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Kokossahne, roh? bio?

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Kokossahne in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

54%Wasser 15Makronährstoff Kohlenhydrate 14.79%/08Makronährstoff Proteine 8.07%/77Makronährstoff Fette 77.14% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, 0.4g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Kokossahne ist eine dickflüssige, cremige Substanz. Sie ist hergestellt aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss (Cocos nucifera). Sie gilt mit ihrem hohen Fettgehalt als konzentrierte Form der Kokosmilch. In roher und Bio-Qualität ist sie am natürlichsten, da weder hohe Temperaturen bei der Herstellung noch synthetische Stoffe beim Anbau der Kokosnüsse zum Einsatz kommen.

Verwendung in der Küche

Kokossahne, teilweise als Coconut Cream bezeichnet, ist ein Verarbeitungsprodukt der aus Kokosfleisch gewonnenen Kokosmilch. Sie lässt sich als dickflüssige Form der Kokosmilch einordnen. Im Vergleich zu Kokosmilch weist sie einen höheren Fettgehalt auf und besitzt dadurch eine ausgeprägt cremige Konsistenz. Der Geschmack ist mild und nur leicht süsslich.

Sie können Kokossahne ähnlich wie Kokosmilch verwenden oder als pflanzliche Alternative zu Sahne (Rahm). Damit lassen sich gut Suppen und Saucen verfeinern. Geben Sie sie in einem Curry hinzu, um dieses dickflüssiger und cremiger zu machen. Wichtig ist, Gerichte mit Kokossahne nicht zu stark zu erhitzen. Schonende Erwärmung erhält Konsistenz und Geschmack deutlich besser.

Beliebt ist Kokossahne vor allem für vegane Süssspeisen und Desserts, wie Crème, Mousse oder Eis (Glacé). Kokossahne lässt sich auch zu veganer Schlagsahne weiterverarbeiten. Dazu die kalte Kokossahne mit einem Handrührgerät so lange aufschlagen, bis sie cremig-luftig ist. Bei Bedarf können Sie ein wenig Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl zugeben, damit die Sahne ihre Festigkeit behält.

Anmerkung: Kokossahne hat einen sehr hohen Fettgehalt. Insbesondere der sehr hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren in der Kokosnuss ist ungesund.

Vorsicht: Nicht zu verwechseln mit Kokossahne ist Kokosnusscreme, auch Cream of Coconut genannt. Dabei handelt es sich um eine stark eingedickte, gesüsste Zubereitung auf Basis fettreicher Kokosmilch, meist unter Zusatz von Rohrzucker. Verwendung findet sie vor allem als Zutat für Cocktails wie Piña Colada. Gelegentlich trägt auch eine Mischung aus Kokosmilch und Kuhsahne die Bezeichnung Kokossahne, was jedoch keiner einheitlichen Definition entspricht.

Eigene Zubereitung von Kokossahne

Kokossahne lässt sich gut selbst herstellen. Am einfachsten gelingt es, wenn Sie Kokosmilch (aus Dose oder Tetrapak) in ein Gefäss geben und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Zentral ist, dass Sie eine dickflüssige Vollfett-Kokosmilch verwenden. Die Kokosmilch trennt sich über Nacht in einen eher festen und einen flüssigen Anteil auf. Den festen Anteil, der oben aufschwimmt, können Sie nun mit einem Löffel abschöpfen und als Kokossahne weiterverwenden.

Kokossahne in Rohkost-Qualität erhalten Sie nur aus roher Kokosmilch, die Sie selbst herstellen müssen. Das Rezept dazu finden Sie im Artikel der Kokosmilch, roh.

Veganes Rezept für Obstsalat mit Kokossahne

Zutaten (für 4 Personen): 150 g Erdbeeren, 1 Birne, 1 Apfel, 1 Banane, 2 grüne Kiwis, 100 g Himbeeren, 2-4 EL Zitronensaft, 150 g Kokossahne (kalt).

Zubereitung: Erdbeeren waschen, Strunk entfernen und halbieren. Birne und Apfel waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Banane schälen und in Scheiben schneiden. Kiwi schälen, halbieren, ggf. Strunk herausschneiden und in kleine Würfel schneiden. Himbeeren waschen und gut abtropfen lassen. Zubereitetes Obst in eine Schüssel geben und mit Zitronensaft vorsichtig vermengen. Kalte Kokossahne in ein kaltes Gefäss geben und mit einem Handrührgerät so lange aufschlagen, bis eine cremig-luftige Schlagsahne entsteht. Obstsalat auf Teller anrichten und mit einer Portion veganer Kokosschlagsahne garnieren. Sofort servieren.

Vegane Rezepte mit Kokossahne finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Kokossahne gibt es bei den Grossverteilern Coop und Migros sowie im Bio-Supermarkt Alnatura ganzjährig zu kaufen. Andere Supermärkte (z.B. Lidl, Rewe, Edeka, Billa, Denner, Volg, Aldi, Hofer, Spar) und Bio-Supermärkte (z.B. Denn's Biomarkt) haben Kokossahne nicht im Standard-Sortiment. Alternativ können Sie Kokossahne über Online-Shops bestellen. Kokossahne enthält teilweise Verdickungsmittel und Stabilisatoren wie Guarkernmehl und Johannisbrotkernmehl.

Lesen Sie beim Kauf am besten die Zutatenlisten, um sicherzustellen, dass es sich nicht um Kokosnusscreme (Creme of Coconut) handelt, also die eingedickte, gesüsste Variante.

Gekaufte Kokossahne besitzt in der Regel keine Rohkost-Qualität, da bei der industriellen Herstellung Erhitzung (Konservierung) zum Einsatz kommt. Rohe Kokossahne erfordert meist eine eigene Herstellung aus frischen Kokosnüssen oder roher Kokosmilch (nicht aus konservierter Kokosmilch).

Achten Sie auf Bio-Qualität, da Kokosnüsse aus kontrolliert biologischem Anbau ohne synthetische Pestizide wachsen und häufig aus ökologisch nachhaltigeren Anbausystemen stammen.

Ebenfalls erhältlich ist Kokosmilchpulver, das mit Wasser verrührt Kokosmilch ergibt. Je nachdem, wie viel Wasser Sie beifügen, erhalten Sie dickflüssige Kokossahne oder flüssige Kokosmilch. Dies ist ideal, wenn Sie nur kleine Mengen benötigen. Achten Sie darauf, dass dem Kokosnussmilchpulver nicht zusätzlich Reisstärke, Zucker oder Aromen zugesetzt sind.

Die Verfügbarkeit von Kokossahne ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Die Haltbarkeit von ungeöffneter Kokossahne in Dosen oder Tetrapaks beträgt bei richtiger Lagerung (kühl, trocken, dunkel) mehrere Monate. Geöffnete Kokossahne füllen Sie am besten in ein verschliessbares Gefäss um. So lässt sie sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Kokossahne enthält 330 kcal pro 100 g. Der Fettanteil ist mit 35 g/100g sehr hoch. Das Fett besteht zu einem sehr hohen Anteil aus gesättigten (mittelkettigen und langkettigen) Fettsäuren. Kokossahne weist 6,6 g Kohlenhydrate und 3,6 g Protein pro 100 g auf.1

Kokossahne beinhaltet mit 1,3 mg/100g grössere Mengen an Mangan (65 % des Tagesbedarfs). Noch mehr Mangan ist im Kokosfleisch (1,5 mg/100g) und in Kokosraspeln (2,7 mg/100g) enthalten. Ein manganhaltiges Lebensmittel, das Sie hingegen in grösseren Mengen essen können, ist Teff (Zwerghirse) mit 9,2 mg/100g.1

Eisen ist mit 2,3 mg/100g enthalten, was 16 % des Tagesbedarfs entspricht. Kokosmilch (konserviert) weist 3,3 mg, Kokosfleisch 2,4 mg pro 100g auf. Im Vergleich zu eisenhaltigen Lebensmitteln wie Chiasamen (7,7 mg/100g), Amarant und Teff (7,6 mg/100g), die Sie auch in grösseren Mengen konsumieren können, ist dies wenig.1

325 mg Kalium sind in 100 g Kokossahne vorhanden (16 % des Tagesbedarfs). Dieser Gehalt ist vergleichbar mit demjenigen von süsser Sojasauce (323 mg/100g) und Malzsirup (320 mg/100g). Besonders reich an Kalium sind geschälten Hanfsamen (1200 mg/100g).1

Da Sie Kokossahne aufgrund des hohen Fettgehalts nur in kleinen Mengen konsumieren sollten, relativiert sich der tatsächlich aufgenommene Nährstoffgehalt.

Die gesamten Inhaltsstoffe von Kokossahne, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Kokosnussfleisch und so auch Kokossahne enthalten sehr viele gesättigte Fettsäuren - zwischen 80 und 90 % der Gesamtfette. Ein hoher und häufiger Verzehr gilt aufgrund des ungünstigen Verhältnisses von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren (Linolsäure, LA, zu Alpha-Linolensäure, ALA) als unvorteilhaft für eine gesunde Ernährung, besonders im Vergleich zu pflanzlichen Fetten mit mehr ungesättigten Fettsäuren.2,3 In einer ausgewogenen Ernährung lassen sich Kokosnussfleisch und seine Produkte zwar einbauen, jedoch nur gelegentlich und in kleinen Mengen.

Ein viel diskutierter Punkt bei Kokosprodukten betrifft den Gehalt an mittelkettigen Fettsäuren (MCT) und deren möglichen Einfluss auf Gewichtsverlust oder Abnehmen. Studien untersuchten, ob MCT den Energieverbrauch erhöhen und die Gewichtsreduktion unterstützen.4,5 Meta-Analysen zeigen, dass eine Ernährung mit reinen MCT moderate, aber nicht signifikante Gewichtsverluste begünstigt - im Vergleich zu einer Ernährung mit langkettigen Fettsäuren (LCT). Dieser Effekt trat vor allem bei reinen MCT auf und weniger bei Mischungen aus mittelkettigen und langkettigen Fettsäuren (MLCT).6

Wenn langkettige Fettsäuren in Studien durch MCT ersetzt sind, fallen Veränderungen von Körpergewicht und Körperfett meist gering aus (z.B. -0,5 kg Körpergewicht, -1,5 cm Taillenumfang).7 Auch das Blutlipidprofil zeigt nur geringe Veränderungen, vereinzelt steigen Triglyceride leicht an.8

Vor diesem Hintergrund erscheint es fraglich, dass handelsübliche Kokosprodukte - etwa Kokossahne oder normales Kokosöl, deren MCT-Anteil eher niedrig ist – ähnliche Effekte auf Gewicht oder Körperfett erzielen wie isolierte MCT-Öle. Weitere Informationen zu MCT finden sich im Artikel Kokosöl (Kokosnussöl, Kokosfett).

Für eine nachhaltige Gewichtskontrolle erweist es sich daher als sinnvoller, die Gesamtkalorienaufnahme im Blick zu behalten und bevorzugt Fette aus Nüssen oder Samen (z.B. Walnüsse, Leinsamen, Chia) aufzunehmen. Erfahren Sie mehr zum Thema Abnehmen im Artikel "Gesund und dauerhaft abnehmen".

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Kokossahne kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Kokossahne enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:9,10

  • Isoprenoide: Beta-Sitosterol
  • Polyphenole: Flavonoide (u.a. Catechin), Phenolsäuren (u.a. Hydroxyzimtsäuren)

Kokosnussfleisch und auch Kokossahne enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Phenolverbindungen, die antioxidativ wirken und potenziell gesundheitsfördernde Effekte haben. Eine Analyse aus dem Jahr 2025 zeigte deutliche Unterschiede im Phenolgehalt von zarten und reifen Kokosnüssen: Zartes Kokosfleisch enthielt mehr phenolische Verbindungen als reifes Fleisch. Ein ähnliches Muster zeigte sich beim Kokoswasser. Der Gehalt an Phenolen hängt neben dem Reifestadium auch vom Gewebetyp ab: Kokoswasser enthält mehr Phenole als das Fleisch.9

Konservierte und dadurch nicht rohe Kokossahne weist vermutlich niedrigere Mengen an sekundären Pflanzenstoffen auf als frische Kokossahne. Verarbeitungsschritte wie Erhitzung, Filtration oder längere Lagerung führen teilweise zu Verlusten hitze- und oxidationsempfindlicher Inhaltsstoffe. Frisch hergestellte Kokossahne aus rohem Kokosnussfleisch resp. roher Kokosmilch enthält daher tendenziell mehr sekundäre Pflanzenstoffe.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Die im Kokosöl enthaltenen gesättigten Fettsäuren erhöhen den Blutcholesterinspiegel und steigern somit das Risiko für Herzerkrankungen.11

Ein Review aus dem Jahr 2016 wertete 21 Studien aus, darunter 8 klinische Untersuchungen und 13 Beobachtungsstudien. Die Beobachtungsdaten legen nahe, dass der Verzehr von Kokosnussfleisch innerhalb traditioneller Ernährungsgewohnheiten keine negativen kardiovaskulären Auswirkungen zeigt. Aufgrund erheblicher Unterschiede in Ernährung und Lebensstil lassen sich diese Ergebnisse jedoch nur eingeschränkt auf eine typische westliche Ernährung übertragen. Insgesamt deuten die bisherigen Interventionsstudien darauf hin, dass der Ersatz von Kokosnussöl durch ungesättigte Fette das Blutfettprofil in einer Weise beeinflusst, die mit einer Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren verbunden ist.12

Eine Kokosnuss-Allergie tritt selten auf. Mit zunehmender Verbreitung des Konsums berichten jedoch immer mehr Personen über allergische Reaktionen, besonders Kinder zeigen eine höhere Empfindlichkeit. Kreuzreaktionen mit Hülsenfrüchten, Samen und Nüssen, insbesondere Macadamia, sind möglich.13

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Der CO2-Fussabdruck von Kokossahne hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Anbauweise der Kokosnüsse, die Verarbeitung, der Transport und die Verpackung. Trotz umfassender Recherche lassen sich keine genauen Zahlen für den CO2-Fussabdruck von Kokossahne finden. Für Kokosmilch liegt der Wert laut The Big Climate Database bei 6,33 kg CO2eq/kg.14 Dabei bleibt unklar, ob die Angabe für die frische oder die konservierte Form gilt. Es liegt nahe, dass der Fussabdruck von Kokossahne in einem ähnlichen Bereich liegt.

Der globale durchschnittliche Wasserverbrauch für Kokosnüsse liegt bei 2687 l/kg. Damit fällt der Verbrauch deutlich höher aus als bei Gemüse (322 l/kg) und übertrifft den weltweiten Durchschnitt für Ölpflanzen (2364 l/kg).15 Im Vergleich zu Butter (7692 l/kg) bleibt er jedoch wesentlich niedriger.16

Die Nachhaltigkeit der Kokosindustrie wirft erhebliche Probleme auf. Der Anbau von Kokospalmen ist oft mit Landraub, Waldrodungen und der Gefährdung lokaler Biodiversität verbunden.17 Um die hohe Nachfrage zu decken, setzen LandwirtInnen selten auf Mischkulturen, sondern auf umweltschädliche Monokulturen.18 Im Hinblick auf die Zahl bedrohter Arten pro Million Tonnen produziertem Öl liegt Kokosöl auf einem ähnlich biodiversitätsschädigenden Niveau wie Palmöl.19

Kokospalmen wachsen langsamer und liefern pro Hektar deutlich weniger Ertrag als Ölpalmen, was den Flächenbedarf erhöht. Hinzu kommen die CO2-Emissionen durch den weltweiten Transport der Früchte. Auch soziale Aspekte sind problematisch: Häufig betreiben Kleinbauern und Kleinbäuerinnen Plantagen für den Exportmarkt, während grosse Handelskonzerne die Preise diktieren, was zu prekären Lebensbedingungen führt. Viele Beschäftigte arbeiten saisonal und ohne feste Verträge, stabile Arbeits- und Lebensbedingungen fehlen in zahlreichen Fällen.20,21

Zahlreiche Kokosnuss-Bäuerinnen und -Bauern leben unter der Armutsgrenze, während für den Anbau Regenwälder den Abholzungsmaschinen zum Opfer fallen, was den Biodiversitätsverlust weiter verschärft. Zertifikate sollen soziale und ökologische Standards sichern und sowohl ProduzentInnen als auch der Umwelt zugutekommen.22 Es existieren verschiedene Zertifizierungsoptionen, die Nachhaltigkeitsziele wie Menschenrechte, Einkommensgerechtigkeit, Arbeitssicherheit und Umweltschutz abdecken, zum Beispiel Bio, Fair Trade oder Rainforest Alliance.23

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

In einigen Regionen Südostasiens, vor allem in Thailand, kommen trainierte Affen (Makaken) bei der Kokosnussernte zum Einsatz. Die Tiere tragen häufig Metallhalsbänder, klettern an kurzen Leinen auf bis zu 20-25 Meter hohe Palmen und drehen dort die reifen Früchte ab. Berichten zufolge ernten besonders stark trainierte Affen bis zu 1600 Kokosnüsse pro Tag, während ein menschlicher Pflücker im Durchschnitt etwa 80 Nüsse schafft. Dokumentationen von Tierschutzorganisationen wie PETA berichten von schweren Misshandlungen: Die Affen leben angekettet, haben kaum Möglichkeit zu freiem sozialen Kontakt und die Besitzer ziehen ihnen teilweise die Eckzähne, um Bisse zu verhindern.24,25

Weltweites Vorkommen - Anbau

Die Kokospalme (Cocos nucifera) ist ein tropisches Palmengewächs, das ursprünglich aus Südostasien stammt (Malaysia, Indonesien, Philippinen, Inseln zwischen Indischem und Pazifischem Ozean). Von dort breitete sich die Kokosnuss vermutlich nach Indien und weiter nach Ostafrika aus. Nach der Entdeckung des Kaps der Guten Hoffnung erreichte sie Westafrika und später auch andere tropische Regionen, darunter Teile Amerikas.26

Im Jahr 2023 führten Indonesien, die Philippinen und Indien die Rangliste der grössten Kokosnussproduzenten an.27

Informationen zum Anbau und zur Ernte von Kokosnüssen finden Sie im Artikel zu Kokosfleisch, roh (Kokosnussfleisch, bio?).

Industrielle Herstellung

Die industrielle Herstellung von Kokossahne ist analog zu derjenigen von Kokosnussmilch (konserviert). Der Unterschied zwischen Kokosmilch und Kokossahne ist der Gehalt an Fett und Wasser. Der Fettgehalt beträgt für Kokosmilch mindestens 10 % und für Kokossahne 20 %.28 Was ist Kokossahne? Kokossahne ist im Grunde eine konzentriertere Form der Kokosmilch.

Kokosnussmilch und Kokossahne entstehen aus der Verarbeitung des Kokosnussfleischs. Nach dem Öffnen der Nüsse entnimmt man das Fleisch, reinigt es und zerkleinert es mit Zugabe von warmem Wasser (im Falle von Kokossahne ohne oder mit nur wenig Wasser), häufig mit einer mechanischen Schnecken- oder Hydraulikpresse. Anschliessend filtert man das Ganze, sodass die festen Bestandteile zurückbleiben. In der Regel erfolgt eine Pasteurisierung, um die Haltbarkeit zu verlängern.29

Weiterführende Informationen

Die Kokospalme (Cocos nucifera) ist die einzige Art der Gattung Cocos innerhalb der Familie der Palmengewächse (Arecaceae), weist aber zahlreiche Sorten auf. Zwei besonders bedeutende Gruppen sind die "dwarf"-Palmen (klein) und die "tall"-Palmen (gross).22

Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme und ist streng genommen keine echte Nuss, sondern eine einsamige Steinfrucht. Sie entsteht aus drei miteinander verwachsenen Karpellen, was häufig zu ihrer leicht dreieckigen Form führt. Die drei Augen auf einer Seite markieren die Keimlöcher, wobei nur eines tatsächlich keimt.30

Kokosmilch (roh oder konserviert) enthält mehr Wasser und eine geringere Fettkonzentration, während Kokossahne dicker ist und einen höheren Fettanteil aufweist. Kokosmus besteht aus reinem Kokosnussfleisch und liefert den höchsten Anteil an Fett und festen Bestandteilen.

Aus getrocknetem Kokosnussfleisch lassen sich Kokoschips und Kokosraspeln herstellen. Nicht zu verwechseln sind die Raspel mit Kokosmehl, das aus dem Trester (ausgepresstes Fruchtfleisch) hergestellt ist, der bei der Produktion von Kokosmilch, Kokossahne oder Kokosöl übrigbleibt.

Alternative Namen

Kokossahne (Kokosnusssahne, Kokosrahm) ist teilweise auch unter dem Namen Coconut Cream im Handel zu finden. Die englische Bezeichnung lautet coconut cream. Nicht zu verwechseln mit Kokosnusscreme oder Cream of Coconut.

1.

Nährstofftabellen.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

2.

"Coconut oil is 100% fat, 80-90% of which is saturated fat. This gives it a firm texture at cold or room temperatures. Fat is made up of smaller molecules called fatty acids, and there are several types of saturated fatty acids in coconut oil. The predominant type is lauric acid (47%), with myristic and palmitic acids present in smaller amounts, which have been shown in research to raise harmful LDL levels. Also present in trace amounts are monounsaturated and polyunsaturated fats."

"Although epidemiological studies find that groups of people who include coconut as part of their native diets (e.g., India, Philippines, Polynesia) have low rates of cardiovascular disease, it is important to note that many other characteristics, dietary and other, could be explanatory. Also, the type of coconut they eat is different than what is used in a typical Western diet. These groups do not eat processed coconut oil, but the whole coconut as coconut meat or pressed coconut cream, along with an indigenous diet of foods rich in fiber and low in processed and sugary foods. [2]"

Website

Harvard T.H. Chan. The Nutrition Source. Coconut Oil.

3.

"TFA recommendations: 1. WHO recommends that adults and children reduce trans-fatty acid intake to 1% of total energy intake (strong recommendation). 2. WHO suggests further reducing trans-fatty acid intake to less than 1% of total energy intake (conditional recommendation). 3. WHO recommends replacing trans-fatty acids in the diet with polyunsaturated fatty acids or mono unsaturated fatty acids primarily from plant sources (conditional recommendation)."

Website

WHO World Health Organization: Saturated fatty acid and trans-fatty acid intake for adults and children. WHO guideline. 2023.

4.🞽

17 women, 27 days, 

"These results show that long-term consumption of MCT enhances EE and fat oxidation in obese women, when compared to LCT consumption. The difference in body composition change between MCT and LCT consumption, although not statistically different, was consistent with differences predicted by the shifts in EE. It can be concluded that substitution of MCT for LCT in a targeted energy balance diet may prevent long-term weight gain via increased EE."

Randomisierte, kontrollierte Crossover-Studie mit stationärer Ernährungskontrolle

DOI: 10.1038/sj.ijo.0802169

Study: strong evidence

St-Onge MP, Bourque C, et al. Medium- versus long-chain triglycerides for 27 days increases fat oxidation and energy expenditure without resulting in changes in body composition in overweight women. Int J Obes Relat Metab Disord. 2003;27(1):95-102.

5.🞽

24 Men, 28 days Diet, crossover randomized controlled trial

"Consumption of a diet rich in MCTs results in greater loss of AT compared with LCTs, perhaps due to increased energy expenditure and fat oxidation observed with MCT intake. Thus, MCTs may be considered as agents that aid in the prevention of obesity or potentially stimulate weight loss."

Randomisierte, kontrollierte Ernährungsintervention RCT

DOI: 10.1038/oby.2003.53

Study: strong evidence

St-Onge MP, Ross R, et al. Medium-chain triglycerides increase energy expenditure and decrease adiposity in overweight men. Obes Res. 2003;11(3):395-402.

6.🞽

"Our findings revealed diets enriched with MCTs are more effective in achieving weight reduction (WMD: −1.53%; 95% CI: −2.44, −0.63; p < 0.01), particularly those containing pure MCTs (WMD: −1.62%; 95% CI: −2.78, −0.46; p < 0.01), compared to long-chain fatty acids (LCTs) enriched diets. However, our subgroup analysis indicates that an MLCTs-enriched diet did not significantly reduce weight loss. Additionally, MCTs-enriched diets were associated with significant reductions in blood triglyceride levels and Homeostatic Model Assessment for Insulin Resistance (HOMA-IR) scores, compared to LCTs-enriched diets."

"Hence, the authors recommend incorporating pure MCTs in dietary interventions for individuals with overweight and obesity, particularly those with comorbidities such as dyslipidemia and impaired glucose metabolism."

"In the present study, we evaluated the differential effects of various types of MCTs (pure MCTs versus MLCTs) on body weight reduction and glucolipid metabolism in individuals with overweight and obesity. Our findings suggest that MCTs-enriched diets potentially lead to greater weight reduction than LCTs-enriched diets. However, our subgroup analysis revealed that MLCTs-enriched diets did not result in significant weight changes, indicating the need to further explore the underlying mechanism"

Systematisches Review mit Meta-Analyse

DOI: 10.1016/j.clnu.2024.06.016

Study: strong evidence

He H, Liu K, et al. The impact of medium-chain triglycerides on weight loss and metabolic health in individuals with overweight or obesity: A systematic review and meta-analysis. Clin Nutr. 2024;43(8):1755-1768.

7.🞽

"Medium-chain triglycerides (MCTs) may result in negative energy balance and weight loss through increased energy expenditure and lipid oxidation. However, results from human intervention studies investigating the weight reducing potential of MCTs, have been mixed."

"Replacement of LCTs with MCTs in the diet could potentially induce modest reductions in body weight and composition without adversely affecting lipid profiles. However, further research is required by independent research groups using large, well-designed studies to confirm the efficacy of MCT and to determine the dosage needed for the management of a healthy body weight and composition."

"Thirteen trials (n=749) were identified. Compared with LCTs, MCTs decreased body weight (–0.51 kg [95% CI–0.80 to –0.23 kg]; P<0.001; I2=35%); waist circumference (–1.46 cm [95% CI –2.04 to –0.87 cm]; P<0.001; I2=0%), hip circumference (–0.79 cm [95% CI –1.27 to –0.30 cm]; P=0.002; I2=0%), total body fat (standard mean difference –0.39 [95% CI –0.57 to –0.22]; P<0.001; I2=0%), total subcutaneous fat (standard mean difference –0.46 [95% CI –0.64 to –0.27]; P<0.001; I2=20%), and visceral fat (standard mean difference –0.55 [95% CI –0.75 to –0.34]; P<0.001; I2=0%). No differences were seen in blood lipid levels."

Systematisches Review und Meta‑Analyse randomisierter kontrollierter Studien (RCTs)

DOI: 10.1016/j.jand.2014.10.022

Study: strong evidence

Mumme K, Stonehouse W. Effects of medium-chain triglycerides on weight loss and body composition: a meta-analysis of randomized controlled trials. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics. 2015;115(2):249–263.

8.🞽

"MCT oil does not affect total cholesterol, LDL cholesterol, or HDL cholesterol levels, but does cause a small increase in triglycerides."

Systematic Review & Meta-Analysis: 7 randomisierte Studien

DOI: 10.1093/jn/nxab220

Study: strong evidence

McKenzie KM, Lee CM, et al. Medium-chain triglyceride oil and blood lipids: a systematic review and meta-analysis of randomized trials. The Journal of Nutrition. 2021;151(10):2949–2956. 

9.🞽

"Beyond its lipid profile, coconut milk contains diverse bioactive phytochemicals, particularly phenolic compounds, which contribute to its antioxidant activity and potential health benefits. These compounds include phenolic acids (e.g., gallic acid, caffeic acid, p-hydroxybenzoic acid, chlorogenic acid, ferulic acid, and syringic acid) and flavonoids such as catechin [8]. Previous studies, such as those by Arivalagan et al. [9] and Mahayothee et al. [10], have identified and quantified these compounds in coconut meat. Nevertheless, detailed characterization of these compounds remains limited, particularly regarding their variation across different geographic origins and maturity stages of the coconut fruit."

"Phenolic compounds are widely considered as key contributors to the functional properties of coconut, and their concentration can serve as an important indicator of nutritional and bioactive potential. In this study, TPC of all samples was determined using the Folin–Ciocalteu method. As shown in Figure 1A, distinct differences were observed between tender and mature coconuts. In coconut meat, TCM exhibited a significantly higher TPC (248.19 ± 35.89 mg GAE/kg) compared with MCM (190.90 ± 6.94 mg GAE/kg). A similar pattern was evident in coconut water, where TCW contained 92.41 ± 14.83 mg GAE/L and MCW contained 33.26 ± 6.99 mg GAE/L."

"In coconut meat (Figure 2A), the predominant categories (>1% relative abundance) included organooxygen compounds (42.00%, 199 compounds), fatty acyls (13.09%, 130 compounds), carboxylic acids and derivatives (13.06%, 231 compounds), hydroxy acids and derivatives (9.96%, 12 compounds), flavonoids (7.97%, 58 compounds), followed by glycerolipids (3.30%), prenol lipids (1.45%), unsaturated hydrocarbons (1.12%), and benzene derivatives (1.06%). Collectively, the top five categories accounted for approximately 86% of the phytochemical profile. Notably, phenolic compounds (flavonoids, hydroxycinnamic acids and derivatives, and benzoic acids and derivatives) represented 8.58% of total constituents, underscoring their potential nutritional relevance."

"Overall, the phenolic profile revealed clear influences of both tissue type and developmental stage. Coconut water contained a higher proportion of phenolics than coconut meat, particularly flavonoids and hydroxycinnamic acids, highlighting its role as a polyphenol-rich beverage. In addition, tender samples consistently exhibited greater phenolic abundance than mature ones, indicating that phenolic richness declines with fruit maturation as metabolic resources shift toward lipid accumulation in the kernel. Importantly, the identified flavonoids such as catechin, epicatechin, and procyanidins, which are well known for their antioxidant and cardioprotective properties, underscore the nutritional and functional potential of coconut-derived products, especially in their tender stage."

Vergleichende Laboranalyse von Kokosnussproben in unterschiedlichen Reifestadien (zart vs. reif).

DOI: 10.3390/foods14234023

Study: weak evidence

Jiang R, Xue D, et al. Comparative study of the fatty acid and phenolic profiles of tender and mature coconut for coconut milk production. Foods. 2025;14(23):4023.

10.🞽

"Table 2 indicates that the same pattern of phytosterol in coconut meat from different sources. The phytosterol content found in the coconut meat from these sources ranged only from 19-26 mg per 100 g. However, the total phytosterol content in coconut meat from Indonesia was significantly higher than the others (P ≤ 0.05). β-sitosterol was the main phytosterol found and accounted more than 50% of the total content."

"The phytosterol content mainly as beta-sitosterol was highest in the coconut meat from Indonesia."

Vergleichende Untersuchung von Kokosnussfleisch aus drei Herkunftsländern (Thailand, Indonesien, Vietnam).

DOI: 10.12982/CMUJNS.2019.0037

Study: weak evidence

Ngampeerapong C, Chavasit V. Nutritional and bioactive compounds in coconut meat of different sources: thailand, indonesia and vietnam. CMUJ Nat. Sci. 2019;18(4).

11.🞽

"Higher dietary intakes of major SFAs are associated with an increased risk of coronary heart disease. Owing to similar associations and high correlations among individual SFAs, dietary recommendations for the prevention of coronary heart disease should continue to focus on replacing total saturated fat with more healthy sources of energy."

Prospektive, longitudinale Kohortenstudie

DOI: 10.1136/bmj.i5796

Study: moderate evidence

Zong G, Li Y, et al. Intake of individual saturated fatty acids and risk of coronary heart disease in US men and women: two prospective longitudinal cohort studies. BMJ. 2016; 355:i5796.

12.🞽

"Overall, the weight of the evidence from intervention studies to date suggests that replacing coconut oil with cis unsaturated fats would alter blood lipid profiles in a manner consistent with a reduction in risk factors for cardiovascular disease."

Systematisches Review: 21 Studien

DOI: 10.1093/nutrit/nuw002

Study: strong evidence

Eyres L, Eyres MF, et al. Coconut oil consumption and cardiovascular risk factors in humans. Nutr Rev. 2016;74(4):267–280.

13.🞽

"Although the rate of reactivity to coconut in sensitized individuals is low, half of the reactions from consumption met the criteria for anaphylaxis. Clinicians should be aware of the spectrum of reactions and diagnostic use of sIgE and SPT."

"Coconut allergy is becoming a more common concern among parents of children with food allergy, in part owing to the required labeling on packaged foods.1 In addition, coconut has increasingly become part of the US diet and is a nutritional alternative beverage for children with cow’s milk allergy. It is striking that coconut is the most common food allergen present in commercially available skin care products, with 1 study revealing approximately 75% of shampoos and body soaps contain coconut.2 Furthermore, coconut has been popularized as a natural moisturizer for babies, particularly children with atopic dermatitis at high risk for food allergy.3 In infants, applying coconut to inflamed skin and not engaging in oral consumption is a concerning set-up for percutaneous sensitization and ultimately food allergy, not oral tolerance.46"

"Coconut allergy is becoming a more common concern among parents of children with food allergy, in part owing to the required labeling on packaged foods.1 In addition, coconut has increasingly become part of the US diet and is a nutritional alternative beverage for children with cow’s milk allergy. It is striking that coconut is the most common food allergen present in commercially available skin care products, with 1 study revealing approximately 75% of shampoos and body soaps contain coconut.2 Furthermore, coconut has been popularized as a natural moisturizer for babies, particularly children with atopic dermatitis at high risk for food allergy.3 In infants, applying coconut to inflamed skin and not engaging in oral consumption is a concerning set-up for percutaneous sensitization and ultimately food allergy, not oral tolerance.46"

"Cosensitization with tree nuts, legumes, and seeds was common. Macadamia nut had the strongest correlation with coconut (r = 0.81, P < .001, n = 101)."

Retrospektive Beobachtungsstudie (Chart Review)

DOI: 10.1016/j.anai.2021.01.027

Study: moderate evidence

Kruse L, Lor J, et al. Coconut allergy: Characteristics of reactions and diagnostic predictors in a pediatric tertiary care center. Ann Allergy Asthma Immunol. 2021;126(5):562-568.

14.

2025: 6,33 kg

Website

The Big Climate Database. Version 1. Coconut milk. 2025

15.🞽

coconut 2687 Globalaveragewater footprint(m3ton−1)

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577-1600.

16.🞽

Butter 4,695 465 393 5,553 7,692

Modellbasierte, quantitative Umweltanalyse

DOI: 10.1007/s10021-011-9517-8

Mekonnen MM, Hoekstra AY. A global assessment of the water footprint of farm animal products. Ecosystems. 2012;15(3):401–415.

17.🞽

"The article sounds a warning call about the potential impacts of oil palm expansion on tropical forests and biodiversity, particularly in Malaysia and Indonesia; this concern is shared by many environmentalists and concerned scientists [2,3]. However, in spite of efforts by conservationists to curtail deforestation due to oil palm, the global market for palm oil continues to expand."

Wissenschaftlicher Kommentar / Meinungsbeitrag (Commentary)

DOI: 10.1016/j.tree.2008.09.006

Study: weak evidence

Koh LP, Wilcove DS. Oil palm: disinformation enables deforestation. Trends in Ecology & Evolution. 2009;24(2):67–68.

18.

Kokosöl - Fluch oder Segen der Karibik
Die Kokosnuss wächst auf Palmen in warmen tropischen Ländern, ihr Genuss lässt uns an Karibik denken. Natives, nicht raffiniertes Kokosöl wird als „Superfood“ verkauft, die Nachweise dazu fehlen allerdings. Kokosöl ist keine umweltfreundliche Alternative zu Palmöl!

Kokosfett oder Kokosnussöl kommt aufgrund seiner Hitzestabilität oft beim Braten zum Einsatz. Es wird aus dem Fruchtfleisch der Kokospalme gewonnen und chemisch behandelt, also raffiniert, gebleicht und desodoriert.

Kein Beweis für gesundheitsfördernde Wirkung
Sogenanntes natives Kokosöl hingegen wird nicht raffiniert, nicht chemisch behandelt und oft als besonders gesundheitsfördernd beworben. Doch für diese positive Wirkung auf die Gesundheit fehlen die Studien. Fest steht, dass Kokosöl einen hohen Anteil von gesättigten Fettsäuren enthält, und diese können nachweislich schlechte LDL-Cholesterinwerte erhöhen - also keine Spur von gesund!

Wirklich gesund sind andere Öle
Für exotische Gerichte darf das Kokosöl in Bio-Qualität mit seinem süsslichen Geschmack gelegentlich auf den Teller. Für das tägliche Kochen empfiehlt DIE UMWELTBERATUNG aber anderes Öl aus Bio-Landbau, etwa heimisches Rapsöl oder Olivenöl. Diese haben einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit, wie zahlreiche Studien belegen. Und sie punkten auch ökologisch gegenüber Kokosöl, weil die Transportwege kürzer sind.

Weniger Ertrag auf Kosten des Regenwalds
Aufgrund des Protests der Konsument*innen sind viele Produkte palmölfrei, einige davon mit Kokosöl produziert. Ein Schutz des Regenwalds ist damit aber nicht gesichert, denn auch Kokospalmen wachsen in tropischen Gebieten wie Indonesien und auf den Philippinen. Bisher wurden sie oft in kleinbäuerlichen Strukturen kultiviert, die hohe Nachfrage führt wieder zu Monokultur. Bei den Erträgen kann die Kokospalme nicht mit der Ölpalme mithalten welche fast den siebenfachen Ertrag auf gleicher Fläche liefert.

Website

Die Umweltberatung Wien. Kokosöl - Fluch oder Segen der Karibik.

19.🞽

"We used the number of threatened species per million tons of oil produced to assess the environmental impacts from coconut and other oil crops. This measure indicated that coconut has greater relative impact than, for example, oil palm (Figure 1; Table S1). If we consider impact by area rather than amount of product — as is typically done — that is, threatened species per hectare, the impact of oil palm (17 species/mha) surpasses that of coconut (5.3 species/mha; Table S1)."

analytische Literaturarbeit/Kommentar, die Daten zu Biodiversität und Ölproduktion zusammenführt, um die ökologischen Kosten von Kokosöl im Vergleich zu anderen Pflanzenölen zu diskutieren.

DOI: 10.1016/j.cub.2020.05.059

Meijaard E, Abrams JF, et al. Coconut oil, conservation and the conscentious consumer. Current Biology. 2020;6;30(13):R757-R758

20.

"Der Ertrag der Ölpalme liegt mit durchschnittlich etwa 3,8 Tonnen Öl pro Hektar weit über dem von Kokosöl mit 0,7 Tonnen Öl pro Hektar. Weitet sich der Trend, Palmöl durch Kokosöl zu ersetzen, aus, hätte das negative Effekte auf die Umwelt, da mehr Fläche benötigt würde. Überdies bedroht auch der Anbau von Kokospalmen die Artenvielfalt."

"Die Anbaubedingungen vor Ort müssen dringend verbessert werden. Und die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, sowohl im Kokosanbau als auch bei Palmöl, benötigen dringend Unterstützung. Beim Einsatz von jeglichen Pflanzenölen, egal ob aus Übersee oder aus heimischem Anbau, sollten strenge ökologische und soziale Kriterien erfüllt werden. Wie so oft zeigt die Biobranche den Weg. Sie hat auch im Kokosanbau vorbildliche Projekte mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern."

Website

WWF. WWF-Report Speiseeis: Like Ice in the Sunshine. 2021.

21.

"Economically, coconut farmers often depend solely on one primary commodity: copra and coconut grains. This reliance can lead to unstable economic conditions, as fluctuating copra and coconut prices directly affect household income. Additionally, many farmers lack the skills and knowledge needed for processing or diversifying coconut products, although every part of the fruit can be used to create economic value. A shortage of coconut farming and products also leads to shifts in local cultural behaviors and consumption patterns. The increasing price of coconut products in local markets is driving communities to switch to more affordable and available alternatives."

Website

Ksapa. Challenges and Transformations of the Global Coconut Value Chain. 2024.

22.

Coconut palms grow between 23° north and 23° south of the equator. If the tree survives oitside this limit it souesnt produve fruit. Coconut palms flourish in sandy soil that is aerted and well drained. They do best in temperature between 27°C and 30 °, and altough they tolerate salt water, they do require fresh groundwater and humid environment.
Indonesia is the world's largest producer of coconuts, with the Philippines coming in a close second. India is number tree in production. These tree countries acount for about 70 % of the world's total production of coconuts. Brazil, Sri Lanka and Vietnam follow as forth, fifth and sixth..

It would be dificult to find a coconut product made in Thailand that wasn't picked by a monkey..A trained male macaque can pick 1600 coconuts a day.. human production of eighty coconuts per day

Coconut is considered to be so important to the current weill-being of people of Sri lanka that the minister of coconut has been a cabinet level position since 1976.

about 17 billion coconuts are harvested worldwide, which translate to more than 80 million people earning their livelihoods whrough the growing and processing of coconut. . Of the just 110 million people in the Phiippines there are 1.5 million coconut farmers and more than 24 million other people involved in coconut growing or processing.

Book

Newman M, Kirker CL. Coconut: a global history. Reaktion Books; 2022:173.

23.

Organic standards address several environmental and social concerns. Restrictions on the use of chemicals on crops and pharmaceuticals on animals have positive impacts on both the environment and people. They promote not only farmer and food safety but also improved food quality (Giovannucci, 2006). 

Voluntary Sustainability Standards (VSS) are standards to meet specific sustainability goals including human rights, income equality, health and safety, environmental protection, etc. The first VSS initiatives like Organic, Fairtrade, and Rainforest Alliance aimed specifically to fill the niche markets of green consumers. But as more international and/or nongovernment organisations participated in developing VSS, the goals shifted to transforming and mainstreaming market to address sustainable production and consumption (Potts, Voora, Lynch, & Mammadova, 2016).  

In addition, coconut also offers many opportunities for improving the environment by increasing carbon sequestration and reducing carbon emission. Coconut also has the most stable carbon storage because it is a perennial plant with almost zero burning in the Philippines, i.e. coconut trunks, leaves, and fruits are used.

Website

United Nations Conference on Trade and Developement. Assessment of organic certification in the coconut oil value chain in the Philippines: Fostering the developement of green exports through voluntary sustainability standards. 2020.

24.

"For eight months, from December 2021 to July 2022, PETA Asia conducted its third investigation into Thailand’s coconut industry, in which chained monkeys are forced to spend long hours climbing tall trees and picking heavy coconuts. In response to international criticism following the release of PETA Asia’s two previous investigations, the Thai government and companies that make coconut products have claimed that monkeys are no longer used in the making of exported products, but PETA Asia’s new investigation has confirmed that rampant abuse of primates is still going unchecked – and that Thai coconut industry insiders are deliberately hiding monkey labor in their supply chain."

The owner of one “monkey school” that investigators visited admitted to buying from farmers who use nets to kidnap wild infant monkeys from their homes and families—even though it’s typically illegal.

In nature, macaques live in large groups with strict hierarchies and an intense focus on social relationships. But at one of the facilities investigated, juvenile monkeys slated to be trained for coconut picking were kept away from other members of their own species in cages. At another facility, investigators saw a chained female monkey who was also kept away from other monkeys, with no food or water nearby and little access to shade."

"The terrified young monkeys are forced to perform frustrating and difficult tasks, such as twisting heavy coconuts until they fall off the trees from a great height. An investigator learned that if monkeys try to defend themselves, their canine teeth may be pulled."

Website

Peta. A PETA Asia Investigation - No Monkey Is Safe in the Thai Coconut Industry.

25.

"Leaving the deft-fingered macaques in the wild might deal quite the blow to the coconut biz. As NPR noted, males can harvest an average of 1,600 coconuts per day, while females can harvest 600. Compared with their less-evolved brethren, humans are real apes at this game, bringing home just 80 per day."

Website

The Washington Post. The murky ethics of making monkeys pick our coconuts. 2015.

26.🞽

"The plant is originally from Southeast Asia (Malaysia, Indonesia, and the Philippines) and the islands between the Indian and Pacific Oceans. From that region, the fruit of the coconut palm is believed to have been brought to India and then to East Africa. After the discovery of the Cape of Good Hope, this plant was introduced into West Africa and, from there, dispersed to the American continent and to other tropical regions of the globe"

Narratives Review

DOI: 10.1590/1414-431X20154773

Study: weak evidence

Lima EBC, Sousa CNS, et al. Cocos nucifera (L.) (Arecaceae): A phytochemical and pharmacological review. Brazilian Journal of Medical and Biological Research. 2015;48(11):953.

27.

Coconuts, in shells. 2023. Production Quantity.

Website

FAOSTAT Food and Agriculture Organization of the United Nations. Production Quantity. Coconuts, in shells. 2023.

28.

Tabelle 3.1.3

Website

Codex Alimentarius, Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO). CXS240-2003. STANDARD FOR AQUEOUS COCONUT PRODUCTS Coconut milk and coconut cream. 2024.

29.🞽

Fallbeispiele

"2.3. Wet extraction process

The obtained coconuts were dehusked and cracked opened using a machete where its water was poured into a food-grade container.

The coconuts were then cracked into pieces and also deshelled and the testa of the meat was removed as depicted in Figures (1a) and (1b). Figure (1c) shows how the brown skin was pulled away to reveal the white kernel. The brown skin is removed so that it does not give the extracted coconut milk a dark hue and a little unpleasant taste. Coconut meat is rich in minerals, especially calcium and magnesium, so the kernel was cleaned with deionized water. The pieces of coconut were charged into an Akai electric blender from Tokyo, Japan, and heated to 55 °C according to Ref. [16]. It was blended and homogenized smoothly. The viscous slurry resulting from the mixture was filtered using a cheese cloth and then squeezed to extract the coconut milk into a clean bowl. The squeezed pulp was poured back into the Akai electric blender with hot deionized water added and the process was repeated three more times. The squeezed pulp as shown in Figure (1d) was used for poultry feeding. The extracted coconut milk was pasteurized at 62.8 °C for 30 - 60 minutes by heating it and using a thermometer to monitor its temperature before storage in a container with tight-fitting for analysis as shown in Figure (1e) [17] (see Fig. 2)."

DOI: 10.1016/j.cscee.2022.100206

Study: weak evidence

Tulashie SK, Amenakpor J, et al. Production of coconut milk: A sustainable alternative plant-based milk. Case Studies in Chemical and Environmental Engineering. 2022;6:100206.

30.

"The fruit is a 3-sided drupe (40-50 cm long) that turns yellow or brown with age and has a thick fibrous husk around it."

"Seed filling the large endocarp cavity, ± 10–15 cm. in diameter; endosperm to 2 cm. thick, lining the endocarp; embryo top-shaped, next to the functional ‘eye’. Fruit usually only 1 on each rachilla developing to maturity, massive, with basal persistent calyx and corolla at maturity increasing to 5 cm. long and 7 cm. wide, the whole fruit obovoid, obscurely trigonous, extremely variable; in shape and size, to 25 cm. long by 20 cm. wide or more, usually with only 1 of the 3 carpels developing;"

Website

WFO The World Flora Online. Cocos nucifera L.

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