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Bucheckern (Bucheckern) sind die Früchte der Rotbuche (Fagus sylvatica). Die dreikantigen Nüsschen sind vielseitig in der Herbstküche (bio) einsetzbar. Roh sind sie leicht giftig. Getrocknet sind sie hingegen unbedenklich.
Verwendung in der Küche
Bucheckern verfügen über ein mild-nussiges Aroma. Heute finden sie nur noch selten den Weg in unsere Küchen. Sind Bucheckern roh essbar? Da sie in rohem Zustand leicht giftig sind, empfiehlt sich ein Erhitzen vor dem Verzehr. In getrocknetem, abgekochtem oder geröstetem Zustand sind sie unbedenklich essbar und lassen sich für zahlreiche Gerichte verwenden. Sie bilden interessante Alternativen zu Pistazien, Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen oder Brotwürfeln (Croûtons). Die dreieckigen Nüsse verfeinern als Topping Blattsalate wie auch Obstsalate oder bilden pur einen leckeren Snack für zwischendurch.
Bucheckern-Mehl können Sie mit Weizenmehl oder Dinkelmehl vermischen und für Kuchen, Kekse und Brot verwenden. Pur hat es eine geringere Backfähigkeit, weil es kein Gluten enthält, ähnlich wie gemahlene Nüsse. Geröstet nutzen Sie Bucheckern zudem als intensiv-schmeckenden Kaffee-Ersatz. Beliebte Bucheckern-Rezepte sind zudem Pestos und nussige, vegane Brotaufstriche.
Aus Bucheckern lässt sich auch ein Öl herstellen. Dessen Fabrikation ist zwar aufwendig, da pro Liter Öl etwa sieben Kilogramm getrocknete Bucheckern nötig sind; zudem erfordert die sichere Lagerung eine vorherige Schältrennung und die Trocknung der Nüsse von rund 25 % Feuchtigkeit auf unter 10 %.2 Das fertige Öl ist dafür sehr lange lagerbar und nicht nur zum Kochen, sondern auch für Salatdressings verwendbar.
Eigene Zubereitung
Das Aussortieren und Säubern der gesammelten Bucheckern erfolgt am einfachsten in einer Schüssel mit Wasser. Oben schwimmende Teile sind so einfach herauszufischen und zu entsorgen. Denn nur am Boden liegende Nüsse sind volle Bucheckern. Am besten lassen sich Bucheckern schälen, wenn sie noch etwas nass sind. Falls Sie mehrere der nussartigen Früchte verwenden, lohnt es sich für das Schälen, ein Messer zu benutzen und zuerst mit der Spitze des Messers die Hülle abzuknipsen und die drei Seitenschalen einzuschneiden. Danach unter die Schale stechen und diese abziehen. Damit Sie Bucheckern gefahrenfrei verwenden können, müssen Sie zuerst das leicht giftige Fagin durch Erhitzung neutralisieren. Dies gelingt, indem Sie die Bucheckern im Backofen oder Dörrgerät trocknen. Alternativ können Sie die Nüsse auch mit kochendem Wasser übergiessen oder in der Pfanne für einige Minuten rösten. Danach sind sie entweder pur geniessbar oder bereit zum Weiterverarbeiten.
Veganes Rezept für Brotaufstrich aus Bucheckern
Zutaten (für 4 Personen): 20 g getrocknete Bucheckern, 1 Bund frischer Schnittlauch, 500 g veganer Magerquark, 2 EL Rapsöl (kaltgepresst), 1 Prise Salz, etwas Pfeffer, 1 Schuss Apfelessig, 1 Schuss Sojamilch.
Zubereitung: Getrocknete Bucheckern so klein wie möglich hacken (allenfalls mithilfe eines Mixers). Schnittlauch gründlich abwaschen, fein hacken und in eine Schüssel geben. Magerquark, Rapsöl und feingehackte Bucheckern dazugeben und alles gründlich vermischen. Pflanzliche Milch dazugeben, bis der Brotaufstrich die gewünschte Konsistenz hat. Zum Schluss den veganen Aufstrich mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit etwas Apfelessig verfeinern.
Veganes Rezept für Herbstsalat mit Bucheckern
Zutaten (für 2 Personen): 50 g Bucheckern, 400 g gekochte, gewürfelte Randen, 1 Orange, 2 weisse Chicorée, 2 EL Weissweinessig, 2 EL Rapsöl (kaltgepresst), Salz und Pfeffer nach Geschmack.
Zubereitung: Für die Vinaigrette Weissweinessig, Rapsöl, Salz und Pfeffer in einer kleinen Schüssel verrühren. Bucheckern schälen und in einer Pfanne ohne Fett ca. 3 Minuten rösten. Orange schälen und in Würfel schneiden, Chicorée fein hacken. Beide Zutaten zusammen mit den Randenwürfeln und der Vinaigrette vermischen. In zwei Tellern servieren und geröstete Bucheckern darüberstreuen.
Vegane Rezepte mit Bucheckern (getrocknet) finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Bucheckern sind im Herbst, von September bis Oktober, vorwiegend wild zu finden - und zwar überall dort, wo Rotbuchen stehen.15 Wo lassen sich Bucheckern Samen kaufen? Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa oder in Bio-Supermärkten wie Denn's Biomarkt und Alnatura stehen Bucheckern in der Regel nicht im Angebot. Teilweise sind sie über den Online-Handel, in Reformhäusern oder Delikatessläden zu kaufen. Da Rotbuchen nicht zu kommerziellen Zwecken angebaut sind, spiegelt sich dies auch im Preis der im Handel angebotenen Bucheckern wider.
Die Verfügbarkeit von Bucheckern (getrocknet) ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Wild zu finden
Die Europäische Buche (Fagus sylvatica) hat eine wechselvolle Verbreitungsgeschichte. Während der letzten Eiszeit überlebte sie nur in geschützten Rückzugsgebieten im Mittelmeerraum und auf dem Balkan. Nach dem Ende der Eiszeit breitete sie sich von Südosteuropa aus wieder nach Norden und Westen aus. Heute erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet von Spanien im Südwesten bis nach Schweden im Norden sowie nach Polen und in die Ukraine im Osten.10
Im Herbst, vor allem nach heissen Sommern, sind die Früchte der Rotbuche massenweise auf dem Waldboden zu finden. Rotbuchen (Fagus sylvatica) gehören zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) und wachsen in Europa dort, wo überwiegend feuchtes und kühles Klima herrscht. Sie zählen zu den wenigen Laubbäumen, die ein Alter von 150 bis 300 Jahren erreichen können.3 Erst ab einem Alter von etwa 40 bis 50 Jahren beginnen Rotbuchen im geschlossenen Bestand zu blühen und Früchte abzuwerfen. Eine wirklich reichhaltige Ernte tragen sie zudem nur alle fünf bis acht Jahre.2,11 Bucheckern weisen - bis auf den ähnlichen Namen - keine Verwandtschaft mit Buchweizen (Fagopyrum esculentum) auf.
Tipps zur Lagerung
An einem trockenen Ort gelagert, sind Bucheckern bis zu einem Jahr haltbar. Alternativ können Sie diese einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Getrocknete Bucheckern sind sehr nahrhaft und enthalten neben einfach sowie mehrfach ungesättigten Fettsäuren auch wertvolle Proteine, Vitamine und Mineralstoffe. Pro 100 g liefern Bucheckern rund 576 kcal Energie. Ein Grossteil davon stammt aus dem enthaltenen Fett mit 50 g, gefolgt von 34 g Kohlenhydraten und 6,2 g Proteinen.1
Mangan ist in getrockneten Bucheckern mit 1,3 mg/100g (67 % des Tagesbedarfs) vertreten. Damit enthält sie ähnlich viel, wie geröstete Pistazien, ohne Salz. Das essenzielle Spurenelement spielt im Kohlenhydratstoffwechsel und im Bindegewebe eine wichtige Rolle. Wesentlich mehr Mangan ist in Haselnüssen (6,2 mg/100g) oder Kürbiskernen (4,5 mg/100g) zu finden.1
Die getrocknete Frucht der Rotbuche verfügt über 113 µg/100g Folsäure (57 % des Tagesbedarfs). Damit enthält sie etwas mehr als geröstete Erdnüsse, ohne Salz (97 µg/100g). Das wasserlösliche Vitamin ist essenziell für die Zellerneuerung und besonders VOR einer Schwangerschaft für die gesunde Entwicklung des Embryos wichtig. Gute pflanzliche Quellen von Folsäure sind grünes Blattgemüse (z.B. frischer Spinat 194 µg/100g), Hülsenfrüchte (z.B. rote Linsen, gekocht 181 µg/100g) oder Kohlgemüse (z.B. Grünkohl, roh 141 µg/100g).1
100 g getrocknete Bucheckern enthalten 1017 mg Kalium (51 % des Tagesbedarfs). Damit bieten sie ähnlich viel dieses Mineralstoffs wie getrocknete Goji-Beren oder rohe Pistazien. Besonders gute Kalium-Quellen sind Kräuter, Samen und Nüsse (z.B. Mandeln, roh mit 730 mg/100g). Auch Hülsenfrüchte enthalten viel Kalium, das sie aber beim Kochen zu einem hohen Anteil ans Wasser abgeben.1
Die gesamten Inhaltsstoffe von Bucheckern (getrocknet), die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Sind Bucheckern gesund? Bucheckern enthalten vor allem B-Vitamine, Mineralstoffe, wie Kalium, und sind gute Quellen für Eisen und Zink. Mit fast 600 kcal sind die kleinen Nüsschen sehr energiereich. Ihr hoher Fettgehalt besteht überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren,1 die vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.4 In einer grossen Kohortenstudie wirkte sich der Ersatz von gesättigten Fettsäuren durch ungesättigte Fette positiv auf die Reduktion des Risikos eines plötzlichen Herztods bei Frauen.4
Gegen einen zu hohen Verzehr von getrockneten Bucheckern spricht das eher ungünstige Verhältnis der Omega-6-Fettsäuren (LA) zu den Omega-3-Fettsäuren (ALA) von 11:1.1 Nach wie vor gilt ein Verhältnis von maximal 5:1 (LA:ALA) als erstrebenswert. Inzwischen empfiehlt die Eidgenössische Ernährungskommission (EEK) absolute Zufuhrmengen anstelle eines Verhältnisses. So sollten Sie mehrfach ungesättigte Fettsäuren in einer Menge von 2,5-9 % (Omega-6-Fettsäuren) bzw. 0,5-2 % (Omega-3-Fettsäuren) des Tagesenergiebedarfes konsumieren. Dies entspricht maximal 20 g pro 2000 kcal (Omega-6-Fettsäuren) bzw. 1-4,4 g pro 2000 kcal (Omega-3-Fettsäuren).4
Die typische westliche Ernährung weist einen hohen Anteil an Omega-6- und einen geringen Anteil an Omega-3-Fettsäuren auf.5 Übermässige Mengen an mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren und ein sehr hohes Omega-6/Omega-3-Verhältnis fördern die Entstehung zahlreicher Krankheiten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs sowie Entzündungs- und Autoimmunkrankheiten. Wohingegen die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren diesen Entwicklungen entgegenwirken kann.6 Bucheckern liefern dennoch wertvolle Nährstoffe. Unregelmässig sowie in kleinen Mengen gegessen, ist der höhere Anteil an Omega-6-Fettsäuren unproblematisch.
Zusätzlich wirken die enthaltenen Tocopherole, insbesondere γ- und δ-Tocopherol, stark antioxidativ. Das enthaltene γ-Tocopherol fängt reaktive Stickstoffverbindungen wie Stickstoffdioxid und Peroxynitrit zuverlässig ab, vermindert die Nitrierung von DNA-Basen sowie Proteinen und verlangsamt das Entstehen von Arterienverkalkung (Arteriosklerose).16
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von getrockneten Bucheckern kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Getrocknete Bucheckern enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:2,14,16
- Isoprenoide: Tetraterpene und -terpenoide: Carotinoide (Alpha-Carotin, Beta-Carotin), Xanthophylle (Lutein, Zeaxanthin), Triterpene und -terpenoide: Steroide (Beta-Sitosterol, Campesterol, Stigmasterol, 5-Avenasterol)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren; Flavonoide: Flavanole (Epicatechingallat), Flavonole (Kaempferol, Quercetin-3-0-Rutinosid, Kaempferol-3-O-Rutinosid, Kaempferol 3-O-Glucosid)
Die im Bucheckernöl enthaltenen Carotinoide besitzen antioxidative Eigenschaften und können reaktive Sauerstoffspezies und freie Radikale abfangen. Sie gelten als wirksam bei der Hemmung der Photooxidation, indem sie unter anderem angeregten Sauerstoff löschen und Energie als Wärme ableiten.16
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Die Früchte verfügen in rohem Zustand über Oxalsäure und Fagin (Trimethylamin), die zu Vergiftungserscheinungen führen können. Deshalb empfiehlt sich ein konsequentes Erhitzen der kantigen Nüsse vor dem Verzehr.11 Vergiftungssymptome, wie Übelkeit, Magenkrämpfe oder Erbrechen zeigen sich bei Kindern und älteren Personen rascher als bei gesunden Erwachsenen. Dennoch raten Fachleute, auf den Verzehr roher Früchte möglichst vollständig zu verzichten.8 Die in den Bucheckern enthaltene Oxalsäure wandelt der menschliche Körper in Calciumoxalat um. Dieses ist Bestandteil von Nierensteinen und kann sich bei Menschen, die zu Nierensteinen neigen oder eine geschädigte Niere besitzen, schädlich auswirken. Zudem erschwert Oxalsäure die Aufnahme von Eisen im Darm. Personen, die an Eisenmangelanämie leiden, sollten deshalb mit dem Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Gehalt an Oxalsäure zurückhaltend sein. Rhabarber, Sauerklee, Sauerampfer, Mangold, Spinat, Petersilie, Kakao, Schokolade und Rote Bete enthalten ebenfalls höhere Mengen an Oxalsäure.9
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Der CO2-Fussabdruck von Lebensmitteln hängt von Faktoren ab wie der Anbauweise (konventionell/biologisch), dem Herkunftsland und Transport sowie von der Verarbeitung und Verpackung.13 Da es sich bei Bucheckern noch um eine selten verwendete Zutat handelt, stammen selbst über Spezialhändler erwerbbare Nüsse oder daraus gewonnene Bucheckernöle aus einer saisonalen Wildsammlung. So sind weder künstliche Bewässerung noch sonstige Eingriffe in das natürliche Ökosystem erforderlich. Obwohl in diesem Fall Verarbeitung und Verpackung anfallen, ist tendenziell von einem eher tiefen ökologischen Fussabdruck auszugehen. Allerdings konnten wir trotz umfangreicher Recherche keine genauen Werte hierzu finden. Bucheckern selbst zu sammeln und weiterzuverarbeiten, stellt in jedem Fall die umweltverträglichste Variante dar.
Auch zum Wasserfussabdruck von Bucheckern existieren keine exakten Zahlen. Zum Vergleich weisen andere Nüsse einen hohen Wasserverbrauch auf: geschälte Walnüsse benötigen etwa 9280 l/kg, Pistazien 11'363 l/kg und geschälte Mandeln 16'095 l/kg.7
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Bucheckern bilden eine wichtige Nahrungsquelle und Winterfutter für im Wald lebende Tiere, wie Wildschweine, Hirsche, Rehe und Eichhörnchen. Letztere sind auch für die Verbreitung der Samen mitverantwortlich, wenn sie die im Boden verscharrten Nüsse nicht mehr wiederfinden. Zudem sind Bucheckern oft Bestandteil von Vogelfutter für Vögel, die den Winter nicht in südlicheren Regionen verbringen. Im Gegensatz zu uns Menschen reagieren Tiere auf rohe Bucheckern weniger empfindlich. Ausgenommen sind Hunde und Pferde, die die rohen Nüsse ähnlich schlecht vertragen, wie wir Menschen.8
Weltweites Vorkommen - Anbau
Fagus sylvatica, die Rot-Buche (Rotbuche), ist ein weitverbreiteter europäischer Laubbaum und gilt als häufigste Baumart Mitteleuropas.11 Ihr heutiger Verbreitungsschwerpunkt liegt in Westeuropa und Mitteleuropa und erstreckt sich von der Iberischen Halbinsel, Sizilien und dem Balkan im Süden, über Frankreich und Deutschland bis nach Südengland, Südskandinavien und Nordostpolen im Norden und den Karpaten im Osten. In kälteren Gebieten ist sie eher in tieferen Lagen anzutreffen, im Süden hingegen ein typischer Gebirgsbaum.11
In Europa liefert ein einziger Hektar Buchenwald in ertragreichen Jahren etwa 1,2 Tonnen Bucheckern. Diese Erntemenge schwankt jedoch von Jahr zu Jahr stark. Besonders ertragreiche Jahre treten etwa alle 2,5 bis 3 Jahre auf, dazwischen kann die Ernte deutlich geringer ausfallen.14
Anbau - Ernte
Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist als schattenspendender Einzelbaum oder als blickdichte Hecke eine Bereicherung für jeden Garten. In der Baumschule können Sie je nach Verwendungszweck zwischen günstigen jungen Sämlingen, kräftigeren Heistern und älteren Stammbüschen wählen. Für eine schnell dichte Hecke eignen sich etwa 80–100 cm hohe, mehrfach verpflanzte Heister. Setzen Sie davon etwa drei bis vier Pflanzen pro Meter. Als Solitär eignet sich grössere Ballen- oder Containerware.3
Rotbuchen wachsen sowohl an sonnigen als auch an schattigen Standorten und sind sehr winterhart. Ideal ist ein nährstoffreicher, frischer bis feuchter Boden mit Lehmanteil. Extreme Trockenheit und Staunässe sollten Sie vermeiden.
Pflanzen Sie wurzelnackte Rotbuchen am besten im Herbst. Achten Sie auf ein ausreichend grosses Pflanzloch, entfernen Sie beschädigte Wurzeln und setzen Sie die Pflanze so tief, dass alle Wurzeln mit Erde bedeckt sind. Mischen Sie bei Bedarf etwas Kompost unter die Erde und wässern Sie nach dem Pflanzen gründlich. Container- und Ballenpflanzen können Sie grundsätzlich ganzjährig bei frostfreiem Boden pflanzen. Frühjahr und Herbst bieten jedoch besonders gute Bedingungen.3
Rotbuchen sind relativ pflegeleicht. Junge Bäume und Hecken können Sie im Frühjahr mit organischem Dünger unterstützen. Bei längeren Trockenperioden sollten Sie insbesondere junge Pflanzen ausreichend bewässern.
Für eine gepflegte Buchenhecke eignen sich ein Schnitt im Februar und ein weiterer im Juni. Ein jährlicher Schnitt im Juni reicht ebenfalls aus. Schneiden Sie die Hecke nach oben hin etwas schmaler, damit auch die unteren Bereiche genügend Licht erhalten.3
Baumschulen ziehen Rotbuchen meist aus Samen. Viele Zuchtsorten vermehren sie zusätzlich durch Veredelung auf Unterlagen der Rotbuche.
Rotbuchen sind insgesamt wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Die Buchenblattlaus kann auftreten, verursacht bei gesunden Bäumen und Hecken jedoch meist keine grösseren Probleme.3
Die Rotbuche blüht von Mitte April bis Mitte Mai, die Bucheckern reifen von September bis Oktober. Die Früchte sind dreikantige, rotbraune Nüsse mit einer Länge von etwa 1–1,5 cm. Sie treten meist paarweise auf und sind vollständig von einem holzigen, rostbraunen und behaarten Fruchtbecher umschlossen. Dieser besitzt zahlreiche längliche, spitze Anhängsel und öffnet sich bei der Reife.15
Weiterführende Informationen
Die Familie der Buchengewächse (Fagaceae) umfasst mehr als 1000 Baum- und Straucharten, darunter die bekannten Eichen, Buchen und Kastanien, die vor allem auf der Nordhalbkugel verbreitet sind.15 Innerhalb dieser Familie zählt die Gattung der Buchen (Fagus) weltweit zehn Arten: Die Amerikanische Buche (F. grandifolia) besiedelt als einzige einheimische Art riesige Gebiete vom Südosten Kanadas bis nach Florida und Nordmexiko. Sieben weitere Arten erstrecken sich vor allem über China (z.B. Englers Buche, F. engleriana) und Japan (z.B. Japanische Buche, F. japonica). In Europa sind hingegen die Rotbuche (F. sylvatica) und die Orient-Buche (F. orientalis) heimisch.11
Die Früchte der Rotbuche, die sogenannten Bucheckern, dienen schon seit der Antike zur Ölgewinnung für die Küche und technische Anwendungen.16
Während des Zweiten Weltkriegs griff die Zivilbevölkerung aufgrund von Nahrungsmittelknappheit und Hungersnöten oft auf Wildpflanzen zurück. Zu den regelmässig verzehrten Wildarten gehörten Brennnessel, Brombeere und Bucheckern.12
In der Heraldik (Lehre der Wappen und ihres Gebrauchs) erscheinen sie als gemeine Figur zusammen mit Buchenblättern, häufig direkt im geöffneten Fruchtbecher.
Alternative Namen
Bucheckern (Einzahl: Buchecker) heissen im deutschen Sprachraum auch "Buchel". In der Schweiz ist sie unter "Buchennüsschen" bekannt. Im Englischen lautet die Bezeichnung "beechnut". Falsche Schreibweisen wie "Buchekern" kommen ebenfalls vor.
Sonstige Anwendungen
Die Schalen von Bucheckern eignen sich hervorragend zum Basteln und Dekorieren. In Kombination mit z.B. Herbstlaub, Hagebutten oder anderen Nüssen lassen sich mit den nach aussen gebogenen Flügeln der Fruchtbecher Türkränze und andere herbstliche oder winterliche Tischdekorationen erstellen.8
Literaturverzeichnis - 16 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● Siehe Nährstofftabelle Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 2. | * The common beech tree typically boasts a lifespan ranging from 150 to 300 years, with an economically viable period lasting up to 100 to 150 years. This species exhibits a late reproductive cycle, often initiating reproduction around 40 to 50 years of age. Additionally, it is characterized by irregular seed production and fruiting, occurring approximately every 5 to 8 years. Beech nuts are composed of approximately 33% husk and 67% kernels [7]. When freshly collected, beech nuts exhibit a notably high moisture content of 25.4%, posing a significant challenge for storage and oil quality (Table 1). Previous studies suggest that moisture content can reach as high as 30.0%, potentially impacting oil quality due to the potential hydrolyzation of triglycerides [17]. Following initial assessments of moisture, oil, and protein content, the nuts underwent a drying process at 60 °C until the moisture value fell below 10.0%, adhering to recommendations from the literature for storage conditions [17] and in alignment with the work of Siger et al. [2]. Experimentelle Labor-/Analysestudie DOI: 10.3390/nutraceuticals4010007 Study: weak evidence | Obranović M, Kraljić K et al. Chemical Profile of Cold-Pressed Beech Nut (Fagus sylvatica L.) Oil. Nutraceuticals. 2024;4(1):94–103. |
| 3. | ● Die Rotbuche (Fagus sylvatica) aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae), umgangssprachlich kurz Buche genannt, ist überall in Europa heimisch, wo das Klima überwiegend feucht und kühl ist. Sie prägt hierzulande als häufigster Laubbaum das Bild der Wälder. Man findet sie vom Tiefland bis in die Alpen (bis in Höhen von 1.600 Meter). Die Rotbuche gehört zu den wenigen Laubbäumen, die ein stattliches Alter von bis zu 300 Jahren erreichen können. "Rotbuche pflanzen" Website | Mein schöner Garten de: Rotbuche - Fagus sylvatica. 2023. |
| 4. | ● "Mehrfach ungesättigte Fette als Ersatz für gesättigte haben sich bezüglich Herzkreislauf-erkrankungen als günstig erwiesen (s. oben). Der Ersatz von gesättigten Fetten mit sowohl n-6 als auch n-3 mehrfach ungesättigten Fetten ging in einer grossen Kohortenstudie einher mit einer Ab-nahme des Risikos eines plötzlichen Herztods bei Frauen (26)." "Die Zufuhrempfehlungen für die mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Polyunsaturated fatty acids; PUFA) werden mit einem breiteren Bereich (2.5-9% des Tagesenergiebedarfs für n-6 Fettsäuren, 0.5-2% für n-3 PUFAs) angegeben." "Empfehlung für die Aufnahme von n-6 Fettsäuren: Ihre Zufuhr sollte gemäss ISSFAL 2.0% (31) und gemäss Bericht einer FAO/WHO Konsultation ca. 2.5 % bis max. 9 % der Energie (6), entsprechend maximal 20 g pro 2000 kcal bzw. 8400 kJ betragen." "Empfehlung für die Aufnahme von n-3 Fettsäuren beträgt ca. 0.7 % (Bereich 0.5 - 2.0% (6)) der Tagesenergie, dies entspricht 1 - 4.4 g pro 2000 kcal bzw. 8400 kJ." Website | BAG Bundesamt für Gesundheit. EEK Bericht: Fette in der Ernährung. Aktualisierte Empfehlungen der Eidgenössischen Ernährungskommission. Zürich. 2013. |
| 5. | * "Today, industrialized societies are characterized by (1) an increase in energy intake and decrease in energy expenditure; (2) an increase in saturated fat, omega–6 fatty acids and trans fatty acids, and a decrease in omega–3 fatty acid intake; (3) a decrease in complex carbohydrates and fiber; (4) an increase in cereal grains and a decrease in fruits and vegetables, and (5) a decrease in protein, antioxidants and calcium intake" Narratives Review DOI: 10.1051/ocl.2010.0325 Study: weak evidence | Simopoulos AP. The omega-6/omega-3 fatty acid ratio: health implications. OCL. 2010;17(5):267-275. |
| 6. | * "Excessive amounts of omega-6 polyunsaturated fatty acids (PUFA) and a very high omega-6/omega-3 ratio, as is found in today's Western diets, promote the pathogenesis of many diseases, including cardiovascular disease, cancer, and inflammatory and autoimmune diseases, whereas increased levels of omega-3 PUFA (a low omega-6/omega-3 ratio) exert suppressive effects." Narratives Review DOI: 10.1016/S0753-3322(02)00253-6 Study: weak evidence | Simopoulos AP. The importance of the ratio of omega-6/omega-3 essential fatty acids. Biomedicine & Pharmacotherapy. 2002;56(8):365–379. |
| 7. | * Untersuchung zum Wasserverbrauch von Lebensmitteln DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600. |
| 8. | ● "In rohem Zustand sind Bucheckern schwach giftig, sie enthalten das Gift Fagin, ein Blausäure-Glykosid, sowie Oxalsäure. Gesunde Erwachsene müssen aber schon beachtliche Mengen davon verzehren, um Vergiftungssymptome zu zeigen. Kinder oder ältere Menschen können aber sehr schnell mit Übelkeit, Magenkrämpfen oder Erbrechen reagieren. Tiere sind Bucheckern gegenüber nicht ganz so empfindlich, manche, wie zum Beispiel Eichhörnchen oder Vögel, ernähren sich den Winter über sogar davon. Bei Hunden oder Pferden ist jedoch Vorsicht geboten: Sie können durch einen Rohverzehr ebenfalls krank werden." "In der freien Natur dienen Bucheckern Waldbewohnern wie Wildschweinen, Hirschen und Rehen als Winterfutter. Eichhörnchen fressen die Kerne ebenfalls mit Vorliebe und lassen sich dabei sowohl im Wald als auch im Garten beobachten. Da die Tiere die Bucheckern verstecken – und häufig nicht wiederfinden – tragen sie gleichzeitig zur Verbreitung der Samen bei. Ausserdem sind Bucheckern häufiger Bestandteil von Vogelfutter: Sie versorgen die Vögel, die den Winter nicht im Süden verbringen, mit ausreichend Energie und Nahrung, um sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen." "Aus Bucheckern kann man tolle natürliche Deko für drinnen und draussen machen. Ob man nun ein herbstliches Mobile bastelt, einen Türkranz bindet oder sie zu floristischen Gestecken und Tischdeko arrangiert: Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Meist verwendet man zum Basteln nur die Fruchtbecher, die mit ihren malerisch nach aussen gebogenen "Flügeln" echte Schönheiten sind. In Kombination mit anderen Fundstücken aus der Natur (Hagebutten, Herbstlaub, Nüssen und Co.) entstehen so stimmungsvolle Objekte, denen man ganz nach Geschmack und Jahreszeit einen herbstlichen oder weihnachtlichen Anstrich verleihen kann." Website | Mein schöner Garten de: Bucheckern - Giftig oder gesund? 2025. |
| 9. | ● "Oxalsäure und ihr Kaliumsalz kommen in grösseren Mengen in Rhabarber (180–765 mg/100 g Frischgewicht, Stiele) und anderen Polygonaceen vor, das meiste davon in den Blättern, weshalb nur der Stiel nach dem Kochen zum Verzehr geeignet ist. Auch Sternfrüchte (Averrhoa carambola) enthalten viel Oxalsäure (40–1000 mg/100 g Frischsubstanz). In ähnlichen Mengen kommt Oxalsäure aber auch in Sauerklee, Sauerampfer, Mangold (110–940 mg/100 g Frischgewicht), Spinat (120–1330 mg/100 g Frischgewicht), Petersilie (0–185 mg/100 g Frischgewicht), Kakao (338–480 mg/100 g), Schokolade (80–200 mg/100 g) und Roten Rüben (17–329 mg/100 g Frischgewicht) vor." "Nierensteine bestehen meist aus Calciumoxalat und Harnsäure, die Steinbildung wird aber durch Zitronensäure, welche in Früchten vorkommt, verhindert." "Da Oxalsäure die Resorption (Aufnahme) von Eisen im Darm erschwert, sollte man bei einer Eisentherapie, z. B. im Rahmen einer Eisenmangelanämie mit dem Verzehr der o. g. Lebensmittel zurückhaltend sein und diese auch nicht gleichzeitig mit der Einnahme von Eisentabletten zu sich nehmen. Nach Aufnahme von Oxalsäure kommt es im betroffenen Gewebe zu einer Verarmung an Calcium, in schweren Fällen kann dies eine Schädigung des Herzens zur Folge haben. Nach Aufnahme von grösseren Dosen kann es zu Lähmungserscheinungen kommen, in jedem Fall (auch bei leichten Vergiftungen) kommt es zu Nierenschäden durch verstopfte Nierentubuli. Die letale Dosis (LDLo beim Menschen, oral) wird mit 600 mg/Kg angegeben." Website | Chemie de: Oxalsäure. |
| 10. | * European beech has an interesting biogeographical history as it was eliminated from much of Europe during the last glaciation, apart from sheltered refugia around the Mediterranean and in the Balkans (Magri 2008; Tegel et al. 2014), from where it subsequently recolonised during the Holocene spreading from the south east of Europe (Giesecke et al. 2006). This has led to a highly structured genetic diversity across the current range, which stretches from central Spain in the south-west of Europe to Sweden in the north, and Poland and Ukraine in the east (Paule et al. 1984). This diversity is evident from neutral and adaptive molecular markers (e.g., Carsjens et al. 2014; Gömöry et al. 2015; Bontemps et al. 2016). DOI: 10.1007/s00468-020-02011-9 | Wang F, Israel D et al. Seedlings from marginal and core populations of European beech (Fagus sylvatica L.) respond differently to imposed drought and shade. Trees. 2021;35(1):53–67. |
| 11. | ● "Fagus sylvatica hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in West und Mitteleuropa. In Südeuropa sind ihre Vorkommen auf submediterranmontane Lagen beschränkt. Das Areal (Abb. 8) erstreckt sich von der Iberischen Halbinsel, Sizilien und dem Balkan im Süden über West und Mitteleuropa bis nach Südengland, Südskandinavien und Nordostpolen im Norden und zu den Karpaten im Osten. Im Norden ist sie eher eine Baumart tieferer Lagen, im Süden ein typischer Gebirgsbaum. Die ungefähren Grenzen ihrer Höhenverbreitung liegen im Harz bei 750 m, im Bayerischen Wald bei 1300 m, im Schwarzwald bei 1450 m, in den Bayerischen Alpen bei 1500 m und in den Südalpen bei 1800 m." "Die Rotbuche ist die von Natur aus häufigste Baumart Mitteleuropas." Rotbuchen beginnen erst relativ spät zu blühen und Website | Aas G. Die Rotbuche (Fagus sylvatica): Verwandtschaft, Morphologie, Verbreitung und Ökologie. LWF Wissen. |
| 12. | * "Periods of extreme food shortages during war force people to eat food that they normally do not consider edible. The last time that countries in Western Europe experienced severe scarcities was during World War II." "A total number of 38 emergency food species (14 cultivated and 21 wild plants, three wild fungi) were mentioned during interviews." "Regularly eaten wild species were common nettle, blackberry, and beechnuts." Retrospektive Interviewstudie (ethnobotanisch) DOI: 10.1186/s13002-017-0190-7 Study: weak evidence | Vorstenbosch T, de Zwarte I et al. Famine food of vegetal origin consumed in the Netherlands during World War II. J Ethnobiology Ethnomedicine. 2017;13(1):63. |
| 13. | ● "Schwerpunkt 1 thematisiert den Einfluss unterschiedlicher Lebensmittel-Bereitstellungsprozesse auf die Umweltauswirkungen, einschliesslich einer Betrachtung von Teilaspekten wie Verpackung, Transporte, usw. Dadurch sollen Leser*innen oder Anwender*innen in die Lage versetzt werden zu erkennen, dass es nicht einen einzigen CO2-Fussabdruck eines Lebensmittels geben kann, sondern dass dieser von unterschiedlichen Randbedingungen abhängen kann: zum Beispiel von der Art der landwirtschaftlichen Produktion (konventioneller oder ökologischer Landbau), der gewählten Systemgrenze (Lebensmittel an der Supermarktkasse oder fertig zubereitet auf dem Teller), der Verpackungsart (Glas oder Verbundkarton) und vielem mehr. Dazu werden für knapp 200 Lebensmittel insbesondere folgende Teilaspekte des CO2-Fussabdrucks im Einzelnen betrachtet:
Website | Reinhardt G, Gärtner S et al. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. 2020. |
| 14. | * "3.4. Phenolic Compounds" "3.5. Carotenoids" The European beech (Fagus sylvatica L.) is a significant tree species across Europe, one that has undergone over 780.00 ring width measurements from 5800 trees and 324 sampling sites. Regarding the production of beech seeds at the European level, literature data allow for an approximation of the number of beech seeds based on fruiting. This is determined by seed counts in litterfall, with full mast defined as over 150 seeds/m2, half mast as 100–150 seeds/m2, and spreng mast as 50–100 seeds/m2. In a fruitful year, a hectare of beech can yield approximately 1.2 tons of beech kernels. Naturally, it is also necessary to take into consideration the fact that there have been years in which the harvest of beech seeds has been insufficient and that a year of abundant fruiting comes once every 2.5 to 3 years. Experimentelle Laborstudie (in-vitro) DOI: 10.3390/pr14162660 Study: weak evidence | Lazar AR, Pușcaș A et al. Beech (Fagus sylvatica L.) Kernels as a Sustainable Alternative in Oil Production—Influence of Processing and Extraction Techniques on the Physico-Chemical Profile. Processes. 2026;14(16):2660. |
| 15. | * The Fagaceae family includes over 1000 tree and shrub species such as the familiar oaks (genus Quercus), beeches (Fagus) and chestnuts (Castanea), which are widespread in the northern hemisphere (Petit et al., 2013). Fagus sylvatica L. (European beech) is native to Europe, widespread in the continent's Western, Central and Southern lands. Beech blooms from mid-April to mid-May, and achenes mature from September to October. The fruit is a tri-angular achene, reddish-brown, 1–1.5 cm long. Achenes are usually arranged in pairs, completely enclosed in a wooden fruit cupule, rusty, hairy, provided with numerous appendages, elongated, spiky, and dehiscent at maturity in the part valve. Experimentelle Laborstudie DOI: 10.1016/j.foodchem.2022.135053 Study: weak evidence | Socaciu MI, Anamaria Semeniuc C et al. Characterization of some Fagaceae kernels nutritional composition for potential use as novel food ingredients. Food Chem. 2023;406:135053. |
| 16. | * "3.5. The content of phytosterols" Fagus sylvatica L. is a plant whose fruits (beechnuts) have been used since ancient times for the production of oil, both edible and technical. Carotenoids due to good antioxidant properties are widely used in c-Tocopherol is not as biologically Experimentelle Laborstudie DOI: 10.1016/j.foodchem.2017.01.022 Study: weak evidence | Siger A, Dwiecki K et al. Physicochemical characteristics of the cold-pressed oil obtained from seeds of Fagus sylvatica L. Food Chem. 2017;225:239-245. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||
- Riccardo Meier, MSc Umweltpsychologie (Hauptautor:in)
- Ranin Huemer BSc, Ernährungswissenschaftlerin (Autor:in)
- Katharina Hofer, MSc Ökologische Landwirtschaft (Prüfer:in)











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