Inhaltsverzeichnis
Im Gegensatz zum Fleisch der reifen Kokosnuss (Cocos nucifera) ist das junge rohe Kokosfleisch sehr dünn, viel süsser und noch weich. Bio Kokosnüsse sind eine gute Wahl, um die Natur zu schonen.
Verwendung in der Küche
Das weiche Fruchtfleisch der jungen Kokosnuss kann man aufgrund seiner geleeartigen Konsistenz gut auslöffeln und roh geniessen. Junges Kokosfleisch eignet sich für Smoothies (oft in Kombination mit Kokoswasser), zur Herstellung von Kokosmilch und Kokossahne, als Ergänzung zu Fruchtsalaten und gekühlten Desserts wie Eiscreme. Man kann es auch als Basis zur Herstellung von Kokos-Joghurt verwenden.
Es passt ebenfalls in salzige Gerichte. Salate, Currys oder Suppen profitieren von dem zarten Geschmack.
Im Handel sieht man oft eine spezielle Sorte Kokosnuss, die Trinkkokosnuss. Kann man eine Trinkkokosnuss essen? Ja, auch das Fleisch einer Trinkkokosnuss ist essbar. Es handelt sich um die gleiche Art (Cocos nucifera), wie es auch alle anderen Kokosnüsse sind. Trinkkokosnüsse enthalten mehr Kokoswasser, daher selektierte und kultivierte man diese Sorte. Es gibt verschiedenen Formen (rund, eiförmig, länglich-oval) und Farben (grün, gelblich). Das Aussehen einer jungen Kokosnuss kann deshalb sehr unterschiedlich sein. Wir kennen junge Kokosnüsse mit einer grünen, ledrigen Aussenhaut. Je nach Reifegrad verändert sich die fleischige Aussenschicht später zu einer faserreichen, lufthaltigen Schale. Eine reife Kokosnuss mit der haarigen äusserlichen Schicht (die wasserabweisend ist und eine Verbreitung über das Meer ermöglicht) ist eigentlich der Kern oder der Samen der Steinfrucht ohne die Fruchtwand (ledriges Exokarp und fasriges Mesokarp). Die drei Punkte an der harten, holzartigen inneren Schale (Endokarp) sind Keimlöcher (bzw. Keimporen), wobei immer nur ein Keim zu wachsen beginnt. Die inaktiven Keimlöcher verhärten und das weichere Loch dient auch bei reifen Früchten für die Gewinnung des Kokoswassers.
Eine frische junge Kokosnuss roh zu essen ist ein Genuss, den man sich gelegentlich gönnen darf.
Eigene Zubereitung von Kokosfleisch
Um das junge Kokosfleisch selbst aus einer Kokosnuss herauszunehmen, brauchen Sie ein gutes, schweres und stabiles Messer. Am oberen Teil der Kokosnüsse, sieht man, nachdem man die grün-weisse Schale entfernt hat, drei Einkerbungen. Eines der drei Einkerbungen ist das Keimloch – der einfachste Weg in die Kokosnuss. Bohren Sie mit dem Messer vorsichtig ein kleines Loch. Alternativ können Sie auch mit einem Korkenzieher ein Loch bohren. Um an das leckere Kokoswasser zu gelangen, müssen Sie nach der harten Schale das zarte Kokosfleisch durchbrechen. Nun können Sie das Kokoswasser trinken.
Um an das Fleisch zu gelangen, fixieren Sie die Kokosnuss und hacken mit dem Messer um die Keimlöcher, entlang des Äquators, vorsichtig herum, sodass ein Deckel entsteht. Sollte das zu schwer gehen, können Sie die Kokosnuss im Garten auf den Boden legen und mit einem Hammer oder Machete durch einen kräftigen Schlag die Kokosnuss in zwei teilen. Man kann die "Nuss" auch in einen Schraubstock einspannen und so lange drehen, bis sie knackt. Jetzt können Sie das Fleisch mit einem Löffel herausschaben und direkt roh verspeisen.
Veganes Rezept für ein rohes Erdbeer-Kokosmus
Zutaten (3 Portionen): 1 junge Kokosnuss, 15 Erdbeeren, 1⁄2 TL Vanille, 1 TL Zitronensaft, 1 Banane.
Zubereitung: Das Fleisch der Kokosnuss wie oben beschrieben entnehmen. Erdbeeren waschen und die grünen Blätter entfernen. Banane schälen. Alle Zutaten in den Mixer geben, fein pürieren und gleich geniessen.
Vegane Rezepte mit Kokosfleisch (roh) finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Junge Kokosnüsse kann man nur in ausgewählten Supermärkten, im Spezialitätengeschäft, in manchen Asia-Shops oder übers Internet kaufen. Bei den gängigen Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer, Billa etc. und bei Bio-Supermärkten wie Denn's Biomarkt und Alnatura, findet man sie nur ausnahmsweise.
Manchmal entfernt man die grüne Schale der jungen Kokosnuss, um an Transportgewicht zu sparen. Der Rest der inneren Schale erscheint dann beige und kann in asiatischen Geschäften die Form einer 'Pagode' aufweisen, einer typischen Bauart in Asien. Wichtig ist vor allem, dass die Kokosnuss beim Schütteltest noch reichlich Wasser beinhaltet und nicht beschädigt ist. Unreife Kokosnüsse haben im Vergleich zu reifen Kokosnüssen nur sehr wenig Fruchtfleisch. Es ist 0,1 bis 0,5 mm dick.2
Kokosnüsse haben das ganze Jahr über Saison, da die Bedingungen in den Tropen für ihr Wachstum konstant sind.1
Die Verfügbarkeit von Kokosfleisch ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Nach der Ernte ist eine junge Kokosnuss geschlossen und mit Schale ca. 5 Wochen haltbar. Für einen besonders erfrischenden Genuss kühlen Sie die Kokosnuss im Kühlschrank. Kokosnüsse sind nicht klimakterisch, das bedeutet, dass sie nicht nachreifen. Nach dem Öffnen sollten Sie das Fleisch rasch verbrauchen.
Das Wasser der jungen Kokosnuss verfärbt sich nach dem Öffnen pink. Dies ist kein qualitätsminderndes Kriterium, es ist lediglich ein enzymatischer Prozess. Die stattfindende Polyphenoloxidase, kann man mit der Braunfärbung angeschnittener Kartoffeln vergleichen.3
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Die junge Kokosnuss ist fettärmer als die reife Kokosnuss und das Fleisch hat mit 90 kcal/100g deutlich weniger Kalorien als im reifen Zustand (354 kcal/100g). Das Fruchtfleisch einer reifen Kokosnuss besteht zu 33 g/100g aus Fett. Bei der jungen Kokosnuss ist der Anteil etwas geringer, aber dennoch mit 6 g/100g Fett (davon 4,5 g/100g gesättigt) nicht unbedeutend. 9 g/100g Kohlenhydrate und 2 g/100g Proteine sind im jungen Kokosfleisch enthalten.4
Junge Kokosnüsse weisen einen nennenswerten Anteil an Kalium (410 mg/100g) auf; vergleichbar mit Pekannüssen oder Bulgur. 100 g Kokosfleisch bieten 21 % des Tagesbedarfs. Mehr Kalium ist in Sojagranulat (1995 mg/100g) oder getrocknete Bananen (1183 mg/100g) enthalten.4
Kokosfleisch hat 32 mg/100g Magnesium, ähnlich viel weisen getrocknete Aprikosen auf. Gute Quellen sind Mandeln (270 mg/100g) oder Sonnenblumenkerne (325 mg/100g).4
Auch etwas Vitamin C bietet das Fruchtfleisch – 3,6 mg/100g. Man könnte den Gehalt mit dem von Kopfsalat (3,7 mg/100g) vergleichen. Viel mehr kann man über Schwarze Johannisbeeren (181 mg/100g) oder gelbe Gemüsepaprika (184 mg/100g) aufnehmen.4
Zudem sind etwas Eisen und Natrium enthalten.4
Die gesamten Inhaltsstoffe von jungem Kokosnussfleisch, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen unter dem Zutatenbild.
Wirkungen auf die Gesundheit
Ist es gesund junge, noch grüne, unreife Kokosnüsse zu essen?Junges Kokosfleisch enthält etwa dreimal weniger Fett als reifes Kokosfleisch und besitzt mit 82,91 % gesättigten Fettsäuren ein günstigeres Lipidprofil als reifes Kokosfleisch (93,89 %). Während der Reifung steigt der Anteil mittelkettiger Fettsäuren im Kokosfleisch von 45,49 % auf 59,51 %, gleichzeitig erhöht sich auch der Gehalt an atherogenen und hypercholesterinämischen Fettsäuren.8
Die dominierende Fettsäure der Kokosnuss ist die mittelkettige Laurinsäure, die als Vorstufe von Monolaurin antibakterielle und antivirale Eigenschaften besitzt. Experimentelle Studien beschreiben ihr Potenzial zur Senkung von Blutfett- und Cholesterinspiegeln sowie entzündungshemmende und krebshemmende Effekte. Eine ausreichende wissenschaftliche Evidenz für gesundheitliche Vorteile von Kokosprodukten beim Menschen fehlt jedoch bislang. Aufgrund ihres hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren empfehlen Fachgesellschaften einen massvollen Verzehr von Kokosnussprodukten.8,9
Junges Kokosfleisch enthält deutlich weniger Fett und Kohlenhydrate als reifes Kokosfleisch. Die Kokosnuss liefert Ballaststoffe, deren Fermentation durch die Darmmikrobiota kurzkettige Fettsäuren wie Acetat, Propionat und Butyrat bildet. Diese unterstützen die Darmgesundheit und können den Cholesterin- und Energiestoffwechsel positiv beeinflussen.9,12 Eine besondere Kokossorte ist die Makapuno-Kokosnuss, eine seltene natürliche Mutation mit geleeartigem Fruchtfleisch infolge der Anreicherung von Galactomannanen. Makapuno-Kokosfleisch enthält nur etwa 3,9 % Fett, besitzt jedoch ein ähnliches Fettsäuremuster wie reifes Kokosfleisch.11
Ergänzende Informationen finden Sie unter den Zutaten Kokosöl, Kokoswasser, Kokosmehl, Kokosmilch, Kokosblütenzucker und Kokosfleisch.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von jungem Kokosnussfleisch kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Junges Kokosnussfleisch enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:5,8,9,12,13
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Salicylsäure, p-Hydroxybenzoesäure, Gallussäure, Syringinsäure), Hydroxyzimtsäuren (Ferulasäure, Isoferulasäure, Chlorogensäure, Kaffeesäure, p-Cumarsäure, Hydroxyzimtsäure); Flavonoide: Flavanole (Catechin, Epicatechin), Flavanone (Naringin), Flavonole (Astilbin, Myricetin, Rutin, Quercetin, Quercetin-Glucosid, Kaempferol-Glucosid, Dihydrokaempferol, Isorhamnetin, Apigenin), Flavone (Gardenin B, Vitexin, Luteolin), Isoflavone (Genistin); Tannine (Procyanidine)
- Weitere organische Verbindungen: Carbonsäuren; Aldehyde (Vanillin, Syringaldehyd)
Junges Kokosfleisch enthält mehr bioaktive phenolische Verbindungen als reifes Kokosfleisch. Besonders reich ist es an Flavonoiden wie Catechin, Epicatechin und Astilbin sowie an Phenolsäuren wie Isoferulasäure. Mit zunehmender Reife sinkt vor allem der Gehalt an Flavonoiden, während sich andere, komplexere phenolische Verbindungen anreichern. Flavonoide und Phenolsäuren tragen wesentlich zur antioxidativen, entzündungshemmenden und antimikrobiellen Wirkung der Kokosnuss bei und verleihen jungem Kokosfleisch ein höheres gesundheitliches Potenzial. Kokoswasser enthält insgesamt noch höhere Mengen phenolischer Verbindungen, insbesondere Flavonoide und Hydroxyzimtsäuren, und stellt damit die polyphenolreichste Fraktion der Kokosnuss dar. Eine Ultraschallbehandlung kann den Gehalt einzelner Polyphenole während der Lagerung besser erhalten.8,13
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Beachten Sie, dass Kokos-Produkte, vor allem reines Kokosöl (Kokosfett), einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren beinhalten und so das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren (LA:ALA) sehr ungünstig ist. Beim Kokosöl beträgt das Verhältnis 127:1, beim Palmöl (Palmfett) 45:1 und beim Rapsöl 2:1. Je mehr sich das Verhältnis dem Idealfall von 1:1 nähert, desto besser ist es für die Gesundheit. Bei regelmässigem Verzehr von Kokosprodukten erhöht sich das unerwünschte LDL-Cholesterin im Blut und fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Studie untermauert dies im Fazit sehr deutlich: Signifikante Determinanten ("Bestimmer") des Bluthochdrucks waren höher gesättigte Fettsäuren. Die Aufnahme von gesättigtem Fett scheint ein Risikofaktor für Insulinresistenz zu sein, der für die Pathogenese von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Bedeutung ist.7
Einzelne Inhaltsstoffe von Lebensmitteln zu untersuchen, ist für die Grundlagenforschung wichtig, um bioaktive Moleküle zu finden. Aber: Diese Stoffe kommen in Lebensmitteln nicht alleine vor. Isolierte Stoffe können anders wirken als derselbe Stoff in Lebensmitteln, kombiniert mit anderen Inhaltsstoffen. Daher sollte man Ernährungsempfehlungen, die sich auf einen Inhaltsstoff beziehen, skeptisch gegenüberstehen. Sie sind irreführend und oft von der Lebensmittelindustrie propagiert.20
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Der globale durchschnittliche Wasser-Fussabdruck von Kokosnüssen liegt bei 2687 Liter/kg.14 Diese Zahlen variieren stark je nach den spezifischen Anbaubedingungen, der geografischen Lage der Plantagen und den Produktionsmethoden.
Eine Studie in Brasilien, einem wichtigen Produzenten von 'grünen Kokosnüssen', untersuchte den Wasser- und CO2-Fussabdruck von 'grünen Kokosnüssen'. Bei einer Untersuchung des ökologischen Fussabdrucks sechs konventioneller und einer biologischen Farm, variierte dieser zwischen 0,12 kg CO2eq/kg und 0,36 kg CO2eq/kg.21 Zum Vergleich, die Avocado kommt (in Deutschland) auf einen durchschnittlichen CO2-Fussabdruck von 0,6 kg CO2eq/kg, Kokosöl auf 2,3 kg CO2eq/kg.22
Wie schlecht Palmöl für die Umwelt sein kann, ist weitgehend bekannt, aber dass man Kokosnüsse häufig genau wie Ölpalmen in Plantagen auf ehemaligem Regenwald anbaut, ist medial kaum präsent.18 Im Vergleich zur Ölpalme könnte man glauben, die Kokosnuss sei eine ökologisch bessere Alternative. Aber auch der Anbau von Kokosnüssen steht den gleichen Problematiken gegenüber: Regenwaldrodung und Biodiversitätsverlust. Die hohe Nachfrage nach Kokosprodukten fördert noch dazu Monokulturen.15
Schon 1996 warnte man: Neben dem Verbrennen von fossilen Treibstoffen, stellt die Abholzung des Regenwalds einen Hauptfaktor für die Erhöhung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre dar.16
Die Landnutzungsänderung (z.B. Regenwald zu Plantage) und Anbaupraktiken (biologisch vs. konventionell) sind ein zentrales Thema, wenn es darum geht den ökologischen Fussabdruck der Kokosnüsse zu verringern. Auch soziale Aspekte und Tierwohl sind von grosser Bedeutung (mehr dazu unter Kokosöl und Kokoswasser).
Über ein Viertel der globalen Treibhausgase sind der Lebensmittelproduktion zuzurechnen.17 Viele Kokosnuss-Bäuerinnen und Bauern leben unter der Armutsgrenzen. Gleichzeitig rodet man Regenwälder für den Anbau, was zu einem Biodiversitätsverlust führt. Zertifikate versichern soziale und ökologische Standards, die der Welt zugutekommen.23 Neben der biologischen Zertifizierung gibt es andere Zertifizierungsoptionen für Kokosnuss-Bäuerinnen und -Bauern, sogenannte 'freiwillige Nachhaltigkeitsstandards'. Das sind Standards zur Erfüllung bestimmter Nachhaltigkeitsziele betreffend Menschenrechte, Einkommensgleichheit, Gesundheit und Sicherheit, Umweltschutz, usw. (z.B. Fair Trade, Rainforest Alliance).24
Potenziell bietet die Kokosnuss auch viele Möglichkeiten zur Verbesserung der Umwelt, indem sie die Kohlenstoffbindung erhöht und die Kohlenstoffemissionen reduziert. Die Kokosnusspalme hat eine gute Kohlenstoffspeicherung, da sie eine mehrjährige Pflanze ist, von welcher man alle Teile verwenden kann: Kokosnussstämme, -blätter und -früchte.24
Tierschutz - Artenschutz
Da die Ernte sehr beschwerlich ist, setzt man teilweise dressierte Affen ein. Mehr dazu finden Sie unter Zutat Kokosöl.
Weltweites Vorkommen - Anbau
Indonesien ist der weltweit grösste Produzent von Kokosnüssen, dicht gefolgt von den Philippinen. Indien ist die Nummer drei in der Produktion. Auf diese drei Länder entfallen etwa 70 % der weltweiten Kokosnussproduktion. Brasilien, Sri Lanka und Vietnam folgen auf den Plätzen vier, fünf und sechs.26
Anbau - Ernte
Für Kokospalmen sind frische, lockere, nährstoffreiche und tiefgründige Böden ideal. Am besten gedeihen sie auf sandigen Lehmböden an Küsten und Flussmündungen. Kokospalmen sind sehr kälteempfindlich. Gelegentlich wachsen sie auch in 1600 m Meereshöhe (im afrikanischen Inland am Kiwu-See oder im östlichen Peru).10 Sie gedeihen am besten bei Temperaturen zwischen 27° und 30° C, feuchter Umgebung und benötigen frisches Grundwasser, obwohl sie Salzwasser vertragen. Kokosnusspalmen wachsen zwischen 23° nördlich und 23° südlich des Äquators. Wenn der Baum ausserhalb dieser Grenze überlebt, bildet er keine Früchte aus.26
Aus den Kokospalmen wachsen ab dem 6. oder 7. Standjahr Blütenstände. Wind und Insekten bestäuben die weiblichen Blüten, die das ganze Jahr über Früchte in unterschiedlichen Reifestadien bilden. Die Früchte gehören nicht zu den Nüssen, sondern zu den Steinfrüchten. Bei idealen Standortbedingungen können Kokospalmen zwischen 15 und 60 Jahre lang maximalen Ertrag bringen. Von einer Palme erntet man ca. 30-40 reife Kokosnüsse pro Jahr, es gibt aber auch Sorten mit Höchsterträgen von zwischen 70 und 150 Früchten jährlich.1
Grüne, junge Kokosnüsse erntet man nach ca. 6 Monaten, reife, braune Früchte nach 12 Monaten.
Insbesondere in Thailand ist der Einsatz von Makaken bei der Ernte bekannt. Ein trainierter Affe erntet 1600 Kokosnüsse am Tag, während ein Mensch gerade mal 80 schafft.26 Das Tierwohl bleibt dabei meist auf der Strecke. Der Einsatz von Affen als Erntearbeiter kann man bis in das 2500 v. Chr. zurückverfolgen.25,26
Weiterführende Informationen
Die Kokospalme (Cocos nucifera) ist ein tropisches Palmengewächs und die einzige Art der Gattung Cocos. Es gibt aber viele verschiedene Sorten. Zwei wichtige übergeordnete Sorten sind 'dwarf' (Zwerg) und 'tall' (grosse) Kokospalmen.26
Die Kokosnuss ist für das Leben sehr vieler Menschen extrem wichtig. Weltweit erntet man etwa 17 Milliarden Kokosnüsse. Mehr als 80 Millionen Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Anbau und der Verarbeitung von Kokosnüssen, auf den Philippinen sind es ca. 25 Millionen Menschen. Auf Sri Lanka gibt seit 1976 sogar einen eigenen Minister für Kokosnüsse.26
Alternative Namen
Auf Englisch heisst das Fleisch der jungen Kokosnuss 'young coconut flesh/meat', 'young coconut jelly', 'coco jelly' oder 'green coconut meat'.
Im deutschsprachigen Raum nennt man 'junges Kokosnussfleisch' auch 'Fruchtfleisch der jungen Kokosnuss' oder 'Kokosnuss Jelly/Gelee'.
Sonstige Anwendungen
Die Verwendung der Kokospalme ist sehr vielseitig. Als Rohstoffquelle dienen neben dem Holz auch die Fasern der Kokosnüsse zum Bauen. Diese nützt man zum Flechten von Hauswänden, Körben, Matten und Seilen. Die trockenen Kokosnussschalen dienen häufig als Brennmaterial.
Literaturverzeichnis - 24 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | Produce Blue Book. Coconut Market Summary. | |
| 2. | Kokosnussblog de: Junges Kokosfleisch - das Edelweiss der Kokosnüsse. 2010. | |
| 3. | Kokosnussblog de: Warum verfärbt sich frisches Kokoswasser manchmal pink? 2013. | |
| 4. | USDA United States Department of Agriculture. | |
| 5. | * GAE....Gallic acid was used for standard calibration and TPC were expressed as mg gallic acid equivalents (GAE) per 100 g fresh meat or 100 mL water.
The TPC values were in ranges of 5.18–7.17 mg GAE/100 mL and 6.28–10.01 mg GAE/100 g for the water and meat, respectively. These values were in agreement with data from a recent report,[Citation23] even though they were relatively low compared with those from other well-known high phenolic content fruit juices, for example, pomegranate (400–1600 mg GAE/100 mL),[Citation24] apple (70 mg GAE/100 g),[Citation25] and white and red grapes (25.4–38.9 and 140.7 to 224.6 mg GAE/100 mL).5 For coconut meat, fat components are of interest for food scientists and industries. It is well-known that triacylglycerols present in coconut contain mainly lauric and other medium chain fatty acids (MCFA).[Citation12] These medium chain triacylglycerols (MCT) show a potential use as a functional food ingredient.5 Total phenolic content and antioxidant activity indices increased as the coconut matured from 180 to 190 days after pollination and then decreased or remained unchanged at 225 days after pollination. Catechin and salicylic acid were the major phenolic compounds found in the water, while gallic, caffeic, salicylic, and p-coumaric acids were found in the meat. The fat content of the meat increased significantly with maturity stage. Medium chain fatty acids profiles were also analyzed. 5 6 months), which contains estrogen-like compounds, might be used to prevent Alzheimer’s disease in menopausal women.5 Phenolic compounds are important phytochemicals that exhibit several bioactive properties including antioxidant activity. It is well-known that triacylglycerols present in coconut contain mainly lauric and other medium chain fatty acids (MCFA).These medium chain triacylglycerols (MCT) show a potential use as a functional food ingredient. Overall, the coconut meat contained higher TPC and antioxidant activities wet basis than the water. The TPC values were in ranges of 5.18–7.17 mg GAE/100 mL and 6.28–10.01 mg GAE/100 g for the water and meat, respectively. These values were in agreement with data from a recent report,[Citation23] even though they were relatively low compared with those from other well-known high phenolic content fruit juices, for example, pomegranate (400–1600 mg GAE/100 mL),[Citation24] apple (70 mg GAE/100 g),[Citation25] and white and red grapes (25.4–38.9 and 140.7 to 224.6 mg GAE/100 mL).[Citation26]5 while gallic, caffeic, salicylic, and p-coumaric acids were the main phenolic compounds found in the meat (Table 3). Even though there is some disagreement about the consumption of coconut oil due to its high content of saturated fatty acids, several recent reports on the health beneficial of this oil, specifically virgin coconut oil, have been published in the last decade.[Citation13] In addition, it should be noted that coconut meat and coconut milk are used in many tradition cuisines for people in South and Southeast Asia. Lately, MCT as functional ingredients have received more interest from nutritionists. A typical GC-FID chromatogram of FAMEs found in coconut meat is shown in Fig. 2. The major fatty acids in coconut were lauric, myristic, and palmitic acids (Table 4). The percentages of these fatty acids were in agreement with those present in extracted coconut oil.[Citation13] The content of all fatty acids also increased in later maturity stages.5 In-vitro-Laborstudie Study: weak evidence | Mahayothee B, Koomyart I et al. Phenolic compounds, antioxidant activity, and medium chain fatty acids profiles of coconut water and meat at different maturity stages. International Journal of Food Properties. 2016;19(9):2041–2051. |
| 7. | Beegom R, Singh RB. Association of higher saturated fat intake with higher risk of hypertension in an urban population of Trivandrum in south India. Int J Cardiol. 1997;58(1):63-70. | |
| 8. | * Coconut milk is a widely consumed plant-based milk alternative, valued for its creamy texture and functional properties. This study systematically evaluated the fatty acid and phenolic profiles of coconut meat and water at tender and mature stages to inform coconut milk production. Fatty acid analysis revealed that mature coconut meat (MCM) contained 299.7 g/kg total fatty acids, predominantly lauric acid (C12:0, 142.97 g/kg, 48%), myristic acid (C14:0, 57.39 g/kg, 19%), and palmitic acid (C16:0, 29.79 g/kg, 10%), whereas tender coconut meat (TCM) contained 90.87 g/kg total fatty acids. Tender coconut water (TCW) exhibited the highest total phenolic content (TPC) and DPPH radical scavenging activity. UHPLC-Q-Orbitrap-MS identified 1065 phytochemicals, including 96 phenolics, with multivariate analyses showing distinct profiles between tissues and developmental stages. Notably, tender samples contained higher levels of bioactive phenolics, such as catechin, epicatechin, and astilbin. Collectively, these results demonstrate that tissue type and developmental stage jointly shape the nutritional and functional attributes of coconuts. Mature coconut meat provides lipid-rich nutrition for coconut milk, while tender coconut water offers antioxidant-rich bioactivity. Integrating these raw materials can enhance the nutritional and functional properties of coconut milk, enhancing its role as a versatile plant-based alternative for functional food and beverages. Experimentelle Laborstudie Study: weak evidence | Jiang R, Xue D, Chen Y, Lv X, Ni L, Liu Z. Comparative Study of the Fatty Acid and Phenolic Profiles of Tender and Mature Coconut for Coconut Milk Production. Foods. November 2025;14(23):4023. |
| 9. | * Tender coconut water is a beverage distinguished from mature coconut water as it’s harvested during the early stages of coconut development. It’s a well-liked natural drink in tropical regions where coconut trees are abundant. This study aimed to characterize the physicochemical, nutritional and antioxidant properties of different varieties of tender coconut water such as tall, dwarf, intermediate and hybrid varieties with a maturity stage of 5–7 months old. Standard assays assessed nutritional and antioxidant properties. The results of this study showed that the King coconut (Intermediate variety), had significantly higher total protein (0.59 mg BSA/ ml), Total soluble solids (5.0◦ Brix) and Total sugar content (63.58 mg/ml). The coconut water of Ran thembili (Tall variety) showed significantly higher antiradical activity (DPPH) (82.75 %), total tannin content (22.32 µg TE/ml) and reducing sugar content (43.80 mg/ml). Nawasi (Tall variety) showed significantly higher total flavonoid content (1.23 µg QE/ ml). Total phenolic content and total antioxidant activity were significantly higher for Ran thembili and King coconut. In essence, our findings illuminated the diverse and appealing attributes of tender coconut water. Importantly, the distinct coconut varieties examined in this study exerted a noticeable impact on the composition and properties of tender coconut water. Narrativer Review Study: weak evidence | Ajibola OO. Nutritional composition and bioactive properties of tropical coconut palm fruit with functional food applications. Discov Food. Dezember 2025;6(1):21. |
| 10. | Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Berlin. Springer Verlag. 1977. | |
| 11. | * Makapuno is a natural mutant coconut cultivar with jelly-like endosperm Coconut (Cocos nucifera Linn.) is a monocot in the Arecaceae family. Coconuts are found and grown in tropical or sub-tropical regions. The coconut fruit is made up of three layers: the external layer (exocarp), the middle layer (mesocarp), and the internal layer (endocarp), which encloses the kernel or endosperm [1]. The endosperm is divided into solid and liquid coconut endosperm, known as coconut meat and coconut water, respectively. The coconut meat is usually semi-solid at a young stage and gradually thickens when the fruit reaches a mature stage as part of the coconut water is partially reduced [2]. 3.2. Phytochemical Constituents Non-communicable diseases (NCDs) have gained attention due to their high mortality rate [39]. These include cancer, diabetes, and cardiovascular disease. Dietary antioxidants are among the important factors which can effectively reduce the risk of NCDs. Fruits and vegetables are considered as good sources of natural antioxidants. Phenolic compounds are among the important phytochemicals that exhibit several biological properties, including antioxidant activities. In order to investigate the impact of food processing on phytochemical profiles, freeze-dried samples were also included in this study. Figure 2 shows that the total phenolic contents (TPC) were comparable between the Makapuno and mature coconut in both meat and water. The highest TPC was found in the meat and water of young coconuts (301.93 μg/g FW and 150.34 ± 16.23 μg/mL, respectively). This result is similar to the previous reports where a decrease in TPC was observed with the increase in maturity of coconuts [40,41]. Phenolic compounds such as quercetin, rutin, and catechin are important phytochemicals present in different plant species. Further studies are required to identify major phenolic compounds in Makapuno. Approximately 80% of saturated fatty acid in Makapuno meat was medium-chain saturated fatty acids (C6–C12), which are a more rapid and direct source of energy compared to long-chain fatty acid [35]. Medium-chain fatty acid has been suggested to have potential in the treatment of metabolic disorders such as diabetes, obesity, and cardiac disease [36,37,38]. Experimentelle Laborstudie Study: weak evidence | Phonphoem W, Sinthuvanich C et al. Nutritional profiles, phytochemical analysis, antioxidant activity and dna damage protection of makapuno derived from thai aromatic coconut. Foods. 2022;11(23):3912. |
| 12. | * The price of traditional sources of nutrients used in animal feed rations is increasing steeply in developed countries due to their scarcity, high demand from humans for the same food items, and expensive costs of raw materials. Thus, one of the alternative sources is coconut parts or coconut as a whole fruit. Coconut is known as the ‘tree of abundance’, ‘tree of heaven’, and ‘tree of life’ owing to its numerous uses, becoming a very important tree in tropical areas for its provision of food, employment, and business opportunities to millions of people. Coconut contains a rich profile of macro and micronutrients that vary depending on the parts and how they are used. It is frequently chosen as an alternative source of protein and fiber. Its uses as an antibacterial agent, immunomodulant, and antioxidant further increase its importance. Using coconut oil in ruminant feed helps to minimize methane gas emissions by 18–30%, and to reduce dry matter intake up to 4.2 kg/d. The aquaculture sectors also use coconut palm as an alternative source because it significantly improves the digestion, growth, lipid metabolism, health, and antioxidative responses. However, coconut is not widely used in poultry diets although it has adequate amount of protein and carbohydrate due to anti-nutritional factors such cellulose (13%), galactomannan (61%), and mannan (26%). This review considered the importance and potential of coconut usage as an alternative ingredient in feed and supplements in various livestock sectors as it has plentiful nutrients and functional qualities, simultaneously leading to reduced feed cost and enhanced production. Narrativer Review Study: weak evidence | Mat K, Abdul Kari Z, Rusli ND, Che Harun H, Wei LS, Rahman MM, u. a. Coconut Palm: Food, Feed, and Nutraceutical Properties. Animals. August 2022;12(16):2107. |
| 13. | * Coconut flesh, the solid endosperm, of coconut, which is rich in fat, protein and polyphenols. To investigate the impact of ultrasound treatment on the biosynthesis of polyphenols in tender coconut flesh during storage, the targeted metabolomic and transcriptomic analyses were employed. A total of 36 phenolic compounds were identified, of which catechin, epicatechin, gossypol and vanillic acid were the most abundant ones in ‘Hainan Tall’ coconut flesh. Ultrasound treatment maintained the levels of syringic acid, catechin and epicatechin, while suppressing the expression of most associated genes. Correlation analysis revealed that, downregulation expressions of FLS, 4CL2, F3′5′H, CHS2 and CHS3 decreased kaempferol, isoliquiritigenin and luteoloside content but increased catechin content. Furthermore, downregulation of CSE, DFR and CHI reduced contents of luteolin, whereas downregulation of LAR and ANS elevated the contents of catechin and epicatechin. Unraveling the effect of ultrasound on phenolic biosynthesis in the tender coconut flesh at metabolite and transcript levels provides technical and theoretical support for the high-value development and utilization of Hainan coconut resources. Experimentelle Laborstudie Study: weak evidence | Fang C, Huang X, Huang Y, Zhang M, Chen H, Chen W, u. a. Targeted metabolomic and transcriptomic reveal the regulatory network of ultrasound on polyphenol biosynthesis in tender coconut flesh during storage. Food Chemistry: Molecular Sciences. Dezember 2025;11:100289. |
| 14. | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577-1600. | |
| 15. | Die Umweltberatung Wien. Kokosöl - Fluch oder Segen der Karibik. | |
| 16. | Melillo JM, Houghton RA et al. Tropical Deforestation and the global carbon budget. Annu. Rev. Energy Environ. 1996;21:293-310. | |
| 17. | Ritchie H, Rosado P, Roser M. Environmental impacts of food production. Our World in Data. 2. Dezember 2022. | |
| 18. | Koh LP, Wilcove DS. Oil palm: disinformation enables deforestation. Trends in Ecology & Evolution. 2009;24(2):67–68. | |
| 20. | Fattore E, Massa E. Dietary fats and cardiovascular health: a summary of the scientific evidence and current debate. International Journal of Food Sciences and Nutrition. 2018;69(8):916–927. | |
| 21. | Sampaio APC, Silva AKP et al. Reducing the carbon and water footprints of Brazilian green coconut. Int J Life Cycle Assess. 2021;26(4):707–723. | |
| 22. | Reinhardt G, Gärtner S, Wagner T. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. IFEU Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020. | |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||


















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