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Giersch

Giersch, den Gärtnern als lästiges Unkraut bekannt, kann man auch als Salat oder Gemüse zubereiten. Er erinnert in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersilie.

Der Giersch ist für manche ein schwer zu bekämpfendes Unkraut, andere hingegen nutzen das alte Wildkraut als Gemüsepflanze. Während der Weltkriege diente es als Vitaminzufuhr und aufgrund des lateinischen Namens lässt sich auf eine ehemals angewandte Verwendung als Schmerz linderndes Mittel gegen Gicht schliessen. Davon sieht man inzwischen allerdings wegen unzureichenden Wirkungsbelegung ab.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Der Giersch (Aegopodium podagraria) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Aegopodium in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). ... Der botanische Gattungsname Aegopodium leitet sich von griechisch αἴγειος = aigeos (für „von Ziegen“) und griechisch πούς-ποδός = pous-podos für Fuß ab und bezieht sich auf die Gestalt der Blätter, die an einen Ziegenfuß erinnern."

Verwendung und Inhaltsstoffe:

"Im Mittelalter, aber auch in neuerer Zeit wurde Giersch als Gemüse wie auch als Heilpflanze angebaut. ... Der Trivialname Podagrakraut oder Zipperleinskraut weist darauf hin, dass Giersch als ein Mittel gegen Gicht galt. Er soll auch gegen Rheuma und Arthritis, krampflösend, entgiftend und blutreinigend wirken. Da keine Belege für die genannten Indikationen gefunden wurden, wird der Giersch in neuen Arzneibüchern nicht mehr aufgeführt."

"Da Giersch im Gegensatz zu den meisten Gemüsesorten über viele Monate zur Verfügung steht und nur geringe Ansprüche an Boden, Wasser und Lichtversorgung stellt, sicherte er beispielsweise während der Weltkriege vielen Menschen die Vitaminzufuhr."

"Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden. Er erinnert in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersilie gemischt mit dem harzigen Aroma einer Mango, gekocht hingegen an Spinat. Er enthält viel Kalium, Vitamin C, Karotin und Eisen."

"Als Salat eignen sich vor allem die jungen, kaum entfalteten Blätter. Rohe Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden. Ältere Blätter eignen sich nur als Tee oder sie werden gekocht bzw. gedünstet. Die bitteren Stiele sind zäh und sollten entfernt werden."

Vorkommen:

"Der Giersch ist in fast ganz Europa und den gemäßigt-kontinentalen Gebieten des eurasischen Laubwaldgürtels verbreitet. In Nordamerika wurde er eingeschleppt. Er liebt stickstoffreiche Böden und tritt häufig in Gärten, schattig-feuchten Gebüschen und Wäldern auf. ... Er steigt in den Allgäuer Alpen im Tiroler Teil im Höhenbachtal nahe der Vorderen Schochenalpe bis 1360 m Meereshöhe auf."

Vorsicht beim Sammeln:

"Beim Sammeln ist eine Verwechslung mit ungenießbaren und giftigen Arten, wie Gefleckter Schierling oder Breitblättriger Merk, zu vermeiden. Giersch lässt sich gut am dreikantigen Blattstiel erkennen, wobei eine Kante abgerundet und die gegenüberliegende Seite konkav eingezogen ist."

Trivialnamen:

"Trivialnamen für den Giersch sind DreiblattGeißfußZiegenkrautSchetteleZaungierschBaumtropf. Weil die Blätter dem Hollerbusch (Holunder) ähneln, wird er auch Wiesenholler genannt. ..."

Wissenswertes:

"Giersch gilt bei Gärtnern als lästiges Unkraut; er wuchert und lässt sich wegen seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen. Andererseits ist Giersch ein wohlschmeckendes Wildgemüse."

"Meerschweinchen und Kaninchen fressen den Giersch sehr gerne."