45min leicht
78/14/08  LA3:1ALA
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Zutaten (für Personen, )

Klick Inhaltsstofftabellen

Küchengeräte

  • Mörser
  • Pfanne (Bratpfanne)
  • Herd (Kochherd, Küchenherd)
  • Kochtopf

Zubereitungsart

  • kochen
  • zerkleinern oder mahlen
  • abschmecken
  • anbraten
  • pellen (abziehen)

Zubereitung

  1. Vorbereitung des Gemüses
    Drumsticks waschen und in 2-3 cm lange Stücke schneiden. Kartoffeln waschen und in daumengrosse Stücke schneiden. 

  2. Die für 5 Personen angegebene Menge an Drumsticks entspricht etwa 2 Schoten.

  3. Wasser in einen Topf füllen, Drumsticks, Kartoffeln und etwas Salz zufügen, umrühren und bei mittlerer Hitze für etwa 10 Minuten kochen lassen. Gelegentlich umrühren. Wenn die Kartoffeln fast gar sind, den Topf beiseite stellen.

  4. Das Kochwasser, welches einen gewissen Bestandteil wasserlöslicher Nährstoffe enthält, für später aufheben!

  5. Öl in einer Pfanne erhitzen. Senfsamen und Kreuzkümmel zufügen und bei mittlerer Hitze für etwa 30 Sekunden anbraten.

  6. Für die Gewürzzubereitung
    Zwiebeln und Knoblauch schälen (abziehen) und fein hacken. Gemeinsam mit den Curryblättern in die Pfanne geben und für weitere 2 Minuten braten.

  7. Tomaten waschen und grob hacken, Koriandersamen im Mörser mahlen. Gemeinsam mit Chilipulver und Kurkuma zu den angebratenen Gewürzen in die Pfanne geben. Gut durchmischen und für weiter 3 Minuten köcheln lassen. 

  8. Sie können dabei die Tomaten und Zwiebeln mit einem Kartoffelstampfer etwas zerdrücken.

  9. Fertigstellen des Drumstick-Curries
    Die vorgekochten Drumsticks und Kartoffeln (inklusive des restlichen Kochwassers) hinzufügen und für weitere 4 Minuten kochen lassen. Dabei gelegentlich umrühren. 

    Nach Belieben mit Salz abschmecken.

  10. Garnieren und Servieren
    Koriander waschen, grob hacken und vor dem Servieren über das Drumstick-Curry geben.

Rezepte mit Nährstofftabellen


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Autor
Inke Weissenborn, Bild vom Jahr 2017
Inke Weissenborn, Singapore
Gesunde und bewusste Ernährung mit dem Wohl der Tiere im Blick ist mir ein persönliches Anliegen. Als promovierte Tierärztin mit einem Hintergrund in Krebsforschung habe ich ein solides Verständnis der Ernährungsphysiologie. Meine langjährige Asienerfahrung hat mir einen tiefen Einblick in die verschiedenen kulturellen Hintergründe der Esskultur ermöglicht.  Gemeinsam mit meinem Mann und meinen zwei Kindern, lebe ich nun seit einem Jahr wieder in Singapur. Neben der Tätigkeit als Tierärztin arbeitete ich beim Wildlife Rescue Center Acres (Animal Concerns Research & Education Society) in Singapur. Seit 2015 arbeite ich für die "Stiftung Gesundheit und Ernährung Schweiz".  Ich hoffe durch meine Arbeit, einen Beitrag für gesundes Leben und einen verantwortungsvollen Umgang zwischen Menschen und Tieren zu leisten. 

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Hinweise zum Rezept

Drumsticks: Drumsticks nennt man die bohnenähnlichen Schoten des Meerrettichbaums, auch Wunderbaum oder Moringa Oleifera genannt. In Europa noch weitgehend unbekannt, gehört die Moringa-Pflanze in Indien seit Jahrtausenden zum Speiseplan. Charakteristisch für den Moringa-Baum ist sein kurzer, angeschwollener Baumstamm und seine ca. 40 cm langen, herabhängenden Bohnenfrüchte, die wie Drumsticks aussehen. Der deutsche Name Meerrettichbaum leitet sich vom Gehalt an Senfölglykosiden ab, die dazu führen, dass die Wurzeln des Moringa-Baumes stechend brennend wie Meerrettich riechen. Die essbaren Pflanzenteile, vor allem die Blätter und Früchte, haben einen hohen Nährwert und sind reich an Antioxidantien, Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen. Gekocht haben Drumsticks einen dem Spargel ähnlichen Geschmack. Anders als der Spargel allerdings eignen sich die grünen Schoten nicht so sehr als Einzelgemüse, sondern machen sich besser als leichte und gesunde Beilage. In Südindien sagt man der Moringaschote gewisse Heilwirkungen nach. So soll die Drumstick-Suppe bei Husten und Halsschmerzen helfen und eine blutreinigende Wirkung haben.

Kreuzkümmel: Aufgrund der ähnlichen Bezeichnung kommt es oft zu Verwechslungen zwischen Kreuzkümmel und Kümmel. Dabei sind sie nicht näher miteinander verwandt und unterscheiden sich auch stark im Geschmack. Kreuzkümmel kommt häufig in der indischen, türkischen und griechischen Küche zum Einsatz.

Kurkuma: Die aus Südasien stammende Kurkuma, auch Gelber Ingwer, oder Gelbwurz genannt, gehört zu den Ingwergewächsen. Frisch hat Kurkuma einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet, wie er in Indien meist Verwendung findet, schmeckt er milder und leicht bitter. Kurkuma lagert man am besten dunkel und nicht zu lange, da es sonst zu Farb- und Aromaeinbussen kommt.

Koriandersamen: Koriandersamen sind kugelförmig, herbwürzig bis süssaromatisch. Die gemahlenen Samen kommen in der Küche in Form von Gewürzen zum Einsatz. Besonders würzig schmecken die Koriandersamen, wenn man sie zuvor kurz anröstet und anschliessend mahlt oder im Mörser zerstösst.

Curryblätter: Die Blätter des in Asien beheimateten Currybaumes nennt man Curryblätter. Curryblätter verwendet man als Gewürz vor allem in der srilankischen und südindischen Küche in vielen vegetarischen Gerichten. Das Aroma der Curryblätter ist frisch, leicht fruchtig bis rauchig. Die dünnen Blätter braucht man nicht aus dem Gericht zu entfernen, sondern man kann sie mitessen. In der Regel brät man sie zuerst in heissem Öl oder Ghee an, bevor man die übrigen Zutaten hinzugibt. Im Ayurveda, der traditionellen indischen Naturmedizin, finden die Curryblätter Verwendung gegen Magenverstimmungen und Verdauungsstörungen, gegen Ekzeme sowie gegen Diabetes. In Experimenten hat man ein Absinken des Blutzuckerspiegels registriert.

Schwarzer Senf: Die reifen und getrockneten, intensiv duftenden Samen kommen vor allem in der indischen Küche zum Einsatz. Gewöhnlich röstet man sie zuvor in Ghee oder Öl an. Die Senfkörner verleihen dem Gericht eine leichte Schärfe, die sich jedoch deutlich vom Geschmack des cremigen Senfes unterscheidet. Die Samen des Senfes enthalten wie alle Kreuzblütlersamen Öl, dessen Anteil bei schwarzem Senf etwa 30 % beträgt, mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Senfkörner haben eine anregende Wirkung auf die Verdauung.

Tipps

Drumsticks richtig essen: Die Schoten haben eine holzige Schale, die sich auch durch den Kochprozess nicht genügend erweicht. Einzig essbarer Teil ist das beinahe geleeartige Innere der Schote. Hierzu schneidet man die Schotenstücke längs auf und schabt mit der Gabel das weiche Innere heraus.

Korianderblätter: Einige Menschen reagieren auf das intensive, leicht seifige Aroma des Korianders mit Abneigung bis hin zu Übelkeit. Laut Statistik in der Schweiz reagieren gar 15 % aller Allergiker empfindlich auf Koriander. In diesen Fällen lassen Sie diese Zutat einfach weg.

Mörser: Mit dem Mörser, welcher insbesondere in der orientalischen und asiatischen Küche häufig zum Einsatz kommt, lassen sich Zutaten bis zur gewünschten Konsistenz zerkleinern. Ein höherer Mahlgrad sorgt für eine grössere Gesamtoberfläche des Mahlgutes, wodurch sich der Geschmack intensivieren lässt. Wenn Sie über keinen Mörser verfügen, können Sie sich auch einer Pfeffermühle bedienen. Eine weitere Alternative ist fertiges Koriandersamenpulver, welches jedoch weniger intensiv schmeckt als frisch gemahlene Samen.

Alternative Zubereitung

Gut dazu passen: Sie können dem Gericht auch kleingeschnittene Karotten oder Erbsen hinzufügen.

Asafoetida (Gewürz): In den klassischen indischen Gerichten verwendet man für ein solches Gericht noch das stark riechende Gewürz Asafoetida, auch bekannt als Stinkasant oder Teufelsdreck. Es handelt sich um das Pulver einer Pflanzenart einer Familie der Doldenblütler. Asafoetida hat einen hohen Harz-Anteil, der mitverantwortlich ist für den bitteren, beissenden Geschmack und den sehr unangenehmen Geruch, der sich allerdings bei Verwendung in einen Geruch ähnlich dem von Zwiebeln und Knoblauch ändert.