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Aroniabeeren, roh (gefroren), bio?

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Aroniabeeren in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

Aufgrund fehlender Informationen zu den Nährstoffen haben wir die Zutat nicht in die Berechnung der Nährwerttabelle miteinbezogen.
84%Wasser 95Makronährstoff Kohlenhydrate 94.64%/03Makronährstoff Proteine 2.68%/03Makronährstoff Fette 2.68% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, <0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Rohe Aroniabeeren (Aronia melanocarpa L.) sind dunkel-violette, fast schwarze Beeren mit hohem Gehalt an Anthocyanen. Sie sind kaum frisch erhältlich, aber tiefgefroren oder getrocknet findet man sie auch in Bio-Qualität.

Verwendung in der Küche

Rohe, frische Aroniabeeren schmecken herb und leicht bitter. Sie ähneln in Form und Farbe Heidelbeeren, Schwarzen Johannisbeeren, sowie Schlehdorn und Acai.

Kann man Aroniabeeren roh essen? Aroniabeeren sind zum Frischverzehr, beispielsweise im Obstsalat oder im Müesli (z.B. im Erb-Müesli) geeignet. Da die Kerne Amygdalin enthalten, das der Körper zu Blausäure umwandelt, sollte man nur kleine Portionen essen. Daher ist auch auf das Mixen von grösseren Mengen roher Aroniabeeren, z.B. für einen Smoothie, vorsichtshalber zu verzichten. Erhitzen macht Amygdalin weitgehend unschädlich.13

Man verwendet Aroniabeeren vorwiegend zur Herstellung von Konfitüre, Gelee, Saft und Chutney. Lecker schmecken die ganzen Beeren auch in Kuchen oder Muffins, wo man sie gut mit Himbeeren und Brombeeren kombinieren kann.

Getrocknete Aroniabeeren sind ein toller Snack und man kann sie gut zur Herstellung von Energiebällen oder Nuss-Trockenfrüchte-Mischungen verwenden. Aroniabeerensaft können Sie einfach zu Sirup einkochen, oder Sie stellen daraus Wein und Likör her. Zunehmend findet man Aroniabeerensaft, oft zusammen mit anderen Fruchtsäften, industriell verarbeitet.

Veganes Rezept für Aronia-Konfitüre

Zutaten (für 3 Portionen): 500 g rohe Aroniabeeren, 250 g Gelierzucker 2:1, 4 EL Zitronensaft, sterile Gläser.

Zubereitung: Aroniabeeren waschen und Stängel entfernen. Die Beeren in einen grossen Topf geben und mit einem Kartoffelstampfer (oder Ähnlichem) zerdrücken, damit der Saft austritt. Den Gelierzucker und den Zitronensaft dazugeben und alles gut vermengen. Die Mischung auf mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Sobald die Mischung kocht, Hitze reduzieren. Konfitüre bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Rühren 5 Min. weiter köcheln.

Eine Gelierprobe machen: Dazu einen Teelöffel Konfitüre entnehmen und auf einen kalten Teller geben. Wenn die Konfitüre geliert, ist sie fertig. Ist sie noch flüssig, sollte man sie für einige Minuten länger köcheln lassen. Die heisse Masse in sterile Schraubgläser füllen und sofort verschliessen. Die Gläser 10 Min. auf den Kopf stellen. Dies soll die Haltbarkeit erhöhen.

Vegane Rezepte mit Aroniabeeren (roh) finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa kann man kaum frische Aroniabeeren kaufen. Bio-Supermärkte wie Denn's Biomarkt und Alnatura haben frische Beeren ebenfalls nicht im Standardsortiment.

Teilweise findet man frische Aroniabeeren saisonal auf Wochenmärkten oder in Hofläden. Es gibt einige kleinere Betriebe im D-A-CH-Raum, von denen man sie direkt beziehen kann. Bei Grossverteilern und Bio-Supermärkten sind vielfach getrocknete Aroniabeeren, Aroniabeerensaft, Aroniapulver und gefrorene Aroniabeeren erhältlich.

Die Verfügbarkeit von Aroniabeeren ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Frische Aroniabeeren sollte man im Kühlschrank aufbewahren. Dadurch erhöht sich ihre Lagerfähigkeit. Aroniabeeren sind auch bei Vollreife fest und hartschalig und sind bei 0 bis 2 °C bis zu vier Monate haltbar.6

Das Einfrieren und Trocknen der Beeren ist problemlos möglich.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Die folgenden Werte stammen von gefrorenen Aroniabeeren. Untersuchungen zeigen, dass die Nährstoffe von gefrorenen Beeren vergleichbar sind mit frischen Beeren. Der Vitamin-C-Gehalt ist meist etwas höher als bei frischen Früchten. Dafür ist der Beta-Carotin-Gehalt (Provitamin A) bei gefrorenen niedriger als bei frischen Beeren.4

100 g rohe, gefrorene Aroniabeeren (bio) haben einen Energiegehalt von 49 kcal. Sie sind fast fettfrei und weisen nur wenig Eiweiss auf (0,30 g/100g). Der Gehalt an Kohlenhydraten beträgt 11 g/100g, davon sind 5,6 g Zucker. 100 g Beeren enthalten 4,1 g Ballaststoffe.1

Aroniabeeren sind mit 81 mg/100g reich an Vitamin C (Ascorbinsäure). Dies entspricht 102 % des Tagesbedarfs. Einen ähnlichen Gehalt haben grüne Gemüsepaprika (80 mg), Rosenkohl (85 mg), Broccoli (89 mg) und Kiwi (93 mg). Besonders reich an Vitamin C sind Schwarze Johannisbeeren (181 mg/100g) und Sanddorn (450 mg/100g).2

Vitamin A, als RAE ist mit 192 µg in 100 g Beeren enthalten, was rund 24 % des Tagesbedarfs entspricht.1 Ähnliche Werte weisen Galiamelone (196 µg/100g), Cantaloupe-Melone (169 µg/100g) und rote Gemüsepaprika (157 µg/100g) auf. Gute Vitamin-A-Quellen sind Karotten (835 µg/100g) und Grünkohl (500 µg/100g).2

Die Beeren sind reich an Mangan. Dieses Spurenelement ist mit 1,7 mg/100g enthalten, was 85 % des Tagesbedarfs entspricht und für Früchte und Beeren sehr hoch ist.1 Muscadine-Weintrauben (2 mg/100g) enthalten noch etwas mehr Mangan. Besonders manganhaltige Lebensmittel sind Teff/Zwerghirse (9,2 mg/100g) und Weizenkeime (13 mg/100g).2

Die Beeren enthalten Biotin (ex Vitamin B7, H) und Riboflavin (Vitamin B2), sowie geringe Mengen an Kalium, Eisen und Calcium.1

Die gesamten Inhaltsstoffe von Aroniabeeren (roh), die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Sind Aronia gesund? Frische Aroniabeeren zählen als besonders gesundes Nahrungsmittel zum sogenannten Superfood. Obwohl dieser Begriff in erster Linie Marketingzwecken dient, belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien die gesundheitlichen Vorzüge der Aroniabeere. Ihr hoher Gehalt an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen unterstreicht ihr gesundheitliches Potenzial. Zu den möglichen Effekten zählen die Verringerung entzündlicher Prozesse bei chronischen Erkrankungen, der Schutz des Herz-Kreislauf-Systems durch Regulierung von Blutfetten und Blutdruck sowie die Unterstützung der Immunabwehr. Mehr dazu im Folgekapitel.3,10,11

Die Früchte enthalten 12–20 % Zucker und weisen einen sauren pH-Wert von 3,3–3,7 auf. Glukose und Fruktose sind die dominierenden Zuckerarten. Aroniabeeren enthalten zudem reichlich Sorbitol (8 g/100g), ein süsser, alkoholischer Zuckerersatzstoff.3

Lipide sind vor allem in den Samen, wobei Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) überwiegt. Der Proteingehalt beträgt rund 700 mg/100 g und liegt überwiegend in Form der Aminosäure Asparagin vor.3

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Aroniabeeren kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Aroniabeerenfruchtfleisch enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:3,10,11

  • Isoprenoide: Triterpene: Steroide; Carotinoide: Carotine (Beta-Carotin), Xanthophylle (Beta-Cryptoxanthin, Violaxanthin)
  • Polyphenole: Hydroxyzimtsäuren (Chlorogensäure, Neochlorogensäure, Kaffeesäure); Flavonoide: Flavanole (Catechin, Epicatechin), Flavonole (Kaempferol, Kaempferol-Derivate, Quercetin, Quercetin-Derivate, Isorhamnetin-Derivate, Myricetin-Derivate); Anthocyane (Cyanidin, Cyanidin-Derivate); Kondensierte Tannine (Proanthocyanidine)
  • Weitere organische Verbindungen: Hydroxycarbonsäuren (Apfelsäure, Caffeoylchinasäure)

A. melanocarpa gilt als eine reiche Quelle für Antioxidantien, v.a. aufgrund ihres Gehalts an Anthocyanen, Proanthocyanidinen und phenolischen Säuren. Sie übertreffen dabei Johannisbeeren, Preiselbeeren, Heidelbeeren, Holunderbeeren und Stachelbeeren, enthalten jedoch vergleichsweise geringe Mengen an Flavonolen. In dunkel gefärbten Früchten liegt der Anthocyangehalt am höchsten und nimmt nach Vollreife wieder ab. Thermische Behandlung und Lagerung reduzieren den Anthocyangehalt erheblich.3,10,11

Anthocyane aus Aroniafrüchten wirken antioxidativ und senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes. Aronia-Extrakt bzw. Saft verbessert bei Menschen mit metabolischem Syndrom die Blutfettwerte und reguliert Triglyzeride und Gesamtcholesterin. Die Wirksamkeit hängt von Dosierung, Bioverfügbarkeit und individuellen Stoffwechselbedingungen ab. In Tierversuchen reduzieren Aronia-Extrakte Fettansammlungen in Leber und Gewebe und regulieren den Fettstoffwechsel. Aronia-Extrakt chelatisiert zudem Schadstoffe wie Cadmium in Leber und Nieren. Schwarze Aronia reduziert die Atherosklerose-Entwicklung bei diabetischen PatientInnen durch Stärkung der Immunabwehr. Bei Rattenmodellen verringert der Extrakt proinflammatorische Monozyten und Granulozyten und erhöht die Anzahl der Lymphozyten, die die Plaquebildung hemmen.3,11

Aronia-Extrakt und -Saft wirken entzündungshemmend, antiviral und fördern das Nervensystem. Dadurch können sie den Heilungsprozess von Darmentzündungen, Virusinfektionen, Harnwegsproblemen und neurodegenerativen Erkrankungen unterstützen. Blatt-Extrakte reduzieren das Wachstum von menschlichen Brust-, Lungen-, Darm-, Gebärmutterhals-, Leukämie- und Leberkrebszellen, indem sie Zellzyklusarrest auslösen und Apoptose induzieren. Insgesamt liegt ihr Nutzen v.a. in der Chemoprävention. Aronia benötigt weitere umfangreiche Studien am Menschen, um Wirkmechanismen, Sicherheit und Effektivität zu klären, Wechselwirkungen mit anderen Stoffen zu verstehen und eine empfohlene Verzehrmenge festzulegen, insbesondere für konzentrierte Pulverextrakte.3,11

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Aroniabeeren haben eine adstringierende Wirkung ("zusammenziehend"). Deshalb kann es beim Verzehr zu einem trockenen, sandigen Gefühl im Mund kommen. Die enthaltenen Gerbstoffe (Tannine) können bei empfindlichen Menschen Bauchschmerzen und das Sorbit Durchfall verursachen.

Sind Aroniabeeren ungesund? Rohe Aroniabeeren enthalten, wie viele pflanzliche Lebensmittel, Amygdalin. Dieses cyanogene Glykosid wandelt der Körper bei der Verdauung in giftige Blausäure um. Aroniabeeren weisen rund 20,1 mg Amygdalin pro 100 g frische Beeren auf. Saft enthält 5,7 mg/100g, wobei der Trester 52,3 mg/100g aufweisen kann.8 Die tödliche Dosis von Amygdalin für Erwachsene beträgt 0,5-3,5 mg/kg Körpergewicht.7 Beim pasteurisierten Saft hat man keine Angaben zum Amygdalin-Gehalt gemacht.8 Man geht davon aus, dass die Verarbeitung (z.B. Erhitzen) von amygdalinhaltigen Fruchtsamen und -kernen das Potenzial für die Toxizität eliminiert.13

Der Begriff "B-Vitamin17" ist ein Synonym für das Akronym Laetrile (Laetril) bzw. für Amygdalin. Dieses Pseudovitamin benötigt der Körper nicht für seine normalen Funktionen. Gerüchte aus den 80er Jahren sprachen diesem Inhaltsstoff eine krebsbekämpfende Wirkung zu. Doch diese Aussage hat eine systematische Übersichtsarbeit durch einen Cochrane-Review im Jahr 2015 klar entkräftet. Die Arbeit kommt zum Schluss, dass es keine verlässlichen Belege für die angeblichen Wirkungen von Laetrile oder Amygdalin auf kurative (heilende) Effekte bei Krebspatienten gibt.14 In den USA und in Europa ist der Verkauf von Amygdalin verboten.7

Volksmedizin - Naturheilkunde

Die Schwarze Apfelbeere kennt man in der russischen Naturheilkunde als blutdrucksenkendes Mittel. In der nordamerikanischen Volksmedizin verwendet man sie zur Linderung von Erkältungen. Dort mischte man Aroniabeeren einer traditionellen Dörrfleisch-Zubereitung (Pemmikan) bei.10

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Trotz umfangreicher Recherche haben wir noch keine wesentlichen Informationen/Daten/Zahlen zum ökologischen Fussabdruck von Aroniabeeren gefunden.

Die Big Climate Database aus Dänemark gibt einen CO2-Fussabdruck von unter 1 kg CO2eq/kg für gelistete Beeren an. Ausnahme sind Heidelbeeren mit 2,91 kg CO2eq/kg.12

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Aroniabeeren sind bei Vögeln, Insekten und Bienen beliebt. Die Sträucher bieten Vögeln einen Unterschlupf und die Beeren dienen als Nahrungsquelle im Herbst und Winter. Die Blüten des Aronia-Strauches sind für (Wild-) Bienen in Europa geeignet.9

Weltweites Vorkommen - Anbau

Das Kernobstgewächs stammt ursprünglich aus Nordamerika und Kanada. Seit dem 20. Jahrhundert kultiviert man Aronia-Arten neben den USA und Kanada auch in Russland, Europa (Finnland, Schweden, Kroatien, Tschechien, Slowenien, Bosnien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Polen, Deutschland), sowie in Asien (China, Japan, Korea).3,10 Mittlerweile findet man auch kleinere und mittlere Betriebe im gesamten D-A-CH-Raum. Aroniabeeren gibt es sowohl aus konventionellem, als auch aus biologischem Anbau.

Anbau im eigenen Garten

Aronia-Sträucher kann man sehr gut im eigenen Garten anpflanzen. Die Apfelbeere ist ein frostbeständiger Strauch, der Wintertemperaturen von -30 bis -35 °C aushält. Es ist eine lichtliebende Art, die sonnige Standorte bevorzugt, jedoch auch Halbschatten verträgt. Sie toleriert auch kurze Dürreperioden relativ gut. Bei heissen und trockenen Sommern sollte man die Pflanze gelegentlich bewässern. Aronia-Sträucher bevorzugen gut durchlässige, sandig-lehmige Böden.3

Aufgrund der verträglichen Wuchshöhe wachsen Aronia-Gewächse auch in grosseren Töpfen (mind. 20 l Volumen). Das Wurzelsystem benötigt einen eher breiten als tiefen Topf. Etwa alle zwei bis drei Jahre sollte man im Frühjahr den Strauch in einen grösseren Topf mit frischer Erde umsetzen.6

Die meisten Blüten und Früchte bilden sich an fünf- bis sechsjährigen Trieben, ältere Äste tragen deutlich weniger. Ältere und schwache, neue Triebe schneidet man in den Wintermonaten ab.6

Die Erntesaison ist zwischen Juli und August, wenn die Beeren weich und leicht süsslich sind.3 Im D-A-CH Raum beginnt die Ernte ab Mitte August und dauert ca. drei Wochen. Mit einer Gartenschere schneidet man die ganzen Trauben mit den Früchten ab. Anschliessend wäscht man sie und zupft die einzelnen Beeren von den Stielen. Das Tragen von Handschuhen schützt vor Verfärbung der Hände.6

Weiterführende Informationen

Die Gattung Aronia (Apfelbeeren) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Es gibt drei Aronia-Arten: Aronia arbutifolia (L.) Pers. (red chokeberry, Filzige Apfelbeere), Aronia melanocarpa (Michx.) Elliot (black chokeberry, Schwarze oder Kahle Apfelbeere) und Aronia prunifolia (Marshall) Rehder (purple chokeberry, Pflaumenblättrige Apfelbeere).3,5

Alternative Namen

Wie heisst Aronia auf Deutsch? Aronia ist im deutschsprachigen Raum auch für die Beere gebräuchlich, man meint damit die Filzige Apfelbeere, Kahle Apfelbeere oder Schwarze Apfelbeere. Teilweise bezeichnet man sie auch als Schwarze Eberesche oder Zwergvogelbeere.

Die englische Bezeichnung ist chokeberry, aber auch der Begriff Aronia ist im Englischen gebräuchlich. Chokeberries sind nicht zu verwechseln mit chokecherries (Prunus virginiana - Virginische Traubenkirsche) oder den purple chokeberries (Malus floribunda - Japanischer Apfel).

Die Schreibweisen "Aronya" und "Aronja" sind falsch.

1.

Aronia tiefgefroren (ÖNWT2.0 F412200)

Firma: Beerenfrost Apfelbeere

Website

ÖNWT Österreichische Nährwerttabelle (ÖNWT): Aronia tiefgefroren (ÖNWT2.0 F412200).

2.

Website

USDA United States Departement of Agriculture.

3.*

The Aronia species belongs to the Rosaceae family, subfamily Amygdaloideae, tribe
Maleae, subtribe Malinae, commonly known as chokeberry, and comprises three species:
A. arbutifolia (L.) Pers. (red chokeberry), A. melanocarpa (Michx.) Elliot (black chokeberry),
and A. prunifolia (Marshall) Rehder (purple chokeberry). It originated in North America
and then spread all over the world, mainly in the 20th century in Central and Southeastern
Europe (Croatia, Serbia, Bulgaria, Romania, Poland, Germany), and Southeastern Asia
(Russia, Korea).

Aronia sp. is a frost-resistant shrub that can withstand winter temperatures as low as 30–35 C. It is a light-loving species (it prefers sunny places), but it also tolerates partial shade. For plants in semi-shade, production will be lower and of lower quality. Aronia plants do not have special needs in terms of climatic and eco-pedological-factors.

They tolerate drought but for short periods. Aronia does not tolerate excessive soil moisture, but drip irrigation is mandatory in the hot and dry periods of summer. The plant prefers well-drained and
regenerated medium (sandy-loamy, loamy) and light (sandy) soils. However, it tolerates
heavier soils (clay) but does not support calcareous soils (with carbonates), in which it
shows pronounced chlorosis.

They are harvested at the end of July–August when they have softened a little and have
a slightly sweet taste.

*******

A. melanocarpa is considered one of the richest known sources of antioxidants, surpassing
currants, cranberries, blueberries, elderberries, and gooseberries, and contains one of the highest
amounts of sorbitol. free radicals tend to attack nucleic acids, lipids, and proteins, leading to
inflammation, cancer, and a multitude of chronic diseases. Polyphenols have the potential to suppress the formation of free radical precursors,

It has been suggested that the antioxidants of plant origin possess antimicrobial, antiviral,
anti-inflammatory, anti-hypertensive, hepatoprotective, neuroprotective, antidiabetic,
and antitumor properties [8].

Chokeberry is considered one of the richest sources of antioxidants known, surpassing
currants, cranberries, blueberries, elderberries, and gooseberries.

Lipids are around 1400 mg/kg FW, mostly found in seeds (over 19,000 mg/kg).
Linoleic acid is the main fatty acid. Aronia fruits are known to contain
one of the highest amounts of sorbitol (80 g/L in fresh juice)

richest in polyphenols - they are rich in compounds
such as procyanidins, anthocyanidins, and phenolic acids, but have surprisingly low
flavonols content. + Phenolic acids

Anthocyanins represent approximately 25% of the polyphenol content found in
A. melanocarpa fruits, derivatives of cyanidin being the most abundant. The main flavonol
in Aronia is quercetin. Chlorogenic and neochlorogenic acids and tannins are also key constituents.

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/antiox12040951

Study: weak evidence

Negreanu-Pirjol BS, Oprea OC, Negreanu-Pirjol T, Roncea FN, Prelipcean AM, Craciunescu O et al. Health Benefits of Antioxidant Bioactive Compounds in the Fruits and Leaves of Lonicera caerulea L. and Aronia melanocarpa (Michx.) Elliot. Antioxidants (Basel). 2023 Apr 18;12(4):951.

4.*

Four vitamins were analyzed in several fruit and vegetable commodities to evaluate the differences between fresh and frozen produce.

Ascorbic acid, riboflavin, α-tocopherol, and β-carotene were evaluated in corn, carrots, broccoli, spinach, peas, green beans, strawberries, and blueberries.

Overall, the vitamin content of the frozen commodities was comparable to and occasionally higher than that of their fresh counterparts. β-Carotene, however, was found to decrease drastically in some commodities.

Experimentelle Laborstudie

DOI: 10.1021/jf5058793

Study: weak evidence

Bouzari A, Holstege D, Barrett DM. Vitamin retention in eight fruits and vegetables: a comparison of refrigerated and frozen storage. J Agric Food Chem. 2015 Jan 28;63(3):957-962.

5.

https://www.gbif.org/species/5363627 Aronia melanocarpa

https://www.gbif.org/species/5363629 Aronia arbutifolia

https://www.gbif.org/species/5363613 Aronia prunifolia

Website

Global Biodiversity Information Facility. Aronia arbutifolia (L.) Pers., Aronia melanocarpa (Michx.) Elliot, Aronia prunifolia (Marshall) Rehder.

6.

Aronia im Topf pflanzen: Um Apfelbeeren im Kübel zu halten, muss das Pflanzgefäss gross genug sein und mindestens 20 Liter Volumen fassen. Das flache Wurzelsystem benötigt dabei einen eher breiten als tiefen Topf. Ein guter Wasserablauf und eine fünf Zentimeter hohe Drainageschicht aus Blähton, Sand und Kies verhindern Staunässe. Eine hochwertige Pflanzerde auf Kompostbasis unterstützt die Pflanzengesundheit und fördert durch die Freisetzung von Huminstoffen nachweislich das Wurzelwachstum. Etwa alle zwei bis drei Jahre – jeweils im Frühjahr – sollte die Apfelbeere in ein grösseres Pflanzgefäss umziehen und mit frischer Erde aufgefüllt werden.

Die Bezeichnung „Apfelbeere“ ist botanisch betrachtet nicht richtig, denn die schwarzen „Beeren“ sind streng genommen Sammelscheinfrüchte.

Ab Mitte August können die ersten, dann schwarzviolett gefärbten Früchte der Apfelbeere geerntet werden. Sie sind jeweils 1 bis 1,5 g schwer und besitzen ein tiefrot-violettes Fleisch

Website

Plantura.garden Aronia: Pflanzen, Pflege & Ernte der Apfelbeere.

7.*

The toxic dose of hydrogen cyanide released by enzymatic hydrolysis of CGs in plant tissues is defined as the dose exceeding 20 mg of hydrogen cyanide per 100 g of fresh weight [27]. Excessive consumption of seeds may have a negative effect on the body, causing a number of adverse reactions of the following types: diarrhea, vomiting, abdominal pain and in extreme cases may lead to death. Human lethal dose of intravenous injection of amygdalin is 5 g. The adult lethal dose of amygdalin is estimated to be 0.5–3.5 mg/kg body weight.

Narratives Review

DOI: 10.3390/molecules26082253

Study: weak evidence

Jaszczak-Wilke E, Polkowska Ż et al. Amygdalin: Toxicity, Anticancer Activity and Analytical Procedures for Its Determination in Plant Seeds. Molecules. 2021 Apr 13;26(8):2253.

8.*

Amygdalin 57.5 mg/kg [9]

 

Aronia contains some amygdalin: 20.1 mg/100 g FW, juice 5.7 mg/100 g and the po-
mace 52.3 mg/100 g FW [9]

Quelle 9: Lehmann H. Die Aroniabeere und ihre Verarbeitung. Flüssiges Obst
1990; 57: 746 – 52

Narratives Review

DOI: 10.1055/s-0028-1088306

Study: weak evidence

Kulling SE, Rawel HM. Chokeberry (Aronia melanocarpa) - A review on the characteristic components and potential health effects. Planta Med. 2008 Oct;74(13):1625-1634.

9.

Website

Naturadb de: Schwarze Apfelbeere. Wert für Insekten und Vögel.

10.*

Aronia berry (Aronia melanocarpa) is known as chokeberry which belongs to Rosaceae family, Aronia genus,
native to eastern North America and Canada. It has been brought to Europe around 1900 through Germany all the
way to Russia (Bahtinur et al., 2013). The genus is represented by two species: Aronia melanocarpa (Michx.) Ell.
(black chokeberry) and Aronia arbutifolia (L.) Pers. (red chokeberry). Both species are considered also as
ornamental landscape shrubs (Jurikova et al., 2017). At the beginning of the 20'th century, chokeberry was
transferred to Russian botanical gardens, from where it spread to other European countries with the same climate
conditions (Mohr, 2018). The health benefits of chokeberry were appreciated quite quickly along the years. Today,
the area of chokeberry cultivation has expanded considerably in Europe (Finland, Sweden, Poland, Germany,
Hungary, the Czech Republic, Slovenia, Bosnia, Bulgaria), Asia (China, Japan), in the USA and Canada.

 

Chokeberries have also a high content of bioactive compounds, so it can be considered a nutraceutical plant,
with numerous uses.

Traditional use of the black chokeberry as an antihypertensive drug in Russian medicine was
supported by modern pharmacological research. The native Americans used chokeberry fruits for cold treatment
and the preparation of traditional pemmican (Sharma et al., 2021).

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

 

 

DOI: 10.15835/buasvmcn-hort:2021.0033

Study: weak evidence

Chiorean AM, Buta E, Mitre V. The Effects of some Compounds Found in Aronia and Goji Berries on Human Health. Bulletin of University of Agricultural Sciences and Veterinary Medicine Cluj-napoca. Horticulture. 2022;79(1):1-13.

11.*

Black chokeberry fruit and products have great health-promoting
potential as they reduce the risk factors of metabolic syndrome. In vitro
and in vivo studies showed the beneficial effects of chokeberries in
frequent co-morbidities such as dyslipidaemia, hypertension, obesity,
glucose metabolism disorders, pro-inflammatory conditions and
thrombosis risk.

Research indicated that a diet enriched with black chokeberry juice
or extract improved the lipid balance of people with metabolic syndrome
(Table 2). Triacylglycerols (TAG), total cholesterol (TC) and lowdensity
lipoprotein (LDL) were reduced, however there were no significant
changes in high-density lipoprotein (HDL) levels (Lancrajan,
2012; Sikora et al., 2012). Black chokeberry juice did not change the
lipid profile of patients with hypertension (Loo et al., 2016; Kardum
et al., 2015) and healthy women (Kardum, Konić-Ristić et al., 2014;
Kardum, Takic, et al., 2014; Nowak et al., 2016). Results suggest that only patients with metabolic syndrome and
who are obese would benefit from the lipid profile changes, which is a
result of the antioxidant capacity and anthocyanin content in black
chokeberry products.

 

2.2. Hypertension
Kardum et al. prepared a dietary supplement of black chokeberry
juice and glucomannan (Table 2). The supplement was administered to
20 obese women aged 45–65 at a daily dose of 100 ml for one month.
The glucomannan black chokeberry juice decreased the systolic blood
pressure from 127.6 to 116.4 mmHg

2.4 Diabetes

Black chokeberry extract administered at doses of 100 and 200 mg/kg body
mass decreased rats’ blood glucose levels and improved their lipid
profile. Other studies on laboratory animals which received black chokeberry
extract at concentrations of 100 and 200 μg/kg for eight weeks
showed that the black chokeberry extract reduced glucose levels in
insulin-resistant rats.

Treatment of diabetes or prevention of metabolic syndrome can be
supported with agents absorbing carbohydrates and fats from the digestive
tract. Oligosaccharides and triacylglycerols are absorbed due to
enzymatic degradation to low molecular weight compounds. Black
chokeberry polyphenols were found to inhibit the activity of glucosidase
and lipase.

Black chokeberry fruit and
products were researched for their ability to inhibit the activity of dipeptidyl
peptidase 4 (DPP-4) in order to consider their use as potential
anti-diabetes drugs. DPP-4 inhibitors are commonly used in the treatment of diabetes.
They are designed to prevent the breakdown of insulin intestinal
hormones of insulinotropic polypeptide glucose-dependent (GIP) and
glucagon-like peptide 1 (GLP-1). Black chokeberry juice at an amount
of 20 and 40 ml inhibited DPP-4 by about 22% and 35%.

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

Study: weak evidence

Sidor A et al. Black chokeberry (Aronia melanocarpa) and its products as potential health-promoting factors - An overview. Trends in Food Science & Technology 2019;89:45–60.

12.

Website

CONCITO. The Big Climate Database, version 1. 2021.

13.*

In general, the amygdalin content of processed products was lower than that observed in fruit seeds and kernels. Processing normally eliminates, through a number of routes, the potential for toxicity. Although the levels of amygdalin (0.004 – 0.12 mg/g) detected in processed products are not likely to give rise to any toxicity concerns, they are not negligible, and it would be as well to monitor levels periodically. 

Experimentelle Laborstudie

DOI: 10.1016/j.foodchem.2013.11.002

Study: weak evidence

Bolarinwa IF, Orfila C, Morgan MRA. Amygdalin content of seeds, kernels and food products commercially-available in the UK. Food Chemistry. 2014;152:133–139.

14.*

The claims that laetrile or amygdalin have beneficial eHects for cancer patients are not currently supported by sound clinical data. There is a considerable risk of serious adverse eHects from cyanide poisoning aKer laetrile or amygdalin, especially aKer oral ingestion. The riskbenefit balance of laetrile or amygdalin as a treatment for cancer is therefore unambiguously negative.

Systematisches Review von RCTs

DOI: 10.1002/14651858.CD005476.pub4

Study: strong evidence

Milazzo S, Horneber M, Ernst E. Laetrile treatment for cancer. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2015(2018);4:CD005476.

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