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Sonnenblumenöl, (Linolsäureanteil ca. 65%)

Sonnenblumenöl ist pflanzliches Öl (v.a. Linolsäure) aus Samen der Sonnenblume. Findet vielseitige Verwendung, man unterscheidet Sorten nach Fettsäure Anteile

Das grösstenteils aus Linolsäure bestehende Sonnenblumenöl, fand bereits vor drei - vier Jahrtausenden in Nordamerika Verwendung. Das aus den Samen der Sonnenblume gewonnene Öl brachten spanische Entdecker nach Europa. Neben Argentinien und Ukraine, ist Russland einer der wichtigsten Erzeuger.

Algemeine Information:

Aus Wikipedia: "Sonnenblumenöl ist ein aus den Samen der Sonnenblume gewonnenes Pflanzenöl. ... Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren und wird hauptsächlich in der Ernährung verwendet. Daneben wird Sonnenblumenöl zur Erzeugung von Biodiesel und für pharmazeutische und technische Zwecke benutzt."

Gewinnung:

"Zur Gewinnung des Öls werden die reifen Sonnenblumensamen geschält, gemahlen und anschließend kalt ausgepresst, für die industrielle Verwendung ist auch die Heißpressung möglich. ..."

Inhaltsstoffe:

"Die Fettsäurezusammensetzung im Sonnenblumenöl ist je nach Herkunft (Sorte) der Saat deutlich unterschiedlich. Neben dem herkömmlichen Sonnenblumenöl ... werden verschiedene Sorten mit erhöhten Anteilen bestimmter Fettsäuren unterschieden.

Bei High-Oleic-Sonnenblumen (HO-Sonnenblumen) wurde durch konventionelle Züchtung der Anteil von Ölsäure auf 70–92 % erhöht und der Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren auf ca. 10 % gesenkt. ... Dadurch soll eine höhere Hitzestabilität gewährleistet werden.

Weitere Sorten mit veränderten Fettsäureanteilen ergeben beispielsweise Sonnenblumenöl mit hohem Linolensäureanteil von 76 %. Auch Sonnenblumenöle mit hohem Palmitin- und Linolsäureanteil (27,3 % Palmitinsäure und 46,8 % Linolsäure), mit hohem Palmitin- und Ölsäureanteil (24,6 % Palmitinsäure und 59,8 % Linolsäure) oder mit hohem Stearin- und Ölsäureanteil (11 % Stearinsäure und 79,1 % Ölsäure) kommen vor.

Der Großteil aller in Pflanzenölen vorliegenden Fettsäuren ist als Triglycerid an einen Glycerinrest gebunden. Der Anteil freier Fettsäuren (FFA) im Sonnenblumenöl liegt mit unter 1,8 % vergleichsweise niedrig, die Peroxidzahl ist unter 8,0 meq/kg. Auffällig ist der hohe Vitamin-E-Gehalt in Sonnenblumenöl. Dieser schützt vor oxidativem Verderb und verbessert daher die Lagerfähigkeit.

Bei Kaltpressung des Öls bleiben viele Vitamine und ernährungsphysiologisch wertvolle Fettsäuren in ihrer bioaktiven Form erhalten, wenn die Flüssigkeit nicht über 30 °C erwärmt wird."

Verwendung in Küche, Medizin und Industrie:

"Das Pflanzenöl gilt als wertvolles Speiseöl, das vielseitig verwendbar ist: in Salaten und ungekochten Gerichten, Dressings und Saucen sowie beim schonenden Dünsten von Gemüse. Sonnenblumenöl von „High Oleic“-Sorten ist hitzestabiler und wird daher auch zum Frittieren eingesetzt. Sonnenblumenöl eignet sich auch zur Verwendung in Babynahrung sowie zur Herstellung von Mayonnaise und Margarine.

In der Pharmazie stellt das Öl ein Füllmaterial in Weichgelatinekapseln dar, daneben wird es für Salben und Cremes verwendet und kann Olivenöl oder Erdnussöl in Medizinprodukten ersetzen. Traditionell angewendet wird Sonnenblumenöl bei Verstopfung sowie äußerlich zur Wundbehandlung und bei Rheuma.

Industriell wird Sonnenblumenöl für Farben und Lacke verwendet, zudem ist es in Öl- und Künstlerfarben enthalten. Auch in der Lederbearbeitung und in der Tuchfabrikation ... wird es eingesetzt. ... Üblich ist ... die Erzeugung von Biodiesel aus Sonnenblumenöl"