Inhaltsverzeichnis
Maniok (Manihot esculenta), auch Cassava oder Yuca genannt, ist eine Nutzpflanze aus Südamerika, von der man vorwiegend die Wurzelknolle isst. Die Knollen sind roh giftig und finden daher nur erhitzt Verwendung.
Verwendung in der Küche
Das weisse Fruchtfleisch der Maniokknolle schmeckt je nach Sorte neutral, bitter oder süsslich. Wichtig zu wissen ist, dass die Wurzelknollen im rohen Zustand giftig sind - als Rohkost also äusserst ungeeignet.
In den Ursprungsländern von Maniok ist er Bestandteil der täglichen Ernährung. Das südamerikanische Wurzelgemüse lässt sich ähnlich wie Kartoffeln zubereiten: schälen und dann braten, backen, frittieren oder kochen. In gekochter Form kann es - wie Salzkartoffeln - als Gemüsebeilage auf den Tisch kommen. Maniok kann auch zu einem Püree, Brei oder Stampf verarbeitet sein. Ein berühmtes afrikanisches Brei-Rezept ist Fufu, das aus Maniok (oder Yamswurzel) und Kochbananen besteht und das man oft mit Erdnusssauce isst. Zerstampfte Knollen können mit etwas Koriander und Salz zu Bällchen geformt und z.B. einem Salat beigefügt zum Einsatz kommen. Mit Maniok, Süsskartoffeln, Kochbananen oder auch mit vielen anderen Zutaten kann man auch ein feines Curry zubereiten. Beliebt, jedoch nicht gesund, weil zu fetthaltig, ist die Zubereitung zu Maniok-Pommes oder Maniok-Chips.
Aus der Maniok-Wurzel lässt sich ein glutenfreies Mehl gewinnen, das Weizenmehl in allerlei Rezepten ersetzen kann, z.B. für Brote, Fladenbrote, Kekse und Kuchen. In Brasilien stellt man daraus Beijú und Farofa her. Beijú ist ein kleiner Kuchen, der ähnlich wie Crêpes oder Pfannkuchen aussieht. Farofa ist geröstetes Cassavamehl zusammen mit z.B. Zwiebeln, Knoblauch, Bananen, Nüssen, Kräutern, welches oft als Beilage zu Gerichten wie Bohneneintopf dient. Aus Maniok gewonnene Stärke nennt man Tapiokastärke. Diese sind in Form von kleinen Tapioka-Kügelchen (Sago) im Handel erhältlich und finden Verwendung zum Andicken und Binden von Saucen (Sossen) oder Desserts.
Maniok dient darüber hinaus zur Herstellung von alkoholischen Getränken, wie z.B. Tarubá oder Kaschiri. Neben den Wurzelknollen sind auch die Blätter der Maniok-Pflanze essbar. Die proteinhaltigen Cassava-Blätter können Sie als gekochtes Gemüse servieren.
Eigene Zubereitung
Zur Herstellung von Maniokstärke oder Maniokmehl müssen Sie diese zuerst waschen und danach schälen. Kurz in kaltem Wasser einweichen, dann den Maniok in kleine Stücke schneiden und das Kernstück entfernen.
Für Maniokstärke pürieren Sie das Wurzelgemüse in einem Mixer, bis eine milchige Paste entsteht. Die Paste mit einem Seihtuch oder Küchenhandtuch abseihen. Die Flüssigkeit am besten in einem grossen Glasgefäss auffangen und für mindestens 3 Stunden ruhen lassen. Dabei setzt sich die Stärke langsam am Boden ab. Giessen Sie alle paar Stunden das klare Wasser oben weg. Wenn es zu keiner Trennung von Stärke und Flüssigkeit mehr kommt, können Sie die Stärke auf ein Backpapier zum Trocknen geben und anschliessend zu feinem Pulver zerstossen.
Für das Mehl trocknen Sie den eingeweichten Maniok im Ofen bei niedrigster Temperatur oder in einem Dörrgerät bei höchster Einstellung. Dieser Vorgang kann 5 bis 10 Stunden dauern. Mit einem Mixer oder einer Küchenmaschine zu einem Pulver verarbeiten.
Veganes Rezept für Maniokstampf mit Gemüse
Zutaten (für 2 Personen): 800 g Maniok (geschält und gewürfelt), 4 Frühlingszwiebeln, 4 Stangen Staudensellerie, 1 rote Gemüsepaprika, 1 rote Zwiebel, 1 rote Chilischote, 2 EL Rapsöl, etwas Salz, Saft einer Limette, 1 TL Achiote- oder Annatto-Pulver (ersatzweise geräuchertes Paprika-Pulver), ½ Bund Koriander.
Zubereitung: Maniokwürfel in kochendem, leicht gesalzenem Wasser ca. 20 Min. garen. Währenddessen Gemüse waschen. Die Frühlingszwiebeln und den Stangensellerie in Ringe schneiden. Bei der Gemüsepaprika den Strunk entfernen, entkernen und in Würfel schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken. Frühlingszwiebeln, Stangensellerie, Gemüsepaprika und Zwiebeln zusammen mit Chilischote mit Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und ca. 4 Min. anbraten. Etwas salzen und mit frischem Limettensaft abschmecken. Sobald der Maniok gekocht ist, das Wasser abgiessen und die Maniokstücke zusammen mit dem Achiote-Pulver grob stampfen. Dies können Sie entweder mit einem Kartoffelstampfer machen oder Sie verwenden einen Pürierstab. Maniokstampf auf einen Teller geben und mit gebratenem Gemüse anrichten. Das vegane Gericht mit Koriander garnieren.
Rezept für Maniok-Pfannkuchen mit Bananen
Zutaten (für 4 Personen): 480 g Maniokmehl, 240 g reifen Bananen, 2 EL Rohzucker, ½ TL Backpulver, 2 EL Rapsöl.
Zubereitung: Die Bananen schälen und pürieren, bis das Mus fast glatt ist. Zucker und Backpulver hinzufügen und gut vermischen. Das Maniokmehl nach und nach zum Bananenmus geben, bis ein nicht klebriger, weicher Teig entsteht. Dann den Teig 10 Minuten ruhen lassen. Den Teig auf einer sauberen, flachen Oberfläche ausbreiten, bis er etwa einen Zentimeter dick ist. Mit einer runden Ausstechform oder einem Glas die Pfannkuchen ausstechen. Den Vorgang wiederholen, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist. Die Pfannkuchen in einer beschichteten Bratpfanne goldbraun ausbacken. Servieren Sie die Pfannkuchen zusammen mit frischem Obst und Beeren.
Vegane Rezepte mit Maniok finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Obwohl Maniok ganzjährig wächst, erschwert ihre kurze Haltbarkeit den Export.9,10 Deshalb haben nur grosse und gut sortierte Filialen einiger weniger Grossverteiler (z.B. Coop, Migros, Rewe, Edeka) Maniok und Maniokprodukte im Angebot. Viele Supermärkte (z.B. Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Hofer, Billa) bieten weder die exotische Wurzelknolle noch daraus hergestellte Produkte an. In Bio-Supermärkten (z.B. Alnatura, Denn's Biomarkt) findet man nur gelegentlich Maniokknollen oder deren Produkte. In südamerikanischen, asiatischen oder afrikanischen Läden finden sich dagegen häufiger Maniokprodukte. Alternativ können Sie Cassava in Online-Shops bestellen.
Die Verfügbarkeit von Maniok ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Ganze Maniokknollen sollte man ungekühlt an einem trockenen, dunklen Ort aufbewahren. Die Knollen sind schnell verderblich, weshalb man sie zügig aufbrauchen sollte. Nach dem Anschneiden sind sie innerhalb von 3 bis 4 Tagen zu verarbeiten. Hinweise auf den Verfall sind blauschwarze Stellen und eine weiche Konsistenz.10
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Der Energiegehalt von Maniok (roh) beträgt 160 kcal pro 100 g. Der grösste Teil der Kalorien stammt aus Kohlenhydraten (38 g/100g). Roher Maniok ist fettarm (0,28 g/100g) und enthält wenig Protein (1,4 g/100g).2
Der Gehalt an Vitamin C beläuft sich auf 21 mg/100g. Dies entspricht 26 % des Tagesbedarfs. Ähnlich viel liefern Kartoffeln (20 mg/100g) und Yambohnen (20 mg/100g). Gelbe Gemüsepaprika enthält mit 184 mg/100g beinahe das Neunfache an Vitamin C.2
In 100 g rohem Maniok stecken zudem 0,38 mg Mangan. Yamswurzeln (0,4 mg/100g), Garten-Schwarzwurzeln (0,41 mg/100g) und Maiskolben (0,36 mg/100g) beinhalten ähnlich viel. Bedeutend mehr Mangan ist in Pinienkernen zu finden (8,8 mg/100g).2
Maniok (roh) hat 27 µg Folat pro 100 g, was vergleichbar mit Fenchel (27 µg/100g) und gelber Gemüsepaprika (26 µg/100g) ist. Besonders folatreich sind Edamame mit 303 µg pro 100 g. Kichererbsen (557 µg/100g) und Linsen (479 µg/100g) bieten noch mehr.2
Die gesamten Inhaltsstoffe von Maniok, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Maniok zeichnet sich durch gesundheitsfördernde Eigenschaften aus, die vor allem auf seinen Gehalt an langsam abbaubarer und resistenter Stärke zurückgehen. Ernährungsphysiologisch erfolgt eine Einteilung in schnell verdauliche, langsam verdauliche und resistente Stärke. Resistente Stärke zeigt vergleichbare Wirkungen wie ballaststoffreiche Lebensmittel. Die Fermentierung zu kurzkettigen Fettsäuren erfolgt im Dickdarm und steht mit günstigen Wirkungen bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmten Krebsarten, Adipositas und Osteoporose in Zusammenhang. Zusätzlich fördert resistente Stärke das Sättigungsgefühl und unterstützt die Darmgesundheit u.a. aufgrund einer erhöhten Sekretion und Ausscheidung von Gallensäuren.10,13,14,16
Maniok-Salz-Suspension (Maniok mit zugesetztem Natriumchlorid) hat sich in einer Studie als sichere und wirksame orale Rehydratationslösung für die Behandlung von akutem Durchfall bei Kindern erwiesen.17
Die Cassavawurzel enthält Saccharose, Glucose, Fructose und Maltose. Süsse Sorten erreichen Saccharosegehalte von bis zu 17 %.16 Der Lipidgehalt ist mit 0,1–0,3 % sehr niedrig.16 Aufgrund des geringen Fett- und Eiweissgehalts im Vergleich zu Weizen lässt sich ein potenziell günstiger Einfluss auf die Entstehung von Adipositas ableiten.4,10 Der Verzehr von Maniok senkt den Gesamtcholesterinspiegel und trägt zur Prävention und Therapie von Hyperlipidämien bei DiabetikerInnen bei. Maniokmehl eignet sich zudem als glutenfreie Option zu Weizenmehl und stellt für Menschen mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) eine gesunde Alternative dar.
Die Speicherwurzel der Cassava ist eine reiche Quelle für Kohlenhydrate, jedoch arm an Vitaminen und Proteinen. Dadurch ist ihr Nährwert im Vergleich zu anderen Kulturpflanzen wie Getreide und Hülsenfrüchten geringer.16 Je nach Sorte liegt der Proteingehalt zwischen weniger als 1 und 5 % (Trockengewicht). Die Mengen an essenziellen Aminosäuren wie Lysin, Leucin und Methionin sind gering.7 Laut Angaben des U.S. Department of Agriculture müsste eine 60 kg schwere Person mind. 1,3 kg Cassava-Speicherwurzeln pro Tag verzehren, um den empfohlenen Tagesbedarf aller essenziellen Aminosäuren zu decken.7 Cassavablätter enthalten 23–35 % Protein, vor allem nicht-essenzielle Aminosäuren, während essenzielle und schwefelhaltige Aminosäuren begrenzt sind. Zur Deckung des Mindestbedarfs an diesen Aminosäuren wären 140–211 g rohe Blätter pro Tag nötig. Der niedrige Proteingehalt der Speicherwurzeln kann in Regionen, wie z.B. den Tropen, in denen die Ernährung überwiegend auf Cassava basiert, zu qualitativer Proteinenergie-Mangelernährung (PEM) führen. Proteinverbesserte Cassava kann daher ein nützliches Mittel im Kampf gegen PEM darstellen.7
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Maniok kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Speicherwurzel, Stängel und Blätter von Maniok enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:15,16
- Isoprenoide: Triterpene: Saponine, Steroidale Saponine (Diosgenin), Lupane (Lupeol), Squalen; Tetraterpene: Carotinoide (Alpha-Carotin, Beta-Carotin)
- Alkaloide
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (p-Hydroxybenzoesäuren, Gallussäure, Protocatechinsäure, Vanillinsäure, Gentisinsäure, Salicylsäure, Syringinsäure), Hydroxyzimtsäuren (p-Cumarsäure); Flavonoide: Flavonole (Hyperosid, Kaempferol, Kaempferol-Derivate, Myricetin, Quercetin, Quercetin-Derivate, Rutin, Narcissin, Robinin), Flavanole (Catechin), Anthocyane, Flavone (Apigenin); Lignane (Pinoresinol), Stilbene (Resveratrol); Tannine: Ellagtannine, Proanthocyanidine
- Weitere stickstoffhaltige Verbindungen: Cyanogene Glykoside (Linamarin, Lotaustralin)
- Weitere organische Verbindungen: Cumarine (Scopoletin, Hydroxycumarin); Aldehyde (Coniferaldehyde, Isovanillin, Syringaldehyd); Chinone
Eine systematische Übersichtsarbeit zu Maniok beschreibt anhand von 34 Studien u.a. antioxidative, zytotoxische und entzündungshemmende Effekte. Der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen in Maniok ist grösstenteils in den Blättern konzentriert.15
Insbesondere in bitteren Sorten sind hohe Mengen an cyanogenen Glycosiden wie Linamarin enthalten, die beim Verzehr toxische Reaktionen auslösen können. Daher ist eine sachgerechte Verarbeitung unbedingt erforderlich, um die Speicherwurzeln und Blätter der Cassava essbar zu machen.5,7 Linamarin aus Maniokwurzel- und Blattextrakt zeigt in vitro antiproliferative Eigenschaften, u.a. bei Darmkrebs.16
Cassavablattextrakt wirkt antidiabetisch, indem er in vitro die Enzyme α-Amylase und α-Glucosidase hemmt, die Glukoseaufnahme verzögert und den Blutzuckerspiegel reguliert, u.a. durch Schutz und Regeneration der pankreatischen β-Zellen. Einzelne Inhaltsstoffe wie Quercetin, Kaempferol, Catechin, Rutin, Resveratrol und Diosgenin tragen zu diesen Effekten bei.
Maniokblattextrakt enthält Saponine, Stilbene, Tannine, Flavonoide und Alkaloide mit schmerzlindernder Wirkung. Tierstudien zeigten eine Verringerung von Kollagenabbau und Ödemen. In vitro fördert ein wässriger Maniokblattextrakt die Wundheilung und beschleunigt den Wundverschluss, vermutlich durch antioxidativ wirksame Inhaltsstoffe wie Gallussäure, Saponine und Tannine, die oxidativen Stress und Entzündungen reduzieren und die Zellmigration unterstützen.16
Tannine und Flavonoide hemmen die Darmmotilität und reduzieren die Flüssigkeitsansammlung im Darm in dosisabhängigem Mass.16
Maniokblattextrakte zeigen antibakterielle Aktivität, abhängig von der Extraktfraktion und dem Bakterienstamm. Sie hemmen u.a. Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus epidermidis und Propionibacterium acnes. Verantwortlich sind vor allem Flavonoide, Polyphenole, Saponine und Chinone, die bakterielle Anhaftung, DNA-Synthese und Energiestoffwechsel hemmen oder die Zellwand und Membran schädigen.16
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Maniok enthält cyanogene Glucoside wie Linamarin und Lotaustralin. Die von cyanogenen Glucosiden durch das Enzym Linase freigesetzte toxische Blausäure (HCN) - deren Freisetzung bei einer Verletzung der Knolle stattfindet - kann bei unangemessenem oder längerfristigem Verzehr zur Entwicklung von neurologischen Störungen beitragen. Es können motorische Beeinträchtigungen, kognitive Verschlechterungen und Symptome auftreten, die für die tropische ataktische Neuropathie und endemische spastische Paraparese (Konzo) charakteristisch sind.5 Das Erhitzen inaktiviert das Linase-Enzym und damit die Freisetzung von Blausäure.6 1 mg Blausäure pro 1 kg Körpergewicht gilt als tödliche Dosis für einen Erwachsenen. Einige Maniokkultivare enthalten solche Dosen im rohen Zustand.8 Es ist daher von grosser Wichtigkeit, die Maniokknolle ausreichend zu erhitzen. Hat man Cassava roh verzehrt, sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
Volksmedizin - Naturheilkunde
Traditionell kamen Maniokwurzeln und -stärke bei der Behandlung von Hautgeschwüren, Ringelflechte und akuter Dermatitis zum Einsatz. Maniokblätter dienten als Verbände für Wunden. Eine Paste aus Maniokfruchtfleisch soll äusserlich angewendet Kopfschmerzen lindern. Aus Maniok hergestellte Säfte und Abkochungen wendet man bei Verstopfung und Verdauungsstörungen an.16Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Der ökologische Fussabdruck eines Lebensmittels hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. So spielen die Art der landwirtschaftlichen Produktion (konventionell vs. ökologisch), saisonale, regionale oder inländische Produktion bzw. Import per Lkw, Schiff oder Flugzeug, unterschiedliche Verpackungsarten und ob es sich um Frischwaren oder Tiefkühlwaren handelt, eine entscheidende Rolle.19 Da Maniok schnell verdirbt und aus tropischen Regionen importiert ist, verursacht er einen höheren ökologischen Fussabdruck. Maniok aus Costa Rica hat laut CarbonCloud einen CO2-Fussabdruck von 1,46 kg CO2eq/kg.20 Die dänische Klimadatenbank Concito gibt einen Wert von 0,70 kg CO2eq/kg an.21 Tapiokastärke aus Brasilien liegt bei 2,89 kg CO2eq/kg.20 Das verdeutlicht gut, wie viel die Lebensmittelverarbeitung ausmacht.
Der Wasserfussabdruck von Maniok ist mit 564 l/kg relativ niedrig. Bei der Verarbeitung von Maniokprodukten fallen jedoch wesentlich höhere Werte an. So haben beispielsweise Maniokmehl und Tapiokastärke einen Wasserfussabdruck von 1878 l/kg bzw. 2818 l/kg.18
Nach Angaben der FAO erfolgt der Anbau von Maniok häufig in prekären Zonen, z.B. an Hängen und Waldrändern, was zu Nährstoffverarmung und Bodenerosion führt. Auch der Wasserverbrauch und das Abwasser bei der Verarbeitung von Maniokprodukten sind hoch.22
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Weltweites Vorkommen - Anbau
Maniok (Manihot esculenta) stammt vermutlich aus dem westlichen Amazonasgebiet. Wahrscheinlich war es die indigene Bevölkerung, die die Pflanze vor ca. 5000-7000 Jahren kultivierte. Nach der Ankunft der Europäer in Südamerika brachten portugiesische Händler Maniok nach Afrika und Asien, wo er sich in tropischen Gebieten gut etablierte. Heute pflanzt man Cassava auf ca. 26,3 Millionen Hektar weltweit in den Tropen an, bei einem durchschnittlichen Ertrag von 11 Tonnen Wurzelknollen pro Hektar.9 Neben Mais, Zuckerrohr und Reis gehört Maniok zu den wichtigsten Energielieferanten in der Ernährung der meisten tropischen Länder der Welt.10
Der genaue Ursprung des heutigen kultivierten Manioks ist nicht restlos geklärt. Wahrscheinlich züchtete man die Kulturform aus der verwandten Art Manihot esculenta ssp. flabellifolia.10,11
Wild zu finden
Populationen von wildem Maniok (Manihot esculenta ssp. flabellifolia) kommen hauptsächlich im westlichen Zentralbrasilien und im östlichen Peru vor. Diese wild lebende Unterart findet sich in Waldstücken in der Übergangszone zwischen der Cerrado-Vegetation (Savannengebüsch) und dem Tieflandregenwald des Amazonasbeckens, wo sie als kletternder Strauch oder Bäumchen im Unterwuchs wächst.1
Anbau - Ernte
Maniok ist vorwiegend in Regionen zwischen dem 30. südlichen und dem 30. nördlichen Breitengrad verbreitet. Er kommt im Allgemeinen dort vor, wo die durchschnittliche Temperatur mehr als 20 °C beträgt. Der Anbau der Pflanze erfolgt hauptsächlich für die Ernte der stärkehaltigen Knollen, die aus dem verdickten Teil der Wurzel bestehen. Maniok wächst in der Regel zwischen 8 und 12 Monaten, kann aber auch schon mit 7 Monaten zur Ernte kommen. In Regionen mit langen Regen- und Trockenzeiten baut man Maniok in der ersten Regenzeit an und lässt ihn dann in der zweiten wachsen. Er ist dann erst nach 18 Monaten zu ernten. In subtropischen Regionen mit kühlerem Klima findet die Ernte ebenfalls erst etwa 18 Monate nach der Aussaat statt.9
Die jährliche Niederschlagsmenge übersteigt für den Anbau am besten 1000 mm, in Gebieten mit Niederschlagsmengen von 650 bis 750 mm verteilt über nur fünf Monate, können die Pflanzen jedoch auch wachsen. Durchlässiger Boden, der Staunässe verhindert, ist für die Cassava-Pflanzen notwendig. Die Pflanzen sind zudem besonders an Böden mit geringer Fruchtbarkeit angepasst.9
Maniok ist eine robuste Kulturpflanze, die gut mit extremen Witterungsbedingungen zurechtkommt und daher in Anbetracht des Klimawandels an Bedeutung gewinnen könnte.9 Doch unterliegt der Anbau einigen Beschränkungen, wie z.B. Schädlingen und Krankheiten. Besonders besorgniserregend sind die beiden viralen Krankheiten Cassava-Mosaik-Krankheit und Braunstreifenkrankheit, die ganze Ernten vor allem in Afrika bedrohen können.11
Weiterführende Informationen
Die Maniokpflanze (Manihot esculenta) ist ein Strauch und gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).9 Bis auf ein paar wenige Arten enthalten Wolfsmilchgewächse alle den giftigen Milchsaft, der als Wundverschluss und Frassschutz dient.3
Je nach dem Gehalt an cyanogenem Glucosanat kann Maniok süss oder bitter sein. Der bittere Geschmack weist auf einen höheren Gehalt an cyanogenem Glucosanat hin. Süsse Varietäten haben eine dünne weisse Haut, während bittere Sorten eine dickere rosa Haut haben. Der Gehalt an cyanogenem Glucosanat kann jedoch auch innerhalb einer Sorte variieren und hängt von den Wachstumsbedingungen ab. Bittere Manioksorten wachsen am häufigsten im Amazonasgebiet und in der Karibik, die süssen Sorten dagegen im nördlichen Südamerika.5
Alternative Namen
Weitere Namen für Maniok sind Cassava, Kassava, Kassave, Mandioca, Mandioka, Yuca und Yucca. Da man Maniok in tropischen Gebieten so häufig isst wie in vielen europäischen Ländern Kartoffeln, hat er den umgangssprachlichen Namen Tropenkartoffel erhalten. Falsche Schreibweisen sind Manjok, Manipk, Manoik, Maeok, Manjoka und Manjoc.
Im Englischen sind die Bezeichnungen cassava, manioc und yuca vorherrschend.
Sonstige Anwendungen
Maniok findet in der Futtermittelindustrie in Form von Pellets für die Tierfütterung Gebrauch. Neben der Verwendung als Lebens- und Futtermittel nutzt man die Wurzelknollen auch zur Bioethanolgewinnung.10 Des Weiteren kann man biologisch abbaubare Säcke aus Maniok als Plastikalternative produzieren.12
Literaturverzeichnis - 22 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | 🞽 Phylogeographische / molekulargenetische Populationsstudie Wild populations of M. esculenta occur primarily in west central Brazil and eastern Peru (19, 28). All wild populations of this species are referr...This wild subspecies is found in forest patches in the transition zone between the cerrado (savanna scrub) vegetation of the Brazilian shield plateau and the lowland rainforest of the Amazon basin, where it grows as a clambering understory shrub or treelet. DOI: 10.1073/pnas.96.10.5586 | Olsen KM, Schaal BA. Evidence on the origin of cassava: Phylogeography of Manihot esculenta. PNAS. 1999;96(10):5586–5591. |
| 2. | ● Website | USDA: US-Amerikanische Nährwertdatenbank. |
| 3. | 🞽 Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal The genus Euphorbia includes about 2,000 species commonly widespread in both temperate and tropical zones that contain poisonous milky juice fluid or latex. Furthermore, the latex of some Euphorbia species has been used in traditional medicine to treat wounds and warts on the skin DOI: 10.3389/fpls.2022.1008881 Study: weak evidence | Benjamaa R, Moujanni A et al. Euphorbia species latex: A comprehensive review on phytochemistry and biological activities. Frontiers in Plant Science. 2022;13:1008881. |
| 4. | 🞽 Narrativer Review in wissenschaftlichen Journal There is evidence that relative to wheat flour meal, for instance, cassava contributes less fat and much more fiber. Since fat is pro-obesity, which in turn is pro-diabetic/metabolic syndrome; and fiber is anti-dyslipidemic; cassava has pharmacological values to be appreciated over some carbohydrate plant-based foods. Cassava is a farm crop of high nutritive value and known to contain alkaloid among other phytochemicals DOI: 10.5455/jice.20170606094119 Study: weak evidence | Nwose EU, Onodu BC et al. Ethnopharmacological values of cassava and its potential for diabetes and dyslipidemia management: Knowledge survey and critical review of report. J Intercult Ethnopharmacol. 2017;6(3):260–266. |
| 5. | 🞽 Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal Cassava (Manihot esculenta Crantz) is a tropical plant that is used as fresh food, processed food, or raw material for the preparation of flours with high nutritional value. However, cassava contains cyanogenic glycosides, such as linamarin and lotaustralin, that can trigger severe toxic effects and some neurological disorders, including motor impairment, cognitive deterioration, and symptoms that characterize tropical ataxic neuropathy and spastic epidemic paraparesis (Konzo)...Cassava contains cyanogenic glycosides that contribute to the development of neurological disorders when they are ingested inappropriately or for prolonged periods of time. Cassava is usually classified as “sweet” or “bitter,” based on the content of cyanogenic glucosanate (i.e., a promoter of hydrocyanic acid formation) in the roots of this plant (Nweke and Bokanga 1994). The sweet variety of cassava has a thin white skin. It is usually consumed raw, steamed, or roasted. Bitter cassava is characterized by a thicker pink skin. Cyanogenic compounds need to be removed by peeling the skin, boiling, slicing, soaking, fermenting, roasting, drying, or grinding, which apparently inactivate or eliminate the toxic components (Schaumburg et al. 1983). The differentiation between bitter and sweet varieties is not always accurate because the content of cyanogenic glycosides is not necessarily constant within a variety and also depends on the edaphoclimatic conditions of the crop. Bitter cassava is more common in the Amazonian and Caribbean regions, whereas the sweet variety is found more frequently in northern South America. DOI: 10.1007/s11011-019-00522-0 Study: weak evidence | Rivadeneyra-Domínguez E, Rodríguez-Landa JF. Preclinical and clinical research on the toxic and neurological effects of cassava (Manihot esculenta Crantz) consumption. Metab Brain Dis. 2020;35(1):65–74. |
| 6. | ● Book | Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Springer-Verlag Berlin Heidelberg: New York; 1977: 124–132. |
| 7. | 🞽 Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal At present, more than 600 million people rely on cassava as a vital food source in tropical developing countries and some of them, unfortunately, suffer from protein energy malnutrition (PEM, The large storage root provides a rich source for carbohydrates but is low in vitamins and proteins Regionally, cassava leaves are used as a dietary supplement for proteins and vitamins Therefore, protein-improved cassava provides a useful tool in the fight against PEM in these regions. To reach this goal, several biotechnological tools are available for cassava DOI: 10.1016/j.tifs.2006.06.004 Study: weak evidence | Stupak M, Vanderschuren H et al. Biotechnological approaches to cassava protein improvement. Trends in Food Science & Technology. 2006;17(12):634–641. |
| 8. | 🞽 Narratives Review The lethal dose of CN¯ is 1 mg/kg of live weight; hence, cassava root classification into toxic and non-toxic depending on the amount of cyanide in the root. Should the cyanide content be high enough to exceed such a dose, the root is regarded as toxic. Values from 15 to 400 ppm (mg CN¯/kg of fresh weight) of hydrocyanic acid in cassava roots have been mentioned in the literature. However, more frequent values in the interval 30 to 150 ppm have been observed. Processed cassava food consumed in Brazil is safe in regard to cyanide toxicity. DOI: 10.1590/S0104-79301996000100002 Study: weak evidence | Cereda MP, Mattos MCY. Linamarin: the toxic compound of cassava. J Venom Anim Toxins. 1996;2(1):06–12. |
| 9. | ● The high harvest index and year-around growth in tropical environments compensate for restricted total biomass production. Cassava (Manihot esculenta Crantz, Euphorbiaceae) (yuca, manioc, mandioc, mandioca, and tapioca) is a perennial vegetatively propagated shrub grown throughout the lowland tropics for its starchy tubers that are thickened roots. It may be harvested as early as 7 months after planting (MAP) but is generally harvested from 8 to 12 months. In some areas with monomodal rainfall and a long dry season, the crop is established in the first wet season and then left to bulk during the second for harvesting after 18 months or so from planting. In the subtropics with cool winters, the crop is often grown for about 18 months before harvesting. Cassava (Manihot esculenta Crantz) is the only domesticated species of the genus originating from the western Amazonian Rim and was first cultivated by Amerindian Indians. It is a short-lived, vegetatively propagated, perennial plant that forms starch-filled tuberous roots near the soil surface. Most ‘sweet’ cultivars can be safely eaten as a boiled vegetable, but many ‘bitter’ cultivars require processing to reduce cyanide produced by hydrolysis of cyanogenic glycosides. Following the arrival of Europeans to the Americas, planting material was taken to Africa and Asia by Portuguese traders, where it became well established in comparable tropical areas. The crop now covers 26.3 Mha worldwide with average yield of 11 t fresh tubers ha− 1. Most cassava is grown as a rainfed crop between ± 30° latitude and is not generally found, where mean average temperature is less than about 20°C. It is usually grown, where annual average rainfall exceeds 1000 mm and is restricted to well-drained soils to avoid waterlogging that kills the crop. It is also found in areas with as little as 650–750 mm distributed over as few as 5 months. It grows well on a range of soil types and is especially adapted to soils of low fertility. On the other hand, it is a robust crop well suited to extreme weather conditions, other than excessive rain and consequent flooding, and, is likely to become more important, where areas suitable for currently available crops decrease due to climate change. DOI: 10.1016/B978-0-12-819194-1.00019-0 Book | Cock H, Connor J. Cassava. Crop Physiology Case Histories for Major Crops. 2021;588–633. |
| 10. | ● Cassava (Manihot esculenta Crantz) is the most important crop among the tropical root and tuber crops (Pujol et al., 2002; Meireles da Silva et al., 2003). Along with maize (Zea mays L.), sugarcane (Saccharum spp.), and rice (Oryza sativa L.), cassava is among the most important sources of energy in the diet of most tropical countries of the world. Allem postulated in 1994 and 1999 that modern cultivated cassava originated directly from wild relatives of M. esculenta subsp. flabellifolia...The origin of cultivated cassava is still unclear. Roots can be processed into dried chips, meals, or pellets for animal feed. Bio-ethanol: This is a relatively new end use for cassava and is the result of increased prices of oil and technological developments for the hydrolysis of starch prior to the fermentation process. The short shelf life of the roots severely limits the marketing options by increasing the likelihood of losses and the overall marketing costs. In addition, the access to urban markets and processing facilities is restricted to production sites that are relatively close to them. PPD begins with vascular streaking, which is a blueblack discoloration of the xylem parenchyma, followed by general discoloration of the storage parenchyma. Five to seven days later, microbial activity may cause further deterioration. Cassava is one of the four most important sources of starch worldwide, together with maize, potato (Solanum tuberosum), and wheat (Triticum aestivum and T. durum) (Davis et al., 2003; Ellis et al., 1998). Because of the low levels of protein and fat in the roots, the starch from cassava roots has excellent characteristics...Increased amylose levels leads to slowly digestible and resistant starches (Jobling, 2004; Lehman and Robin, 2007), which have distinctive advantage in health, particularly in diabetes management. Slowly digestible starches may influence satiety and help control overweight problems and have also been linked to improved mental performances...Resistant starches cannot be digested but they are fermented in the large intestine, resulting in the production of butyrate that has been found to be beneficial to colon health. DOI: 10.1007/978-0-387-92765-7_2 Book | Ceballos H, Okogbenin E et al. Cassava. In: Bradshaw JE (Ed.) Root and Tuber Crops. New York, NY: Springer; 2010. S. 53–96. (Handbook of Plant Breeding). |
| 11. | ● Its geographical origins remain a topic of research debate, but the most recent evidence based on molecular markers suggests that the plant was domesticated within the southwestern rim of the Amazon basin (in modern day Brazil) and is derived from its closest wild relative, M. esculenta ssp. flabellifolia Of major concern, causing large and increasing economic impact in Africa and Asia are the cassava mosaic geminiviruses that cause cassava mosaic disease in Africa and Asia and cassava brown streak viruses causing cassava brown streak disease in Africa. DOI: 10.1016/bs.aivir.2014.10.001 Book | Legg JP, Lava Kumar P et al. Cassava virus diseases: biology, epidemiology, and management. Adv Virus Res. 2015;91:85–142. |
| 12. | 🞽 Thus, this paper illustrates greenhouse gas emissions from bioplastic bags are manufactured from cassava. | Kaewphan N, Gheewala S. Greenhouse gas evaluation and market opportunity of bioplastic bags from cassava in thailand. Journal of Sustainable Energy & Environment. 2013;4:15–19. |
| 13. | 🞽 In-vitro-Studie in wissenschaftlichem Journal The cassava products analyzed can be considered good sources of resistant starch; which make them beneficial products to the gastrointestinal tract. Some studies suggest that slowly digested starch and resistant starch have significant implications for human health. Resistant starch fraction passes on to the colon, where it is fermented by the microorganisms producing mainly short chain fatty acids (SCFA). Due to this fact, RS has functional properties and positive effects on diabetes, some kinds of cancer, cardiovascular diseases, colonic health, obesity, and osteoporosis (Lunn & Buttriss, 2007; Nugent, 2005; Sajilata et al., 2006; Morales-Medina et al., 2014). Resistant starches have been shown to have equivalent and/or superior impacts on human health similar to that of conventional fiber-enriched food ingredients. The consumption of cassava products can contribute to the intake of resistant starch DOI: 10.1590/fst.2014.0039 Study: weak evidence | Pereira BLB, Leonel M. Resistant starch in cassava products. Food Sci Technol. 2014;34(2):298–302. |
| 14. | 🞽 Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal From studies on hamsters fed diets containing cassava starch extrudated with 9.9% oat fiber or cassava starch extruded with 9.7% RS, hypocholesterolemic properties of both were demonstrated suggesting their use in foods to improve cardiovascular health DOI: 10.1111/j.1541-4337.2006.tb00076.x Study: weak evidence | Sajilata MG, Singhal RS, Kulkarni PR. Resistant starch–a review. Comp Rev Food Sci Food Safe. 2006 Jan;5(1):1–17. |
| 15. | 🞽 Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal Cassava plays an important role as staple for more than 500 million people in the world due to its high carbohydrate content [15]. A number of bioactive compounds, namely, cyanogenic glucosides such as linamarin and lotaustralin, noncyanogenic glucosides, hydroxycoumarins such as scopoletin, terpenoids, and flavonoids, are reported in cassava roots DOI: 10.1155/2016/3631647 Study: weak evidence | Chandrasekara A, Josheph Kumar T. Roots and tuber crops as functional foods: a review on phytochemical constituents and their potential health benefits. International Journal of Food Science. 2016;2016:3631647. |
| 16. | 🞽 Systematischer Review (15 Tierstudien, 17 In-vitro-Studien, 1 kombinierte In-vivo- und In-vitro-Studie, 1 klinische Studie) in wissenschaftlichem Journal Siehe "Table 1" für SPs Carotenoids comprising β-carotene are identified...in the acetone extraction of cassava leaves Due to their cytotoxic and anti-proliferative activity, cassava leaf extracts have been utilized as a traditional medicine in China for cancer treatment. In vitro cytotoxic activity of cassava was examined by Chinnadurai et al (2019) on human colon adenocarcinoma cells...showed decreasing cell viability with increasing concentration...Cassava's anti-cancer properties may be attributed to linamarin and hydrogen cyanides. Linamarin, hydrolyzed by linamarase, has been found to inhibit growth signals, and proto-oncogenes such as c-Myc gene, and increase p53 protein expression which results in the inhibition of G1 phase cell division...Cassava cyanide extract (CCE) also demonstrated significant anti-proliferative activity in adenocarcinoma human alveolar basal epithelial cells...Uniquely, Maesculentins A and B were isolated from the stems of cassava extract in a study conducted by Pan et al (2015), and both components demonstrated moderate cytotoxic activity against the HGC-27 tumor cell line The anti-inflammatory action of cassava leaf extract involved a reduction in the expression of TNF-α, which subsequently decreased collagen degradation. Furthermore, cassava leaf extract might exhibit anti-inflammatory activity in Albino rats...as edema was decreased in 37.67% of the treatment group...The extract's analgesic effect was significantly higher than that of paracetamol, the positive control. The extract's phytochemical screening tests indicated the presence of tannins, flavonoids, saponins, and alkaloids that may contribute to its analgesic and anti-inflammatory effects...Elshamy et al (2021) found that aqueous cassava shoot extract reduced paracetamol-induced liver injury...It may also inhibit the cyclooxygenase enzyme, similar to traditional anti-inflammatory drugs. Bahekar and Kale (2015) conducted a study demonstrating the significant anti-diarrheal activity of cassava ethanolic leaf extract in Wistar rats. The effectiveness of the extract was found to be dosage-dependent, with higher concentrations (200 mg/ kg) showing greater inhibition of gastrointestinal motility and reduction in intestinal fluid accumulation...tannins and flavonoids were suggested as potential contributors to the anti-diarrheal properties of the extract. Gallic acid may enhance wound healing by protecting cells from oxidative stress...saponins help heal wounds by inhibiting early-phase inflammation...Tannins, on the other hand, promote wound healing through their anti-oxidant properties...The study found that all dosages (100, 200, and 300 µg/mL) of cassava extract led to wound closure The extract exhibited satisfactory inhibitory activity against P. aeruginosa...analysis identified phenolic compounds, including flavonoids, which may contribute to the extract's antibacterial activity RS3-tapioca exhibited significantly higher secretion and excretion of bile acids...may contribute to the hypocholesterolemic effects observed...Therefore, the impact of casssava...could be used to treat and prevent hyperlipidemia in diabetes. the starch extracted from cassava roots...applied topically to children to treat abscesses and skin eruptions. Additionally, grated cassava roots...for external application to treat ringworm and acute dermatitis, while the grated root is applied directly to cuts and sores. Cassava leaves are also used for medicinal purposes, such as hemostatic plasters to treat wounds...The Ibans consume cassava to relieve constipation by drinking a concoction made with a combination of honey and juices from the leaves. DOI: 10.1177/2515690X231206227 Study: weak evidence | Mohidin SRNSP, Moshawih S et al. Cassava (Manihot esculenta crantz): a systematic review for the pharmacological activities, traditional uses, nutritional values, and phytochemistry. J Evid Based Complementary Altern Med. 2023;28:2515690X231206227. |
| 17. | 🞽 Klinische Interventionsstudie (nicht randomisiert) in wissenschaftlichem Journal To identify a suitable substrate for an oral rehydration solution (ORS) at home, this study evaluated the efficacy and safety of cassava-salt suspension (CSS) prepared from a dietary staple, cassava, with added sodium chloride. The results were compared with those of standard World Health Organization (WHO) recommended ORS...It is concluded that CSS is both efficacious and safe for use as an ORS, particularly in the home management of acute diarrhoea in children. Study: moderate evidence | Grange AO. Evaluation of cassava-salt suspension in the management of acute diarrhoea in infants and children. J Diarrhoeal Dis Res. 1994 Mar;12(1):55–58. |
| 18. | 🞽 DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600. |
| 19. | ● Website | Reinhardt G, Gärtner S, Wagner T. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020. |
| 20. | ● Website | Carboncloud. Cassava, Costa Rica; Tapioca starch, Brazil. |
| 21. | ● Website | Concito. The big climate database. Version 1.1. Cassava. |
| 22. | ● In these areas soils are generally infertile and long droughts are a common occurrence, causing crop failure and famine. Under those conditions, cassava (Manihot esculenta Crantz) is often a food of last resort, as the crop is very tolerant of poor soils and drought. Cassava is often grown in fragile environments, such as on slopes and in the forest margins. It has the reputation of depleting soil nutrient reserves and causing severe erosion when planted on slopes. A large proportion of harvested cassava roots is processed into food, animal feed and various industrial products. The processing of some of these products requires large amounts of water and produces equally large amounts of waste water. Website | FAO: Strategic Environmental Assessment. An Assessment of the Impact of Cassava |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||













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