| Für den Chili-Dip | |
|---|---|
| 2 | Schalotten, roh (bio) (40 g) |
| 2 Zehen | Knoblauch (roh, bio) (6,0 g) |
| 2 | Chili-Paprika, rot, roh (bio) (10 g) |
| 6 | Cherrytomaten, roh (Kirschtomaten, bio) (108 g) |
| 1 EL | Rapsöl, raffiniert (Canola, HOLL-Öl, roh?, bio) (14 g) |
| Für das Gemüse | |
| 70 g | Augenbohnen, Schwarze, junge Hülsen mit Samen, roh |
| 1 | Karotte (Möhre), roh (61 g) |
| ¼ | Salatgurke, roh (bio) (115 g) |
| ¼ | Eisbergsalat (Crisphead-Gruppe), roh, bio? (135 g) |
| ⅛ | Weisskohl (Weisskraut, Kabis roh, bio?) (204 g) |
Für den Chili-Dip
Schalotten und Knoblauch pellen und würfeln. Chili waschen und in Ringe schneiden. Cherry-Tomaten waschen und halbieren. Schalotten in Rapsöl etwa 3 Minuten anschwitzen. Knoblauch und Chili zugeben und weitere 1-2 Minuten unter Rühren anschwitzen. Gemeinsam mit den Tomaten in einem Messbecher pürieren (alternativ in einem Mörser gut zerstossen).
Wir haben mittelscharfe grosse Chilis verwendet. Dies ist wichtig, da kleine Chilis zu scharf sind und man anteilsmässig zu wenig Chili verwenden würde. Milde Chili liefern nicht die gewünschte Schärfe.
Für das Gemüse
Gemüse waschen. Schlangenbohnen in fingerlange Stücke schneiden. Salat und Weisskohl in fingerlange und 3-4 cm breite Streifen schneiden. Karotte schälen und in fingerlange, 0,5 cm dicke Sticks schneiden. Gurke in fingerlange Stücke schneiden, diese vierteln und etwas vom wässrigen Inneren wegschneiden. Anschliessend die Stücke noch einmal der Länge nach zu Sticks halbieren.
Alternative: Als Kohl eignet sich Weisskohl und Spitzkohl gleichermassen.
Tipp: Verwenden Sie Bio-Karotten, genügt auch ein gutes Säubern anstelle des Schälens.
Bei den Schlangenbohnen kommen Schote mit Samen zum Einsatz. Also weder unreife Schote noch rein unreife Samen. Die Schote (also Bohne) enthält die unreifen Samen. Die angegebene Menge für 2 Personen entspricht 4 Schlangenbohnen.
Anrichten und Servieren
Den Chili-Dip als Fingerfood mit dem Gemüse anrichten und servieren.
Als Hauptgericht eignet sich als Beilage gekochtes Getreide, wie Vollkornreis oder Quinoa. Dieses puffert die Schärfe auch ein wenig ab.
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Nährwerte pro 100g
Umrechnen pro Portion
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2000 kcal | |
|---|---|---|
| Energie | 43 kcal | 2,2 % |
| Fett/Lipide | 2,0 g | 2,8 % |
| davon gesättigte Fette | 0,16 g | 0,8 % |
| Kohlenhydrate (inkl. Ballaststoffe) | 6,1 g | 2,2 % |
| davon Zucker | 3,2 g | 3,5 % |
| Ballaststoffe | 1,9 g | 7,4 % |
| Proteine/Eiweiss | 1,3 g | 2,6 % |
| Kochsalz (Na:54,9 mg) | 37 mg | 1,5 % |
| Essenzielle Mikronährstoffe mit den höchsten Anteilen | pro 100g | 2000 kcal | |
|---|---|---|---|
| Vit | Vitamin K | 34 µg | 45,9 % |
| Vit | Vitamin C, (Ascorbinsäure) | 19 mg | 23,4 % |
| Vit | Vitamin B9, B11 (Folat als Folsäure-aktive Stoffgruppe) | 28 µg | 14,2 % |
| Vit | Vitamin A, als RAE | 91 µg | 11,3 % |
| Elem | Kalium, K | 196 mg | 9,7 % |
| Fett | Alpha-Linolensäure; ALA; 18:3 Omega-3 | 0,19 g | 9,2 % |
| Vit | Vitamin B6 (Pyridoxin) | 0,12 mg | 8,7 % |
| Elem | Mangan, Mn | 0,16 mg | 8,1 % |
| Vit | Vitamin E, Alpha-Tocopherol (TE, E307) | 0,87 mg | 7,3 % |
| Vit | Vitamin B1 (Thiamin) | 0,06 mg | 5,2 % |
Inhaltsstoffangaben können in der Praxis um mehr als das Doppelte oder die Hälfte schwanken; das ist vor allem abhängig von der Bodenqualität, dem Klima, der Sorte, der Art des Anbaus und vom Erntezeitpunkt. Trotzdem findet man in vielen Tabellen irreführend präzise Zahlen, weil dort der exakte Durchschnitt aus mehreren Chargen notiert ist.
Solche Tabellen führen alleine in Europa ca. 25 Organisationen. Siehe "European Food Information Resource Network" (EuroFIR). Man nennt sie "Food Composition Data (FCD)" bzw. Nährwertdatenbanken.
Wo möglich, verwenden wir aus Gründen der Internationalität die "National Nutrient Database for Standard Reference Release" des Landwirtschaftsministeriums der USA (USDA) und ergänzen sie vor allem dort, wo grosse Unterschiede zwischen Kontinenten vorkommen oder Werte beim USDA fehlen. Sie finden jeweils Notizen über die Herkunft unserer Informationen. Bitte verwenden Sie die Kommentarfunktion, falls Sie mehr wissen oder Fragen/Anregungen haben.
Z.B. Leinsamen: Die wichtige essenzielle Aminosäure ALA (Omega-3) findet sich nur in einer Übergruppe summiert, beim Leinsamenöl ist ALA aber ausgewiesen. Wo möglich, ändern wir das, doch ist das viel Arbeit. Bei Anpassungen erscheint ein "+" über dem Zutatenbild - mit Erläuterungen. Sie finden dort aber auch andere Zeichen, die bei Klick oder "Maus darüber" Erklärungen abgeben.
Das Rezept zum Erb-Müesli ist so zusammengesetzt, dass es den ganzen Tagesbedarf an ALA (dem pflanzlichen Omega-3) abdeckt und ein besonders gesundes Verhältnis zu LA mitbringt (1:1).
Ziel ist es, später die Inhaltsstoffzusammensetzung unserer Rezepte mit den Zahlen von konventionellen westlichen Lebensstilen zu vergleichen.
Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten diesen Link lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler.
| Fettsäuren, mehrfach ungesättigt | pro 100g | 2000 kcal |
|---|---|---|
| Alpha-Linolensäure; ALA; 18:3 Omega-3 | 0,19 g | 9,2 % |
| Linolsäure; LA; 18:2 Omega-6 | 0,38 g | 3,9 % |
| Aminosäuren, essentielle | pro 100g | 2000 kcal |
|---|---|---|
| Threonin (Thr, T, irreversibel transaminiert) | 0,04 g | 4,7 % |
| Tryptophan (Trp, W) | 0,01 g | 3,9 % |
| Isoleucin (Ile, I) | 0,03 g | 2,6 % |
| Lysin (Lys, K, irreversibel transaminiert) | 0,04 g | 2,4 % |
| Phenylalanin (Phe, F) | 0,03 g | 2,1 % |
| Valin (Val, V) | 0,04 g | 2,1 % |
| Leucin (Leu, L) | 0,04 g | 1,8 % |
| Methionin (Met, M) | 0,01 g | 1,0 % |
| Vitamine | pro 100g | 2000 kcal |
|---|---|---|
| Vitamin K | 34 µg | 45,9 % |
| Vitamin C, (Ascorbinsäure) | 19 mg | 23,4 % |
| Vitamin B9, B11 (Folat als Folsäure-aktive Stoffgruppe) | 28 µg | 14,2 % |
| Vitamin A, als RAE | 91 µg | 11,3 % |
| Vitamin B6 (Pyridoxin) | 0,12 mg | 8,7 % |
| Vitamin E, Alpha-Tocopherol (TE, E307) | 0,87 mg | 7,3 % |
| Vitamin B1 (Thiamin) | 0,06 mg | 5,2 % |
| Vitamin B5 (Pantothensäure) | 0,26 mg | 4,2 % |
| Vitamin B2 (Riboflavin) | 0,04 mg | 3,1 % |
| Vitamin B3 (Niacin) | 0,40 mg | 2,6 % |
| Vitamin B7 (Biotin, ex Vitamin H) | 0,41 µg | < 0,1 % |
| Mengenelemente (Makro-Mineralstoffe) | pro 100g | 2000 kcal |
|---|---|---|
| Kalium, K | 196 mg | 9,7 % |
| Phosphor, P | 31 mg | 4,5 % |
| Magnesium, Mg | 16 mg | 4,2 % |
| Calcium, Ca | 30 mg | 3,7 % |
| Natrium, Na | 14 mg | 1,8 % |
| Spurenelemente, essentielle (Mikronährstoffe) | pro 100g | 2000 kcal |
|---|---|---|
| Mangan, Mn | 0,16 mg | 8,1 % |
| Kupfer, Cu | 0,05 mg | 4,5 % |
| Eisen, Fe | 0,49 mg | 3,4 % |
| Zink, Zn | 0,21 mg | 2,1 % |
| Selen, Se (Selenium, Halbmetall) | 0,42 µg | < 0,1 % |
| Iod, I (Jod, J) | 0,27 µg | < 0,1 % |
| Fluorid (Fluor, F) | 1,4 µg | < 0,1 % |
Der indonesische Chili-Dip mit rohen Schlangenbohnen, Karotten, Salat und Kohl eignet sich als Fingerfood oder mit Beilage als Hauptgericht.
Ursprung: Der scharfe Chili-Dip ist ein Arme-Leute-Essen aus Java/Indonesien. Im Original bereitet man ihn mit getrockneten, gesalzenen Fischchen (Ikan Bilis) zu. Aber auch die vegane Form ist äusserst schmackhaft und benötigt nicht einmal Salz. Durch das Weglassen der Fischchen ist dieser Dip jedoch etwas süsslicher als der in Originalrezeptur. Da dieser Dip sehr scharf ist, sollte man Schärfe mögen. Alternativ kann man anstelle mittelscharfer Chili, milde Chili verwenden der Geschmack ist dann jedoch ein anderer.
Nährstoffprofil: Eine Portion dieses kalorienarmen Gerichts deckt gemäss GDA-Richtlinien mehr als den durchschnittlichen Tagesbedarf an Vitamin K und 90 % dessen an Vitamin C. Folsäure ist zu gut 50 % und Vitamin A mit 40 % abgedeckt. Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren liegt mit 3:1 unterhalb des maximal empfohlenen Verhältnisses von 5:1.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter folgendem Link: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler.
Schalotten: Schalotten besitzen einen feineren, weniger scharfen, eher süsslichen und würzigeren Geschmack als die meisten Speisezwiebelsorten.
Schlangenbohnen: Diese in Asien weit verbreitete Bohne kann man, im Gegensatz zu den Bohnen der Gattungen Phaseolus und Vicia, die in rohem Zustand das Gift Phasin enthalten, ohne Bedenken roh verzehren. Auch deren Keimlinge und Sprossen sind giftfrei. Man erhält Sie für gewöhnlich in jedem gut sortierten Asiasupermarkt.
Weisskohl: Der Weisskohl findet sowohl als Lebensmittel, als auch in der Medizin (z.B. bei Magen- oder Verdauungsbeschwerden) Verwendung und besteht zu über 90 % aus Wasser. Er zeichnet sich auch durch einen hohen Anteil an Vitamin C (46 mg/100 g) aus.
Karotten und Carotine: Die Karotte ist als kalorienarme Rohkost beliebt und vor allem durch ihren hohen Carotingehalt bekannt. Carotine sind fettlösliche, sekundäre Pflanzenstoffe. Der wohl bekannteste Vertreter ist das sogenannte Beta-Carotin, welches namensgebend für die Carotingruppe und zugleich eine wichtige Vorstufe in der körpereigenen Retinol-(Vitamin-A) Herstellung ist. Aus diesem Grund bezeichnet man es auch als Pro-Vitamin-A.
Geschmackliche Schärfe: Dieses Rezept lebt unter anderem von seiner pikanten Schärfe durch die Chilis. Der schärfste Teil einer Chili sind nicht die Samen, wie viele tatsächlich denken, sondern vielmehr die Plazenta und die Samenwand. Das ist das Weisse, an dem die Samen haften. Eine Chili ist nicht gleichmässig scharf. Am dichtesten sitzen die Samen an der Plazenta in der Nähe des Stiels und hier sitzen mehr als 90% des Capsaicins. Um weniger Schärfe zu erzielen, können Sie daher die Samen und die Plazenta herausschneiden. Diese enthalten in der Chili die höchste Konzentration an Capsaicin und anderen Capsaicinoiden, welche unsere Schmerz- und Wärmerezeptoren reizen und uns dadurch das typische Schärfegefühl vermitteln. Gerade Capsaicin nimmt der Mensch selbst in einer bis zu einer millionenfachen Verdünnung noch war, wobei der Schärfegrad bei Chilis in Scoville-Einheiten angegeben ist. Man geht übrigens davon aus, dass Pflanzen mit Samen die als "scharf" empfundene Inhaltsstoffe erhielten, evolutionsbiologisch in Puncto Verbreitung bevorteilt waren. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass Vögel im Gegensatz zu den Säugetieren die Schärfe nicht wahrnehmen, den Samen weder zerbeissen noch verdauen und somit als Ganzes ausscheiden und durch das Zurücklegen weiter Distanzen für eine weite Verbreitung sorgen.
Scoville-Einheiten: Man unterteilt die Schärfe generell in mild (0 Scoville-Einheiten wie Gemüsepaprika), pikant (100 - 1500 Scoville-Einheiten, z. B. Peperoncini), mittelscharf (1500 - 10'000 Scoville-Einheiten, z. B. Jalapeño) und scharf (über 30'000 Scoville-Einheiten z. B. Cayenne oder der Habanero mit 100'000 - 500'000 Scoville-Einheiten). Es gibt aber auch Chilisorten, wie der Chili-Hybrid "Caroline Reaper", dessen Scoville-Einheiten sogar die 1.5 Millionen-Grenze knacken.
Sie können die Gemüse auch variieren. Anstelle des Weisskohls können Sie gleichermassen Spitzkohl verwenden.