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Zitronat (kandierte Zitronenschale, Sukkade, roh?, bio?)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Zitronat in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

Die von uns zusammengetragenen Informationen zu der Zutat entsprechen dem Standard der USDA Datenbank.
26%Wasser 99Makronährstoff Kohlenhydrate 98.9%/01Makronährstoff Proteine 0.55%/01Makronährstoff Fette 0.55% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, 0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, 0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Zitronat (Sukkade) besteht aus kandierter Schale der Zitronatzitrone (Citrus medica). Viele essen es pur (roh) als Süssigkeit, häufiger gelangt es jedoch in Backwaren. Bio-Qualität ist dringend zu bevorzugen.

Verwendung in der Küche

Was ist Zitronat? Zitronat, Citronat, Sukkade oder Succade gelten als Synonyme für kandierte Zitronenschale. Traditionell findet hierfür die dicke Schale der Zitronatzitrone (Citrus medica) Verwendung, doch auch die Schale hochwertiger Bio-Zitronen (Citrus limon) liefert ein brauchbares Ausgangsmaterial.

Zitronat ist gelb bis grün und hat einen süss-säuerlichen, leicht bitteren Geschmack, der zum Aromatisieren bzw. als Backgewürz1 dient. Vor allem in der Vorweihnachtszeit ist kandierte Zitronenschale aus Gebäck wie Stollen, Lebkuchen oder Früchtebrot (z.B. Bananenbrot mit Mango und Ingwer) kaum wegzudenken. Sukkade gibt Sojajoghurt, veganem Pudding, Obstsalat oder Müesli ein feines Topping. Die kandierte Fruchtschale, in feine Streifen gehobelt, gibt fertigen Desserts den letzten Schliff. Zitronat dient als vegane Pralinenfüllung oder Konfekt. In der orientalischen Küche ist Sukkade in herzhaften Speisen zu finden, z.B. in Kombination mit Reis.

Bei zu grossen kandierten Zitronenschalen können Einfrieren und anschliessendes Zerstossen fürs Zerkleinern Abhilfe schaffen. Beim Zerkleinern mit einem Messer verwenden Sie saugfähiges Material wie Mehl, sofern dies Bestandteil des Rezepts ist. Auch das reduziert Verkleben. Ist das Zitronat nach dem Backen hart, kann es sein, dass das verwendete Produkt zu alt war oder die Packung zu lange offenstand. Am besten stellen Sie Sukkade bei Bedarf selbst frisch her.

Trotz der leicht säuerlichen Note ist der Zuckergehalt von Zitronat nicht zu unterschätzen. In der Regel enthalten kandierte Früchte viel Zucker (über 65 % Zuckergehalt). Achten Sie auf einen massvollen Verzehr.

Was kann man anstelle von Zitronat nehmen? Möchten Sie nicht auf Fertigprodukte zurückgreifen, haben Sie kein Zitronat zu Hause, oder schmecken Ihnen kandierte Zitrusfrüchte einfach nicht? Dann können Sie auch anderes Backobst wie Datteln, getrocknete Feigen oder kandierten Ingwer als Ersatz verwenden. Diese Zutaten enthalten viel Fruchtzucker und bringen die gewünschte aromatische Süsse. Für den Hauch Zitrone ergänzen Sie etwas geriebene Zitronenschale aus biologischem Anbau.

Ist Zitronat roh? Herkömmliches Zitronat zählt nicht als Rohkost, da die Zitronenschalen beim Kandieren eine deutliche Erwärmung durchlaufen.

Eigene Zubereitung

Wie kann ich Zitronat herstellen? Für das Kandieren von Zitronenschalen benötigen Sie Schalen von unbehandelten Bio-Zitronen, Zucker, Honig oder pflanzliche Süssungsmittel sowie ein gut verschliessbares Behältnis. Traditionell erfolgte die Verwendung von Zitronatzitronen. Diese haben deutlich mehr Mesokarp (Albedo), den weissen, weichen Teil der Schale, weshalb die "Ausbeute" am Ende grösser ausfällt. Zudem schmeckt das Mesokarp der Zitronatzitronen weniger bitter als dasjenige von Zitronen.

Herkömmliche Zubereitung mit Zucker: Fruchtschale säubern, von schadhaften Stellen befreien und in gewünschte Stückgrösse (z.B. Würfelchen) schneiden. Mit Wasser (manche empfehlen Salzwasser) bedecken, zum Kochen bringen und Restwasser abschütten. Diese Prozedur ein- bis zweimal wiederholen, um einen Teil der Bitterstoffe auszuwaschen. Im nächsten Schritt Schalen abwiegen und mit gleicher Menge an Zucker, zusammen mit etwas Wasser, auf tiefer Stufe ca. eine Stunde lang köcheln, bis die Schalen durchsichtig erscheinen. Anschliessend herausnehmen und auf einem Kuchengitter mit unterlegtem Backpapier trocknen lassen. Diesen oft mehrere Tage in Anspruch nehmenden Trocknungsprozess können Sie beschleunigen, indem Sie das Zitronat im Backofen bei niedriger Temperatur trocknen. Nach dem Trocknen zur Aufbewahrung in ein Schraubglas geben und bei Bedarf kühlstellen. Als zuckerfreie, zahnfreundlichere Alternative können Sie 1:1 Xylit oder andere Zuckeraustauschstoffe anstatt Zucker verwenden.

Honig-Zubereitung: Bei dieser Variante dienen Honig, Agavendicksaft oder Apfeldicksaft als alternative Süssungsmittel. Zudem entfällt das Einkochen. Früchteschalen nach dem Reinigen würfeln und in einen passenden Behälter mit Süssungsmittel geben und für einige Tage bis Wochen bedeckt an einem kühlen Ort (Kühlschrank, Keller) ziehen lassen.

Tipp zum Schalensammeln: Möchten Sie Schalen gebrauchter Zitronen für die Zubereitung sammeln, können Sie diese nach Verwendung der Früchte in einem verschliessbaren Behältnis im Kühlschrank aufbewahren, bis Sie genug für Ihre Zitronat-Herstellung haben.

Anmerkung: Das gleiche Vorgehen können Sie mit Orangenschalen (eigentlich Bitterorangenschalen) anwenden. Dadurch erhalten Sie Orangeat (Aranzini). Das Aroma ist im Gegensatz zu Zitronat orangenähnlich, während die Zusammensetzung und der Anwendungsbereich weitgehend vergleichbar bleiben.

Veganes Rezept für Zitronenkekse

Zutaten: 60 g Mandelmus, 3 EL Zitronensaft, 2 EL Rapsöl, 2 EL Mandelmilch, 40 g Zucker, 1 TL Backpulver (oder besser Weinsteinbackpulver), 130 g Mehl, 50 g Zitronat (bio).

Zubereitung: Alle feuchten Zutaten mit einem Schneebesen vermischen. Zucker und Backpulver unterrühren. Mehl dazugeben und mit einer Küchenmaschine oder einem Handrührgerät zu einem Teig kneten. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein Backblech setzen und in jeden Keks etwas Zitronat drücken. Im vorgeheizten Backofen die Kekse bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 15 Min. backen.

Vegane Rezepte mit Zitronat finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
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Einkauf - Lagerung

Zitronat (Citronat, Sukkade, Succade) gibt es in unterschiedlichen Qualitäten und unter vielen Namen und Marken bei Supermärkten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa zu kaufen. Achten Sie auf biologische Produkte, da die Schalen von Zitronen häufig mit gesundheitsschädlichen, chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Überzugsmitteln behandelt vorliegen. Biologisches Zitronat finden Sie in gut sortierten Bio-Supermärkten (z.B. Alnatura, Denn's Biomarkt), im Bio-Laden oder Reformhaus.

Kandierte Zitronenschalen (kandierte Zitronenschalenwürfel), zu ca. 100 g abgepackt, gibt es in der Backwarenabteilung ganzjährig, häufig aber nur um die Advents- und Weihnachtszeit. Sukkade können Sie im Internet bestellen. Hier finden Sie die zerkleinerte Form (vorwiegend gewürfelt) und kandierte Schalenhälften.

Besonders industriell hergestellte Produkte beinhalten nebst Zucker und Glukose-Fruktose-Sirup oft Konservierungsstoffe (wie Kaliumsorbat, Natriumdisulfit), Säuerungsmittel (wie Zitronensäure) und zum Teil Speisesalz.

Die Verfügbarkeit von Zitronat ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Aufgrund der guten Wasserlöslichkeit von Zitronat sollte die Aufbewahrung geschlossen und an einem trockenen Ort erfolgen. Geöffnet verhärten kandierte Fruchtstücke schneller. Die lange Haltbarkeit ist auf den hohen Zuckeranteil und die dadurch bedingte niedrige Wasseraktivität zurückzuführen. Trocken aufbewahrt, hält Zitronat je nach Hersteller zwischen vier Monaten und zwei Jahren.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Kandierte Zitronenschale hat einen Kaloriengehalt von 292 kcal pro 100 g. Kohlenhydrate machen mit 72 g/100g, davon 70 g Zucker, den grössten Anteil aus. Der sehr hohe Zuckergehalt ist vergleichbar mit demjenigen von getrockneten, gesüssten Cranberrys (73 g/100g) und Agavensirup (68 g/100g). Proteine und Fett liegen mit je 0,4 g/100g praktisch nicht vor.2

Zitronat ist reich an Mangan (7 mg/100g; 350 % des Tagesbedarfs). Ungeschälte Hanfsamen (7,6 mg/100g) und Pinienkerne (8,8 mg/100g) haben ähnliche Werte. Kandierter Ingwer (0,73 mg/100g) weist wesentlich weniger Mangan auf. Mit 60 mg/100g enthalten Gewürznelken noch mehr des Spurenelements, jedoch verwendet man davon nur kleine Mengen.2,3

100 g kandierten Zitronenschalen liefern 0,1 mg Vitamin B6 (Pyridoxin) - ähnlich viel wie getrocknete Berberitzen (0,1 mg/100g) und getrocknete Feigen (0,11 mg/100g). Weniger ist in kandiertem Ingwer (0,06 mg/100g) enthalten, etwas mehr in Datteln (Sorte Deglet Nour mit 0,16 mg/100g; Sorte Medjool mit 0,25 mg/100g). Besonders viel des Vitamins beinhalten mit 1,7 mg/100g Pistazien.2,3

Calcium ist in Sukkade zu 40 mg/100g vorhanden (5 % des Tagesbedarfs). Der Gehalt ist vergleichbar mit demjenigen von Deglet-Nour-Datteln (39 mg/100g) und Rosinen (50 mg/100g). Mohnsamen weisen mit 1438 mg/100g knapp das 36-Fache an Calcium auf.2,3

Die gesamten Inhaltsstoffe von Zitronat, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Die gesundheitsfördernden Wirkungen von kandierter Zitronenschale fallen vergleichbar aus mit denjenigen roher Zitronenschale. Der Nährwert und der Gehalt von Inhaltsstoffen durchlaufen eine Veränderung durch das Kandieren. Zitrusschale ist reich an Pektinen, die zu den für den Menschen unverdaulichen Ballaststoffen gehören. Pektine können den Cholesterin-, Lipid- und Blutzuckerspiegel günstig beeinflussen. Ausserdem verzögern sie die Magenentleerung, was bei Durchfall hilfreich sein kann. Untersuchungen weisen auf krebspräventive Eigenschaften hin.6,8,10 Mit der Nahrung aufgenommenes Pektin bindet zudem Metallionen, insbesondere Blei-Ionen, und kann so deren Verbleib im Körper verringern und toxische Wirkungen abschwächen, u.a. bei Schwermetallvergiftungen.10

Sekundäre Pflanzenstoffe

Die gesundheitlichen Effekte von kandierter Zitronenschale sind überwiegend auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückzuführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Zitronenschale enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:4,5,6,7,8

  • Isoprenoide: Monoterpene (Limonen, Alpha-, Beta- und Gamma-Pinen, Gamma-Terpinen, Sabinen, Myrcen, Alpha-Thujon, Citronellal, Citral, Neral, Geranial); Sesquiterpene (Cubebol, Sinensal); Triterpenoide: Limonoide (Limonin, Nomilin); Tetraterpene: Carotinoide: Carotine (Beta-Carotin), Xantophylle (Beta-Cryptoxanthin, Lutein, Beta-Citraurin, Violaxanthin, Zeaxanthin)
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (p-Hydroxybenzoesäure, Vanillinsäure, Gallussäure), Hydroxyzimtsäuren (Ferulasäure, Sinapinsäure, Kaffeesäure, p-Cumarsäure, Chlorogensäure); Flavonoide: Flavanone (Hesperidin, Diosmin, Naringin, Naringenin, Neohesperidin, Narirutin), Flavonole (Quercetin, Rutin), Flavone (Apigenin, Tangeretin, Nobiletin, Luteolin), Hydroxyflavane (Limocitrin)
  • Weitere organische Verbindungen: Cumarine (Psoralen, Citropten, Bergapten, Isopimpinellin, Bergamottin, Oxypeucedanin, Scopoletin); Ester (Geranylacetat, Nerylacetat)

Zitronenschalen enthalten hohe Mengen ätherischer Öle und Polyphenole, deutlich mehr als Fruchtfleisch oder Zitronensaft. Phenolsäuren wirken gemeinsam mit Flavonoiden antioxidativ, neutralisieren freie Radikale und tragen zur Verringerung des Krebsrisikos bei. Bioaktive Flavonoide und Flavone zeigen entzündungshemmende, gefässschützende und antimikrobielle Eigenschaften. Extrakte aus Zitronenschalen zeigen in experimentellen Studien positive Effekte auf Blutzucker- und Fettstoffwechselparameter. Diese Ergebnisse stammen überwiegend aus In-vitro- oder Tierstudien und gelten nur eingeschränkt für Menschen.6,7,8,9,10

Kandierte Zitronenschale enthält vermutlich weiterhin sekundäre Metaboliten, jedoch in geringerer Menge und in teilweise veränderter Zusammensetzung im Vergleich zur frischen Zitronenschale. Lesen Sie ergänzende Informationen zu den gesundheitlichen Wirkungen bei den Zutaten Zitronen, roh und Zitronensaft nach.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Für die Herstellung von Zitronat dienen vorwiegend Kristallzucker (Sacchrose) und/oder Glukose-Fruktose-Sirup (Maisstärkesirup). Hohen Zuckerkonsum bringt man mit einer Vielzahl an Krankheiten in Verbindung, die zu schwerwiegenden Komplikationen führen können. Dazu gehören Adipositas (Fettleibigkeit), Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Typ-2-Diabetes.11 Aufgrund des hohen Gehalts an Zucker ist von übermässigem Verzehr von Sukkade abzuraten.

Zucker ist die Hauptursache für Karies. Aufgenommener Zucker füttert die Bakterien im Zahnbelag. Diese wandeln den fermentierbaren Zucker in organische Säuren um, die die Zahnmineralien auflösen und schliesslich Karies verursachen. Eine Vielzahl an Studien weist darauf hin, dass eine Verringerung der Häufigkeit des Zuckerkonsums einen erheblichen Einfluss auf die Kariesentwicklung hat.12 Zudem sollten Sie nach dem Verzehr von zuckerhaltigen Produkten den Mund mit Wasser ausspülen und gründlich Zähne putzen.

Nicht nur Zucker ist schädlich für Mundgesundheit und Zähne, sondern auch die in Zitronen enthaltene Zitronensäure, welche den Zahnschmelz angreift. Nach dem Essen oder Trinken von säurehaltigen Lebensmitteln ist es empfohlen, den Mund mit Wasser auszuspülen, um die Säure zu verdünnen und den Ersatz herausgelöster Mineralien zu beschleunigen. Erst danach folgt eine schonende Reinigung der Zähne mit wenig Druck, da sonst verstärkter Abrieb oberer Zahnschichten entsteht.13

Zitrusfrüchte können Allergien auslösen. Häufig tritt das orale Allergiesyndrom auf, mit Unwohlsein und Juckreiz im Mund- und Rachenbereich. Hautreaktionen können durchaus erst zwei Tage nach der Einnahme erscheinen. Bevor Sie einen Epikutantest oder Allergietest machen, sollten Sie klären, ob Sie an einer Fruktoseintoleranz leiden oder ob Konservierungsstoffe die Allergie ausgelöst haben.14

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Der ökologische Fussabdruck eines Lebensmittels hängt von unterschiedlichen Aspekten ab, wie Anbauweise (konventionell/biologisch), Saisonalität, Herkunftsland, Transport und gegebenenfalls Verpackung. Der CO2-Fussabdruck von rohen Zitronen beträgt laut der dänischen Klimadatenbank Concito 0,64 kg CO2eq/kg.15 Zum CO2-Fussabdruck von kandierten Zitronenschalen fanden wir keinen Wert. Wir vermuten aber, dass dieser aufgrund zusätzlicher Verarbeitung grösser ist.

Der Wasser-Fussabdruck von rohen Zitronen beträgt laut einer niederländischen Studie (2011) 642 Liter Wasser pro 1 kg Zitronen.16

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

In der konventionellen Landwirtschaft kommen zur Bekämpfung von unerwünschten Pflanzen und Insekten oftmals synthetische Pestizide und Herbizide zum Einsatz. Diese wirken nachweislich negativ auf die Umwelt und beeinträchtigen wichtige Bestäuber, Vögel und Säugetiere. Die gesundheitsschädlichen Pestizide finden Sie oftmals im Endprodukt, so auch bei konventionellen, als unbehandelt gekennzeichneten (bedeutet nur, dass man sie nach der Ernte keiner Behandlung unterzogen hat) Zitronen.17,18 Entsprechend sollten Sie beim Einkauf von Zitronen und Zitronenprodukten wie Zitronat auf das Herkunftsland und möglichst kurze Transportwege achten, um Treibhausgasemissionen zu verringern. Am besten Sie greifen zudem auf biologische Ware zurück, um die Biodiversität und die eigene Gesundheit zu schützen. Beim biologischen Anbau ist der Einsatz derartiger Pflanzenschutzmittel verboten.

Weltweites Vorkommen - Anbau

Das Ursprungszentrum (Genzentrum) von essbaren Zitrusfrüchten liegt vermutlich im Südosten des Himalajas in der Gegend von Assam, Nord-Myanmar und West-Yunnan.19 Über den Ursprung der Zitrone (Citrus limon) gibt es unterschiedliche Annahmen. Einige spekulieren, dass Zitronen relativ spät nach Indien gelangten, während andere meinen, dass man sie in frühen Sanskrit-Texten aus der Zeit um 800 v. Chr. erwähnte. Wieder andere schlugen Südchina oder Oberburma als Ursprungsgebiet vor.20 Heute liegen die Hauptanbaugebiete von Zitronen (und Limetten) in Indien, Mexiko, China, Argentinien und Brasilien. In Europa steht Spanien an erster Stelle, mit einigem Abstand gefolgt von Italien.21

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Zitronatzitrone (Citrus medica), die man aufgrund ihres dicken Mesokarps (weisse Schicht der Schale = "Albedo") traditionell zur Herstellung von Zitronat verwendet, reicht vom westlichen Zentralhimalaya bis nach Myanmar. Citrus medica wächst hauptsächlich in subtropischen Gebieten.22

Kandieren von Früchten führt zu einer Verringerung der Wasseraktivität durch osmotische Dehydratation (siehe folgendes Kapitel "Industrielle Herstellung"), die die Zersetzungsreaktionen verlangsamt und so die Haltbarkeit der Früchte verlängert.23,24

Industrielle Herstellung

Kandieren ist ein langsamer, auf Osmose beruhender Prozess. Dabei ersetzt man, einfach gesagt, das Wasser in den Früchten durch Zucker.

Dieser Vorgang heisst osmotische Dehydratation. Bei der osmotischen Dehydratation findet ein gleichzeitiger Fluss von Wasser aus dem Material in die hypertone Lösung (Lösung mit vielen gelösten Stoffen) und von gelösten Stoffen dieser Lösung in das Material statt. Die osmotische Dehydratation findet breite Anwendung bei der Konservierung von Lebensmitteln, da sie die Wasseraktivität von Obst und Gemüse senkt. Üblicherweise findet bei diesem Vorgang Zuckersirup bei Früchten und Salz oder Salzlake bei Gemüse Anwendung. Im Falle der Zitronat-Herstellung fliesst bei diesem Prozess das Wasser aus der Zitronenschale in die Lösung (mit dem Wasser auch einige Inhaltsstoffe wie Mineralien, Vitamine und Fruchtsäuren), während gleichzeitig Zucker in die Schale eindringt.25

Davor wäscht man die zu kandierende Zitronenschale und schneidet oder würfelt sie, falls gefragt. Die osmotische Behandlung, also das Kandieren von Zitronenschalen, findet in einer erwärmten Zuckerlösung statt. In regelmässigen Abständen muss man weiteren Zucker hinzugeben, um die Konzentration aufrechtzuerhalten. Nach Abschluss des Prozesses erhält man das dehydratisierte Produkt, kandierte Zitronenschale.25

Kandieren verändert nicht nur strukturelle und sensorische Eigenschaften der Lebensmittel, sondern auch den Nährwert. Um kandierte Früchte mit einem geringeren Energie- und Zuckergehalt und damit mit einem niedrigeren glykämischen Index herzustellen, können Sie Zucker (Saccharose) oder Glukose-Fruktose-Sirup durch Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Maltit, Xylit oder Erythrit ersetzen.24

Weiterführende Informationen

Die Zitrone (Citrus limon) gehört der Gattung Zitruspflanzen (Citrus) innerhalb der Familie Rautengewächse (Rutaceae) an. Die Art Citrus limon ging aus einer Kreuzung zwischen Zitronatzitrone (Citrus medica) und Bitterorange (Citrus aurantium) hervor.20

Zu den verwandten Arten der Gattung Citrus zählen: Limette (C. latifolia und C. aurantiifolia), Orange (C. sinensis), Mandarine (C. reticulata), Clementine (C. clementina), Pampelmuse (C. maxima), Pomelo (C. grandis) und Grapefruit (C. paradisi). Auch rohe Zitronenschale und Orangenschale finden in der Küche Verwendung.

Ob die genannten Zitruspflanzen im botanischen Sinne als gültige Arten gelten, bleibt umstritten. Einige Fachleute vertreten die Ansicht, dass nur drei Grundarten der Gattung Citrus existieren: Zitronatzitrone (C. medica), Mandarine (C. reticulata) und Pampelmuse (C. maxima), während alle übrigen Formen als introgressive Hybridisierungen dieser Grundarten gelten. Andere Autoren erweitern die Liste um Mexikanische Limette (C. aurantiifolia), Micrantha (C. micrantha) und Citrus halmii.26,27 Da die meisten der genannten Pflanzen Hybride darstellen, also aus Kreuzung verschiedener Arten hervorgegangene neue Formen, verlangt der botanische Name eigentlich ein "x" zwischen Gattungs- und Artnamen, z.B. Citrus × limon für die Zitrone.

Makellose Zitronatzitronen (Citrus medica), Etrog genannt, verwendet man zusammen mit Myrten-, Weiden- und Palmzweigen als Feststrauss (Lulav) beim siebentägigen jüdischen Fest Sukkot (Laubhüttenfest), das zwischen Mitte September und Mitte Oktober stattfindet.28

Im Buddhismus dient die Zitronatzitronen-Varietät namens Buddhas Hand bei Altargaben.29 Kann man Buddhas Hand kandieren? Der grosse Anteil an Mesokarp und das geringe bis fehlende Fruchtfleisch machen diese Varietät zu einem idealen Ausgangsmaterial für das Kandieren.

Wegen mangelnder Verfügbarkeit von Zitrusfrüchten stellte man in der DDR aus grünen Tomaten ein Zitronat-Imitat namens Kandinat T her.30

Alternative Namen

Kandierte Zitronenschale ist bekannt unter der Bezeichnung Zitronat oder Citronat. Was ist Sukkade? Sukkade oder Succade gelten als Synonym für Zitronat.

Im Englischen heissen kandierte Zitronenschale candied lemon peel oder succade.

1.

Quelle stand bereits beim "alten" Text. Da ich das Buch nicht habe, konnte ich es nicht überprüfen.

Rehm S, Espig G. Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen. Anbau, wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. Eugen Ulmer: Stuttgart. 1976.

2.

Nährstofftabellen.

Website

DEBInet Deutsches Ernährungsberatungs- & -informationsnetz. Zitronat (Sukkade).

3.

Vergleiche mit anderen Lebensmitteln.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

4.*

"Among them, citrus essential oils (EOs) are important secondary metabolites; they are usually aromatic compounds found in oil glands present in the flowers, leaves, and fruit peels. However, most citrus EOs are extracted from fruit peels, viz., fruit rind, or flavedo (green part) and albedo (white part)."

"The commonly used EOs from citrus in aromatherapy (in the form of aroma-sticks) in clinical studies are lemon (Citrus limon (L.) Osbeck) [102], bergamot (Citrus bergamia) [103] and orange sweet (Citrus sinensis (L.) Osbeck) [104] along with EOs from other herbs, such as lavender (Lavandula angustifolia Mill.), frankincense (Boswellia carterii), and peppermint (Mentha piperita) [105,106]."

"EO-based aromatherapy involving EOs of lavender, lemon, and bergamot has been reported to prevent negative symptoms of depression, such as deficiency of neurogenesis, suppressed dendritic growth of immature neurons, and low serum BDNF levels in the brain hippocampus."

"Lemon EOs have been recorded to produce antidepressant effects in terms of accelerated turnover of dopamine in the brain hippocampal region establishing therapeutic effects of EOs in healing the patients from depression and related symptoms."

"Lemon EO has antioxidant properties, i.e., fighting free radicals which cause premature aging of the skin, and is therefore a popular ingredient in skincare products. The antibacterial property of lemon EOs is attributed to its components, viz., citric acid, limonene, and pinene. This makes it a suitable component in formulating cleansers, body washes, and soaps, as it helps in removing bacteria, and other microbes from pores of the skin of acne-prone oily skin. Furthermore, lemon EOs also possess astringent properties which are effective in closing the pores in the skin and preventing the blockages from being inflamed."

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/antiox11122374

Study: weak evidence

Agarwal P, Sebghatollahi Z, Kamal M, Dhyani A, Shrivastava A, Singh KK et al. Citrus essential oils in aromatherapy: therapeutic effects and mechanisms. Antioxidants. 2022;11(12):2374.

5.*

"The lemon essential oil contains the following components: citric acid (53.57%), α-terpineol (14.69%), β-pinene (8.23%), α-pinene (1.84%), β-myrcene (1, 51%), α-terpinolene (4.33%), terpin-4-ol (3.38%), cymene (1.80%), bisabolen (1.43%), linalool (0.85%) and citral (1.08%) [11, 15]."

"Fifteen compounds were identified in the lemon (C. lemon L.) zest essential oil, 6 of them being above 1% and the rest – below 1%. Monoterpene hydrocarbons and aromatic compounds predominated. Monoterpene hydrocarbons were represented by β phellandrene (1.65%), β-pinene (1.50%), D-limonene (82.96%), γ-terpinene (9.91%), α-limonene diepoxide (1.23%) and the aromatic compound β-cymene (1.34%)."

Laboranalyse / Vergleich chemischer Profile ätherischer Öle

DOI: 10.1515/znc-2020-0126

Study: weak evidence

Denkova-Kostova R, Teneva D, Tomova T, Goranov B, Denkova Z, Shopska V et al. Chemical composition, antioxidant and antimicrobial activity of essential oils from tangerine (Citrus reticulata L.), grapefruit (Citrus paradisi L.), lemon (Citrus lemon L.) and cinnamon (Cinnamomum zeylanicum Blume). Zeitschrift für Naturforschung C. 2021;76(5–6):175–185.

6.*

"Peels of citrus family fruits are a major source of phenolic acids. The amounts of free and bound phenolic acids was documented significantly higher in peels than in peeled fruits."

"Ferulic acid was quantified as a major phenolic acid and caffeic acid as minor in peels of citrus fruits (lemons, oranges and grapefruits) and their levels were significantly larger than those of peeled fruits."

"Lemon peel contained higher amounts of ferulic, sinapic, p-coumaric and caffeic acids (44.9, 42.1, 34.9 and 14.2 mg/100 g) than orange (39.2, 34.9, 27.9 and 9.5 mg/100 g) and grapefruit (32.3, 31.9, 13.1 and 5.6 mg/100 g) peels."

"These compounds are one of the major bioactive substances present in citrus fruits. ... Flavones-Oglycosides, flavones-C-glycosides, flavonols, and flavanones are the four main groups of flavonoids identified in lemon peel."

"Apart from phenolic compounds, CP is also rich in other types of antioxidants namely, essential oils which are mixtures of volatile compounds (such as aldehydes, esters, alcohols, acids and ketones)."

"Ethyl acetate fraction of lemon peel was reported to have flavonols, flavones-O-glycosides, and flavonones responsible for high antioxidant activity."

"Lemon peel extract helps in prevention and management of calcifications in the urinary system by inhibiting the formation of calcium oxalate stony concretions and provides protection to urinary tract from stone induced damage."

"The hexane extract of lemon peel possessed blood glucose lowering effect comparable to that of glimepiride and is effective in controlling diabetes. Lemon peel extract stimulated β-cell of islets of Langerhans to secrete insulin and decreased the blood glucose level."

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.1016/j.foodres.2020.109114

Study: weak evidence

Singh B, Singh JP, Kaur A, Singh N. Phenolic composition, antioxidant potential and health benefits of citrus peel. Food Res Int. 2020;132:109114.

7.*

"Neohesperidin, hesperidin and hesperetin are citrus flavonoids that have considerable anti-inflammatory and antioxidant potential. These flavanones also have a beneficial effect on mineralized tissues due to their anti-collagenolytic potential."

"Neohesperidin has great utility in the food industry and is widely used as a natural source for the synthesis of neohesperidin dihydrochalcone (NHDC), a low-calorie semisynthetic sweetener with intense sweetness [34,45]. The sweetening power of NHDC is approximately 1500 times greater than that of sucrose [52], and its caloric value does not exceed 0.002 kcal/g [53]."

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/biom12050626

Study: weak evidence

Ortiz ADC, Fideles SOM, Reis CHB, Bellini MZ, Pereira EDSBM, Pilon JPG et al. Therapeutic effects of citrus flavonoids neohesperidin, hesperidin and its aglycone, hesperetin on bone health. Biomolecules. 2022;12(5):626.

8.*

"Citrus peel has untapped potential as a source of medicinal compounds because it contains carotenes, essential oils, pectin, and a range of polyphenolic compounds (3)."

"Flavonoids are likely to be key bioactive compounds in citrus peel, particularly in terms of their anticancer activity (15–17) as well as in the prevention of infectious and degenerative diseases (18–20)."

"This review has summarized a selection of the key preclinical and clinical studies that show an anticancer utility for citrus-derived flavonoids. This property is linked to the chemical structures of flavonoids, which can dramatically affect a range of molecular and cellular mechanisms for inhibiting cancer initiation and progression. Overall, citrus flavonoids act not only as free radical scavengers but also as modulators of several key molecular events implicated in cell survival and apoptosis. Flavonoids exhibit a remarkable spectrum of biological activities including anti-inflammatory, anticancer, antiproliferation, antiangiogenesis, antioxidant, cell cycle regulation, and antimetastasis effects."

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.1093/cdn/nzaa025

Study: weak evidence

Koolaji N, Shammugasamy B et al. Citrus peel flavonoids as potential cancer prevention agents. Curr Dev Nutr. 2020;4(5):nzaa025.

9.*

"Citrus flavedo (the coloured outer layer of the peel) and albedo (a white soft middle layer part) contain higher amounts of hesperidin in comparison to hand-squeezed juice [4,9]."

"Hesperidin is a bioflavonoid occurring in high concentrations in citrus fruits. Its use has been associated with a great number of health benefits, including antioxidant, antibacterial, antimicrobial, anti-inflammatory and anticarcinogenic properties."

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/nu14122387

Study: weak evidence

Pyrzynska K. Hesperidin: a review on extraction methods, stability and biological activities. Nutrients. 2022;14(12):2387.

10.*

"It has also received great interest as a source of dietary fiber. Furthermore, pectin is proved to have diverse biological activities including lipid and cholesterol level lowering effects, serum glucose and insulin content lowering effects, gastric emptying delay, and anti-cancer activities. Pectin and pectic oligosaccharides have been shown to induce apoptosis in human colonic adenocarcinoma cells and to have anti-metastatic properties. Dietary pectin can bind metal ions, particularly lead ions, thus reducing their retention in the body and diminishing their toxic effects. On the other hand, pectin enhances intestinal solubility and absorption of ferric iron. Pectin with a low degree of esterification or having a large volume of linear oligogalacturonide segments shows significant mucoadhesion capacity in the gastrointestinal tract. In this way pectin forms a physical barrier protecting epithelium against opportunistic microbial invasion during stress."

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.5604/17322693.1102342

Study: weak evidence

Wikiera A, Irla M, Mika M. Health-promoting properties of pectin. Postepy Hig Med Dosw. 2. 2014;68:590–596.

11.*

"Excessive sugar consumption is increasingly considered a contributor to the emerging epidemics of obesity and associated cardiometabolic disease. Sugar is added to the diet in the form of sucrose or high-fructose corn syrup, both of which are comprised of nearly equal amounts of glucose and fructose. Unique aspects of fructose metabolism and properties of fructose-derived metabolites allow for fructose to serve as a physiological signal of normal dietary sugar consumption. However, when fructose is consumed in excess, these unique properties may contribute to the pathogenesis of cardiometabolic disease."

"The epidemiological correlations between different sugar exposures and outcomes including energy intake, weight gain, type 2 diabetes (T2D), dyslipidemia, insulin resistance, hypertension, hyperuricemia and dental caries tend to be less consistent for measurements of total sugars and more consistent for measures of free and added sugars."

"The pharmacological and physiological data continues to support recommendations to limit sugar consumption."

Narratives Review

DOI: 10.1016/j.cmet.2021.09.010

Study: weak evidence

Herman MA, Birnbaum MJ. Molecular aspects of fructose metabolism and metabolic disease. Cell Metab. 2021;33(12):2329-2354.

12.

"Overconsumption may result in too high energy intake which can result in a higher risk for obesity, cardiovascular disease, and diabetes mellitus. But also in a higher risk for caries, because as we eat and drink sugar, the bacteria in our dental plaque are also fed. The bacteria in plaque metabolize the fermentable sugars into organic acids which can dissolve tooth minerals and eventually create cavities."

"Sugar is the main cause of caries in humans. Many factors have a moderating effect on this relationship. Human, animal, in situ and laboratory experiments indicate that reducing the frequency of sugar intakes has a significant effect on caries development. Diets to diminish the cariogenic effect of sugar need to focus more on reducing the frequency than the amount of sugar intake. The WHO has recently issued a guideline to reduce added sugar to 5–10% of total energy intake. It is prudent to not only reduce the amount of sugar but even more so the frequency of sugar intake such that it is sustainable over a long period of time."

DOI: 10.1159/000455373

Book: weak evidence

Lagerweij M, van Loveren C. Chapter 7: sugar and dental caries. In: Zohoori FV, Duckworth RM, The Impact of Nutrition and Diet on Oral Health. Monogr Oral Sci. 2020;28:68–76.

13.

"Nach dem Essen oder Trinken von säurehaltigen Lebensmitteln sollten die Zähne nicht kraftvoll geschrubbt werden, da sich sonst der Abrieb der oberen Zahnschichten verstärkt. Statt dessen empfiehlt es sich, den Mund mit Wasser oder Milch auszuspülen, um die Säure zu verdünnen und den Ersatz der herausgelösten Mineralien zu beschleunigen. Zitronensäure greift den Zahnschmelz an, egal, ob als natürlicher Bestandteil eines Lebensmittels oder als Zusatzstoff."

Website

Wetzel WE. UGB-Forum Spezial: Von klein auf vollwertig. Zahnschäden: Nach der Nuckel- die Rennfahrerflasche? S. 19-20.

14.

Quelle der Zutat "Zitrone, roh (Limone, bio?)".

"Eine Zitrusfrüchte Allergie ist relativ selten und wird nicht nur durch Zitronen, Orangen und Mandarinen an sich ausgelöst, sondern kann auch durch Konservierungsstoffe ausgelöst werden. Bei den Zitrusfrüchten werden oft Konservierungsstoffe genutzt um diese länger haltbar zu machen. Gerade im Winter benötigen wir viel Vitamin-C welchen uns die Zitrusfrüchte liefern können, Allergiker müssen leider oft auf die gesunden und leckeren Früchte verzichten. In Deutschland leiden immer mehr Menschen unter den verschiedensten Allergien, die Allergie gegen Zitrusfrüchte wird zumeist durch den Verzehr von Orangen, Mandarinen und Zitronen ausgelöst und macht sich dann oft durch das Orale Allergiesyndrom bemerkbar."

Website

Allergiefreie Allergiker de: Zitrusfrüchte Allergie: Symptome und Tipps zu Allergien auf Orangen, Zitronen, Mandarinen.

15.

Lemon 0,64 CO2eq/kg

Website

Concito. The Big Climata Database - Version 1.1. Lemon. 2024.

16.*

"Global average water footprint (mton−1 ): Total 642, Green 432, Blue 152, Grey 58"

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577–1600.

17.*

Quelle von Zutat "Zitrone, roh (Limone, bio?)".

"Taking into account all the aspects investigated by this study (economic, energy, and of environmental impact), organic management systems were more sustainable than conventional ones both per hectare and per kg of final product, thanks to the use of environmentally friendly crop inputs (fertilizers, not use of synthetic products, etc.)"

DOI: 10.1016/j.jenvman.2013.06.007

Pergola M, D'Amico M et al. Sustainability evaluation of Sicily’s lemon and orange production: An energy, economic and environmental analysis. Journal of environmental Management. 2013;128:674-682.

18.

"Wenn allerdings auch konventionell angebaute Zitronen als unbehandelt gekennzeichnet sind, bedeutet dies nach Warnung von Verbraucherschützern nur, dass sie nach der Ernte keinerlei Behandlungen erfuhren - vorher allerdings durchaus. So ist unbehandelt also nicht auch unbelastet, denn Messungen ergaben, dass immerhin noch bis zu 1 % aller chemischen Rückstände in den Presssaft gelangen - aus der Schale."

Book: weak evidence

Pini U. Das Bio-Food Handbuch. Ullmann Verlag: Potsdam; 2014: 850-851.

19.*

"On the basis of genomic, phylogenetic and biogeographic analyses of 60 diverse citrus and related accessions, we propose that the centre of origin of citrus species was the southeast foothills of the Himalayas, in a region that includes the eastern area of Assam, northern Myanmar and western Yunnan. Our analyses suggest that the ancestral citrus species underwent a sudden speciation event during the late Miocene. This radiation coincided with a pronounced transition from wet monsoon conditions to a drier climate, as observed in nearby areas in many other plant and animal lineages. The Australian citrus species and Tachibana, a native Japanese mandarin, split later from mainland citrus during the early Pliocene and Pleistocene, respectively. By distinguishing between pure species, hybrids and admixtures, we could trace the genealogy and genetic origin of the major citrus commercial cultivars. Both the extensive relatedness network among mandarins and sweet orange, and the association of pummelo admixture with desirable fruit traits suggest a complex domestication process."

Genomische Grundlagenforschung

DOI: 10.1038/nature25447

Wu GA, Terol J, Ibanez V, et al. Genomics of the origin and evolutions of Citrus. Nature. 2018;554:311-316.

20.*

"Thus, the origin of the lemon has been a source of conflicting opinions by both historians and taxonomists. Bonavia (1888) concluded that the lemon reached India relatively late, whereas Tolkowsky (1938) believed lemons are mentioned in early Sanskrit texts dated around 800 BC. Webber et al. (1967) suggested Southern China or possibly upper Burma as the native area of the lemon."

"Cytoplasmic data and analysis of the fit of different concrete parental models suggest that C. aurantium × C. medica are at the origin of C. limetta and C. limon accessions."

Molekulargenet. Originialstudie

DOI: 10.1093/aob/mcw005

Curk F, Ollitrault F et al. Phylogenetic origin of limes and lemons revealed by cytoplasmic and nuclear markers. Ann Bot. 2016;117(4):565-583.

21.

Folgendes Anklicken: Crops Lemons and Limes - Production Quantity - 2022.

Website

FAOSTAT Crops Lemons and Limes. Production Quantity. 2022.

22.

"The native range of this species is W. Central Himalaya to Myanmar. It is a shrub or tree and grows primarily in the subtropical biome. It is has environmental uses and social uses, as animal food, a poison and a medicine and for food."

Website

Powo science kew org: Citrus medica L.

23.

"To make foods available throughout the year, humans have developed methods to prolong the storage life of products, that is, to preserve them." Devi

2.6.3 Solid Form > (d) Candy

DOI: 10.1007/978-81-322-2262-0_2

Book: strong evidence

Devi MP, Bhowmick N, Bhanusree MR, Ghosh SK. Preparation of value-added products through preservation. In: Value Addition of Horticultural Crops: Recent Trends and Future Directions. New Delhi: Springer India; 2015: 13–41.

24.*

"One of the main objectives of food processing is the preservation of perishable foods. ... Candying of fruits results in a decrease of water activity by osmotic dehydration, which slows down deteriorative reactions and increases fruits microbial stability, hence prolonging fruits shelf-life. Candying changes the textural and sensorial properties of the final products, as fruits and vegetables are enriched with the osmotic dehydration agent, traditionally a mixture of sucrose and glucose, this will impact not only its sensory properties, but also has an impact on its dietary value."

"Candied fruits produced with healthier ingredients for obtaining low glycemic index, low energy and/or dietary fiber enriched products were develop by substituting the traditionally used osmotic dehydration sugars sucrose and glucose by fructose, sorbitol, maltitol, fructooligosaccharides and galactooligosaccharides. Quality of candied fruits was evaluated chemically, rheologically and sensorially. For all fruits the final composition was dependent on the osmotic dehydration agent used and, in all cases, the final composition show that fruits can be impregnated successfully with the healthier ingredients."

"Each of the different osmotic dehydration agents significantly influenced the texture and sensorial profile of the candied fruits, but the changes were dependent on the fruits, with the texture and sensorial quality of some products being better and other poorer than the commercial candied fruits. For all fruits tested, the osmotic dehydration agent sorbitol imprinted peculiar characteristics. The chemical composition of the final products show that candied fruits obtained with these alternative osmotic dehydration agents are suitable healthier alternatives of the traditional candied fruits."

Experimentelle Laborstudie

DOI: 10.1111/jtxs.12177

Study: weak evidence

Vilela A, Sobreira C et al. Texture quality of candied fruits as influenced by osmotic dehydration agents. Journal of Texture Studies. 2016;47(3):239-252.

25.*

"In osmotic dehydration, a simultaneous flux of water and solutes from and into the material takes place. This method can be used as a pretreatment before air drying in order to reduce from 30% to 70% of the water content of the food. Osmotic dehydration preceding air drying decreases colour changes and increases flavour retention in dried fruits and vegetables."

Fig 1 - Flow diagram for osmotic dehydration process: Fresh Fruit, Washing, Slicing or Cubing, Osmotic Treatment (osmotic agent, temperature, recirculation, agitation), Dehydrated product, Washing or Further Processing (vacuum drying, air drying, freeze drying, freeze), Packaging, Storage.

"Osmotic dehydration is the phenomenon of removal of water from lower concentration of solute to higher concentration through semi permeable membrane results in the equilibrium condition in both sides of membrane (Tiwari 2005). Osmotic dehydration found wide application in the preservation of food-materials since it lowers the water activity of fruits and vegetables. Osmotic dehydration is preferred over other methods due to their color, aroma, nutritional constituents and flavor compound retention value. In osmotic dehydration the solutes used are generally sugar syrup with fruit slices or cubes and salt (sodium chloride) or brine with vegetables. This is multicomponent diffusion process. In this process water flow from fruits or vegetables to solution and along with water some components of fruits and vegetables such as minerals, vitamins, fruit acids etc. also move towards solution. The sugar and salt migrate towards the fruits and vegetables. The process of complete osmotic dehydration has been shown by flow diagram."

"Sugar is used to preserve fruits, either in syrup with fruit such as apple, pear, peach, apricot, plum or in crystallized form where the preserved material is cooked in sugar to the point of crystallization and the resultant product is then stored dry. This method is used for the skins of citrus fruit (candied peel), angelica and ginger."

"After pre treatments the fruit pieces are pricked and boiled with sugar or other osmotic agent at a concentration of about 30 °B. The sugar is added periodically to maintain the concentration level usually 70 °B."

Narratives Review

DOI: 10.1007/s13197-012-0659-2

Study: weak evidence

Yadav AK, Singh SV. Osmotic dehydration of fruits and vegetables: a review. J Food Sci Technol. 2014;51(9):1654-1673.

26.

"Their study, and another one conducted by Scora (1975), suggested that only three citrus types, citron (Citrus medica), mandarin (Citrus reticulata) and pummelo (Citrus grandis; now Citrus maxima) constituted valid species; the remainder are presumed to be introgressions of the basic biological species. However, many researchers include lime (Citrus aurantiifolia), Citrus micrantha and Citrus halmii in the list of 'true' citrus species along with the three listed above (Janick and Paull, 2008)."

Website

CABI Digital Library org: Citrus aurantiifolia (lime). 2019.

27.*

"It is evidenced from research that C. medica is one of the most ancestral species of the genus Citrus along with pomelo and mandarin. C. medica is one the true and biological species of the citrus family and outlines the segmental ancestory of 46 citrus accessions. The commercially important citrus species like lime, lemon, orange, grapefruit etc are actually the hybrids of C. medica,C. reticulata, and C. maxima."

Narratives Review

DOI: 10.1039/C7FO02035J

Study: weak evidence

Chhikara N, Kour R et al. Citrus medica: nutritional, phytochemical composition and health benefits - a review. Food Funct. 2018;9(4):1978-1992.

28.*

"Citron (Citrus medica, L.) fruits, together with myrtle, willow and palm branches (known collectively as the Four Species), are held and waved as one of the rituals of the seven-day Jewish holiday Sukkot (Tabernacles; Leviticus 23:40), which occurs in the period between mid-September and mid-October."

"Specific varieties of citron that are grown for Jewish ritual are called “etrog” in Hebrew (plural “etrogim”) and have their origin in Jewish communities in Morocco, Italy, Yemen, and Greece, as well as pre-state Israel."

DOI: 10.1080/07929978.2016.1159409

Klein JD, Raz Shalev Y, Cohen S, Fallik E. Postharvest handling of “Etrog” citron (Citrus medica, L.) fruit. Israel J Plant Sci. 2016;63(1):64–75.

29.

"Die Zitronatzitrone ‚Buddhas Hand‘ ist wohl die aussergewöhnlichste Erscheinungsform der Citrus medica. Sie stammt aus Südostasien und wird vor allem für die Herstellung von Zitronat verwendet. Ihr Duft ist süss. Die Blütezeit ist ganzjährig. Die ca. 10 bis 20cm langen Früchte erinnern an Hände und Finger: daher auch die Bezeichnung ‚Buddhas Hand‘. Im Buddhismus wird sie in Tempeln als Opfergabe verwendet."

Website

Plantopedia de: Zitronatzitrone, Buddhas Hand, Citrus medica: Pflege der Zitrone. 2023.

30.

"So wurden überall Ersatz gesucht. Aus grünen Tomaten entstand am Institut Rehbrücke ein Zitronat-Imitat, das als Kandinat T in den Handel wanderte."

Behling K, Eik J. 111 Fragen an die DDR. Wer, warum, wieso, weshalb? Edition Berolina: Berlin; 2013:1-351.

Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen.
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