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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Kokosöl (Kokosnussöl, Kokosfett)

Kokosöl (Kokosnussöl, Kokosfett) ist bei Raumtemperatur fest. Es besteht hauptsächlich aus Triglyceriden und hat 82 % gesättigte Fettsäuren!
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Kokosöl, Kokosnussöl oder Kokosfett genannt, dient in erster Linie als hoch erhitzbares Speisefett. Es besteht aber zu 82 % aus gesättigten Fettsäuren und wirkt deshalb höchst ungesund, ist aber von der Industrie gross angepriesen.

Verwendung in der Küche:

Kokosfett ist zwar bei niedriger Raumtemperatur meist fest, hat aber einen sehr niedrigen Schmelzpunkt, weshalb es sich sehr schnell verflüssigt. Was kann man mit Kokosöl braten? Kokosöl ist wegen des hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren hocherhitzbar und eignet sich somit zum Kochen, Braten, Backen, Frittieren, also für jeden Fall der Anwendung. Im Mund erzeugt Kokosöl einen Kühleffekt, weil es beim Schmelzen Schmelzwärme aufnimmt. Industriell verarbeitet ist flüssiges Kokosnussöl bzw. Kokosfett auch preislich ideal für die Herstellung von Margarinen und Süsswaren (Eiskonfekt).

Rezepte mit Kokosöl gibt es genug, finden Sie auch in (wenigen) ungeänderten Rezepten bei uns aus veganen Rezeptbüchern. Da zeigen wir konkrete gesündere Varianten.

Einkauf - wo einkaufen?

Beim Kauf ist naturbelassenes (unbehandeltes, natives), wenn möglich biologisch produziertes Kokosöl zu bevorzugen. Kaltgepresst kann es auch in Rohkostqualität vorkommen und hat den typischen Kokosgeschmack. Supermärkte und Grossverteiler wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer etc. haben meist verschiedene Arten von Kokosöl in den Regalen. Kaufen Sie Bio-Qualität, möglichst in Bio-Läden und möglichst natives Öl.

Kokosfett ist nicht flüssig und unterscheidet sich von Kokosöl vor allem durch die Härtung, bei der auch Transfette entstehen können. Kokosfett (Plattenfett) wirkt neutral, hat also keinen Kokosgeschmack. Dafür enthält Plattenfett Transfette. Es gibt aber Fett aus der Kokosnuss, das nicht gehärtet, sondern schonend desodoriert ist, damit es geschmacksneutral wirkt.

Was bedeutet nativ bei Kokosöl? Für alle nativen Speiseöle gilt, dass sie naturbelassen ohne Wärmezufuhr gepresst sind. Trotzdem erhitzt sich das Pressgut auch bei Kaltpressung. Man verzichtet aber auf Nachbehandlungen wie Raffination, Dämpfung oder Röstung der Saat. Das ergibt einen deutlichen Frucht- oder Saatgeschmack und eine intensivere Farbe.

Lagerung:

Wie lange hält sich geöffnetes Kokosöl? Erfolgt die Lagerung von Kokosöl kühl, gut verschlossen und dunkel, ist es über mehrere Jahre haltbar. Das ganz im Gegensatz zu gesundem Öl mit mehr ungesättigten Fettsäuren, die Sauerstoff nicht so lange vertragen.

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien:

Kokosöl besteht hauptsächlich aus Triglyceriden, die 82 % gesättigte Fettsäure enthalten. Diese leiten sich von Caprylsäure, Laurinsäure, Caprinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure und Myristinsäure ab. Wegen der Laurinsäure, eigentlich nach IUPAC Dodecansäure genannt, mit Summenformel C12H24O2, hatte man früher Palmfett aus Palmkernöl hochgejubelt und nannte das industrielle Palmfett Konditorfett.

Zudem enthalten die Triglyceride als Fettsäure-Rest den einfach ungesättigten Ölsäure-Rest (5-8 %), doch nur kleine Spuren von Magnesium, Calcium, Kalium, Natrium, Kupfer, Eisen, Phosphor, Aminosäuren, Vitamin E und Lactone. Bei raffiniertem Öl, geht das Vitamin E verloren. Immerhin besteht ein grosser Teil der 99+ % an Fettsäuren aus mittelkettiger Laurinsäure, die einige Gesundheitswerte zeigt, obwohl es ein gesättigtes Öl ist - und mit dem versucht man alles wieder gut aussehen zu lassen. Wenn Sie das durch den Pulitzer-Preis und weitere Preise ausgezeichnete Buch "Salt Sugar Fat" von Michael Moss kennen oder unsere Buchbesprechung bzw. eine Art Abstrakt dazu, wissen Sie was wir damit meinen. Bitte öffnen Sie den Link dazu! Am Ende des Textes ersehen Sie auch aus den Inhaltsstofftabellen, dass Öl fast nur Kalorien bringt - mit praktisch keinen der wichtigen Begleitstoffen, die natürliche Lebensmittel sonst mitbringen.

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Die Ernährungsmedizinerin Marie-Pierre St-Onge zeigte in Studien, dass mittelkettige Triglyceride Erwachsenen bei der Gewichtsreduktion helfen können.4,5,6 Hierfür stellte man aber ein spezielles Kokosnussöl her, welches sich zu 100 % aus diesen Fettsäuren zusammensetzte. Das handelsübliche Kokosöl enthält diese mittelkettigen Triglyceride nur zu 13-14 %.7 Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat diesen Test und Trend widerrufen, da neuere Studien keinen Effekt auf Thermogenese oder Fettverbrennung feststellen konnten.8

Die Industrie hat Kokosöl jahrelang als Superfood hochstilisiert. Dies widerlegte jedoch die American Heart Association (AHA) 2017 in einer Studie gründlich. Denn Kokosöl enthält z.B. viel mehr gesättigte Fettsäuren als z.B. Palmöl mit 49% gesättigten Fettsäuren bzw. Palmkernöl mit 55 %. Kokosöl schlägt mit Nachteilen sogar manche tierische Fette. Trotzdem schreibt eine studierte, sog. "ärztlich geprüfte" Ernährungsberaterin auf ihrer Website (August 2018): Das einzige Öl in meiner Küche stammt aus einer Kokosnuss. Ob unser Versuch, sie aufzuklären nutzt?

Wir haben bei uns ein Video von Frau Prof. Dr. Dr. Karin Michels, Direktorin des Instituts für Prävention und Tumorepidemiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Professorin an der Harvard T.H. Chan School of Public Health eingebettet. Es führt den Titel "Essen Sie sich gesund" und dauert 55 Minuten. Doch sollten Sie diesen Vortrag aufmerksam verfolgen, denn er kann Ihnen tausende von Stunden Leben verbessern. Karin Michels verwendet bewusst die Aussage: Kokosöl ist das reinste Gift!.

Auch wenn wir das übertrieben finden und nicht teilen: Diese Provokation fand sie wohl für nötig, um der Übermacht von am Umsatz interessierten etwas entgegenzustellen. Kokosöl verkauft man auch als Superfood. Superfoods entstehen praktisch nur durch Gewinnsucht. Kokosöl ist das pure Gegenteil von Superfood, es schädigt die Herzkranzgefässe enorm und führt schliesslich zu Herzinfarkt und anderen oft entstehenden schweren Krankheiten.

Beim Verzehr von Kokosfett oder Kokosöl erhöht sich das unerwünschte LDL-Cholesterin im Blut, was Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert. Allerdings erhöht es dabei das gesunde HDL noch etwas mehr, was dann das Gesamt/HDL-Serumcholesterinverhältnis verbessert. Nur an diesem Verhältnis gemessen unter Ausblendung der zahlreichen Nachteile kann man behaupten das atherosklerotische Risiko (Arterienverkalkung, Atherosklerose, Arteriosklerose, atherosklerotische Plaques) sei kleiner. Listig aber legal.

Eine Studie von 2016 hat 21 Forschungsarbeiten analysiert, darunter 8 klinische Studien und 13 Beobachtungsstudien und kommt zum Schluss (orig. in Englisch): Insgesamt deutet das Gewicht der Beweise aus den bisherigen Interventionsstudien darauf hin, dass ein Ersatz von Kokosnussöl durch ungesättigte Cis-Fette die Blutlipidprofile in einer Weise verändern würde, die mit einer Verringerung der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Einklang steht. Mit anderen Worten heisst das man solle Kokosöl durch ein gesünderes Öl ersetzen.10

Welches Öl ist gesund? Ein gutes Ersatzprodukt ist Rapsöl, das einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren aufweist.2 Rapsöl eignet sich auch zum Braten, nicht aber Sonnenblumenöl, Distelöl, Traubenkernöl, Sojaöl, Kürbisöl, Baumnussöl oder gar Leinsamenöl, weil diese Öle viel mehrfach ungesättigte, also besonders gesunde Fettsäuren enthalten, die sich bei Hitze eher in Transfette wandeln. Nachteile: Auch einige dieser Öle haben ein schlechtes Verhältnis zwischen Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren. Oben im Kästchen (Link) finden Sie eine lange Tabelle der Eigenschaften aller gängigen Öle.

Was ist das gesündeste Öl? Auf Anhieb würden wir schreiben Leinsamenöl, doch eignet es sich nur für Salate und man muss es in Kürze verbrauchen, wenn geöffnet, ausser man füllt es nach dem Kauf z.B. voll in dunkle 10 ml-Fläschchen und hat es im (dunklen) Kühlschrank. So ist der Kontakt mit Sauerstoff nicht über längere Zeit und in Menge gegeben. Qualität ist immer mit einem höheren Aufwand verbunden.

Eine Studie hatte 2014 gezeigt, dass der Ersatz der gesättigten Fette nichts nutzt. Doch bestand in dieser Studie der Ersatz aus Junk-Food. Dr. med. Franklin Sacks, ein Professor bezüglich Herz-Kreislauferkrankungen, hatte das herausgefunden. Der Ersatz bestand vorwiegend aus künstlichen Süssgetränken und Donuts. Man nützt so die Wissenschaftsgläubigkeit der Konsumenten aus, meint Sacks bei heart.org am 17.7.2018.

Der Ernährungswissenschaftler (R.D.), Professor Dr. Rachel Johnson, Ernährungswissenschaftler (R.D.) an der University of Vermont fasst die Gesamtheit von Studien zusammen als: Ersetzung von gesättigtem Fett durch gesünderes Fett senkt das kardiovaskuläre Krankheitsrisiko so stark wie cholesterinsenkende Statinmittel.

Verschiedene amerikanische Ärzte und Buchautoren gehen aber so weit, dass sie Öl prinzipiell ablehnen und dafür Samen und Nüsse für den Fettbedarf anführen. Doctors Dean Ornish, T. Colin Campbell, John A. McDougall, Michael Klaper, Caldwell Esselstyn, Michael Greger, Joel Fuhrman, and Neal D. Barnard claim that high animal fat and protein diets, such as the standard American diet, are detrimental to health. Details siehe im "Kästchen-Link" oben.

Wie kann ich mit Kokosöl abnehmen? Falsch informierte Konsumenten trinken sogar Kokosöl und schädigen damit längerfristig Ihren Körper aber Industrie und Händler sehen da ein Geschäft mit Abnehmen. Gesund an Gewicht verlieren geht ganz anders, nicht mit Zuführung von puren Kalorien.

Was macht Kokosöl so gesund? oder - Ist Kokosöl wirklich so gesund? - sind oft gestellte Fragen, denn es ist für jedes Nahrungsmittel einfach etwas zu behaupten, indem man nur gesunde Stoffe darin beschreibt - und sei es nur die kleinste Menge, ohne die grossen Nachteile zu erwähnen. Welch grosse Verunsicherung herrscht, zeigt die obige Aussage einer studierten, geprüften Ernährungsberaterin.

Es ist nie gut nur in eine Richtung zu schauen. Gehen Sie mal den Argumenten nach der (seriösen) Kritiker. Lernen Sie die Zusammensetzung und deren Wirkung eines Öls kennen - nicht von Leuten, die das Ihnen schmackhaft machen wollen, sondern von Kritikern - sie benötigen danach nicht viel an Abwägung der Vor- und Nachteile. Ein Zitat aus Wikipedia zeigt immerhin, dass die meisten Ernährungsberater und Ernährungsberaterinnen doch Bescheid wissen im Vergleich zu den Konsumenten: Eine Umfrage der New York Times aus dem Jahr 2016 ergab, dass 72 % der Öffentlichkeit Kokosnussöl als „gesund“ bezeichnen, verglichen mit 37 % der Ernährungswissenschaftler. Aber auch wie gut die Industrie ungestraft so etwas als gesund verkauft.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Da Kokosöl praktisch nur aus Fett, also Fettsäuren besteht, und diese in besonders hohem Anteil an gesättigten Fetten vorkommen, kann man ganzheitlich gesehen weder Heilwirkungen, noch direkte Gefahren aufzählen ausser den oben beschriebenen langfristigen und manchmal lebensbedrohlichen negativen Folgen von intensivem oder lang andauerndem Verzehr grösserer Mengen. Isst man sonst allgemein gesund, sind hin und wieder als besonderer Genuss kleine Mengen an allenfalls geliebten Ölen kein Problem - auch wenn wir das nicht empfehlen.

Vorkommen:

Heutzutage findet der Anbau hauptsächlich in Indonesien, Philippinen und Indien statt, auch Brasilien, Sri Lanka, Vietnam, Papua-Neuguinea und Mexiko liefern beachtliche Mengen.

Anbau - Ernte:

Kokospalmen wachsen hauptsächlich an der Äquatorialzone, also in tropischen Gebieten. Optimale Standorte sind Küstenbereiche, Flussufernähe oder das tropische Tiefland. Das sind ähnliche Bedingungen wie sie auch Ölpalmen für Palmöl benötigen. Gelegentlich wachsen sie auch in 1600 m Meereshöhe (im afrikanischen Inland am Kiwu-See oder im östlichen Peru).9

Häufig müssen Regenwälder für den Plantagenanbau zur Herstellung von Kokosöl weichen. Bei gleichem Ertrag benötigt der Anbau für Kokosöl mehr Platz als für Palmöl. Der Ertrag ist deutlich geringer (0,7 t / ha) als bei Palmölplantagen (3,3 t / ha) und es besteht der Verdacht auf Menschenrechtsverletzungen und illegale Rodungen.3

Hochstamm-Kokospalmen bilden ab dem 6. oder 7. Standjahr Früchte. Sie tragen das ganze Jahr über Früchte und können bis zu 60 Jahre den vollen Ertrag an Kokosnüssen produzieren. Je älter und höher die Palmen sind, umso schwieriger und unrentabler verläuft die Ernte. Nach ca. 80 Jahren stellen sie die Fruchtproduktion ein. Die Ernte erfolgt im grünen, unreifen Zustand der Frucht, welche dreieckig und etwas grösser als ein menschlicher Kopf ist.

Kokosnüsse erntet man hauptsächlich vom Boden aus mit Hilfe von Messern an meterlangen Stielen, oder durch geschicktes Hochklettern. Teilweise gibt es dressierte Affen, Makaken, die auf Palmen klettern und durch Zurufen die Nuss so lange drehen bis sie runter fällt. Für die Affen ist es eine Art Spiel. Sie verlieren jedoch relativ schnell die Lust daran, wenn sich z.B. die Leine im Geäst verfängt und sie nicht mehr ohne Hilfe hinunter klettern können. Aufgrund der komplizierten Ernte findet man vor allem im karibischen Raum auch Kurzstamm-Kokospalmen, sie tragen nach 3 - 4 Jahren die ersten Früchte.9

Für die Herstellung von Kokosöl trocknet man das Fruchtfleisch (Kopra) der Kokosnuss und zerkleinert die Kopra. Durch industrielle Trocknung verringert sich der Wassergehalt auf 5 % und Bakterien oder Pilze finden kein Nährmedium mehr.9 Danach erfolgt die Pressung in Ölmühlen. Bevor es als Speisefett verwendbar ist, durchläuft das Öl einen Prozess der Raffination und Desodorierung, um den ranzigen Geschmack loszuwerden.

Verwechslungsgefahr:

Ist Kokosfett und Palmfett das gleiche? Palmöl oder Palmfett ist sowohl für die Umwelt wie auch für die Konsumenten eher besser als Kokosöl, denn es hat weniger gesättigte Fettsäuren und benötigt weniger Rodung von Urwäldern etc. Was ist der Unterschied zwischen Palmin und Kokosfett? Palmin entsteht aus den Ölpalmen (Elaeis guineensis), ursprünglich aus Afrika. Kokosfett hingegen aus den Früchten der Kokospalmen (Cocos nucifera). Deren Ursprungsgebiet vermutet man gemäss Wikipedia im kontinentalen Südostasien bis Indonesien oder im Bereich des Sunda-Archipels, also in Melanesien. Beide Produkte bestehen vor allem aus gesättigtem, ungesundem Fett.

Dazu ist zu wissen, dass gewisse Völker, z.B. in Polinesien, sich seit Jahrtausenden stark von Kokosnuss - und vor allem Fischen ernähren. Kokosnuss wächst in der Nähe von Meer und Flüssen. Die wussten aber, dass Kokoswasser von jungen Nüssen gesund ist, im Gegensatz zum alten Fleisch aus dem man Kokosöl presst. So quasi das Gegenteil ist Fisch mit den vielen ungesättigten Fettsäuren, was sich gegenseitig ergänzt. Das Wichtigste: Diese Menschen arbeiteten meist hart - und erlebten wohl selten unser Alter.

Allgemeine Informationen:

Kokosnusspalmen kommen als bildliche Darstellung in Eurasien auf einem ca. 2750 Jahre alten Teller der phönizischen Kulturepoche des Mittelmeers vor.9 Sie ist die einzige Art dieser Gattung, doch gibt es viele verschiedene Sorten.

Die Kokosnuss gehört nicht zu den Nüssen, sondern ist eine einsamige Steinfrucht. Sie besteht aus drei miteinander verwachsenen Karpellen, was auch zu ihrer oft leicht dreieckige Form führt. Die drei Augen, die man auf einer Seite sieht, sind die drei Keimlöcher, wobei immer nur ein Keim zu wachsen beginnt.

Erst seit dem 19. Jahrhundert erlangten sie, durch den Anbau von Plantagen durch Holländer auf Ceylon, wirtschaftliche Bedeutung. Seit 1961 hat sich die weltweite Produktion von Kokosöl (Oleum cocos) verdoppelt.

Kokosöl ist für Menschen in den tropischen Regionen (mit niedriger Lebenserwartung) eine wichtige Fett- und Eiweissquelle.9 Den Pressrest vom Fruchtfleisch verwendet man aufgrund des hohen Eiweissgehaltes (20 %) auch als Viehfutter. Neben dem Lebensmittelbereich findet das Kokosöl auch in der Kosmetik Anwendung, wo es vor allem wegen der enthaltenen Laurinsäure als Basis von Shampoos, Seifen, Cremes oder Bade- bzw. Massageöle gilt.

Wie gut ist Kokosöl für die Haut? Auf der Haut wirkt Kokosöl kühlend und es soll als natürliches Mittel gegen Mücken helfen. Die weiteren Versprechen treffen auf jedes Öl zu. Ist Kokosöl gut für das Gesicht? Da Kokosöl keine Nährstoffe als Fett aufweist, ist jede Anpreisung zur Anwendung im Gesicht oder für die Haare Unfug. Besser eine speziell für die Haut gemischte Salbe oder Öl verwenden. Auch gibt es spezielle Öle für die Haare.

Im pharmazeutischen Bereich dient Kokosöl zur Herstellung von Arzneimitteln und Insektiziden. In Kunstharzen oder Kerzen ist Kokosöl ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Auf den Philippinen verwendet man Kokosöl, umgeestert mit Methanol, als Biodiesel oder als Beimischung zum Dieselkraftstoff.

Die faserige Hülle der Kokosnuss, das Mesokarp, verwertet man weiter zu Seilen, Matten, Flechtwerk, Teppichen oder Wandverkleidungen. Die Fasern reifer Früchte dienen als Füllungen von Matratzen, Polstern oder als Wärmedämmung.

Literatur - Quellen:

CLICK FOR: 10 Quellenangaben

  1. Deutschsprachiges Wikipedia. Kokosöl.
  2. ahajournals.org: Dietary Fats and Cardiovascular Disease: A Presidential Advisory From the American Heart Association.
  3. regenwald.org: Kokosöl - keine gute Alternative zu Palmöl
  4. Wosen J. How coconut oil got a reputation for being healthy in the first place. STAT. Boston Globe Media. 2017, Juni.
  5. St-Onge M, Ross R, Parsons W, Jones P. Medium-Chain Triglycerides Increase Energy Expenditure and Decrease Adiposity in Overweight Men. Obesity Research. 11(3). 2002, Nov.
  6. St-Onge M, Bourque C, Jones P, Ross R, Parsons W. Medium-versus long-chain triglycerides for 27 days increases fat oxidation and energy expenditure without resulting in changes in body composition in overweight women. International Journal of Obesity and Related Metabolic Disorders. 27(1). 2003. doi:10.1038/sj.ijo.0802169.
  7. American Heart Association News: Saturated fats: Why all the hubbub over coconuts? 2017, Juni.
  8. Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Mittelkettige Triglyceride für die Adipositastherapie nicht empfehlenswert. DGEinfo. 2011.
  9. Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Berlin. Springer Verlag. 1977.
  10. Eyres, Laurence et al.: Coconut oil consumption and cardiovascular risk factors in humans; Oxford academic Nutrition Reviews; doi.org/10.1093/nutrit/nuw002 (2016)

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