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| Wir bieten wissenschaftlich fundierte Informationen zu Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit – unabhängig von Sponsoren, Lebensmittelindustrie oder Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln. Hier erfahren Sie mehr: unsere Mission. |
In den Tropen verkaufen Händler rohes Kokoswasser (Cocos nucifera) traditionell in grünen, jungen Kokosnüssen. Meist ist diese junge Kokosnuss mit der Machete geöffnet und man trinkt das Kokoswasser mit einem Plastik- oder Strohhalm daraus. Im DACH-Raum finden Käufer Kokoswasser überwiegend als verarbeitetes Produkt - auch in Bio-Qualität.
Verwendung in der Küche
Kokoswasser (Kokosnusswasser, Kokosnusssaft, Kokossaft) ist eine fast klare Flüssigkeit aus jungen Kokosnüssen. Es befindet sich im Inneren der Nuss und ist keimfrei, solange die Kokosnuss verschlossen ist. Noch jung, enthält die Kokosnuss bis zu einem Liter Kokoswasser. Je reifer die Frucht, desto weniger Saft enthält sie. Sind Kokosnüsse nicht mehr frisch, kann sich der Geschmack ins Säuerliche wandeln. Im europäischen Handel gibt es Kokoswasser mittlerweile abgepackt im Tetrapak oder in Flaschen. Das Wasser aus reifen, braunen Kokosnüssen, wie sie hier zum Essen des Kokosfleisches im Regal liegen, schmeckt meist säuerlich und eignet sich nicht zum Trinken.
In Anbauländern dient Kokossaft als wichtiger Trinkwasserersatz, weshalb der süssliche Durstlöscher häufig als Streetfood auf der Strasse zum Verkauf steht. Kokoswasser ist eine beliebte Zutat für Smoothies, beispielsweise mit Moringa, Passionsfrucht und Kiwi. Es dient auch als Grundlage für frische Drinks, wie den Ananas-Mojito mit Grünkohl (Kale). Auch in Currys oder Suppen findet Kokosnusssaft Verwendung.
Nata de coco ist eine philippinische Süssspeise aus bakteriell fermentiertem Kokoswasser. Sie hat eine bissfeste, geleeartige Konsistenz. Wegen ihres milden Eigengeschmacks erhält sie meist Fruchtaromen. Sie ergänzt Puddings, Joghurt oder Getränke. Aus fermentiertem Kokoswasser entsteht auch Kokosessig. In der kommerziellen Herstellung bildet jedoch der Saft der Kokosblüten die Grundlage für Kokosessig. Aus diesem Nektar entsteht gleichzeitig auch Kokosblütenzucker.
Veganes Rezept für einen Himbeer-Kokos-Drink
Zutaten (für 4 Personen): 500 g Himbeeren, 660 ml Kokoswasser, 8 Eiswürfel, ggf. 1 EL Agavensirup.
Zubereitung: Himbeeren mit Kokoswasser in einem Mixer pürieren. Bei Bedarf mit Agavensirup süssen. In den Kühlschrank stellen und mit Eiswürfeln kalt servieren.
Vegane Rezepte mit Kokoswasser finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa haben teilweise Kokosnüsse im Angebot, jedoch selten Trink-Kokosnüsse. Auch in Bio-Supermärkten wie Denn's Biomarkt und Alnatura fehlen sie oft im regulären Sortiment. Frische Trink-Kokosnüsse gibt es in gut sortierten Feinkostläden, Asia-Geschäften oder im Internet zu kaufen. Befreit von der äusseren grünen oder gelblichen Schale, erscheinen sie weisslich.
Neben frischem Kokoswasser gibt es auch ganzjährig abgefülltes, ultrahoch erhitztes Kokoswasser in Flaschen oder Tetrapaks, teilweise in Bio-Qualität. Produkte tragen Bezeichnungen wie "Kokosnusswasser", "Coco drink" oder "coconut water" und besitzen keine Rohkost-Qualität mehr. Falls Sie keinen Zugang zu frischen Trink-Kokosnüssen haben, achten Sie auf die Bezeichnung "Natur", "Naturell", "Pur", um sicherzugehen, dass kein Zucker zugesetzt ist. Nicht zu verwechseln ist Kokoswasser mit Kokosmilch. Letztere entsteht aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss und enthält einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt "Verwechslungsmöglichkeiten".
Die Verfügbarkeit von Kokoswasser ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Frische Trink-Kokosnüsse sind kühl und trocken zu lagern. So sind sie einige Tage haltbar. Bei wärmerer Lagerung nimmt die Haltbarkeit ab. Nach dem Öffnen ist der Kokossaft im Kühlschrank aufzubewahren und bald zu verbrauchen.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Kokosnusswasser (bio) enthält 19 kcal pro 100 g. Es enthält wenig Kohlenhydrate (3,7 g/100g) und Protein (0,72 g/100g). Mit 1,1 g Nahrungsfasern sind fast keine Ballaststoffe vorhanden. Im Gegensatz zu Kokosfleisch (6 g/100g) ist Kokoswasser fast fettfrei (0,20 g/100g).1
Wie oft darf ich Kokoswasser trinken? Kokoswasser ist kalorien- und fettarm, enthält jedoch grössere Mengen an Natrium. 500 ml Kokoswasser liefern 525 mg Natrium (1,335 g Kochsalz, was 55,5 % der empfohlenen Tageszufuhr entspricht).1 Wegen des relativ hohen Natriumgehalts und aus ökologischen Gründen trinken Sie Kokoswasser am besten nur gelegentlich und in kleinen Mengen.
Als natürliches Getränk hat das Kokoswasser im Vergleich zu anderen Säften und Drinks mit 2,6 g/100g wenig Zucker. Andere Säfte weisen deutlich höhere Werte auf: Karottensaft enthält 3,9 g, Orangensaft 8,4 g, Apfelsaft 9,6 g und Traubensaft 14 g Zucker pro 100 g.1
Der Nährstoffgehalt verändert sich während des Reifungsprozesses deutlich. Aufgrund des enthaltenen Kaliums und Magnesiums stellt Werbung Kokoswasser gerne als ideales Sportgetränk dar (mehr dazu unter Wirkung auf die Gesundheit). Diese sind jedoch nicht höher als bei einer Banane, die sich ebenfalls als Snack vor oder nach dem Training eignet. Kokoswasser enthält 250 mg Kalium, was 13,0 % des Tagesbedarfs abdeckt. Während Bananen 358 mg Kalium pro 100 g liefern. Magnesium ist mit 25 mg/100g enthalten (7 % des Tagesbedarfs). Bei Bananen sind es 27 mg/100g. Auch Mangan ist vorhanden (0,14 mg/100g), liegt aber unter dem Gehalt der Banane mit 0,27 mg/100g.1
Die gesamten Inhaltsstoffe von Kokoswasser, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Ist Kokoswasser isotonisch? Kokoswasser weist einen hohen Mineralstoffgehalt auf. Die enthaltenen Mineralstoffe sind für die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts und die Unterstützung verschiedener Körperfunktionen wichtig. Es enthält zudem mehrere wasserlösliche Vitamine des B-Komplexes, darunter Thiamin (B1), Riboflavin (B2), Pantothensäure (B5), Pyridoxin (B6), Biotin (B7) und Folat (B9). Darüber hinaus enthält Kokoswasser Vitamin C, ein wichtiges Antioxidans aus der Nahrung, das die Immunfunktion unterstützt und zur Geweberegeneration beiträgt. Diese Vitamine spielen eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung, im Stoffwechsel und für die Aufrechterhaltung der allgemeinen Gesundheit.19
Kokoswasser unterstützt die Flüssigkeits- und Elektrolytversorgung und besitzt potenziell antioxidative sowie kardioprotektive Eigenschaften. Mit zunehmender Fruchtreife verändern sich Volumen und Zusammensetzung. Der Gehalt an Mineralstoffen sinkt, während der Fett- und Proteingehalt zunimmt. Frisches Kokoswasser ist leicht verderblich, da mikrobielle Kontamination und enzymatische Prozesse nach dem Öffnen rasch zu Veränderungen führen können. Verfahren, wie Hochdruckbehandlung mit hydrostatischem Druck, Hochdruckbehandlung mit Kohlendioxid, Kaltplasma, gepulste elektrische Felder, gepulstes Licht, UV-C-Bestrahlung, Ultraschall, Ozon und Mikrofiltration bieten Alternativen zur herkömmlichen thermischen Verarbeitung.19
Kokoswasser diente in einzelnen historischen Fällen als intravenöse Flüssigkeit, wenn keine herkömmlichen Infusionslösungen verfügbar waren. Die beschriebenen Anwendungen erfolgten unter besonderen Notfallbedingungen und über kurze Zeiträume. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um eine sichere intravenöse Anwendung wissenschaftlich zu beurteilen.10
Hilft Kokoswasser bei Durchfall? Kokoswasser kann aufgrund seines Gehalts an Elektrolyten und Mineralstoffen zur Flüssigkeitsversorgung beitragen. Studien beschreiben zudem einen möglichen Nutzen bei der Behandlung von Durchfallerkrankungen, insbesondere in Regionen mit begrenztem Zugang zu medizinischer Versorgung.22 Gemäss WHO ist es jedoch keine Alternative zu oralen Rehydrationslösungen.11 Einige Quellen empfehlen Kokoswasser zur Linderung bei Gastritis (Magenschleimhautentzündung). Tierexperimentelle Studien an Ratten mit Magengeschwüren belegen, dass Kokoswasser Entzündungen verringert, die Magenschleimhaut schützt und die Heilung unterstützt. Klinische Studien am Menschen fehlen.9
Ist Kokoswasser gesund? In den Anbauländern gilt Kokoswasser als ein gesundes, naturbelassenes, erfrischendes Getränk. Kokosprodukte aus dem Kokosfruchtfleisch wie Kokosöl, Kokosmilch, Kokossahne, Kokosraspeln und Kokos-Chips enthalten jedoch reichlich gesättigte Fettsäuren mit möglichen nachteiligen gesundheitlichen Effekten. Da der lange Transportweg in unsere Breiten ökologisch bedenklich ist, empfiehlt sich ein moderater Konsum.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Kokoswasser kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Kokoswasser enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:19
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Salicylsäure, p-Hydroxybenzoesäure), Hydroxyzimtsäuren (Chlorogensäure, Kaffeesäure, Sinapinsäure, p-Cumarsäure); Flavonoide: Flavanole (Epicatechin, Catechin); Tannine (Proanthocyanidin)
- Weitere stickstoffhaltige Verbindungen: Cytokinine (Kinetin, Kinetinribosid, Zeatin)
Kokoswasser enthält verschiedene phenolische Verbindungen, die als wichtige Quellen von Antioxidantien gelten. Grünes Kokoswasser weist im Vergleich zu reifem Kokoswasser eine stärkere Fähigkeit gegen freie Radikale, höhere antioxidative sowie ein vielfältigeres Spektrum bioaktiver Verbindungen auf. Kokoswasser enthält zudem Cytokinine, die zu den Phytohormonen zählen. Studien beschreiben Anti-Aging-Effekte auf menschliche Hautzellen, darunter die Verlängerung der Lebensspanne und eine gesteigerte Zellteilung. Kinetin wirkt stark antioxidativ und schützt DNA, Proteine sowie Zellmembranen vor oxidativen Schäden.19
Tier- und In-vitro-Studien weisen auf verschiedene mögliche gesundheitliche Wirkungen von Kokoswasser hin. In Rattenmodellen zeigte insbesondere junges Kokoswasser entzündungshemmende und antioxidative Effekte. Bei fructosereicher Ernährung senkte es unter anderem Blutdruck, Triglyceride und freie Fettsäuren. Bei diabetischen Ratten reduzierten sowohl junges als auch reifes Kokoswasser Blutzucker und HbA1c und beeinflussten den Insulinhaushalt günstig. Zudem verringerte Kokoswasser in einem Rattenmodell die Thrombusbildung.19
Kokoswasser konnte in einer Studie die enzymatische Bräunung frisch geschnittener Lebensmittel, wie Gala-Apfelspalten hemmen. Kokoswasser zeigte in einzelnen Untersuchungen antimikrobielle Eigenschaften, u.a. bei Escherichia coli, Proteus mirabilis, Pseudomonas aeruginosa, Klebsiella pneumoniae, Shigella flexneri, Serratia marcescens und Morganella morganii. Bei Ratten hemmte es das Wachstum verschiedener Darmbakterien. Gegen Streptococcus mutans zeigte frisches und pasteurisiertes Kokoswasser dagegen keine antibakterielle Wirkung. Im grünen Kokoswasser fanden Forschende zudem bioaktive antimikrobielle Peptide. Die bisherigen Ergebnisse stammen überwiegend aus Tier- und In-vitro-Studien und erlauben keine Aussage über eine antibakterielle Wirkung beim Menschen.19
Fermentiertes Kokoswasser, kombiniert mit Hibiskustee und Lactobacillus acidophilus, zeigt höhere Gehalte an Phenolen, Flavonoiden und Tanninen sowie eine stärkere antioxidative Aktivität.22
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Seit der Jahrtausendwende vermarkten Institutionen und Firmen Kokoswasser als natürliches Energie- oder Sportgetränk mit niedrigen Fett- und Kaloriengehalten und signifikantem Elektrolytgehalt. Der Gehalt der primären Elektrolyten Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium pro Deziliter (100 ml oder 100 g) unverarbeitetes Kokoswasser ist jedoch nicht so hoch, wie Sie auch oben unter "Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien" lesen können.
Es gibt alleine zu Kokoswasser viele unwahre Behauptungen, die nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Die US-Regulierungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) warnte Hersteller vor irreführenden Marketing-Behauptungen, dass Kokoswasser antiviral sei, Cholesterin senke und/oder den Blutzuckerspiegel regulieren könne.13 Einige Unternehmen bekamen Sammelklagen wegen falscher Werbeaussagen wie "superhydratisierend", "nährstoffreich" oder "Mega-elektrolyte". Ein Unternehmen behauptete fälschlicherweise, dass sein Produkt 15 Mal die in Sportgetränken gefundenen Elektrolyte enthalte. Das Unternehmen wies jegliches Fehlverhalten zurück, stimmte aber im April 2012 einer Strafzahlung von 10 Millionen US-Dollar als Kompromiss zu.14
Das zeigt, wie viel Geld Hersteller mit diesen Produkten von leichtgläubigen Konsumenten einnehmen. Von geringen Mengen um die Jahrtausendwende, betrug der Umsatz im Jahr 2014 mit Kokoswasser 400 Millionen Dollar pro Jahr, mit steigender Tendenz.15 Grosse Gesundheitsschäden verursachen aber die Produkte aus dem Kokosfleisch wie Kokosöl, Kokosmilch, Kokossahne etc. Alleine der Palmzucker (aus Stamm und Blüte) hat sich im Umsatz zwischen 2008 und 2012 mehr als verdreifacht.13 Kokoswasser ist hingegen nicht ungesund, solange der Konsum gelegentlich erfolgt.
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Der ökologische CO2-Fussabdruck von Kokoswasser hängt von verschiedenen Faktoren ab, so unter anderem der Anbauweise der Kokosnüsse, der Verarbeitung, des Transports und der Verpackung.
Der ökologische Fussabdruck von Kokoswasser aus Indonesien beträgt 0,93 kg CO2eq/kg, aus den Philippinen 0,46 kg CO2eq/kg.8
Laut einer aktuellen Studie beträgt der ökologische Fussabdruck von Kokosmilch 1,1-2,5 kg CO2eq/kg. Zum Vergleich verursacht Kuhmilch etwa 4 kg CO2eq/kg und damit deutlich höhere Treibhausgasemissionen.16 Der CO2-Fussabdruck von Kokosöl liegt bei 2,3 kg CO2eq/kg.17
Trotz intensiver Recherche konnten wir keine Daten zum Wasserfussabdruck von Kokoswasser finden. Der globale durchschnittliche Wasserfussabdruck von Kokosnüssen liegt bei 2687 Liter/kg.20
Kokosnüsse sind aufgrund zahlreicher nützlicher Eigenschaften und geschickter Vermarktung nahezu weltweit gefragt, etwa als Lebensmittel, aber auch zur Energiegewinnung oder zur Herstellung von Dekoration, Möbeln oder Medizin. In den tropischen Anbauländern schafft dies wichtige Arbeitsplätze, in den Philippinen beispielsweise sind bis zu 3,5 Millionen Menschen direkt oder indirekt von der Kokosindustrie abhängig.18 Allerdings ist die Kokosindustrie äusserst kritisch zu betrachten, denn häufig bewirtschaften Kleinbauern die Kokosplantagen für den westlichen Markt, den Preis diktieren aber grosse Handelskonzerne. Die Landwirte können von dieser Entlohnung kaum leben. Bewirtschaften Tagelöhner firmeneigene Plantagen, sind die dortigen Bedingungen meist menschenunwürdig.4 Zertifizierte Ware ist seit Jahren vorhanden, ist bisher jedoch selten gefragt.5 Zusätzlich ist zu bedenken, dass Kokosnüsse für unseren Konsum weite Wege reisen mussten und demnach mit hohen Emissionswerten einhergehen.
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Hinter dem wachsenden Konsum von Kokosprodukten stehen oft schwerwiegende ökologische und ethische Probleme.
Die für den Anbau von Kokospalmen benötigte Fläche ist oftmals mit Landraub, Waldrodungen und der Vernichtung der lokalen Biodiversität verbunden. Um die grosse Nachfrage zu decken, setzen Produzenten kaum auf Mischkulturen und bevorzugen Monokulturen. Kokosöl ersetzt zudem immer mehr das umstrittene Palmöl. Jedoch liegt der Ertrag der Ölpalmen mit durchschnittlich etwa 3,8 Tonnen Öl pro Hektar weit über dem von Kokosöl mit 0,7 Tonnen Öl pro Hektar.4 Betrachtet man die Menge an bedrohten Arten pro Millionen Tonnen produziertem Öl, schneidet Kokosöl sogar schlechter ab als Palmöl.5
Eine Studie der Universität Exeter zeigt, dass dadurch durchschnittlich 60 Arten bedroht sind, die auf der Roten Liste der IUCN stehen.5 Für die Ernte setzen Produzenten teilweise dressierte Affen ein, was direkt zu erheblichem Tierleid führt. Die Affen erfahren mehrere Jahre lang gewaltsames Training, bis sie in der Lage sind, die Kokosnüsse von den hohen Palmen zu pflücken, was sie angeseilt bis zum Tod ausführen müssen.6
Weltweites Vorkommen - Anbau
Kokospalmen wachsen hauptsächlich in der Äquatorialzone, also in tropischen Gebieten. Der Mensch nutzt die Kokospalme seit mindestens 3000 Jahren. Ihr Ursprung liegt vermutlich in Polynesien (pazifische Inselregion). Ab dem 19. Jahrhundert erlangten Kokosnüsse - mit dem Anbau auf Plantagen durch Niederländer auf Ceylon - wirtschaftliche Bedeutung.3
Kokoswasser macht etwa 25 % des Gesamtgewichts der Frucht aus. Zartes Kokoswasser bezeichnet den klaren, leicht süssen und wässrigen Anteil einer unreifen Kokosnuss. Es besteht zu etwa 95 % aus Wasser und lässt sich nach der Ernte bis zu 15 Tage unter normalen Lagerbedingungen aufbewahren. Mit zunehmender Reife der Kokosnuss nimmt das Volumen des Kokoswassers ab, und seine chemische Zusammensetzung verändert sich. Der Gehalt an löslichen Feststoffen, Asche und Mineralstoffen sinkt, während Fett- und Eiweissgehalt zunehmen.7 Die Ernte erfolgt im grünen Stadium, damit die Nüsse möglichst viel Kokoswasser und optimale Nährstoffe bieten. Weitere Informationen zum Anbau und zur Ernte von Kokosnuss finden Sie unter Kokosfleisch, roh (Kokosnussfleisch, bio?)
FAOSTAT-Daten zeigen für 2023 eine weltweite Produktion von Kokosnüssen (in der Schale) von etwa 65 Millionen Tonnen. Indonesien, Philippinen und Indien produzieren zusammen etwa drei Viertel davon.2 Wichtige weitere Produzenten sind Brasilien und Sri Lanka.7
Industrielle Herstellung
Kokosnusswasser reagiert innerhalb weniger Stunden nach der Extraktion auf mikrobiellen Befall, was zum Verlust von Nährstoffbestandteilen sowie zu einer verkürzten Haltbarkeit führt. Die am häufigsten eingesetzten Konservierungstechniken für Kokossaft sind Pasteurisieren und Sterilisieren. Die thermischen Behandlungen haben jedoch nachteilige Auswirkungen auf Farbe, Klarheit und sensorische Eigenschaften. Sie verändern auch die Nährstoffzusammensetzung. Deshalb erforscht man zunehmend nicht-thermische Technologien für die Konservierung und Verlängerung der Haltbarkeit von Kokoswasser. Das Hochdruckverfahren kommt zwar kommerziell zum Einsatz, ist jedoch deutlich teurer als Pasteurisierung.12 Das im Handel erhältliche Kokosnusswasser ist meist pasteurisiert und weist deshalb keine Rohkost-Qualität mehr auf.
Verwechslungsmöglichkeiten
Kokoswasser und Kokosmilch sind nicht dasselbe. Kokoswasser ist die klare Flüssigkeit im Inneren der Kokosnuss. Viele Menschen trinken es direkt als Getränk. Es besteht zu etwa 95 % aus Wasser. Kokosmilch entsteht aus dem geriebenen festen Fruchtfleisch der Kokosnuss, mit oder ohne Zugabe von Wasser. In vielen Küchen dient sie als Zutat für verschiedene Gerichte, enthält mehr Fett und Eiweiss und bildet ausserdem die Grundlage für Kokosöl.19
Weiterführende Informationen
Die Kokospalme (Cocos nucifera) ist ein hoher Baum aus der Familie der Palmae bzw. Arecaceae, den Einkeimblättrigen zugeordnet.21 Die Kokosnuss gehört nicht zu den Nüssen, sondern ist eine einsamige Steinfrucht. Sie besteht aus drei miteinander verwachsenen Karpellen, was auch zu ihrer oft leicht dreieckigen Form führt. Die drei Augen auf einer Seite sind die Keimlöcher, von denen immer nur eines keimt.
Es gibt zwei Kokosnusssorten: Zwerg- und Hochpalmen. Die Fruchttragzeit hängt von der Sorte ab: Zwergsorten wachsen schnell und tragen nach 4–5 Jahren Früchte, während Hochpalmen langsamer wachsen und erst nach 6–10 Jahren Früchte bilden.21
Auf Inseln ohne Wasserquellen (Molukken und Karolinen) dienen Kokosnüsse zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs. Kokosnusssaft ist auch bei Touristen sehr beliebt, da das Wasser in der Kokosnuss in verschlossenem Zustand als keimfrei gilt.
Alternative Namen
Kokoswasser trägt auch die Bezeichnungen Kokosnusswasser, Kokosnusssaft oder teilweise Cocosnusswasser. Die englischen Begriffe lauten coconut water und coconut juice.
Literaturverzeichnis - 22 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 2. | ● Seed cotton (unginned) and coconuts (in shell) showed similar and stable production levels over the Coconuts were mostly produced in Asia, with Indonesia, Website | FAOSTAT Food and Agriculture Organization of the United Nations. Coconuts, in shell. 2023. |
| 3. | ● Book: moderate evidence | Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Springer Verlag: Berlin, Heidelberg, New York. 1977. |
| 4. | ● Website | WWF-Report Speiseeis: Like Ice in the Sunshine. Kokosfett aus den Tropen - "heimischer" Raps aus Übersee. |
| 5. | * We used the number of Narratives Review DOI: 10.1016/j.cub.2020.05.059 | Meijaard E, Abrams JF et al. Coconut oil, conservation and the conscientious consumer. Curr Biol. 2020;30(13):R757-R758. |
| 6. | ● Website | PETA de: Missbrauch von Affen für Kokosmilch und Co. - helfen Sie jetzt! 2025. |
| 7. | * CW constitutes approximately 25% of the total weight of the fruit [7]. Tender coconut water (TCW) refers to the clear, slightly sweet, and aqueous component of an immature coconut [8]. It contains about 95.5% water, 0.1% fat, 4% carbohydrate, 0.02% calcium, 0.01% phosphorus, 0.5% iron, and some amino acids, vitamin B complex, vitamin C, and mineral salts [9]. TCW is rich in natural phytonutrients and has gained popularity as a natural energy drink [10]. Furthermore, TCW can be preserved for a duration of up to 15 days in ambient conditions after being harvested from trees. As the coconut fruit matures, the volume of CW decreases, and its chemical composition undergoes changes: the total soluble solids (TSS), ash content, and mineral content decrease, whereas the fat and protein content increase. The main producers include Indonesia, the Philippines, India, Brazil, and Sri Lanka, where coconut palm grows naturally. Narratives Review DOI: 10.3390/foods14091503 Study: weak evidence | Shi S, Wang W et al. Research Progress in Coconut Water: A Review of Nutritional Composition, Biological Activities, and Novel Processing Technologies. Foods. 2025;14(9):1503. |
| 8. | ●
Website | CarbonCloud: Coconut water (Philippines); Coconut water (Indonesia). 2026. |
| 9. | * In this biphasic study, 45 male wistar rats were divided into 9 groups. In Phase 1, Group 1 was treated with normal saline and served as the overall control, group 2 was treated with 95% Ethanol and represents the ulcer control, groups 3 and 4 received coconut water (CW; 4 ml/100 g BWt) and milk (CM; 4 ml/100 g BWt) for 4weeks while group 5 received Omeprazole (Omep; 20 mg/kg BWt) during terminal week. 95% Ethanol-induced ulceration followed the treatments in all except group 1. In the second phase, Group 1 was the overall control, group 2 served as ulcer control by receiving acetic acid only, group 3 received coconut milk, and group 4 received omep. CM and omep were administered post-ulcer induction for 3 and 6 days twice daily. Blood collection after 1hour was through cardiac puncture for haemocytometry, and gastric tissues harvested for histopathological investigations. Results showed significantly reduced ulcer score and gastric lesion index in Omep, CW and CM groups compared to ulcer control. WBC, neutrophil, lymphocyte counts in Omep, CW and CM groups were significantly reduced compared to ulcer and overall control groups. C-reactive protein was significantly reduced in CM compared to control. Neutrophil Infiltration score reduced while mucus cell density increased significantly in Omep; CM compared to control. EGFR and CD 31 assessment revealed significantly higher expressions in coconut-milk group compared to the ulcer control. We conclude that the protective effects of coconut (water and milk) is expressed by inflammation suppression, upregulation of mucus cell population and catalyses mucosa homeostasis via angiogenesis and mucosal cell proliferation following mucosa. erosion. In vivo Tierstudie DOI: 10.1016/j.tice.2017.06.004 Study: weak evidence | Ajeigbe KO, Owonikoko WM et al. Gastroprotective and mucosa homeostatic activities of coconut milk and water on experimentally induced gastropathies in male wistar rats. Tissue Cell. 2017;49(5):528-536. |
| 10. | * In conclusion, we report a case in which coconut water was administered intravenously in a Solomon Island patient without adverse effects. Coconut fluid has been shown to be an effective form of intravenous hydration solution in small volumes over short periods of time, and can be considered a temporizing alternative to standard intravenous fluids in remote areas where supplies are scarce and coconuts, abundant and inexpensive. Additionally, it is a good source of potassium, chloride, and calcium and its use could be further indicated in situations in which these specific electro- lytes need to be urgently increased. However, further studies need to be conducted to substantiate the emergency use of coconut water for intravenous rehydration solution. Obwohl die Fachliteratur dies nicht offiziell dokumentiert, setzten die Briten in Ceylon und die Japaner in Sumatra während des Zweiten Weltkriegs angeblich erstmals Kokoswasser intravenös ein. Fallbericht mit Labortests DOI: 10.1016/S0735-6757(00)90062-7 Study: weak evidence | Campbell-Falck D, Thomas T et al. The intravenous use of coconut water. Am J Emerg Med. 2000;18(1):108-111. |
| 11. | * In no instance did the coconut water contain sodium and glucose concentrations of potential value as an oral rehydration solution. The utilization of alternative ORS which are accepted by the local community has been advocated by the WHO [8]. Experience with rice water solution was very positive since its performance surpassed that of the original WHO solution in correcting fluid and electrolyte losses during acute gastroenteritis [9]. Coconut water is traditionally consumed as an ORS in geographic areas of the world where coconut trees are prevalent. However, the feasibility of coconut water as an ORS has several drawbacks. The glucose content represents approximately 50% of the car-bohydrate composition of the coconut water [5], and its concentration is >35 g/1 in the 6th and 7th months of fruit maturation. In childhood diarrhea, limited monosaccha-ride absorption [10,11] causes osmotic diarrhea with relatively more loss of water than electrolytes and consequent risk of hypernatremia [12] Beobachtungsstudie DOI: 10.1080/07315724.1993.10718301 Study: moderate evidence | Fagundes Neto U, Franco L et al. Negative findings for use of coconut water as an oral rehydration solution in childhood diarrhea. J Am Coll Nutr. 1993;12(2):190-193. |
| 12. | * TCW is highly sensitive to microbial attack within a few hours after its extraction from the nut, which in turn results in the loss of nutritional components as well as a shortened shelf-life Thermal processing methods are the most commonly employed preservation techniques for TCW. Nevertheless, these treatments diminish the overall acceptance of the product and, at the same time, reduce their beneficiary qualities (Ribeiro et al., 2017) Thermal processing methods such as evaporation, pasteurization, and sterilization in the food industry are the most energy-consuming technologies. Also, thermal treatments cause detrimental effects on color, clarity, and sensorial properties. The traditional thermal pro-cessing methods tend to alter the organoleptic properties due to the destruction of sensitive compounds, thereby altering the natural prop-erties of the product. Hence, it is important to explore the non-thermal technologies for the preservation and shelf-life extension of TCW. the fruit juice industries are started adopting HPP on a com-mercial scale. Nevertheless, limited throughput and high capital expenditure are the main limitations of this technology for fruit juice processing. The orange juice pasteurization cost of HPP is 7 folds higher than the thermal pasteurization method Tender coconut water (TCW) HPP High-pressure processing Narratives Review DOI: 10.1016/j.lwt.2021.111850 | Prithviraj V, Pandiselvam R et al. Emerging non-thermal processing techniques for preservation of tender coconut water. LWT. 2021;149:111850. |
| 13. | ● Website | Foodnavigator-usa com: "Coconut products can never claim to be 'healthy' because of the saturated fats, says legal expert". 2014. |
| 14. | ● Website | Lexology com: Vita Coco coconut water settles class action lawsuit. 2012. |
| 15. | ● Website | BevNet com: Raw Coconut Water Under Scrutiny of the FDA. 2014. |
| 16. | * Dairy milk production demonstrates significant environmental impact through multiple pathways: methane emissions from ruminant digestion contribute 2.4 kg CO2-eq per liter, feed production requires 1.2 kg CO2-eq per liter, and processing operations add 0.4 kg CO2-eq per liter, resulting in total emissions of approximately 4.0 kg CO2-eq per liter. Comprehensive analysis reveals coconut milk’s total carbon footprint ranges from 1.1 to 2.5 kg CO2-eq per liter, representing 50–75% lower emissions than dairy milk across comparable production systems. Narratives Review DOI: 10.1007/s44187-025-00707-w | Darsana K, Bashir O et al. Coconut milk as a plant-based dairy alternative: developmental trends and assessing carbon footprint impact. Discov Food. 2026;6(1):25. |
| 17. | ● Website | Reinhardt G, Gärtner S et al. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. IFEU Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020. |
| 18. | * Coconut is one of the most useful palms in the Eine quantitative Feldstudie | Gurbuz IB, Manaros M. Impact of coconut production on the environment and the problems faced by coconut producers in Lanao del Norte Province, Philippines. Scientific Papers Series Management, Economic Engineering in Agriculture and Rural Development. 2019;19(3):235–246. |
| 19. | * Coconut (Cocos nucifera L.) is a nutrient-rich plant extensively cultivated in tropical and subtropical regions. Coconut water (CW), the primary edible component of the fruit, has gained significant attention due to its nutritional value and increasing popularity as a functional beverage. In addition to its hydrating properties, CW is rich in essential nutrients such as sugars, minerals, and vitamins, which contribute to its diverse biological activities, including antioxidant, anti-inflammatory, anti-cancer, cardioprotective, and antimicrobial effects. However, CW’s high perishability and susceptibility to rapid deterioration present significant challenges for its preservation. The growing demand for natural and fresh CW has driven the development of innovative technologies aiming at extending its shelf life while maintaining its nutritional quality and sensory attributes. This review highlights recent research advancements in CW, focusing on its nutritional composition, biological activities, and innovations in preservation technologies. The aim is to facilitate the optimization of CW beverage formulations, promote the adoption of effective preservation methods, and drive the development of high-quality and consumer-appealing CW products. Narrativer Review Study: weak evidence | Shi S, Wang W, Wang F, Yang P, Yang H, He X, u. a. Research Progress in Coconut Water: A Review of Nutritional Composition, Biological Activities, and Novel Processing Technologies. Foods. April 2025;14(9):1503. |
| 20. | * Untersuchung zum Wasserverbrauch von Lebensmitteln DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577-1600. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||
- Amanda Gabriel, Dr. phil. (Hauptautor:in)
- Ranin Huemer BSc, Ernährungswissenschaftlerin (Autor:in)
- Heidemarie Alberta Pirker, Dr. nat. tech., Ökologischer Landbau und Naturschutz (Prüfer:in)















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