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Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Sie ziert mit ihren gelb-orangen Blüten Gärten und bereichert Salate mit angenehmer Schärfe.
Die von uns zusammengetragenen Informationen zu der Zutat sind nahezu vollständig und zeigen die Details.
90,6%
Wasser
60
Makronährstoff Kohlenhydrate 60%
/34
Makronährstoff Proteine 33.75%
/06
Makronährstoff Fette 6.25%
Ω-6 (LA, <0.1g)
Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA)
 : Ω-3 (ALA, <0.1g)
Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA)
 = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

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Erfasste Lebensmittelpreise
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Piktogramm Nährstofftabellen

Die Kapuzinerkressen (Tropaeolum sp.) fallen vor allem durch ihre schönen leuchtend gelb-orangen bis roten Blüten ins Auge. Sie sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae) innerhalb der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales).

Verwendung in der Küche:

Für Nahrungszwecke kultiviert man nur eine Art, nämlich die grosse Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus L.). Die anderen acht Arten sind als Zierpflanzen bekannt.

Die jungen Blätter und Blüten haben einen würzenden und angenehm scharfen Geschmack und dienen roh als Zutat für Salate und Vorspeisen. Die hübschen Blüten können als essbare Verzierung einen Salat oder auch ein Dessert schmücken und die geschlossenen Knospen sowie die unreifen Samen schmecken als Kapernersatz (eingelegt in Essig und Salzlake).

Die Knollige Kapuzinerkresse (Tropaeolum tuberosum) dient als Knolle in Südamerika als Nahrungsmittel.

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Inhaltsstoffe:

Die Kapuzinerkresse enthält Senfölglykoside und erucasäurehaltige Samenöle. Das enthaltene Benzylsenföl wirkt antibakteriell und durchblutungsfördernd. Zudem enthält sie einen hohen Anteil Vitamin C und verschiedene Enzyme wie die Myrosinase.

Alle oberirdischen Teile der Pflanze enthalten mehrere sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole), darunter Chlorogensäure und ein in seiner Struktur nicht endgültig aufgeklärtes Quercetinglucosid, ein Pflanzenfarbstoff (Flavonoid). In den Blüten konnte man eine geringe Menge eines Kämpferolglucosids, sowie weitere Pflanzenfarbstoffe, die Anthocyanen vom Cyanidin- und Pelargonidintyp finden. Carotinoide sind in den Blüten in grösseren Mengen enthalten.

Verwendung in der Medizin und Pflanzenheilkunde:

Die Inhaltsstoffe der Kapuzinerkresse, wie zum Beispiel Senföle, wirken unter anderem gegen bestimmte Viren, Bakterien und Hefepilze. Äußerlich angewendet regen sie die Durchblutung an.1 Die Kapuzinerkresse kann in folgenden Gebieten zur Anwendung kommen: bei Schmerzen, Akne, Verdauungsstörungen und zur Verbesserung der Wundheilung; kombiniert mit Meerrettich wirkt sie gegen Infekte der oberen Atemwege sowie gegen Blasenentzündungen.

Untersuchungen belegen eine antibakterielle Wirkung des Benzylsenföls aus der Kapuzinerkresse gegen grampositive (Entero- und Staphylokokken) und gramnegative Keime (Escherichia coli, Haemophilus influenzae, Proteus mirabilis, Acinetobacter, Enterobacter spp.). Das Senföl der Kapuzinerkresse zeigt eine antivirale Wirkung. Das Benzylsenföl wirkt außerdem bei einer Vielzahl von Pilzen und Hefen antimykotisch. Auch Sprosspilze und andere humanpathogene Candida-Spezies reagieren hochempfindlich.2

In der Praxis kombiniert man die Kapuzinerkresse mit Meerrettichwurzel als Phytotherapeutikum, primär zur Behandlung und Prophylaxe von Harnwegs- und Atemwegsinfekten. Die S3-Leitlinie zur Therapie von unkomplizierten Harnwegsinfektionen (2017 aktualisiert) empfiehlt bei häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen Arzneimittel mit Kapuzinerkresse und Meerrettich als pflanzliche Behandlungsmöglichkeit.2

Pharmakologie:

Anwendungsgebiete: Traditionell zur Behandlung von Harnwegsinfektionen und Erkältungskrankheiten.3

Kontraindikationen: Isothiocyanate sind in höheren Konzentrationen giftig. Allerdings erreichen die natürlichen pflanzlichen Produkte keine gefährlichen Mengen. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen sind von den Herstellern erhältlich. Senföle sind scharf und für Kinder und Säuglinge nicht geeignet. Nicht bei Magen- und Darmgeschwüren oder Nierenerkrankungen anwenden. Bitte konsultieren Sie bei länger anhaltenden Beschwerden einen Arzt oder eine Ärztin.3

Interaktionen: Benzylisothiocyanate können die Alkoholtoleranz vermindern. Aus diesem Grund sollte man Produkte mit Kapuzinerkresse nicht zusammen mit Alkohol einnehmen.3

Unerwünschte Wirkungen: Benzylsenföl kann bei empfindlichen Personen zu Haut- oder Schleimhautreizungen (Magen-/Darmbeschwerden) führen, wie z.B. Übelkeit, Oberbauchdruck, Durchfall, Blähungen und Sodbrennen. Man empfiehlt daher, die Präparate nach dem Essen und mit viel Flüssigkeit einzunehmen.3

Allgemeine Informationen:

Aus Wikipedia: Ursprünglich sind sie in Südamerika und Mittelamerika heimisch, dort vor allem im Gebirge von Mexiko bis Mittelchile und Argentinien. Als Zierpflanze sind manche Arten heute weltweit in gemäßigter Zone verbreitet.1

Der scharfe Geschmack der Pflanzen, [...] durch die darin enthaltenen Senfölglycoside verursacht [...], gab der Kresse ihren Namen, abgeleitet vom althochdeutschen Wort cresso ‚scharf‘. Der Namensanteil Kapuziner stammt von der Form der Blüten, die den Kapuzen von Mönchskutten ähneln.1

Wissenswertes:

Der Gattungsname Tropaeolum leitet sich vom griechischen Begriff Tropaion ab, der ein antikes Siegessymbol bezeichnete, ein Gerüst, das mit Waffen besiegter Gegner behängt war. Carl von Linné erinnerten die Form der Blätter an einen Schild und die Blüten an einen Helm.1

Wissenschaftler der Universität Würzburg ("Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde") wählten die Grosse Kapuzinerkresse zur Arzneipflanze des Jahres 2013 wegen ihrer antibiotisch wirksamen Senföle.1

Literatur / Quellen:

  1. Wikipedia. Kapuzinerkressen [Internet]. Version vom 05.10.2018
  2. Wikipedia. Große Kapuzinerkresse [Internet]. Version vom 27.09.2018
  3. Pharmawiki. Kapuzinerkresse [Internet]

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