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Brasilianische Guave, roh, bio? (Feijoa, Ananas-Guave)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Brasilianischen Guaven in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

83%Wasser 93Makronährstoff Kohlenhydrate 93.08%/04Makronährstoff Proteine 4.35%/03Makronährstoff Fette 2.57% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, 0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Die Brasilianische Guave, auch Ananas-Guave oder Feijoa genannt (Acca sellowiana), stammt aus Brasilien und schmeckt roh süss-säuerlich. Ihr Aroma erinnert an Ananas. Besonders empfehlenswert ist sie in Bio‑Qualität.

Verwendung in der Küche

Die Feijoa ist eine eiförmige Beerenfrucht mit wachsartiger, grüngelber Schale. Der Durchmesser liegt zwischen 4 und 8 cm.6 Die Farbe der Schale zeigt den Reifegrad nicht an. Sie bleibt grün oder gelbgrün, selbst wenn die Frucht überreif ist oder zu faulen beginnt. Ein vorsichtiger Drucktest auf die Frucht gibt Auskunft über ihre Reife.

Äusserlich erinnert die Feijoa an eine Limette. Das Fruchtfleisch hat die Konsistenz einer reifen Banane. Innen befindet sich weisslich-gelbes, geleeartiges Fruchtfleisch mit weichen, kleinen, dunkelroten Samen, die essbar sind.6 Der Geschmack ist süss-säuerlich, ähnlich wie Erdbeere oder Ananas. Die Schale schmeckt sauer, adstringierend und bitter, deshalb eignet sie sich kaum für den Rohverzehr. Sie macht etwa 60 % des Gesamtfruchtgewichts aus.4

Nicht zu verwechseln ist die Brasilianische Guave mit der Echten Guave und der Erdbeer-Guave.

Wie lässt sich die Guave zubereiten und essen? Die Ananas-Guave ist roh verzehrbar wie eine Kiwi. Halbiert, kann man das Fruchtfleisch herauslöffeln. Es eignet sich hervorragend auch zur Herstellung von Kompott, Likör, Fruchtsaucen oder Konfitüre. Ananas-Guaven kann man auch kochen, backen oder dämpfen. Püriert ergibt die Feijoa mit Wasser gemischt einen bekömmlichen, erfrischenden Saft, der auch Desserts oder Joghurt aromatisiert.18 Das Fruchtfleisch schmeckt lecker, auch im Erb-Müesli oder in einem Smoothie.

Veganes Rezept für Feijoa-Spinat-Smoothie

Zutaten (für 2 Personen): 2 Feijoas, 1 Banane, 250 g Babyspinat, 250 ml Sojamilch (oder Hafermilch).

Zubereitung: Feijoas mit kaltem Wasser gut abspülen, halbieren und Fruchtfleisch herauslöffeln. Banane schälen und in grobe Stücke zu den Feijoas geben. Spinatblätter gut waschen, Wasser ausschütteln. Fruchtfleisch, Bananen und Spinatblätter in einen Becher geben und zusammen mit der Sojamilch (oder anderer Pflanzenmilch) pürieren. Am besten einen Pürierstab oder einen Smoothie-Mixer verwenden. Bei Bedarf etwas Wasser dazugeben oder mehr Sojamilch für eine flüssigere Konsistenz. Sofort geniessen.

Vegane Rezepte mit Brasilianischer Guave (Feijoa) finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa gehört die brasilianische Guave nicht zum Standardsortiment (Stand 2026). In Bio-Supermärkten, wie Denn's Biomarkt und Alnatura findet sich die Frucht ebenfalls selten. Ein Bezug über spezialisierte Obsthändler oder in einem Asia-Geschäft ist möglich. Zudem bieten einige Online-Shops brasilianische Guaven zum Kauf an.

Beim Kauf auf glatte Schalen ohne sichtbare Druckstellen achten. Ein vorsichtiger Drucktest an der Frucht zeigt den Reifegrad an.

Die Verfügbarkeit von Brasilianischer Guave (Feijoa) ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Als ganze, reife Frucht hält sich die Feijoa meist nur eine Woche.5 Geschälte Fruchtstücke oder Guaven-Püree lassen sich hingegen sehr gut einfrieren.

Aufgrund der kurzen Haltbarkeit teilen viele Hobbygärtner ihre Früchte mit Freunden und Nachbarn, um Verluste zu vermeiden. Daher trägt die Feijoa den Spitznamen "gesellige Frucht".18

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

100 g rohe Feijoa weist einen Energiegehalt von 61 kcal auf. Der grösste Teil der Energie stammt aus Kohlenhydraten (15 g/100g), davon 8,2 g Zucker. Der Fettgehalt ist mit 0,42 g/100g sehr gering, ebenso der Proteingehalt mit 0,71 g/100g. Mit 6,4 g Ballaststoffen pro 100 g zählt die Feijoa zu den ballaststoffreichen Früchten.1

Im Gegensatz zur Echten Guave enthält die Feijoa weniger Vitamin C. 100 g enthalten 33 mg, was 41 % des Tagesbedarfs entspricht. Die Echte Guave weist hingegen 228 mg/100g auf und die Erdbeer-Guave 37 mg/100g.1 Im Vergleich weisen Orangen und Zitronen rund 53 mg/100g auf. Besonders viel Vitamin C stecken in Sanddornbeeren (450 mg/100g) und Acerola-Beeren (1678 mg/100g).1

Ebenfalls enthalten ist Folat (Folsäure). Die 23 µg/100g entsprechen 12 % des Tagesbedarfs. Jackfrucht, Clementinen und Erdbeeren weisen ähnliche Folsäuregehalte auf. Deutlich höhere Mengen liefern besonders folatreiche Lebensmittel wie Rotalgenblatt (1231 µg/100g), Dulse (Lappentang) (1269 µg/100g), Bierhefe (3170 µg/100g) und Hefeextrakt (3786 µg/100g).1

Die brasilianische Guave enthält 172 mg/100g Kalium und deckt damit 0,9 % des Tagesbedarfs. Kaliumreichere Früchte sind unter anderem Durian (436 mg/100g) und Jackfrucht (448 mg/100g). Besonders hohe Kaliumgehalte finden sich in Trockenfrüchten wie dehydrierte Banane (1491 mg/100g), getrocknete Pfirsiche (996 mg/100g), getrocknete Feigen (680 mg/100g) und Deglet Nour-Datteln (656 mg/100g).1 Aufgrund des hohen Zuckergehalts eignen sich diese Lebensmittel jedoch nur für einen massvollen Verzehr.

Die gesamten Inhaltsstoffe von Brasilianischer Guave (Feijoa), die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Der Konsum von Feijoa nimmt aufgrund ihres einzigartigen Geschmacks und ihrer ernährungsphysiologischen Eigenschaften zu. Frische Feijoa-Früchte enthalten hohe Mengen an Zellulose, Hemizellulose, Pektin (Ballaststoffe), Vitaminen und Proteinen, die potenzielle gesundheitliche Vorteile bieten.14 Die Früchte liefern zudem viel Vitamin C, das als starkes Antioxidans gilt.2

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Brasilianischer Guave (Feijoa) kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Brasilianische Guave (Feijoa) enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:13,14

  • Isoprenoide: Sesquiterpene und -terpenoide (Selinen, Caryophyllen, Germacren, Humulen, Spathulenol)
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure, Cumarsäure), Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure, Syringinsäure), Tannine: Ellagtannine (Castalagin, Pedunculagin, Ellagsäure), Flavonoide: Flavanole (Catechin, Epicatechin, Gallocatechin), Flavone (Cirsilineol), Flavanonole (Taxifolin), Flavonole (Quercetin-Hexosid, Quercetin-Pentosid, Isorhamnetin-Hexosid, Isorhamnetin-Pentosid, Rutin)

Feijoa-Früchte (Feijoa sellowiana) sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere an phenolischen Verbindungen, mit vielfältigem gesundheitsförderndem Potenzial, darunter antioxidative, antimutagene, antimikrobielle, antibakterielle, entzündungshemmende und potenziell krebspräventive Wirkungen (u.a. gegenüber Magenkrebs-Zelllinien14).13,15,16,17 Epidemiologische Daten zeigen, dass Bevölkerungsgruppen in tropischen und subtropischen Regionen, die regelmässig Feijoa-Früchte konsumieren, eine geringere Häufigkeit von Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts aufweisen.6

Der hohe Gehalt an Ellagitanninen, Ellagsäure-Derivaten sowie Catechinen verleiht Feijoa eine starke antioxidative Kapazität. Diese Substanzen neutralisieren freie Radikale und können oxidativen Stress reduzieren, der an Alterungsprozessen und der Entstehung chronischer Erkrankungen beteiligt ist.6,13

Ellagitannine und Ellagsäure sind zudem für ihre antimutagenen Eigenschaften bekannt und stehen mit einer Hemmung der Krebsentstehung in Verbindung. Sie können DNA-Schäden reduzieren und entzündliche Prozesse modulieren.13

Catechin und Epicatechin tragen zur Gefässgesundheit bei. Sie können blutdrucksenkend wirken, die Endothelfunktion verbessern und somit das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen senken.13

Flavonole sowie Hydroxyzimtsäuren besitzen entzündungshemmende und zellschützende Effekte, die zur allgemeinen Stoffwechsel- und Immununterstützung beitragen können.13

Extrakte der Feijoa reduzieren die Blutplättchenaggregation deutlich und verlängern die Gerinnungszeit (48 %) sowie die Blutungszeit (111 %) im Vergleich zu einem blutverdünnenden Medikament. Diese Ergebnisse tragen zum besseren Verständnis des antithrombotischen Mechanismus von F. sellowiana bei. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich Feijoa als natürliches Antikoagulans (blutgerinnungshemmend).2

Auch Extrakte aus Feijoa-Blättern besitzen biologische Wirkungen, darunter eine schützende Wirkung gegenüber quecksilberinduzierter Zelltoxizität. Acetonische Extrakte aus Blättern, Schalen und Fruchtfleisch der Feijoa weisen eine antibakterielle Aktivität gegen Krankheitserreger wie Escherichia coli, Salmonella und Shigella auf, wobei Schalenextrakte eine höhere antioxidative Aktivität als Blatt- und Fruchtfleischextrakte zeigen. Ferner entfalten wässrige Blattextrakte der Feijoa eine antimikrobielle Wirkung gegen gramnegative und grampositive Bakterien sowie Hefen.14

Der insgesamt hohe Gehalt an phenolischen Verbindungen unterstreicht das funktionelle Potenzial von Feijoa als gesundheitsfördernde Frucht. Unterschiede im Gehalt sind abhängig von Anbaubedingungen, Klima und Produktionssystem.13

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Es liegen wenig Informationen über etwaige Feijoa-Allergien vor. Da Feijoa eng mit der Echten Guave verwandt ist, können Personen mit Guaven-Allergie auch auf Feijoa reagieren.

Volksmedizin - Naturheilkunde

In der traditionellen Medizin nutzten Heilkundige Aufgüsse aus Feijoa-Blättern, vor allem für Kinder, um bakterielle und Pilzkrankheiten zu behandeln, besonders Cholera. Laborstudien belegen, dass ein acetongestützter Extrakt aus Feijoa-Blättern antibakteriell und pilzhemmend wirkt und damit diese Anwendung bestätigt.6 In Brasilien dient Feijoa in der Volksmedizin gegen Beschwerden des Verdauungssystems.7

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Wie bei anderen exotischen Früchten erfolgt der Transport von Feijoas über lange Strecken per Schiff oder Flugzeug. Entsprechend hoch fällt der ökologische Fussabdruck durch das ausgestossene CO2 aus. Beim Einkauf ist die Transportmethode am Preis erkenntlich, so ist Flugware deutlich teurer als per Schiff transportierte Früchte. Bevorzugen Sie früh geerntete Biofrüchte, die kürzere Distanzen per Schiff zurücklegen. Diese sind etwas weniger klimaschädlich und können beim Transport nachreifen.12

Trotz umfangreicher Recherche liessen sich keine Daten zum ökologischen Fussabdruck der brasilianischen Guave finden. Zur Orientierung: Der CO2-Fussabdruck der Echten Guaven in Mexiko liegt laut Carbon Cloud bei 0,42 kg CO2eq/kg. Durch den Transport nach Schweden steigt dieser Wert auf 1,88 kg CO2eq/kg.8

Guaven haben einen Wasserfussabdruck von 1800 l/kg und sind damit fast auf demselben Niveau wie Avocados mit 1981 l/kg.9

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

In den Hochlagen Südbrasiliens wachsen meist Myrtengewächse mit kleinen Früchten. Eine Ausnahme stellt die Feijoa dar. Sie stammt aus Südbrasilien und Norduruguay und wächst vor allem über 800 Meter Höhe. Vögel und Bienen bestäuben die Pflanze. Die Früchte sind vergleichsweise gross und enthalten kleine Samen.

Menschen nutzen Feijoa seit langer Zeit. Durch gezielte Pflege, wie Schneiden, Verpflanzen und Vermehrung, nahmen Fruchtgrösse und Ertrag zu. Diese Nutzung gilt als frühe Form der Domestikation und zeigt noch grosse Ähnlichkeit mit wilden Beständen. Indigene Bevölkerungsgruppen förderten zudem die Ausbreitung der Feijoa gemeinsam mit anderen Baumarten wie der Araukarie.

Die traditionelle Nutzung heimischer Früchte unterstützt die genetische Vielfalt und wichtige ökologische Prozesse. Auch Viehhaltung prägt die Landschaft seit über hundert Jahren und beeinflusst Pflanzen- und Tiergemeinschaften.

Grosse fruchtfressende Tiere fehlen heute in vielen Gebieten. Deshalb fallen Feijoa-Früchte mehrheitlich direkt zu Boden. Trotzdem fressen noch verschiedene kleinere Tiere die Früchte. Feijoa bietet besonders in Zeiten mit wenig anderem Futter eine wichtige Nahrungsquelle und zieht Tiere an. So trägt sie dazu bei, die verbliebene Vielfalt von Wirbeltieren in den Hochlagen Südbrasiliens zu erhalten.19

Weltweites Vorkommen - Anbau

Ursprünglich stammt die Feijoa aus den Hochlagen Südbrasiliens, Nordargentiniens, Uruguays und Paraguays.5,18 Ende des 19. Jahrhunderts gelangte sie nach Europa, zunächst in die Schweiz und dann in Gärten an der Riviera, in Italien und Spanien.11 1908 kam sie nach Neuseeland, wo sie Küstenwinden standhielt und als Heckenschutz diente.14 Es folgten zahlreiche Züchtungsprogramme, um den Fruchtertrag zu optimieren.10

Die Pflanze bevorzugt Hügelgelände und verträgt auch kühlere Regionen. Aufgrund ihrer Kälteresistenz gedeiht sie nicht nur im tropischen Klima.3 Anbauversuche im Mittelmeerraum verliefen erfolgreich.3,11 In warmen Regionen entwickelt die Frucht ein besseres Aroma, was ihre Chancen auf kommerzielle Nutzung erhöht.18

Die Brasilianische Guave ist sowohl wild als auch kultiviert zu finden. Sie wächst nur langsam, überwuchert im Gegensatz zur Erdbeer-Guave und der Echten Guave keine ganzen Regionen und produziert dennoch recht viele Früchte.3

Die Kultivierung der Feijoa erfolgt sowohl wegen ihrer Früchte als auch als Zierpflanze in Neuseeland, Kolumbien, Kalifornien, Georgia, Portugal, Italien, Frankreich, Australien, Brasilien, Iran, Aserbaidschan und der Türkei.5,13,15,18 In Neuseeland erreicht die Produktion über 800 Tonnen, auch in China gewinnt der Anbau zunehmend an Bedeutung.15

Wild zu finden

Feijoa (Acca sellowiana) stammt aus dem äussersten Süden Brasiliens, Nordargentinien, Uruguay und den Hochlagen Paraguays, wo sie wild in den Bergen wächst.4,11 Auf der Südhalbkugel reifen Feijoas je nach klimatischen Bedingungen und Produktionsland zwischen Ende Februar und Anfang Juni. Die Reifung erfolgt allmählich über einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten.4

Obwohl die meisten Arten brasilianischer Wildfrüchte in den Regionen Zentral-West und Amazonas vorkommen, gibt es auch in der südlichen Region des Landes eine Vielzahl wildwachsender Früchte, insbesondere aus der Familie der Myrtaceae.4

Anbau - Ernte

Feijoa ist ein mehrjähriger Strauch mit glänzenden, immergrünen Blättern, der auffällige weisse und rote Blüten bildet.18

Die Pflanze benötigt ein subtropisches Klima mit geringer Luftfeuchtigkeit. Die Pflanze benötigt ein subtropisches Klima mit geringer Luftfeuchtigkeit und gedeiht dort, wo das Wetter das ganze Jahr über eher kühl bleibt. Sie bevorzugt höhere Lagen wie Hügelgelände und verträgt im Gegensatz zur Echten Guave auch Temperaturen bis -11 °C. Einige Sorten sind selbstbefruchtend, doch zwei nahe beieinander stehende Pflanzen erleichtern das gegenseitige Bestäuben. Die aussen weissen und innen purpurroten Blüten mit auffälligen Staubbeuteln verleihen der Feijoa auch dekorativen Wert als Zierstrauch.11

Zwischen 4 und 7 Monaten nach der Blüte entstehen die Früchte, die bei Reife vom Baum fallen.11 In Italien beginnt die Ernte im Oktober und endet im November.6

Weiterführende Informationen

Die Brasilianische Guave (Acca sellowiana oder Feijoa sellowiana) ist ein Myrtengewächs (Myrtaceae) und gehört zur Gattung Acca. Die ältere Bezeichnung für diese Gattung ist Feijoa.13,14

Im Gegensatz dazu gehören die Echte Guave (Psidium guajava) und die Erdbeer-Guave zur Gattung der Guaven (Psidium).

Botanische Bezeichnung Name Alternative Namen
Psidium guajava Echte Guave Guava, Guayaba, Goiaba, Guayave
Psidium cattleianum Erdbeer Guave Rote Guave, Kirschen Guave
Acca sellowiana Brasilianische Guave Pineapple Guava, Ananas Guave, Feijoa

Alternative Namen

Die Brasilianische Guave trägt auch die Bezeichnung Ananas-Guave oder Feijoa. Auf Englisch heisst sie pineapple guava, guavasteen, fig guava oder Brazilian guava. In Brasilien nennt sie die Bevölkerung "goiabeira serrana", in Uruguay "guayobo del país".18

1.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

2.🞽

In conclusion, Feijoa sellowiana extracts significantly decreased platelet aggregation by suppression of thrombin (46%), extended aPTT (47%), PT (30%), bleeding (111%), and clotting times (48%) as compared to warfarine. These findings will be useful in understanding of the F. sellowiana's antithrombotic mechanism, besides; it had a significant antioxidant and anti-inflammatory properties through decreasing TXB 2 and COX 1 contents by 24% and 90%, respectively when compared to warfarine. F. sellowiana extracts had high total phenolic constituents especially calli extract which has 1.5 fold more than total ethanol extract. Feijoa is recommended for being used as anticoagulant (anticlotting) and the authors recommend starting the clinical trial on large scale.

Feijoa fruits are rich in vitamin C, which is considered as a strong antioxidant agent.

Experimentelle Forschungsarbeit mit In-vitro- und Tierversuchen

DOI: 10.1016/j.heliyon.2023.e15444

Study: weak evidence

Amer AA, Elgohary R et al. Anticoagulant effect of Feijoa sellowiana extracts generated by different biotechnological techniques. Heliyon. 2023;9(4):e15444.

3.

Book

Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Springer Verlag: Berlin. 1977.

4.🞽

Although most species of Brazilian native fruits are found in the Central-West and Amazon regions, the Southern region of the country also has a variety of wild native fruits, especially belonging to the Myrtaceae family.

Feijoa (Acca sellowiana), also known as pineapple guava, is a native fruit species from the Southern region of Brazil, that is also found in high altitude areas of the Northeastern region of Uruguay [...] In the southern hemisphere, feijoa mature between late February and early June, depending on the climatic condition and the country of production. The maturation of feijoa is gradual and extends for 1–2 months.

The Brazilian feijoa fruit has a pulp with gelatinous texture and sweet-acidic taste, which resembles other subtropical fruit flavors, such as strawberry and pineapple. On the other hand, the feijoa peel has a sour, astringent and bitter taste, limiting its in natura consumption. Nevertheless, the peels represent about 60% (w/w) of total fruit weight.

Experimentelle Studie mit In-vitro-Analysen

DOI: 10.1016/j.fbio.2020.100789

Study: weak evidence

Almeida JDSOD, Dias CO et al. Feijoa (Acca sellowiana) peel flours: A source of dietary fibers and bioactive compounds. Food Bioscience. 2020;38:100789.

5.

Book

Kranz B. Das Grosse Buch der Früchte. Exotische und einheimische Arten. Südwest Verlag: München. 1988.

6.🞽

The Feijoa fruit is edible, oval and has a size of
4-8 cm, with a robust green exocarp, the pulp is
white-yellowish translucent, gelatinous and very
hard small seeds. In Italy, the fruit harvest begins in October and ends in November.

In traditional medicine, the infusion of Feijoa leaves
was mainly given to children to treat bacterial and
fungal diseases in general and in particular cholera
(8). In vitro studies have shown that the acetonic
extract of Feijoa leaves has antibacterial and antifungal activity; confirming these applications (9).

Narratives Review

DOI: 10.48286/aro.2022.44

Study: weak evidence

Cimmino F, Cianciullo P et al. Feijoa sellowiana Fruit, an amazing source of anticancer molecules. Annals of Research in Oncology. 2022;2(2):123-137.

7.🞽

Feijoa, or pineapple guava (Acca sellowiana [Berg] Burret, synonym Feijoa sellowiana), a small tree native to southern Brazil and northern Uruguay (Fig. 1), is often considered an exotic fruit in Brazil because it is so little know.

The other informants identified another 12 different uses for A. sellowiana, including medicinal, especially those related to the digestive system, candy and confections, alcoholic beverages, fresh juice, flower consumption, firewood, tools, poles, handicrafts, and bait for Anastrepha fraterculus (an insect which attacks the feijoa fruit). Medicinal (digestive system) and candy uses were cited most frequently, with diversity values of 0.27 and 0.22, respectively.

Ethnobotanische Feldstudie (qualitativ und quantitativ)

DOI: 10.1007/s12231-009-9076-5

Study: weak evidence

Dos Santos KL, Peroni N et al. Traditional Knowledge and Management of Feijoa (Acca sellowiana) in Southern Brazil. Economic Botany. 2009;63:204–214. 

8.

Website

CarbonCloud: Guava Mexico, Sweden. 2026.

9.🞽

Untersuchung zum Wasserverbrauch von Lebensmitteln

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600.

10.

Website

Te Ara - the Encyclopedia of New Zealand. Citrus, berries, exotic fruit and nuts - Tamarillos, passionfruit and feijoas. New Zealand Goverment. 2008.

11.

The feijoa is native to extreme southern Brazil, northern Argentina, western Paraguay and Uruguay where it is common wild in the mountains.

Book

Morton JF. Feijoa. Fruits of warm climates. Miami FL. 1987:367-370.

12.

Website

Zhiyenbek A, Beretta C et al. Ökobilanzierung Früchte- und Gemüseproduktion eine Entscheidungsunterstützung für ökologisches Einkaufen. ETH Zurich. 2016.

13.🞽

Feijoa-Sorten aus Brasilien

main phenolic compounds found in feijoa fruit are hydroxybenzoic acids and flavan-3-ols, with high concentrations of pedunculagin isomer. This study is the first to report the identification of castalagin, catechin and epicatechin in feijoa. 30 phenolic compounds were identified in feijoa. These compounds could be divided into two main groups: hydroxybenzoic acids (45%) and flavan-3-ols (40%), with nine compounds identified in each group, followed by hydroxycinnamic acids (10%) and flavonol (5%) in lower concentrations

. Catechin is an effective antioxidant and might be a mediator in cardiovascular health via mechanisms of blood pressure attenuation. It is a flavan-3-ol and was the second major compound found in feijoa fruit. 

eight favonols: taxifolin-O-hexoside, quercetin hexoside, isorhamnetin hexoside, quercetin pentoside, quercetin glucuronide, isorhamnetin pentoside

The amount of total phenolic compounds in feijoa was 11,447, 8546 and 4182 μg·g−1 dw.

currently extensively cultivated in New Zealand and Australia, but are also grown in California (USA), Italy and Turkey.

"3.1 Identification and quantification of phenolic compounds."

In Brazil, the feijoa (Acca sellowiana) is an evergreen bushy shrub or small tree belonging to the Myrtaceae family and is cultivated mainly in the southern region of the country.

Analytische Laborstudie (In-vitro)

DOI: 10.1016/j.foodres.2020.109564

Study: weak evidence

De Oliveira Schmidt H, Rockett FC et al. New insights into the phenolic compounds and antioxidant capacity of feijoa and cherry fruits cultivated in Brazil. Food Res Int. 2020;136:109564

14.🞽

A total of 14 phenolic compounds were successfully tentatively identified and semi-quantified in this study. One unknown peak was also quantified due to its significant concentration. All tentatively identified compounds were classified into phenolic acids, flavonoids, flavan-3-ols, chalcones, and lignans (with the exception of the unknown/unidentified compound).

reported that catechin, rutin, epicatechin, quercetin, syringic acid, and gallic acid were the major phenolic compounds in feijoa fruit.

Peels and leaves had higher flavan-3-ols concentrations than flesh and seed.

Three flavonoid compounds: 6-Hydroxyluteolin 7-O-rhamnoside, Myricetin 3-O-glucoside, Myricetin 3-O-rhamnoside. 6-hydroxyluteolin 7-O-rhamnoside in fruits and plants such as mango peel, cardamom, and pears.

Feijoa (Feijoa sellowiana or Acca sellowiana) is a monotypic species native to South America.

Fresh feijoa fruit contains high levels of bioactive components such as cellulose, hemicellulose, pectin (dietary fiber), polyphenols (e.g., flavonoids), vitamins, and proteins with potential health benefits.

Analytische Laborstudie (In-vitro)

DOI: 10.1016/j.foodchem.2023.136074

Study: weak evidence

Zhao Y, Ariefandie Febrianto N et al. Characterization of physicochemical properties, flavor volatiles and phenolic compounds of feijoa fruit varieties. Food Chem. 2023;419:136074

15.🞽

Feijoa (Acca sellowiana) (synonym, Feijoa sellowiana) is a woody species native to southern Brazil, Paraguay, northern Uruguay and Argentina.

For its fruit and as ornamental tree, feijoa has been adapted for cultivation in some other parts of the world such as USA, France, Italy, Turkey, Iran, Australia, and New Zealand (Beyhan, Bozkurt, & Boysal, 2011; Nguyên & Savage, 2013; Tuncel & Yılmaz, 2015). In New Zealand, the production quantity of feijoa has reached over 800 tonnes. Some other countries such as China is also developing the fruit for cultivation.

Narratives Review

DOI: 10.1016/j.tifs.2018.09.008

Study: weak evidence

Zhu F. Chemical and biological properties of feijoa (Acca sellowiana). Trends in Food Science & Technology. 2018;81:121-131.

16.🞽

Experimentelle Laborstudie (In-vitro)

DOI: 10.3390/foods8090376

Study: weak evidence

Phan ADT, Chaliha M et al. Nutritional Characteristics and Antimicrobial Activity of Australian Grown Feijoa (Acca sellowiana). Foods. 2019;8(9):376.

17.🞽

Experimentelle In-vitro-Studie

DOI: 10.1089/jmf.2008.0301

Study: weak evidence

Basile A, Conte B et al. Antibacterial and antifungal properties of acetonic extract of Feijoa sellowiana fruits and its effect on Helicobacter pylori growth. J Med Food. 2010;13(1):189-195.

18.🞽

Feijoa (Acca sellowiana [O. Berg] Burret synonym Feijoa sellowiana) also identified as ‘goiabeira serrana’ in Brazil, ‘guayobo del pais’ in Uruguay, ‘guavasteen’ or pineapple guava in Hawaii belongs to the Myrtaceae family.

Feijoa is a perennial shrub with shiny, evergreen leaves, that produces showy white and red flowers.

Although feijoa originally came from the highlands of southern Brazil, north Argentina, Uruguay, and east Paraguay, commercial production though as a minor crop has advanced in New Zealand, Colombia, California, Georgia, Portugal, Italy, Australia, Brazil, and Azerbaijan.

Morton (1987) reports that in warm regions, the fruit develops better flavour and for that reason has a better chance of being further developed commercially.

Some of the processed products include yoghurts, ice cream, chocolates, pies, wines, jams, liqueur, and juices.

Narratives Review

DOI: 10.1016/j.scienta.2022.110969

Study: weak evidence

Oseko J, East A et al. Recent advances in the postharvest technology of feijoa. Scientia Horticulturae. 2022;297:110969.

19.🞽

A few Myrtaceae species dominate the flora in highlands, which are usually characterized by small fruits (< 1 cm of diameter) [29–30]. An exception to this is Acca sellowiana (Berg) Burret (Feijoa). Feijoa is a tree native to Southern Brazil and northern Uruguay that is restricted to areas in Southern Brazil over 800 meters above sea level (m.a.s.l.) associated with FOM [...] The productivity is linked with the incipient domestication process, and the positive effect of fruit offer include species that do not eat fruits, an implication of bottom-up control with historical influences; and (3) the number of interactions are related to environmental patterns, spatial distances, Feijoa domestication evidence and resource productivity. Both this factors directly or indirectly reflects local landscape domestication as a whole.

Ökologische Beobachtungsstudie (Feldforschung)

DOI: 10.1371/journal.pone.0195199

Bogoni JA, Graipel ME et al. The ecological footprint of Acca sellowiana domestication maintains the residual vertebrate diversity in threatened highlands of Atlantic Forest. PLoS One. 2018;13(4):e0195199.

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