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Cantaloupe-Melone - Gesundheit

Cantaloupe-Melone und Gesundheit: Die kalorienarme Melonenart enthält sekundäre Pflanzenstoffe und andere gesunde Inhaltsstoffe.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Pro 100 g besitzen rohe Cantaloupe-Melonen (bio) 34 kcal und zählen daher zu den kalorienärmsten Zuckermelonen. Cantaloupe-Melonen enthalten viel saftiges Fruchtfleisch, das zu 90 % aus Wasser besteht. Der Kohlenhydratgehalt von 8,2 g/100g ist eher gering.

Enthält die Cantaloupe-Melone Fructose? Cantaloupe-Melonen beinhalten auch Fructose. Bei einem Zuckergehalt von ca. 7,9 g/100g beträgt der Fructosegehalt ca. 1,9 g/100g, der Rest entfällt überwiegend auf Saccharose und Glucose. Im Vergleich enthält z.B. die Galiamelone etwas mehr Fructose (Fructose-Gehalt: ca. 2,4g/100g22).

Mit 0,19 g Fett und 0,84 g Protein pro 100 g ist die Cantaloupe-Melone beinahe fettfrei und sehr eiweissarm. Die 0,9 g Ballaststoffe decken 3,6 % des Tagesbedarfs.4

Eine rohe Cantaloupemelone weist 37 mg Vitamin C pro 100 g auf, das macht 46 % des Tagesbedarfs aus. Vergleichbare Mengen haben Mangos (36 mg/100g) und schwarze Holunderbeeren (36 mg/100g). Der Vitamin-C-Gehalt ist in Sanddornbeeren mit 450 mg/100g extrem hoch.4

Der Gehalt an Vitamin A, als RAE, beträgt 169 µg/100g (21 % des Tagesbedarfs) und ist vergleichbar mit demjenigen von roten Gemüsepaprika (157 µg/100g) und Aroniabeeren (192 µg/100g). Einen hohen Gehalt an Vitamin A haben rohe Karotten mit 835 µg/100g.4

Kalium ist in der Cantaloupemelone zu 267 mg/100g enthalten (13 % des Tagesbedarfs). Ähnlich viel Kalium haben rote und weisse Johannisbeeren (275 mg/100g) und Zucchini (261 mg/100g). Eine Frucht mit viel Kalium ist die rohe Jackfrucht (448 mg/100g).4

Die gesamten Inhaltsstoffe von Cantaloupe-Melonen, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Zuckermelonensaft hat eine alkalisierende Wirkung auf den Urin, was die Auflösung und Ausscheidung von Harnsteinen fördert. Melonensaft kann deshalb als alternative Präventionsmassnahme zu Medikamenten aus Kaliumcitrat dienen.7 Diese alkalisierende Wirkung auf den Urin kann helfen, Harnwegserkrankungen vorzubeugen.8

Cantaloupemelonen haben einen mittleren Glykämischen Index (65) und eine niedrige Glykämische Last (4,7). Deshalb sind sie, in moderaten Mengen konsumiert, auch für Diabetiker geeignet (Erklärungen dazu lesen Sie bei der Zutat Wassermelone).20

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Cantaloupe-Melonen kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Da man den Namen "Cantaloupe-Melone" oft nicht einheitlich verwendet, kann dieser verschieden aussehende Melonenvarietäten bezeichnen (siehe Kapitel "Weiterführende Informationen"). Häufig nutzt man auch den Überbegriff "Zuckermelonen" oder den Artnamen Cucumis melo synonym für einzelne Melonenvarietäten. Daher beschreiben wir hier neben den sekundären Pflanzenstoffen der Varietät "Cantaloupe-Melone", auch jene der Übergruppe "Zuckermelonen".

Cantaloupe-Melonen (Zuckermelonen) enthalten folgende sekundäre Pflanzenstoffe:6,29,30,31

  • Isoprenoide: Terpene: Triterpene (Curcurbitacin); Carotinoide: Beta-Carotin, Lutein, Zeaxanthin; Saponine
  • Alkaloide
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Kaffeesäure, Sinapinsäure, Rosmarinsäure, Ferulasäure, Gallussäure, Ellagsäure, Chinasäure; Flavonoide: Flavonole (Rutin, Kaempferol, Quercetin, Isorhamnetin, Myricetin), Flavanone (Naringenin, Eriodictyol, Eriocitrin, Naringin, Pinocembrin), Flavone (Isovitexin, Apigenin, Luteolin, Acacetin), Chalkone (Phlorizin); Phytoöstrogene: Formononetin; u.a.

Es ist jedoch zu beachten, dass die Zusammensetzung der sekundären Pflanzenstoffe in Cantaloupe-Melonen abhängig von Sorte, Erntezeitpunkt und Anbaubedingungen variieren kann. Daher sind Mengenangaben nur begrenzt sinnvoll und höchstens grob zu verstehen.

Forschungen zu den sekundären Pflanzenstoffen in Zuckermelonen zeigen, dass Cucumis melo eine Quelle natürlicher Antioxidantien ist und daher als potenzielles therapeutisches Mittel zur Vorbeugung von oxidativem Stress und damit verbundenen Krankheiten dienen kann. Diese Wirkung könnte darauf zurückzuführen sein, dass die vielfältigen sekundären Pflanzenstoffe in der Zuckermelone synergistisch wirken.31

In einer In-vivo-Tierstudie stellte man eine entzündungshemmende Wirkung von Zuckermelonen fest. In der Untersuchung behandelte man Ratten, die an entzündlichen Schwellungen litten, mit Ethanolextrakten aus Netzmelonen und Cantaloupemelonen. Innerhalb weniger Stunden nach der Behandlung konnte man eine Verringerung der Entzündungen beobachten. Die beteiligten ForscherInnen schreiben diese entzündungshemmende Wirkung den 44 identifizierten Polyphenolen und den Isoprenoiden in den untersuchten Melonenproben zu.30 Carotinoide wie Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin zeigen in Tiermodellen auch antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften in Bezug auf die Augengesundheit. Sie helfen vorbeugend gegen phototoxische Schäden des Augengewebes, indem sie u.a. blaues Licht absorbieren.5 Diese Carotinoide sind neben Cantaloupe-Melonen auch in anderen gelb-orangen Früchten sowie in grünem Gemüse enthalten.6

Eine Tierstudie in China stellte fest, dass die Cucurbitacine in Cucumis melo zudem blutdrucksenkende Eigenschaften besitzen. Die Studie, welche die Wirksamkeit klinischer Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck untersuchte, konnte demonstrieren, dass Curcubitacine wirken, indem sie die Spannung der Blutgefässe verbessern.29

Eine In-vitro-Studie konnte zeigen, dass neben dem Fruchtfleisch auch die Kerne der Zuckermelone bioaktive Stoffe besitzen. Man stellte zudem fest, dass diese Stoffe das Wachstum verschiedener Arten von Krebszellen hemmen können. Die beteiligten WissenschaftlerInnen führen diese Wirkung auf die enthaltenen Polyphenole, insbesondere die hohe Konzentration an Gallussäure und Rutin, zurück. Polyphenole agieren in Zellen als Fänger freier Radikale und Studien konnten bereits Effekte gegen verschiedene Leiden wie etwa neuronale Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Katarakt und Krebs nachweisen. Es sind jedoch zusätzliche Untersuchungen erforderlich, um weitere sekundäre Pflanzenstoffe aus Zuckermelonen zu identifizieren sowie ihre Wirkung gegen Krebs genauer zu erforschen.32

Die bioaktiven Pflanzenstoffe in Cucumis melo haben auch positive Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt und können Insulinresistenz und Diabetes vorbeugen. In einer Tierstudie stellte man fest, dass der Verzehr von Zuckermelonen Entzündungen im Darm hemmen und so eine vorhandene Insulinresistenz verbessern kann. Zudem begünstigt Cucumis melo eine gesündere Darmbakterienzusammensetzung und eine verbesserte glykämische Kontrolle.23 Zusätzlich belegen wissenschaftliche Studien, dass die enthaltenen Phytonährstoffe den Blutzuckerstoffwechsel und den Insulinstoffwechsel verbessern können. Extrakte aus Cantaloupemelonen reduzierten bei Studien an diabetischen Tieren oxidativen Stress in den Nieren und halfen, einer Insulinresistenz entgegenzuwirken.20

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Zuckermelonen (Cucumis melo) können allergische Symptome auslösen. In Spanien ist eine Allergie auf Melonen die zweithäufigste Frucht-Allergie. Auffällig sind Zusammenhänge mit anderen Allergieauslösern, wie z.B. Pollen von Bäumen und Gräsern, Früchten (Pfirsich) und Latex.9

Auch wenn der Fructose-Gehalt bei Cantaloupe-Melonen eher gering ist, sollten Menschen mit Fructoseintoleranz oder Fructoseunverträglichkeit vorsichtig sein.

Volksmedizin - Naturheilkunde

Zuckermelonen wie die Cantaloupe-Melone oder die Honigmelone wirken hydratisierend, remineralisierend, alkalisierend, harntreibend und abführend.8

Literaturverzeichnis - 13 Quellen

4.

USDA United States Department of Agriculture.

5.

Carpentier S, Knaus M, Suh M. Associations between lutein, zeaxanthin, and age-related macular degeneration: an overview. Crit Rev Food Sci Nutr. April 2009;49(4):313–326.

6.

Abdel-Aal E-SM, Akhtar H, Zaheer K, Ali R. Dietary sources of lutein and zeaxanthin carotenoids and their role in eye health. Nutrients. 2013;5(4):1169–1185.

7.

Baia L da C, Baxmann AC et al. Noncitrus alkaline fruit: a dietary alternative for the treatment of hypocitraturic stone formers. J Endourol. 2012;26(9):1221–1226.

8.Pamplona Roger JD, Heilkräfte der Natur. Ein Praxisbuch. Zürich 2006. 240-241.
9.

Figueredo E, Cuesta-Herranz J et al. Clinical characteristics of melon (Cucumis melo) allergy. Ann Allergy Asthma Immunol. 2003;91(3):303–308.

20.

Mariod AA, Saeed Mirghani ME, Hussein I. Cucumis melo var. cantalupo Cantaloupe. Unconventional Oilseeds and Oil Sources. 2017:107–111.

22.

Silveira AC, Aguayo E, Artés F. The suitability of three Galia melon cultivars and different types of cuts for the fresh-cut industry. Journal of the Science of Food and Agriculture. 2013;93(15): 3826–3831.

23.

Lee D, Yoo JH, Lee BC. Therapeutic effect of Cucumis melo L. Extract on insulin resistance and the gut microbiome in lep ob /lep ob mice. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. 2018;2018:1–10.

29.

Yuan R-Q, Qian L u.a. Cucurbitacins extracted from Cucumis melo L. (Cuec) exert a hypotensive effect via regulating vascular tone. Hypertens Res. August 2019;42(8): 1152–1161.

30.

Ezzat SM, Raslan M, Salama MM, Menze ET, El Hawary SS. In vivo anti-inflammatory activity and UPLC-MS/MS profiling of the peels and pulps of Cucumis melo var. cantalupensis and Cucumis melo var. reticulatus. Journal of Ethnopharmacology. Juni 2019;237:245–254.

31.

Rajasree RS, Ittiyavirah SP et al. An evaluation of the antioxidant activity of a methanolic extract of Cucumis melo L. Fruit (F1 hybrid). Separations. 2021;8(8):123.

32.

Zhang X, Bai Y, Wang Y, Wang C, Fu J, Gao L, et al. Anticancer properties of different solvent extracts of Cucumis melo L. Seeds and whole fruit and their metabolite profiling using hplc and gc-ms. BioMed Research International. 2020:1–9.

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