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Schmalblättriges Weidenröschen (Feuerkraut, bio?)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Schmalblättrigen Weidenröschen in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

87%Wasser 62Makronährstoff Kohlenhydrate 62.38%/30Makronährstoff Proteine 29.7%/08Makronährstoff Fette 7.92% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, <0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Die Blätter und alle anderen Pflanzenbestandteile des schmalblättrigen Weidenröschens sind roh essbar, vor allem das Mark der jungen Stängel. Bekannt ist die Pflanze auch unter dem Namen Feuerkraut (Epilobium angustifolium).

Verwendung in der Küche

Im Gaumen hinterlassen rohe und unverarbeitete Pflanzenbestandteile einen leicht stumpfen bis rauen Belag. Durch das Einlegen der feingeschnittenen Pflanzenteile in Zitronen- oder Essigsäure lässt sich dieser Effekt abmildern. Junge, oberirdische Pflanzenteile erinnern geschmacklich an Feldsalat, die Wurzeln schmecken süsslich-scharf.

Wie kann ich Weidenröschen essen und zubereiten? Die Sprossen (April–Mai) haben ein spargelartiges Aroma. Triebspitzen und junge, zarte Blätter vor der Blüte (April–Juli) lassen sich ähnlich wie Spinat zubereiten. Junge, elastische Stängel schmecken geschält als Rohkost und gegart als Stängelgemüse. Blüten und Knospen (Juli–August) eignen sich als dekorative Suppenzutat oder als Beigabe zu Salaten und Rohkost. Gesäuberte oder geschälte Wurzeln lassen sich roh geniessen oder für vegane Bratlinge, Suppen und Wurzelgemüse verwenden. Speziell die Wurzeln der Art Epilobium angustifolium sind in Ostpolen ein traditionelles Gemüse.

Veganes Rezept für Pfannengemüse mit Weidenröschen

Zutaten (für 2 Personen): 1 Tomate (bio), gewürfelt; 1 kleine Zucchini (bio), gewürfelt; 1 Karotte (bio), geraspelt; 20 g junge Weidenröschen-Blätter und Knospen; 40 g Bio-Macadamianüsse, gehackt; 5 g frischer Gundermann, fein gewiegt; 5 g rohe Weidenröschen-Blüten.

Zubereitung: Zerkleinerte Tomate, Zucchini und Karotte 5 Min. in einer beschichteten Pfanne fettfrei dünsten. Die Blätter (Weidenrösleinblätter) dazugeben und weitere 5 Min. garen. Das Gemüse mit Nüssen und rohem Gundermann mischen, auf zwei Tellern anrichten und mit den Blüten dekorieren.

Teezubereitung

Während der Saison von Mai bis Juli lässt sich aus rohen Blättern und Blütenknospen eine Art Grüntee zubereiten. Dafür eignen sich die frischen Pflanzenbestandteile des Weidenröschens, die zusammen mit einigen Fenchelsamen ein besonders geschmackvolles Getränk ergeben.1

Für die Zubereitung von Weidenröschen-Tee benötigen Sie 1,5–2 g geschnittenes Kraut (1 TL = 0,8 g). Übergiessen Sie das Kraut mit 150 ml kochendem Wasser und seihen Sie den Tee nach 5–10 Minuten ab (auf engl. fireweed tea oder chamaenerion tea).2,3 Für arzneiliche Anwendungen empfiehlt sich der Genuss von 2 bis 5 Tassen täglich.2

Was ist fermentierter Weidenröschen-Tee? In Russland ist diese Teezubereitung als Ivan-Tee (Iwan-Tee), Ivan Chai, Kurilischer Tee oder Russischer Tee bekannt, früher als Koporskij Tschaj (Копорский чай). Die Russen trinken ihn traditionell gegen Magengeschwüre, Gastritis und Schlafstörungen.5 Die koffeinfreie und aromatische Alternative zu Schwarzem Tee schmeckt herb-süsslich.

Vegane Rezepte mit Weidenröschen finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehle

Einkauf - Lagerung

Bei einigen Herstellern ist Weidenröschen-Tee zu kaufen. Das im Handel erhältliche Kraut ist eine Mischung aus verschiedenen Epilobium-Arten und besteht aus Blattbruch- und Stängelstückchen und wenigen Frucht- und Blütenanteilen.3 Weidenröschen-Tee ist in biologischer Qualität, als konventionelles Produkt oder aus Wildsammlung im Onlinehandel, in Reformhäusern, Apotheken und Bioläden erhältlich. Häufig ist das Kaut Bestandteil von Kräutertee- und speziellen Hausmischungen.

Bei Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer oder Billa sowie in den Bio-Supermärkten Denn's Biomarkt oder Alnatura haben wir bislang keine Produkte gefunden, die das Heilkraut enthalten.

Gibt es Schmalblättriges Weidenröschen als Arzneimittel? Es gibt Nahrungsergänzungsmittel, die wasserlösliche Extrakte von Gewöhnlicher Goldrute (Solidago virgaurea), Phyllanthus niruri, Epilobium angustifolium (Feuerkraut), Boldo (Peumus boldus) und Dorniger Hauhechel (Ononis spinosa) enthalten.11

Die Verfügbarkeit von schmalblättrigen Weidenröschen ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Wild zu finden

Die weltweit verschleppte Pflanze (Staudenfeuerkraut) kommt überall in Europa vor. Sie tritt gewöhnlich truppweise und meist sehr häufig auf. Als Rohbodenpionierpflanze trifft man sie in freier Natur an folgenden Orten an: Waldränder, Kahlschläge (Waldschlagweidenröschen), Böschungen, Brachen, Gebüsche, Bahnschotter, Trümmergrundstücke (Trümmerblume), Felsschutt und frische, nährstoffreiche Böden.4

Die Saison für Schmalblättriges Weidenröschen reicht von Juni bis September.5

Tipps zur Lagerung

Zur Haltbarmachung können Sie wildes Weidenröschen trocknen. Dazu breiten Sie die Stängel, die kurz vor oder in Blüte stehen, an einem luftigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung aus oder binden sie zu Sträussen zusammen und hängen diese mit den Blüten nach unten auf.

Als weitere Möglichkeit lässt sich Weidenröschen fermentieren. Dazu rollen Sie die angewelkten Blätter auf und schneiden sie in feine Streifen. Anschliessend kneten Sie die Blätter oder bearbeiten sie mit einem Nudelholz, damit Saft austritt. Danach breiten Sie die Blätter auf einem sauberen Tuch aus und besprühen sie vorsichtig mit etwas Wasser. Nun rollen Sie die Blätter im Tuch auf und geben das Ganze in ein luftdicht verschliessbares Glas. Die Fermentationsdauer beträgt drei Tage bei Zimmertemperatur. Danach trocknen Sie die Blätter schonend zum Aufbewahren, z.B. im Backofen bei 40 °C (Rohkostqualität). Gelungen ist die Fermentation, wenn die getrockneten Blätter einen blumig-süssen Duft verströmen.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Realitätsnah zeigen wir Ihnen hier die Inhaltsstoffe von Gewürzen und Kräutern pro 1 g (statt pro 100 g wie üblich).

1 g rohe Weidenröschen-Blätter hat einen Kaloriengehalt von 0,44 kcal. Frisches Weidenröschen besteht zu 87 % aus Wasser und enthält 0,06 g/1g Kohlenhydrate sowie 0,03 g/1g Proteine. Fette machen einen sehr geringen Anteil aus.6

Vitamin C, Vitamin B2 und Vitamin A sind die wichtigsten essenziellen Nährstoffe im frischen Weidenröschen.6 Jedoch tragen sie und die Makronährstoffe wegen der kleinen Verzehrmenge nicht wesentlich zur Deckung des jeweiligen Tagesbedarfs bei. Weitaus wichtiger für den Gesundheitswert sind die sekundären Pflanzenstoffe in dieser Zutat, die schon in Spuren wirken können.

Die gesamten Inhaltsstoffe von Weidenröschen, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Die gesundheitlichen Effekte von Weidenröschen sind auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückzuführen.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Weidenröschen enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:5,12

  • Isoprenoide: Monoterpenoide (Linalool), Monoterpene (Menthol)
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure, 4-Hydroxybenzoesäure, Protocatechinsäure), Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure, Chlorogensäure, Rosmarinsäure, Zimtsäure), Flavonoide: Flavonole (Quercetin, Myricetin, Myricitrin, Kaempferol, Rutin, Hyperosid, Isoquercetin), Flavanole (Epicatechin), Tannine (Ellagsäure), Lignane (Pinoresinol)
  • Weitere organische Verbindungen: Phenylpropanoide (Anethol, Eugenol), Acetate (Ethylacetat)

Weidenröschen (Epilobium angustifolium) enthält eine Vielzahl biologisch aktiver Inhaltsstoffe, deren Gehalt und Zusammensetzung variieren können. Untersuchungen ergaben, dass im Juli und August gesammelte oberirdische Pflanzenteile (ausser Stängel) stabile und hohe Phenolwerte aufweisen.8 Weidenröschenprodukte bestehen in der Regel aus Mischungen verschiedener Arten mit unterschiedlichem, kaum identifiziertem Phenolgehalt. Kombination und Mengenverhältnis der Flavonoide sind somit häufig unklar.7

Die Inhaltsstoffe von Weidenröschen wirken entzündungshemmend und antioxidativ auf die Haut. Sie unterstützen die Wundheilung, hemmen wichtige Hautenzyme (u.a. Lipoxygenase, Cyclooxygenase-1/2, Hyaluronidase), reduzieren oxidativen Stress und dämpfen die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe. Besonders der Inhaltsstoff Oenothein B spielt dabei eine Schlüsselrolle bei der Linderung von Hautentzündungen und der Förderung der Regeneration von verletztem Gewebe. Die Pflanzenextrakte wirken zudem antibakteriell auf die Haut und hemmen das Wachstum von Bakterien wie Staphylococcus aureus, Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa und Bacillus-Arten. Weidenröschen kann dadurch antibiotische Therapien unterstützen.12

Benigne Prostatavergrösserung ist eine häufige gutartige Erkrankung der Prostata bei älteren Männern.13 Klinische Studien mit Epilobium angustifolium an Menschen sind kaum vorhanden, im Gegensatz zu zahlreichen Labor- und Tierversuchen, die eine deutliche Wirkung der Extrakte gegen Prostatavergrösserung zeigten.10,13,14,15

Das HMPC stellte den Mangel an klinischen Studien fest.9 In einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie mit 128 Patienten verbesserte die Einnahme standardisierter Kapseln mit Epilobium angustifolium über sechs Monate die Symptome signifikant, ohne dass Nebenwirkungen oder Hinweise auf Leber- oder Nierentoxizität auftraten. Die Pflanze und ihre Inhaltsstoffe könnten daher als mögliche Behandlungsmöglichkeit bei benigner Prostatavergrösserung dienen.10,13

Nahrungsergänzungsmittel mit Weidenröschen enthalten u.a. wässrige Extrakte von Epilobium angustifolium. Eine Studie an Patienten, die 30 Tage lang eine Tablette erhielten, zeigt eine verbesserte Wirksamkeit der Standardtherapie zur Behandlung von Symptomen der unteren Harnwege.11

Laboranalysen zeigten zudem, dass die Pflanzenextrakte (Feuerkraut) eine hohe Radikalfängeraktivität besitzen, die mit der bekannten Antioxidantien wie Trolox (synthetisches Antioxidans) und Ascorbinsäure (Vitamin C) vergleichbar ist.7

Tierversuche deuteten darüber hinaus auf potenziell therapeutische Eigenschaften des standardisierten Extrakts im Zusammenhang mit östrogenbedingten Erkrankungen hin. Komplexere Studien zur Bewertung von Sicherheit und Wirksamkeit sind notwendig.16

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Hat Wald-Weidenröschen-Tee Nebenwirkungen? Nebenwirkungen und Wechselwirkungen durch die Verwendung des Krauts sind keine bekannt.2 Bis zum Zeitpunkt der Bewertung durch das HMPC (Committee on Herbal Medicinal Products) im Jahr 2016 gab es keine Berichte über Nebenwirkungen von Arzneimitteln mit Epilobium angustifolium. Eine langfristige Einnahme ist unbedenklich. Bei Patienten unter 18 Jahren hat es keine relevante Verwendung.9

Verwendung als anerkannte Heilpflanze

Das HMPC stufte die Pflanze auf europäischer Ebene als traditionelles pflanzliches Arzneimittel (trad. use) nach AMG § 39a ein. ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) und Kommission E (Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel) erstellten bislang keine Pflanzenmonografie.2

Bei Beschwerden der ableitenden Harnwege unterstützt das Feuerkraut aufgrund langjähriger Erfahrung und der Erfüllung der standardisierten Voraussetzungen des HMPCs bei benigner Prostatahyperplasie (BPH). Eine ernsthafte Erkrankung sollte man vom Arzt ausschliessen und regelmässige Kontrollen durchführen lassen. Zu beachten ist, dass Epilobium angustifolium der symptomatischen Behandlung und der Besserung der Beschwerden dient, nicht aber die Vergrösserung der Prostata verhindert.2

Volksmedizin - Naturheilkunde

Die Gattung Epilobium umfasst etwa 200 Arten und findet weltweit in der Volksmedizin Anwendung. Die Inhaltsstoffe von Epilobium Pflanzen besitzen antioxidative, entzündungshemmende, antitumorale und antiandrogene Effekte. In der traditionellen chinesischen Medizin dienen Wurzeln und Stängel von Epilobium angustifolium traditionell zur Behandlung von Verletzungen, Entzündungen und Menstruationsbeschwerden.13

Indigene Völker Nordamerikas, besonders in Kanada und Alaska, nutzten Weidenröschen vielfältig: Die First Nations in Nord-Ontario behandelten damit Verbrennungen, Abszesse, Wunden, Hautausschläge, Mundgeschwüre und Hefepilzinfektionen. In Alaska und im gesamten Arktisraum setzten die Völker Aufgüsse der Pflanze ein, um die Milchproduktion bei stillenden Müttern zu fördern. Die Cheyenne in Montana verwendeten Tee aus Wurzeln und Blättern bei rektalen Blutungen.5 Viele First Nations im Inneren von British Columbia assen das rohe Mark der Stängel noch vor der Blüte direkt aus der Pflanze.17

Die Heilpflanze kommt in der Erfahrungsmedizin bei Miktionsstörungen im Zusammenhang mit der benignen Prostatahyperplasie zum Einsatz. Erfahrungsberichte und die Empirie zeigen eine erfolgreiche Verwendung.3,13

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Trotz umfangreicher Recherche konnten wir keine wesentlichen Informationen oder Daten zum ökologischen Fussabdruck des Schmalblättrigen Weidenröschen finden.

Allgemein ist zu bedenken: Der CO2-Fussabdruck und der Wasserfussabdruck eines Lebensmittels hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. So spielen die Art der landwirtschaftlichen Produktion (konventionell vs. ökologisch), durchschnittliche bzw. saisonale oder regionale Produktion, inländische Produktion bzw. Import per Lkw, Schiff oder Flugzeug, unterschiedliche Verpackungsarten und ob es sich um Frischwaren oder Tiefkühlwaren handelt, eine entscheidende Rolle.

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierwohl - Artenschutz

Das Schmalblättrige Weidenröschen (Feuerkraut) dient als wichtige Nahrungsquelle für Wildtiere. Rehe, Elche, Karibus, Bisamratten und Hasen fressen die Triebe. Zahlreiche Insekten, darunter Bienen und Fliegen, nutzen den Nektar von Weidenröschen, da die Pflanze ihn kontinuierlich nach der Blüte bis zum Abfallen der Blütenteile produziert – ein Phänomen, das bei anderen Wildblumen selten vorkommt. Häufigste Bestäuber von Feuerkraut bleiben Bienen.17

Achtung: Manche Arten der Familie der Weidenröschen (Epilobium sp.) können einen invasiven Charakter annehmen.20

Weltweites Vorkommen - Anbau

Weidenröschen (Epilobium angustifolium) kommt vor allem in den borealen Regionen Kanadas sowie im Norden der USA, Asiens und Europas vor12 und ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. In Europa tritt die Art von zerstreut bis stark verbreitet auf und besiedelt vielfältige Lebensräume, von Tieflandwäldern über Kiesbänke bis zu subalpinen Lagen.1,3,17

Aufgrund seines reichen Nektars spielt Weidenröschen in Kanada eine bedeutende Rolle für die Honigproduktion.17

Anbau - Ernte

Schmalblättriges Weidenröschen ist eine mehrjährige krautige Pflanze mit langen Rhizomen und fleischigen Ausläufern. Die aufrechten Stängel erreichen bis zu 2 m, die weidenartigen Blätter stehen wechselständig und sind 3–20 cm lang. Die Blütezeit reicht von Juni bis September, während der grosse Traubenblütenstände aus mehreren rosa (selten weissen) Blüten entstehen. Die Kapseln enthalten kleine hellbraune Samen mit grauweisen Haaren; eine Pflanze produziert bis zu 76'000 windverbreitete Samen pro Jahr.5

Die charakteristische, rosa blühende Hochstaude lässt sich als dekorative Bienenweide im Garten anbauen.5

Die Samen des Weidenröschens sind sehr klein und schwierig zu säen, solange die feinen Haare (Pappus) noch daran haften. Keimung gelingt am besten, wenn die Samen auf der Bodenoberfläche liegen, unter warmen, gut beleuchteten und feuchten Bedingungen. Für die Aussaat im Freien eignet sich eine oberflächliche Streuung, eventuell gemischt mit Trägerstoffen wie Reisspelzen, um die Samen leichter zu verteilen. Die ideale Zeit für die Aussaat liegt im frühen oder späten Herbst. Dann können Samen noch vor dem Winter keimen oder in Ruhe überwintern. Auch Hydrosaat erweist sich als wirksam.19

Die Pflanze treibt jedes Frühjahr aus den Knospen der Vorjahressprosse aus. Stecklinge von den Wurzeln lassen sich gut zum Umpflanzen verwenden. Die Samen reifen von unten nach oben an der Pflanze: Die ersten Kapseln sind Ende Juli erntereif, während am oberen Ende noch Blütenknospen entstehen. Die kleinen grauen bis schwarzen Samen enthalten weisse Haare, die eine Ausbreitung durch Wind erleichtern. Für grössere Sammlungen eignen sich Hammermühlen und Luftseparatoren zur Reinigung, kleine Sammlungen lassen sich über Siebe trennen.19

Unter kühlen Bedingungen (etwa 1–3 °C) und luftdicht gelagert bleiben die Samen mehrere Jahre keimfähig. Bei warmen, feuchten Bedingungen keimen die meisten Samen innerhalb von etwa 10 Tagen.19

Verwechslungsmöglichkeiten

Alle Arten (des Feuerkrauts) sind essbar und es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern. Im jungen Wachstumsstadium ähneln blütenlose Sprossen den Gewöhnlichen Goldruten (Solidago virgaurea). Goldruten sind geniessbar und ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel nach HMPC.

Blattunterseiten von Goldruten sind mit einem deutlichen, etwas dunkleren Nervennetz versehen. Die Blattränder von Epilobium angustifolium (Staudenfeuerkraut) sind nach unten gebogen und die Blattunterseite ist blaugrün und weist deutlich hervortretende Blattnerven auf. Seitennerven verlaufen rechtwinklig zum Mittelnerv.18

Weiterführende Informationen

Das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) gehört zur Familie der Weidenröschengewächse (Onagraceae) und ist eine von weltweit 189 anerkannten Arten der Gattung Epilobium, die für ihr hohes Hybridisierungspotenzial bekannt ist.21

Ähnlich aussehende Arten sind z.B. das Zottige Weidenröschen (Epilobium hirsutum) oder das Kleinblütige Weidenröschen (Epilobium parviflorum). Das Drüsige Weidenröschen (Epilobium ciliatum) ist eine nordamerikanische Art, die sich in Europa schnell ausgebreitet hat. Ebenfalls in Europa bekannt ist das Berg-Weidenröschen (Epilobium montanum).

Epilobium ist aus den drei griechischen Wörtern epi (auf), lobos (Schote) und ion (Veilchen) zusammengesetzt. Das Artepitheton angustifolium bezieht sich auf die Form der Blätter (lat. angustus für schmal und folium für Blatt).2

Alternative Namen

Deutschsprachige Trivialnamen sind Staudenfeuerkraut (Stauden-Feuerkraut), Feuerkraut, Waldweidenröschen (Wald-Weidenröschen), Waldschlagweidenröschen (Waldschlag-Weidenröschen), Weidenröslein, Weidenroeschen, Trümmerblume, St. Antoniekraut, Eberkraut, Krebsblume, Kurilischer Tee (Blüte), Unholdenkraut und wilde Wilge.

Die drei am häufigsten botanisch verwendeten Namen für Weidenröschen sind: Epilobium angustifolium L., Chamerion angustifolium (L.) Holub und Chamaenerion angustifolium (L.) Scop.5

Zu den falschen Schreibweisen zählen Weideröschen, Schmalblättriges Weideröschen oder Weidenröscheb.

Englische Bezeichnungen für Weidenröschen lauten: fireweed (nicht: wireweed, Polygonum aviculare), willowherb, blooming sally oder rosebay willowherb. Umgangssprachlich ist sie als perennial fireweed, narrow-leaved fireweed, great willowherb, flowering willow oder French willow bekannt.12

Sonstige Anwendungen

In Nordamerika, Alaska, Skandinavien und Sibirien nutzten Menschen Weidenröschen traditionell auch als Honig- und Zierpflanze. Die Fasern der Stängel dienten zudem zur Herstellung von Schnüren und Fischernetzen.5

Weidenröschen zeigt ein deutliches Anti-Aging-Potenzial für die Haut. Die Inhaltsstoffe, insbesondere Polyphenole, hemmen hautabbauende Enzyme wie Elastase und kollagenabbauende Metalloproteinasen, die wesentlich am Verlust von Elastizität und Struktur beteiligt sind. Dadurch bleiben Kollagen und Elastin besser erhalten.12

Zusätzlich wirkt die Pflanze antioxidativ und kann UV-bedingten oxidativen Stress mindern, der zu Sonnenbrand und vorzeitiger Hautalterung beiträgt. Aufgrund dieser kombinierten Effekte eignet sich Weidenröschen als pflanzlicher Wirkstoff für moderne Anti-Aging-Hautpflege.12

1.

Buch

Book: moderate evidence

Niederegger O, Mayr C. Heilpflanzen der Alpen. Gesundheit aus der Natur von A bis Z. Tyrolia-Verlag: Innsbruck. 2006.

2.

Website

Arzneipflanzenlexikon info: Weidenröschen.

3.

Buch

Book: moderate evidence

Blaschek W. (Hrsg.). Wichtl –Teedrogen und Phytopharmaka. Ein Handbuch für die Praxis. 6. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH: Stuttgart. 2016.

4.

Buch

Book: moderate evidence

Kremer BP. Mein Garten – Ein Bienenparadies. 2. Auflage. Haupt Verlag: Bern. 2018.

5.*

Recently,  phytochemical  analyses  of  ethyl  acetate and  n-butanol  extracts  obtained  from  the  aerial parts of E. angustifolium resulted in the identica-tion  of ve  lignans,  including  pinoresinol  and  its derivatives,  and  salicifoliol.

In turn, the ethnobotanical characteristic aimed to present the traditional uses of E. angustifolium as a medicinal, edible, honey and decorative plant.

The stem fibres of E. angustifolium were used to weave of fishing nets.

In  the  USA,  usage  of  E.  angustifolium  is recommended by herbalists in the case of colic with chronic, non-inammatory  diarrhea, gastroenteri-tis, vomiting, dysentery, and prostatitis [60]. In Rus-sia, reweed tea is oen consumed as a remedy for stomach ulceration, gastritis, and sleeping disorders [61, 62]. In the 19th century, an infusion prepared from  fermented  leaves  of  E.  angustifolium,  called Ivan or Koporye tea,  was popular in England  and other Western European countries, and it constitut-ed a very important export commodity of the Rus-sian Empire. In turn, reweed roots and stems are used in Chinese medicine for treatment of traumatic injury, subduing inammation, and menstrual dis-orders [49].A survey of ethnobotanical literature shows that medicinal properties of E.  angustifolium have been well  known  by  the  North  American  indigenous peoples, especially in Canada and Alaska. e First Nations in northern Ontario used it to treat inam-mation,  burns,  boils,  sores,  rashes,  mouth  ulcers, and yeast infections [63]. Among the Cree, macer-ated roots were applied to  boils or infections, and leaves of this  species were plastered on  bruises. A tea from the whole plant was prepared by the Woods Cree  of  Saskatchewan  against  intestinal  parasites, and crushed roots were used to boils, abscesses, and wounds. A decoction of reweed herb was made in parts of Alaska and throughout the Arctic to initi-ate secretion of breast milk. In turn, the Cheyenne of Montana applied a tea from roots and leaves to rectal haemorrhage.

Fireweed  is  an  herbaceous  perennial  with  long branched rhizomes and eshy stolons. Green stems, frequently reddish,  glabrous below  and  pubescent above,  are  erect  up  to  2  m high.  e  willow-like leaves are alternate, 3–20 cm long. E. angustifolium blooms from  June to  September, developing large raceme inorescences consist of a number of pink (rarely white) owers (gure 1). ey are up to 3 cm in diameter, zygomorphic, epigynous with a  small nectar-secreting  disc,  markedly  protandrous.  e capsules,  4–8 cm  long, contain  small light  brown seeds  (1.0–1.3  mm  in  length)  with  greyish  white hairs up to 13 mm long. One plant could produce 76 000 wind-dispersed seeds per year.

with three of these being the most commonly used:  Epilobium angustifolium L., Chamerion angustifolium (L.) Holub and Chamae-nerion angustifolium (L.) Scop.

Narratives Review

DOI: 10.2478/hepo-2019-0018

Study: weak evidence

Adamczak A, Dreger M et al. Fireweed (Epilobium angustifolium L.): botany, phytochemistry and traditional uses. A review. Herba Polonica. 2019;65(3):51-63.

6.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

7.*

Epilobium extracts showed high radical-scavenger activity, comparable to that of well-known antioxidants, Trolox and ascorbic acid.

Laborexperiment (in-vitro), keine klinische Studie

DOI: 10.1016/j.jpba.2008.09.047

Study: weak evidence

Hevesi Tóth B, Blazics B et al. Polyphenol composition and antioxidant capacity of Epilobium species. J Pharm Biomed Anal. 2009;49(1):26-31.

8.*

kontrollierte Laboranalyse (Spektrophotometrie) von Pflanzeninhaltsstoffen

DOI: 10.1080/14786419.2011.643310

Study: weak evidence

Jürgenson S, Matto V et al. Vegetational variation of phenolic compounds in Epilobium angustifolium. Nat Prod Res. 2012;26(20):1951-1953.

9.

Website

EMA European Medicines Agency. Willow herb. 2026.

10.*

Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie (RCT)

DOI: 10.1016/j.biopha.2021.111414

Study: strong evidence

Esposito C, Santarcangelo C et al. Epilobium angustifolium L. extract with high content in oenothein B on benign prostatic hyperplasia: A monocentric, randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial. Biomed Pharmacother. 2021;138:111414.

11.*

Fluxonorm® is a dietary supplement that includes water-soluble
extracts of Solidago virga-aurea, Phyllantus
niruri, Epilobium angustifolium, Peumus boldus and Ononis spinosa.

Beobachtungs‑/Pilotstudie ohne Kontrollgruppe oder Randomisierung

DOI: 10.26355/eurrev_202104_25562

Study: moderate evidence

Orlando G, Chiavaroli A et al. Protective effects induced by the food supplement Fluxonorm® in the lower urinary tract. Eur Rev Med Pharmacol Sci. 2021;25(7):3074-3082.

12.*

Fireweed (Epilobium angustifolium (L.) Holub) (Onagraceaeis) belongs to the genus Epilobium, consisting of more than 200 species [1,2,3] and occurs mainly in North America, Asia, and Europe [4,5]. Fireweed is also known as perennial, and the most commonly used names in the literature are the following: Epilobium angustifolium L., Chamerion angustifolium (L.) Holub and Chamaenerion angustifolium (L.) Scop., while it is colloquially used as perennial fireweed, narrow-leaved fireweed, great willowherb, willowherb, flowering willow, and french willow [6]. Epilobium angustifolium (EA) grows both in the lowlands and in the mountains.

"2. Chemical Composition"

Skin aging is a complex biological process influenced by both endogenous and exogenous factors. Among the endogenous factors, the most frequently mentioned are genetic conditions, hormonal processes, and cellular metabolism, while the exogenous factors include exposure to light, pollution, and ionizing radiation, but also to toxins and chemicals. All these factors lead to structural and physiological changes in each layer of the skin [70]. More and more popular is the use in anti-aging preparations of natural ingredients, including plant extracts. The plants, due to their richness in valuable substances, can act on the skin in various ways; among others, they can affect fibroblasts responsible for the production of collagen and elastin. In this case, some of the plant substances can inhibit the enzymes elastase and collagenase, which play a key role in skin aging. An increased activity of proteolytic enzymes, such as metalloproteinases (MMPs), especially matrix metalloproteinase-1 (MMP-1, collagenase-1), matrix metalloproteinase-3 (MMP-3, stromelysin-1), matrix metalloproteinase-8 (MMP-8, collagenase-2), and matrix metalloproteinase-13 (MMP-13, collagenase-3) occurs during skin aging [18,71]. In naturally aging skin in the elderly, the level and activity of MMPs are much higher than in the skin of younger people [72]. However, a very important factor causing skin aging is also excessive ultraviolet (UV) radiation, which leads to changes in the composition of the skin, primarily to the degradation and reduction of collagen, which in turn damages the structure and function of the skin. An additional factor here is the oxidative stress from UV radiation in sunlight, which contributes to skin sunburn and photoaging.

"4.4. Antimicrobial Activity"

Narratives Review

DOI: 10.3390/molecules27113536

Study: weak evidence

Nowak A, Zielonka-Brzezicka J et al. Epilobium angustifolium L. as a Potential Herbal Component of Topical Products for Skin Care and Treatment—A Review. Molecules. 2022;27(11):3536.

13.*

Epilobium genus (Onagraceae), containing about 200 species, are widely used as folk medicine around the world. Phytochemical and pharmacological investigations on Epilobium plants revealed the presence of flavonoids, tannins, and phenolic acids (Granica et al., 2014) with antioxidant, anti-inflammatory, antitumor, and antiandrogenic effects (Vitalone and Allkanjari, 2018). The roots and stems of E. angustifolium L. are popular in China for treatment of traumatic injury, subduing inflammation and menstrual disorders (Editorial Committee of Flora of China, 2009). In European, the preparations or extracts containing Epilobium are proposed to have some beneficial effects in treating prostate diseases, such as early stage of BPH or prostatic inflammation.

Präklinische pharmakologische Studie (in vitro und in vivo, Tierversuch)

DOI: 10.1016/j.jep.2018.11.045

Study: weak evidence

Deng L, Zong W et al. Evaluation of the therapeutic effect against benign prostatic hyperplasia and the active constituents from Epilobium angustifolium L. Journal of Ethnopharmacology. 2019;232:1-10.

14.*

In-vitro-Studie (Laboruntersuchung an menschlichen Prostata-Krebszellen)

DOI: 10.1002/ptr.4941

Study: weak evidence

Stolarczyk M, Piwowarski JP et al. Extracts from Epilobium sp. Herbs, Their Components and Gut Microbiota Metabolites of Epilobium Ellagitannins, Urolithins, Inhibit Hormone-Dependent Prostate Cancer Cells-(LNCaP) Proliferation and PSA Secretion. Phytother Res. 2013;27(12):1842-1848.

15.*

In-vitro-Experiment (Zellkulturstudie)

DOI: 10.1016/j.phymed.2004.08.002

Study: weak evidence

Kiss A, Kowalski J et al. Induction of neutral endopeptidase activity in PC-3 cells by an aqueous extract of Epilobium angustifolium L. and oenothein B. Phytomedicine. 2006;13(4):284-289.

16.*

Experimentelle In-vivo-Tierversuchsstudie an Ratten

Study: weak evidence

Kujawski R, Mrozikiewicz PM et al. Influence of standardized extract of Epilobium angustifolium on estrogen receptor α and β expression in in vivo model. Ginekol Pol. 2010;81(8):600-605.

17.*

Chamaenerion angustifolium [L.) Scop. (Myrtales: Onagraceae)] (fireweed) is a prominent plant species in British Columbia (BC), Canada. Fireweed is widely distributed in the northern temperate and boreal regions of Canada and the northern United States28 and is also found in northern parts of Europe20,22. It is found in a wide variety of habitats from boreal forests to gravel bars, and from low to subalpine elevation.

Many First Nations in the interior of BC – including the Nlaka’pamux, Stl’atl’imx, Secwepemc, Carrier, Wet’suwet’en, Sekani, and Nisga’a – collected and ate the raw pith of young stalks, prior to flowering.

Fireweed is also an important food source for wildlife. The shoots are consumed by deer, moose, caribou, muskrat, and hares29,32,37. A multitude of insects, such as bees and flies, use fireweed nectar as it is continuously produced after anthesis and until abscission of the floral parts occurs, which is uncommon in other wildflowers29,31,32. The most common pollinators for fireweed are bees32,38; fireweed is an important plant for the honey industry in Canada.

Kombinierte Labor- und Feldstudie zu den Auswirkungen von Glyphosat auf Fireweed

DOI: 10.1038/s41598-025-16938-x

Wood LJ, Golt AR et al. Reduced function in Chamaenerion angustifolium after sublethal glyphosate exposure. Sci Rep. 2025;15(1):31155.

18.

Website

Stadt Bern (Hrsg.). Merkblatt Goldrute. Stadtgrün Bern. Fachstelle Natur und Ökologie. Bern. PDF. 2020.

19.

Planting Guidelines:

Fireweed seeds are very small and difficult to plant when the pappus is still attached. In a greenhouse study, seeds
had a higher germination rate when sown on the soil
surface than when sown at a depth of 1/12 inch or more
(Myerscough and Whitehead 1966). The highest rates of
germination were obtained when seeds were sown on the
surface under warm well lighted humid conditions
(Myerscough and Whitehead 1966).
For outdoor plantings, seed should be broadcast or drilled
with the drop tubes disconnected at the openers to allow
seed to land on the soil surface or be only slightly buried.
Seed should be mixed with other seed or a carrier, such as
rice hulls, to facilitate flow through a drill. The ideal
planting time for fireweed is in early fall, to allow
germination and growth before winter, or late fall before
the snowfall for a dormant seeding (Gilmore, personal
com.). Hydroseeding has been shown to be an effective
method for seeding fireweed.

Seeds and Plant Production
Fireweed plants are protandrous (male reproductive
organs mature before the female reproductive organs) and
self-compatible (capable of self-fertilization) (Mosquin
1966). Flower anthers open, and disperse pollen, within
24 hours of the flower opening while the stigmas remain
closed and the style (connects stigma to the ovary)
strongly reflexed away from the anthers for 2 to 3 days, a
process that promotes cross-pollination (Mosquin 1966).
After most of the pollen of a flower is shed, the stigma
comes forward while the anthers become deflexed. The
stigma opens and now may be pollinated (Mosquin 1966).
Collect fluffy seeds by hand in late summer just prior to
dispersal. Flowering progresses from the base to the top
of the plant, so the first-formed lowermost capsules may
be ripe and their seeds dispersed by the end of July, while
flower buds are still being produced at the apex of the
shoot. Fireweed seeds are small (approx. 6,800,000/lb.)
(Wiese et al. 2012), grey to black, and embedded in white
hairs.
Fireweed is a challenge to clean due to the tiny seed and
the silky hairs that aid in wind dispersal, which makes this
seed “flighty” and difficult to feed into the brush machine
(Barner 2009). Large collections can be cleaned with a
hammermill and air column separator. Small collections
can be cleaned by rubbing the achenes over a screen to
separate the pappus from the achenes (Luna and Dedekam
2008; Gilmore, personal com.).
Barner (2009) developed a successful method of cleaning
the seed that involved using a laboratory brush machine
with a #40 mantel at medium speed to remove seed from
the capsules and to remove the silky hairs. Barner then
used laboratory test sieves mesh size 50, 40, and 20 to
remove non-seed material before air-screening the seed
with an Office Clipper®. The Office Clipper® was had a
top screen of40 x 40 wire and a bottom screen of50 x 50
wire, at low speed and low air.

Seeds stored at 34 – 37
o F in sealed containers remain
viable for at least a few years (Luna and Dedekam 2008).
Most seeds will germinate within 10 days when exposed
to warm, moist condition.

Website

USDA United State Department of Agriculture. Fireweed Chamerion angustifolium Holub. 2016.

20.*

However, owing to the CR strategy, E. adenocaulon is able to invade riparian plant communities when they are affected by disturbing factors, which may lead to a decrease or to disappearance of the indigenous stress-tolerant species E. palustre and thus to its replacement in disturbed communities by the more competitive invasive species E. adenocaulon.

Experimentelle Feld- und Laboruntersuchung der Biomasse, Blattmerkmale und Photosynthese von invasiven und einheimischen Epilobium-Arten.

DOI: 10.1134/S2075111720020071

Ronzhina DA. Ecological Differentiation between Invasive and Native Species of the Genus Epilobium in Riparian Ecosystems Is Associated with Plant Functional Traits. Russ J Biol Invasions. 2020;11(2):132–142.

21.*

Epilobium angustifolium L. in sp. pl.: 347 (1753) (Onagraceae) (syn. Chamerion angustifolium (L.) Holub, Chamaenerion angustifolium (L.) Scop.) (Figure 1) is one of the 189 globally accepted species of the Epilobium genus, with 21 species naturally distributed in Türkiye (BizimBitkiler 2025; POWO 2025a, 2025b). The Epilobium genus is a taxonomically challenging group, attracting the attention of plant taxonomists due to the morphological similarity between species and the high potential for hybridisation.

In-vitro-Analysen kombiniert mit praktischen Lebensmitteltests

DOI: 10.1002/fsn3.70125

Study: weak evidence

Dilek NM, Gümrükçüoğlu A et al. Antioxidant and Preservative Effects of Epilobium angustifolium Extract in Beef Burgers Products: Physicochemical Properties, Color Stability, Lipid Oxidation, and Molecular Docking Analyses. Food Sci Nutr. 2025;13(4):e70125.

Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen.
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