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Chinesische Wasserkastanien, roh

Chinesische Wasserkastanien schmecken süss und sind auch gekocht noch knackig. Wegen möglicher Parasiten nur roh essbar, wenn gut gewaschen.
Wasser 73,5%  94/06/00  LA : ALA
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Der Name der Chinesischen Wasserkastanie (Eleocharis dulcis) stammt aufgrund der Ähnlichkeit der Knollen vom Namen der Edelkastanie ab, sie sind aber nicht miteinander verwandt. Man kennt sie auch als Chinesische Kastanie. Die Bezeichnung Wasserkastanie ist auch für die Wassernuss gebräuchlich: Bei dieser Wasserpflanze handelt es sich aber um ein Weiderichgewächs (Trapa natans).

Verwendung in der Küche:

Die Chinesische Wasserkastanie kultiviert man in Äquatornähe in seichten, stehenden Süssgewässern mit schlammigen Böden. Sie bildet unterirdische Rhizome mit 2,5-4 cm grossen Knollen. Das weissliche, fleischige Innere schmeckt süsslich und bleibt auch nach langem Kochen noch knackig und aromatisch. Diese Stabilität verdankt die Chinesische Kastanie wahrscheinlich dem Antioxidans Ferulasäure.1

Nach dem Kochen schält man die Wasserkastanie wie einen Apfel, so verwendet man das Rhizom in vielen asiatischen Gerichten. Das stärkehaltige Nahrungsmittel ist gekocht, gegrillt, frittiert oder eingelegt, als Gemüsebeilage, Suppeneinlage, für Wokgerichte oder Currys beliebt. Der süssliche Eigengeschmack eignet sich besonders für Desserts, wie z.B. karamellisierte Wasserkastanien. Dim Sum oder Wantan füllt man häufig mit kleingeschnittenen Wasserkastanien und kocht oder frittiert sie.

Getrocknete Knollen der Wasserkastanien nutzt man in China auch zur Herstellung eines süsslichen Getränks.2 Süsse Suppen oder Wasserkastanien-Küchlein aus deren Mehl sind in Asien ein beliebter Nachtisch.

Der Geschmack der Knollen ist auch im rohen Zustand süss, ihre Konsistenz soll an einen Apfel erinnern. Aufgespiesst bietet man sie in China als Strassensnack an. Beachtet man Qualität und Hygiene, sind frische Wurzelknollen auch roh essbar. Aber an der braunen Oberfläche der Knollen haften häufig die Larven eines Parasiten, des Riesendarmegels (Fasciolopsis buski).3 Infektionen mit diesem Darmparasiten können bei Menschen Symptome wie Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit oder Darmverschluss verursachen. Das Abkochen der Knollen verhindert eine Übertragung.

Rezept für Chinagemüse mit Wasserkastanien:

Zutaten für 2 Portionen: 80 g Basmatireis, 200 g Shiitake (oder Champignons), 2 Karotten, 2 TL Sesamöl, 200 g Brokkoli-Röschen, 100 g eingelegte Maiskölbchen, 100 g Wasserkastanien (Konserve), 100 g Zuckererbsenschoten, 2 TL Chinagewürz, 1 Prise Cayennepfeffer (oder Szechuan Pfeffer), 2 TL Reisessig, 4 TL Sojasauce, 300 ml Gemüsebrühe, 2 TL Speisestärke.

Basmatireis nach Packungsanweisung zubereiten. Gemüse waschen, teilen oder in mundgerechte Stücke schneiden. Gemüsekonserven abtropfen lassen. Pilze und Karotten in Sesamöl andünsten, Brokkoli, Mais, Wasserkastanien, Zuckererbsen, Chinagewürz und Pfeffer hinzufügen und mit Reisessig, Sojasauce und der Hälfte der Gemüsebrühe ablöschen. Alles ca. 10 Minuten köcheln lassen. Die Speisestärke mit der restlichen Brühe anrühren, zum Chinagemüse geben und nochmal aufkochen lassen. Das Chinagemüse serviert man mit Basmatireis.

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Einkauf - wo kaufen?

In Europa findet man Wasserkastanien kaum bei Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer etc. Wenn, dann sind sie in Asia-Shops oder im Online-Shop in Konserven erhältlich. Aber auch in dieser Form bleiben die Chinesischen Kastanien knackig und sind sehr einfach zu verwenden. Beim Kauf von Konserven ist darauf zu achten, dass die Knollen nur in Wasser oder im eigenen Saft eingelegt sind und dass sie keine unnötigen Konservierungsstoffe enthalten.

Die Konservendosen tragen häufig den englischen Namen: (Chinese) Water Chestnut.4

Biologische Wasserkastanien stehen oft in der Kritik. Der WWF hat in seinem Umweltbericht veröffentlicht, dass in China ca. 67 % der Süssgewässer verschmutzt sind. Laut der Kontrollstelle Ceres für ökologischen Anbau können viele aus China importierte Produkte die Bio-Standards nicht einhalten.5

Wild zu finden:

Eleocharis dulcis kommt in den Tropen und Subtropen Afrikas, Asiens und Australiens vor.6

Lagerung:

Geschälte Chinesische Wasserkastanien kann man mit Wasser bedecken und ca. 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Literatur - Quellen:

  1. Utopia.de Wasserkastanie: Herkunft, Verwendung und Nährwerte.
  2. Hu S. Food Plants of China. The Chinese University Press. Hong Kong. 2005.
  3. Dönges J. Parasitologie. Dort Wasserzwiebel (Eleocharis tuberosa) genannt. Thieme: Stuttgart. 1988.
  4. Rehm S, Espig G. Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen. Anbau, wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. Eugen Ulmer: Stuttgart. 1976.
  5. Epochtimes.de Ziemlich schockierend: Betrug und nachlässige Kontrollen in Chinas Öko-Landbau.
  6. Govaerts R. Eleocharis. World Checklist of Selected Plant Families. Royal Botanic Gardens. Kew.

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