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Guavennektar, konserviert (Guavensaft, roh?, bio?)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von konserviertem Guavennektar in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

84%Wasser 99Makronährstoff Kohlenhydrate 99.09%/01Makronährstoff Proteine 0.55%/00Makronährstoff Fette 0.37% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, <0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Guavennektar (konserviert) entsteht meist aus der Echten Guave (Psidium guajava). Aufgrund der Konservierung bleibt er nicht roh. Gelegentlich liegt er in Bio-Qualität vor.

Verwendung in der Küche

Die Guave ist eine Beerenfrucht und hat einen angenehm süss-säuerlichen Geschmack, der schwer zu beschreiben ist. Er erinnert an eine Mischung aus Birne, Stachelbeere und Pfirsich.

Ein wichtiger Teil der Obstproduktion dient der Herstellung von Nektar. Nektar bezeichnet alkoholfreie Getränke, die durch Verdünnung von Fruchtmark oder Fruchtsaft entstehen. Nektar stammt aus einer oder mehreren Früchten. Je nach Fruchtsorte enthält Nektar mindestens 25–50 % Fruchtsaft.10

Konservierter Guavennektar im Handel besteht meist aus Guavenmark, Wasser und Zucker. Häufig enthält er zugesetzte Zitronensäure und Ascorbinsäure als Antioxidationsmittel. Der Saft der Guave findet sich auch in vielen Mischfruchtsäften.

In Brasilien ist die Goiabada, eine mit Zucker eingedickte, getrocknete Fruchtpaste, sehr beliebt. Sie ist traditionell zu Quadern geformt. Oft kann man das eingekochte und getrocknete Mus in kleinen Holzkästchen kaufen. Die Brasilianer essen die Paste gerne zusammen mit Käse. In Florida und der Karibik existiert ebenfalls "Guava-Paste".3

Ist Guavennektar Rohkost? Handelsüblicher, konservierter Guavennektar zählt nicht zur Rohkost, da er durch Pasteurisierung Temperaturen bis zu 105 °C erreicht,10 also deutlich über der für Rohkost üblichen Grenze von 40–42 °C. Für einen schonend hergestellten Guavennektar (Guavensaft) empfehlen wir die eigene Zubereitung, die wir im nächsten Kapitel erläutern.

Eigene Zubereitung von Guavennektar (Guavensaft)

Guavennektar lässt sich leicht aus reifen, frischen Bio-Guaven selbst herstellen. Dafür die Guave mit Wasser waschen und mit einem Messer oder einem Gemüseschäler die Schale entfernen. Das Fruchtfleisch in grobe Stücke schneiden. Die kleingeschnittene Guave zusammen mit Wasser in einem Mixer pürieren, bis sich das Fruchtfleisch mit dem Wasser gemischt hat. Das Püree nicht zu lange mixen, damit die Samen ganz bleiben. Für 170 g Guave benötigen Sie ca. 120 ml Wasser. Das Püree mit Wasser bis zur gewünschten Menge verdünnen und bei Bedarf mit wenig Agavensirup süssen. Für einen erfrischenden Geschmack eignen sich ein paar Spritzer Limettensaft oder Zitronensaft.

Für einen dünnflüssigen Saft lassen sich die Samen durch ein feinmaschiges Sieb entfernen. Dazu ein feinmaschiges Sieb über eine Schüssel legen und den dickflüssigen Saft mit einem Löffel durch das Sieb streichen. Da die Samen jedoch wertvolle Nährstoffe enthalten, raten wir davon ab, diese zu entfernen.

Alternativ können Sie auch die Guave gründlich waschen und mitsamt der Schale pürieren. Dann empfiehlt es sich jedoch, den Saft durch ein Sieb zu pressen, um die festen Bestandteile zu entfernen (siehe Rezept unten).

Das Püree aus dem Fruchtfleisch lässt sich einfrieren. So gelingt die Herstellung von frischem Fruchtsaft jederzeit, indem Sie kleine Portionen des gefrorenen Pürees mit Wasser mischen.

Veganes Rezept für Guavensaft mit Wassermelone

Zutaten (für 4 Personen): 4 reife Guaven, 1 l Trinkwasser, 400 g Wassermelone, 1-2 TL Agavensirup.

Zubereitung: Die Guaven gründlich mit Wasser waschen. Die Guaven in kleine Stücke schneiden. Guavenstücke mit Wasser in einen Mixer geben und die Masse so lange pürieren, bis sie glatt ist. Das Püree durch ein Sieb streichen, um die festen Bestandteile zu entfernen. Wassermelone schälen und entkernen. Das Fruchtfleisch zusammen mit dem Guavenpüree nochmals mixen. Den Fruchtsaft bei Bedarf mit Wasser verdünnen und ggf. mit Agavensirup süssen.

Vegane Rezepte mit Guavennektar (Guavensaft) finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Bei Grossverteilern wie Migros, Spar, Rewe, Edeka, Billa und Coop (Mischgetränk) gehört Guavennektar ganzjährig zum Angebot. Discounter wie Denner, Volg, Aldi, Lidl und Hofer führen ihn nicht im Standardsortiment (Stand 2026). Bio-Supermärkte wie Denn's Biomarkt und Alnatura sowie Reformhäuser bieten gelegentlich Guavensaft an. Auch in Delikatessenläden, Asia-Shops und Online-Shops ist Guavensaft erhältlich.

Die im Handel angebotenen Fruchtsäfte und Guaven-Drinks enthalten vielfach zugesetzten Zucker und Zitronensäure (E330). Guavennektar in Bio-Qualität findet sich selten im Angebot.

Die Verfügbarkeit von Guavennektar ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Konservierter Guavennektar lässt sich geschlossen mehrere Monate aufbewahren (siehe Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Etikett). Bei Lagerung des Nektars bei 10 °C bleibt nach 120 Tagen noch 46 % des Vitamin-C-Gehalts erhalten.17 Geöffneter Guavensaft gehört, wie andere Frucht- und Gemüsesäfte, in den Kühlschrank und lässt sich innerhalb weniger Tage konsumieren.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

100 g Guavennektar (konserviert) hat einen Energiegehalt von 63 kcal. Die Kalorien stammen überwiegend aus Kohlenhydraten (16 g/100g). Der Nektar weist nur wenig Fett und Protein auf. Der Ballaststoffgehalt ist gering (1,0 g/100g). Guavensaft enthält 13 g Zucker, was wesentlich mehr ist als frische Echte Guave (8,9 g/100g).1

Mit 21 mg/100g Vitamin C (26 % des Tagesbedarfs) liefert Guavennektar deutlich weniger Vitamin C als frische Guave (228 mg/100g). Auch Orangensaft (50 mg/100g) und Zitronensaft (39 mg/100g) weisen höhere Vitamin-C-Gehalte als Guavennektar auf. Besonders reich an Vitamin C sind Acerola-Beeren (1678 mg/100g) und Sanddornbeeren (450 mg/100g).1 Aufgrund der üblichen kleineren Verzehrmengen fällt der tatsächlich aufgenommene Vitamin-C-Gehalt geringer aus.

Guavennektar enthält zudem geringe Mengen Eisen, Mangan, Folat (Folsäure) und Kalium.1

Die gesamten Inhaltsstoffe von Guavennektar (Guavensaft), die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkung auf die Gesundheit

Echte Guave ist eine ausgezeichnete Quelle für Vitamin C (Ascorbinsäure), ein wichtiges Antioxidans.1,7 Guavennektar enthält ebenfalls Vitamin C, jedoch in geringeren Mengen als frische Guaven. Antioxidantien sind Moleküle, die Oxidationsprozesse verzögern. Durch die Oxidationsreaktionen können freie Radikale entstehen, die die Zellen schädigen, indem sie verschiedene Kettenreaktionen auslösen. Freie Radikale stehen mit der Entstehung von Krebs und zahlreichen weiteren Erkrankungen in Zusammenhang. Antioxidantien binden freie Radikale und unterbrechen diese Kettenreaktionen. Dadurch verringert sich das Risiko für degenerative Erkrankungen wie Hirnfunktionsstörungen, Entzündungen, Herzerkrankungen, Krebs, Arteriosklerose und Arthritis.7

Eine erhöhte Aufnahme von Vitamin C gilt als beste Ernährungsempfehlung zur Behandlung und Vorbeugung von Anämie. Eine Studie untersuchte mit 29 schwangeren Frauen die Wirkung von täglich 200 ml Guavensaft für zwei Wochen. Das Vitamin C beeinflusste die Bildung roter Blutkörperchen während des Knochenwachstums und der Aufrechterhaltung normaler Hämoglobinwerte positiv. Guavensaft hemmt die Hämolyse der roten Blutkörperchen, wodurch die Hämoglobinwerte steigen können. Aufgrund der antioxidativen Eigenschaften der roten Guave kann der Saft den Lipolyseprozess hemmen.5

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Guavennektar kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Guavennektar enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:7,14

  • Isoprenoide: Terpene: Monoterpene (Alpha-Terpineol); Sesquiterpene (Alpha-Humulen, Beta-Caryophyllen); Saponine, Sapogenine (Oleanolsäure); Tetraterpene: Carotinoide (Carotine: Lycopin)
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure); Flavonoide: Flavonole (Rutin, Quercetin, Quercetin-Derivate, Kaempferol, Isorhamnetin-Derivate, Myricetin-Derivate), Flavanole (Catechin, Epicatechin), Anthocyane (Delphinidin, Cyanidin-Glucoside)
  • Weitere organische Verbindungen: Hydroxycarbonsäure (Zitronensäure)

Die Guavenfrucht, insbesondere die rosa Guave, enthält hohe Konzentrationen an phenolischen Verbindungen und Carotinoiden, vor allem Lycopin, die massgeblich für die antioxidative Aktivität verantwortlich sind.5 Diese antioxidativen Effekte können die Gehirnfunktion unterstützen und neurodegenerative Prozesse verringern. Ausserdem zeigt die Guavenfrucht entzündungshemmende Eigenschaften.15 Flavonoide tragen zudem dazu bei, einer vorzeitigen Hautalterung entgegenzuwirken.7

Neben Ascorbinsäure spielt Zitronensäure in der Guavenfrucht eine besonders wichtige Rolle für die antimutagene Wirkung.7

Im Guavennektar ist der Gehalt an Lycopin und Vitamin C vor allem durch Verdünnung mit Wasser niedriger als in der frischen Frucht. Zusätzlich geht Vitamin C während der Verarbeitung durch Oxidation verloren.17

Mehr zu den Gesundheitswirkungen sekundärer Pflanzenstoffe in Guaven finden Sie in unseren Artikeln zur Echten, Erdbeer- und Brasilianischen Guave.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Guave enthält Benzophenone und Flavonoide, die die Ausschüttung von Histamin hemmen und dadurch antiallergisch wirken.7 Allergische Reaktionen auf Guave und Guavennektar sind selten, können jedoch auftreten.6

Guavennektar enthält grössere Mengen an Fructose.7 Personen mit Fructoseintoleranz müssen den Konsum von Guaven einschränken oder ganz unterlassen. Gesunde Personen sollten kommerziell produzierten Guavennektar nur gelegentlich konsumieren, da dieser sehr viel Zucker und Konservierungsmittel enthalten kann.

Volksmedizin - Naturheilkunde

Guavenfrucht dient in vielen subtropischen Regionen weltweit nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als Heilpflanze. In der traditionellen Medizin findet sie Anwendung zur Behandlung verschiedener Beschwerden wie Durchfall, Fieber, Ruhr, Magen-Darm-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Zahnerkrankungen, Schmerzen und Wunden. Länder mit einer langen Tradition in der Nutzung von Heilpflanzen, darunter Mexiko sowie viele Regionen Afrikas, Asiens und Zentralamerikas, nutzen Guave in häufig.7

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Zum ökologischen Fussabdruck von Guavennektar (Guavensaft) liegen bisher keine/wenig Daten vor. Dieser hängt u. a. vom Anbau der Echten Guaven, deren Weiterverarbeitung zum Nektar, der Verpackung sowie des Transports ab. Dabei steigt der ökologische Fussabdruck durch die Weiterverarbeitung der Frucht zu Saft. Zum Vergleich: Der CO2-Fussabdruck von Orangensaft im 1,0 L-Verbundkarton beträgt laut einer deutschen Studie von 2020 0,7 kg CO2eq/kg. The Big Climate Database beziffert den CO2-Fussabdruck von Orangensaft in Plastikflaschen auf 1,41 kg CO2eq/kg. Im Vergleich: Rohe Orangen produzieren laut der deutschen Studie 0,3 kg CO2eq/kg, laut The Big Climate Database 0,81 kg CO2eq/kg.8,9

Der ökologische Fussabdruck von Guaven aus/in Mexiko liegt laut CarbonCloud bei 0,42 kg CO2eq/kg, kann jedoch auf 1,88 kg CO2eq/kg ansteigen (im Ausland, z.B. Schweden).12 Für Guavennektar liegen keine Daten vor.

Guaven haben einen Wasserfussabdruck von 1800 l/kg und sind damit fast auf demselben Niveau wie Avocados mit 1981 l/kg.13

Fruchtsaft findet sich vorwiegend in Kartonverpackungen, aber auch in Plastik- und Glasflaschen. Der Umwelteinfluss von Verpackungen ist abhängig von den Sammelsystemen (z.B. Sammlung von PET, Getränkekartons, Glas) in den jeweiligen Ländern, von der Effizienz der Recyclingprozesse und der Menge des recycelten Materials, das erneut wiederverwendbar ist. Oft benutzte Mehrwegflaschen sind die umweltfreundlichste Variante. Verbundkartons verursachen nach Mehrwegsystemen die geringste Umweltbelastung. Die höchste Umweltbelastung weisen Einweg-Glasflaschen auf.4

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Invasive Pflanzen stellen eine ernsthafte Bedrohung für natürliche Ökosysteme und die Biodiversität dar, da sie einheimische Arten verdrängen, Lebensgemeinschaften verändern und Nährstoffkreisläufe stören können. Inseln sind besonders anfällig, weil ihre Flora oft spezialisiert und genetisch weniger vielfältig ist, wodurch endemische Arten besonders gefährdet sind.16

Die Galapagos-Inseln sind ein typisches Beispiel für ein isoliertes Ökosystem mit hoher Endemität. Invasive Arten bedrohen dieses Ökosystem stark. Die Echte Guave (Psidium guajava) gelangte Ende des 19. Jahrhunderts aus Mittel- und Südamerika auf die Inseln.16 Ihre Früchte bilden die Grundlage für die Herstellung von Guavennektar (Guavensaft).10 Heute gilt sie als stark invasive Art. Sie ist sowohl in besiedelten Gebieten als auch in natürlichen Wäldern auf den Inseln Isabela, Santa Cruz, San Cristobal und Floreana weit verbreitet.

Besonders relevant für den Artenschutz ist die Konkurrenz zwischen der invasiven Guave und dem endemischen Psidium galapageium. Direkte Konkurrenz und mögliche Hybridisierung könnten die genetische Vielfalt und das Überleben der einheimischen Art gefährden. Das Verständnis dieser Prozesse ist entscheidend, um wirksame Kontroll- und Schutzmassnahmen zu entwickeln und die endemische Flora der Galapagos-Inseln zu erhalten.16

Weltweites Vorkommen - Anbau

Guavennektar entsteht überwiegend aus der Echten Guave. Regional können auch Fruchtsäfte aus der Brasilianischen Guave (Feijoa, Ananas Guave) oder der Erdbeer-Guave (Rote Guave) erhältlich sein.

Heute findet der Guavenanbau weltweit in tropischen Ländern statt. Guaven sind recht anspruchslos gegenüber Boden und Klima, nur Frost vertragen sie nicht. Krankheiten gibt es bei den Bäumen kaum, aber die Fruchtfliegen lieben die Früchte. An unreifen Früchten können aber Pilzkrankheiten grossen Schaden auf den Plantagen anrichten.2

Die jungen Guayaba-Bäume wachsen relativ schnell. Bereits nach zwei Jahren bringen sie den ersten Ertrag. Vom siebten Jahr an liefern die Bäume volle Produktion und halten diese meist 30 Jahre lang durch.2

Informationen zum Anbau und Ernte finden Sie unter der Zutat Echte Guave.

Industrielle Herstellung

Zuerst erfolgen die Kontrolle der angelieferten Guaven und das Aussortieren beschädigter oder unreifer Früchte. Danach spült man sie rund 30 Sekunden unter heissem Wasser (80–85 °C), um sie vor Schmutz und Blättern zu befreien und die mikrobielle Belastung zu verringern.

Anschliessend zerkleinert man die Früchte und extrahiert den Saft durch Pressen. Die Kerne siebt man aus dem Fruchtsaft heraus. Teilweise kommt ein Teil des Fruchtfleisches, das beim Pressen zurückblieb, wieder zum Saft hinzu. Es erfolgt eine Verdünnung mit Wasser und teilweise eine Zugabe einer Zuckerlösung mit Zitronensäure zur Geschmacksoptimierung. Durch Pasteurisieren des Saftes bei 105 °C erhält man eine längere Haltbarkeit des Guavennektars. Nachdem der Nektar abgekühlt ist, erfolgt die Verpackung.10

Bei einer alternativen Herstellungsweise zerkleinert man die Guaven und siebt Kerne und Schalen aus dem Fruchtpüree heraus. Dieses Fruchtpüree verdünnt man mit Wasser und gibt Zucker, Zitronensäure und Stabilisatoren hinzu. Die Zugabe eines Stabilisators wie Carboxymethylcellulose (CMC) verhindert die frühzeitige Sedimentation der suspendierten Feststoffe aus dem Fruchtfleisch während der Lagerung.11

Neben Guavennektar mit Fruchtfleisch gibt es auch geklärten Guavensaft. Dazu entfernt die Verarbeitung die Feststoffe aus dem Saft durch Sedimentation, Zentrifugation und Filtration sowie durch biochemische Methoden (enzymatische Hydrolyse) oder chemische Schönung.11

Weiterführende Informationen

Die Guave ist ein Myrtengewächs (Myrtaceae) der Gattung der Guaven (Psidium), zu der die Echte Guave und die Erdbeer-Guave gehören. Trotz ihrer Ähnlichkeit gehört die Brasilianische Guave (Feijoa, Ananas-Guave) nicht zur Gattung der Guaven, sondern zur Gattung Acca. Es handelt sich jedoch auch um eine Pflanze aus der Familie der Myrtengewächse.

Botanische Bezeichnung Name Alternative Namen
Psidium guajava Echte Guave Guava, Guayaba, Goiaba, Guayave
Psidium cattleianum Erdbeer Guave Rote Guave, Kirschen Guave
Acca sellowiana Brasilianische Guave Pineapple Guava, Ananas Guave, Feijoa

Alternative Namen

Die Guave heisst auf Englisch guava oder guave. Auf Spanisch trägt sie die Bezeichnungen guayabo und goiaba, im Französischen goyave und goyavier, im Niederländischen goeajaab und im Malaiischen jambubatu. Goaibeira ist die portugiesische Bezeichnung. Pichi, Posh und Enandi sind gebräuchliche Namen in Mexiko und Amerika.7

Der Nektar heisst auf Englisch guava juice oder guava nectar.10,15

1.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

2.

Book

Brücher H. Tropische Nutzpflanzen: Ursprung, Evolution und Domestikation. Springer-Verlag: Berlin. 1976.

3.

Book

Herrmann K. Exotische Lebensmittel: Inhaltsstoffe und Verwendung; Für Biologen, Chemiker und Ernährungswissenschaftler. Zweite, überarbeitete Auflage. Springer Verlag: Berlin Heidelberg. 2013.

4.

Website

CIR Christliche Initiative Romero. AUSGEPRESST – Hinter den Kulissen der Saftindustrie. 2018.

5.🞽

Increasing vitamin C consumption is the best dietary advice for treating and preventing anemia. 29 expectant mothers getting prenatal care at the Kalasan Community Health Center took part in a quasi-experiment. The subjects were divided
into two groups: the treatment group and the control group. Each group received two doses of iron
supplement therapy over the course of two weeks, and the treatment group also received 200
milliliters of guava juice every day. The creation of red blood cells during bone growth and the
maintenance of normal hemoglobin levels were found to be impacted by vitamin C in guava fruit
juice. This is because guava juice inhibits hemolysis of red blood cells, which can increase
hemoglobin levels. Guava juice can help halt the lipolysis process because of the antioxidant
properties of red guava. Guavas also contain five times more vitamin C than oranges. This study
found that giving pregnant women 200 ml of guava juice every day for two weeks effectively increased their hemoglobin levels.

It has been demonstrated that P. guajava fruit has an antioxidant effect by restoring enzymatic
antioxidants and inhibiting the activation of nuclear factorkappa B (NF-kB). Guava fruits with pink
pulp essence have been found to contain a high concentration of phenolic compounds and a significant amount of carotenoids, particularly lycopene, which were mostly responsible for the antioxidant activit.

Narratives Mini-Review

Study: weak evidence

Kabir D, Hussaini M et al. A Mini Review on Phytochemical Constituents, Medicinal and Environmental Applications of Guava Leaves. J. Mater. Environ. Sci. 2025;16(12):2279-2292.

6.🞽

Querschnittstudie

DOI: 10.1046/j.1323-8930.2003.00303.x

Study: moderate evidence

Eriksson NE, Werner S et al. Self-reported hypersensitivity to exotic fruit in birch pollen-allergic patients. Allergology International. 2003;52(4):199-206.

7.🞽

Guava is highly rich in antioxidants which are helpful in decreasing the incidences of degenerative diseases such as brain dysfunction, inflammation, heart disease, cancer, arteriosclerosis and arthritis [60].

"Chemical composition of guava"

Psidium guajava L. is consumed not only as food but also as folk medicine in subtropical areas all over the world due to its pharmacologic activities [26]. Medicinal plants find a very important place in medical systems almost in the entire world. These observations are reflected from traditional knowledge. It is well known that guava is frequently employed in numerous parts of the world for the cure of a lot of sickness like diarrhea reducing fever, dysentery, gastroenteritis, hypertension, diabetes, caries, pain relief and wounds. The countries which have a long history of using medicinal plants are also using guava at big level like Mexico, Africa, Asia and Central America. With its medicinal uses it is also used as food and in the preparation of food products. It is also used in house construction and toys making. Guava contains high content of organic and inorganic compounds like secondary metabolites e.g. antioxidant, polyphenols, antiviral compounds and anti-inflammatory compounds. Guava has a lot of compounds which have anti cancerous activities. It has a higher number of vitamins and minerals. Phenolic compounds like flavonoids also find an important place in the guava. Lycopene and flavonoids are important antioxidants. They help in the cure of cancerous cells and help to prevent skin aging before time.

The plant is well known by a common name “Guava” in English, guayabo in Spanish, goyaveandgoyavier in French, guyabaorgoeajaab in Dutch, goiaba and goaibeira in Portuguese and jambubatu in Malaya. Pichi, posh and enandi are the names commonly used in Mexico and America.

Narratives Review

DOI: 10.1186/s40816-018-0093-8

Study: weak evidence

Naseer S, Hussain S et al. The phytochemistry and medicinal value of Psidium guajava (guava). Clin. Phytoscience. 2018;4:32.

8.

Website

Reinhardt G, Gärtner S et al. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. IFEU Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020.

9.

Website

CONCITO. The Big Climata Database.Version 1.2. Orange juice, plastic bottle. 2026.

10.🞽

Guava received and removal of damaged and immature fruits were removed. Is then rinsed by hot water at 80-85C˚ for 30sec to remove dirt, small leaves of the fruits pocket and reduce microbial load. Then the process of crushing and extracting juice. After this, the seeds of the fruit were removed. The pulp is collected in tank and sends to juice blending tank. Then water was to make primary focus, which required increasing it followed the final texture. Then sugar solution was (melt pectin as well as a simple amount of citric acid to adjust the taste) until reach the final focus (15 B˚). After that, the juice was tasted and adjust the pH (3.8 – 3.9). The next stage is pasteurization of juice at 105 C˚ for 15 sec in Pasteurizer then juice is transfer to the Holding stage in pasteurizer then transfer to cooling stage in Pasteurizer and then to the packaging process in aseptic packaging Tetra Pak. Then the seals are confirmed by some tests on (transversal sealing and longitudinal sealing Recommendation from Tetra Pak company).

An important portion of fruit production is processed into nectar
.،،Nectar, refers to non-alcoholic beverages produced by dilution of fruit pulp or juices. Nectar is commercialized from a single fruit or
more. ،،Nectar must contain at least 25 – 50 % fruit juice, depending on the type of fruit.

Experimentelle, prozessorientierte Studie mit Laboranalysen

Shalaby MT, Rabie MM et al. Application of Haccp System on Guava Nectar Production Line. J. Food and Dairy Sci. Mansoura Univ. 2018;9(7):237-244.

11.🞽

Processing consists of crushing and finishing with a paddle finisher equipped with screen to remove seeds, skin, and stone cells (Luh, 1980) to produce a puree. Puree is then diluted with water, sugar, and citric acid, and stabilizers are added. It is then pasteurized to yield guava nectar. A stabilizer, such as carboxymethyl cellulose (CMC) is added to prevent early sedimentation of the suspended solids during storage. 

A possible alternative to the turbid guava nectar is a clarified product. 

These substances can be removed by physical methods, eg. sedimentation, centrifugation, and filtration; biochemical methods, primarily enzymic hydrolysis; or by chemical fining.

Experimentelle Laborstudie

DOI: 10.1111/j.1365-2621.1992.tb01209.x

Chan WY, Chiang BH. Production of clear guava nectar. International Journal of Food and Technology. 1992;27(4):435-441.

12.

Website

CarbonCloud: Guava Mexico, Sweden. 2026.

13.🞽

Untersuchung zum Wasserverbrauch von Lebensmitteln

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600.

14.🞽

"2. Phytochemistry of P. guajava L."

"3. Bioactive Compounds Isolated from P. guajava L. and Their Structure Activity Relationship"

Narratives Review

DOI: 10.3390/molecules27207016

Study: weak evidence

Tousif MI, Nazir M et al. Psidium guajava L. An Incalculable but Underexplored Food Crop: Its Phytochemistry, Ethnopharmacology, and Industrial Applications. Molecules. 2022;27(20):7016.

15.🞽

 In addition, it also contains saponins, oleanolic acid, arabopyranoside, lyxopyranoside, guaijavarin, quercetin, and flavonoids. Guava fruit possesses potent antioxidant activity, which appears to be associated with its vitamin C and polyphenol contents. It can decrease brain dysfunction and neurodegeneration.

Experimentelle Laborstudie

DOI: 10.3390/foods14132401

Study: weak evidence

Nguyen HH, Wattanathorn J et al. Development of a guava jelly drink with potential antioxidant, anti-inflammation, neurotransmitter, and gut microbiota benefits. Foods. 2025;14(13):2401.

16.🞽

Invasive plant species are a threat to natural ecosystems and biological diversity [1, 2]. Studies have shown that they can reduce the local biodiversity, modify the compositions of resident communities and change nutrient cycling processes [3,4,5]. Upon invasion of a new ecosystem, invasive species have the capacity to spread, consolidate and negatively affect native flora and fauna, even leading to their extinction [1]. Islands are particularly vulnerable to invasive species because of their isolation from mainland and generally low biodiversity [6]. This susceptibility is most evident for endemic species, given their high degree of specialization to their ecological niches [6]. These species are usually less genetically diverse, have weak crossing barriers and unspecialized pollinators, all of which make them more susceptible to invaders [7].

The Galapagos Islands are an example of such an isolated ecosystem vulnerable to invasive species due to their unique biodiversity and high biological endemism [8, 9]. This archipelago is a particularly interesting scenario for the study of invasive species because of its recent and well documented history. The Galapagos were inhabited by humans during the 1830s, but human presence has been reported since their discovery in 1535 [10]. During their history, a total of 821 alien plant species have been introduced into the islands [9, 11], and some of them have been thoroughly documented due to their close connection with the human colonization process. One such species is the common guava (Psidium guajava), a species cultivated in South Asia, Central and South America, North America and Australia for its edible fruit [12]. It is believed that P. guajava originated in Central and South America [12] and was introduced to the Galapagos Islands in the late 19th century [13, 14]. It is now recognized as one of the 37 highly invasive plants in the archipelago, having settled in non-cultivated areas since the early 1900s [6, 13]. Currently, P. guajava is widely distributed in the Galapagos, growing in both disturbed areas and natural forests in the islands that host human populations: Isabela, Santa Cruz, San Cristobal and Floreana [13, 15].

Empirische Labor- und Feldstudie mit genetischen Analysen

DOI: 10.1371/journal.pone.0203737

Urquía D, Gutierrez B et al. Psidium guajava in the Galapagos Islands: Population genetics and history of an invasive species. PLoS One. 2019;14(3):e0203737.

17.🞽

guava nectar storage at 10 ° C retained 46% of the content of vitamin C for 120 days.

The loss of vitamin C in the pulping of the guava fruit is greater than the loss of 11% (7) and 20.4% (8) that have been observed during the production of guava juice. These losses of vitamin C are probably due mainly to oxidation; in particular, the oxidation of vitamin C to dehydroascorbic acid is followed by hydrolysis of the latter to 2,3-diketogulonic acid, which then undergoes polymerization to other nutritionally inactive products.

In this study, the reduction of lycopene and vitamin C in guava nectar is attributed mainly to the dilution effect generated by addition of water in the product and that the formulation of the nectar in took a 60% water.

Experimentelle Labor- und Lagerungsstudie

DOI: 10.37527/2010.60.3.010

Study: weak evidence

Ordóñez-Santos LE, Vázquez-Riascos A. Effect of processing and storage time on the vitamin C and lycopene contents of nectar of pink guava (Psidium guajava L.). Arch Latinoam Nutr. 2010;60(3):280-284.

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