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Moringa-Pulver, Meerrettichbaum-Blatt-Pulver (bio? roh?)

Moringa-Pulver (bio) stellt man aus getrockneten Blättern des Meerrettichbaums her. Rohe Blätter sind in den Herkunftsländern wertvoll gegen Unterernährung.

Piktogramm Nährstofftabellen

Moringa-Pulver (Moringa oleifera) gilt als Superfood. Doch selbst Bio-zertifiziert oder in Rohkostqualität ist der ernährungsphysiologische Wert von Meerrettichbaum-Blatt-Pulver umstritten. In asiatischen oder afrikanischen Herkunftsländern hingegen profitieren Einheimische von den Proteinen und Nährstoffen der rohen Blätter.

Verwendung von Moringa-Pulver in der Küche:

Was ist Moringa-Pulver? Es handelt sich um getrocknete und vermahlene Moringa-Blätter (Pulver, Granulat, Würfel). Der würzige Geruch erinnert an frisches Heu oder Meerrettich. Der Geschmack ist säuerlich-herb und die leichte Schärfe ist auf die Senfölglycoside zurückzuführen. In der roh-veganen Küche kann man Rohkost-Pulver verwenden.

Moringa-Blatt-Pulver eignet sich als farbgebende grüne Zutat für zahlreiche vegane oder vegetarische Rezepte, z.B. Müsli (Oatmeal, Porridge), Desserts, Chia-Pudding, Cremes, Eiscreme (Glace), Dips, Pesto, Suppen, Brot, Kuchen (z.B. Rawcake, Rohkost-Kuchen), Kekse (Cookies), Müsliriegel, Muffins, Pfannkuchen, Tee, Drinks, vegane Latte oder Smoothies.

Sind rohe Meerrettich-Blätter essbar? Die frischen Meerrettichbaum-Blätter sowie Blüten und Keimlinge des sogenannten Meerrettichbaums isst man in den Herkunftsländern roh oder gekocht als Gemüse. Weitere Informationen erhalten Sie bei Meerrettichbaum (Moringa), Blatt, roh und Meerrettichbaum (Moringa), Blatt, gekocht. Zudem finden Sie Text zur Meerrettichbaum-Schote mit Hinweisen zu den essbaren Samen aus denen man Meerrettichbaum-Öl herstellt.

Veganes Rezept für Chia-Pudding mit Moringa-Topping:

Zutaten (für 2 Personen): 1 Mango, geschält und entsteint; einige Zestenstreifen von Bio-Orangen; 2 Orangen, geschält; 1 EL Chiasamen, 1 Banane, geschält; 1 TL Moringa oleifera-Blattpulver (bio); 4 EL Pflanzendrink.

Zubereitung: Zunächst püriert man die Mango mit den Orangen. Unter das Fruchtmus mischt man die Chiasamen und lässt den Fruchtpudding mindestens 30 Min. quellen. Für das Topping mixt man die Banane, zusammen mit dem Moringa-Pulver, dem Pflanzendrink und der Vanille zu einer luftigen Creme. Diese gibt man auf den Chia-Pudding. Zum Schluss garniert man die vegane Süssspeise mit den Zestenstreifen.

Rezept für Moringa-Pulver-Tee:

Neben den frischen Blättern lässt sich auch aus dem Moringa-Blatt-Pulver eine Teezubereitung herstellen. Man rührt ½ TL Blattextrakt in eine Tasse (250 ml) mit heissem Trinkwasser ein. Für einen angenehmen Geschmack kann man das Tee-Rezept mit Zitrone, Honig, Ingwer oder Minze verfeinern.

Vegane Moringa-Pulver-Rezepte finden Sie bald unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben" (ganz unten oder nebenan).

Einkauf - wo Moringa-Pulver kaufen?

Meerrettichbaum-Blatt-Pulver (Moringa-Powder) kann man lose in Dosen oder abgepackt in Teebeuteln sowie in Form von Kapseln und Tabletten kaufen. Im Handel sind Bio-zertifizierte sowie Produkte in Rohkostqualität (Rohqualität) erhältlich. Bevorzugen Sie kontrolliert biologische Qualität, da diese Waren – zwar auch, aber weniger häufig mit Pestizidrückständen belastet sind.

Naturkostläden, Reformhäuser, Bio-Läden, Asia-Shops, Apotheken und Online-Shops bieten Meerrettichbaum-Blatt-Pulver an. Man findet es in Supermärkten wie Rewe, Spar, Alnatura, Denn's Biomarkt oder bei Coop Vitality. Supermarktketten wie Migros, Aldi, Lidl, Edeka, Denner, Volg oder Hofer führen unseren Recherchen zu Folge kein Moringa-Gewürz (Pulver, gerebelt oder bio).

Neben Chia-Samen, Acai-Beeren und anderen Lebensmitteln machen Hersteller Werbung für Moringa als "Superfood". Gesundheitsbezogene Aussagen sind gemäss der Health-Claims-Verordnung der Europäischen Union nur erlaubt, wenn es für die gesundheitsfördernde Wirkung wissenschaftliche Belege gibt. Da diese im benötigten Umfang fehlen, dürfen Hersteller das Blattpulver nicht als Superfood bewerben. Die Produkte sind als Nahrungsergänzungsmittel registriert und haben damit den Stellenwert von "normalen" Lebensmitteln.1,2

Hinweis: Sind auf der Verpackung besondere Versprechungen zu Nährstoffgehalten abgedruckt, ist die Mengenangabe gesetzlich vorgeschrieben. Eine Bewerbung ist erst erlaubt, wenn mit der empfohlenen Tagesmenge mindestens 15 % des täglichen Bedarfs gedeckt ist. Beim Hinweis auf einen "hohen Nährstoffgehalt" müssen es 30 % sein.3

Wild zu finden - Saison:

Informationen zur Wildsammlung finden Sie HIER unter dem gleichen Subtitel. Saison: Blätter und Blüten kann man jederzeit ernten und frisch verwenden.4

Eigene Zubereitung:

Frische Blätter kann man an einem sonnengeschützten Ort oder in einem Dörrautomaten trocknen. Ausreichend getrocknete Blätter rascheln und lassen sich mit den Händen rebeln. Man kann sie mit einem Pürierstab zu Pulver vermahlen.

Lagerung von Meerrettichbaum-Blatt-Pulver:

Den Blattextrakt sollte man in Dosen oder dunklen Gläsern, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt, aufbewahren.

Moringa-Nährwerte - Inhaltsstoffe - Kalorien:

Realitätsnah zeigen wir Ihnen hier die Inhaltsstoffe von Gewürzen und Kräutern pro 1 g (statt pro 100 g wie üblich).

Die Moringa-Pulver-Nährwerte belaufen sich auf 2,58 kcal/g (Kalorien), 0,02 g/g Fette, 0,38 g/g Kohlenhydrate und 0,26 g/g Proteine. Neben dem Vorkommen an Eiweissen, ist der Gehalt an Vitamin E (1,05 mg/g), Vitamin K (5,29 µg/g) oder Eisen 0,98 mg/g) hervorzuheben.5

Mehr Proteine als in Meerettichbaum-Blatt-Pulver sind in Spirulina (0,58 g/g), Dulse (0,41 g/g) oder getrocknetem Bärlauch sowie getrockneter Petersilie (je 0,3 g/g) enthalten. Kein anderes, von uns beschriebenes getrocknetes Kraut oder Gewürz, weist höhere Mengen an Vitamin E auf. Mit deutlichem Abstand folgen Paprikapulver (0,29 mg/g), Currypulver (0,25 g/g), getrockneter Oregano (0,8 mg/g) und getrocknetes Basilikum (0,11 mg/g). Mehr Vitamin K findet man in getrocknetem Bärlauch (26,3 µg/g), in getrocknetem Basilikum (17,1 µg/g) oder in getrockneten Korianderblättern (13,6 µg/g). Höhere Eisen-Werte kommen in getrocknetem Thymian (1,24 mg/g) vor, niedrigere in getrocknetem Majoran (0,83 mg/g) oder in getrocknetem Dillkraut (0,49 mg/g).5,6

Moringa oleifera enthält schwankende Anteile an Flavonoiden (Quercetin, Kaempferol bzw. Kämpferol, Isorhamnetin).7 Zudem weist die Pflanze Carotinoide, Saponine und Zeatin (Pflanzenhormon) auf.1 Für mehr Moringa-Inhaltsstoffe siehe die Tabellen ("Click for") ganz oben.

Falsche Versprechungen:

Enthält Moringa Vitamin B12? Verkaufswebseiten bewerben entpsrechende Produkte gerne mit einem angeblichen Gehalt an Vitamin B12. In pflanzlichen Lebensmitteln können Spuren an echten Cobalaminen vorkommen, wenn es zu einer Kontamination mit Bakterien oder zu einer Fermentation kam. Die Bildung von messbarem Vitamin B12 würde also über Mikroorganismen und nicht über die Pflanze selbst erfolgen. Da es hierbei zu starken Schwankungen kommt, zählen diese Nahrungsmittel nicht als zuverlässige Vitamin-B12-Quellen. Möglicherweise könnte es sich auch um strukturverwandte Analoga handeln, die jedoch keine Vitaminwirksamkeit besitzen. Bislang gibt es wenige Informationen über die Wirksamkeit und Sicherheit von Vitamin-B12-Analoga, die durch Nährstoffinteraktionen in Vitamin- und Mineralstoffpräparaten entstehen.5,6,8,9

Die Art und Weise der Bewerbung der Nährstoffgehalte von Moringablättern ist zur Täuschung des Verbrauchers geeignet. Die Blätter enthalten zwar ein breites Nährstoffspektrum, sind jedoch kein Superfood.5 Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand ist ein besonderer ernährungsphysiologischer Nutzen von Meerrettichbaum in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder anderen Produkten nicht zu erwarten.10

Die Werbebehauptung, Nährstoffe aus schonend getrockneten Moringa-Blättern seien zu 100 % verfügbar, ist so nicht beweisbar. Antinutritive Inhaltsstoffe wie Oxalsäure, Trypsin-Inhibitoren (Polypeptide) oder Phytinsäure hemmen die Aufnahme von Nährstoffen aus rohen Präparaten. Durch schonendes Kochen der Blätter in Wasser erhöht sich die Bioverfügbarkeit von Eisen und es steigert sich die Verdaulichkeit von Eiweiss.11

Die gesamten Inhaltsstoffe von Meerrettichbaum-Blatt-Pulver, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen im CLICK FOR unter dem Zutatenbild.

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Die wissenschaftliche Datenlage für eine tatsächliche Wirksamkeit von Moringa-Präparaten auf die menschliche Gesundheit ist dürftig. Ergebnisse aus der Grundlagenforschung und aus Tierstudien sind nicht eins zu eins auf den Menschen übertragbar.1,12 Genauere Ausführungen finden Sie hier: Meerrettichbaum-Schote (Moringa oleifera, bio?), roh.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Mögliche Warnungen beziehen sich auf Produkte aus Wurzeln und Blättern: Sie enthalten Senfölglycoside. In sehr grossen Mengen wirken Tabletten, Pulver etc. giftig, weshalb sich der Gehalt limitierend auf den Verzehr auswirkt.3,14

Hohe Dosen von Blattextrakten (> 3 g/kg Körpergewicht) führten im Tierversuch (2012) zu Schäden am Erbgut. Die Aufnahme von maximal 1 g/kg Körpergewicht war für die Versuchs-Ratten sicher.1,15

Hinweise aus jüngeren Tierstudien (2007-2014) zeigen, dass der Extrakt aus Moringablättern (roh?) in hoher Dosierung Blutbild, Leber- und Nierenwerte verschlechtern könnte. Solche Veränderungen traten an Ratten in einer Laborstudie nach 8 Wochen auf. Umgerechnet entspricht die Menge bei einem 60 kg schweren Menschen etwa 60 g Meerrettichbaum-Blatt-Pulver, das wären 250 g frische, ungekochte Blätter (täglich).16,17,18

Noch ist unklar, ob und inwiefern diese Erkenntnisse auf den Menschen übertragbar sind. Aufschluss können hier nur gut durchgeführte Studien mit Menschen geben.12

Bei einer gleichzeitigen Einnahme von Moringa oleifera-Kapseln und Medikamenten (Immunmodulatoren, Antihormontherapie) kann es zu Wechselwirkungen kommen. Bei Krebspatienten können Inhaltsstoffe von Moringa-Präparaten das Cytochrom-P450-Enzym der Leber vom Typ 3A4 hemmen. Die Verwendung sollte man in diesen Fällen mit dem behandelnden Arzt absprechen.19

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Deutschland untersucht Moringablattpulver regelmässig auf irreführende Bewerbung, Pestizidrückstände, Salmonellenbelastungen und andere gesundheitsschädliche Stoffe. 2013-2015 musste das Amt 14 von 16 Proben beanstanden. Zwei Proben enthielten Salmonellen, 12 wiesen Pestizidrückstände auf (acht Proben, darunter zwei "Bio"-Proben, überschritten die Höchstgehalte) und 13 Proben hatten Kennzeichnungsmängel (meist aufgrund irreführender nährwert- und/oder gesundheitsbezogener Bewerbung, aber auch unzulässiger krankheitsbezogener Angaben).3 Die Untersuchungsergebnisse im Jahr 2016 zeigen weder hinsichtlich der Rückstandssituation noch bezüglich der irreführenden Bewerbung eine Verbesserung gegenüber den Vorjahren auf.20

Vorkommen - Herkunft - Ökologie:

Ist Moringa ein afrikanischer Baum? Moringa ist eine wichtige Kulturpflanze in Indien, Äthiopien, auf den Philippinen und im Sudan. Moringa oleifera ist die wirtschaftlich wertvollste Art und stammt aus Südasien, wo sie an den Ausläufern des Himalayas wächst. Mittlerweile ist die Pflanze in allen tropischen und subtropischen Gebieten weit verbreitet. Neun Sorten kommen im Osten Äthiopiens, im Norden Kenias und in Somalia vor, von denen acht in Afrika endemisch sind.7,21

Anbau im Garten oder als Topfpflanze:

In gemässigten Regionen kann man den Meerrettichbaum als Topfpflanze im Zimmer oder Wintergarten anbauen. Im Sommer kann man den Baum frostfrei bei Mindesttemperaturen von 15-18 °C auf der Terrasse oder dem Balkon halten.4,22 Die Pflanze verträgt keine Staunässe.21

Anbau - Ernte:

Moringa oleifera ist die häufigste angebaute Art in der Moringa-Gattung. Zu den Hauptanbaugebieten gehören Südindien, Thailand, die Philippinen, Honduras und Südamerika. Mit einer jährlichen Produktion von 1,1-1,3 Millionen Tonnen Früchten auf einer Fläche von 380 m2 ist Indien der grösste Produzent von Moringa-Produkten.23

Ökologische Aspekte:

Der Baum ist an raue Bedingungen gewöhnt und benötigt nur wenig Wasser. Meerrettichbaum-Arten nutzt man daher zur Aufforstung der sudanesischen Sahelzone.8 Die Bäume sorgen für Windbrüche und reduzieren die Bodenerosion.21 Der Anbau in Honduras soll der Entwaldung entgegenwirken.

Moringa ist schnellwachsend und trockenheitstolerant. Während der Trockenzeit und in Dürreperioden produziert die Pflanze Blätter, die bei Nahrungsmittelknappheit und Unterernährung eine ernährungsphysiologisch ausgezeichnete Quelle für grünes Gemüse sind.21

Verwechslungsgefahr:

Moringa oleifera bezeichnet man umgangssprachlich als 'Wunderbaum'. Diesen Namen teilt sie sich mit weiteren Pflanzen. Somit kann es aufgrund von nicht eindeutigen Bezeichnungen zu Verwechslungen kommen, z.B. mit Rizinus. Unterscheidungsmerkmale finden Sie HIER unter dem gleichnamigen Subtitel.

Industrielle Herstellung:

Mehrheitlich unter Handarbeit erfolgt die Trennung der Blätter von den Ästen. Die Trocknung findet bei konstanten Temperaturen bis zu einer festgelegten Restfeuchte in einem Trockenraum statt. Die Herstellung von Rohkostqualität bei max. 38 °C ist möglich. Anschliessend folgt die Untersuchung auf Fremdkörper – per Hand und mittels Metalldetektor. Die in Säcken abgepackten Blätter sind nach Fertigstellung der notwendigen Dokumente bereit für den Export. In Europa findet eine mikrobiologische Untersuchung statt sowie die Weiterverarbeitung zu Meerrettich-Pulver, Kapseln oder Presslingen. Dieser Prozess variiert je nach Hersteller.

Die Bestrahlung von Lebensmitteln (z.B. Meerrettichbaum-Präparaten) zur Erhöhung der Haltbarkeit sowie zur Abtötung von gesundheitsschädlichen Mikroorganismen ist in der EU grundsätzlich erlaubt. In Deutschland ist das nur für getrocknete aromatische Kräuter und Gewürze zulässig. Bestrahlte Lebensmittel müssen mit der Angabe "bestrahlt" oder "mit ionisierenden Strahlen behandelt" gekennzeichnet sein. Für Lebensmittel mit dem EU-Bio-Siegel ist dieses Verfahren verboten.24

In der Schweiz sind Sattdampfentkeimen und UVC-Sterilisation von im Einzelhandel erhältlichen Bio Suisse-Kräutern nicht zugelassen. Für Bio-Kräuter, die in die Weiterverarbeitung oder in die Gastronomie kommen, sind diese Sterilisationsverfahren erlaubt. In diesem Fall muss eine Deklaration auf der Etikette und in der Produktspezifikation erfolgen.25

Allgemeine Informationen:

Der Meerrettichbaum (Moringa oleifera, Syn.: Guilandina moringa) gehört zur Familie der Bennussgewächse (Moringaceae). Die Pflanze ist nicht mit Meerrettich bzw. Kren (Armoracia rusticana) verwandt.

Die deutschsprachige Bezeichnung Meerrettichbaum (falsche Schreibweise: Meerretichbaum) leitet sich vom Gehalt an Senfölglycosiden ab, die für den stechend-brennenden Geruch der Moringa-Wurzel verantwortlich sind und an Meerrettich erinnern. Die langen, herabhängenden Bohnenfrüchte sehen aus wie Drumsticks. Daher kommt der alternative Name "Trommelstockbaum".

Alternative Namen:

Der Begriff Meerrettich-Blätter (sing. Meerrettich-Blatt, falsch: Blatt Meerrettich) steht oft als abgekürzte Bezeichnung für Meerrettichbaum-Blätter. Getrocknet und vermahlen nennt man sie Moringa-Blatt-Pulver, Moringablatt-Pulver, Meerrettichbaum-Blatt-Pulver, Meerrettich-Pulver, Moringa-Pulver oder Moringa-Powder.

Auf Englisch heissen die Blätter drumstick leaves oder moringa tree leaves, auf Spanisch hojas de moringa und getrocknet hoja seca de moringa. Lokale Bezeichnungen sind Murungai, Murunga und Malunggay.

Stichworte zur Verwendung:

Die Blätter und Samen haben eine bakterizide Wirkung. In Ländern mit natürlichem Vorkommen nutzt man diesen Effekt zur Trinkwasseraufbereitung oder für die körperliche Hygiene - daher der Name Klärmittelbaum.13

Literatur - Quellen:

25 Quellenangaben

In der Wissenschaft ist Wikipedia (wiki) als Quelle umstritten, auch weil bei Wikipedia Angaben zur zitierten Literatur bzw. zu Autoren häufig fehlen oder nicht verlässlich sind. Unsere Piktogramme für Nährwerte enthalten kcal.

  1. Krebsinformationsdienst.de Moringa. 'Wunderbaum' zur Krebstherapie?
  2. Eur-lex.europa.eu Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel. PDF.
  3. Cvuas.de Nicht besonders super. Das 'Super Food' Moringa. Lerch C, Scherbaum E. 2016.
  4. Bown D. Kräuter. Die grosse Enzyklopädie. Anbau und Verwendung. München: Dorling Kindersly; 2. Auflage. 2015.
  5. Diet-health.info Nährstofftabellen.
  6. USDA (United States Department of Agriculture). Nährstofftabellen.
  7. Deutsche-apotheker-zeitung.de Unterschiede in Gehalt und Zusammensetzung der Flavonoide in Moringa-Arten. Ilchmann R. 2015.
  8. Elmadfa I, Leitzmann C. Ernährung des Menschen. Stuttgart: Eugen Ulmer-Verlag; 2004.
  9. Englert H, Siebert S. Vegane Ernährung (Hrsg.). Bern: Haupt Verlag; 1. Auflage. 2016.
  10. Bechtold, A. Moringa: Sinn und Unsinn des 'Superfoods'. Ernährungslehre & Praxis. Ernährungs-Umschau Nov. 2016.
  11. Ua-bw.de Moringa oleifera – ein Update. Lerch C, Wieland M. 2020.
  12. Medizin-transparent.at Moringa: Wunderbaum zum Einnehmen? Christof C. 2017.
  13. Krebsinformationsdienst.de Moringa: 'Wunderbaum' zur Krebstherapie?
  14. Miracletrees.org Foidl N. Makkar HPS, Becker K. The potential of Moringa oleifera for agricultural and industrial uses. 2001.
  15. Asare GA, Gyan B, et al. Toxicity potentials of the nutraceutical Moringa oleifera at supra-supplementation levels. J Ethnopharmacol. 2012;139(1):265-272.
  16. Asiedu-Gyekye IJ, Frimpong-Manso S, Awortwe C et al. Micro- and Macroelemental Composition and Safety Evaluation of the Nutraceutical Moringa oleifera Leaves. J Toxicol. 2014.
  17. Oyagbemi AA, Omobowale TO, Azeez IO et al. Toxicological evaluations of methanolic extract of Moringa oleifera leaves in liver and kidney of male Wistar rats. J Basic Clin Physiol Pharmacol. 2013;24(4):307-12.
  18. Adedapo AA, Mogbojuri OM, Emikpe BO. Safety evaluations of the aqueous extract of the leaves of Moringa oleifera in rats. Journal of Medicinal Plants Research. August, 2009; Vol. 3(8): 586-591.
  19. Klartext-nahrungsergaenzung.de Moringa. 2019.
  20. Ua-bw.de Moringablattpulver – weiterhin mit Rückständen und unlauterer Bewerbung. Lerch C. Scherbaum E. 2017.
  21. Fao.org Traditionelle Kulturen. Moringa.
  22. Ugb.de Wie super sind Superfoods? Clausen A. 2015.
  23. Krankenkassenzentrale.de Moringa. Wirkung der Moringa oleifera Pflanze.
  24. Verbraucherzentrale.de Bestrahlung von Lebensmitteln. 2021
  25. Partner.bio-suisse.ch Richtlinien für die Erzeugung, Verarbeitung und den Handel von Knospe-Produkten. 2020. PDF.

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