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Moringa-Pulver, Meerrettichbaum-Blatt-Pulver

Moringa-Pulver stellt man aus getrockneten Blättern des Meerrettichbaumes her. Die Wirksamkeit der Blätter in Pulverform ist bislang nicht erwiesen.
  57/40/03  LA:ALA
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Klick Inhaltsstofftabellen

Anmerkung: Diese Pflanze ist nicht der Wunderbaum (Ricinus communis) der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) für Rizinusöl und hat auch mit Meerrettich (Armoracia rusticana) nichts zu tun. Der Meerrettichbaum, um den es hier geht ist Moringa oleifera aus der Familie der Bennussgewächse. Man nennt ihn aber auch Wunderbaum, wie einige andere Pflanzen auch.

Fazit zum Superfood Moringa-Pulver:Die natürlichen Teile der Moringapflanze kommen oft in asiatischen und afrikanischen Küchen vor. Sie bieten eine ganze Reihe wertvoller Nährstoffe und Vitamine an - wie bei uns einige Gemüse auch. Da der Meerretichbaum leicht zu kultivieren ist und schnell wächst, ist er von grossem Wert zur Bekämpfung der Unterernährung in Entwicklungsländern. Ob der Verzehr von Moringa-Pulver in Mengen gesundheitsfördernd oder schädlich ist, verstehen Wissenschaftler noch nicht.

Wir empfehlen die Verwendung der frischen Blätter und Schoten, deren Gesundheitswerte bekannt sind. Man kann die Moringablätter und auch Schoten in indischen Supermärkten oder online erhalten. Wir nennen das naturnahe Ernährung statt Fabrikprodukte.

Verwendung in der Küche:Die Blätter des Moringabaums isst man in den Ursprungsländern roh und frisch als Salat oder gekocht als Gemüse ähnlich wie Spinat. Wir führen den gleichen Text bei Meerrettichbaum (Moringa), Blatt, roh und Meerrettichbaum (Moringa) Blatt gekocht. Durch das Kochen der Moringablätte sind die Inhaltsstoffe anders. Zudem finden Sie Text zur Meerrettichbaum-Schote. Da beschreiben wir auch Samen und Blüten, die beide essbar sind.

Eigentlich dient das Pulver nur als jederzeit erhältlichen Ersatz für die Moringa- bzw. Meerrettichbaum-Blätter. Moringa-Pulver stellt man aus getrockneten Meerrettichbaum-Blättern her.

Die jungen Blätter der Meerrettichbaums (Moringa) dienen wesentlich seltener als Gemüse, weil der Aufwand bei der Ernte relativ hoch ist. Die Pflanze ist salzhaltig, daher muss man mit dem Nachsalzen vorsichtig sein.

Den Saft der Moringablätter trinkt man in Indien als Zusatzgetränk oder als Saft-Diätetik zur Vorsorge und Bekämpfung von Mangelernährung.

Inhaltstoffe des Meerrettichbaums:Alle Pflanzenteile der Moringa, vor allem die Wurzeln, enthalten Senfölglycoside. In den Rinden der Wurzel sind toxische Alkaloide enthalten, weshalb man diese vor dem Verzehr entfernen muss. Die Blätter weisen unter den essbaren Anteilen des Meerrrettichbaums den höchsten Gehalt an Proteinen, Vitaminen (vor allem B-Vitamine) und Mineralstoffen (vor allem Calcium, Eisen, Kalium, Mangan und Magnesium) auf. Siehe als Vergleich die Nährwert- und Inhaltsstofftabellen der Schoten (Drumsticks) des Meerrettichbaums.

falsche Versprechen:Trotz dieser Nährstoffdichte sollte man sich vor falschen Versprechungen und Suggestionen über den Gehalt von beispielsweise Vitamin B12 hüten, den die Moringa-Pflanze haben soll. Dabei sind höchstens inaktive Vitamin-B12-Analoga messbar, die aber keine aktive Wirkung im Körper haben. Sie verstopfen die B12-Rezeptoren sogar!

Die Art der Werbung für Moringa bzw. Stoffen vom Meerrettichbaum als "Superfood" ist auch in Hinsicht der Nährstoffmengen oft unkorrekt und verwirrend. Zwar bringt Moringa, als ursprüngliches Blattgemüse, gute Nährwerte mit sich. Da in den europäischen Ländern kaum Blätter zu finden sind, kommt zumeist Moringa-Blatt-Pulver ins Angebot. Da ein Grossteil der Blätter, wie bei Pflanzen üblich, aus Wasser besteht, sind die Nährwerte im Pulver durch den Trocknungsprozess stark konzentriert vorhanden. Dadurch entsteht ein falsches Bild. Man nimmt vom "Superfood-Pulver" lediglich kleine Mengen zu sich und somit auch kleinere Mengen der genannten Nährstoffe - und kein Vitamin B12!

Sie finden Nährstoffangaben je nach Hersteller ganz unterschiedlich angegeben, weshalb wir in unserer Nährstofftabelle (siehe unten) bewusst gemittelte Werte aufführen.

Verwendung in der Medizin:Der Saft des Meerrettichbaums dient zur Stabilisierung des Blutdrucks und die Blätter zur Hemmung von Entzündungen. Mit den Wurzeln lassen sich rheumatische Beschwerden kurieren. Wegen bakterizider Wirkung der Wurzeln durch die Alkaloide Spirochin und Moringine gab es auch Verwendungen als Antibiotikum und zum biologischen Pflanzenschutz. Wikipedia: Auch die langen unreifen Samenkapseln sollen medizinische Wirkstoffe enthalten.

Die lokale, traditionelle Medizin Indiens, Sri Lankas, Javas und Afrikas setzt alle Pflanzenteile des Meerrettichbaums ein.

Medizin-transparent.at: Auch wenn die Überlieferungen über die zahlreichen Vorteile der Pflanze bis in die Antike zurückgehen, ist die wissenschaftliche Beweislage für eine tatsächliche Wirksamkeit von Moringa-Präparaten sehr dürftig. Es gibt zwar einige Tierstudien zu den möglichen Wirkungen von Moringa, sie erlauben aber keinen Rückschluss auf die Wirksamkeit beim Menschen. … Bisher durchgeführte Studien an menschlichen Teilnehmern sind von zu schlechter Qualität, um eine gesundheitsfördernde Wirkung von Moringa beurteilen zu können. Ob Moringa-Extrakt tatsächlich die Gesundheit verbessert, ist unklar. … Auch wenn sich Moringa-Pflanzenteile gekocht regelmäßig auf den Tellern vieler Menschen wiederfinden, bedeutet das nicht, dass sie auch in großen Mengen roh oder als Extrakt gesund sein müssen. So liefern zahlreiche Tierstudien Hinweise darauf, dass der Extrakt der Moringablätter oder der Wurzeln in hoher Dosierung das Blutbild, Leber- und Nierenwerte verschlechtern könnte …

Allgemeine Information:Der Meerrettichbaum, auch Wunderbaum oder Moringa oleifera genannt, ist in Europa ziemlich unbekannt. In Indien gehört die Moringa-Pflanze aber seit Jahrtausenden zum Speiseplan. Charakteristisch für den Moringa-Baum ist sein kurzer, angeschwollener Baumstamm und seine langen, herabhängenden Bohnenfrüchte, die wie Drumsticks aussehen. Daher auch die Bezeichnung "Trommelstockbaum“. Der deutsche Name Meerrettichbaum leitet sich vom Gehalt an Senfölglykosiden ab, die dazu führen, dass die Wurzeln des Moringa-Baumes stechend brennend wie Meerrettich riechen.

Man verarbeitet die Moringa-Früchte und -Blätter zu Gemüse oder nimmt die scharf schmeckenden Wurzeln als Gewürz für unterschiedliche Gerichte. Die Moringa-Wurzel lässt sich mit dem Meerrettich vergleichen. Aus den Samen lässt sich Behenöl herstellen, daher der Name Behennuss.

Die essbaren Pflanzenteile des Meerrettichbaums, vor allem die Blätter und Früchte, haben einen hohen Nährwert und sind reich an Antioxidantien, Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen.

Aus den Moringa-Samen presst man ein Pflanzenöl, das sehr lange haltbar ist. Früher verwendete man Moringa-Öl als Schmieröl oder zur Herstellung von Seife und Kosmetika. Man kann Meerrettichbaum-Öl auch zu Brennzwecken und als Biodiesel nutzen. Forschungen in den letzten Jahrzehnten haben gezeigt, dass die Samen zur Aufbereitung von Trinkwasser geeignet sind. In einigen Gegenden trocknet man die Samen und isst sie wie Nüsse.

Vorkommen und Zuchtformen:Wikipedia: Ursprünglich stammt der Baum aus der Himalaya-Region in Nordwestindien, wächst allerdings inzwischen weltweit in den Tropen und Subtropen – vor allem in Ländern Afrikas, Arabiens, Südostasiens, Südamerika und den karibischen Inseln – und wird seit Jahrzehnten in Südindien intensiv kultiviert, was sich – wenn auch nur sehr langsam – ebenfalls in Ostafrika beobachten lässt. Allerdings wird dort der Baum vorzugsweise als natürliches Heilmittel in den verschiedensten Anwendungsbereichen benutzt. In armen Regionen (z. B. Niger) wird Moringa als primäre Lebensmittelquelle angebaut, da die Pflanze sich zur Bekämpfung der Mangelernährung dieser Regionen eignet.

Der schnellwüchsige Baum erreicht im ersten Lebensjahr eine Höhe von 5 bis 8 m. Ein junger Baum wächst in Ostafrika und Indien unter natürlichen Bedingungen pro Jahr bis zu 8 m gerade in die Höhe, wenn er nicht gestutzt wird. Die Wurzel ist rübenartig verdickt, der Stamm ist relativ kurz mit einem Durchmesser von bis zu 25–40 cm. In alter ostafrikanisch-englischer Tradition wird der Baum auch heute noch vielfach als „Newer deat“ bezeichnet, was vor allem auf seine beinahe unverwüstliche Ausdauer in sehr heißen und trockenen Gebieten hinweist.

Alternative Namen bei Wikipedia: Behenbaum, Behennussbaum, Klärmittelbaum, Trommelstockbaum, Pferderettichbaum.

Zutat mit Nährstofftabellen


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