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Weidenröschen (Epilobium), roh (bio)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Weidenröschen in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

71%Wasser 72Makronährstoff Kohlenhydrate 72.04%/18Makronährstoff Proteine 17.65%/10Makronährstoff Fette 10.31% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, <0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Die Gattung der Weidenröschen (Epilobium) umfasst eine Vielzahl an Arten. Im pflanzlichen Arzneimittel Epilobii herba finden hauptsächlich das rohe Schmalblättrige (Epilobium angustifolium) und Kleinblütige Weidenröschen (Epilobium parviflorum) Verwendung. Das Kraut stammt überwiegend aus Wildsammlung und ist im Handel in getrockneter Form auch in Bio-Qualität erhältlich.

Verwendung in der Küche

Sind Schmalblättriges Weidenröschen, Berg-Weidenröschen, Drüsiges Weidenröschen oder Vierkantiges Weidenröschen roh essbar? Ja, alle Weidenröschen-Arten lassen sich roh verzehren.

Junge, rohe Pflanzentriebe erinnern im Geschmack an Feldsalat, gegart entfalten sie ein spargelähnliches Aroma. Die Wurzeln schmecken süsslich-scharf. Roh und unverarbeitet hinterlassen alle Pflanzenteile einen leicht stumpfen bis rauen Belag im Gaumen. Dieser Effekt lässt sich durch Einlegen der fein geschnittenen Pflanzenteile in Essig- oder Zitronensäure abmildern. Die rohen Blüten und Knospen ergeben eine dekorative, essbare Zutat für vegane Rohkost, Salate und Suppen. Junge, elastische Stängel schält man und kann sie roh oder als Stangengemüse zubereiten.1 Das Innere der Stängel schmeckt nach Gurke.

Aus jungen Weidenröschen-Blättern und Blütenknospen lässt sich eine Art Grüntee zubereiten, der zusammen mit Fenchelsamen ein geschmackvolles Getränk ergibt.2 Fermentierte Blätter des Schmalblättrigen Weidenröschens (Epilobium angustifolium) dienen als teeinfreie (koffeinfreie) Alternative zu Schwarztee und sind als Ivan-Tee, Russischer Tee oder Koporye-Tee bekannt.3 Wie Sie Blätter selbst fermentieren können, erfahren Sie HIER unter dem Subtitel 'Lagerung'.

Veganes Weidenröschen-Rezept für 'Spargel'

Zutaten (für 2 Personen): 100 g junge, weiche, nicht verholzte Weidenröschenstängel (Triebspitzen, Triebe, Schösslinge, Sprosse), geschält (April-Mai); Salz; 300 ml Trinkwasser; 1 TL Rapsöl; ½ rohe Knoblauchzehe, gepresst; 40 g Macadamianüsse; Muskat; Pfeffer.

Zubereitung: Geschälte Triebspitzen wenige Minuten lang im Salzwasser köcheln und abschütten. Knoblauch schonend mit Rapsöl andünsten, Triebspitzen dazugeben. Macadamianüsse, 2 EL Wasser, Muskat und Pfeffer mit einem leistungsfähigen Stabmixer zu einer homogenen Sauce verarbeiten. Den sogenannten Wald-Spargel auf zwei Tellern anrichten und die Macadamia-Sosse darüber geben. Ggf. mit vorhandenen Epilobium-Blüten dekorieren.

Rezept für frischen Weidenröschen-Tee

Für eine Tasse Tee aus frischem Weidenröschenkraut 1,5-2 g fein geschnittenes Kraut mit kochendem Wasser übergiessen und nach 10 Minuten abseihen.4 Für medizinische Zwecke gelten Tee aus Epilobium parviflorum und Schmalblättrigem Weidenröschen als bevorzugte Varianten.

Vegane Rezepte mit Weidenröschen (Epilobium) finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler

Einkauf - Lagerung

Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa sowie in Bio-Supermärkten wie Denn's Biomarkt oder Alnatura haben wir bisher keine Produkte mit der Heilpflanze gefunden.

Erhältlich ist Weidenröschen hingegen in Reformhäusern, Apotheken oder im Online-Handel – in konventioneller oder biologischer Qualität. Häufig besteht das angebotene Kraut aus einer Mischung von mehreren Epilobium-Arten, die sich aus Stängel- und Blattbruchstücken und wenigen Blüten- und Fruchtanteilen zusammensetzt. Sortenrein finden sich vor allem das Kleinblütige und Schmalblättrige Weidenröschen ls Tee.

Die Verfügbarkeit von Weidenröschen (Epilobium) ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Wild zu finden

In Mitteleuropa liegt die Saison für die Ernte von Blättern, Triebspitzen, Blüten, Blütenknospen, Wurzeln und Stängeln im zarten, jungen Zustand zwischen April und Juli.1 Das blühende Kraut von Weidenröschen-Jungpflanzen schneidet man kurz über dem Erdboden ab.5

Die Gattung Epilobium umfasst über 200 eng verwandte Arten, die unterschiedliche Boden- und Klimabedingungen beider Hemisphären vertragen und weltweit verbreitet sind.8 In Mitteleuropa kommt das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) besonders häufig vor, v.a. an Uferbereichen, Böschungen, Waldwegen und Kahlschlägen.26

Tipps zur Lagerung

Frisch geerntete Weidenröschen lassen sich zur Haltbarmachung trocknen. Die Stängel breitet man an einem luftigen, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort aus oder bindet sie zu Sträussen und hängt sie kopfüber auf. Als weitere Möglichkeit bietet sich die Fermentation an. Wie diese funktioniert, erfahren Sie bei der Zutat Schmalblättriges Weidenröschen.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Weidenröschen (Epilobium) besitzt pro 100 g einen Kaloriengehalt von 103 kcal. Die Hauptnährstoffe setzen sich aus 19 g/100g Kohlenhydraten (davon 11 g Ballaststoffe), 2,8 g/100g Fett und 4,7 g/100g Proteinen zusammen.7

Mit 6,7 mg/100g ist Epilobium besonders reich an Mangan. Andere in grösseren Mengen geniessbare Wildpflanzen enthalten deutlich geringere Gehalte: Giersch (1,4 mg/100g), rohe Knoblauchsrauke (0,99 mg/100g) oder grosse Brennnesseln (0,78 mg/100g).7

Das Weidenröschen liefert 112 µg/100g Folsäure, ähnlich viel wie frischer Rosmarin. Höhere Gehalte finden sich in frischer Petersilie (152 µg/100g) und frischem Dill (150 µg/100g).7

Auch Calcium ist mit 429 mg/100g in guten Mengen enthalten. Schwarzer Pfeffer und frischer Thymian weisen einen ähnlichen Calciumgehalt auf. Noch mehr Calcium ist in der Kleinen Brennnessel mit 713 mg/100g.7

Die gesamten Inhaltsstoffe von Weidenröschen (Epilobium), die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Die gesundheitlichen Effekte von Weidenröschen (Epilobium) sind auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückzuführen.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Weidenröschen (Epilobium) enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:8,13

  • Isoprenoide: Monoterpenoide (Linalool), Monoterpene (Menthol), Triterpene: Steroide (Beta-Sitosterol, Campesterol, Stigmasterol), Sesquiterpen (Beta-Caryophyllen), Tetraterpenoide: Norisoprenoide (Beta-Ionon-Derivate)
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure, Chlorogensäure, Zimtsäure, Ferulasäure, Feruloylchinasäure, p-Cumarsäure), Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure, Gentisinsäure), Flavonoide: Flavonole (Isoquercetin, Kaempferol, Myricetin, Quercetin), Tannine: Ellagtannine (Pedunculagin, Tellimagrandin I, Ellagsäure)
  • Weitere organische Verbindungen: Phenylpropanoide (Anethol, Estragol)

Eine klinische Studie von 2013 untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit eines pflanzlichen Extrakt-Mixes mit Gartenkürbis (Cucurbita pepo), Epilobium parviflorum, Lycopin (Carotinoid), Afrikanischem Pflaumenbaum (Pygeum africanum) und Sägepalme (Serenoa repens) bei 57 Männern mit medizinisch diagnostizierter gutartiger Prostatavergrösserung (BPH). Über drei Monate führte die tägliche Einnahme des Extrakts zu einer Verringerung typischer Symptome wie häufigem Wasserlassen am Tag und in der Nacht. Die Extrakte erzielten eine gute Verträglichkeit, und die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Epilobium einen positiven Einfluss auf die Beschwerden bei BPH haben kann.15

Eine weitere klinische randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Untersuchung von 2021 zeigte an 128 Studienteilnehmern die Wirkung von Epilobium auf BPH-Symptome. Über sechs Monate führte die tägliche Einnahme des standardisierten Epilobium-angustifolium-Extrakts (500 mg) zu einer deutlichen Verbesserung der Blasenentleerung und einer Verringerung des nächtlichen Harndrangs (Nykturie). Kein Proband berichtete über Nebenwirkungen. Die Einnahme zeigte auch keine negativen Auswirkungen auf die Leber- oder Nierenfunktion.16

In einer dritten klinischen, randomisierten und placebokontrollierten Studie aus dem Jahr 2022 untersuchten Wissenschaftler den Effekt von Epilobium-fleischeri-Extrakt auf das Mikrobiom der Haut. Das Ergebnis der Untersuchung an 23 Frauen bestätigt die regulierende Wirkung des Extrakts auf die Hautflora.17 Aufgrund der geringen Anzahl an Studienteilnehmenden sind die Ergebnisse nicht ausreichend repräsentativ.

Epilobium-Arten wie E. angustifolium, E. hirsutum, E. palustre, E. tetragonum und E. dodonaei besitzen antimikrobielle Eigenschaften. Besonders E. angustifolium und E. dodonaei weisen ein breites Wirkungsspektrum gegen Pilze, Hefen und Bakterien auf.18

Gleichzeitig zeigen Epilobium-Extrakte eine starke antioxidative Wirkung, vergleichbar mit den Antioxidantien Trolox und Ascorbinsäure. Unter den untersuchten Arten weist Epilobium-parviflorum-Extrakt die höchste antioxidative Kapazität auf.10

Darüber hinaus besitzt Epilobium eine regulierende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt, einschliesslich antidiarrhoischer Effekte,11,13 und zeigt wachstumshemmende Eigenschaften an Prostatazellen bei BPH.20,21,22,23 Besonders E. dodonaei weist in diesem Zusammenhang die stärkste Wirkung und die höchste Konzentration an Oenothein B auf.21

Die pharmakologische Qualität kommerzieller Epilobii-Produkte kann stark variieren, da sie meist aus Mischungen verschiedener Arten bestehen und der Phenolgehalt oft nur teilweise bekannt ist.10

Eine hohe Konzentration an Oenothein B unterstützt die entzündungshemmende und antioxidative Wirkung der Extrakte (E. angustifolium, E. hirsutum und E. parviflorum). In allen im Rahmen der Studie getesteten Arten lag der Gehalt an Oenothein B stets über 2 % im Rohmaterial.9

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Hat Weidenröschentee oder Kleinblütiges Weidenröschen Nebenwirkungen? Es sind keine Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen durch die Verwendung der Heilpflanze bekannt. Zum Zeitpunkt der Beurteilung durch das HMPC (Committee on Herbal Medicinal Products) im Jahr 2016 lagen keine Berichte über Nebenwirkungen von Arzneimitteln mit Epilobium angustifolium oder Epilobium parviflorum vor. Es spricht nichts gegen eine langfristige Einnahme des Krauts. Bei Patienten unter 18 Jahren hat es keine relevante Verwendung.23

Verwendung als anerkannte Heilpflanze

2016 bewertete das HMPC die Pflanze. Als registriertes Arzneimittel (trad. use) dient Weidenröschenkraut der Linderung von Beschwerden der unteren Harnwege im Zusammenhang mit gutartiger BPH. Nach Ausschluss einer schweren Erkrankung durch den Arzt lässt sich das Kraut über einen längeren Zeitraum anwenden. Die Weidenröschen-Anwendung erfolgt meist als Arzneitee zum Trinken. Das Kraut kann in Kombinationspräparaten mit anderen pflanzlichen Stoffen enthalten sein.23

Für phytotherapeutische Arzneimittel finden vorzugsweise kleinblütige Arten Verwendung, z.B. das Kleinblütige Weidenröschen (E. parviflorum), das Berg-Weidenröschen (E. montanum), das Rosenrote Weidenröschen (E. roseum) und seltener das Hügel-Weidenröschen (E. collinum). Häufig sind auch grossblütige Arten im Gebrauch, v.a. das Schmalblättrige (E. angustifolium) und das Zottige Weidenröschen (E. hirsutum).4 Gemäss HMPC fallen unter Weidenröschenkraut als registriertes Arzneimittel nur die oberirdisch wachsenden Teile von E. angustifolium und/oder E. parviflorum.23

Volksmedizin - Naturheilkunde

In der Volksmedizin finden Arten der Gattung Epilobium vielfältige Anwendung. Sie besitzen schmerzlindernde Eigenschaften, etwa bei Pharyngitis (Rachenentzündung), Halsschmerzen und Rückenschmerzen. Aufgrund ihrer erweichenden und beruhigenden Wirkung kommen sie bei rektalen Blutungen, Mundgeschwüren, Wunden, Hautgeschwüren, Magenulzera (Magengeschwüre) und Gastritis (Magenschleimhautentzündung) zum Einsatz.8

Zudem gelten sie als antimikrobiell und unterstützen die Behandlung von Hautinfektionen, Atemwegsinfektionen sowie Keuchhusten. Entzündungshemmende Eigenschaften spielen eine Rolle bei Hautreizungen, Zystitis (Blasenentzündung), Prostatitis (Entzündung der Prostata), Entzündungen der Nieren und Harnwege sowie bei Schwellungen.8

Darüber hinaus besitzt Weidenröschenkraut antiandrogene Eigenschaften und findet Anwendung bei benigner Prostatahyperplasie,4,12,15,16 Prostatakrebs, hormonellen Dysbalancen wie Menstruationsstörungen, Haarausfall und Uterusblutungen. Weitere traditionelle Einsatzgebiete umfassen Asthma, Kolitis (Darmentzündung), Durchfall, Inkontinenz und Schlafstörungen.8

In der traditionellen Medizin gilt Epilobium als wirksam gegen Magen-Darm-Erkrankungen. Für die volksmedizinische Verwendung als unspezifisches Heilmittel gibt es plausible Hinweise aus einer Tierstudie.11

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Trotz umfangreicher Recherche haben wir keine wesentlichen Informationen/Daten/Zahlen zum ökologischen Fussabdruck des Schmalblättrigen Weidenröschen gefunden.

Allgemein ist zu bedenken: Der CO2-Fussabdruck und der Wasserfussabdruck eines Lebensmittels hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. So spielen die Art der landwirtschaftlichen Produktion (konventionell vs. ökologisch), durchschnittliche bzw. saisonale oder regionale Produktion, inländische Produktion bzw. Import per Lkw, Schiff oder Flugzeug, unterschiedliche Verpackungsarten und ob es sich um Frischwaren oder Tiefkühlwaren handelt, eine entscheidende Rolle.

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Welche Rolle spielt Weidenröschen für Bienen und Insekten? (Wald-)Weidenröschen sind für Bienen wichtige Futterpflanzen, hauptsächlich in den Monaten Juni und Juli (Sommertracht). Neben Bienen sind Hummeln, Wespen und verschiedene Tagfalter häufige Bestäuber.26 Rehe fressen ebenfalls gern vom Weidenröschen. Die Raupen mancher Schwärmerarten (Sphingidae) ernähren sich hauptsächlich oder sogar ausschliesslich vom Weidenröschen. In Mitteleuropa sind Weidenröschen daher bedeutende Nahrungspflanzen für diese Raupen. Man fand den Mittleren Weinschwärmer auf E. hirsutum, den Nachtkerzenschwärmer auf E. hirsutum und E. palustre, den Labkrautschwärmer auf E. angustifolium sowie den Fledermausschwärmer, der ausschliesslich an E. dodonaei lebt.24

Schneiden Sie eintrocknende Staudenteile erst im Frühjahr ab. Darin verkriechen sich gern Insekten während der kalten Jahreszeit und bieten heimischen Vögeln eine willkommene Nahrungsquelle im Winter.

Achtung: Manche Arten der Familie Weidenröschen (Epilobium sp.) können einen invasiven Charakter in nicht heimischen Gebieten annehmen.19

Weltweites Vorkommen - Anbau

Epilobium L. ist die grösste Gattung der Familie Onagraceae.6 Die zahlreichen Arten der Gattung kommen weltweit vor, unter anderem in Australien, den USA, Kanada, Europa, Afrika und Nordasien,8 und sind vor allem in kühlen oder kalten Regionen verbreitet. Das grösste Artenvorkommen findet sich in West-Nordamerika.6 In Europa sind mehr als 30 Arten bekannt.5

Welche Arten vom Weidenröschen sind in Europa besonders bekannt? Das Schmalblättrige Weidenröschen (E. angustifolium) wächst auf Waldlichtungsflächen und in Gebüschen, das Hügel-Weidenröschen (E. collinum) in Felsspalten und Mauerfugen, das Zottige Weidenröschen (E. hirsutum) an feuchten Standorten in Wäldern und Gräben, das Berg-Weidenröschen (E. montanum) in Laubwäldern und Gebüschen, das Rosmarin-Weidenröschen (E. palustre), auch Sumpf-Weidenröschen genannt, in Grossseggensümpfen und auf gedüngten Feuchtwiesen, das Kleinblütige Weidenröschen bzw. Bach-Weidenröschen (E. parviflorum) an Staudensäumen an Gehölzen im Halbschatten und das Rosenrote Weidenröschen (E. roseum) in Bachröhrichten.1

Anbau im Garten

Weidenröschen im Garten anbauen – was sollten Sie beachten? Durch Selbstaussaat und teils durch Ausläufer vermehren sich Weidenröschen-Pflanzen rasch. Um die Selbstaussaat einzudämmen, schneiden Sie die Pflanzen vor der Samenreife zurück. Da Weidenröschen zu den Tiefwurzlern gehören, eignet sich die Kultivierung als Topfpflanze nur bedingt. Weitere Hinweise zum Anbau im Garten finden Sie HIER unter dem gleichnamigen Subtitel.

Verwechslungsmöglichkeiten

Im jungen Wachstumsstadium sehen sich blütenlose Epilobium-Sprossen und Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea) ähnlich. Verwechslungsgefahr besteht nicht, da die ungiftigen Goldruten ebenfalls essbar und ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel nach HMPC sind. Unterscheidungsmerkmale finden Sie HIER unter dem gleichnamigen Subtitel.

Weiterführende Informationen

Die Gattung der Weidenröschen (Epilobium) gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae).18 Als Erster beschrieb und klassifizierte Carl Linnaeus, der Vater der modernen Taxonomie, die Arten dieser Gattung. Epilobium sind aufrechte, mehrjährige krautige Pflanzen, die häufig schon im ersten Jahr blühen.8,13

Der Name leitet sich von den griechischen Wörtern "epi-lobos" (über der Hülsenfrucht) ab und beschreibt, dass die schlanken, länglichen Früchte über den Ovarien sitzen und äusserlich Hülsen der Kreuzblütler ähneln, tatsächlich aber vierkantige Kapseln darstellen. Die Blätter sind dunkelgrün, einfach, oval oder lanzettlich und besitzen gewellte Ränder. Die Blüten haben vier Blütenblätter (fast immer zweilappig), die je nach Art in Rosa, Rot, Gelb oder Violett gefärbt sind.8

(Schmalblättrige) Weidenröschen können aufgrund ihrer leichten und flugfähigen Samen Lichtungen, Lücken, Kahlschläge oder Sturmwurfflächen in Wäldern rasch besiedeln. Die Pflanzen verhindern so Humusschwund, Austrocknung und Erosion dieser Flächen, ebenso Nitratverluste ins Grundwasser.24

Einige Arten neigen zur Hybridbildung,5,25 etwa das in Europa eingeschleppte Drüsige Weidenröschen (Epilobium ciliatum). Das Bundesamt für Naturschutz (D) sieht ein hohes Gefährdungspotenzial für heimische Arten der Gattung Epilobium.25

Alternative Namen

Allgemeine Alternativnamen und Schreibweisen sind Weidenröslein, Weiden-Röschen oder Weidenroeschen. Bezeichnungen wie Feuerkraut, Staudenfeuerkraut (Stauden-Feuerkraut), Waldweidenröschen oder Waldschlagweidenröschen beziehen sich überwiegend auf das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium).

Zu den fehlerhaften Schreibweisen zählen Weideröschen, kleines Weidenröschen (-Tee), Kleine Weidenröschen, Weidenröscheb oder feinblättriges Weidenröschen.

Die englische Sammelbezeichnung für Arten der Gattung Epilobium lautet willowherb. Artspezifische englische Namen sind:14

  • Epilobium angustifolium (= Chamerion angustifolium): fireweed, rosebay willowherb, great-willowherb
  • Epilobium parviflorum: small-flower willowherb
  • Epilobium montanum: mountain willowherb
  • Epilobium roseum: pink willowherb
  • Epilobium collinum: hill willowherb
  • Epilobium hirsutum: villous willowherb
1.

Book

Fleischhauer SG, Guthmann J et al. Enzyklopädie, Essbare Wildpflanzen: 2000 Pflanzen Mitteleuropas. 1. Auflage. AT Verlag: Aarau. 2013.

2.

Book

Niederegger O, Mayr C. Heilpflanzen der Alpen: Gesundheit aus der Natur von A bis Z. Tyrolia-Verlag: Innsbruck. 2006.

3.*

In Russia, fireweed tea is often consumed as a remedy for
stomach ulceration, gastritis, and sleeping disorders
[61, 62]. In the 19th century, an infusion prepared
from fermented leaves of E. angustifolium, called
Ivan or Koporye tea, was popular in England and
other Western European countries, and it constituted a very important export commodity of the Russian Empire.

Narratives Review

DOI: 10.2478/hepo-2019-0018

Study: weak evidence

Adamczak A, Dreger M et al. Fireweed (Epilobium angustifolium L.): botany, phytochemistry and traditional uses. A review. Herba Polonica. 2019;65(3):51-63.

4.

Book

Blaschek W. Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka: Ein Handbuch für die Praxis. 6. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH: Stuttgart. 2016.

5.

Book

Pahlow M. Das grosse Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur. 8. Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG: Hamburg. 2019.

6.*

Epilobium L. is the largest genus in the family Onagraceae; its 165 species are widely distributed in cool or cold regions of the world, with a center of diversity in western North America.

Nomenklatorische Revision

DOI: 10.3897/phytokeys.145.51139

Hoch PC, Gandhi K. Nomenclatural changes in Onagraceae. PhytoKeys. 2020;145:57-62.

7.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

8.*

"TABLE 1 Principal categories of compounds that have been identified in Epilobium spp"

"TABLE 2 Properties and uses of Epilobium species, according to folk
medicine"

The first one who described and classified Epilobium species was Carl
Linnaeus, the father of the modern taxonomy.

Epilobium species are mostly herbaceous plants, either annual or
perennial. Its name derives from the Greek words “epi‐lobos” (above‐
siliqua) to indicate that the fruits, slender and elongated, are placed
over the top of the ovaries and are externally similar to the pods of
Cruciferae, athough actually are quadrangular capsules. Epilobium
begins to bloom from July to end of August. The leaves of dark green
color, and wavy margins are simple, oval, or lanceolate. The flowers
have four petals (almost always bilobed) well separated and colored,
according to the species, in pink, red, yellow, or purple.

Epilobium is a genus of perennial herbaceous plant (Onagraceae family).
It consists of over 200 closely related species that tolerate a wide
range of soil and climatic conditions of both hemispheres, and largely
distributed all over the world (Australia, USA, Canada, Europe, Africa,
Northern Asia, etc.

Narratives Review

DOI: 10.1002/ptr.6072

Study: weak evidence

Vitalone A, Allkanjari O. Epilobium spp: pharmacology and phytochemistry. Phytotherapy Research. 2018;32(7):1229–1240.

9.*

In vitro-Studie

DOI: 10.1016/j.phymed.2010.10.016

Study: weak evidence

Kiss AK, Bazylko A et al. Oenothein B's contribution to the anti-inflammatory and antioxidant activity of Epilobium sp. Phytomedicine. 2011;18(7):557-560.

10.*

Experimentelle Laborstudie (in vitro)

DOI: 10.1016/j.jpba.2008.09.047

Study: weak evidence

Hevesi Tóth B, Blazics B et al. Polyphenol composition and antioxidant capacity of Epilobium species. Journal of Pharmaceutical and Biomedical Analysis. 2009;49(1):26-31.

11.*

Experimentelle In-vivo-Tierversuchsstudie

DOI: 10.1016/j.jep.2006.03.025

Study: weak evidence

Vitali F, Fonte G et al. Inhibition of intestinal motility and secretion by extracts of Epilobium spp. in mice. Journal of Ethnopharmacology. 2006;107(3):342-348.

12.*

Experimentelle phytochemische Analyse (in vitro)

DOI: 10.1177/1934578X1200701017

Remmel I, Vares L et al. Phenolic compounds in five Epilobium species collected from Estonia. Nat Prod Commun. 2012;7(10):1323-1324.

13.*

The genus Epilobium (Onagraceae) is distributed worldwide, consisting of over 200 species. Plants belonging to the Epilobium genus are erect perennial herbs, often flowering in the first year. 

Moreover, Epilobium species demonstrated prominent effects in treating different skin and mucosa diseases and significant anti-diarrheal activity.

Plant materials from Epilobium sp. are rich sources of secondary metabolites and, lately, a growing interest in the phytochemistry of Epilobium sp. has been observed. Bioactive compounds with therapeutic importance were identified in species of this genus, such as phenolic acids and derivatives, flavonoids (flavonol derivatives of quercetin, kaempferol, and myricetin), tannins and related compounds, triterpenes, and steroids, but also other constituents such as fatty acids and amino acids.

Experimentelle in-vitro-Studie mit phytochemischer Analyse

DOI: 10.3390/antiox12010091

Study: weak evidence

Vlase AM, Toiu A et al. Epilobium Species: From Optimization of the Extraction Process to Evaluation of Biological Properties. Antioxidants (Basel). 2022;12(1):91.

14.*

The Epilobium genus (Onagraceae) consists of approximately 200 species distributed worldwide (Raven, 1976b). Twenty-six different species can be found and identified in Europe (Raven, 1976a). Some of these species have been used as medicinal plants due to their beneficial attributes towards human health. In Europe, extracts from the herb of different plants belonging to the Epilobium genus: small-flowered species such as Epilobium parviflorum Schreb. (small-flower willowherb), Epilobium montanum L. (mountain willowherb), Epilobium roseum Schreb. (pink willowherb), Epilobium collinum C.C.Gmelin (hill willowherb) and large-flowered species such as Epilobium angustifolium L. (=Chamerion angustifolium Scop.) (rosebay willowherb, fireweed, great-willowherb) and Epilobium hirsutum L. (villous willowherb).

Narratives Review

DOI: 10.1016/j.jep.2014.08.036

Study: weak evidence

Granica S, Piwowarski JP et al. Phytochemistry, pharmacology and traditional uses of different Epilobium species (Onagraceae): a review. J Ethnopharmacol. 2014;156:316-346.

15.*

Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie (RCT)

DOI: 10.1016/j.ctim.2013.01.007

Study: strong evidence

Coulson S, Rao A et al. A phase II randomised double-blind placebo-controlled clinical trial investigating the efficacy and safety of ProstateEZE Max: a herbal medicine preparation for the management of symptoms of benign prostatic hypertrophy. Complement Ther Med. 2013;21(3):172-179.

16.*

Monozentrische, randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte klinische Studie (RCT)

DOI: 10.1016/j.biopha.2021.111414

Study: strong evidence

Esposito C, Santarcangelo C et al. Epilobium angustifolium L. extract with high content in oenothein B on benign prostatic hyperplasia: A monocentric, randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial. Biomed Pharmacother. 2021;138:111414.

17.*

Randomisierte, placebo-kontrollierte klinische Studie (RCT)

DOI: 10.1111/ics.12777

Study: strong evidence

Sfriso R, Claypool J et al. 5-α reductase inhibition by Epilobioum fleischeri extract modulates facial microbiota structure. Int J Cosmet Sci. 2022;44(4):440-452.

18.*

The genus name Epilobium derives from the Greek words ‘epi’ (upon) and ‘lobos’ (a pod); the plant is so called because the flowers are arranged upon long, thin, pod-like seed cases. The genus Epilobium (Onagraceae) comprises more than 200 species.

In-vitro-Studie

DOI: 10.1016/S0014-827X(01)01047-3

Study: weak evidence

Battinelli L, Tita B et al. Antimicrobial activity of Epilobium spp. extracts. Farmaco. 2001;56(5-7):345-348.

19.*

However, owing to the CR strategy, E. adenocaulon is able to invade riparian plant communities when they are affected by disturbing factors, which may lead to a decrease or to disappearance of the indigenous stress-tolerant species E. palustre and thus to its replacement in disturbed communities by the more competitive invasive species E. adenocaulon.

Experimentelle Feldstudie / ökologische Funktionsanalyse

DOI: 10.1134/S2075111720020071

Ronzhina DA. Ecological Differentiation between Invasive and Native Species of the Genus Epilobium in Riparian Ecosystems Is Associated with Plant Functional Traits. Russ J Biol Invasions. 2020;11(2):132–142.

20.*

In-vitro Studie

DOI: 10.1002/ptr.4941

Study: weak evidence

Stolarczyk M, Piwowarski JP et al. Extracts from Epilobium sp. herbs, their components and gut microbiota metabolites of Epilobium ellagitannins, urolithins, inhibit hormone-dependent prostate cancer cells-(LNCaP) proliferation and PSA secretion. Phytother Res. 2013;27(12):1842-1848.

21.*

In-vitro-Studie

DOI: 10.1159/000072360

Study: weak evidence

Vitalone A, McColl J et al. Characterization of the effect of Epilobium extracts on human cell proliferation. Pharmacology. 2003;69(2):79-87.

22.*

In-vitro-Studie an menschlichen Prostatazellen

DOI: 10.1211/002235703765344603

Study: weak evidence

Vitalone A, Guizzetti M et al. Extracts of various species of Epilobium inhibit proliferation of human prostate cells. Journal of Pharmacy and Pharmacology. 2010;55(5):683-690.

23.

Die Schlussfolgerungen des HMPC zur Anwendung dieser Weidenröschenkraut enthaltenden
Arzneimittel zur Linderung der Symptome der unteren Harnwege im Zusammenhang mit gutartiger
Prostatahyperplasie basieren auf deren „traditioneller Verwendung“ bei dieser Erkrankung. Dies
bedeutet, dass, obwohl keine ausreichenden Belege aus klinischen Prüfungen vorliegen, die
Wirksamkeit dieser pflanzlichen Arzneimittel plausibel ist und es Belege dafür gibt, dass sie auf diese
Weise seit mindestens 30 Jahren sicher angewendet werden (davon mindestens 15 Jahre innerhalb der EU).

Weidenröschenkraut kann über lange Zeit angewendet werden. Aufgrund des Anwendungsgebietes gibt
es keine relevante Verwendung bei Patienten unter 18 Jahren.

Zubereitungen aus Weidenröschenkraut werden durch Trocknen und Zerkleinern der oberirdisch
wachsenden Teile der Pflanze in winzige Teile erhalten.
Pflanzliche Arzneimittel, die Weidenröschenkraut enthalten, sind gewöhnlich als Arzneitee zum Trinken erhältlich.

Website

EMA European Medicines Agency. Weidenröschenkraut: Epilobium angustifolium L. und/oder Epilobium parviflorum Schreb., herba. 2016.

24.

Neben der Vorliebe des Rehwildes für Weidenröschen sowie seiner Bedeutung als Bienenweide und Insektennahrung sind es vor allem einige Schwärmerarten, deren Raupen sich je nach Art ausschliesslich oder hauptsächlich von Weidenröschen ernähren.

Website

Lwf.bayern de: Schwärmer schwärmen für Weidenröschen. LWF aktuell 101/2014.

25.

Website

Nehring S, Kowarik I et al. Naturschutzfachliche Invasivitätsbewertungen für in Deutschland wild lebende gebietsfremde Gefässpflanzen. BfN-Skripten 352. Bonn: Bundesamt für Naturschutz; 2013.

26.

Book

Kremer BP. Mein Garten – Ein Bienenparadies. 2. Auflage. Haupt Verlag: Bern. 2018.

Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen.
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