Inhaltsverzeichnis
Kokosmehl besteht aus gemahlenem und getrocknetem Fruchtfleisch von Kokosnüssen (Cocos nucifera). Das Mehl ist im Handel in Bio-Qualität sowie teilweise auch roh erhältlich.
Verwendung in der Küche
Kokosmehl entsteht aus dem Trester (ausgepresstes Kokosnussfleisch), der bei der Produktion von Kokosmilch, Kokossahne oder Kokosöl übrigbleibt. Das Mehl enthält durch die Extraktion des Öls weniger Fett als etwa Kokos-Chips oder Kokosraspeln.
Kokosmehl ist eine glutenfreie Alternative zu Weizenmehl und findet Verwendung bei der Zubereitung von Süssspeisen und Backwaren. Es hat im Vergleich zu anderen Mehlen einen verhältnismässig hohen Anteil an Ballaststoffen und schmeckt leicht süsslich-nussig.17 Bei ausschliesslicher Verwendung genügt etwa ein Drittel der im Rezept angegebenen Mehlmenge. Gleichzeitig braucht es mehr Flüssigkeit als bei anderen Mehlsorten, da Kokosmehl viel Flüssigkeit bindet. Durch die Fähigkeit, Wasser zu absorbieren, eignet es sich auch als Bindemittel für Sossen, Crèmes, Eintöpfe und Suppen.
Auch extrudierte Produkte wie Pasta, Nudeln oder Snacks lassen sich mit Kokosmehl herstellen.17
Kokosmehl ist nicht dasselbe wie Kokosnusspulver. Letzteres ist dehydrierte Kokosmilch, die anschliessend fein vermahlen vorliegt. Es enthält viel mehr Fett als Kokosmehl und man verwendet es für Shakes oder zur Herstellung von Kokosmilch oder Kokossahne, indem man es mit Wasser verrührt.
Ist Kokosmehl roh essbar? Kokosmehl lässt sich auch ohne vorherige Erhitzung verzehren und als Zusatz zu Joghurt, Smoothies oder Müesli geben. Das konventionell produzierte Mehl weist meist keine Rohkost-Qualität auf, ist streng genommen also nicht "roh". Teilweise ist jedoch auch Kokosmehl in Rohkostqualität erhältlich.
Eigene Zubereitung von Kokosmehl
Vier Teile Wasser aufkochen und zu einem Teil Kokosraspeln oder Kokosnussfleisch geben und dieses etwa 20 Minuten quellen lassen. Anschliessend alles etwa 2 Minuten lang mixen. Die Masse durch ein Sieb oder ein Passiertuch pressen. Dabei die Flüssigkeit (Kokosmilch) auffangen, um diese als Getränk oder zum Kochen verwenden zu können. Den Trester auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 60 °C für im Ofen bei leicht geöffneter Türe mindestens 2-3 Stunden trocknen lassen. Den getrockneten Trester in einer Küchenmaschine oder Mühle bis zur erwünschten Feinheit mahlen. In einem Einmachglas hält das Kokosmehl bei dunkler, kühler Lagerung für etwa 4 Wochen.
Veganes Rezept für Bananen-Kokos-Kekse ohne Backen
Zutaten (für 4 Personen): 1 sehr reife Banane, 1 EL Zitronensaft, 100 g Haferflocken, 50 g Kokosmehl, 1 EL Agavensirup, ggf. etwas Hafermilch.
Zubereitung: Die Bananen schälen und zusammen mit dem Zitronensaft mit einer Gabel zerdrücken. Haferflocken, Kokosmehl und Agavensirup darunter mischen und so lange kneten, bis ein fester Teig entsteht. Falls der Teig zu trocken sein sollte, etwas Hafermilch dazugeben. Teig in Bällchen formen und auf einem flachen Teller flachdrücken. Kekse vor dem Verzehr für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Im Kühlschrank sind die Kekse in einem verschlossenen Gefäss bis zu 3 Tage haltbar.
Veganes Rezept für Zucchini-Kokos-Bratlinge
Zutaten (für 5 Stück): 2 Zucchinis, 4 EL Kokosmehl (gehäuft), 4 EL Leinsamenmehl + 6 EL Wasser, 1 TL Knoblauchpulver, 1 TL Zwiebelpulver, ½ TL Salz, ½ TL Pfeffer, 1 EL gehackte frische Minze, 2 EL Rapsöl (raffiniert).
Zubereitung: Zucchini grob raspeln, leicht salzen und einige Minuten ruhen lassen, damit sie Wasser ziehen. Anschliessend die Raspel in ein sauberes Küchentuch geben und vorsichtig ausdrücken, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen – so bleiben die Bratlinge schön fest.
In einer Schüssel die übrigen Zutaten vermengen und nach und nach die ausgedrückten Zucchini unterheben. Die Masse am besten mit den Händen gut durchkneten. Falls sie zu fest ist, einfach einen kleinen Schluck Pflanzenmilch hinzufügen.
Aus der Mischung gleichmässige Bratlinge formen und in einer Pfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten. Alternativ lassen sich die Bratlinge auch im Ofen zubereiten.
Vegane Rezepte mit Kokosmehl finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Edeka, Billa, Rewe und Spar gehört Kokosmehl ganzjährig zum Sortiment, teilweise auch in Bio-Qualität. Bei Denner, Volg, Hofer, Aldi und Lidl gibt es dieses gelegentlich als Sonderangebot. Bio-Supermärkte wie Denn's Biomarkt und Alnatura führen Kokosmehl ebenfalls häufig. Auch Online-Shops bieten Kokosmehl an.
Im Handel gibt es teilweise Kokosmehl in Rohkost-Qualität. Der Ausdruck "Rohkost" ist gesetzlich nicht geschützt - im Unterschied zu bio, sodass die Produzenten die Temperaturrestriktionen (z.B. 42 °C für "echte" Rohkost) nicht immer ernst nehmen.
Die Verfügbarkeit von Kokosmehl ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Kokosmehl sollten Sie in einem luftdichten Gefäss, trocken und vor Wärme und Licht geschützt lagern. Ungeöffnet ist es bis zu einem Jahr haltbar.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Wie viele Kalorien hat Kokosmehl? Kokosmehl (bio) enthält 290 kcal pro 100 g. Der Fettgehalt beträgt 14 g/100g, das entspricht etwa 20 % der empfohlenen Tageszufuhr. Der Kohlenhydratanteil beträgt 55 g pro 100 g, davon 18 g Zucker. Zudem ist es sehr ballaststoffreich (35 g/100g) und enthält viel Protein (21 g/100g).1
Kokosmehl ist reich an Mangan. Die 2,1 mg/100g entsprechen 105 % des Tagesbedarfs. Kokos-Chips haben den gleichen Gehalt und Kokosraspeln einen leicht höheren Gehalt (2,7 mg/100g). Die beiden haben jedoch höhere Fettgehalte (69 g bzw. 65 g/100g), deshalb eignet sich nur eine kleine Menge. Quinoa und Amarant enthalten ähnlich viel Mangan (2,0 mg bzw. 2,3 mg/100g), aber deutlich weniger Fett.1,7 Kokosmehl liefert ausserdem grössere Mengen an Kupfer, Kalium, Phosphor, Eisen und Magnesium.1
Das eiweissreiche Kokosmehl enthält grössere Mengen der beiden essenziellen Aminosäuren Threonin und Lysin. Der Gehalt an Threonin beträgt 0,70 g/100g, was 75 % des Tagesbedarfs entspricht. Lysin ist mit 0,91 g/100g enthalten. Dies deckt 49 % des Tagesbedarfs ab.1 Noch höhere Gehalte weist Lupinenmehl auf. Dieses weist 1,4 g Threonin und 2,0 g Lysin pro 100 g auf.7 Kokosmehl enthält zudem grössere Mengen der Aminosäuren Valin und Tryptophan.1
Die gesamten Inhaltsstoffe von Kokosmehl, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Ist Kokosmehl gesund? Seit Jahren gelten Kokosnüsse und Kokosprodukte wie Kokosmehl als 'Superfood'. Dies ist jedoch reines Industrie-Interesse, um den Absatz zu steigern. Insbesondere Veganer verwenden z.B. Kokosmilch als Milch- oder Rahmersatz, das Öl zum Kochen und Backen oder für die Haut etc. Auch der Kokosblütenzucker soll gemäss interessierten Kreisen dem herkömmlichen Rübenzucker vieles voraushaben.
Der Kokosnuss-Boom ist jedoch ein grosser Fehler, denn die Zusammensetzung der Fettsäuren im Öl ist besonders ungesund: Das Kokosöl besteht zu ca. 82 % aus gesättigten Fettsäuren. Mit ca. 50 % ist da sogar Palmöl gesünder! Ungesättigte Fettsäuren sind ebenfalls vorhanden, jedoch ist das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren deutlich über der Empfehlung von max. 5:1 (Linolsäure, LA, zu Alpha-Linolensäure, ALA).
Beim Verzehr von Kokosprodukten erhöht sich das unerwünschte LDL-Cholesterin im Blut, was Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert. Allerdings erhöht sich dabei das gesunde HDL noch etwas mehr, was dann das Gesamt-/HDL-Serumcholesterinverhältnis verbessert. Nur an diesem Verhältnis gemessen scheint Kokosnuss "gesund", was ein Trugschluss ist. Grundsätzlich wirken sich gesättigte Fettsäuren nachteilig auf Blutwerte und Cholesterinspiegel aus. Eine Studie von 2016 analysierte 21 Forschungsarbeiten, darunter 8 klinische Studien und 13 Beobachtungsstudien, und kommt zum Schluss, dass ein Ersatz von Kokosnussöl durch ein gesünderes Öl das Risiko für Herzkreislauferkrankungen verringert.11 Wir empfehlen als Ersatz Rapsöl zu verwenden bzw. den Konsum von Öl, wenn möglich, durch Nüsse und Samen zu ersetzen.
Weitere Informationen zu den gesundheitlichen Aspekten finden Sie unter dem Link zu Kokosöl (Kokosnussöl, Kokosfett).
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Kokosmehl kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Kokosmehl enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:18
- Polyphenole: Favonoide (u.a. Catechin), Phenolsäuren
Eine Untersuchung von Kokosmehl-Extrakten belegt, dass Kokosmehl hohe Mengen an phenolischen Verbindungen und Flavonoiden enthält. Diese gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und stehen mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kokosmehl-Extrakte die Aktivität von antioxidativen und entgiftenden Enzymen unterstützen. Dadurch lässt sich die körpereigene Entgiftung fördern. Die Untersuchung fand jedoch im Labor statt, weshalb weitere Studien nötig sind, um mögliche gesundheitliche Effekte im Körper sicher zu bestätigen.18
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Kokosmehl enthält viel Protein und Zucker. Während des Backens reagieren die Aminosäuren (Bestandteile von Proteinen) mit dem Zucker, was zu einer Bräunung führt und zur Entstehung von neuen Verbindungen (sogenannte Melanoidine). Diese nicht-enzymatische Bräunungsreaktion heisst Maillard-Reaktion. Die neuen Verbindungen sind für die Geschmacksintensivierung verantwortlich. Es können jedoch auch mehrere potenziell mutagen und karzinogen wirkende Verbindungen entstehen, wie beispielsweise Acrylamid.9,10
Eine Kokosnuss-Allergie tritt selten auf. Dennoch finden sich mit der Verbreitung des Konsums immer mehr Fälle von allergischen Reaktionen. Besonders betroffen sind Kinder, die Kokosmilch als Kuhmilchersatz erhalten oder Kokosöl als Hautpflegeprodukt verwenden. Dabei zeigt sich teilweise eine Kreuzallergie mit Walnuss, Sesam, Macadamia, Mandeln und Cashew.12,13
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Der ökologische CO2-Fussabdruck von Kokosmehl hängt von verschiedenen Faktoren ab, so unter anderem der Anbauweise der Kokosnüsse, der Verarbeitung, des Transports und der Verpackung. Trotz umfangreicher Recherche konnten wir keine genauen Zahlen zum ökologischen Fussabdruck von Kokosmehl finden. Für Kokosmilch liegt dieser laut einer aktuellen Studie bei 1,1 - 2,5 kg CO2eq/kg14, für Kokosöl bei 2,3 kg CO2eq/kg.15 Da es sich bei Kokosmehl um das "Abfallprodukt" bei der Herstellung von Kokosmilch und -öl handelt, ist die produzierte Emissionsmenge vermutlich auch in diesem Rahmen.
Trotz intensiver Recherche konnten wir keine Daten zum Wasserfussabdruck von Kokosmehl finden. Der globale durchschnittliche Wasserfussabdruck von Kokosnüssen liegt bei 2687 Liter/kg.19
Kokosnüsse sind aufgrund zahlreicher nützlicher Eigenschaften und geschickter Vermarktung nahezu weltweit gefragt - als Lebensmittel, aber auch zur Energiegewinnung oder zur Herstellung von Dekoration, Möbeln oder Medizin. In den tropischen Anbauländern schafft dies wichtige Arbeitsplätze. In den Philippinen beispielsweise sind bis zu 3,5 Millionen Menschen direkt oder indirekt von der Kokosindustrie abhängig.16 Allerdings ist die Kokosindustrie äusserst kritisch zu betrachten, denn häufig bewirtschaften Kleinbauern die Kokosplantagen für den westlichen Markt, den Preis diktieren aber grosse Handelskonzerne. Die Landwirte können von dieser Entlohnung kaum leben. Bewirtschaften Tagelöhner firmeneigene Plantagen, sind die dortigen Bedingungen meist menschenunwürdig.4 Zertifizierte Ware ist seit Jahren vorhanden, ist bisher jedoch selten gefragt.6 Zusätzlich ist zu bedenken, dass Kokosnüsse für unseren Konsum weite Wege reisen mussten und demnach mit hohen Emissionswerten einhergehen.
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Hinter dem wachsenden Konsum von Kokosprodukten stehen oft schwerwiegende ökologische und ethische Probleme.
Die für den Anbau von Kokospalmen benötigte Fläche ist oftmals mit Landraub, Waldrodungen und der Vernichtung der lokalen Biodiversität verbunden. Um die grosse Nachfrage zu decken, setzen Produzenten kaum auf Mischkulturen und bevorzugen Monokulturen. Kokosöl ersetzt zudem immer mehr das umstrittene Palmöl. Jedoch liegt der Ertrag der Ölpalmen mit durchschnittlich etwa 3,8 Tonnen Öl pro Hektar weit über dem von Kokosöl mit 0,7 Tonnen Öl pro Hektar.4 Betrachtet man die Menge an bedrohten Arten pro Millionen Tonnen produzierten Öls, schneidet Kokosöl sogar schlechter ab als Palmöl.6
Eine Studie der Universität Exeter zeigt, dass dadurch durchschnittlich 60 Arten bedroht sind, die auf der Roten Liste der IUCN stehen.5 Für die Ernte setzen Produzenten teilweise dressierte Affen ein, was direkt zu erheblichem Tierleid führt. Die Affen erfahren mehrere Jahre lang gewaltsames Training, bis sie in der Lage sind, die Kokosnüsse von den hohen Palmen zu pflücken, was sie angeseilt bis zum Tod ausführen müssen.5
Weltweites Vorkommen - Anbau
Kokosmehl entsteht aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss. Kokospalmen wachsen hauptsächlich an der Äquatorialzone, also in tropischen Gebieten. Der Mensch nutzt die Kokospalme seit mindestens 3000 Jahren. Ihr Ursprung liegt vermutlich in Polynesien (pazifische Inselregion). Ab dem 19. Jahrhundert erlangten Kokosnüsse - mit dem Anbau auf Plantagen durch Niederländer auf Ceylon - wirtschaftliche Bedeutung.3
FAOSTAT-Daten zeigen für 2023 eine weltweite Produktion von Kokosnüssen (in der Schale) von etwa 65 Millionen Tonnen. Indonesien, Philippinen und Indien produzieren zusammen etwa drei Viertel davon.2
Weitere Informationen zum Anbau und zur Ernte von Kokosnuss finden Sie unter Kokosfleisch, roh (Kokosnussfleisch, bio?)
Industrielle Herstellung
Für die kommerzielle Produktion von Kokosmehl dient das ausgepresste Fruchtfleisch (Trester), das bei der Herstellung von Kokosöl und Kokosnussmilch als "Abfallprodukt" entsteht. Zuerst erfolgt eine Sterilisation des Tresters mit Dampf oder kochendem Wasser. Danach folgt eine Trocknung bei 75–85 °C sowie eine erneute Pressung, um den Ölgehalt zu reduzieren. Dies ist wichtig, um die Haltbarkeit des Kokosmehls zu erhöhen. Die entölten Kokosflocken trocknet man erneut und mahlt sie danach zu einem feinen Mehl. Früher entstand Kokosmehl auch aus Kokosraspeln (desiccated coconut). Dies führt jedoch zu negativen Auswirkungen auf die Farbe des Mehls. Zudem sind Kokosraspeln selbst ein beliebtes Produkt. Daher dienen sie heute nicht mehr als Rohmaterial für Kokosmehl.8
Weiterführende Informationen
Die Kokospalme (Cocos nucifera), auch Kokosnusspalme genannt, ist die einzige Art dieser Gattung und gehört zur Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Sie zählt zu den zehn nützlichsten Bäumen der Welt und gilt aufgrund ihrer vielseitigen Verwendung in Ernährung, Medizin und Kosmetik als "Baum des Lebens", "Baum des Himmels" oder "Baum des Überflusses".17 Die Kokosnuss gehört nicht zu den Nüssen, sondern ist eine einsamige Steinfrucht. Sie besteht aus drei miteinander verwachsenen Karpellen, was auch zu ihrer oft leicht dreieckigen Form führt. Die drei Augen auf einer Seite sind die Keimlöcher, wobei immer nur ein Keim zu wachsen beginnt.
Alternative Namen
Teilweise existieren auch die Schreibweisen Cocosmehl oder Kokosnussmehl. Auf Englisch heissen die Frucht, der Baum oder der Samen coconut oder cocoanut. Die Palme heisst im Englischen coconut tree. Kokosmehl trägt dort den Namen coconut flour.
Literaturverzeichnis - 19 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● Website | ÖNWT Die Österreichische Nährwerttabelle. Kokosmehl. 2026. |
| 2. | ● Seed cotton (unginned) and coconuts (in shell) showed similar and stable production levels over the Coconuts were mostly produced in Asia, with Indonesia, Website | FAOSTAT Food and Agriculture Organization of the United Nations. Production Quantity. Coconuts, in shell. 2023. |
| 3. | ● Book: moderate evidence | Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Springer Verlag: Berlin, Heidelberg, New York. 1977. |
| 4. | ● Website | WWF-Report Speiseeis: Like Ice in the Sunshine. Kokosfett aus den Tropen - "heimischer" Raps aus Übersee. |
| 5. | ● Website | PETA de: Missbrauch von Affen für Kokosmilch und Co. - helfen Sie jetzt! 2025. |
| 6. | * We used the number of Narratives Review DOI: 10.1016/j.cub.2020.05.059 | Meijaard E, Abrams JF, et al. Coconut oil, conservation and the conscientious consumer. Curr Biol. 2020;30(13):R757-R758. |
| 7. | ● Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 8. | * However, these coconut flour production processes did not generate interest for commercialization because of high production cost since they wee based on fresh coconut meat/desiccated coconut as raw material input. Furthermore, it can be surmised that since desiccated coconut was already an established and high value product at that time, it was found to be impractical from the economic point of view to further process the meat into another new product with undeveloped market Coconut flour produced from the old processes varies in color from light to chocolate brown depending on the method used. The new process produces a uniform cream colored coconut flour which is slightly darker in color than wheat flour Production of coconut flour from coconut residue or “sapal” involves the following steps as shown in the attached flow chart (Figure 1): Blanching – can be done through the injection of live steam at a minimum temperature of 85oC for about seven minutes or immersion in boiling water for 1 1⁄2 minutes. This is done to kill salmonella organisms which are food poisoning agents. Drying – the wet residue is dried to a specified moisture content using a tray type mechanical dryer which could either be gas fired, electrically heated or steam heated. For large scale operation, the conveyor type dryer similar to the one used in desiccated coconut plant is more practical to use. Expelling – the dried coconut residue is passed through a special type of screw press under a specified expeller setting to reduce oil content of the flour to as minimum a level as possible without too much change in color. The by-product of this process is a very high quality oil. It is important to reduce the oil content to as low a level as possible to prolong the shelf-life. It should be noted that conventional designs of oil expellers used in the coconut industry are not suitable for coconut flour production. Conventional expellers generate too much heat during operation which destroys the nutritive value and affects the color of the flakes. Re-drying – the defatted coconut flakes are redried to reduce its moisture content to 2.5% to 3.0%. Grinding – the dried coconut flakes are then ground to reduce particle size to a fine mesh. ökonomische und technologische Übersichts-/Entwicklungsstudie DOI: 10.37833/cord.v16i01.338 | Divina D. Bawalan. The economics of production, utilization and marketing of coconut flour from milk residue. CORD 1. 2000;16(01):34. |
| 9. | * experimentelle Lebensmittelentwicklungsstudie DOI: 10.15680/IJIRSET.2015.0408116 Study: weak evidence | Sujirtha N, Mahendran T. Use of Defatted Coconut Flour as a Source of Protein and Dietary Fibre in Wheat Biscuits. IJIRSET 2015;4(8):7344-7352. |
| 10. | * The Maillard Reaction(MR)is a non-enzymatic chemical reactionwhich results in the linkagebetween the amino group of amino acids and the carbonyl group of reduced sugars. MR products (MRPs) are common componentsofprocessed foods, mainlyas a result of heating,especially in the Western diet.
Acrylamide, which is generatedin intermediate stageof Maillard reaction, results frominteraction between asparagine and reducing sugars such as fructose and glucose in heat treated bakery products and starchy foods (HODGE. 1953) the formation of acrylamide is dependent on the type and concentrations of sugars, amino acids, temperature, and time. A positive correlation has been found between acrylamide levels and heating-time during baking of biscuits at 200 degrees C° and in potato chips that were fried at more than 248 °F. Narratives Review DOI: 10.1080/10408398.2017.1378865 Study: weak evidence | ALjahdali N, Carbonero F. Impact of Maillard reaction products on nutrition and health: Current knowledge and need to understand their fate in the human digestive system. Crit Rev Food Sci Nutr. 2019;59(3):474-487. |
| 11. | * systematische Literaturübersicht DOI: 10.1093/nutrit/nuw002 Study: moderate evidence | Eyres L, Eyres MF, et al. Coconut oil consumption and cardiovascular risk factors in humans. Nutr Rev. 2016;74(4):267–280. |
| 12. | * retrospektive Beobachtungsstudie DOI: 10.1016/j.anai.2021.01.027 Study: moderate evidence | Kruse L, Lor J, et al. Coconut allergy: Characteristics of reactions and diagnostic predictors in a pediatric tertiary care center. Ann Allergy Asthma Immunol. 2021;126(5):562-568.e1. |
| 13. | * klinische Beobachtungsstudie DOI: 10.1111/pai.13874 Study: moderate evidence | Wongnate J, Piboonpocanun S, et al. Clinical features of children with coconut allergy and its sIgE profiling using immunoblot analysis. Pediatr Allergy Immunol. 2022;33(11):e13874. |
| 14. | * Comprehensive analysis reveals coconut milk’s total carbon footprint ranges from 1.1 to 2.5 kg CO2-eq per liter, representing 50–75% lower emissions than dairy milk across comparable production systems. Narratives Review DOI: 10.1007/s44187-025-00707-w | Darsana K, Bashir O, et al. Coconut milk as a plant-based dairy alternative: developmental trends and assessing carbon footprint impact. Discov Food. 2026;6(1):25. |
| 15. | ● Website | Reinhardt G, Gärtner S, et al. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. IFEU Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020. |
| 16. | * Coconut is one of the most useful palms in the Querschnittsstudie Study: moderate evidence | Gurbuz IB, Manaros M. Impact of coconut production on the environment and the problems faced by coconut producers in Lanao del Norte Province, Philippines. Scientific Papers Series Management, Economic Engineering in Agriculture and Rural Development. 2019;19(3). |
| 17. | * Extruded products such as pasta, noodles, and ready Coconut flour is a useful product for gluten-allergic people because it is gluten-free. It can be used as a wheat flour substitute for preparing various dishes. Coconut (Cocos nucifera L.) palm is a monocotyledon Narratives Review DOI: 10.21603/2308-4057-2019-2-419-4 Study: weak evidence | Kaur K, Chhikara N, et al. Coconut meal: Nutraceutical importance and food industry application. Foods and Raw Materials. 2019;419–427. |
| 18. | * The results for the antioxidant and detoxification enzymes yielded: Glutathione-S-Transferase (GST) 2.12±0.32 nmol min–1 mL–1, catalase (CAT) 24.65±0.40 U mg–1, Glutathione Peroxidase (GPx) 30.4±0 nmol min–1 mL–1, superoxide dismutase (SOD) 305.90±3.89 U mL–1 and glutathione (GSH) 24.4±0 nmol mL–1. Results of this study revealed high phenolic and flavonoid content and suggested cytotoxic and antioxidative potential of coconut flour extracts. in vitro Zellkultur- und Laborstudie DOI: 10.3923/ijcr.2016.29.39 Study: weak evidence | Smith LF, Patterson J, et al. Antioxidant Potential of Coconut Flour in Caco-2 Colon Cancer Cells. International J of Cancer Research. 2015;12(1):29–39. |
| 19. | * Untersuchung zum Wasserverbrauch von Lebensmitteln DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577-1600. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||











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