Inhaltsverzeichnis
Rohe Linsen (Lens culinaris, Erve, Küchen-Linse) sind nur gekocht oder gekeimt essbar. Die Linsen müssen ungeschält sein, um keimen zu können.
Verwendung in der Küche
Rohe Linsen können Sie nur gekeimt roh essen. Andernfalls müssen Sie die Linsen kochen und am besten zuvor einweichen. Denn die enthaltenen Antinährstoffe in ungekeimten rohen Linsen führen zu gesundheitlichen Problemen – siehe Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen.
Da wir in diesem Artikel auf die rohen ungeschälten Linsen eingehen wollen, verweisen wir Sie für Informationen zu gekeimten oder gekochten Linsen auf unsere Artikel: Linsen, gekeimt, roh (bio?), Linsen (Küchen-Linsen, Erve), gekocht, ohne Salz, und Linsen, rot, gekocht (bio?).
Eigene Zubereitung (von gekeimten Linsen)
Gekeimte Linsen sind auch roh zur Weiterverarbeitung geeignet. Es keimen jedoch nur ganze, ungeschälte Linsen. Dafür eignen sich alle handelsüblichen Linsensorten. Wie auch bei gekochten Linsen schmecken hier die kleinen intensiver als die grösseren Exemplare. Als Keimgerät lassen sich Keimgläser, Schalen oder Sprossentürme verwenden. Je nach Linsensorte ergibt eine Tasse Linsen ca. 4-6 Tassen Linsensprossen.
Linsen sollte man wegen der enthaltenen Phytinsäure, je nach Sorte und Grösse, 3-12 Stunden in Wasser einweichen. Spülen Sie die Linsen gründlich ab, bevor Sie sie in ein Keimgefäss geben. Die optimale Keimtemperatur beträgt ca. 18-20 °C und der Keimprozess nimmt ca. 1-2 Tage in Anspruch. Nach 3-4 Tagen entwickeln sich Sprossen. Die Linsen sollten während des Keimvorgangs stets feucht und sauber bleiben, weshalb sie 2-3 Mal täglich mit klarem Wasser zu spülen sind. Achten Sie darauf, dass sie vom Wasser nicht vollständig bedeckt sind. Am besten schmecken sie vor der Entwicklung der Keimblätter, dann erkennt man besonders den nussigen Geschmack. Verwendung finden Linsensprossen in Suppen, Eintöpfen, Risotto, Brotaufstrichen oder zum Garnieren von Salaten.
Vorteile: Der Keimvorgang schliesst Nährstoffe besser auf und erhöht die Bioverfügbarkeit. Die blähenden Substanzen verringern sich, ebenso wie Phytinsäure und Gerbstoffe.9,11 Nachteile: Bei der Keimung von Samen oder Hülsenfrüchten ist es notwendig, sorgfältig und sauber zu arbeiten, da Schimmelpilze entstehen können, welche beim Genuss gesundheitsschädigend sind. Auch Bakterien können sich im Keimglas sehr wohlfühlen.11
Weitere Details finden Sie unter der Zutat Linsen, gekeimt, roh.
Veganes Rezept für gekochten Linsensalat
Zutaten (für 2 Personen): 150 g grüne Linsen (über Nacht eingeweicht), 2 EL Aceto balsamico bianco, wenig Oliven- oder Rapsöl, 100 g Stangensellerie in feinen Scheiben, 1 Bund Radieschen in Schnitzen, 1 Apfel in Scheiben und 2 Stück Frühlingszwiebel (mit Grün) in Ringen, Salz und Pfeffer, 450 ml Wasser (1 Teil Wasser : 3 Teile Linsen)
Zubereitung: Das vegane Gericht zaubern Sie, indem Sie zuerst die eingeweichten und abgespülten Linsen ca. 3 Minuten dämpfen. Giessen Sie dann das Wasser dazu und garen sie bei kleiner Hitze ca. 30 Minuten lang weich (am besten ohne Salz, siehe Linsen, gekocht). Nach dem Abtropfen Essig und Öl in einer grossen Schüssel verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Linsen, Stangensellerie und den Rest der Zutaten zugeben und gut mischen. Guten Appetit!
Rapsöl ist gesünder als Olivenöl. Für eine gesunde Ernährung ist ein sparsamer Gebrauch oder sogar der Verzicht auf Öl zu empfehlen.
Vegane Rezepte mit Linsen finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Bevorzugen Sie Linsen aus biologischem Anbau (siehe Kapitel Tierschutz – Artenschutz). Im Biofachhandel (wie z.B. Denn's Biomarkt oder Alnatura) finden Sie qualitativ hochwertige Linsen; aber auch in einigen gut sortierten Supermärkten wie Coop, Migros, Spar, Rewe, Edeka, Billa oder Hofer. Bei gängigen Grossverteilern wie Denner, Volg, Aldi, Lidl findet man nur selten Bio-Linsen. Rohe Linsensamen sind als getrocknete Linsen im Verkauf.
Linsen unterscheidet man nicht nur nach geschält oder ungeschält, gespalten oder nicht gespalten und nach Farben, sondern auch nach Grösse: Die kleinsten, bekannt als Zuckerlinsen, messen 4-5 mm. Mittellinsen haben einen Durchmesser von 5-6 mm und Tellerlinsen eine Grösse zwischen 6 und 7 mm. Noch grössere Exemplare nennt man Riesenlinsen. Rote Linsen sind meist kleiner als grüne Linsen.
Geht man nach der Farbe, so ist vor allem im Agrarsektor eine Unterscheidung aufgrund der Kernfärbung weit verbreitet. Hierbei trennt man die grünen Linsen (mit gelbem oder grünem Kern) von den roten Linsen (mit rotem, orangefarbenem oder gelbem Kern). Die grünen Linsen haben eine blassgrüne Samenschale, rote Linsen dagegen eine dunklere (je nach Ursprungsland).7
Häufig finden sich folgende Sorten im Angebot:
- Tellerlinsen: (meist ungeschält und braun), auch als Konserve
- Rote Linsen: (etwas kleiner, geschält und meist halbiert), nach dem Kochen breiiger
- Berglinsen: kleine, meist dunkelbraune bis grünliche Linsensorte mit einem kräftigen, leicht nussigen Aroma. Sie haben eine feste Konsistenz und behalten beim Kochen ihre Form
- Beluga-Linsen: (sehr klein, schwarz), bleiben nach dem Kochen bissfest, man nennt sie auch wegen des feinen Geschmacks Kaviarlinsen
- Gelbe Linsen: (geschält, schnell kochend)
- Puy-Linsen: haben einen nussig knackigen Biss
Linsen sind ganzjährig erhältlich. In milderem Klima sind sie auch im Winter kultivierbar. In den D-A-CH-Ländern kommen die Linsensamen im April in den Acker. Die Ernte findet in etwa 100-140 Tagen danach statt, meist im August.12,13
Die Verfügbarkeit von rohen Linsen ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Luftdicht verschlossen an einem dunklen, trockenen Ort sind Linsen besonders lange haltbar. Verschliessen Sie offene Packungen immer wieder gut, um sicherzugehen, dass kein Befall von Vorratsschädlingen (wie z.B. Motten) droht. Linsensprossen halten im Kühlschrank ca. zwei Tage.
Optimale Lagerbedingungen wären 14 % Feuchtigkeit und 15 °C. So halten die Linsen ohne Qualitätseinbussen jedenfalls 40 Wochen.26
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Rohe Linsen liefern pro 100 g etwa 352 kcal und sind eine hervorragende Quelle für Proteine (25 g) und Ballaststoffe (11 g), die fast die Hälfte des täglichen Bedarfs decken können. Sie enthalten 63 g Kohlenhydrate, einschliesslich 2 g Zucker, und nur 1,1 g Fett, wovon nur 0,15 g gesättigte Fettsäuren sind.14 Linsen sind nach der Sojabohne die proteinreichste Hülsenfrucht.3
Linsen sind reich an wichtigen Nährstoffen wie Folat (479 µg/100g), das 240 % des täglichen Bedarfs deckt und eine zentrale Rolle für Zellwachstum und Stoffwechsel spielt. Zudem liefern sie die essenziellen Aminosäuren Threonin (0,88 g/100g, 95 % des Bedarfs) und Lysin (1,7 g/100g, 92 % des Bedarfs), die beide wichtig für den Proteinaufbau und die Reparatur von Gewebe sind.14
Wie bereits erwähnt, sind die Aminosäuren und Vitamine der Linsen aber nur gut verwertbar, wenn man die Linsen kocht oder keimt; daher sind folgende Nährwerttabellen interessant: 'Linsen gekocht' und 'Linsen gekeimt'.
Die gesamten Inhaltsstoffe von Linsen, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Linsen sind eine kostengünstige Quelle für Proteine (25 %), Kohlenhydrate (63 %), Vitamine und Mineralstoffe wie Phosphor, Kalium, Magnesium und Eisen.1,15 Für schwangere Frauen ist Folat besonders wichtig für die normale Entwicklung des Fötus und zur Vermeidung von Neuralrohrdefekten.1,24 Der hohe Kaliumgehalt von Linsen kann dazu beitragen die Auswirkungen von Salz (Natrium) auszugleichen und dadurch den Blutdruck zu senken. Eine erhöhte Kaliumzufuhr reduziert sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck bei Erwachsenen. Der Körper benötigt Eisen für die Bildung roter Blutkörperchen, die Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen transportieren, wo er für die Energiegewinnung dient. Dadurch trägt Eisen dazu bei, Müdigkeit und Erschöpfung vorzubeugen.24
Der hohe Protein- und Ballaststoffanteil von Linsen führt zu einer langsameren Verdauung der Kohlenhydrate und damit zu einer geringeren glykämischen Reaktion. Daher haben Linsen einen niedrigen Glykämischen Index (GI=29) und geben kontinuierlich Energie. Dieser Effekt ist insbesondere für Menschen mit Diabetes mellitus von Interesse. Eine Portion bzw. eine Tasse gekochter Linsen enthält etwa 15,6 g Ballaststoffe und deckt damit ungefähr 60 % des täglichen Bedarfs.17 Neben den Ballaststoffen enthalten Linsen die Oligosaccharide Raffinose und Stachyose. Diese unverdaulichen Kohlenhydrate können als präbiotische Substrate das Wachstum bestimmter nützlicher Darmmikroorganismen fördern und zur Regulierung der Darmtätigkeit beitragen. Eine hohe Ballaststoffaufnahme im frühen Erwachsenenalter senkt gemäss einer Humanstudie das Risiko für Brustkrebs.9,17,19,24
Linsen enthalten etwa 20–30 % Protein (bezogen auf die Trockensubstanz). Ihre Proteine bestehen vor allem aus Globulinen und Albuminen. Durch Keimung, Kochen oder Fermentation können daraus bioaktive Peptide entstehen, die entzündungshemmend und immunmodulierend wirken. Das Aminosäureprofil ist v.a. durch Lysin und Leucin geprägt, während die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein sowie Tryptophan begrenzt enthalten sind. Durch die Kombination mit Getreideprodukten, die reich an schwefelhaltigen Aminosäuren sind, lässt sich die Proteinqualität der Mahlzeit verbessern. Keimen kann den Proteinanteil erhöhen und die Proteinverfügbarkeit verbessern. Eine erhöhte Aufnahme von pflanzlichem Protein, statt tierischem, ist mit einer Reduzierung von kardiovaskulär bedingten Todesfällen und der Gesamtsterblichkeit verbunden. Daher empfehlen Gesundheitsbehörden, Hülsenfrüchte wie Linsen in den Speiseplan aufzunehmen.15,16,24
Vertiefende Informationen können Sie bei den Zutaten Linsen, gekocht und Linsen, gekeimt nachlesen.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von rohen Linsen kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Rohe Linsen enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:15,17,18,24
- Isoprenoide: Triterpene: Saponine (Soyasaponin I und VI); Tetraterpene: Carotinoide (Carotine: Beta-Carotin, Xanthophylle: Lutein, Zeaxanthin)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure, Syringinsäure), Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure, p-Cumarsäure, Ferulasäure); Flavonoide: Flavanole (Catechin), Flavonole (Quercetin, Kaempferol, Rutin); Stilbene (Resveratrol); Kondensierte Tannine
- Weitere organische Verbindungen: Dicarbonsäuren (Oxalsäure)
- Sonstige Pflanzenstoffe (inkl. Protease-Inhibitoren): Phytinsäure, Lektine
Linsen wirken aufgrund ihres hohen Gehalts an phenolischen Verbindungen in experimentellen Studien antioxidativ und entzündungshemmend. Linsen enthalten ausserdem Carotinoide, insbesondere Lutein und Zeaxanthin, die die Augengesundheit unterstützen. Schwarze und rote Sorten enthalten höhere Mengen an Anthocyanen als viele andere Hülsenfrüchte darunter Garten-, Kuh- und Sojabohnen.15
Wie andere Hülsenfrüchte stehen Linsen mit möglichen positiven Effekten auf den Cholesterin- und Fettstoffwechsel sowie einem geringeren Risiko für Darmkrebs und Typ-2-Diabetes in Verbindung.16,17,18
Zu den antinutritiven Faktoren in Linsen zählen u.a. Phytinsäure, Protease-Inhibitoren, Lektine und Tannine. Phytinsäure kann die Aufnahme von Mineralstoffen wie Eisen, Zink, Calcium und Magnesium verringern. Protease- und Amylase-Inhibitoren können die Verdauung von Proteinen und Kohlenhydraten beeinträchtigen.15,17,20,21 Kochen reduziert Trypsininhibitoren, Tannine und Phytinsäure deutlich und verbessert die Verdauung. Fermentation mindert Phytinsäure und Lektine, kann die Verfügbarkeit von Mineralstoffen verbessern und phenolische Verbindungen freisetzen. Schälen (Entfernen der Samenschale) verringert Tannine und Trypsininhibitoren, reduziert aber auch einen Teil der Ballaststoffe, phenolischen Verbindungen und damit der antioxidativen Kapazität.16,24
Neben potenziell nachteiligen Eigenschaften können die genannten Antinutritiva auch positive gesundheitliche Effekte zeigen. Mehrere In-vivo- und In-vitro-Studien liefern Hinweise auf mögliche antikanzerogene Eigenschaften von Phytinsäure bei Prostata-, Brust und Bauchspeicheldrüsenkrebs.5,6 Für Saponine sind zudem cholesterinsenkende, entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkungen beschrieben.14,15,19,20
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Teilweise hört man, dass Linsen einen hohen Anteil an Purinen haben, die der Körper zu Harnsäure umwandelt. Daher sollten Menschen mit einem erhöhten Harnsäurespiegel bei Linsen Vorsicht walten, um Gichterscheinungen zu vermeiden. Die Studienlage ist jedoch nicht so eindeutig.22,23
Die Existenz von unerwünschten Aromaverbindungen, Oligosacchariden, antinutritiven Faktoren sowie allergenen Proteinen führt zu einem "bohnigen Geschmack", gastrointestinalen Beschwerden und Blähungen, nachteiligen ernährungsphysiologischen Effekten (z. B. verringerte Proteinverdaulichkeit und Nährstoffaufnahme) und allergischen Reaktionen.19,24
Raffinose-Oligosaccharide in Linsen sind dafür bekannt, Blähungen und Verdauungsbeschwerden auszulösen, verursacht durch die Fermentationsaktivität der Darmbakterien.20
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Insgesamt bieten Linsen neben ernährungsphysiologischen Vorteilen auch positive ökologische Effekte.24
Rote, wie auch grüne Linsen kommen laut der dänischen Fussabdruck-Datenbank Concito auf einen CO2-Fussabdruck von 2,46 kg CO2eq/kg. Im Vergleich dazu verursacht Tofu weniger Treibhausgase mit 1,91 kg CO2eq/kg. Fleisch als Proteinquelle kommt je nach Art und Herkunft auf einen etwas grösseren Fussabdruck bis zu einem vielfach grösseren; z.B. durchschnittliches Rindfleisch verursacht 61 kg CO2eq/kg.27 Im Verhältnis zu ihrem Nährwert sind die Linsen ein Lebensmittel, das im Ziel einer klimafreundlichen Ernährung liegt, im Gegensatz zu den meisten Fleischprodukten.28
Der Wasser-Fussabdruck von Linsen liegt bei 5874 l/kg.10 Das ist ein verhältnismässig grosser Fussabdruck und ist durchaus mit jenem von tierischen Eiweiss-Produkten vergleichbar. Es braucht im globalen Durchschnitt zur Produktion von einem Liter Milch 1024 l Wasser, Eier brauchen 3265 l/kg und Rindfleisch deftige 15'415 l/kg. Im Verhältnis zu Kalorien- und Proteingehalt sind Hülsenfrüchte doch wassersparender in der Produktion.4
Eine Studie von Chaudhary und Tremorin (2020) ergab, dass das Ersetzen von einem Drittel Rindfleisch durch pürierte, gekochte Linsen zu einem Burger führt, der nachhaltiger, nährstoffreicher und kostengünstiger ist. Der gemischte Burger reduzierte den ökologischen Fussabdruck um etwa 33 % und die Produktionskosten um 26 %. Die Studie zeigte zudem, dass der gemischte Burger pro Portion (ca. 113 g) 3 g zusätzliche Ballaststoffe, 12 % weniger Kalorien, 32 % weniger gesättigte und Gesamtfette, sowie 32 % weniger Cholesterin enthielt.8
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Bevorzugen Sie biologisch angebaute Linsen. Der übermässige Einsatz von Herbiziden hat unbeabsichtigte negative Auswirkungen auf die Biodiversität und unsere Gesundheit.2
Weltweites Vorkommen - Anbau
Die Linse ist eine der wichtigsten Hülsenfrüchte. In verschiedenen Regionen kultiviert und konsumiert man Linsen; neben Europa auch in Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und Ozeanien. In den letzten zwei Jahrzehnten (2001–2020) stieg die weltweite Linsenproduktion um 107 %, von 3,15 auf 6,54 Millionen Tonnen. Kanada führt die linsenproduzierenden Länder an (44 % der weltweiten Produktion), gefolgt von Indien (18 %) und Australien (8 %).17
Die Geschichte der Linse ist so alt wie die Landwirtschaft selbst. Die verkohlten Überreste von Linsen, die auf 11'000 v. Chr. datiert sind und aus der Höhle von Franchthiin in Griechenland stammen, sind die ältesten bekannten Funde.7
Archäologische Funde deuten auf den Anbau von Linsen in verschiedenen Regionen der Welt hin: in Griechenland, in Syrien, im Iran, in der Türkei, in Mazedonien, Ägypten, Jordanien und im Irak. Obwohl Linsen in verschiedenen Regionen vorkamen, nehmen Historiker an, dass ihr Ursprung tatsächlich in Zentralasien und dem Nahen Osten liegt und sie sich von dort aus nach Europa, Afrika und später auch nach Lateinamerika verbreiteten.26
Anbau - Ernte
Linsen sind Leguminosen, die mithilfe von Knöllchenbakterien im Boden Stickstoff aus der Luft binden, was sich sehr positiv auf den Boden auswirkt. Zudem sind sie sehr anspruchslos und der Anbau gelingt auch auf mergeligen, sandigen, kalkhaltigen, lockeren Lehmböden, die auch ziemlich flachgründig sein können. Linsen gelten als konkurrenzschwach, weshalb für einen erfolgreichen Linsen-Anbau die Unkrautregulierung bei einer Reinkultur entscheidend ist. Je nach Klima und Boden sind aber auch Mischkulturen mit z.B. Hafer oder Gerste möglich. Hier ist es wichtig, die Linsen nicht zu beschatten. Der Linsen-Anbau in Europa ist noch ein Nischenprodukt und eher im ökologischen Landbau verbreitet.3,12
Man erntet Linsen mit einem Mähdrescher, wobei der Erntezeitpunkt schwierig zu bestimmen ist, da Linsen sehr unregelmässig abreifen (von unten nach oben). Deshalb ist eine Trocknung der geernteten Linsen fast immer notwendig.
Wie und wo wachsen Linsen am besten?Im April säen LandwirtInnen die Linsen im Abstand von 15 bis 20 cm aus. Zwar sind die Linsen relativ anspruchslos, was den Boden betrifft, sie gedeihen aber am besten, wenn Wasser gut abziehen kann. Bei feucht-kalter Witterung entwickeln Linsen leicht Wurzelkrankheiten. Ein Wechsel der Kultur alle 5-6 Jahre ist daher sinnvoll. Linsen bevorzugen eine windige und sonnige Lage, mit kiesigen oder sandigem Boden.12
Weiterführende Informationen
Die Küchen-Linse (Lens culinaris) zählt zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Als einjährige krautige Pflanze wächst sie 20-76 cm hoch.26
Alternative Namen
Als wissenschaftliche Synonyme gelten auch Lens esculenta Moench. oder Ervum lens L.1, vom Zweiten stammt wahrscheinlich auch der deutsche Alternativname Küchen-Erve. Wobei Erve auch ein Synonym für Hülsenfrucht ist.25
Im Englischen heissen die rohen Linsen, raw lentils.
Literaturverzeichnis - 27 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | Roger J. Heilkräfte der Natur. Ein Praxishandbuch. Zürich: Advent Verlag. 2006. | |
| 2. | Ebel R, Menalled F (Hrsg.). Agroecology of Edible Weeds and Non-Crop Plants: Ecology and Socioeconomic Potential of the Associated Plant Biodiversity. [E-Book]. 1st Edition. Elsevier; 2024:xxxi. | |
| 3. | bioaktuell ch: Anbau von Biolinsen. Erfahrungen in der Schweiz. 2018. | |
| 4. | Mekonnen MM, Hoekstra AY. A Global Assessment of the Water Footprint of Farm Animal Products. Ecosystems. 2012;15(3):401–415. | |
| 5. | * Several in vivo and in vitro studies provide convincing evidence for the anticarcinogenic properties of phytic acid (PA) (Inositol hexaphosphate, IP6). The objectives of this investigation were to elucidate the effects of PA on suppression of colonic aberrant crypt foci (ACF) and to study the inhibitory effect of IP6 on human colon carcinoma, CaCo-2 cell line. Fisher 344 male, weanling rats were divided into 3 groups of 15 each and were fed control diet (AIN 93 G-C) and C+(1 or 2 g/100 g PA in water) for 13 weeks. Rats received 2 s.c. injections of azoxymethane (AOM) in saline at 16 mg/kg body weight at 7 and 8 weeks of age. There was a 36% and 42% reduction in ACF in 1 and 2 g/100 g PA groups compared to control group (P<0.001). Cytotoxic effect of IP6 was evaluated on Caco-2 cell line at concentrations of 0.25–4 g mol/l using lactate dehydrogenase (LDH) assay (LDH released from the cytosol of damaged cells into the supernatant), histone-associated DNA fragmentation assay using a cell death detection ELISA® kit and microscopic analysis. The cells were treated with 0.25, 0.5, 1.0, 2.0, 4 g mol/l of IP6 and incubated for 24 and 48 h. After 24 h of incubation, LDH release ranged from 13.55% to 44.70%. Histone-associated DNA fragmentation (an assay based on the quantitative sandwich-enzyme-immunoassay- principle directed against DNA and histones which allows the specific determination of mono- and oligonucleosomes in the cytoplasmic fraction of cell lysates) was also dose dependent. CaCo-2 cells grown on slide flaskets in the presence of 0.25 g mol/l IP6 showed membrane blebbing (zeiosis) characteristic of apoptitic activity. Results of this study indicate that IP6 might exert anticarcinogenic activity through induction of apoptosis. Tierexperimentelle Studie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1016/j.lwt.2005.07.012 Study: weak evidence | Verghese M, Rao D et al. Anticarcinogenic effect of phytic acid (IP6): Apoptosis as a possible mechanism of action. LWT Food Science and Technology. 2006;39:1093–1098. |
| 7. | Yadav S, McNeil D et al. Lentil: An Ancient Crop for Modern Times. Berlin: Springer Science & Business Media. 2007: 96-97; 384. | |
| 8. | Samaranayaka A, Khazaei H. Lentil: Revival of Poor Man's Meat. In: Nadathur SR, Wanasundara J et al. Sustainable Protein Sources, Elsevier. 2016: 201-212. | |
| 9. | * Based on these results, sprouting process is recommended to increase nutritive value, and an- Table 4 Sprouting period day 6 reduction 73.76 % phytic acid; tannins 59.40 % Natural biological processes The increase in antioxidant activity with sprouting is one of the many metabolic changes that take places upon sprouting of seeds, mainly due to an increase in the activity of the endogenous hydrolytic enzymes. Other common metabolic changes include improved protein and starch digestion, increased sugar and B vitamin content and decreased levels of phytates and proteases inhibitors (Chavan and Kadam, 1989; Alva- rez-Jubete et al., 2009). This increase may also be due to the synthesis of compounds like vitamin C and to- copherols which are responsible for antioxidant activ- ity (Sharma and Gujral, 2010). Doblado et al. (2007) suggested that during germi- nation, the hydrolytic enzymes modify the endosperm and may liberate some of the bound components that play a role in antioxidant activity. Studie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.17306/J.AFS.2015.3.25 Study: weak evidence | Fouad AA, Rehab FMA. Effect of Germination Time on Proximate Analysis, Bioactive Compounds and Antioxidant Activity of Lentil (Lens culinaris Medik.) sprouts. Acta Sci Pol Technol Aliment. 2015;14(3):233–346. |
| 10. | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The Green, Blue and Grey Water Footprint of Crops and Derived Crop Products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600.
| |
| 11. | Santos CS, Silva B et al. The Effect of Sprouting in Lentil (Lens culinaris) Nutritional and Microbiological Profile. Foods. 2020;9(4):400. | |
| 12. | Heistinger A, Noah VA. Handbuch Bio-Gemüse: Sortenvielfalt für den eigenen Garten. Löwenzahn Verlag; 2020:220-223. | |
| 13. | AGES Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. Hülsenfrucht im Fokus - Linse. 2023.
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| 14. | USDA United States Department of Agriculture. | |
| 15. | * TABLE 1 | Bioactive and antinutrients effects of phytochemicals commonly found in food legumes. Lentil, one of the oldest food crops, was domesticated in south- In addition to a richness of macro and micronutrients, lentils also contain a number of bioactive phytochemicals, including phenolics, flavonoids, saponins, carotenoids, phytic acid, tocopherols, and phytosterols Along with macronutrients and micronutrients, it provides a range of non-nutritional constituents, which are categorized as bioactive compounds. These compounds have immense roles in maintaining biological functions in plants and animal kingdom. Some of these compounds are regarded as antinutritional factors (ANFs) because they prevent nutrients from being absorbed. Processing methods such as cooking, germination, fermentation, dehulling, milling, and extrusion can drastically reduce the amount of ANFs contained in lentils. The primary objective of dehulling and milling is not to reduce or eliminate the ANFs of lentils but to increase their feasibility for using in various food applications. Eating unprocessed or inadequately processed mature lentil seeds in sufficient amounts would cause digestive discomfort or sickness to the monogastric animals including humans, poultry and pigs (Sparvoli, Bollini, and Cominelli 2015). The reason for this is that lentils contain antinutritional factors (ANFs) such as trypsin inhibitors, phytic acid, and several types of tannins. ANFs are biological elements found in food materials that may lower nutrient intake or utilization, resulting in weakened digestive and metabolic processes. Different processing techniques (heat treatments, extrusion, germination or sprouting, and fermentation) are used to inactivate the ANFs (Stefaniak and McPhee 2015). the processing of lentils has certain benefits as regards consumption and digestion as well availability of bioactive constituents, which are also discussed in this review article.
Lentils have a total saponin concentration between 654 and 1269 mg/kg (DW basis) with the primary saponins being soyasaponin I and VI (Ruiz et al. 1996). According to different research, soyasaponin I and soyasaponin βg (also known as VI) levels in 32 Italian lentils ranged from 28 to 407 mg/kg and 110 to 1242 mg/kg, respectively (Sagratini et al. 2009). The phytic acid (or inositol hexaphosphate) in lentils has been found to be 4.91 mg/g, inositol pentaphosphate 0.72 mg/g, and inositol tetraphosphate 0.09 mg/g (Ayet et al. 1997). Tannin–protein complexes result in limited protein digestibility and amino acid availability. Similarly, trypsin inhibitors take part in inactivating the digestive enzyme trypsin Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1002/leg3.253 Study: weak evidence | Dewan MdF, Shams S, Haque MA. Impact of Processing on the Bioactive Compounds and Antinutritional Factors of Lentil (Lens culinaris l.)—A Review. Legume Science. 2024;6(3):e253. |
| 16. | * in vitro protein digestability: Soaked flours: 85.5% However, it should be bear in mind that one of the main issues related to pulse consumption is related with inadequate diets; in a well-balanced diet, the level of bioactive compounds may contribute to reduce the risk of chronic diseases, but in an unbalanced diet, ANF's may decrease the nutritional quality of pulses (Margier et al., 2018). More recently, some reports showed that, depending on the dose, some ANF (e.g., lectins, protease inhibitors, and ACE inhibitors) also display positive bioactivities, namely antioxidant, hypolipidemic, hypoglycaemic, and antitumor effects (Luna-Vital & de Mejía, 2018; Luna-Vital et al., 2015; Sánchez-Chino et al., 2015). In addition, epidemiological studies demonstrated that countries with a high consumption of pulses presented a reduced risk of several types of chronic diseases, lower incidence of colorectal cancer, type-2 diabetes, and cardiovascular diseases (Campos-Vega, Loarca-Piña, & Oomah, 2010; Champ, 2002; Sánchez-Chino et al., 2015). Moreover, some protein ANF such as lectins have been linked to the activation of innate defence mechanisms, cancer prevention, and potential therapeutic action on prevention and control of obesity. Furthermore, lectins were reported as one of the most potent naturally occurring insecticidal proteins. In fact, various transgenic plants have been developed using lectin genes. Protease inhibitors, in turn, have shown potent anti-inflammatory properties, whereas ACE inhibitors were associated to hypertension reduction (Campos-Vega et al., 2010; Champ, 2002; Muzquiz et al., 2012; Pusztai et al., 2004; Roy et al., 2010). In turn, dietary saponins (non-protein ANF), can lower plasma cholesterol levels by formation of insoluble cholesterol-complexes, reducing the risk of cardiovascular diseases (Muzquiz et al., 2012). Furthermore, phenolic compounds such as phenolic acids, flavonoids (anthocyanins included), and tannins, which display important functions in pulse seeds pigmentation, have been attracting interest due to their strong antioxidant activity (Giusti et al., 2017). s observed with other pulses, lentils were reported as having positive physiologic activity, such as cholesterol and lipid lowering effects and reduced incidence of colon cancer and type-2 diabetes (Boye et al., 2010; Hefnawy, 2011; Roy et al., 2010; Shaheen et al., 2016). Considering its metabolomic profile, the dark-coloured lentil cultivars “verte du Puy” and “Black Beluga” should be highlighted, particularly considering their high content of peptides, triterpenes (mainly, α-amyrin), flavonoids, saponins, phenolics, fatty acids, and sphingolipids (Farag, Khattab, Maamoun, Kropf, & Heiss, 2019), high antioxidant and anti-inflammatory activity and lack of alkaloids (Farag et al., 2018). The seed tegument is normally indigestible, besides having a bitter taste. As previously indicated, dehulling represents an effective way of improving the palatability and taste of some pulses, besides reducing tannins and phytic acid content (which are mainly present in the seed tegument). Likewise, the digestibility of dehulled components is significantly higher than that of the whole seed. The dehulling process has also technological advantages, as it reduces cooking (the seed tegument is impermeable), since it improves water uptake during cooking. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1016/j.tifs.2019.08.022 Study: weak evidence | Bessada SMF, Barreira JCM, Oliveira MBPP. Pulses and Food Security: Dietary Protein, Digestibility, Bioactive and Functional Properties. Trends in Food Science & Technology. 2019;93:53–68. |
| 17. | * Lentil is one of the most important food legumes consumed widely throughout the world. Lentils are produced in diverse agroecological regions, such as Asia, North and South America, Africa, and Oceania. During the last two decades (2001–2020), world production of lentils increased by 107%, from 3.15 to 6.54 million metric tons. Canada leads lentil producing countries (with 44% share of the global output), followed by India and Australia having 18% and 8% share, respectively. Lentils, like other pulses, contain numerous bioactive compounds, which have been generally classified as antinutritional factors (ANFs), due mainly to their adverse effect on nutrient digestibility and bioaccessibility if pulses are not fully cooked (Nosworthy et al., 2018; Sathe, 2012). These ANFs are trypsin, chymotrypsin and α-amylase inhibitors, total phenolics, tannins, flavonoids, saponins, lectins, phytic, and oxalic acid (Ganesan & Xu, 2017; Mirali et al., 2016; Roy et al., 2010; Ruiz et al., 1996; Sagratini et al., 2009). Many of these ANFs, once considered to have negative impact on health, are being recognized now as having significant health benefits, for example, possessing antioxidant activity and anti-inflammatory activity besides promoting the bioavailability of micronutrients, for example, zinc and iron (Campos-Vega et al., 2010; Sathe, 2012; Wiesinger et al., 2022). Alphonce et al. (2020) reported that optimized processing, especially, the application of heat and addition of organic acids (e.g., ascorbic acid) decreases the ANFs contents significantly. The use of raw lentil flour should be avoided due to potential the development of rancid off-flavors produced through lipid oxidation and also intrinsic food safety implications considering the presence of ANFs. Soaking in water is shown to effect substantial reduction in the phytate content, while the adding of sodium bicarbonate (NaHCO3) in soak water reduces phenolics and tannins (Dhull et al., 2020; Joshi et al., 2017; Martín-Cabrejas et al., 2009). Different processing methods (autoclaving, extrusion, germination or sprouting, roasting, and fermentation) have variable impacts on compositional and nutritional profile of lentils and can also reduce antinutrients' effects. Autoclaving improves digestibility due to interference of protein structure and gelatinization of starch (Dhull et al., 2022; Rehman & Shah, 2005). Extrusion processing is also reported to be effective in improving nutritional composition of lentils with optimum flavor and texture (Pasqualone et al., 2020). Ghumman et al. (2016) reported that germination/sprouting of lentil seeds has significant effect on compositional and nutritional quality, for example, an increase in crude proteins and a reduction in lipid, carbohydrates, phytic acid, and tannins contents.c Legumes, including lentils, provide a number of numerous ecosystem benefits while also contributing to a sustainable cropping systems primarily via (1) their ability to contribute nitrogen (N) to the system by biological N2 fixation; (2) diversification of cropping systems (including crop rotation) that results in reduced incidence of disease, pest, and weed, thus, potentially increasing biodiversity; and (3) a significantly reduced fossil energy use in plant production/protection practices. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1016/j.tifs.2019.08.022 Study: weak evidence | Kaale LD, Siddiq M, Hooper S. Lentil (Lens culinaris medik) as Nutrient‐rich and Versatile Food Legume: A Review. Legume Science. 2023;5(2):e169. |
| 18. | * In a previous study, the proteome profile of low molecular weight (<50 kDa) proteins of seven different lentil cultivars developed by Bangladesh Agricultural Research Institute was demonstrated, and a total of 2873 peptides were identified, corresponding to 180 unique proteins. Of these, >24% were reported to be identified as lentil allergens (Shaheen et al., 2019). World health authorities recommend that people maximize their protein intake from plant sources (such as legumes) and reduce protein intake from animal sources, as increased vegetable protein intake is positively associated with reduced both cardiovascular disease-related deaths and all-cause mortality (Chelladurai & Erkinbaev, 2020). DOI: 10.1111/1750-3841.16099 Study: weak evidence | Alkaltham MS, Musa Özcan M et al. Changes in Antioxidant Activity, Phenolic Compounds, Fatty Acids, and Mineral Contents of Raw, Germinated, and Boiled Lentil Seeds. Journal of Food Science. 2022;87(4):1639–1649. |
| 19. | * (Chaudhary and Tremorin 2020). It has been reported in a recent study by Chaudhary and Tremorin (2020) that when cooked lentil puree was used in the lean beef burger formulation, ~33% and 26% reductions in environmental food print and cost were observed, respectively. However, the existence of unwanted flavor compounds, raffinose family oligosaccharides, antinutritional factors (ANFs) (e.g., saponins, phytic acid, tannins, lectins, and protease inhibitors), and the allergenic proteins, respectively, results in a “beany flavor,” gastrointestinal discomfort and flatulence, adverse nutritional effects (e.g., reduced protein digestibility and nutrient absorption), and allergenic reactions. The EAA contents of lentil proteins were found to be comparable to those of dairy proteins, and it has been stated that the EAA contents of lentil proteins exceed the recommended daily intake of FAO/WHO (FAO/WHO 1991) for healthy adults (except cysteine and methionine amino acids) (Alrosan et al. 2022). Bioactive peptides, another functional component in lentils, have health-promoting abilities such as reducing inflammation and blood pressure and supporting the immune system (Faris, Takruri, and Issa 2013). In addition, the dietary fiber, resistant starch, and oligosaccharides of lentils have proven health benefits (e.g., hypocholesterolemic, anticancerogenic, antitumor, hypoglycemic, and antimicrobial effects in human body) associated with their significant contribution to gastrointestinal health (Ganesan and Xu 2017). They can regulate bowel function and modulate the structure and activities of the gut microbiota, which stimulates the growth of probiotic bacteria (Ganesan and Xu 2017). Saponins, the bioactive compounds of lentils, have hypocholesterolemic, hypoglycemic, anti-inflammatory, and antimicrobial effects that positively affect human health (Ganesan and Xu 2017; Del Hierro et al. 2020; Mustafa et al. 2022). The hypocholesterolemic effect of saponins can be explained by two mechanisms. One of them is the prevention of cholesterol absorption from the small intestine by forming an insoluble saponin-cholesterol complex, and the second mechanism is the solubilization of cholesterol in the small intestine (Mustafa et al. 2022). Saponins inhibit the production of proinflammatory cytokines and inflammatory enzymes and the degradation of IκB-α, which results in anti-inflammatory effect (Conti et al. 2021). Del Hierro et al. (2020) stated that fermentation of saponin-rich fractions from red lentils by human gut microbiota modulated the growth of specific intestinal bacteria, mainly lactic acid bacteria and Lactobacillus spp., via the transformation of saponins into sapogenins (soyasapogenol B), resulting in antimicrobial activity. Additionally, the phenolic compounds in lentils have antioxidant activity which can potentially reduce the incidence of various cancers. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1002/leg3.70000 Study: weak evidence | Keskin SO, Sumnu G. Versatile Functions of Raw and Modified Lentils/Lentil Components in Food Applications: A Review. Legume Science. 2024;6(3):e70000. |
| 20. | * As phytate is water-soluble, a substantial Several cereal and legume lectins may inhibit Plant-derived toxins and allergens are abundantly The human body has developed built-in mech- Several cereal and legume lectins may inhibit the growth of experimental animals due to reduction in the digestibility and biological value of dietary proteins. They may impair the integrity of the intestinal epithelium and so alter the absorption and utilization of nutrients. Dietary lectins are therefore usually considered to be toxic and antinutritional factors. However, many lectins are non-toxic, such as those extracted from len- tils, peas, faba beans, chickpeas, tomatoes and other foods (Grant et al., 2000; Radberg et al.,2001; Reynoso-Camacho et al., 2003). Narrativer Review DOI: 10.1002/9781118474563.ch16 Study: weak evidence | Salim‐ur‐Rehman, Awan JA et al. Antinutrients and Toxicity in Plant‐Based Foods: Cereals and Pulses. In: Bhat R, Gómez‐López VM (Ed.) Practical Food Safety. Wiley; 2014: 311–339. |
| 21. | * Although phytic acid and its mineral salts have Lebensmittelanalytische Studie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1021/jf901636p Study: weak evidence | Thavarajah P, Thavarajah D, Vandenberg A. Low Phytic Acid Lentils (Lens culinaris L.): A Potential Solution for Increased Micronutrient Bioavailability. J Agric Food Chem. 2009;57(19):9044–9049. |
| 22. | Aihemaitijiang S, Zhang Y et al. The association between purine-rich food intake and hyperuricemia: a cross-sectional study in chinese adult residents. Nutrients. 2020;12(12):3835. | |
| 23. | Becerra-Tomás N, Mena-Sánchez Get al. Cross-Sectional Association between Non-Soy Legume Consumption, Serum Uric Acid and Hyperuricemia: the PREDIMED-Plus study. Eur J Nutr. 2020;59(5):2195–2206. | |
| 24. | * Grain legumes or pulses, including lentil (Lens culinaris Medik), have gained increasing popularity among consumers and food processors in recent years. This trend has been driven by the consumers opting for plant-based proteins and environmentally sustainable food sources. Global production of lentils has more than doubled since 2001 (from 3.15 to 6.58 million metric tons in 2020), which signifies the commercial importance of this nutrient-dense legume. As per the USDA's nutrients data (2022), lentil contains 24.6% protein, 63.4% carbohydrates, 2.7% ash content, and 1.1% total fat. High amount of dietary fiber, slowly digestible starch and potassium, and low sodium in lentil align well with consumer choices for healthy foods. Many studies have reported on the health benefits of consuming lentils, especially being effective in reducing various health conditions, such as hypertension, cardiovascular diseases, diabetes mellitus, and cancer. The relatively higher protein and lower carbohydrates content of lentil compared with cereal grains can help in expanding the utilization of lentils and lentil-based ingredients to develop new products. Combined with high dietary fiber, resistant starch, and bioactive polyphenolic content, the demonstrated nutritional benefits can fill the ever-increasing demand for plant-based proteins well beyond traditional consumption of lentils in developing countries. This article reviews the composition and nutrient profile of raw and processed lentils, effect of various processing methods on composition and nutrient profile, and health benefits of lentils. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1002/leg3.156 Study: weak evidence | Dhull SB, Kinabo J, Uebersax MA. Nutrient Profile and Effect of Processing Methods on the Composition and Functional Properties of Lentils (lens culinaris medik): A Review. Legume Science. 2023;5(1):e156. |
| 25. | Duden de: Erve, die. | |
| 26. | Ahmed J, Siddiq M, Uebersax MA. Lentils: Production, Processing Technologies, Products, and Nutritional Profile. John Wiley & Sons; 2023:6-10; 57. | |
| 27. | CONCITO. The big climate database. Red lentils, dried. | |
| 28. | Greenpeace Schweiz, Stadt Zürich, Planted Foods AG, Branding Cuisine, Tinkerbelle, Inge, myblueplanet, ProVeg International, Dr. Earth, FightBack und Eaternity. All You Can Eat for Climate - Poster. ayce.earth. 2022.
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