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Reismilch, Reisdrink (bio?)

Reismilch oder Reisdrink besteht aus Reis und Wasser. Diese laktosefreie Getreidemilch kann man einfach selbst zubereiten oder in Bio-Qualität (bio) kaufen.
  Wasser 88,6%  85/02/13  LA : ALA
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Reismilch bzw. Reisdrink (Bezeichnung in der EU) ist eine Getreidemilch, die grundsätzlich aus Wasser und Reis besteht, wobei kommerzielle Produkte meist noch Pflanzenöle enthalten. Je nach Hersteller kommt es auch noch zu Anreicherungen mit Aromastoffen, Mineralstoffen oder Verdickungsmitteln. Reisdrinks sind eine beliebte Alternative für laktoseintolerante Personen oder jene, die auf tierische Produkte verzichten möchten.

Verwendung von Reismilch in der Küche:

Reismilch erinnert in ihrem milden, süsslichen Geschmack an ihre Ausgangsprodukte Reis und Wasser. Reisdrink eignet sich besonders für süsse Speisen oder Desserts. Gerne verwendet man die laktosefreie und vegane Pflanzenmilch für Müesli, Porridge, Pudding, Milchreis oder Bananenbrot. Auch in Smoothies, einfach so zur Erfrischung für zwischendurch oder als warmes Kakaogetränk (vegane Heisse Schokolade) an Wintertagen findet Reismilch Anklang. In Backwaren enthaltene tierische Milch ist problemlos durch den veganen Reisdrink ersetzbar. So kann man sehr einfach vegane Brötchen, vegane Kuchen und vegane Pfannkuchen herstellen.1 Im Internet findet man viele Reismilch-Rezepte.

Für die Zubereitung von pikanten Gerichten, z.B. Béchamelsauce oder Kartoffelpüree, sind Hafermilch oder Sojamilch wegen ihrer geringeren Süsse besser geeignet. Die Geschmäcker sind jedoch verschieden: Wer sich an der leichten Süsse der Reismilch nicht stört, kann sie auch für herzhaftere Gerichte verwenden. Probieren Sie sich einfach durch die verschiedenen Milchalternativen durch, um Ihren persönlichen Favoriten zu finden.

Reisdrink stellt man meist aus gekochtem (oder aus eingelegtem und kurz geröstetem) Reis her, daher fällt Reismilch nicht unter Rohkost.

Veganes Reismilch-Rezept für Dinkelbrötchen:

Zutaten (für 6-8 Brötchen): 140 ml + 50 ml Reisdrink (bio), 1 Würfel frische Hefe, 1 EL Rohrohrzucker (oder weniger), 500 g Dinkelmehl (oder Dinkelvollkornmehl), 1 TL Salz, 2 EL Rapsöl (raffiniert).

Zubereitung: Den Reisdrink mit Hefe und Zucker vermischen und 1 Stunde ruhen lassen. Danach Dinkelmehl, Salz und Öl hinzufügen und alles mit einem Knethaken zu einem Teig verarbeiten. Die restlichen 50 ml Reismilch hinzugeben und nochmals kurz durchkneten. Den Teig in einer Schüssel 1 Stunde ruhen lassen. Im Anschluss den Teig zu einer Rolle formen und 6-8 gleichmässige Stücke abschneiden. Diese zu kleinen Brötchen formen und nochmals 15 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Brötchen ca. 30 Minuten darin backen. Die Brötchen kann man kurz vor dem Backen mit warmem Wasser bestreichen und mit Sesam, Mohnsamen, Sonnenblumenkernen oder Kürbiskernen bestreuen.

Veganes Reismilch-Rezept für Haselnussdessert:

Zutaten (für 4 Personen): 25 g Margarine, 1 EL Dinkelvollkornmehl, 100 g gemahlene Haselnüsse, 300 ml Reismilch (bio), 2 EL Rohrohrzucker, 1 Spritzer Zitronensaft.

Zubereitung: Die Haselnüsse mit dem Rohrohrzucker vermengen. Margarine in einem grösseren Topf schmelzen, das Mehl einrühren und zu einer Mehlschwitze verarbeiten. Einen Teil der Haselnüsse einrühren und die Reismilch langsam und unter ständigem Rühren hinzufügen. Nun arbeitet man die restliche Haselnuss-Rohrohrzucker-Mischung in die heisse Masse ein. Im Anschluss gibt man einen Spritzer Zitronensaft hinzu und kocht das Ganze nochmals auf, dabei immer gut umrühren. Verteilen Sie das Dessert auf 4 Schalen und lassen Sie die Masse vor dem Servieren erkalten.

Vegane Rezepte mit Reismilch finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben" (ganz unten oder nebenan).

Einkauf - wo Reismilch kaufen?

Mittlerweile sind Reisdrinks bei fast allen Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer etc. erhältlich, meist sogar in biologischer Qualität (Bio-Qualität, bio). Bio-Läden, Bio-Supermärkte (Denn's Biomarkt, Alnatura), Naturkost- oder Reformläden führen häufig auch biologische Verbandsware, das bedeutet, dass deren Produktion unter noch strengeren Richtlinien stattfindet.

Hersteller neigen dazu, der nährstoffarmen und geschmacksneutralen Reismilch Vitamine und Mineralstoffe (wie Calcium), Geschmacksstoffe, Zucker und Salz hinzuzufügen. Auch pflanzliche Verdickungsmittel wie Guarkernmehl (E412) oder Carrageen (E407) können dem Drink beigemischt sein, um der flüssigen Konsistenz entgegenzuwirken. Achten Sie beim Kauf darauf, ob die Reismilch angereichert oder gesüsst ist und ob Zusatzstoffe oder zusätzlicher Zucker unter den Inhaltsstoffen aufgelistet sind. Nicht angereicherte Reismilch findet man häufig mit dem Zusatz original, natur, natural, naturell, ungesüsst, classic oder pur.

Reisdrinks sind in den verschiedensten Geschmacksrichtungen erhältlich. Vanillereisdrink und Schokoreisdrink stehen häufig neben der normalen Reismilch im Regal und sind nur ein wenig teurer als das Originalprodukt.

Neben verschiedenen Geschmacksrichtungen findet man auch Mischungen mit Haselnussmilch, Mandelmilch, Sojamilch, Kokosnussmilch und gelegentlich auch mit Früchten (z.B. Mango-Vanille) im Handel.

Reismilch selbst zubereiten (eigene Herstellung):

Wie wird Reismilch hergestellt? Die Reismilch-Herstellung ist sehr einfach. Da selbstgemachte Reismilch keine Zusatzstoffe enthält, gilt sie sogar als gesünder als die gekaufte Variante.

Für die Herstellung von einem halben Liter Reisdrink benötigt man lediglich 500 ml Wasser, 100-150 g gekochten Reis (am besten Vollkornreis in Bio-Qualität, es geht aber auch weisser Langkornreis oder Duftreis), eine Prise Salz und einen Mixer.

Kochen Sie den Reis zunächst wie gewohnt. Im Anschluss geben Sie ihn zusammen mit 250 ml Wasser in einen Mixer. Fügen Sie während des Mixprozesses nach und nach mehr Wasser hinzu. Lassen Sie die Masse vor der Weiterverarbeitung mindestens 1 h lang ruhen. Mithilfe eines Küchenhandtuchs, eines Nussmilchsacks oder eines feinporigen Siebs kann man die fertige Masse filtern und in ein passendes Behältnis geben (Glas mit Schraubverschluss). Bei luftdichtem Verschluss hält die Reismilch ca. 2-4 Tage im Kühlschrank. Schütteln Sie den Drink vor dem Verzehr gut durch, damit sich die abgesetzten Trübstoffe vom Boden heben.2

Wer etwas Abwechslung möchte, kann den veganen Reisdrink auch mit Gewürzen verfeinern oder etwas süssen. Fügen Sie der Mischung während des Mixprozesses einfach etwas Zimt, natürlichen Vanilleextrakt oder 2-3 entkernte Datteln bei.

Lagerung:

Die selbstgemachte Reismilch hält gut verschlossen im Kühlschrank 2-4 Tage. Eine gekaufte, ultrahocherhitzte Reismilch hält ungeöffnet und ungekühlt einige Monate bis Jahre. Sobald man sie geöffnet hat, ist sie auch nur noch 2-4 Tage haltbar und unbedingt im Kühlschrank aufzubewahren.3

Reismilch-Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien:

100 g Reismilch enthalten 50 kcal. Reisdrink besteht zum grössten Teil aus Wasser und enthält kaum Proteine, Fette, Ballaststoffe oder andere Nährstoffe.4

Reismilch deckt den täglichen Bedarf an Natrium mit 51 mg/100g zu 6 %. Allerdings stammt dieser hohe Gehalt nicht nur vom Reis, sondern ist meist im Nachhinein hinzugefügt, z.B. in Form von Kochsalz, Meersalz oder aus Algen. Vergleichbare Natrium-Werte haben Sojamilch und Hafermilch. Deutlich höhere Werte erzielen süsse Sojasauce (4'240 mg) und gewöhnliches Paniermehl (400 mg).4 Natrium ist gemeinsam mit Kalium verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Membranpotentials der Zellen im Körper. Man sollte die empfohlene Tagesmenge an Natrium nicht zu sehr übersteigen, denn ein zu hoher Natriumgehalt kann den Blutdruck und das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöhen.5

Der Anteil an Vitamin E (Alpha-Tocopherol) macht bei einer Aufnahme von 100 g Reisdrink (und einem Tagesbedarf von ca. 2000 kcal) rund 4 % des Tagesbedarfs aus. Den Anteil von 0,46 mg/100g kann man mit Kokosraspeln und Haferflocken vergleichen. Sehr viel von dem Vitamin haben hingegen Mandeln (25,6 mg) und Haselnüsse (15 mg).4 Als Antioxidans schützt Vitamin E mehrfach ungesättigte Fettsäuren in Membranlipiden, Lipoproteinen und Depotfett vor einer Zerstörung durch Oxidation (Lipidperoxidation).6

Die gesamten Inhaltsstoffe von Reismilch, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen im CLICK FOR unter dem Zutatenbild.

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Ist Reisdrink gesund? Reismilch hat nur noch wenig mit Reis zu tun, denn diese Getreidemilch besteht zum grössten Teil aus Wasser. Sie enthält durch das Filtern nur noch wenig Proteine und Fette (niedriger Reismilch-Fettgehalt) und hat so gut wie keine Nährstoffe. Durch die enthaltenen Kohlenhydrate ist Reismilch ein schneller Energielieferant. Reisdrink enthält ausserdem kein Cholesterin, auch daher vermarkten Hersteller ihn gerne als "herzfreundlich".

Reismilch ist milcheiweissfrei, laktosefrei, vegan und glutenfrei. Sie ist daher für Menschen mit Lactoseintoleranz, einer Kuhmilchallergie oder Sojaallergie und für Veganer geeignet. Als reiche Eiweissquelle kann Reisdrink nicht gelten, da so gut wie keine Proteine enthalten sind.

Weil Reismilch keine sogenannten FODMAPs enthält, ist sie sehr bekömmlich. FODMAPs sind bestimmte Kohlenhydratverbindungen (vergärbare Mehrfach-, Zweifach-, Einfachzucker und mehrwertige Alkohole), die zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall führen können.7 So können auch Menschen mit Reizdarmsyndrom oder unklaren Verdauungsbeschwerden auf Reismilch zurückgreifen.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Wie gesund ist Reismilch für Kinder? Aufgrund der Arsenbelastung beim Reisanbau enthält auch Reismilch Arsen und ist daher nur begrenzt für Kleinkinder geeignet, denn diese können mit der Reismilch Arsen noch leichter aufnehmen als Erwachsene. Der Markt an pflanzlicher Milch ist jedoch mittlerweile sehr gross. Alternativ kann man auf Milch aus Mandeln, Haselnuss, Soja, Hafer, Quinoa oder Hirse ausweichen oder diese ergänzend zur Reismilch nutzen. Arsen ist in vielen Reisanbaugebieten in hohen Konzentrationen im Grundwasser enthalten. Mikroorganismen wandeln das anorganische Arsen in organische Formen um (Monomethylarsonsäure (MMA) oder Dimethylarsinsäure (DMA)) und machen es für Pflanzen verfügbar. Regelmässiger Konsum ist genotoxisch, chromosomenschädigend und kann Krebserkrankungen begünstigen.8,9

Arsen reichert sich über die Wurzeln zehnmal so stark in Reis an wie in anderem Getreide. So kann auch Reismilch Arsen in gesundheitlich bedenklichen Konzentrationen enthalten. Im September 2013 fand die Food and Drug Administration bis zu 46 μg anorganisches Arsen pro Liter Reismilch. Bei Trinkwasser beträgt der Höchstwert in der EU 10 μg/L. Es können aber auch andere Reisprodukte, wie z.B. Reiswaffeln, betroffen sein. Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern ist Vorsicht geboten.10,19,20

Als Prophylaxe soll Knoblauch helfen, um den Arsengehalt im Blut und Urin zu senken. Schwefelhaltige Substanzen, wie z.B. Allicin, sollen Arsen ausfällen lassen. Dies bestätigten Tierversuche vom indischen Institute of Chemical Biology in Kolkata.11 Ob zwei bis drei Knoblauchzehen täglich für Kinder realistisch sind, ist hier etwas fraglich.

Vorkommen - Herkunft - Ökologie:

Lange war Sojamilch der beste Ersatz für Kuhmilch. Das Verfahren für alternative Milchersatzgetränke, wie z.B. Haferdrinks, entwickelten Forscher 1993 in Schweden.

Reis ist das zweitwichtigste Getreide der Welt und für ca. die Hälfte der Weltbevölkerung ein Hauptnahrungsmittel. Vor allem im asiatischen Raum verwendet man Reis für alle möglichen Gerichte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass 90 % der Reisproduktion in asiatischen Ländern wie China, Indien, Japan und Thailand stattfinden.12 Doch auch Brasilien und die USA sowie europäische Länder wie Italien, Spanien und Frankreich bauen Reis an.

Ökologische Aspekte:

Der Reis für die Reisdrinks hierzulande stammt meist aus Italien oder Spanien, was sich bei einem täglichen Verbrauch durchaus negativ auf die persönliche Ökobilanz auswirkt. Im Vergleich dazu ist der ökologische Fussabdruck bei Haferdrinks, Sojadrinks oder Hirsedrinks deutlich besser, vorausgesetzt die Produkte stammen aus regionalem Anbau.

Die Umweltbilanz von Reismilch ist eher negativ im Vergleich zu anderen pflanzlichen Milchsorten. So erzeugt der Reisanbau deutlich mehr Treibhausgase. Nassreisanbau setzt durch Fäulnisprozesse Methan frei und beim Trockenreisanbau entweicht Lachgas in die Luft. Der häufige Einsatz von Pestiziden beim konventionellen Anbau von Reis sorgt für die Verunreinigung des Bodens, daher sollte man stets Bio-Reisprodukte kaufen.

Lange Transportwege, die starke Verarbeitung und der Verkauf in Getränkekartons lassen die Ökobilanz ebenfalls eher schlecht ausfallen.

Viele Reisdrinks sind mit Calcium angereichert. Man verwendet bei Getreidedrinks meist den Algenkalk von abgestorbenen Algen (Lithothamnium calcareum), je nach Hersteller aus unterschiedlichen Regionen, z.B. aus der Nordsee oder dem Atlantischen Ozean. Auch wenn hier nicht die lebendigen Algen Verwendung finden, sondern man die abgestorbenen Teile vom Meeresboden sammelt, besteht die Frage, ob dies für Bioprodukte erlaubt ist.15 Ein deutsches Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass die Anreicherung gegen die EU-Bio-Verordnung verstösst. Allerdings hat man das Urteil 2018 an den Europäischen Gerichtshof für einen definitiven Entscheid weitergeleitet. Die Bio-Suisse hat 2018 nach einer gründlichen Prüfung entschieden, dass die Zugabe dieses Mineralstoffs nicht zugelassen ist.16 Laut EU-Durchführungsverordnung 2019 steht Algenkalk aus natürlichem Ursprung wieder auf der Liste.17 Einzelne Bioverbände können die Verwendung erlauben oder nicht.

Ähnliche pflanzliche Getränke:

Weitere Getränke auf pflanzlicher Basis (Pflanzenmilch), die in der Küche häufig als Milchersatz (Milch-Ersatz) Verwendung finden, sind beispielsweise Mandelmilch, Hafermilch und Sojamilch.

Kommerzielle Reismilch-Herstellung:

Der geerntete Vollkornreis ist im ersten Schritt fein auszumahlen, danach kocht man ihn mit Wasser und vermaischt ihn. Diese cremig-schleimige Maische ist nun zu fermentieren. Dabei bauen zugesetzte Enzyme die langkettige Stärke in Mehrfachzucker um, wodurch der Drink seine milde Süsse erhält. Danach ist der wässrige Getreidebrei in mehreren Schritten zu sieben und zu filtrieren. Der Filterrückstand ist als Viehfutter nutzbar. Das nun wässrig erscheinende Filtrat emulgiert man mit Pflanzenöl (z.B. meist Sonnenblumenöl oder Distelöl), um es geschmacklich zu verbessern, denn Reis ist beinahe fettfrei.

Reis enthält mehr pflanzliches Lecithin als Hafer, weshalb man bei der Reismilch-Herstellung darauf verzichten kann. Lecithin ist ein Bestandteil der tierischen und menschlichen Zellmembran und ermöglicht das Emulgieren von Fetten und Wasser. Es hat ausserdem stabilisierende, hydratisierende, homogenisierende und texturverbessernde Eigenschaften und ist daher ein beliebter Zusatzstoff in Lebensmitteln.13

Für einen vollmundigeren Geschmack kann man der Getreidemilch noch etwas Meersalz zusetzen. Durch das Homogenisieren verteilen sich die Inhaltsstoffe besser. Eine längere Haltbarkeit gewährleistet man mit der Ultrahocherhitzung. Ausserdem verkleistert dieser Vorgang die enthaltene Stärke und macht das Getränk gelartig. So ist das Geschmacksempfinden im Mund ähnlich wie bei tierischer Milch.1

Allgemeine Informationen:

Der Begriff "Reismilch" ist eigentlich nicht korrekt, denn der Begriff Milch ist rechtlich geschützt (EU-Verordnung Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013). Als Milch darf man nur Produkte bezeichnen, die man durch das Melken eines Euters gewinnt (Kuhmilch, Schafmilch, Ziegenmilch). Pflanzliche Milchalternativen findet man im Handel daher meist unter dem Namen "Getränk" oder "Drink".

Alternative Namen:

Neben Reismilch und Reisdrink findet man auch die Schreibweise Reis-Drink oder Reis Milch, gelegentlich mit dem Zusatz Vollkorn. Im Englischen bezeichnet man Reisdrink als rice milk, man findet aber auch rice drink oder brown rice drink.

Stichworte zur Verwendung von Reismilch:

Auch in der Kosmetikindustrie findet Reismilch Verwendung. Man sagt der Reismilch nach, dass die darin enthaltenen Antioxidantien und Säuren die Haut gegen UV-Strahlung schützen sollen und Falten sowie Flecken reduzieren können. Bei einem Sonnenbrand soll Reismilch helfen, die gereizte Haut zu beruhigen. Die Zutat Reismilch findet man in Seifen, Reinigungswassern und Duschbädern. Auch in Haarprodukten setzt man Reisdrink ein: Man verwendet ihn heute in Shampoos, Conditionern und Haarmasken. Nicht Reismilch, sondern Reiswasser gehört vor allem in Japan zur traditionellen Haarpflege-Routine14 und bereichert auch heute viele Kosmetikprodukte. Die fermentierte Variante des Reiswassers soll noch wirksamer sein.18

Literatur - Quellen:

CLICK FOR: 20 Quellenangaben

In der Wissenschaft ist Wikipedia (wiki) als Quelle umstritten, auch weil bei Wikipedia Angaben zur zitierten Literatur bzw. zu Autoren häufig fehlen oder nicht verlässlich sind. Unsere Piktogramme für Nährwerte enthalten kcal.

  1. Ugb.de. Reisdrink Warenkunde.
  2. Reishunger.com. Reismilchherstellung.
  3. Eatsmarter.de. Warenkunde Reismilch.
  4. USDA United States Department of Agriculture.
  5. Leyvraz M, Chatelan A et al. Sodium intake and blood pressure in children and adolescents: a systematic review and meta-analysis of experimental and observational studies. Int J Epidemiol. 1. Dezember 2018;47(6):1796–810.
  6. Lee GY, Han SN. The role of vitamin e in immunity. Nutrients. 1. November 2018;10(11).
  7. Barrett JS. How to institute the low-FODMAP diet. J Gastroenterol Hepatol. März 2017;32 Suppl 1:8–10.
  8. Banerjee M, Banerjee N et al. High arsenic in rice is associated with elevated genotoxic effects in humans. Scientific Reports. 2013;3(2195).
  9. Ärzteblatt.de Arsen macht Reis genotoxisch. 2013.
  10. Verbraucherzentrale.de Arsen in Reis - Was ist bei Säuglingen und Kleinkindern zu beachten. 2019.
  11. Chowdhury R, Dutta A. et al. In vitro and in vivo reduction of sodium arsenite induced toxicity by aqueous garlic extract. Food and Chemical Toxicology. 2008;46(2).
  12. Blumenthal A., Stransky M. Ernährung und Lebensmittel von A-Z. Editions M, 1. Auflage 1993.
  13. Chiplunkar PP, Pratap AP. Ultrasound assisted synthesis of hydroxylated soybean lecithin from crude soybean lecithin as an emulsifier. J Oleo Sci. 1. Oktober 2017;66(10):1101–8.
  14. Inamasu S, Ikuyama R et al. The effect of rinse water obtained from the washing of rice (Yu-su-ru) as a hair treatment. International Journal of Cosmetic Science. 2010;32(5):392–3.
  15. Deutschlandfunknova.de Milchersatz-Getränke. Sojamilch: Mit Kalziumzusatz aus Algen.
  16. Bio Suisse. Erläuterungen zu den Richtlinienänderungen Teil III 2018 (pdf).
  17. Durchführungsverordnung (EU) 2019/2164 der Kommission vom 17. Dezember 2019 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 889/2008.
  18. Hunaefi D, Akumo DN, Riedel H, Smetanska I. The effect of lactobacillus plantarum atcc 8014 and lactobacillus acidophilus ncfm fermentation on antioxidant properties of selected in vitro sprout culture of orthosiphon aristatus (Java tea) as a model study. Antioxidants. Dezember 2012;1(1):4–32.
  19. bfr.bund.de EU-Höchstgehalte für anorganisches Arsen in Reis und Reisprodukten durch Verzehrsempfehlungen zum Schutz von Säuglingen, Kleinkindern und Kindern ergänzen. Aktualisierte Stellungnahme Nr. 017/2015 des BfR vom 06. Februar 2014.
  20. bfr.bund.de Fragen und Antworten zu Arsengehalten in Reis und Reisprodukten. Aktualisierte FAQ des BfR vom 22. Dezember 2020.
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