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Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Sie ziert mit ihren gelb-orangen Blüten Gärten und bereichert Salate mit angenehmer Schärfe.
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Die Kapuzinerkressen (Tropaeolum) fallen vor allem durch ihre schönen leuchtend gelb-orangen bis roten Blüten ins Auge. Sie sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae) innerhalb der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales).

Allgemeine Informationen:
Aus Wikipedia: Ursprünglich sind sie in Südamerika und Mittelamerika heimisch, dort vor allem im Gebirge von Mexiko bis Mittelchile und Argentinien. Als Zierpflanze sind manche Arten heute weltweit in gemäßigter Zone verbreitet.

Der scharfe Geschmack der Pflanzen, der durch die darin enthaltenen Senfölglycoside verursacht wird, gab der Kresse ihren Namen, abgeleitet vom althochdeutschen Wort cresso ‚scharf‘. Der Namensanteil Kapuziner stammt von der Form der Blüten, die den Kapuzen von Mönchskutten ähneln.

Inhaltstoffe:
Die Kapuzinerkresse enthält Senfölglykoside und erucasäurehaltige Samenöle. Das enthaltene Benzylsenföl wirkt antibakteriell und durchblutungsfördernd. Zudem enthält sie einen hohen Anteil Vitamin C und verschiedene Enzyme wie die Myrosinase.

Alle oberirdischen Teile der Pflanze enthalten mehrere sekundäre Pflanzenstoffe die Polyphenole, darunter Chlorogensäure und ein in seiner Struktur nicht endgültig aufgeklärtes Quercetinglucosid, ein Pflanzenfarbstoff (Flavonoid). In den Blüten konnte man eine geringe Menge eines Kämpferolglucosids, sowie weitere Pflanzenfarbstoffe, die Anthocyanen vom Cyanidin- und Pelargonidintyp finden. Carotinoide sind in den Blüten in grösserer Menge enthalten.

Verwendung:
Für Nahrungszwecke kultiviert man nur eine Art nämlich die grosse Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus L.). Die anderen acht Arten sind als Zierpflanzen bekannt.

Die jungen Blätter und Blüten haben einen würzenden und angenehmen scharfen Geschmack und dienen roh als Zutat für Salate und Vorspeisen. Die hübschen Blüten können als essbare Verzierung einen Salat oder auch ein Dessert schmücken und die geschlossenen Knospen sowie die unreifen Samen eingelegt in Essig und Salzlake schmecken als Kapernersatz.

Die Knollige Kapuzinerkresse (Tropaeolum tuberosum) dient als Knolle in Südamerika als Nahrungsmittel.

Verwendung in der Medizin und Pflanzenheilkunde:
Die Inhaltsstoffe der Kapuzinerkresse, wie zum Beispiel Senföle, wirken unter anderem gegen bestimmte Viren, Bakterien und Hefepilze. Äußerlich angewendet regen sie die Durchblutung an. Die Kapuzinerkresse kann gegen Schmerzen, zur Verbesserung der Wundheilung, bei Akne, bei Verdauungsstörungen sowie kombiniert mit Meerrettich gegen Blasenentzündungen und Infekte der oberen Atemwege eingesetzt werden.

Aus de.wikipedia.org/wiki/Große_Kapuzinerkresse: Untersuchungen belegen eine antibakterielle Wirkung des Benzylsenföls aus der Kapuzinerkresse gegen grampositive (Entero- und Staphylokokken) und gramnegative Keime (Escherichia coli, Haemophilus influenzae, Proteus mirabilis, Acinetobacter, Enterobacter spp.). Auch eine antivirale Wirkung des Senföls aus Kapuzinerkresse konnte beobachtet werden. ... Das Benzylsenföl wirkt außerdem bei einer Vielzahl von Pilzen und Hefen antimykotisch. Auch Sprosspilze und andere humanpathogene Candida-Spezies reagieren hochempfindlich.

Aus de.wikipedia.org/wiki/Große_Kapuzinerkresse:Die Kapuzinerkresse wird in der Praxis kombiniert mit Meerrettichwurzel als Phytotherapeutikum zur Behandlung und Prophylaxe von Atemwegs- und Harnwegsinfekten eingesetzt. in der 2017 aktualisierten S3-Leitlinie zur Therapie von unkomplizierten Harnwegsinfektionen wird der Einsatz von Arzneimitteln mit Kapuzinerkresse und Meerrettich als pflanzliche Behandlungsmöglichkeit bei häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen empfohlen.

Pharmakologie:
Nachfolgende Informationen zu diesem Abschnitt stammen alle aus pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Kapuzinerkresse:

Anwendungsgebiete: Traditionell zur Behandlung von Harnwegsinfektionen und Erkältungskrankheiten.

Kontraindikationen: Isothiocyanate sind in höheren Konzentrationen giftig. Mit den natürlichen pflanzlichen Produkten werden die gefährlichen Mengen aber nicht erreicht. Senföle sind scharf und für Kinder und Säuglinge nicht geeignet. Nicht bei Magen- und Darmgeschwüren oder Nierenerkrankungen anwenden. Bei länger anhaltenden Beschwerden soll ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen sind von den Herstellern erhältlich.

Interaktionen: Benzylisothiocyanate können die Alkoholtoleranz vermindern. Daher sollen Produkte mit Kapuzinerkresse nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden.

Unerwünschte Wirkungen: Benzylsenföl kann bei empfindlichen Personen zu Haut- oder Schleimhautreizungen (Magen-/Darmbeschwerden) führen, wie z.B. Übelkeit, Oberbauchdruck, Durchfall, Blähungen und Sodbrennen. Um diese Beschwerden zu reduzieren, sollten die Präparate nach dem Essen mit viel Flüssigkeit eingenommen werden.

Wissenswertes:
Der Gattungsname Tropaeolum leitet sich vom griechischen Begriff Tropaion ab, der ein antikes Siegessymbol bezeichnete, ein Gerüst, das mit Waffen besiegter Gegner behängt war. Carl von Linné erinnerten die Form der Blätter an einen Schild und die Blüten an einen Helm.

​Von Wissenschaftlern der Universität Würzburg („Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“) wurde die Große Kapuzinerkresse mit Verweis auf die in ihr enthaltenen antibiotisch wirksamen Senföle zur „Arzneipflanze des Jahres 2013“ gewählt.

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