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Grüne Papaya (unreife Baummelone)

Die noch grüne Papaya (unreife Baummelone) mit weissen Samen ist vor allem als Gemüse beliebt und dient als Heilpflanze und in der Lebensmittelbranche.
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Die Papaya bzw. Baummelone ist eine roh essbare Frucht. Wenn das Fruchtfleisch reif ist, hat es einen süsslichen Geschmack. Unreife, grüne Papayas hingegen schmecken herber und man kann sie wie Gemüse verarbeiten.

Verwendung in der Küche:Grüne Papayas, auch Melonenbaumfrüchte genannt, kommen in Salaten, Chutneys, Salsas, Suppen oder Eintöpfen zur Anwendung. Man kann sie auch einsetzen um Currys zu verfeinern.

Die jungen Papaya-Früchte sind sowohl gekocht als auch roh sehr schmackhaft. Im unreifen Zustand kann man sie sehr gut als Gemüse zubereiten, ähnlich wie Kohlrabi oder Zucchini. Die südostasiatische Küche arbeitet häufig mit grünen Papayas. Som Tam beispielsweise, ein scharfer, würziger Salat mit roher Papaya, Fischsauce und Garnelen, ist das Nationalgericht in Thailand, dem Isaan (nordöstlicher Teil Thailands) und in Laos. Der Salat schmeckt den Asiaten traditionell mit Klebreis (nicht Klebereis).1 In Laos und im Isaan ist das Gericht gewöhnlich noch schärfer und saurer als in Zentralthailand.2 In Brasilien hingegen verwendet man die unreifen Früchte häufig zur Herstellung von Süssigkeiten oder man macht sie ein.3

Die weissen Kerne der unreifen Frucht sollten Sie nicht konsumieren. Erst die schwarzen Kerne der reifen Papaya sind essbar: Sie haben einen pikanten Geschmack, der an Kapuzinerkresse erinnert.1 Beachten Sie, dass junge, grün gepflückte Baummelonen nicht nachreifen.

Ganz junge Blätter lassen sich kochen und verspeisen, weisen aber ein recht bitteres Aroma auf.4

Einkauf:Grüne Papayas gibt es im Asia-Markt zu kaufen. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die grüne Papaya noch sehr fest ist. Wenn man mit dem Daumen auf die grüne Schale drückt, dann sollte sie dem Druck nicht nachgeben. Die ursprüngliche Papaya Sorte trägt den Namen "Kaik Tam" und ist unreif circa 20 cm lang und 500 Gramm schwer. Wer keinen Asiamarkt um die Ecke hat, kann die unreife Papaya auch online bestellen. In diesem Zusand ist die Frucht lange haltbar und ohne Qualitätseinbussen per Post versendbar.5

Lagerung:Die optimale Lagertemperatur für grüne Papayas beträgt 12-13 Grad. Die Früchte halten sich recht lange.6

Inhaltsstoffe:Die Baummelone (Papaya) besteht zu 88,8 % aus Wasser. Damit kommt sie fast an den Wassergehalt der Melone heran (90 %). Im Gegensatz zu ihrem niedrigen Anteil an Kohlenhydraten, Eiweiss und Fett, weist die Papaya einen hohen Vitamingehalt (vor allem Vitamin C, Vitamin A und Folsäure) auf. Papaya-Früchte sind reich an Ballaststoffen und enthalten das Enzym Papain, das in der grünen Papaya viel stärker vertreten ist als in der gereiften Frucht.7 Zudem kommen in der Papaya auch Lycopin (Antioxidant), Magnesium, Kalium, Pantothensäure, Riboflavin (wichtig für die Durchlässigkeit der Blutkapillaren), Nician, Selen, Eisen, Phosphor und Pektin vor.8

Gesundheitliche Aspekte:Papain ist ein proteolytisches Enzym, das Eiweiss aufspaltet - ähnlich wie das Pepsin im Magensaft. Dank dieses Wirkstoffs fördert (besonders die grüne) Papaya die Verdauung anderer Speisen. Grüne Baummelonen helfen bei Magenbeschwerden, Zwölffingerdarmgeschwüren, Zwerchfelldurchbruch und Sodbrennen. Dies, weil sie überschüssige Magensäure neutralisieren. Zusätzlich haben sie einen positiven Effekt bei Gallendyspepsie, chronischer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, verschiedenen Darmerkrankungen und infektiösem Durchfall9. Die Pflanzenmilch und das Fruchtfleisch wirken gegen Darmparasiten, besonders gegen Bandwürmer.10 Wegen des hohen Vitamin-A-Gehalts lindert die Papaya Hautkrankheiten wie Ekzeme, Furunkulose und Akne.7

Gefahren / Unverträglichkeiten:Da grüne Papayas das sogenannte Papaya-Latex enthalten, sollte man bei der Verarbeitung Kontakt mit den Augen vermeiden, weil es sonst zu starken Reizungen kommen könnte. Falls Sie unter einer Latex-Allergie leiden, sollten Sie auch um die Papaya und alle ihre Bestandteile einen Bogen machen. Bisweilen reagieren manche Menschen auf Papain oder auf andere Enzyme der Baummelone allergisch.

Obwohl in vielen asiatischen Ländern schwangere Frauen gerne grünen Papayasalat essen (zur Anregung der Milchbildung12), ist während der Schwangerschaft Vorsicht geboten. Die unreife Frucht ist nicht nur als Verhütungsmittel, sondern in einigen Regionen auch als Instrument zum Schwangerschaftsabbruch bekannt.13 Ähnliches gilt für Personen mit Blutungsneigung oder solche, die Blutverdünner einnehmen müssen. Die Inhaltsstoffe der Papaya können unkontrollierte Blutungen auslösen. Daher nutzten Naturvölker hohe Dosen auch als Abtreibungsmittel.

In einer Tierversuchsstudie hat sich gezeigt, dass Inhaltsstoffe aus Papayasamen die Fortpflanzungsfähigkeit hemmen, jedoch nur temporär. 60 Tage nach Ende der Behandlung war die Anzahl Samenzellen im Sperma wieder normal. Auch Naturvölker sollen schon früher von dieser Widrkung Gebrauch gemacht haben.13

Beim Verzehr von hohen Dosen (möglich bei Papaya-Kapseln) kann Papain zu Unterzuckerung führen.11

Verwendung als Heilpflanze:Wikipedia führt folgende Geltungsbereiche an: Bei Verdauungsbeschwerden aufgrund von Pepsinmangel und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse setzt man Papain erfolgreich in Fertigpräparaten ein. Ebenfalls sind Kombinationspräparate im Handel, die nach Verletzung oder Operation bei Entzündungen, Ödemen und Schwellungen Linderung in Aussicht stellen. Die Enzyme sollen entzündliche Stoffwechselprodukte schneller abbauen und die Fließgeschwindigkeit des Blutes verbessern. Besonders in der begleitenden Langzeitbehandlung bei Tumoren und während einer Strahlentherapie sollen sie Wirkung zeigen. Dies beurteilt man aber kritisch.1

Isoliertes Chymopapain injiziert man bei Bandscheiben­schäden (Chemonucleolyse) und urch die Anwendung von Papain lassen sich Antikörper in drei Fraktionen spalten.1

VolksmedizinDie Anwendungen in der Volksmedizin sind sehr zahlreich. Die unreifen Samen sollen heruntergeschluckt als Mittel gegen Durchfall wirksam sein. Auch eine Infusion aus Blüten, Teile der Rinde (gegen Zahnschmerzen), der Latex-Saft und die Blätter sollen innerlich oder äusserlich angewendet eine gesundheitsfördernde, vor allem entzündungshemmende Wirkung zeigen.4

Vorkommen:Die Papaya ist eine weit verbreitete Kulturpflanze in subtropischen und tropischen Gebieten. Heute baut man sie Afrika, Asien und in Süd- und Mittelamerika an. Beliebt ist sie auf den Karibischen Inseln, in Florida, Texas, Kalifornien und auf Hawaii.3

Anbau, Ernte:Papaya-Pflanzen gedeihen am besten bei subtropischem oder tropischem Klima. Niedrigere Temperaturen ergeben kleinere Früchte. Papayas mögen volle Sonneneinstrahlung und gut drainierte, poröse Böden. Für die Aussaht nehmen Sie die Samen einer reifen Papaya. Zur Anzucht empfiehlt man ein lockeres, nährstoffarmes Substrat, damit sich die Wurzeln gut entwickeln. Dessen pH-Wert sollte nicht über 7 liegen, wie z.B. bei Cocos-Substrat, Torf oder spezieller Anzuchterde. Um sicherzugehen, dass das Pflanzsubstrat schädlings- und pilzfrei ist, kann man organisches Substrat vor der Verwendung im Backofen für eine Viertelstunde auf mindestens 160 °C erhitzen (bei Cocos-Substrat und Perlite nicht erforderlich). Das Substrat muss leicht feucht sein und das hitzebeständige Gefäss darf wegen des entstehenden Wasserdampfs nicht fest verschlossen sein.17

Nach der Aussaat stellen Sie den Topf an einen warmen Ort mit indirekter Lichteinstrahlung. Der Keimprozess dauert etwa 2 bis 6 Wochen und verläuft ideal bei Temperturen zwischen 24 und 30 °C. Während der Keimung muss das Substrat feucht, aber nie nass sein. Am besten benutzen Sie zum Bewässern ein Sprühgerät. Nach der Keimung sollten Sie das Substrat nur mässig feucht halten. Zwei Wochen nach der Keimung können Sie die Pflanzen an einen sonnigen, windgeschützten Ort verschieben.4 Grundsätzlich ist die richtige Wässerung des Melonenbaums eine ziemliche Herausforderung. Vor allem im Winter verträgt der Baum nicht zuviel Feuchtigkeit. Die Überwinterung gelingt bei mindestens 10 °C.6,17

Allgemeine Informationen:Carica papaya L. ist eine Pflanzenart aus der Familie der Melonenbaumgewächse (Caricaceae). Die tropische Nutzpflanze stammt ursprünglich aus Zentralamerika oder aus südamerikanischen Andentälern. Das eigentliche Genzentrum ist nicht sicher geklärt. Später verteilte man die Samen dieser kurzlebigen, krautigen Pflanze nach Afrika und Asien.14

Im botanischen Sinn ist der Melonenbaum kein Baum, sondern eine Staude. Die Pflanze bildet kein sekundäres Holz aus, ist innen oft hohl und am Grund häufig mit Wasser gefüllt.14 Die fleischige Konsistenz der Früchte brachte ihnen bei den Erobereren aus Europa den Beinamen "Melonenbaumfrüchte" ein. Botanisch gesehen ist die Frucht eine Beere.6

Papayas sind die am vierthäufigsten gehandelten tropischen Früchte (2016 erreichte die weltweite Produktion 13.05 Millionen Tonnen pro Jahr3). Sie figurieren an vierter Stelle hinter den Bananen, Mangos und Grapefruits. Etwa 75 % aller Papayas kommen aus 10 Ländern der Welt. Hauptproduzent ist Indien, gefolgt von Brasilien, Indonesien, Nigeria und Mexiko.6

Auch die Industrie und die Lebensmittelbranche verwendet Bestandteile der Papaya. Papain beispielsweise macht Fleisch zart, klärt Bier, hilft beim Gerben von Leder und gegen Schrumpfen von Wolle und Seide.15 In der Lebensmittelindustrie verarbeitet man den Kautschuk der Papaya auch zu Kaugummi.16

Literatur / Quellen:

  1. Deutschsprachige Wikipedia: Papaya
  2. Deutschsprachige Wikipedia: Som Tam
  3. Englischsprachige Wikipedia: Papaya
  4. tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Carica+papaya
  5. thai-thaifood.de/gruene-papaya/
  6. wifss.ucdavis.edu/wp-content/uploads/2016/10/Papayas_PDF.pdf
  7. Pamplona Roger J.D. Heilkräfte der Nahrung. Zürich: Advent-Verlag; 2006:159
  8. heilpflanzen-lexikon.com Papaya
  9. Osato J.A. et al. Antimicrobial and antioxidant activities of unripe papaya. Life Sciences.1993; 53:1383-1389
  10. Satrija F. et al. Effect of papaya lattex against Ascaris suum in naturally infected pigs. Journal of Helminthology. 1994; 68:343-346
  11. utopia.de/ratgeber/papaya-baummelone/
  12. katharinabachman.de/die-wunderfrucht-aus-den-tropen-papaya/
  13. vitalinstitut.net/papaya/
  14. Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Berlin: Springer; 1977:325
  15. online.uni-marburg.de/botanik/nutzpflanzen/miriam/papain.htm
  16. spektrum.de/lexikon/arzneipflanzen-drogen/carica-papaya/2433
  17. kuebelpflanzeninfo.de/exot/papaya.htm

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