Inhaltsverzeichnis
Braune Senfkörner (Brassica juncea (L.) CZERN. var. juncea) sind die scharf schmeckenden Samen des sogenannten Chinesischen, Russischen, Indischen oder Orientalischen Senfs. Die Bio-Samen (braun) lassen sich roh als Gewürz verwenden.
Verwendung in der Küche
Braune Senfsamen haben einen etwas milderen Geschmack als Schwarze Senfsamen (Brassica nigra). Insgesamt sind sie weniger bitter2,8 und weisen ca. 70 % weniger Schärfe auf als diese.2 Noch milder im Geschmack sind gelb-weisse Senfkörner (Sinapis alba).
Ganze, unbeschädigte Senfkörner sind geschmackslos. Erst durch das Kauen, Zerstossen oder Mahlen der Körner und durch Einwirkung von Flüssigkeit entsteht das scharfe Aroma. Wie es zum typischen Senfgeschmack kommt, erfahren Sie weiter unten im Kapitel "Weiterführende Informationen".
Die Samen eignen sich ganz oder frisch gemahlen, z.B. aus der Pfeffermühle, hervorragend als Gewürz.3 Geröstet verlieren sie an Schärfe und gewinnen an Aroma. Als ganze Körner dienen sie zum Würzen von Currys und Sauerkonserven. Gekeimte Samen passen gut zu Rohkostsalaten oder dienen als Garnitur für vegetarische und vegane Gerichte. Frisch gemahlen lässt sich aus dem Pulver Dijon-Senf zubereiten.
In Indien ist das Samenöl eines der wichtigsten Speiseöle und in Russland ein Ersatz für Olivenöl.3
Im Orient sind die rohen oder gekochten Blätter ein beliebtes Gemüse. Sie haben einen mild pfeffrigen bis scharfen Geschmack. Die süssen und saftigen Blüten und Triebe eignen sich ähnlich wie die Blätter zur Zubereitung oder zum Einlegen in Salz und Essig.8
Veganes Senfkörner-Rezept für Dijon-Senf
Zutaten (für ein Gläschen): 100 g braune Senfkörner (bio), 100 ml Weissweinessig, 50 ml Weisswein, 1 EL flüssiger Honig, ½ TL Salz, 1 EL Rapsöl.
Zubereitung: Mit einem Mixer alle Zutaten zu einer breiartigen Paste mischen. Diese einen halben Tag lang offen stehen lassen und gelegentlich umrühren. Dabei kommt es zur natürlichen Fermentation. In Gläsern mit Schraubverschluss die Zubereitung drei Wochen oder länger durchziehen lassen.
Wissenswert: Die Zugabe von kaltem Wasser zu vermahlenen Körnern entwickelt deren Schärfe. Dabei wirkt das Enzym Myrosinase auf das Glykosid Sinigrin ein und es entsteht eine Schwefelverbindung. Diese Reaktion benötigt 10-15 Min. Das Mischen des Pulvers mit heissem Wasser (oder Essig) führt zur Enzymhemmung und dadurch zu einem milden, etwas bitteren Ergebnis.8
Vegane Rezepte mit braunen Senfkörnern finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
In gängigen Supermärkten wie Coop, Migros, Spar, Denner, Volg, Aldi, Lidl, Edeka, Billa, Rewe oder Hofer sowie in den Bio-Supermarktketten Denn's Biomarkt und Alnatura haben wir braune Senfkörner bislang nicht gefunden (gem. Internetrecherche). Die genannten Lebensmittelgeschäfte haben z.T. die gelben Samen im Sortiment.
Braune Senfkörner sind ganzjährig im Fachhandel, Gewürzhandel, Reformhaus, Bio-Laden oder Feinkostgeschäften erhältlich. Die Samen gibt es ganz oder gemahlen (Senfpulver, Senfmehl), aus konventionellem Anbau, in biologischer Qualität oder in Rohkostqualität sowie in unterschiedlichen Packungsgrössen von 40 g, 70 g, 200 g oder bis zu 1000 g. Wir empfehlen den Kauf der lagerfähigen Senfkörner (braun, ganz), die Sie nach Bedarf frisch mahlen können.
Saison: Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Ernte der reifen Samen erfolgt in mitteleuropäischen Ländern (D-A-CH) von September bis Oktober.7
Die Verfügbarkeit von braunen Senfkörnern ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Lagern Sie ganze braune Senfkörner kühl, lichtgeschützt und trocken, um einen Verlust der Schärfe zu vermeiden. Geeignete Behältnisse sind gut verschliessbare Dosen oder dunkle Schraubgläser. Gemahlen verliert das Gewürz nach einigen Monaten an Aroma und Farbe. Die Haltbarkeit ganzer Samen ist deutlich länger.
Wild zu finden
Die einjährige Pflanze erreicht eine Höhe von 60-100 (120) cm.4,7 Am Grund sind die aufrechten Stängel borstig behaart und im oberen Bereich leicht verzweigt.4 Die schwach behaarten Laubblätter sind im unteren Teil grösser und langstieliger als weiter oben. Senfpflanzen besitzen leuchtend gelbe Blüten. Ihre Früchte sind längliche, vierkantige Schoten, die jeweils vier bis fünfzehn dunkle Samen enthalten.7
In Europa kommt die Senfpflanze gelegentlich eingeschleppt oder verwildert vor, beispielsweise auf Brachflächen, an Strassenrändern und Ackerrändern.7
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Realitätsnah zeigen wir Ihnen hier die Inhaltsstoffe von Gewürzen und Kräutern pro 1 g (statt pro 100 g wie üblich).
1 g Braune Senfkörner haben einen Energiegehalt von 4,87 kcal. Die Senfkörner-Nährwerte setzen sich hauptsächlich aus 0,35 g Kohlenhydraten, 0,07 g Ballaststoffen, 0,25 g Proteinen (Eiweiss) und 0,29 g Fett zusammen.1 Der Anteil an Erucasäure im Samenöl macht mehr als 30 %2 und bis zu 57 % der gesamten Fettsäuren aus. Inzwischen gibt es einige Zuchtsorten mit niedrigem Erucasäuregehalt.9
Nennenswert sind die Gehalte an der Aminosäure Tryptophan mit 5 mg/1g und der Fettsäure Alpha-Linolensäure mit 39 mg/1g. Mit dem Verzehr von 1 g Samen sind ca. 2 % des täglichen Bedarfs dieser beiden Nährstoffe gedeckt.1
Vergleichbare Tryptophan-Gehalte enthalten geschälte Hanfsamen oder getrocknete Kürbiskerne. Getrocknete Steinpilze haben mit 15 mg/1g sehr viel dieser Aminosäure.1
Deutlich höhere Mengen an Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure) liefern Leinsamen (230 mg/1g), Chiasamen (180 mg/1g), Walnüsse (91 mg/1g) oder Hanfsamen (87 mg/1g). Das Omega-6-zu-Omega-3-Fettsäuren-Verhältnis von Senfkörnern ist ca. 1:1.1
Der Gehalt an Eisen ist mit 0,18 mg/1g hoch, auch bei kleinen Verzehrmengen. Fenchelsamen und Currypulver haben ähnliche Werte. Getrockneter Thymian hat mit 1,24 mg/1g noch deutlich mehr dieses Spurenelements.1
Die gesamten Inhaltsstoffe von braunen Senfkörnern, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Sind Senfkörner gesund? Senfsamen enthalten eine komplexe Mischung aus Lipiden und bioaktiven Fettbestandteilen. Zu den wichtigsten Fettsäuren zählen Erucasäure und Ölsäure (einfach ungesättigte Fettsäuren) sowie Linolsäure und α-Linolensäure (mehrfach ungesättigte Fettsäuren). Charakteristisch ist ein günstiges Fettsäureprofil mit einem niedrigen Anteil gesättigter Fettsäuren und einem ausgewogenen Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren. Dieses Fettsäuremuster gilt als ernährungsphysiologisch vorteilhaft und steht mit positiven Effekten wie einer Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin, einer Reduktion des kardiovaskulären Risikos, einer verbesserten Insulinsensitivität und Glukosetoleranz sowie entzündungshemmenden und potenziell antikanzerogenen Wirkungen in Verbindung.24
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von braunen Senfkörnern kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Braune Senfkörner enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:24,25
- Isoprenoide: Tetraterpene und -terpenoide: Carotinoide: Beta-Carotin, Xanthophylle (Lutein)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (4-Hydroxybenzoesäure, Syringinsäure, Gallussäure, Protocatechinsäure, Gentisinsäure, Vanillinsäure), Hydroxyzimtsäuren (Sinapinsäure, Ferulasäure, p-Cumarsäure); Flavonoide: Flavone (Apigenin), Flavonole (Kaempferol, Quercetin), Flavanole (Catechin, Epicatechin); Tannine
- Organische schwefelhaltige Verbindungen: Glucosinolate (Glucobrassicin), Aliphatische Glucosinolate (Sinirgin)
Braune Senfsamen sind nährstoffreiche Pflanzensamen, die neben Lutein und Beta-Carotin auch bioaktive Verbindungen wie Glucosinolate, Sinapin und phenolische Verbindungen enthalten.
Die Extrakte aus braunen Senfsamen zeigten in der Studie antioxidative und zellschützende Wirkungen. Sie konnten freie Radikale reduzieren und menschliche Leberzellen vor oxidativem Stress schützen. Zusätzlich wiesen die Extrakte immunmodulatorische Eigenschaften auf, da sie die Aktivität von Makrophagen beeinflussten, insbesondere durch die Förderung der Zellproliferation (des Zellwachstums und der Zellteilung), die Steigerung der Phagozytoseaktivität und die Regulation der NO-Freisetzung.25
Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zu Brassica juncea L. beschreiben zudem chemopräventive, zytotoxische, antimikrobielle10 und antioxidative Wirkungen in vitro. Darüber hinaus bestätigten experimentelle Untersuchungen für Allylisothiocyanat (AITC) Glucosinulat-Extrakte eine antimykotische Wirkung gegen das Wachstum von Aspergillus parasiticus sowie gegen die Bildung von Aflatoxinen. Auf frischem Hühnerfleisch zeigten sich zudem antibakterielle und wachstumshemmende Eigenschaften gegenüber Salmonellen. Wässrige Extrakte zeigten darüber hinaus eine hemmende Aktivität gegenüber Staphylokokken und Enterobakterien in Lebensmitteln. Im Rahmen des Reviews belegten die Wissenschaftler in vitro krebshemmende Wirkungen von Bätterextrakt gegen Dickdarmkrebs und Lungenkrebs, wobei zukünftige In-vivo-Studien diese Ergebnisse untermauern sollten.11
In Brassica juncea ist Sinigrin das vorherrschende Senfölglykosid, aus dem nach der Hydrolyse Allylisothiocyanat (AITC) entsteht. AITC ist flüchtig und für den scharfen Geschmack verantwortlich.2
Samen, aber auch Stängel und Blätter von Brassica-Arten sind vorteilhaft bei der Linderung von Bluthochdruck, Migräne, Diabetes und schwerem Asthma. Darüber hinaus tragen sie zur Normalisierung von Schlafstörungen bei, können koronaren Herzerkrankungen vorbeugen und Wechseljahrsbeschwerden lindern.26
Extrakte aus den Blättern von Brassica juncea enthalten Inhaltsstoffe, die bei Ratten mit rheumatoider Arthritis Entzündungen im Körper verringern und veränderte Blutwerte verbessern können. Die Wirkung könnte darauf zurückzuführen sein, dass diese Stoffe mit wichtigen Strukturen zusammenwirken, die an der Entstehung der Krankheit beteiligt sind, darunter IL18, IL2RA und VEGFA. Künftige Studien sollten die Inhaltsstoffe der Blätter noch genauer untersuchen und mithilfe von Transkriptomanalysen aufklären, wie genau sie bei rheumatoider Arthritis wirken.17
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
In Brassica juncea kommt das Allergen 2S-Albumin vor, das gemäss WHO / IUIS Allergen Nomenclature Subcommittee als Bra j 1 bezeichnet ist. Bei Menschen mit einer Allergie gegen Braunen Senf besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Kreuzreaktivität mit Gelbem Senf.2
Senfkörner und Senföle gehören zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Gehalt an Erucasäure. Aufgrund des geringen Gebrauchs in der EU bleiben daraus hergestellte Produkte die Hauptquelle für die Aufnahme der gesundheitsschädlichen Erucasäure.2 Mögliche Folgen von hohem Verzehr können pathologische Veränderungen des Herzmuskels und Herzverfettung sein.12
Im Gegensatz zu Weissem Senf (Sinapis alba) lässt sich für Brassica juncea kein pflanzeneigenes Bisphenol F (BPF) nachweisen. Man geht davon aus, dass sich der toxische Stoff aus dem Glucosinolat Sinalbin (Sinapis alba) bildet, nicht jedoch aus Sinigrin (Brassica nigra oder Brassica juncea).2,13
Verwendung als anerkannte Heilpflanze
HMPC (Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel), ESCOP (Dachverband nationaler europäischer Gesellschaften für Phytotherapie) und Kommission E haben Brassica juncea nicht beschrieben. Die Pflanzenart ist aktuell keine zugelassene (well-established-use) oder registrierte (trad. use) Arzneipflanze gemäss §25 Abs. 7 AMG.
Volksmedizin - Naturheilkunde
In Australien nutzt die traditionelle Medizin Samen und Blätter von Brassica juncea gegen Schmerzen sowie bei Arthritis- und Rheuma-Erkrankungen. In Pakistan gilt das Speiseöl, zusammen mit Zwiebeln, als Stärkungsmittel. Dort kommt es auch gegen Spulwurm (Ascariasis lumbricoides) bei Kindern zum Einsatz. In Indien dienen die Blätter zur Blutzuckersenkung. Weitere traditionelle Anwendungen von Blättern und Samen sind bei Fussschmerzen und Hexenschuss sowie als Brechmittel,11 Diuretikum oder Stimulans.2,11
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Der CO2-Fussabdruck von Senfkörnern ist von mehreren Faktoren abhängig, unter anderem der Anbauweise, dem Herkunftsland und dem entsprechenden Transport und auch der Verpackungsart. Bei der Produktion von Senfsamenöl zeigten auch der Stromverbrauch, der Düngemitteleinsatz und die Feldemissionen starke negative Umweltauswirkungen.21 Senfkörner haben einen ökologischen Fussabdruck von 2,33 kg CO2eq/kg.5 Der Wasserfussabdruck zur Produktion von 1 kg Senfsamen beträgt 2809 Liter.22
Die Senfpflanze ist anfällig für eine Vielzahl an Schädlingen, die für Ernteeinbussen sorgen können. Um dies zu verhindern, kommen in der konventionellen Landwirtschaft oftmals Pestizide und Herbizide zum Einsatz, deren Rückstände jedoch auch im Endprodukt nachweisbar sind.23 Daher empfiehlt sich beim Einkauf die Wahl von Produkten aus biologischem Anbau, da der Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel dort untersagt ist.
Die wärmebedürftige Pflanze kommt gut mit trockenen und heissen Jahren zurecht. Abgesehen von den Gründüngungsmassnahmen besitzt sie eine Vielzahl von bodenverbessernden Eigenschaften. Mit ihrem verzweigten und tiefen Wurzelwerk wirkt sie Bodenverdichtung entgegen und spielt eine Rolle in Bezug auf Bodengesundheit und Bodenstabilität.7,16
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Brauner Senf (Brassica juncea) ist für die Bestäubung auf Insekten angewiesen. Die Studie zeigte, dass die Blüten besonders am Vormittag viel Nektar und Pollen anbieten und dadurch viele Bestäuber wie Bienen anlocken. Verschiedene Bienenarten unterstützten die Bestäubung und verbesserten den Samenertrag. Der Einsatz von stachellosen Bienen kann daher zu einer besseren Ernte und einer nachhaltigeren Senfproduktion beitragen.18
Weltweites Vorkommen - Anbau
Senfarten aus der Familie der Brassicaceae stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum bis in den Nahen Osten; ein sekundäres Ursprungszentrum liegt in Asien.24
Brauner Senf (Brassica juncea) ist eine Kulturpflanze des Altertums. Archäologische Funde belegen die Nutzung von Samen, die auf etwa 2300 v. Chr. datiert sind. Taxonomischen Untersuchungen zufolge ist sie aus den Wildformen von Brassica rapa (Rübsen) und Brassica nigra (Schwarzer Senf) im Nahen Osten oder in angrenzenden Gebieten entstanden.14
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Brassica juncea liegt in Asien. Ab 1500 n. Chr. kommt sie als Neophyt in Europa vor.6
In den letzten Jahren nahm Nepal die führende Position bei der weltweiten Produktion von Senfsamen ein und erreichte 2019 einen Anteil von mehr als 32 % an der globalen Produktion, gefolgt von Russland mit 25 % und Kanada mit 21 %. Zu den grössten Importeuren von Senfsamen zählten in jüngerer Vergangenheit die USA und Deutschland, gefolgt von Frankreich.2
Die Importmengen unterscheiden sich jedoch stark in Abhängigkeit von der jeweiligen Senfart und deren Verwendungszweck. Nordamerika stellt den wichtigsten Markt für Gelbsenf dar, während Europa insbesondere für Braunsenf als Gewürz, häufig in Form von Spezialsenfen, eine bedeutende Rolle spielt. Die Region Asien-Pazifik bildet einen wichtigen Markt für Braunsenf, der vor allem als würziges Speiseöl und als Gewürz Verwendung findet.2
Verwechslungsmöglichkeiten
Die Blüten von Senf und Raps sehen sich zwar zum Verwechseln ähnlich, blühen jedoch in der Regel nicht zur gleichen Zeit. Raps entwickelt seine Blüten vor allem im April und Mai, während Senf meist im Sommer blüht, häufig bis in den September hinein.7 Als weiteres Unterscheidungsmerkmal dienen die Blätter. Senfblätter sind gefiederter als Rapsblätter und weisen am Rand stärkere Zacken auf als diese.
Eine Verwechslung von Blättern, Blüten oder Samen mit Raps ist nicht schlimm, da sie ungiftig und ebenfalls essbar sind. Im Vergleich zum Senf besteht der Vorteil, dass aus heutigen Rapssorten die gesundheitsschädliche Erucasäure herausgezüchtet ist.
Anbau - Ernte
Brassica juncea bevorzugt schweren, aber gut durchlässigen und fruchtbaren Boden. Ein Anbau ist sowohl im Teilschatten als auch in voller Sonne möglich. Grundsätzlich wachsen die Pflanzen in wärmeren Klimazonen als in Grossbritannien. Sie kommen mit höheren, stabilen Temperaturen klar, aber nicht mit heissem Klima. Sie sind gut an kurze Tageslängen angepasst und tolerieren hohe Niederschläge. Obwohl sie mit 90-120 cm relativ tief verwurzelt sind, sind sie nicht sehr dürreresistent.8 Als Fruchtfolge sind andere Kreuzblütengewächse ungeeignet. Zur Vorbeugung von Pflanzenkrankheiten empfiehlt sich eine mehrjährige Anbaupause.3,7
Von der Aussaat bis zur Reife benötigen die Senfkorn-Pflanzen zwei bis fünf Monate, abhängig von Sorte und Jahreszeit.8 Bei einer Aussaat im Mai ist eine Samenernte im Oktober möglich. Für die Blatternte lassen sich die Samen ganzjährig aussäen. Die Pflanzen benötigen regelmässig Wasser, aber keinen Dünger. 7 Als Topfpflanze lassen sich aus den Samen frische Keimlinge ähnlich wie Kresse ziehen.8 Sobald Blätter und Stängel abgestorben und die Schoten gelbbraun sind, erfolgt die Ernte. Gegebenenfalls ist eine thermische Trocknung beim Zwischenhändler notwendig. Stängel, Blätter und Wurzeln bleiben auf dem Feld und dienen als Gründünger.7
Erfolgreiche Züchtungen haben Brassica juncea-Sorten mit niedrigem oder keinem Erucasäuregehalt hervorgebracht, die in wenigen Ländern kultiviert sind.2
In Ländern mit traditionell handwerklichem Anbau erfolgt die Ernte per Hand und die anschliessende 4-10-tägige Trocknung an der Sonne. In Indien beispielsweise ist das Saatgut das Hauptprodukt und anfallende Tätigkeiten wie Ernten, Dreschen und Windsichten führen ganze Familien durch.3
Weiterführende Informationen
Was ist Senfsaat? In diesem Artikel bezeichnet Senfsaat die Samen von Brassica juncea (L.) CZERN. (var. juncea, Syn.: Brassica juncea var. agrestis PRAIN oder Sinapis juncea). Die Pflanzenart gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae bzw. Cruciferae) und zur Gattung Brassica19.
Brassica juncea ist eine weit verbreitete Kulturpflanze, die insbesondere in China häufig als Gemüse dient. Je nach Verwendung und morphologischen Eigenschaften erfolgt eine Einteilung in vier Unterarten: juncea (Saat-Senf), integrifolia (Blattsenf), napiformis (Wurzelsenf) und tumida (Stängelsenf).15
Brauner Senf ist für den landwirtschaftlichen Anbau und die maschinelle Ernte besser geeignet als Schwarzer,2 da er einfacher zu züchten3 ist und seine Schoten weniger platzanfällig sind. Weltweit erfolgt der Anbau von Brassica juncea: in Nordamerika und Europa hauptsächlich Gewürz, in Indien zur Ölgewinnung und in asiatischen Ländern (z.B. China, Japan) als Wurzel- und Blattgemüse.2 In Österreich entfallen ca. 90 % des angebauten Senfs auf Weissen Senf und die restlichen Prozent auf Braunen und Schwarzen.
Ganze Senfkörner haben unbeschädigt keinen Geschmack. Der typische Senfgeschmack und dessen Schärfe lässt sich erst wahrnehmen, wenn mechanische Prozesse die entsprechenden Enzyme (Myrosinasen) mit ihren Substraten (Senfölglycoside) zusammenbringen. Diese sind in der intakten Pflanze räumlich voneinander getrennt. Kommt es bei der Zubereitung oder durch das Kauen der Pflanze zu einer Zerstörung der Zellwände, treffen Enzyme und Substrate aufeinander. Dies bewirkt eine chemische Reaktion, die durch Anwesenheit von Wasser (z.B. im Speichel) beschleunigt abläuft. Dabei spalten die Myrosinasen die Senfölglycoside in Glucose (Traubenzucker) und Senföle auf. Letztere sind Substanzen, die den typisch scharfen und beissenden Geschmack tragen, welcher in der Natur Fressfeinde abschreckt und die Pflanze vor weiteren Schäden schützt.2 Die Lebensmittelindustrie verwendet diesen Effekt, um den gewünschten Geschmack in Senfprodukten zu erhalten. Mithilfe von Wasser oder Flüssigkeiten wie Essig, Milch, Wein oder Bier lässt sich der Geschmack und Geruch variieren, länger erhalten oder verstärken.20
Alternative Namen
Bekannte Alternativnamen für Samen und andere Pflanzenbestandteile sind Sarepta-Senf (Sareptasenf), Indischer Senf19, Russischer Senf, Orientalischer Senf19, Ruten-Kohl (Rutenkohl), Senfgemüse, Blattsenf, Chinesischer Senfkohl, Chinesischer Senf19 oder einfach nur Senf (braun), Senfsamen, Senfkoerner, Senfkorn, Senfsaat, Braune Senfsamen, Braunsenf, Braune Senfkörner, Senfkörner (braun, ganz) oder Braune Körner. Falsche Schreibweisen sind Senf Korn oder Senfcorn.
Englische Bezeichnungen lauten brown mustard, indian mustard, asiatic mustard, chinese mustard, sarepta mustard oder mustard seeds. Im Türkischen heissen Senfkörner hardal tohumu (Senfkörner).
Sonstige Anwendungen
Die Pflanzenteile der Senfkörner-Pflanzen kommen auch ausserhalb der Ernährung zum Einsatz. Das Samenöl ist Bestandteil von Haaröl oder Gleitmittel.3 Samen und Saatgutrückstände dienen als Viehfutter und Düngemittel.2,3 Samenmehl findet als Breitspektrum-Pestizid zur Bekämpfung von Nematoden, Insekten und Pilzen Verwendung.2 Pflanzenbestandteile dienen als Gründüngung oder zur Phytosanierung von bleiverseuchten Böden.8
Literaturverzeichnis - 26 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 2. | * The world’s largest producer of mustard seeds in the last years was Nepal, accounting for more than 32% of the global production in 2019, followed by Russia with 25% and Canada with 21%. In the recent past, the largest importers of mustard seeds across the globe were the U.S. and Germany, followed by France, however the import values strongly vary depending on the different mustard species intended to be market. In this case, North America is the major market for yellow mustard used for the condiment industry, whereas Europe is important for brown mustard for use as a condiment, often in the form of specialty mustards. The Asia–Pacific region is the major market for brown mustard used as spicy cooking oil and condiments. Narratives Review DOI: 10.3390/foods10092089 Study: weak evidence | Lietzow J. Biologically active compounds in mustard seeds: a toxicological perspective. Foods. 2021;10(9):2089. |
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| 4. | ● Book: moderate evidence | Bown D. Kräuter - Die grosse Enzyklopädie: Anbau und Verwendung. 2. Auflage. München: Dorling Kindersley; 2015. |
| 5. | ● Live footprint: 2.33 kg CO₂e/kg Website | Carboncloud: Mustard seeds. 2026. |
| 6. | ● Website | Infoflora ch: Brassica juncea – (L.) CZERN. |
| 7. | ● Die Ernte erfolgt in der Regel im September oder Oktober, sobald die Schoten trocken sind. Blütezeit: Juni bis September Website | Gartenjournal net: Senfpflanze: Anbau, Pflege und Verwendung im Garten. 2026. |
| 8. | ● Website | Pfaf org: Brassica juncea – (L.) CZERN. |
| 9. | * Buchkapitel DOI: 10.1007/978-3-030-91507-0_1 Study: weak evidence | Rai PK, Yadav P et al. Brassica juncea: a crop for food and health. In: Kole C, Mohapatra T (Hrsg.). The Brassica juncea Genome. Springer International Publishing; 2022:1-13. |
| 10. | * systematisches Review DOI: 10.3390/molecules25163682 Study: strong evidence | Maina S, Misinzo G et al. Human, animal and plant health benefits of glucosinolates and strategies for enhanced bioactivity: a systematic review. Molecules. 2020;25(16):3682. |
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| 15. | * Exploring potential and novel compounds is must in order to overcome various diseases and their related complications. Underexplored resources are reported to harbor potential novel compounds. B. juncea or mustard is an annual herb from the cruciferous family. Although it is not an under-explored resource, its bioactive compounds are yet to be explored. As per the report, B. juncea is widely distributed in China in the form of vegetables, and also other varieties, such as B. rapa and B. oleracea of the Brassica genus. B. juncea is mainly classified into 4 subspecies, first one is juncea (seed mustard), second one integrifolia (leaf mustard), third one is napiformis (root mustard), and fourth tumida (young mustard stem), based on crop usage and their morphology. B. juncea, also known as Indian mustard, Chinese mustard, oriental mustard, leaf mustard, or mustard green, is a species of mustard in the Brassicaceae (Cruciferae) family. Systematisches Review DOI: 10.1016/j.prenap.2026.100514 Study: strong evidence | Ibeyaima A, Borah A et al. Bioactive compounds in Brassica juncea: A systematic review on biomedical potential and drug discovery pathways. Pharmacological Research - Natural Products. 2026;10:100514. |
| 16. | * Indian mustard has the potential for quicker seed germination, high productivity, and heat and drought tolerance, along with enhanced insect and disease resistance if sown on time. Feldstudie DOI: 10.3390/horticulturae7110514 | Naveen N, Kumari N et al. Evaluation of Effect of Brassinolide in Brassica juncea Leaves under Drought Stress in Field Conditions. Horticulturae. 2021;7(11):514. |
| 17. | * The ethanol fraction of BJ leaves has therapeutic principles Präklinische Tierstudie (in vitro, in vivo und in silico) DOI: 10.1080/07391102.2021.1907226 Study: weak evidence | Lakshmanan DK, Murugesan S et al. Brassica juncea (L.) Czern. leaves alleviate adjuvant-induced rheumatoid arthritis in rats via modulating the finest disease targets - IL2RA, IL18 and VEGFA. J Biomol Struct Dyn. 2022;40(18):8155-8168. |
| 18. | * Pollinator–crop interactions are crucial for yield. Brown mustard is widely grown as an oilseed crop, yet declining pollinator populations can lead to pollination deficits and reduced yields. Although some studies have reported mustard flower visitors, details of plant–pollinator interactions and the effectiveness of bee management practices remain poorly understood. We aimed to uncover the dynamics of the flower resource, pollination ecology, and the potential for yield increases by stingless bees. We measured floral resources, conducted field surveys, and implemented five pollination treatments: open pollination, pollinator exclusion, and managed stingless bee treatments in open fields, netted fields, and greenhouse conditions. Mustard flowers opened throughout the daytime and peaked between 8.00 and 10.00 h. The availability of floral resources (nectar/spike and pollen/spike) remained higher from 8.00 to 12.00 h, and during this time, the abundance, richness, and diversity of flower visitors were also higher. Diverse insect groups pollinated mustard flowers, and effective native pollinators (based on the pollination service index values) were Apis cerana, Apis florea, Ceratina binghami, Lasioglossum cavernifrons, and Tetragonula pagdeni. Pollination modes remained diverse, as sternotribic, noto-sternotribic, and appendage-mediated. The installation of Indian stingless bees in mustard fields optimised yields, and the open field installation practice remained superior (seed yield: 1311.66 ± 88.12 kg/ha) to caged practices (netted fields: 856.23 ± 68.23 kg/ha and greenhouse fields: 901.86 ± 74.15 kg/ha). Based on these findings, it is suggested that farmers utilise supplementary stingless bees in mustard cultivation (via open field application) to enhance sustainable agricultural outputs. Feldstudie DOI: 10.1038/s41598-026-54297-3 | Layek U, Bhandari T et al. Flower visitors and pollinator interactions on mustard (Brassica juncea): yield increase potential of stingless bees (Tetragonula pagdeni) across field systems. Sci Rep. 2026. |
| 19. | * The advancing refinement of food processing technologies continues to reshape global dietary ecosystems. Currently, consumers not only pursue the organoleptic excellence, but also consider the clinically substantiated health benefits from bioactive phytochemicals in natural ingredients. This realignment has elevated functional natural foods to pivotal status within evidence-based nutritional paradigms. B. juncea, commonly known as Chinese mustard, Oriental mustard, or Indian mustard, is an annual herbaceous plant belonging to the genus Brassica within the family Brassicaceae. Its cultivars and related species include white mustard (Sinapis alba) and black mustard (Brassica nigra) (1, 2). The U’s triangle model shown in Figure 1 identifies some of the currently dominant mustard varieties. Narratives Review DOI: 10.3389/fnut.2025.1626333 Study: weak evidence | Hu Y, Yan Z. Comprehensive advances in phytochemical components, bioactive functionality, and processing applications of mustard (Brassica juncea (L.) Czern.): a review. Front Nutr. 2025;12:1626333. |
| 20. | ● Book: moderate evidence | Uhl SR. Handbook of Spices, Seasonings and Flavourings. Lancaster: Technomic Publishing Company; 2000:132-136. |
| 21. | * For all the DOI: 10.1016/j.jclepro.2017.08.109 | Khatri P, Jain S et al. A cradle-to-gate assessment of environmental impacts for production of mustard oil using life cycle assessment approach. Journal of Cleaner Production. 2017;166:988-997. |
| 22. | * Untersuchung zum Wasserverbrauch von Lebensmitteln DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577-1600. |
| 23. | * Residues dynamics of Endosulfan (525.00 g a.i. ha−1), Imidacloprid seed treatment (21 g a.i. kg−1), Lambdacyhalothrin (75.00 g a.i. ha−1) and Spiromesifen (225.00 g a.i. ha−1) in nectar and pollen of mustard, Brassica juncea (L.) Czern. grown in Himachal Pradesh (India) were determined through bioassay (using Drosophila melanogaster Meig. as test organism) and GC (Gas chromatographic) and HPLC (High performance liquid chromatographic) methods. experimentelle Feldstudie DOI: 10.1007/s10661-007-9952-3 | Choudhary A, Sharma DC. Dynamics of pesticide residues in nectar and pollen of mustard (Brassica juncea (L.) Czern.) grown in Himachal Pradesh (India). Environ Monit Assess. 2008;144(1–3):143–150. |
| 24. | * "2.3. Phenolics and Flavonoids" Mustards of the Brassicaceae family originated from the Mediterranean to the Middle East with a secondary center of origin in Asia. "2.1. Oil and Fatty Acids" Narratives Review DOI: 10.3390/ijms25169039 Study: weak evidence | Rahman M, Khatun A et al. Brassicaceae Mustards: Phytochemical Constituents, Pharmacological Effects, and Mechanisms of Action against Human Disease. IJMS. 2024;25(16):9039. |
| 25. | * Mustard seeds is a traditional Chinese natural product of pharmaceutical and dietary origin, rich in polyphenols, flavonoids, and other active ingredients, exhibiting multiple bioactivities. In order to improve the yield, polyphenols from brown and white mustard seeds were extracted under better circumstances using Response Surface Methodology (RSM). Subsequently, components were assessed using LC-MS/MS. A total of 8 phenolic compounds and 3 flavonoid compounds were identified in brown mustard seeds extracts (BMSE), and 14 phenolic compounds and 4 flavonoid compounds were identified in white mustard seeds extracts (WMSE). Meanwhile, the biological activities of BMSE and WMSE were compared via in vitro free radical scavenging, hepatocyte oxidative injury protection, and macrophage immunoregulation models. The results showed that both BMSE and WMSE exhibited antioxidant activity and oxidative damage protection activity on HL-7702 cells, and BMSE was more effective. The viability of HL-7702 cells induced oxidative damage by hydrogen peroxide treated with BMSE and WMSE was increased by 36.7% and 32.8%, respectively. WMSE exhibited better in vitro immunomodulatory activities than BMSE, including proliferation promoting, phagocytosis, and NO release abilities on RAW264.7 cells. This study can contribute to the application of mustard seeds polyphenols in the field of functional foods, as well as provide a direction for the high-value utilization of mustard seeds. Experimentelle In-vitro-Studie DOI: 10.1016/j.fbio.2024.103753 Study: weak evidence | Zhang Y, Lu J et al. Polyphenols of brown (Brassica juncea) and white (Sinapis alba) mustard seeds: Extraction optimization, compositional analysis, antioxidant, and immunomodulatory activities. Food Bioscience. 2024;58:103753. |
| 26. | * Brassica stems, leaves, and seeds are beneficial for reducing high blood pressure problems, migraine issues, diabetes, and severe asthma12. It is also helpful in normalizing sleeping issues, preventing coronary heart problems, and delaying women facing menopausal pattern issues. Beobachtende Feldstudie DOI: 10.1038/s41598-023-48808-9 Study: weak evidence | Batool U, Nawaz R et al. Physico- and phytochemical properties of Brassica juncea as affected by agroclimatic conditions. Sci Rep. 2024;14(1):797. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||
- Natalie Sidler, Dr. phil. I (Hauptautor:in)
- Luise Völlm, BA Ökotrophologie (Autor:in)
- Ranin Huemer BSc, Ernährungswissenschaftlerin (Prüfer:in)










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