FacebookTwitterGoogle
Diet-Health.info Stiftung G+E, Gesundheit und Ernährung Themen-Bereiche Diet-Health.info Stiftung G+E, Gesundheit und Ernährung Themen-Bereiche Diet-Health.info Stiftung G+E Themen-Bereiche

Bienenhonig

Echter Bienenhonig, den man durch kaltes Schleudern erzeugt, ist roh. Erwärmungen von über 40 °C zerstören ernährungsphysiologisch wertvolle Inhaltsstoffe.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Honig ist ein von Honigbienen zur eigenen Nahrungsvorsorge erzeugtes und vom Menschen genutztes Lebensmittel aus dem Nektar von Blüten oder den zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukten verschiedener Insekten, dem sogenannten Honigtau."

Das erstere nennt man Blütenhonig, wogegen man die aus Honigtau gewonnene Produkte als Waldhonig bezeichnet.

Kunsthonig vs. echter Bienenhonig:

Wir sollten unterscheiden zwischen Kunsthonig und echtem Bienenhonig. Leider ist vor allem der Honig aus den gemässigten Zonen mit viel Zucker angereichert, da man ohne Zuckerung der Bienen fast keinen Ertrag hätte, besonders bei der heutigen Belastung durch Umweltverschmutzung und Bienenschädlingen wie vor allem die Varroamilbe, die "wir" (Bienenforscher, Bienenhändler) erst noch eingeschleppt haben.

Als ich (EE) in Teneriffa Bienen züchtete, waren wir "varroafrei", doch ein ehrgeiziger Züchter wollte mit freien Bienenköniginnen Geschäfte machen und dazu viel Honig verkaufen. Auch er verwendete Zucker, ohne dass das in solchen Gegenden nötig ist. Zudem schleppte er die Varroose aus Frankreich ein. Meinen Honig konnte man noch nach 20 Jahren geniessen. Der Wassergehalt bestimmt vor allem, ob ein Honig lange haltbar ist oder nicht.

Bienenhonig als Rohkost:

Bienenhonig ist dann roh, wenn man ihn kalt schleudert, sonst nicht. Je nach Ort wo man imkert, kann man ganz verschiedenen Honig erzeugen lassen. Dazu fährt man auch in verschiedene Gebiete, z. B. in Teneriffa auf die Las Cañadas, die Caldera des Pico del Teide. Um reinen Ginsterhonig (Klebrige Drüsenfrucht) zu erhalten, eine Delikatesse (endemisch). Es gibt da auch den "Canary Giant Fennel" bzw. Cow Parsley oder "Kanarischer Riesenfenchel" (Ferula linkii) oder Tajinaste rojo (Echium wildpretii).

Hier noch Stichworte zum Honig: Schleuderhonig, Scheibenhonig, Wabenhonig, Seim-, tropf-, Press- oder Stampfhonig, kalt geschleuderter Honig. Zum kalt geschleuderten Honig: "Ursprünglich bedeutete der Zusatz, dass der Honig in Bezug auf die Qualitätsmerkmale Wasseranteil und Fermentgehalt (wie vergleichbar ein kaltgepresstes Pflanzenöl gegenüber heissgepresstem Pflanzenöl) sehr viel bessere Werte aufwies als die gesetzlichen Bestimmungen in der früheren Honigverordnung das vorschrieben. Diese Zusatzbezeichnung ist nach der seit Januar 2004 geltenden Honigverordnung in Deutschland nicht mehr zulässig. Mit der Einführung der Honigschleuder ist eine Erhitzung des Honigs seit mehr als 100 Jahren nicht mehr nötig."

Zusammensetzung:

"Vitamine liegen normalerweise nicht in bedeutender Konzentration vor. Eine Ausnahme sind allerdings bestimmte Honigsorten aus Gebirgsgegenden, die einen hohen Vitamin-C-Gehalt von 116–240 mg auf 100 g haben. Solcher Honig entsteht aus dem Nektar von Minz- und Thymianblüten und wird beispielsweise im Iran gewonnen.

Honig kann flüssig oder auch fest (kristallisiert) sein. Das hängt hauptsächlich vom Fructose-Glucose-Verhältnis ab, aber auch davon, wie der Honig weiterverarbeitet und gelagert wird. Die Konsistenz reicht von dünnflüssig über cremig bis fest. Sie ist ebenso wie die Farbe und der Geschmack abhängig von den besuchten Blüten oder dem gesammelten Honigtau. Häufige Farben sind weiß bis hellgelb, gelb, beigefarben, braun und grünschwarz.

Aufgrund seines hohen Zucker- und geringen Wassergehalts ist Honig lange haltbar, wobei dieser auskristallisieren und damit fest werden kann. Fester Honig wird umgangssprachlich oft als kandierter Honig bezeichnet ... Für die Neigung zum Kristallisieren ist das Verhältnis von Frucht- zu Traubenzucker ... verantwortlich. Ist das etwa 1 : 1, so erfolgt die Kristallisation innerhalb weniger Tage. Bei den Honigtauhonigen, etwa dem Tannenhonig, ist das Verhältnis etwa 1,6 : 1. Dieser Honig bleibt über Monate oder sogar Jahre flüssig. Fest gewordener, auskristallisierter Honig kann durch Erwärmen wieder verflüssigt werden; ... eine Erwärmung über 40 °C zerstört wichtige, ernährungsphysiologisch wertvolle Inhaltsstoffe. Höhere Temperaturen fördern darüber hinaus die Bildung von HMF, einem Abbauprodukt vieler zuckerhaltiger Lebensmittel mit möglicherweise gesundheitsschädigender Wirkung."