Inhaltsverzeichnis
Dunkle Kuvertüre mit Kokosöl gibt es kaum im Handel. Viele Zutaten finden Sie in Bio-Qualität zum Selberherstellen. Rohe Kakao-Produkte gibt es kaum.
Verwendung in der Küche
In speziellen Läden finden Sie hochwertige Bio-Kuvertüre aus 100 % rohem Kakao. Ob diese wirklich Rohkostqualität haben, ist nicht immer eindeutig. "Raw-Schokolade" steht meist für hochwertige, wenig verarbeitete Schokolade, nicht zwingend für wahre Rohkost.4 Um den Einkauf und die Entscheidung über das richtige Produkt zu erleichtern, behandeln wir hier eine selbstgemachte, vegane Variante. Die Verwendung in der Küche ist nicht aufwendiger, und man hat mehr Entscheidungsfreiheit über Zucker- und Fettgehalt.
Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker machen Schokolade bei einer hochwertigen Verarbeitung zu einer Kuvertüre (Schokoladenüberzugsmasse).19 Geschmolzene Kuvertüre ist dünnflüssiger als gewöhnliche Tafelschokolade. Damit ist das Überziehen von Torten, Kuchen, Keksen, anderen Backwaren oder Pralinen deutlich einfacher. Die Glasur benötigt eine präzise Temperierung (dazu mehr im folgenden Kapitel), um eine makellose, glänzende Oberfläche zu erhalten. Ansonsten erscheint die Oberfläche matt. Nach einiger Zeit können graue Fettkristalle auf der Oberfläche auftauchen und die Kuvertüre bekommt eine bröselige Konsistenz.
Vermeiden Sie eine Erwärmung über 40 bis 45 °C. So gilt sie auch noch als roh im Sinne von Rohkost. Ferner sollten Sie bei der Verarbeitung folgende Punkte beachten: Die Schokolade darf keinesfalls mit Wasser in Berührung kommen, denn dies verändert ihre Fliessfähigkeit. Für eine Kuvertüre benötigen Sie wasserfreie Fette oder Öle zum Verdünnen (niemals mit Butter oder Margarine). Einen optimalen Glanz des Überzugs erreichen Sie, wenn Sie die Backwaren bei Raumtemperatur mit der Kuvertüre überziehen. Verunreinigungen (z.B. mit Mehl oder Kuchenresten) können die Qualität verringern.20
Kuvertüre dient auch zur Herstellung von Canache/Ganache (Kuvertüre-Sahne-Creme), Schokomousse oder anderen reichhaltigen Desserts.
Eigene Zubereitung (Kuvertüre selber machen)
Zutaten: 200 g dunkle Schokolade (mind. 60 % Kakaoanteil), 50 g Kokosöl, optional etwas Kokosmilch hinzufügen.
Da wir davon ausgehen, dass Zucker in unserer Ernährung überhandnimmt, präsentieren wir eine Kuvertüre, die mit weniger Zucker auskommt. Die selbst hergestellte Kuvertüre mit Kokosöl hat den Vorteil, dass eine hochwertige Schokolade in Bioqualität mit einem hohen Kakaogehalt und weniger Zucker entsteht. Verwenden Sie nur so viel Kokosöl, um die gewünschte Fliessfähigkeit zu erreichen.
Zubereitung: Für die vegane Schokoladenglasur mit Kokosöl zuerst ein Wasserbad vorbereiten. Dafür Wasser zu etwa 1⁄3 in einen Topf füllen und erhitzen. In der Zwischenzeit die Schokolade grob hacken und gemeinsam mit dem Kokosöl in eine Schüssel geben, die gut auf den Topf passt. Die Schüssel über das heisse Wasserbad hängen oder stellen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass kein Wasser in die Schüssel kommt. Die Schokolade mit Kokosöl langsam bei geringer Hitze schmelzen lassen und währenddessen immer wieder durchrühren. Bevor die Schokolade komplett geschmolzen ist, vom Herd nehmen und die letzten Stückchen einrühren.
Temperieren: Für ein optimales Temperieren schmelzen Sie die Kuvertüre zunächst bei Temperaturen um 45 °C. Es folgt eine kurze Abkühlphase, wobei die Kuvertüre unter ihren normalen Schmelzpunkt abkühlt, um die Kristallisation in Gang zu setzen. Wenn die Zähflüssigkeit zunimmt (28-29 °C), ist dies ein Zeichen für die Kristallisation. Bevor die Kuvertüre jedoch vollständig auskristallisiert, erhöhen Sie die Temperatur erneut auf knapp über 30 °C (30–32 °C, je nach Sorte). Bei dieser Temperatur erfolgt die Verarbeitung.3
Anmerkung: Ist die geschmolzene Kuvertüre noch zu zähflüssig, können Sie dies durch eine Erhöhung des Fettanteils kompensieren. Es ist fast unmöglich, an die Kuvertüre-Eigenschaften von industriellen Qualitätsprodukten heranzukommen, da die dafür benötigten Geräte im gewöhnlichen Haushalt nicht vorhanden sind. Um die empfohlene Temperatur für die Temperierung zu erreichen, empfehlen wir ein Lebensmittelthermometer. Das Temperieren benötigt Übung und gelingt selten beim ersten Mal zufriedenstellend.
Warum mischt man Kokosöl mit Schokolade? Kokosöl erleichtert die Verarbeitung der Schokolade zu Kuvertüre. Es verbessert Konsistenz und sensorische Eigenschaften.
Sie können auch eine Schokoglasur mit Kokosöl und Back-Kakao (ungesüsst) herstellen. Einfach geschmolzenes Kokosöl, Kakao und, falls nötig, etwas Süssungsmittel (z.B. Ahornsirup) vermengen.
Vegane Kuvertüre können Sie auch mit einem neutral schmeckenden pflanzlichen Öl (z.B. Sonnenblumenöl oder Rapsöl) herstellen.
Veganes Rezept für Hanfkekse mit Kokosöl-Kuvertüre
Zutaten (ca. 50 Stück): 250 g Dinkelmehl, 125 g Haferflocken, 50 g Hanfsamen, 50 g Leinsamen, 25 g Kokoschips, 15 g Zimt, eine Prise Muskat, 3 Nelken, 1⁄4 TL Galgant, 1⁄2 TL Salz, 1⁄2 TL Natron, 200 g Mandeln gehackt, 180 g Rohrzucker, 200 g Kokosöl, 1 Zitrone (bio!); für die Kuvertüre: 100 g Zartbitter-Schokolade (70 % Kakao), 10 g Kokosöl.
Zubereitung: Zuerst das Kokosöl warmstellen, damit es sich verflüssigt. Für die Mehlmischung Haferflocken, Hanfsamen, Kokoschips und Leinsamen mahlen. Nun mit dem Dinkelmehl vermischen. Mahlen Sie alle Gewürze z.B. in einer Kaffeemühle fein. Alle trockenen Zutaten vermischen und dann Kokosöl (zerlassen), Zitrone (Schale und Saft) und etwas Wasser dazugeben.
Den Teig sollten Sie vor der weiteren Verarbeitung kaltstellen, damit er an Festigkeit gewinnt. Anschliessend aus dem Teig 2-3 cm starke Rollen formen und diese in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Teigscheiben mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 15-18 Minuten bei 160 °C backen. Bereiten Sie währenddessen die Kuvertüre wie oben beschrieben zu. Nachdem die Kekse fertig gebacken sind, können Sie nach Lust und Laune die Kekse mit der Kuvertüre verzieren. Bevor Sie die Kekse verspeisen, lassen Sie sie etwas auskühlen.
Vegane Rezepte mit dunkler Kuvertüre mit Kokosöl finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Kokosöl ist nur in Schokolade für Eiscremes oder für ähnliche gefrorene Erzeugnisse erlaubt (max. 5 %).1 Die Zusammensetzung von Kuvertüre ist in der europäischen Kakaorichtlinie bzw. in den nationalen Verordnungen verbindlich festgelegt. Danach enthalten sie als wesentliche Zutaten Kakaoerzeugnisse und Zuckerarten mit festgelegten Mindestmengen für Kakaobutter und andere Kakaobestandteile. In der Praxis gibt man mittels Kennzahlen das Verhältnis von Kakaobestandteilen zu Zucker an. Beispielsweise 'Kuvertüre 60/40/38', bedeutet, dass sie 60 % Kakaobestandteile, 40 % Zucker und 38 % Kakaobutter enthält.20
Kuvertüre ist also ein rechtlich geregelter Begriff.7 Die Zusammensetzung von Kuvertüre laut deutscher Kakao-VO und österreichischer Schokolade-VO besagt, dass Kuvertüre mind. 35 % Gesamtkakaotrockenmasse enthalten muss. Davon müssen mind. 31 % Kakaobutter und mind. 2,5 % fettfreie Kakaotrockenmasse sein.20
Unsere Kuvertüre, die aus dunkler Schokolade und Kokosöl besteht, ist daher im Handel nicht erhältlich. Alle Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer, Billa etc. bieten aber Zutaten zur eigenen Herstellung an. Hochqualitative dunkle Kuvertüre oder deren Bestandteile finden Sie in Feinkostläden, Konditoreien, Reformhäusern, Bio-Läden oder Bio-Supermärkten (z.B. Alnatura oder Denn's) oder im Internet. Achten Sie beim Einkauf auf nachhaltig produzierte Kakao- und Kokosprodukte. Wenn möglich, bevorzugen Sie Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau, da hier keine chemischen Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen und die Produktion meist einen schonenden Umgang mit der Natur berücksichtigt. Fair gehandelte Produkte haben meist einen höheren Preis. Gütesiegel wie Rainforest Alliance und UTZ Certified versichern soziale und ökologische Standards.
Die meisten im Handel erhältlichen Schokolade- oder Kuvertüre-Produkte gelten nicht als roh, im Sinne von Rohkost. Auch herkömmliche Kakaobohnen benötigen eine Fermentation und erreichen Temperaturen über 50 °C. Vielmehr weisen sie auf eine schonende Verarbeitung hin.4
Tipps zur Lagerung
Erzeugnisse aus Kakao erfordern besondere Sorgfalt bei der Lagerung. Sie sollten Schokolade in einem trockenen, kühlen, gut durchlüfteten Raum und geschützt vor Licht und Fremdgerüchen lagern. Als geeignete Lagerbedingungen gelten 10–12 °C bei 55–65 % relativer Luftfeuchtigkeit. Schokoladenerzeugnisse ziehen Schädlinge an, insbesondere Kakao-, Mehl- und Dörrobstmotten, Schaben oder Ameisen. Bei ungünstiger Lagerung bekommt die Schokolade eine leicht graue, matte Oberfläche. Zuckerreif entsteht bei zu hoher Feuchtigkeit (oberhalb 75–80 %) oder bei Unterschreitung des Taupunktes der Luft. Gelöste Zuckermoleküle treten an der Oberfläche sichtbar hervor. Fettreif entsteht durch austretendes Fett über 30 °C oder durch fehlerhafte Vorkristallisation.2 Beide Phänomene betreffen nur das Aussehen.
Zur Lagerung von Kokosöl folgen Sie bitte dem Link.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Dunkle Kuvertüre mit Kokosöl ist mit einem Kaloriengehalt von 582 kcal/100g sehr kalorienreich. Der Fettgehalt beträgt ca. 46 %, wovon ca. 30 % gesättigte Fettsäuren sind. Kohlenhydrate machen 36 % aus, davon sind 19 % Zucker und 8,5 % Ballaststoffe. Der Eiweissanteil beträgt ca. 6,3 %.6
Dunkle Kuvertüre beinhaltet neben einem hohen Anteil am Spurenelement Kupfer (1,4 mg/100g), von dem wir ohnehin genügend bekommen, auch Mangan (1,6 mg/100g). Mangan ist für den Aufbau des Knorpelgewebes wesentlich. Cashewnüsse und geröstete Erdnüsse haben ähnliche Mangan-Werte. Es gibt aber auch Lebensmittel mit weit höheren Werten, z.B. Hanfsamen (7,5 mg/100g) oder Weizenkleie (12 mg/100g).6
Der Gehalt an Eisen in dunkler Kuvertüre mit Kokosöl ist mit 9,6 mg/100g beachtlich und ähnlich hoch wie bei getrockneten Tomaten. Getrocknete Kräuter, wie z.B. Thymian (124 mg/100g), weisen einen viel höheren Wert auf, davon ist die Aufnahme aber deutlich geringer. Das Spurenelement ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut und beeinflusst auch den Energiestoffwechsel.6
Magnesium enthält dunkle Kuvertüre zu 183 mg/100g, was mit Hafer (177 mg/100g) oder der Gewürzpaste auf Hefebasis (180 mg) vergleichbar ist. Dieses essenzielle Mengenelement ist für viele enzymatische Stoffwechselvorgänge wichtig und kommt in hohen Mengen in Samen und Nüssen vor (ungeschälte Hanfsamen: 700 mg/100g, Leinsamen: 392 mg/100g).6
Elemente wie Phosphor, Kalium und Zink kommen auch in dunkler Kuvertüre vor.
Die gesamten Inhaltsstoffe von dunkler Kuvertüre mit Kokosöl, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Der Glykämische Index (GI) von dunkler Schokolade (mind. 70 % Kakaoanteil) ist mit 25 niedrig.12 Der GI beschreibt, wie stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel den Blutzuckerspiegel im Vergleich zu Glukose (Referenzwert: GI = 100) anheben. Das Fett der Schokolade besteht überwiegend aus Kakaobutter. Diese enthält etwa 25 % Palmitinsäure, rund 33 % Stearinsäure (beides gesättigte Fettsäuren) sowie etwa 33 % Ölsäure (eine einfach ungesättigte Fettsäure). Studien deuten darauf hin, dass polyphenolreiche dunkle Schokolade kurzfristig die Blutzuckerreaktion nach dem Essen (postprandial) günstig beeinflussen kann, vermutlich über hormonelle Mechanismen. Eine gesundheitliche Relevanz dieser Effekte ist im Langzeitverlauf bisher nicht ausreichend belegt.29
Kokosöl ist ernährungswissenschaftlich umstritten, da es überwiegend aus gesättigten Fettsäuren besteht, die das LDL-Cholesterin erhöhen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern können.13 Insgesamt schneiden Pflanzenöle wie Raps-, Oliven- oder Leinöl gesundheitlich deutlich besser ab. Kokosöl dient eher als gelegentliches Genussfett und weniger als gesundes Öl für den alltäglichen Gebrauch.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von dunkler Kuvertüre mit Kokosöl kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen. Die Auflistung der sekundären Pflanzenstoffe mit den gesundheitlichen Wirkungen beruht auf den Zutaten Dunkle Schokolade, 70-85 % und Kokosöl.
Dunkle Kuvertüre mit Kokosöl enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:5,18,21
- Isoprenoide: Triterpene: Steroide (Beta-Sitosterol, Delta-5-Avenasterol, Campesterol, Campestanol, Stigmasterol)
- Alkaloide: Methylxanthin-Alkaloide (Koffein, Theobromin)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (4-Hydroxybenzoesäure, Syringasäure, Vanillinsäure, Gallussäure, Protocatechinsäure), Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure, Chlorogensäure, Ferulasäure, p-Cumarsäure, Phloretinsäure); Flavonoide: Flavonole (Quercetin, Quercetin-Glucoside, Kaempferol-Glucoside), Flavanole (Epicatechin, Catechin), Anthocyane (Cyanidin-3-Galactosid, Cyanidin-3-Arabinosid), Flavone (Luteolin, Apigenin, Iso-Orientin, Vitexin), Flavanone (Naringenin); Tannine (Procyanidine)
- Stickstoffhaltige Verbindungen: Biogene Amine (Tyramin, Phenylethylamin)
Kakao enthält von Natur aus eine Vielzahl phenolischer Verbindungen, insbesondere Flavanole wie Catechin und Epicatechin sowie Procyanidine, die als natürliche Antioxidantien wirken.3 Im unfermentierten Rohkakao liegen diese Stoffe in hoher Konzentration vor, ihr Gehalt nimmt jedoch durch Verarbeitungsschritte wie Fermentation, Rösten und Conchieren deutlich ab. In handelsüblicher Schokolade verbleiben daher nur reduzierte Mengen dieser Polyphenole, abhängig vom Kakaoanteil und der Verarbeitung.21 Natives Kokosöl enthält im Vergleich zu raffinierten Varianten geringfügig mehr Begleitstoffe aus dem Pflanzenmaterial, insgesamt spielen sekundäre Pflanzenstoffe jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
Koffein, Theophyllin und Theobromin zählen zu den Methylxanthinen und kommen in Kakao, Schokolade, Kaffee und Schwarz- und Grüntee vor. 50 g Schokolade enthalten typischerweise etwa 10–30 mg Koffein und rund 200–300 mg Theobromin, abhängig vom Kakaoanteil. Theobromin ist der mengenmässig wichtigste Methylxanthinbestandteil im Kakao und zeigt entzündungshemmende und antioxidative Effekte. Diese wirken potenziell positiv auf Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel und Nervensystem. Untersuchungen deuten zudem auf Verbesserungen des Lipidprofils, eine Senkung des Blutdrucks, unterstützende Effekte bei Atemwegserkrankungen, Regulation der Darmflora, Regulation des Blutzuckers sowie positive Effekte auf Körpergewicht und Fettstoffwechsel hin.11
Mehrere Metaanalysen zeigen einen möglichen Zusammenhang zwischen moderatem Schokoladenkonsum (2-5 g/Tag) und einem geringeren Risiko für kardiometabolische Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes.5,9,18 Andere Studien bei postmenopausalen Frauen finden hingegen keinen solchen Zusammenhang.10 Für kognitive Funktionen sowie für mögliche Effekte auf Hautalterung, Akne, antimikrobielle Prozesse und potenzielle krebshemmende Wirkungen liegen einzelne Hinweise aus klinischen und präklinischen Studien vor, deren Aussagekraft bislang unzureichend bleibt.18,21
In einer randomisierten Studie mit jungen Erwachsenen reduzierte der dreimal tägliche Konsum von 10 g 85%iger dunkler Schokolade negative Emotionen signifikant, während derselbe Konsum von 70%iger Schokolade keinen solchen Effekt zeigte. Zur Analyse möglicher Zusammenhänge mit der Darmflora erfolgte eine Sequenzierung der Stuhlproben in der 85%-Gruppe und der Kontrollgruppe. Die mikrobielle Vielfalt im Darm war in der 85%-Gruppe höher als in der Kontrollgruppe.22
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Kakaobutter besteht aus Triglyceriden verschiedener, grösstenteils gesättigter Fettsäuren (Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure und Linolsäure), aus Sterinen und Cholesterin. Der Anteil der gesättigten Fettsäuren beträgt bei Kakaobutter ca. 60 %, Kokosfett enthält 82 % gesättigte Fette. Palmfett hat im Vergleich dazu mit 49 % etwas weniger davon. Das Verhältnis der entzündungsfördernden Linolsäure (LA) zur entzündungshemmenden Alpha-Linolensäure (ALA) ist bei Kokosöl 127:1, bei Palmöl 45:1 und bei Kakaobutter 28:1.6 Der angestrebte Wert liegt aber bei 4:1 (Ideal: 1:1), an den Leinsamenöl mit 1:4 oder Rapsöl mit 2:1 annähernd herankommen.
Beachten Sie diese Werte bei der Herstellung von dunkler Kuvertüre mit Kokosöl oder anderen pflanzlichen Fetten. Zu den oben erwähnten Studien ist hinzuzufügen, dass gesättigte Fettsäuren bei regelmässiger Einnahme den menschlichen Körper dauerhaft schädigen können. Eine Erhöhung des unerwünschten LDL-Cholesterins im Blut fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen.13 Inwiefern die positiven Effekte der Schokolade auf den Herz-Kreislauf die negativen ausgleichen, ist fraglich.
In fertiger Kuvertüre ist häufig Soja-Lecithin enthalten. Soja gehört zu den acht häufigsten Allergenen.14
Allergien auf den in Schokolade enthaltenen, stark verarbeiteten Kakao treten kaum auf. Welche Wirkung weniger verarbeiteter Kakao hat, ist nicht geklärt.8
Neben der bekannten Schädlichkeit von zuckerhaltigen Produkten für die Zähne besitzt Schokolade durch das Zusammenspiel aus Fett und Zucker, die Erwartungshaltung der Konsumenten und den Essgenuss auch ein Suchtpotenzial. Lesen Sie mehr dazu in der Zusammenfassung des Buches "Salt Sugar Fat" von Michael Moss. Auch der Artikel Gesund und dauerhaft abnehmen zeigt wesentliche Punkte einer gesunden Ernährung auf.
Hunde und Katzen dürfen keine Schokolade essen. Das enthaltene Theobromin kann zu einer Vergiftung führen und für Tiere (auch Rinder, andere Nutztiere und Bären) tödlich enden. Auch andere Produkte des Kakaobaums (z.B. die Hülle der Kakaobohne als Gartenstreu) können durch den Theobromin-Gehalt schwerwiegende Folgen haben.15 Die häufigsten Vergiftungsfälle gibt es bei Hunden, da sie das Kakao-Aroma anzieht.
Volksmedizin - Naturheilkunde
In der Volksheilkunde verwendet man Kakaoschalen bei Nieren- und Blasenleiden. Zudem setzt man sie aufgrund ihrer stopfenden Wirkung bei Diarrhöen sowie bei Leber- und Gallenbeschwerden ein.17
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Der CO2-Fussabdruck von dunkler Schokolade beträgt laut dänischer Klimadatenbank Concito im Jahr 2024 6,27 kg CO2eq/kg (2021: 3,74 kg CO2eq/kg).23 Je nach Zutaten und Herkunftsland kann dieser Wert aber unterschiedlich ausfallen. Die schwedische Software CarbonCloud zeigt für Milchschokolade einen Wert von 5,1 kg CO2eq/kg.27
Wasserfussabdruck: Der Kakaobaum benötigt je nach Anbaugebiet und Anbaumethode (Agroforstsysteme vs. Monokulturen) unterschiedliche Wassermengen. Dunkle Schokolade schnitt in einer Lebenszyklusanalyse besser ab als weisse Schokolade und Milchschokolade.25 Der globale durchschnittliche Wasserfussabdruck von Schokolade ist sehr hoch und beträgt 16'805 Liter/kg.26
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Um die hohe Nachfrage nach Schokolade zu stillen, baut man Kakao überwiegend in Monokulturen an. Da solche Agrarsysteme als sehr anfällig für Schädlinge und Krankheiten gelten, braucht es Pestizide. Der Anteil an Bio-Kakao beträgt nur 0,5 % des Welthandels.24
Es gibt grosse Unterschiede bei den Daten, je nach Berechnungsmethode und spezifischem Produkt. Um Konsumenten die Entscheidung zu erleichtern und vor allem zeitintensive Recherchen zu ersparen, bräuchte es einheitliche Labels auf den Produkten, die es bisher nicht gibt. Bis dahin: Achten Sie beim Kauf auf unabhängige, seriöse Zertifikate wie 'Fairtrade', 'Rainforest Alliance' oder 'Bio'. Achtung: Unternehmen versuchen gerne, mit firmeneigenen Zertifikaten ökologisch und sozial zu wirken. Diese Labels unterliegen aber keinen offiziellen Standards oder Richtlinien (Stichwort: Greenwashing).28
Die Kokosöl-Produktion kämpft mit verschiedenen ökologischen und sozialen Problemen. Und im Gegensatz zur medialen Meinung ist Kokosöl nicht ressourcenschonender als Palmöl. Lesen Sie mehr dazu bei der Zutat Kokosöl.
Weltweites Vorkommen - Anbau
Zu den Hauptanbauländern von Kakao zählen die Elfenbeinküste, Indonesien, Ghana, Nigeria, Brasilien, Kamerun und Ecuador.17
Industrielle Herstellung
Schokolade entsteht durch die Verarbeitung der Kakaobohnen in mehreren Stufen: Fermentieren, Trocknen, Rösten und Zerkleinern. Für die Kuvertürenherstellung folgen fünf weitere Schritte: Mischen, Verfeinern (Conchieren = spezielles Rührverfahren), Temperieren, Formen und Verpacken.3,21 Diese Verfahren gewährleisten Stabilität und Geschmack. Ohne sie zeigt Schokolade ein sehr bitteres und krümeliges Profil.2,18
Äusserst wichtig ist die Verfeinerungszeit bei der Herstellung von dunkler Schokolade. Eine Studie zeigt, dass ein Verfeinerungsprozess, der 18 Stunden andauert, ein perfekt glänzendes und dunkles Ergebnis der Kuvertüre liefert. Ein längerer Conchierungsprozess ergibt eine feinere Masse und eine gleichmässige, grössere Oberflächenverteilung.3
Kakaobutter besteht aus verschiedenen Pflanzenfetten, wodurch sie polymorph kristallisiert und je nach Einflussfaktoren unterschiedliche, klar unterscheidbare Kristallstrukturen ausbildet. Diese Strukturen prägen die Produkteigenschaften massgeblich. Grundsätzlich existieren 6 polymorphe Formen (I-VI). Die für optimale Charakteristika angestrebte Form trägt die römische Ziffer V, zeigt eine Schmelztemperatur von etwa 33,8 °C und liegt in einer β-Modifikation vor.16
Der Erstarrungsvorgang der Kuvertüre erfolgt mechanisch und thermisch so gesteuert, dass möglichst viele Kristallisationskeime in der β-Modifikation entstehen. Der Temperierungsprozess setzt diese Steuerung um. Fehlerhaftes oder fehlendes Temperieren beeinträchtigt Erscheinungsbild und sensorisches Profil des Endprodukts.
Für mehr Details verweisen wir auf den Artikel über Dunkle Schokolade und Kakaobohnen.
Weiterführende Informationen
Der Kakaobaum (Theobroma cacao) gehört zur Familie der Stinkbaumgewächse. Die botanisch als Beere anzusprechende Frucht von gurkenförmiger Form ist 15–25 cm lang, 7–10 cm dick, von einer etwa 10–15 mm starken Fruchtschale umgeben und trägt, eingebettet in ein schleimiges, 10 % Glucose- und Fructose enthaltendes Fruchtmus (Pulpa), 25–50 Samen (Bohnen). Die Bohne selbst zeigt eine oval abgeplattete Form, ist etwa 2 cm lang, 1 cm breit und wiegt nach dem Trocknen rund 1 g.
Die Qualität von Kakaobohnen variiert je nach geografischer Herkunft, Reinheitsgrad und Zubereitungsstufe. Zu den "Edelsorten" zählen die Provenienzen Ecuador, Venezuela, Trinidad, Ceylon und Indonesien, zu den "Konsumsorten" die Provenienzen Westafrika, Ghana, Nigeria, Elfenbein, Kamerun, Brasilien, Bahia, San Domingo.2,17
Alternative Namen
Kuvertüre kommt vom französischen Begriff 'couverture', was 'Bedeckung' bedeutet. Im deutschsprachigen Raum heisst Kuvertüre auch Schokoladenüberzugsmasse oder einfach Überzugsmasse.
Im Englischen ist für dunkle Kuvertüre 'dark couverture' gebräuchlich.
Literaturverzeichnis - 29 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● Die Verwendung von Kokosnussöl ist auf Schokoladenarten beschränkt, die für die Herstellung von Eiskrem und ähnlichen gefrorenen Erzeugnissen verwendet wird. Website | Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Verordnung über Kakao- und Schokoladenerzeugnisse (Kakaoverordnung). 2003, 2024. |
| 2. | ● Kakaobohnen sind die vom Fruchtfleisch Überzugsmasse (Kuvertüre) Tabelle 21.23: Kakaomasse 33-65, Zugesetze Kakaobutter 5-25%, Gesamtfett 35-46 %, Zucker 25-50% Fettglasuren sind nachgemachte Schokoladenüberzugsmassen (vgl. Kuvertüre), die unter Verwendung von Fremdfetten (Erdnuss-, Kokosfett u.a.) gewonnen werden und zum Überziehen von Backwaren oder Koditoreierzeugnissen dienen. Tropenschokolade enthält entweder Hartfette oder wird durch spezielle Verfahrenstechniken wärmeresistener gemacht. So kann der Schmelzpunkt der Kakaobutter z.B. durch bestimmte Vorkristallisationsverfahren angehoben werden. Eine Möglichkeit besteht im Aufbau eines zusammenhängenden Zuckerskellets, in dessen Hohlräume das Fett eingelagert ist. Im Gegensatz zu normaler Schokolade liegt in diesem Fall keine kontinuierliche Fettphase vor, die beim Erwärmen zusammenbricht. Lagerung: Book: moderate evidence | Belitz HD, Grosch W, Shieberle P. Lehrbuch der Lebensmittelchemie. 6. Auflage. Springer: Berlin. 2007. |
| 3. | * Dark chocolate is one of the products of the chocolate couverture with a cacao content of more than 60%. Dark chocolate has benefits for health because the chocolate is rich in antioxidants namely phenol and flavonoid which are capable of capturing free radicals in the body. Antioxidant content on chocolate three times more than green tea. These antioxidants are able to reduce the blood cholesterol so it can prevent the risk of heart attacks, cancer, high blood pressure, and stroke. Besides the cocoa butter is known as cholesterol free and does not obstruct the blood vessels [1]. There are five steps of dark chocolate processing, i.e., mixing, refining, tempering, molding, and packaging. The refining process is one of the critical points to obtain the fine and smooth chocolate. This research aims to find out the influence of the refining time on the quality of the dark chocolate couverture, namely sensory characteristic, texture, color, antioxidant activity, and phenolic content. Based on this research data, dark chocolate couverture with 18 hours refining time become the most preferred formula. Its characteristic was the activity of antioxidant 68.96 ± 1.482%, total phenolic content 165.280 ± 1.558 mg GAE/mg, hardness bite 1 583.76 N, hardness bite 2 390.53 N, cohesiveness 0.3610 N, adhesiveness 79.24 Nmm, gumminess 214.02 N, fracture 416.85 N and the value of the L, a and b respectively 27.94; 7.03; and 3.69. Experimentelle Laborstudie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1088/1755-1315/251/1/012047 Study: weak evidence | Nurhayati R, Herawati ERN et al. The effect of refining time to the antioxidant capacity, phenolic content, sensory and physical properties of dark chocolate couverture. IOP Conf Ser: Earth Environ Sci. 2019;251:012047. |
| 4. | ● Rohe (RAW) Schokolade Raw heisst, dass die Kakaobohnen bei der Röstung nicht über 42°C erhitzt werden und im Kern roh bleiben. Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien der Kakaobohnen bleiben so erhalten Raw Schokolade und ihre Verarbeitung Der Begriff "Raw-Schokolade" wird häufig vereinfacht verwendet. Tatsächlich durchlaufen Bohnen nach der Ernte mehrere Verarbeitungsschritte wie Fermentation und Trocknung. Dabei entstehen automatisch Temperaturen, die über der klassischen Rohkost-Grenze liegen können. Deshalb spricht man heute oft eher von minimal verarbeiteter Schokolade als von echter Rohkost. Neben Tafeln gibt es im Handel inzwischen zahlreiche Produkte, die auf dieser Herstellungsweise basieren. Dazu gehören Trinkschokolade, Kuvertüre, Riegel und andere Spezialitäten. Viele Produkte werden als "raw" Varianten angeboten, auch wenn sie streng genommen nicht vollständig roh sind. Wichtig ist vor allem die schonende Verarbeitung, die den ursprünglichen Geschmack erhält. Fazit Weil Rohschokolade bei Weitem nicht das Gleiche ist wie roher Kakao, wird der Begriff heute oft differenzierter betrachtet. Die meisten Produkte sind nicht vollständig roh, sondern besonders schonend verarbeitet. Genau diese schonende Herstellung sorgt dafür, dass der natürliche Geschmack besser erhalten bleibt. "Raw-Schokolade" steht deshalb weniger für echte Rohkost als für hochwertige, minimal verarbeitete Schokolade mit intensivem Geschmack. Wer Wert auf natürliche Zutaten, sorgfältige Verarbeitung und hochwertige Produkte legt, findet in dieser Art von Schokolade eine interessante Alternative zu herkömmlicher Schokolade. Website | Premifair. Rohe (Raw) Schokolade. |
| 5. | * The ATBC Study is a prospective cohort of 29,133 men who All the participants were followed from study enrollment in In summary, this large prospective cohort analysis found Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse in einem wissenschaftlichen Journal DOI: 10.1007/s10654-022-00858-5 Study: moderate evidence | Zhao B, Gan L et al. Relationship between chocolate consumption and overall and cause-specific mortality, systematic review and updated meta-analysis. Eur J Epidemiol. 2022;37(4):321–333. |
| 6. | ● Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 7. | ● Schokoladenkuvertüre: mindestens 16 % entölte Kakaotrockenmasse. den Ausdruck "-kuvertüre", so muss das Erzeugnis mindestens 35 % Gesamtkakaotrockenmasse, davon mindestens 31 % Kakaobutter und mindestens 2,5 % entölte Kakaotrockenmasse, enthalten; den Ausdruck "-kuvertüre", so muss das Erzeugnis einen Gesamtfettgehalt (aus Kakaobutter und Milchfett) von mindestens 31 % aufweisen;
PDF: https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CONSLEG:2000L0036:20081211:DE:PDF Website | Europäisches Parlament, Rat der Europäischen Union. Richtlinie 2000/36/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juni 2000 über Kakao- und Schokoladeerzeugnisse für die menschliche Ernährung. |
| 8. | * Cacao Nut Narrative Zusammenfassung / Leitlinie Study: weak evidence | Chapman JA, Bernstein IL, Lee RE, Oppenheimer J. Food allergy: a practice parameter. Ann allergy asthma immunol. 2006;96(Suppl. 3):S1-68. |
| 9. | * In conclusion, our findings support the previously reported association between habitual chocolate intake and a lower risk of CHD events in the large EPIC-Norfolk prospective population study and we have further set this in context with consistent results seen in meta-analysis of current evidence. While randomized controlled trials of chocolate and cardiovascular endpoints could be conducted, feasibility is uncertain. For the time being, within the general context of existing recommendations for behaviours conducive to cardiovascular health, there does not appear to be evidence that chocolate should be avoided in terms of impact on cardiovascular risk. Prospektive Kohortenstudie (Beobachtungsstudie) in einem wissenschaftlichen Journal DOI: 10.1136/heartjnl-2014-307050corr Study: moderate evidence | Kwok CS, Boekholdt SM, Lentjes MAH et al. Habitual chocolate consumption and risk of cardiovascular disease among healthy men and women. Cardiac risk factors and prevention. Heart. 2018;101(16). |
| 10. | * Objective: We assessed the association between habitual chocolate intake and subsequent incident coronary heart disease (CHD) and stroke, and the potential effect of modification by age. Design: We conducted multivariable Cox regression analyses using data from 83,310 postmenopausal women free of baseline preexisting major chronic disease in the prospective Women’s Health Initiative cohort. Chocolate intake was assessed using a foodfrequency questionnaire. Physician-adjudicated events or deaths were ascertained up to 30 September 2013. More frequent chocolate intake was associated with: 1) higher BMI, higher energy intake, and greater likelihood of being white and smoking >15 cigarettes/d; and 2) lower levels of recreational physical activity, healthy eating, and prevalence of major chronic disease, especially diabetes and revascularization We tested the possibility that high levels of chocolate intake were positively associated with the risk of CHD or stroke for women aged <65 y, but not for those aged ≥65 y, could be explained by a difference in a decrease in chocolate consumption after disease diagnosis/onset in these 2 age subgroups. We found that among women aged ≥65 y, those without pre-existing major chronic disease exhibited no association, whereas those with these pre-existing conditions had a significant inverse association. For age <65 y, those without pre-existing major chronic disease exhibited a significant positive association at high levels of intake, whereas those with such a pre-existing condition demonstrated no significant association. This result suggests that, for women in both age groups, the effect of disease diagnosis/onset was probably similar: a decrease in chocolate intake that changed the chocolate-CVD association to appear more inverse or less positive. We did not find any evidence suggesting that a difference in a decrease in chocolate consumption after disease diagnosis/onset in the 2 age subgroups could explain the difference between the chocolate-CVD association for women aged <65 y and those aged ≥65 y. Further research is needed to confirm and/or explain these observations Beobachtungsstudie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1093/ajcn/nqy073 Study: moderate evidence | Greenberg JA, Manson JE, Neuhouser ML et al. Chocolate intake and heart disease and stroke in the Women's Health Initiative: a prospective analysis. The American Journal of Clinical Nutrition. 2018;108(1):41-48. |
| 11. | * Obesity, characterized by chronic low-grade inflammation, is a significant health concern. Phytochemicals found in plants are being explored for therapeutic use, particularly in combating obesity. Among these, theobromine, commonly found in cocoa and chocolate, shows promise. Although not as extensively studied as caffeine, theobromine exhibits positive effects on human health. It improves lipid profiles, aids in asthma treatment, lowers blood pressure, regulates gut microbiota, reduces tumor formation, moderates blood glucose levels, and acts as a neuroprotective agent. Studies demonstrate its anti-obesity effects through mechanisms such as browning of white adipose tissue, activation of brown adipose tissue, anti-inflammatory properties, and reduction of oxidative stress. This study aims to suggest theobromine as a potential therapeutic agent against obesity-related complications. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1093/nutrit/nuae122 Study: weak evidence | Tuğal Aslan D, Göktaş Z. The Therapeutic Potential of Theobromine in Obesity: A Comprehensive Review. Nutrition Reviews. 2025;83(5):859–868. |
| 12. | ● Tabelle online Website | Glycemic-index net: Glykämische Indextabelle für gängige Lebensmittel. |
| 13. | * Therefore, this review does not support popular claims purporting that coconut oil is a healthy oil in terms of reducing the risk of CVD. There was no evidence that coconut oil acted consistently different from other saturated fats in terms of its effects on blood lipids and lipoproteins. Given the limited number of intervention studies in this area, along with the methodological flaws evident in existing studies, further well-designed randomized trials that include appropriate controls, are adequately powered, and examine a range of CVD risk factors are required. Systematische Übersichtsarbeit in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1093/nutrit/nuw002 Study: moderate evidence | Eyres L, Eyres MF et al. Coconut oil consumption and cardiovascular risk factors in humans. Nutrition Reviews. 2016;74(4):267-280. |
| 14. | ● Das aus den Samen gewonnene Lecithin wird beispielsweise als Emulgator in der Schokoladenherstellung verwendet, allerdings spielt die Sojabohne auch für die Ölproduktion eine wichtige Rolle. Weiterhin finden verschiedenste Sojapräparate als lebensmitteltechnologische Beimischung in Backerzeugnissen Anwendung, werden sie Fleischerzeugnissen wie Wurst und Hamburgern zugesetzt und bilden die Grundlage für Säuglingsmilchnahrung und Diätprodukte [3, 4]. Allerdings besitzt die Sojabohne ein grosses allergenes Potenzial. Die Food and Agriculture Organization (FAO) zählt sie zu den „big eight“. Book: moderate evidence | Kern K. Identifizierung potentiell allergener Soja-Epitope mittels Peptid Phage Display. Dissertation. Friedrich-Schiller-Unversität Jena. 2020. |
| 15. | *
Fallbericht Study: weak evidence | Drolet R, Arendt TD, Stowe CM. Cacao bean shell poisoning in a dog. Journal of the American Veterinary Medical Association. 1984;185(8):902. |
| 16. | * Experimentelle Laborstudie DOI: 10.1007/BF02641273 Study: weak evidence | Wille RL, Lutton ES. Polymorphism of cocoa butter. J Am Oil Chem Soc. 1966;43(8):491-496. |
| 17. | ● Inhaltsstoffe und Wirkungen Im Kakaosamen bzw. -bohnen sind Methylxanthine – bis zu 1,4% Theobromin, geringe Mengen (bis 3%) Koffein – sowie Polyphenole wie Flavonoide und Catechingerbstoffe (z. B. Proanthocyanidine) enthalten. Der Gehalt polyphenolischer Substanzen beträgt bis zu 18% des Gesamtgewichts. Im Trockengewicht sind es annähernd 6–8%. Enthalten sind auch 5% Gerbstoffe – überwiegend oligomere Procyanidine vom Typ des Procyanidins B2 oder C1. Massgebliche Inhaltsstoffe der Flavonoide sind die Flavanole, die in monomere (Catechin und Epicatechin) dimere (v. a. die Procyanidine B2 und B5, beide aus zwei Einheiten Epicatechin bestehend) oder polymere Formen unterschieden werden können. Sie machen ca. 90% der gesamten Polyphenole aus. Abgesehen von den Flavanolen, kommen noch Anthocyanine, Flavonole (Quercetin) und Flavone (Apigenin, Luteolin) in geringerer Menge als weitere Flavonoide vor. Hinzu kommen biogene Amine (z. B. Phenylethylamin, Tyramin, Serotonin), Kardioglykoside und Kalziumoxalat. Mit ca. 50% liegen Fette in Form von Triglyzeriden vor. Nach der Röstung findet die Trennung in die Samenschalen und die zerkleinerte und vermahlene Kakaomasse statt. In entfettetem Kakao sind, abhängig von Produkt und Verarbeitungsart, zwischen 4–10% Flavonol- und Procyanidinverbindungen, zu finden. Die Hauptkomponenten der Polyphenole sind Catechine und Flava-3-ole (ca. 37%), Anthocyanine (ca. 4%) und Proanthocyanidine (ca. 58%). Im Einzelnen liegen Epicatechin, Catechin, Gallocatechin und Epigallocatechin in grösster Menge vor. Das hauptsächliche Catechin ist Epicatechin, mit bis zu 35% Anteil am Gesamtpolyphenolgehalt. Etwa 50–57 % der Trockenmasse von Kakao ist die Kakaobutter. Die hauptsächlichen Fettsäuren sind gesättigte (Stearinsäure 35% und Palmitinsäure 25%) und einfach ungesättigte (Ölsäure 35%) Fettsäuren. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren liegen mit ca. 3% vor. Während des Fermentationsprozesses kommt es zu einer deutlichen Abnahme des Flavonoidgehalts. In frisch geernteten Bohnen liegt der Gehalt an Epicatechin, dem hauptsächlichsten Flavonoid, bei 21,89–43,27 mg/g. Nach Fermentation und Trocknung, den kritischen Schritten im Kakaoprozess, während dessen es durch Oxidation und Polymerisation zu einer Umwandlung von Epicatechin zu komplexen Tanninen kommt, nimmt die Konzentration auf 2–17 mg/g ab. Der Gehalt an Flavonoiden schwankt auch in Abhängigkeit von den Anbaugebieten. Jamaika-Bohnen enthalten Epicatechin in einer Konzentration von 2,66 mg/g, Bohnen aus Costa Rica hingegen 16,52 mg/g. Die Flavanolmenge von Schokolade beträgt im Schnitt 460–610 mg/kg und ist mit grünem Tee vergleichbar. Zudem liegen im Kakao in niedriger Konzentration Fettsäureethanolamide wie Anandamid, Oleoyl- und Linoleoylethanolamid vor. Kakaosamenschalen wirken aufgrund des Theobromins und Koffeins aquaretisch. Da Theobromin im Gegensatz zu Koffein nicht auf das ZNS wirkt, werden Teezubereitungen aus Kakaoschalen gerne als Ersatz für Kaffee oder Schwarztee verwendet. Therapeutisch werden sie nur als Geschmackskorrigens eingesetzt. Weitere, auf den Methylxanthinen basierende Eigenschaften sind bronchospasmolytische.... Book: moderate evidence | Bäumler S. Heilpflanzenpraxis heute - Arzneipflanzenporträts: Heilpflanzenpraxis heute - Arzneipflanzenporträts. Elsevier Health Sciences; 2021. 875 S. |
| 18. | * o the best of our knowledge, there has been no systematic review done to assess the global health effects of chocolate or cocoa product consumption in the general healthy population. Hence, we are interested in formally assessing the quality of available evidence to enable better informed decisions at individual level or higher on the overall health effects of chocolate and cocoa product consumption. To improve the accuracy of analysis that health effects are attributable to chocolate or cocoa products, this systematic review analysed and presents the results of randomised clinical trials that assessed the health benefits of chocolate or cocoa product consumption in a healthy population, with a comparator group that did not consume any chocolate or cocoa products. Low-to-moderate evidence showed no clear differences between the effects of chocolate and control groups on parameters related to skin, blood pressure, lipid profile, cognitive function, anthropometry, blood glucose, cognitive function, and quality of life regardless of form, dose, and duration among healthy individuals. Chocolate is generally well accepted by study subjects, with gastrointestinal disturbances and unpalatability being the most reported concerns. There is a wide variation in terms of form of chocolate or cocoa products investigated, limited data on quantitative analysis of any biomarkers or chemical markers and studies conducted are short-term in duration. High-quality evidence on the influence of chocolate on skin-related adverse effects, especially acne, cognitive functions, and quality of life, are still limited. There were no RCTs identified for anticancer and immune-enhancing effects of chocolate among healthy volunteers. The polyphenols of chocolate, which originates from cacao beans, are thought to partially contribute to the cardiometabolic health benefits of chocolate in modulating blood pressure and lipid profiles [8]. Several meta-analyses have suggested the benefits of chocolate consumption in reducing the risk of cardiometabolic events including coronary heart disease, myocardial infarction, stroke, and diabetes [9,10]. Apart from potential health promoting cardiometabolic effects, chocolate consumption has also been reported to improve cognition in clinical trials [11,12], supported by preclinical studies [13,14]. The cognitive benefits of chocolate are further supported by a recent systematic review which reported improvement in cognitive scores or task performance among young adults (less than 25 years old) and children with chronic chocolate consumption, again possibly attributed to polyphenols, including flavanols [15]. In addition to these effects, perhaps one of the most popular yet insufficiently substantiated health benefits or undesirable effects of chocolate consumption is its effect on skin health including aging and acne, which remains debatable [16]. Other less explored potential medicinal properties of chocolate include anticancer and antimicrobial effects [17,18,19]. Apart from polyphenols (flavonoids), other bioactive compounds of interest that are found in chocolate include methylxanthines such as theobromine and caffeine [20]. Systematische Übersichtsarbeit in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.3390/nu13092909 Study: moderate evidence | Tan TYC, Lim XY et al. The health effects of chocolate and cocoa: a systematic review. Nutrients. 2021;13(9):2909. |
| 19. | ● Kuvertüre ist eine hochwertige Schoolade mit einem hohen Anteil an Kakaobutter. Sie ist besonders gut als Überzugsmasse geeignet. Hergestellt wird sie aus Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker. Sie darf höchstens 50 % Zucker enthalten. Kuvertüre wird zu ihrer Verarbeitung mit Kakaobutter verdünnt (oder bestimmten Pflanzenfetten). Book: weak evidence | Schünemann C. Lernfelder der Bäckerei und Konditorei - Verkauf. Gildebuchverlag GmbH; 2011. 544 S. |
| 20. | ● Zusammensetzung von Schokolade/Kuvertüre laut deutscher Kakao-VO und österreichischer Schokolade-VO (Umsetzung der Richtlinie 2000/36/EG in jeweils nationales Recht): Kuvertüre muss mind. 35 % Gesamtkakaotrockenmasse, davon mind. 31 % Kakao butter und mind. 2,5 % fettfreie Kakaotrockenmasse, enthalten Die „Richtlinie (EG) Nr. 2000/36 über Kakao und Schoko ladenerzeugnisse für die menschliche Ernährung“2 definiert die rechtlichen Anforderungen an die Zusammensetzung und Kennzeichnung von Schokoladenüberzugsmassen (Schokoladen kuvertüren). Die deutsche Kakaoverordnung2 setzt diese Vorga ben in nationales Recht um. In Österreich ist die Umsetzung über die Verordnung über Kakao und Schokoladenerzeugnisse2 erfolgt. Schokoladenüberzugsmasse (Kuvertüre) Die Zusammensetzung von Schokoladenüberzugsmassen (Kuver türe) ist in der europäischen Kakaorichtlinie Nr. 2000/36 bezie hungsweise den ihrer Umsetzung dienenden nationalen Verord nungen verbindlich festgelegt. Danach enthalten sie als wesentliche Zutaten Kakaoerzeugnisse und Zuckerarten mit festgelegten Min destmengen für Kakaobutter und sonstige Kakaobestandteile. In der Praxis wird anhand von Kennzahlen das Verhältnis von Kakaobestandteilen zu Zucker angegeben. So bedeutet „Kuver türe 60 / 40 – 38“, dass sie 60 % Kakaobestandteile, 40 % Zucker und 38 % Kakaobutter aus Kakaobestandteilen enthält. Milch-(Sahne-/Obers-)kuvertüre muss einen Gesamtfettgehalt aus Kakao- butter und Milchfett von mind. 31 % aufweisen, .. Die Fliessfähigkeit der Überzugmassen kann durch Anheben oder Absenken der Temperaturen beeinflusst werden. Eine Er wärmung über 40 bis 45 °C sollte jedoch vermieden werden. Bei milchhaltigen Sorten gelten 42 °C als Maximaltemperatur. Darüber hinaus sollten bei der Verarbeitung folgende Punkte beachtet werden: Die Massen dürfen nicht mit Wasser in Berührung kommen, denn dies verändert ihre Fliessfähigkeit. Eine Verdünnung darf nur mit wasserfreien Fetten oder Ölen erfolgen (niemals mit Butter oder Margarine). Ein optimaler Glanz des Überzugs wird erreicht, wenn die Backwaren bei Raumtemperatur überzogen werden. Verunreinigungen von Mehl, Kuchenbröseln oder die Einarbeitung anderer Fette können zu Qualitätseinbussen führen. Die Massen sollten kühl, trocken und dunkel gelagert wer den. Website | Bode J, Becker E et al. Schokoladenüberzugsmassen und Fettglasuren. Wissensforum-backwaren. 2012. |
| 21. | * Cocoa, the raw material for chocolate, contains more phenolic antioxidants than most foods, contributing to about 10% of the dry weight of the whole bean. Flavonoids, including catechins, anthocyanins, and proanthocyanidins, are the most abundant phytonutrients in cocoa powder (10), but the composition of the chocolate product is significantly different. Bitterness caused by polyphenols makes the unprocessed cocoa beans unpalatable, but the manufacturing steps of chocolate production decrease their content up to 10 times (11). The palatability was for many years the reason manufacturers have developed processing techniques to eliminate the bitterness at the cost of the elimination of the flavonoids. Production of chocolate is a multistep process that involves fermentation, drying, roasting, nib grinding and refining, conching, and tempering of cocoa beans. Some of the flavonoids are clearly lost, while Maillard products are formed (12). During such a process, the antioxidant compounds in chocolate are far less from the original cocoa beans, leading to different health effects. In real life, consumers eat mainly low-polyphenol chocolate. However, the food industry has already won a health claim from the European Food Safety Authority in 2013 (regarding the effect of DC, cocoa, and cocoa beverages with a minimum of 200 mg of flavonols on blood vessels, applied in European Commission’s Regulation 851/2013), and new claims might be approved in the future, being an incentive to produce more DC rich in polyphenols and sell it as a functional food. A process that causes the decrease of polyphenols is fermentation, which is when soluble polyphenols, procyanidins, and epicatechins are drastically reduced and anthocyanidins become nondetectable. very wide range depending on the origin of cocoa. For example, the (−)-catechin concentration in fermented, defatted cocoa beans is 16.52 mg/g in Costa Rican cocoa but falls to 2.66 mg/g in cocoa grown in Jamaica (13). DC also contains caffeine (15 mg/20 g) and theobromine (100–150 mg/20 g); the amount is much lower than in caffeine beverages but should be considered for the possible additional effect, particularly in high intake. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1093/jaoac/102.5.1388 Study: weak evidence | Zugravu C, Otelea MR. Dark chocolate: to eat or not to eat? A review. Journal of AOAC International. 2019;102(5):1388–1396. |
| 22. | * Dark chocolate has long been recognized by psychologists for its mood-altering properties, which include increasing feelings of pleasure and enjoyment Therefore, with special reference to the gut-brain axis, the present randomized controlled trial was conducted to examine whether dark chocolate consumption influences mood in healthy adults and whether changes in mood are associated with regulation of the gut microbiota. In the present study, daily intake of dark chocolate significantly reduced negative affect in the 85% cocoa chocolate group (DC85), but not in the 70% cocoa chocolate group (DC70). Based on the results of a previous study, it is likely that the effects of cocoa on brain function differ depending on the dose of cocoa administered A mounting body of evidence indicates that gut microbial diversity indices, including richness and evenness, may serve as markers of disease status [33]. Few studies have shown that reduced bacterial diversity increases the susceptibility to several diseases, including inflammatory bowel disease, major depressive disorder, and anxiety disorder [34,35]. A species-rich microbiome is stable against invasion by exogenous pathogens, resulting in a resilient gut environment [33]. Gut microbial diversity and composition are also associated with emotional well-being. For example, increased gut microbial diversity has been associated with higher positive emotions and a lower level of loneliness [36,37]. In line with previous research, the current findings highlight that increased microbial diversity by dark chocolate consumption positively influences the emotional status of healthy adults. Individual bacterial taxa also serve as markers of the host's emotional status The available evidence suggested that the mind-altering effects of cocoa may originate from a variety of polyphenolic compounds in dark chocolate Randomisierte kontrollierte Humanstudie DOI: 10.1016/j.jnutbio.2021.108854 Study: strong evidence | Shin JH, Kim CS et al. Consumption of 85% cocoa dark chocolate improves mood in association with gut microbial changes in healthy adults: a randomized controlled trial. J Nutr Biochem. 2022;99:108854. |
| 23. | ● Cocoa, powder 2024: CO2e per kg 12,44 2021: 4,98 2,75 2,84 -5,52 4,32 0,58 0,01 kg CO2e pr kg Chocolate, bitter 2024: CO2e per kg 6,27 2021: 3,74 1,25 1,28 0,11 0,49 0,59 0,01 Website | CONCITO. The big Climate Database Version 1.1. Cocoa, powder. 2024. |
| 24. | ● Wozu bio? Die Basis jeder Schokolade sind Kakaobohnen. Um den globalen Hunger auf Schokolade zu stillen, erfolgt der Anbau überwiegend in industriellen Kakao-Monokulturen, die sehr anfällig für Schädlinge sind und dadurch einen hohen Aufwand an Pestiziden benötigen. Im Gegensatz dazu garantiert Kakao aus kontrolliert biologischer Produktion eine nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen und einen sorgsamen Umgang mit den Ressourcen. Mischkulturen auf den Feldern, wo neben Kakaopflanzen auch noch andere Lebensmittel, wie z.B. Bananen und Papaya angebaut werden, sichern die Versorgung der Familien. Der Anteil an Bio-Kakao beträgt leider erst weniger als 0,5 Prozent am Welthandel. Greifen Sie daher unbedingt zur Bio-Schokolade, um die Bio-Produktion zu fördern! Das sichert das Überleben der kleinstrukturierten Landwirtschaft und schützt die Artenvielfalt in den tropischen Ländern. Wozu fair sein? Wer zu FAIRTRADE Produkten greift, kann sicher sein, dass die ProduzentInnen auch tatsächlich fair bezahlt werden. So werden z.B. faire Mindestpreise festgelegt, die die durchschnittlichen Produktionskosten decken und unabhängig von Preisschwankungen sind. Mit der Auszahlung der zusätzlichen Fairtrade Prämie werden Gemeinschaftsprojekte, wie der Ausbau von Schulen oder Gesundheitseinrichtungen finanziert. Zwangsarbeit und ausbeuterische Kinderarbeit sind verboten. Beim Einkauf macht der Fairtrade Aufschlag pro Tafel Schokolade zwar nur ein paar Cent aus, für die Familien in den Anbaugebieten ist es aber ein riesiger Unterschied! Website | Die Umweltberatung Wien. Zum Dahinschmelzen: bio-faire Schokolade. |
| 25. | * . For all combinations of functional units and allocation rules, dark chocolate globally presents the best environmental performance, whereas the other two types have similar environmental impacts Table 2 Input data for the farm of 1 kg of dried cocoa beans (Ecuador EC, Ghana GH, Indonesia monoculture system IDm, Indonesia agroforestry system IDa): water: -, 2,980.306 ,7.000, 4.644 kg Lebenszyklusanalyse DOI: 10.1007/s11367-020-01817-6 | Bianchi FR, Moreschi L et al. Environmental analysis along the supply chain of dark, milk and white chocolate: a life cycle comparison. Int J Life Cycle Assess. 2021;26(4):807–821. |
| 26. | * Chocolate 16805 198 193 17196 Globalaveragewater footprint(m3ton−1) DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600. |
| 27. | ● milk chocolate footprint: 5.1 kg CO₂e/kg Dark chocolate : 1,7 Dark chocolate 85% (more ingridients): 4,5 Website | Carboncloud. Milk chocolate. 2023. |
| 28. | ● Website | Greenpeace. Fact Sheet Tafelschokolade. 2022. |
| 29. | * There is substantial interest in using dark chocolate to prevent postprandial hyperglycemia. We investigated the effects of cacao polyphenol-rich chocolate on postprandial glycemic and insulinemic responses and whether cacao polyphenol-rich chocolate increases glucagon-like peptide-1 (GLP-1) secretion. In a stratified, randomized, crossover study, 48 healthy participants ingested either water (W) or cacao polyphenol-rich chocolate plus water (C) 15 min before a 50 g oral glucose tolerance test (OGTT). Preand postprandial concentrations of blood glucose, insulin, free fatty acid, glucagon, and GLP-1 were evaluated. Results: Peak plasma glucose concentrations did not differ significantly between groups W and C; however, plasma glucose concentrations at 120 min in group C were significantly lower than those in group W (P < .01). Postprandial serum insulin and plasma GLP-1 concentrations and incremental serum insulin and plasma GLP-1 area under the curve (AUC)15180 min for group C were significantly higher than those for group W (P < .05). When comparing the changes after the OGTT, the incremental plasma glucose AUC0180 min for group C was significantly lower than that for group W (P < .05), but the incremental serum insulin and plasma GLP-1 AUC0180 min did not differ significantly between groups W and C. This study indicated that the intake of cacao polyphenol-rich chocolate before a 50 g OGTT could enhance early insulin and GLP-1 secretion in healthy participants, and illustrates the potential of cacao polyphenol-rich chocolate in managing postprandial glucose excursions. Randomisierte, kontrollierte Cross-over-Humanstudie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1016/j.nut.2020.111128 Study: strong evidence | Kawakami Y, Watanabe Y, Mazuka M, Yagi N, Sawazaki A, Koganei M et al. Effect of cacao polyphenol-rich chocolate on postprandial glycemia, insulin, and incretin secretion in healthy participants. Nutrition. 2021;85:111128. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||
- Johanna Sommerauer BSc, Stud. Master Organic Agricultural System and Agroecology (Hauptautor:in)
- Michael Weber, Eidg. dipl. Apotheker, MSc Infektionsbiologie (Autor:in)
- Katharina Hofer, MSc Ökologische Landwirtschaft (Prüfer:in)
- Heidemarie Alberta Pirker, Dr. nat. tech., Ökologischer Landbau und Naturschutz (Prüfer:in)















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