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Trockenfeigen (roh?, bio?)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Trockenfeigen in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

Die aus der USDA Datenbank stammenden Nährstoffe der Zutat haben wir komplettiert.
30%Wasser 94Makronährstoff Kohlenhydrate 93.79%/05Makronährstoff Proteine 4.85%/01Makronährstoff Fette 1.37% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, 0.3g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Getrocknete Feigen bzw. Trockenfeigen (Ficus carica) enthalten bis zu 60 % fruchteigenen Zucker, weshalb sie mit Bedacht zu geniessen sind. Häufig trocknet (erhitzt) man sie in Heissluftöfen oder unter heissem Wasserdampf. Dies sollten Rohköstler beachten.

Verwendung in der Küche

Trockenfeigen sind getrocknete Echte Feigen und schmecken aufgrund ihrer hohen Süsskraft sehr gut auch pur als Dessert. Zum Verfeinern von Gebäck, Kuchen (Lebkuchen) oder anderen Nachspeisen zerkleinert oder püriert man sie. Das bekannte Feigenbrot stellt man aus getrockneten Feigen, Mandeln und Gewürzen her. Für eine einfachere Verarbeitung kann man Trockenfeigen vor der Verwendung über Nacht in Wasser einweichen.

Zwei oder drei kleingeschnittene Feigen im morgendlichen Müesli ergeben eine angenehme Süsse. Getrocknete Feigen peppen Salate, Suppen oder Eintöpfe mit einer köstlich südländischen Note auf. Trockenfeigen im Rotkohl, Dip, Aufstrich oder mit Walnüssen und veganem Frischkäse in einer Sauce für Teigwaren bringen köstliche Akzente in das Alltags-Menü.

Feigen-Konfitüre oder Chutney aus getrockneten Früchten ist eine gute Methode, um sie noch länger haltbar zu machen. Feigen gelten in getrockneter Form als Energiebombe, da sie neben dem hohen Kohlenhydratanteil auch viele Nährstoffe enthalten. Im Normalfall isst man Feigen gemässigt, für Sportler sind sie als Energieschub optimal geeignet. So kann man sie in Müesliriegel oder Energy-Balls portionsgerecht verarbeiten.

Eigene Zubereitung

Frische, voll ausgereifte Feigen kann man auch sehr einfach selbst trocknen. Am besten in einem Dörrapparat oder im Backofen. Nach dem Waschen und Trockentupfen legt man die Feigen auf ein Dörrgitter oder den Rost des Backofens. Verwenden Sie kein Backblech, damit die Luft gut zirkulieren kann. Auch Backpapier ist hier fehl am Platz. Um die Dörrzeit zu verkürzen, kann man die Feigen auch kleiner schneiden. Als Abstand zwischen den Früchten genügt ein Zentimeter.

Man empfiehlt, die Feigen bei einer Temperatur von ca. 50 °C zu trocknen. Beachten Sie, dass die Temperatur für ein Rohkostprodukt nicht über 42 °C steigen soll. Bei 50 °C wendet man die Früchte nach ca. 5 Stunden. Um die gewünschte Konsistenz zu erreichen, müssen sie mindestens noch weitere 5 Stunden im Backofen bleiben.

Nach 10 Stunden prüfen Sie am besten jede Stunde, ob die Feigen die gewünschte Konsistenz haben. Die Oberfläche sollte ledrig sein und es darf keine Flüssigkeit mehr an der Oberfläche zu sehen sein.2 Bei einem Dörrgerät beachten Sie die Beschreibung für die gewünschte Frucht.

In vielen Anbauländern trocknet man Feigen auch an der Sonne. Allerdings ist die Temperatur schwer kontrollierbar, denn diese hängt neben der Sonneneinstrahlung auch vom Untergrund ab.

Veganes Rezept für Energy-Balls mit getrockneten Feigen

Zutaten: 100 g getrocknete Feigen (oder Datteln), 100 g Cashewkerne (oder gesünder: Macadamianüsse), 4 EL Amaranth, 1 EL frischer Zitronensaft.

Zubereitung: Alle Zutaten in einem Mixer oder einer Küchenmaschine klein hacken, bis die Masse klebrig ist. Es dürfen auf jeden Fall noch Stücke vorhanden sein. Die Masse mit nassen Fingern zu kleinen Bällchen formen und nach Belieben in Sesam, Sonnenblumenkernen, Chia-Samen oder Kokosraspeln wälzen. Bevor man die Energy Balls isst, sollte man sie noch ein paar Stunden im Kühlschrank aufbewahren.

Veganes Rezept für Feigenbrot

Zutaten: 140 ml Ahornsirup, 3 Bananen (zerdrückt), 425 ml getrocknete Feigen (gehackt), 1 TL Zimt (gemahlen), 568 ml Weizenmehl, 2 TL Backpulver, ¼ TL Salz, 213 ml Walnüsse (zerkrümelt), 170 ml Pflanzenöl (wie z.B. Rapsöl); für den Ei-Ersatz 2 EL Leinsamenmehl, 6 EL Wasser.

Zubereitung: Für den Ei-Ersatz das Leinsamenmehl mit Wasser vermischen und 5 Minuten stehen lassen. Feigen 10-15 Min. in kochendem Wasser rehydrieren. Leinsamen-Wasser-Gemisch mit Ahornsirup und Öl verrühren, bis eine glatte Masse entsteht. Zerdrückte Bananen, gehackte Feigen und Zimt hinzugeben. Danach Mehl, Backpulver und Salz zufügen und vorsichtig mischen. Walnüsse untermengen und den Teig in die vorbereitete Form geben. 1 Stunde lang bei 175 °C backen.

Vegane Rezepte mit getrockneten Feigen finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Getrocknete Feigen erhalten Sie bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Billa, Hofer etc. Achten Sie auf ungesüsste, biologisch erzeugte und wenn möglich auch ungeschwefelte Produkte. Die in Rollen erhältlichen Früchte presst man unter Verwendung von heissem Wasserdampf. Häufig trocknet (erhitzt) man Feigen in Heissluftöfen oder unter heissem Wasserdampf (>65 °C) dies sollten Rohköstler beachten.8 Um Rohkostqualität zu erhalten, können Sie sie selbst unter 42 °C trocknen. Oder Sie gehen zum Bio-Supermarkt (wie z.B. Denn's Biomarkt, Alnatura) oder Bioladen Ihres Vertrauens, um möglichst naturnahe Produkte zu erhalten. Diese bieten bestimmt auch sonnengetrocknete oder schonend getrocknete Früchte an. Getrocknete Feigen sind ganzjährig verfügbar.

Schwefelfreie, biologisch produzierte Feigen wäscht man nur mit Salzwasser. Für den Handel ist Schockgefrieren eine geeignete Methode, um Schädlinge abzutöten. Gegen die Bildung von Schimmelpilzen verwendet man UV-Licht, um keine Fungizide anwenden zu müssen. Der häufig gebildete weisse Film auf getrockneten Feigen ist kein Schimmel, sondern ausgetretener Fruchtzucker.1

Es ist schwierig, Anzeichen eines Wurmes in getrockneten Feigen zu erkennen. Oft ist der Kot ehemaliger Bewohner als trockene, dunkelbraune Stelle sichtbar. Die meisten Menschen stören sich aber nicht daran. Zumindest in südlich gelegenen Ländern gibt es kompakte Produkte mit Feigen zu kaufen. Da lohnt es sich eher, auf aktiven Befall (durch kleine Käfer oder Würmer) zu achten.

Die Verfügbarkeit von getrockneten Feigen ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Sind die Feigen ausreichend getrocknet, halten sie ca. ein Jahr. Dazu benötigt man einen möglichst luftdichten und kühlen Ort. Bestenfalls in einem Glas mit Deckel, im Keller, Vorratsraum oder sogar im Kühlschrank.17

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Trockenfeigen haben bei einem Wassergehalt von ca. 30 % mit 249 kcal/100g einen eher hohen Energieanteil. Fett ist mit 0,93 g kaum vorhanden und der Eiweissanteil beträgt auch nur 3,3 g/100g. Der Gehalt an Kohlenhydraten ist mit 64 g/100g ziemlich hoch, wobei 48 g auf Zucker entfallen, was etwa der Hälfte des Tagesbedarfs entspricht. Der Anteil an Ballaststoffen liegt bei 9,8 g/100g.3

Aber auch der Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen ist bei Trockenfrüchten konzentriert. Trockenfeigen enthalten Biotin (ex Vitamin B7) zu 18 µg/100g. Dieses wasserlösliche Vitamin ist wichtig für den Abbau vieler Aminosäuren und spielt auch im Zellkern eine zentrale Rolle bei der Modifikation von Histonen. Pistazien oder Bananenpulver haben ähnliche Werte. Getrocknete Steinpilze haben mit 94 und Bierhefe mit 115 µg/100g weitaus höhere Werte.3

Trockenfeigen zeigen auch einen hohen Wert an Kalium. Mit 680 mg decken 100 g ca. ein Drittel des Tagesbedarfs. Das Mengenelement ist wichtig für das Membranpotential in den Zellen. Datteln oder Haselnüsse haben ähnlich viel Kalium pro 100 g. Getrocknete Gewürze, wie z.B. Korianderblätter haben mit 4466 mg/100g ein Vielfaches dieses Mengenelements.3

Auch Mangan ist mit 0,51 mg/100g in getrockneten Feigen gut vertreten, vergleichbar mit Carobpulver und Reisnudeln. Dieses Spurenelement ist sehr wichtig für den Aufbau von Knorpelgewebe und kommt in sehr hohen Mengen in Gewürznelken (60 mg/100g) und gemahlenem Ingwer (33 mg/100g) vor.3

Die gesamten Inhaltsstoffe von Trockenfeigen, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Wie gesund sind getrocknete Feigen? Die leicht verdaulichen Trockenfrüchte halten mit ihrem hohen Ballaststoffanteil bei regelmässigem Genuss das Verdauungssystem gesund. Ähnlich wie bei getrockneten Zwetschgen (Zwetschken) hilft vorheriges Einweichen, gute Effekte zu erzielen.4 Die tonisierende Wirkung der Feigen unterstützt Schwangere, Stillende, SportlerInnen und geistig geforderte Menschen bei Ermüdungszuständen, u.a. bei Blutarmut (Anämie).4 An Aminosäuren enthalten Feigen hauptsächlich Leucin, Lysin, Valin, Tryptophan und Phenylalanin.8

Studien zeigen, dass getrocknete Feigen die Verdauung fördern. Bei Menschen mit Reizdarmsyndrom reduzierten getrocknete Feigen Symptome wie Schmerzen, Verstopfung und harte Stuhlkonsistenz. Wässriger Feigenextrakt beschleunigte bei Ratten mit Kolitis Magenentleerung und Darmpassage. Insgesamt besteht weiterer Forschungsbedarf zu Sättigungseffekten und Körpergewicht durch Feigenkonsum.23,24

Getrocknete Feigen sind jedenfalls eine ausgezeichnete Quelle für Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Strontium, das zur Knochengesundheit beiträgt. Calcium ist entscheidend für starke Knochen und Zähne, Magnesium für Enzymfunktionen, hormonelles Gleichgewicht, Knochen- und Herzgesundheit. Phosphor unterstützt Zellwachstum und -reparatur. Eisen ist notwendig für die Bildung roter Blutkörperchen und Enzyme.5

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von getrockneten Feigen kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Getrocknete Feigen enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:23,24

  • Isoprenoide: Carotinoide (Carotine: Lycopin; Xanthophylle: Zeaxanthin, β-Cryptoxanthin, Lutein)
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure), Hydroxyzimtsäuren (Chlorogensäure, Ferulasäure, Kaffeesäure); Flavonoide: Flavonole (Rutin, Myricetin, Kaempferol), Flavanole (Epicatechin, Catechin), Flavone, Anthocyane (Cyanidin-Derivate); Tannine (Proanthocyanidine)

Die wichtigsten phytochemischen Verbindungen in frischen und getrockneten Feigen umfassen Phenolsäuren, Flavonoide und Carotinoide. Dunkelschalige Feigensorten enthalten besonders viel davon und zeigen eine höhere antioxidative Aktivität als helle Sorten. Insgesamt hängt der Gehalt stark von Fruchtfarbe, Fruchtteil, Reifegrad und Trocknungsverfahren ab. Frische Feigen enthalten ausreichend Antioxidantien, während beim Trocknen alle getesteten Verfahren zu einer signifikanten Reduktion der Gesamtphenole führen.5,23,24

Polyphenole aus Feigen können oxidativen Stress reduzieren und entzündungsbezogene Prozesse beeinflussen. Hinweise auf weitergehende Wirkungen, etwa im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, stammen überwiegend aus Zell- und Tierstudien und sind nicht direkt auf den Menschen übertragbar.23,24 In einem Alzheimer-Mausmodell verbesserten 4 % Oman-Feigen im Futter Gedächtnis, Lernfähigkeit, Angstverhalten und motorische Koordination. Zusätzlich reduzierten die Feigen die Aktivität entzündlicher Zytokine, was auf potenzielle Vorteile bei kognitiven Störungen, wie Alzheimer hinweist. Die verfügbaren Daten erlauben jedoch nur eingeschränkte Schlussfolgerungen.5,20

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Manche empfindliche Menschen reagieren bei geschwefelten Trockenfrüchten mit Kopfschmerzen oder Übelkeit. Gewisse Asthmatiker bekommen sogar Asthmaanfälle. In seltenen Fällen treten Pseudoallergien auf. Für gesunde Menschen ist dieser Schwefel unbedenklich. Da man ihn aber nur für ein schöneres Aussehen (verhindert das Nachdunkeln) der Frucht einsetzt, sollte man auf den Verzehr von geschwefelten Früchten verzichten.5

Durch die enthaltene Restfeuchte können sich Schimmelpilze bilden, vor allem der im Fruchtinnern angesiedelte Schwarzschimmel ist biologisch kaum zu bekämpfen. Hier muss man die Feige vor dem Verzehr öffnen und optisch kontrollieren. Bei Trockenfrüchten findet man immer wieder Aflatoxine oder Mykotoxine (Schimmelpilzstoffwechselprodukte). Eine chronische Einnahme dieser Toxine kann krebserregend und erbgutschädigend sein und Leber und Nieren schädigen.6,7 Aflatoxine kann man nicht durch Erhitzen zerstören.7

Volksmedizin - Naturheilkunde

In der Volksmedizin verwendet man die Rinde, Blätter, Wurzeln und Milchsaft der Feige zur Behandlung einer Vielzahl von Beschwerden. Die Feigenmilch, die aus den abgebrochenen Blättern austritt, zur Behandlung von Hautproblemen, wie zum Beispiel zur Entfernung von Warzen. Als Tee verzehrt, haben Feigenblätter antidiabetische Eigenschaften.8

Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Bronchialerkrankungen: Feigen wirken allgemein, aber besonders getrocknet und eingeweicht gegen Infektionen. Sie befreien die Brust, lindern den Hustenreiz, erleichtern das Abhusten und beruhigen die Atemwege. Chronische Bronchitis, aber auch akute Atemwegsinfektionen aufgrund von Grippe und Erkältungen behandelt man häufig mit eingeweichten und gekochten Feigen.4

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Der ökologische Fussabdruck eines Lebensmittels hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. So spielen die Art der landwirtschaftlichen Produktion (konventionell vs. ökologisch), saisonale, regionale oder inländische Produktion bzw. Import per Lkw, Schiff oder Flugzeug, unterschiedliche Verpackungsarten und ob es Frischwaren oder Tiefkühlwaren sind, eine entscheidende Rolle.11

Feigen aus China haben laut CarbonCloud einen CO2-Fussabdruck von 1,17 kg CO2eq/kg (v.a. Produktion). Getrocknete Feigen aus China kommen auf 8,43 kg CO2eq/kg (inkl. Produktion, Transport und Verarbeitung).12 Das verdeutlicht gut, wie viel die Lebensmittelverarbeitung und auch der Transport ausmachen können.

Zum Vergleich: Gemüse, eines der klimafreundlichsten Lebensmittel, hat je nach Anbaumethode (und ohne die Auswirkungen des Transports) einen CO2-Fussabdruck von ca. 0,1-0,5 kg CO2eq/kg.15 Der durchschnittliche CO2-Fussabdruck von pflanzlichen Lebensmitteln beträgt in etwa 0,66 kg CO2eq/kg, was nur 10,7 % der CO2-Emissionen von tierischen Produkten (6,15 kg CO2eq/kg) ausmacht.14 Um den CO2-Fussabdruck kleinzuhalten, ist es am besten, tierische Produkte aus dem Speiseplan zu streichen.

Trotz umfangreicher Recherchen liegen uns leider keine konkreten Zahlen zum Wasserfussabdruck von getrockneten Feigen vor. Der Wasserfussabdruck von Echten Feigen beläuft sich auf insgesamt 3350 l/kg.13

Grundsätzlich gilt: Frisches, unverpacktes, saisonales und regionales Gemüse weist die geringsten Emissionen auf. Je mehr man ein Lebensmittel weiterverarbeitet, desto schlechter fällt der ökologische Fussabdruck aus. Deshalb haben getrocknete Feigen tendenziell eine schlechtere CO2-Bilanz.

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Weltweites Vorkommen - Anbau

Die Kultivierung von Feigenbäumen ist wahrscheinlich älter als der Ackerbau. Die Echte Feige stammt aus Vorderasien, nicht wie andere Arten (Eselsfeige: Ficus sycomorus) aus Ägypten. Man fand in Jericho (Westufer des Jordans) 11'400 Jahre alte Überreste einer Wildform der Feige. 5000 v. Chr. kultivierten auch die Assyrer Feigenbäume in ihren Gärten.16 Wilde Feigen sind im gesamten Vorderasien und im Mittelmeerraum verbreitet. Dort erntet man auch heute noch den Grossteil der Feigen. Die meisten Feigen in Europa stammen aus Griechenland und der Türkei. Der Rest aus Italien und Spanien. Geringere Erntemengen liefern Afrika, China, Kalifornien, Australien, Neuseeland und Mexiko.16,18

Anbau - Ernte

Je nach Sorte, Boden und Niederschlag pflanzt man zwischen 80 und 1200 Bäume pro Hektar. Ohne Schnitt können die Feigenbäume ca. 10 m Höhe erreichen. Man düngt kaum Stickstoff und die Pflege ist einfach. Die Ansprüche an den Boden sind sehr gering. Die Echte Feige findet man auch in sehr niederschlagsarmen Gebieten. Sie ist empfindlich gegen Staunässe. Die Winter dürfen nicht zu kalt sein. Sobald die Knospen offen sind, verträgt der Feigenbaum keine Kahl- und Spätfröste. Der Feigenbaum wächst sehr langsam und beginnt nach sieben Jahren zu tragen. Ein Baum kann bis zu 40 kg Früchte tragen und diesen Ertrag ein halbes Jahrhundert lang liefern.10 Lesen Sie mehr zum besonderen Befruchtungsvorgang bei der Echten Feige.

Der Bio-Anbau unterscheidet sich bei Feigen nur unwesentlich vom konventionellen Anbau, dafür aber die Verarbeitung. Konventionelle Trockenfeigen behandelt man nach dem Sonnenbad oft mit Chemikalien (zur Schädlingsbekämpfung) und mit Schwefel.8 Der ökologische Landbau verzichtet darauf. In Feigenplantagen für die Erzeugung von Trockenfrüchten sind die Bäume in der Regel mit einem Abstand von 6 bis 12 m zueinander gepflanzt. Dies geschieht wegen der verschiedenen Schnitttechniken, die erforderlich sind, um einen angemessenen Jahresertrag zu erzielen. Für die Trockenfeigenproduktion reduziert man die Wassergabe einige Wochen vor der Reife. Man sammelt die Feigen, sobald sie auf den Boden des Obstgartens gefallen sind.18

Industrielle Herstellung

Vorbehandlungen wie Blanchieren oder Schwefeln beschleunigen die Trocknung, kontrollieren die Bräunung, verbessern die Textur und verringern den Schädlingsbefall.9

Es gibt verschiedene Trocknungsmethoden neben der traditionellen direkt an der Sonne, die ca. 3-5 Tage dauert.9

Die Solartrocknung bedient sich grundsätzlich derselben Methode wie die Sonnentrocknung, allerdings findet sie hinter Kunststoff oder Glas statt, was sie energieeffizienter macht. Bei der mechanischen Dehydrierung verwendet man Luftstromtunnel, die den Früchten mithilfe von veränderbarem Luftstrom und Temperatur das Wasser entziehen. Noch energieeffizienter ist die osmotische Dehydrierung, bei der man die Feigen mit einer hypertonischen Lösung imprägniert, was den Wasserentzug bei niedrigeren Temperaturen ermöglicht.9

Weiterführende Informationen

Die Echte Feige (Ficus carica var. domestica) zählt zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Im Handel findet man die Feigen kaum unter dem Sortennamen, sondern eher nach der Herkunft gekennzeichnet. Die Sorte Smyrna kommt aus der Türkei, Bari-Feigen aus Italien, Fraga-Feigen aus Spanien, Kalamata-Feigen aus Griechenland und Bougie-Feigen aus Algerien.

Der Feigenbaum ist der einzige Vertreter der Ficus in Europa. Weltweit gibt es aber an die 1000 Arten der Ficus-Spezies. Der mächtigste Baum steht in Kalkutta (Ficus bengalensis) und hat einen Kronenumfang von 300 m. Wildformen der Feige findet man im östlichen Mittelmeer bis zur Krim und bis Transkaukasien.10

In der Literatur erwähnt man den Feigenbaum in verschiedenen Ländern und Religionen seit Jahrtausenden mit positivem Charakter. In der Bibel und im Christentum findet man die Erwähnungen für Frieden, Wohlstand, Segen, Reichtum und Fruchtbarkeit.16,20 In Indien gilt er als heilig.22 Andererseits gibt es auch negative Verwendungen der Feige: Verbindungen mit dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse und dem Fluch.20,21

Alternative Namen

Deutschsprachige Trivialnamen für Baum oder Früchte sind Feygen, Fichboum, Ficheffele, Figa, Fig, Figenbaum, Figenbaym, Figenom, Figenboum, Figenpawm, Fygen, Smakka, Smakkabagms, Veigenpoum, Veyg, Vichboum, Vick, Vyck, Vig, Vige, Vigbom, Vigenbom, Vigboum, Vighen, Vyghen, Wighen und Wyk.19

Auf Englisch nennt man getrocknete Feigen dried figs.

1.

Book: weak evidence

Pini U. Das Bio-Food Handbuch. Ullman: Hamburg, Potsdam. 2014.

2.

"

  • Den Dörrautomat möglichst auf 50 Grad einstellen (plusminus 5 Grad sind auch kein Beinbruch) und die Feigen für mindestens 10 Stunden im Dörrautomat lassen. Danach überprüfen, ob die Feigen die gewünschte Konsistenz haben.

  • Nach ca. 10 Stunden sollten die Feigen gewendet werden, um ein gleichmässiges Dörrergebnis zu gewährleisten.

  • Nach 20 Stunden können die Feigen bereits trocken sein. In der Regel dauert es aber ein paar Stunden länger. Überprüfe jede Stunde, ob sie die richtige Härte haben. Die perfekte Konsistenz hängt vom eigenen Geschmack ab. Auf jeden Fall sollten die Früchte leicht ledrig sein und es sollte keine Flüssigkeit mehr an der Oberfläche zu sehen sein. Ganz hart dürfen getrocknete Feigen aber auch nicht sein."

Website

Richtig-dörren de: Getrocknete Feigen selber machen.

3.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

4.

Book: moderate evidence

Pamplona-Roger JDP. Heilkräfte der Nahrung: ein Praxishandbuch. Zürich: Advent-Verlag. 2006.

5.

Fachbuchkapitel

The need for drying biological materials is essential in the agri-food industry, producing high-quality and shelf-stable products. Notorious for its abundance in Middle Eastern and Mediterranean areas, the edible fig fruit, Ficus carica L., constitutes an excellent source of vitamins, minerals, essential amino acids, organic acids, and sugars, thus promoting health and quality life. The perishability of this seasonal fruit due to its short post-harvest life could be overcome by applying a suitable atmosphere and appropriate conditions during storage. Among the panoply methods, drying is one of humans’ earliest food conservation techniques and the most important process for preserving food quality. Drying has been confirmed to be a reliable approach for preserving figs in technical and alimental expediency and utility within this frame of reference. Furthermore, this process substantially decreases the amount of contained moisture, which reduces the biochemical alteration pathways and inhibits microbiological activity and growth, whichever will grant the steadiness of the physical and chemical characteristics during its storage period. This chapter explains the different drying technologies of figs, starting with traditional artificial dryers.

Website

Rebai O, Ghaffari O, Fattouch S. Fig (Ficus carica) Drying Technologies. In: Ramadan MF, Herausgeber. Fig (Ficus carica): Production, Processing, and Properties [Internet]. Cham: Springer International Publishing; 2023. S. 665–88. 

6.

Website

Kantonales Labor Basel Land. Trockenfrüchte. Quartalsbericht 2004.

7.

"Diese Schimmelpilze können insbesondere Trockenfrüchte, Pistazien, Nüsse, Erdnüsse und Maiskörner zum Beispiel auf dem Feld oder aber bei der Lagerung befallen und Aflatoxine bilden. Auch Futtermittel können von den Schimmelpilzen befallen werden und folglich Aflatoxine enthalte"

"Sie weisen ein hohes krebserzeugendes Potential auf. Bei oraler Aufnahme können sie in höheren Konzentrationen in erster Linie Nieren, Leber und das ungeborene Leben schädigen."

"Aflatoxine sind hitzebeständig. Die Gehalte können durch Kochen, Backen oder Braten nicht verringert werden. Milchprodukte wie Käse oder Milchpulver können höhere Aflatoxingehalte aufweisen als zum Beispiel das Ausgangsprodukt Rohmilch. In den letzten Jahren sind die höchsten Gehalte in lange gelagerten Käsesorten und in Magermilchpulver gemessen worden."

Website

Bundesinstitut für Risikobewertung. Fragen und Antworten zu Aflatoxinen in Lebensmitteln und Futtermitteln. 2013.

8.*

Narrativer Review in wissenschaftlichen Journal

"In Turkey, sulphuring of fresh fig fruit before drying is practiced for many decades in some regions to have lighter dried fruit color and to prevent storage pest damage"

"There are different methods of pretreatment applied in agricultural drying, however the most universal methods used on drying of figs are chemical and thermal treatments"

"In general, majority of conventional dryers operate at high air temperatures (> 65 °C) which contribute to product's visual and quality degradation"

""For centuries, figs have been extensively used in traditional medicine for a wide range of ailments. Other than fruit, its bark, leaves, roots, and latex have been medicinally utilized in different forms. Its latex is used as remedy for skin problems, while its leaves can be used for diabetic control by consuming it as tea (Mohamed, 2014; Morton & Morton, 2004). Fig as a fruit contains essential amino acids (eg. leucine, tryptophan, phenylalanine, lysine, and histidine), vitamins (eg. vitamin, A, vitamin C, thiamine, riboflavine, and niacin), dietary fiber, minerals (eg. sodium, potassium, and calcium) and carbohydrate (Doymaz, 2005; Muji, Kralj, & Joki, 2014; Ullah, Hassan, & Memon, Muhammad Sohail Hasrat, 2016). In fact, figs are one of the highest plant sources of calcium and fiber, which is known by its good laxative action (Badgujar, Patel, Bandivdekar, & Mahajan, 2014). Dietary component of a typical fig is given in Table 1. In addition to its dietary importance, fig also exhibit exceptional pharmacological properties such as antioxidant, anticancer, cytotoxic, anti-inflammatory, and hypolipidemic activities. Extractions of phytoconstituents in the form of secondary metabolites from figs has been used in pharmaceutical industry, and applied to cure disorders of the endocrine system, respiratory system, gastrointestinal tract, reproductive system, and infectious diseases"

 

DOI: 10.1016/j.tifs.2019.03.018

Study: weak evidence

Mat Desa WN, Mohammad M, Fudholi A. Review of drying technology of fig. Trends in Food Science & Technology. 2019;88:93–103. 
 

9.

Buchkapitel

Book: strong evidence

Durgam S, Sripathi V. Different Drying Methods for Fig. Research Trends in Horticulture Sciences. 2019;63-69.

10.

Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Springer-Verlag: Berlin Heidelberg New York. 1977.

11.

Website

Reinhardt G, Gärtner S, Wagner T. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg ifeu. 2020:1-22.

12.

Website

Carboncloud. Dried Figs, China. 2024.

13.*

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600.

14.*

DOI: 10.1016/j.jclepro.2023.138939

Feng S, Lakshmanan P et al. A comprehensive continental-scale analysis of carbon footprint of food production: Comparing continents around the world. Journal of Cleaner Production. 2023;426:138939.

15.*

DOI: 10.1016/j.jclepro.2020.124517

Pereira B de J, Cecílio Filho AB, La Scala N. Greenhouse gas emissions and carbon footprint of cucumber, tomato and lettuce production using two cropping systems. Journal of Cleaner Production. 2021;282:124517.

16.

"In einer jungsteinzeitlichen Siedlung im Jordantal stiessen man auf bis zu 11.400 alte Feigen, die offenbar von Bäumen stammen, die durch Stecklinge vermehrt wurden.

Die Assyrer nahmen vor ca. 5000 Jahren Wildfeigen in Vorderasien in Kultur. Die Feige wird in der Bibel als eine der Früchte des gelobten Landes erwähnt (5. Buch Mose) und war ein wichtiges Nahrungsmittel. Wegen ihres grossen Wertes als Lebensmittel erlangte die Feige auch symbolische Bedeutung für Wohlstand und Fruchtbarkeit."

"Heute wird der Echte Feigenbaum im ganzen Mittelmeerraum sowie in Kleinasien, Kalifornien, Mexiko, Ost-Australien, Neuseeland, in weiten Teilen Afrikas und Chinas plantagenmässig angebaut."

"Zu uns kommen Feigen hauptsächlich aus der Türkei (fast drei Viertel) und Griechenland (fast ein Viertel) und der Rest aus Italien und Spanien. Italienische Feigen haben von Juni bis August, griechische Feigen von September bis November Saison."

Website

Bio Feigenhof. Feigenplantage.

17.

"Dried figs will maintain the best quality if you keep them in a cool, dry, and preferably dark place such as a drafty corner of your pantry. They definitely have to be stored away from direct sunlight and away from any sources of heat or humidity."

" If you have just a small amount of dehydrated figs you want to store after opening the original packaging then an air-tight container placed in a fridge or freezer is a safe option."

Website

FigNut. How to Store Dried Figs.

18.*

"Wild or ‘‘nearly wild’’ figs are reported throughout much of the Middle East and Mediterranean region"

"Fig is widely planted in door yards throughout the Mediterranean region (and similar climates), and is well adapted to drought and high temperatures. The Food and Agricultural Organization of the United Nations (FAO, 2006) estimates that figs are harvested from 427,000 ha, producing more than one million metric tons per year. Turkey produces 26% of the world’s figs and, when combined with Egypt, Iran, Greece, Algeria, and Morocco, these top six producing countries account for 70% of the world’s annual production. The United States ranks eighth, with 4% of global fig production in 2005. Fourteen U.S. states produce figs commercially, but California produces 98% of the U.S. crop, on 5100 ha, but with a yield per hectare three times the global average."

DOI: 10.21273/HORTSCI.42.5.1083

Stover E, Aradhya M, Ferguson L, Crisosto CH. The fig: overview of an ancient fruit. HortScience. 2007;42(5):1083–1087. 

19.

Ficus carica.

Feige,

Feygea

Feigenbanm.

— mäthd.

I — aUhd. igen), Fig — ttiederd. -baym, -böm, -boum, •panm — mittkd. yn. apoth., nüderd.

Veigenpoum — ■ Megenb. Veyg, Vicbonm — miithd. Vick, Vyct — mittM. Vig, Vige, Vig-, VigeDbom —

mittni. Vigbonm — mäthd. Vighen, Vyghen — Syn, apoth. Wighen — St/n. apoth. Wyk 

Website

Pritzel GA, Jessen C. (1882). Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen: Hannover.

20.*

"The fig, as we recall, is of the seven blessed species (Deuteronomy, S, 8), and the Book of Jubilees, 13, 6, tdls us: "And he looked and behold it was a good and spacious land and very rich and everything flourished in it, wine and figs and pomegranates."

""while the surrounding hills were covered with vines and an abundance of olives and fig trees."

"The New Testament tells of the fig tree that Jesus beheld on the outskirts of Jerusalem in the spring; it was decked in foliage but no fruit was upon it, and he cursed it that it should never again fruit."

Historischer Fachartikel

DOI: 10.1007/BF02862824

Study: weak evidence

Goor A. The history of the fig in the holy land from ancient times to the present day. Econ Bot. 1965;19(2):124–135. 

21.*

"The Tree of Good and Evil in the Genesis story of Adam and Eve was often depicted as a fig tree"

DOI: 10.21273/HORTSCI.42.5.1072

Janick J. Fruits of the bibles. HortScience. 2007;42(5):1072–1076. 

22.

"Christianity isn’t the only religion to give figs a prominent role. An Asian species, Ficus religiosa, is considered sacred by Hindus, Jains, and Buddhists."

Website

PBS. Fig Trees: From the Sacred to the Strangler. 2008.

23.*

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

"They possess a diverse array of bioactive components, including flavonoids, phenolic acids, carotenoids, and tocopherols, which have been used for centuries in traditional medicine for their health-promoting effects addressing gastrointestinal, respiratory, inflammatory, metabolic, and cardiovascular issues."

"Carotenoids found in figs include lutein, zeaxanthin, β-cryptoxanthin, and β-carotene."

"Figs are a diverse fruit that can vary in phytochemical and nutrient composition based on factors such as location, variety, harvesting time, and ripeness."

"reported that the sun-drying of figs results in an increased bio-accessibility of total proanthocyanidin and chlorogenic acid content, as well as total antioxidant activity, compared to fresh figs"

DOI: 10.3390/nu15112623

Study: weak evidence

Sandhu AK, Islam M et al. Phytochemical composition and health benefits of figs (Fresh and dried): a review of literature from 2000 to 2022. Nutrients. 2023;15(11):2623. 

24.*

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

The current review highlights the nutritional values, phytochemical profile, and health-enhancing characteristics of figs (Ficus carica L., family Moraceae). Ficus carica is one of the oldest fruit trees. The fruit has been appreciated as food and for its biomedical properties since ancient times. Ficus carica contains essential bioactive compounds that enhance health. The plant is characterized by unique compounds in all parts (peel, pulp, leaves, seed, and latex) besides primary nutrients (fatty acids, carbohydrates, vitamins, and minerals). Ficus carica is rich in bioactive secondary products such as flavonoids, furanocoumarin, anthocyanin, pectin, and phytosterols, contributing to many health benefits. Bioactive phytonutrients found in fig are used as antioxidant and antidiabetic agents due to the presence of specific functional groups that control diabetes. The health-enhancing effects of fig, including anti-tumor, anti-inflammatory, and anti-osteoporosis, are related to high levels of minerals essential to bone health and their benefits on Alzheimer's disease. All parts of Ficus carica have been used in cosmetics and pharmaceutical products, especially wound healing. In addition, Ficus carica has many uses in food items as a colorant and a preservative. To the best of knowledge, there is a lack of reports discussing the biochemistry, bioactivity, and medicinal traits of Ficus carica and the plant parts. This review gathered scientific information regarding the chemical profile, biological traits, and different uses of Ficus carica.

 

 

DOI: 10.1002/fsh3.12034

Study: weak evidence

Alzahrani MY, Alshaikhi AI, Hazzazi JS, Kurdi JR, Ramadan MF. Recent insight on nutritional value, active phytochemicals, and health‐enhancing characteristics of fig (Ficus carica). Food Safety and Health. 2024;2(2):179–195.

Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen.
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