Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Kokosöl hinterlässt aus vielen Gründen einen negativen Nachgeschmack, was den ökologischen Fussabdruck betrifft. Häufig müssen Regenwälder für den Plantagenanbau zur Herstellung von Kokosöl weichen. Bei gleichem Ertrag benötigt der Anbau für Kokosöl mehr Platz als für Palmöl. So fällt der Ertrag pro Hektar schliesslich deutlich geringer aus (0,7 t/ha) als bei Palmölplantagen (3,3 t/ha). Ausserdem besteht der Verdacht auf Menschenrechtsverletzungen und illegale Rodungen.3
Der CO2-Fussabdruck von Kokosöl liegt bei durchschnittlich 2,3 kg CO2eq/kg. Der von Palmfett bei 2,9 kg und jener von Butter bei 11,5 kg CO2eq/kg.19
Der globale durchschnittliche Wasser-Fussabdruck von raffiniertem Kokosöl beträgt 4490 l/kg.18 Diese Zahlen variieren stark in Abhängigkeit von spezifischen Anbaubedingungen, von der geografischen Lage der Plantagen und von den Produktionsmethoden.
In einer grossen Analyse (Lebenszyklusanalyse) untersuchten ForscherInnen die Hypothese, dass Pflanzenfett klimafreundlicher ist als Butter. Sie inkludierten die sehr unterschiedlichen Rezepturen von Pflanzenfetten, Geografie bzw. Herkunft und auch den Einfluss von Landnutzungsänderungen. Dazu untersuchten sie insgesamt 212 Pflanzenfette, 16 Sorten von Pflanzen-Sahne, und 40 Molkereiprodukte, welche in 21 Ländern käuflich waren. Das Ergebnis der Studie war, dass Pflanzenfette einen niedrigeren Einfluss auf Klima, Wasser und Landnutzung hatten als Butter. Im Durchschnitt schädigten pflanzenbasierte Produkte das Klima viel weniger als Butter - mit und ohne Landnutzungsveränderungen (z.B. Regenwaldrodung etc.). Die einzelnen Produkte können sich aber stark voneinander unterscheiden: die Zahlen schwankten von 0,98 bis 6,93 (Durchschnitt: 3,3) kg CO2eq/kg bei 212 pflanzenbasierten Produkten und von 8,08 bis 16,93 (Durchschnitt: 12,1) kg CO2eq/kg bei 21 Molkerei-Butter-Varianten. Die Haupttreiber der Treibhausgase von pflanzenbasierten Produkten waren die landwirtschaftliche Praktik und die Landnutzungs-Veränderungs-Emissionen (z.B. Regenwaldrodung). Diese Treiber können von Land zu Land und nach Ölfruchttyp sehr verschieden sein. Im schlimmsten Fall ist die Landnutzungsveränderung so gravierend, dass sie die anderen Vorteile der pflanzenbasierten Produkte übertrumpft.16
Viele Kokosnuss-Bäuerinnen und -Bauern leben unter der Armutsgrenze. Gleichzeitig rodet man Regenwälder für den Anbau, was zu einem Biodiversitätsverlust führt. Bestimmte Zertifikate (z.B. Bio-Zertifikate, Rainforest Alliance, fairtrade etc.) sichern soziale und ökologische Standards, um Missbrauch zu verhindern.41
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?.
Tierschutz - Artenschutz
1977 berichtete Prof. Dr. Heinz Brücher im Buch Tropische Nutzpflanzen, dass man zur Ernte auch dressierte Affen (Langschwanz-Affen, Makaken) einsetzt. Er sah das als spielerischen Aspekt und nicht als Tierquälerei. Dabei muss man die Tiere fangen und jahrelang (während ca. 5 Jahren) brutal für diese harte Arbeit dressieren, damit sie Kokosnüsse um ihre eigene Achse drehen, bis sie zu Boden fallen. Und sie an Befehle gewöhnen, damit sie sich nicht in der Leine verfangen, an der man sie dauernd hält.9 Sie sind dann etwa zehnmal schneller als ein Mensch bei dieser Arbeit. In den letzten Jahren bemühte man sich um die Rechte der Affen. Versprechen, keine Affen zur Ernte zu zwingen, brach man jedoch, wie PETA in einer Untersuchung von 2021 bis 2022 aufzeigte. Man verstecke die Affen nur besser.17
Aufgrund der komplizierten Ernte der Kokosnüsse findet man vor allem im karibischen Raum auch Kurzstamm-Kokospalmen; sie tragen nach 3-4 Jahren die ersten Früchte.9
Weltweites Vorkommen - Anbau
Kokospalmen wachsen hauptsächlich an der Äquatorialzone, also in tropischen Gebieten. Optimale Standorte sind Küstenbereiche, Flussufernähe oder das tropische Tiefland. Das sind ähnliche Bedingungen, wie sie auch Ölpalmen für Palmöl benötigen. Gelegentlich gedeihen Kokospalmen auch in 1600 m Meereshöhe (im afrikanischen Inland am Kiwusee oder im östlichen Peru).9
Die Kokosnusspalme baut man in 93 Ländern auf einer Fläche von 11,95 Millionen Hektar an und produziert damit 57'510 Millionen Kokosnüsse jährlich.8 Sie ist eine der bedeutendsten Pflanzen in den Tropen und gibt Nahrung und Obdach für Millionen von Menschen. Kommerzielle Bedeutung gewann die Kokosnuss im 19. Jahrhundert. Die erste Plantage legte ein Niederländer in Sri Lanka an. Kokospalmen wachsen auch an Strassenrändern und in Gärten; lokal verzehrt kommen diese Kokosnüsse nie in Handelsstatistiken. Deshalb sind Statistiken schwierig. Der kommerzielle Kokosnussanbau hat sich seit 1980 verdoppelt.28
Heutzutage findet der Anbau grossteils in Indonesien, auf den Philippinen und in Indien statt; auch Brasilien, Sri Lanka, Thailand und Mexiko liefern beachtliche Mengen.28
Industrielle Herstellung
Für die Herstellung von Kokosöl gibt es verschiedene Methoden. Eine Kaltpressung arbeitet häufig mit Temperaturen unter 38 °C; Expeller-Pressen funktionieren mit grossem Druck und grosser Hitze, was die Qualität der Inhaltsstoffe negativ beeinflusst.47
Bei der Trockenmethode trocknet man das Fruchtfleisch (Kopra) der Kokosnuss und zerkleinert es. Durch industrielle Trocknung (meist bei ca. 60 °C) verringert sich der Wassergehalt auf 5 % und Bakterien oder Pilze finden kein Nährmedium mehr.9 Danach erfolgt die Pressung in Ölmühlen.
Bei der Nassmethode muss die Verarbeitung zügig erfolgen, da man frische Kokosnüsse verwendet. Wartet man zu lange, können enzymatische Prozesse stattfinden und das Fett spalten, es entsteht ein ranziger Geschmack. Die im Fruchtfleisch enthaltene Kokosmilch muss man herauspressen und danach vom Öl separieren.
Dazu gibt es z.B. die Kochtechnik, bei der man die Milch so lange kocht, bis sich das Öl von den anderen Stoffen abtrennt. Die traditionelle Fermentationstechnik hingegen ist eine schonende Art, bei der man keine oder nur wenig Hitze benötigt. Hier lässt man die Kokosmilch so lange gären, bis sich Milch und Öl voneinander trennen (siehe Rezept). Um Zeit zu sparen, greift die Industrie auch auf bakterieninduzierte Fermentation zurück.47 Ähnlich ist auch das enzymatische Verfahren (Extraktion), bei dem man Enzyme beimengt, um die Trennung zu beschleunigen. Bei der Zentrifugentechnik gibt man die Kokosmilch in eine mechanische Zentrifuge, die mithilfe von Schleuderkraft die Milch vom Kokosöl separiert.1,12,26,34,36,47
Für reines Speisefett bzw. -öl oder für Kosmetik- und Industrieprodukte benötigt es noch weitere Prozesse wie Raffination und Desodorierung. Solches Öl nennt man auch RBD-Kokosöl (Refined-Bleached-Deodorized). Hier verwendet man ältere, getrocknete Kokosnüsse, die zwar einen höheren Ölgehalt haben, aber kaum mehr Geschmack. Mechanische Ölpressen mit starker Erhitzung erzeugen Öl, dem man am Ende noch chemische Mittel beimengt. Natürliche Aromen oder Nährstoffe sind nicht mehr oder nur noch in Spuren vorhanden.12,47
Industriell verarbeitet ist flüssiges Kokosnussöl (auch preislich) ideal für die Herstellung von Margarine und Süsswaren. Kokosfett aus industrieller Herstellung durchläuft grösstenteils einen Härtungsprozess, der den Schmelzpunkt leicht erhöht (auf ca. 34 °C). Je nach Verwendungszweck ist die Härtung partiell oder vollständig (engl.: partially hydrogenated / fully hydrogenated). Studien haben gezeigt, dass eine gewisse Cremigkeit am besten durch vollständige Härtung und anschliessende Mischung mit ungehärtetem Öl zu erreichen ist. So vermeidet man auch die Präsenz von trans-Fettsäuren, da vollständig gehärtetes Kokosfett keine Transfette enthält.12,46
Weiterführende Informationen
Die Kokosnuss (Cocos nucifera) ist eine einsamige Steinfrucht (keine Nuss), die zur Pflanzenfamilie der Palmengewächse (Arecaceae) gehört. Der Begriff leitet sich vom portugiesischen und spanischen Wort 'coco' (Schädel) ab.40 Die Frucht besteht aus drei miteinander verwachsenen Karpellen, was auch zu ihrer oft leicht dreieckigen Form führt. Die drei Augen, die man auf einer Seite sieht, sind die drei Keimlöcher, wobei immer nur ein Keim zu wachsen beginnt.
Sucht man online nach den Begriffen Kokosöl und Strukturformel, findet man ein Bild der vereinfachten Darstellung des quantitativ bedeutendsten Fettmoleküls von Kokosöl: Laurinsäure. Die chemische Summenformel lautet C12H24O2.26 Die metabolischen und physiologischen Charakteristiken der Laurinsäure sind für viele Eigenschaften des Kokosnussöls verantwortlich.32
EE: Gewisse Völker, z.B. in Polynesien, ernähren sich seit Jahrtausenden von Kokosnüssen - dazu vor allem von Fischen. Die Kokosnuss wächst in der Nähe von Meer und Flüssen. Diese Völker wussten aber, dass Kokoswasser von jungen Nüssen gesund ist, im Gegensatz zum alten Fleisch, aus dem man Kokosöl presst. So quasi das Gegenteil ist Fisch mit den vielen ungesättigten Fettsäuren, was sich gegenseitig ergänzt. Das Wichtigste: Diese Menschen arbeiteten hart - und erlebten wohl selten unser Alter.
Verwechslungsmöglichkeit
Was ist der Unterschied zwischen Kokosöl und Palmöl? Palmfett (Palmöl) gewinnt man aus dem Fruchtfleisch der Palmfrüchte der Ölpalme (Elaeis guineensis), Kokosfett (Kokosöl) stammt aus der Steinfrucht der Kokosnuss (Cocos nucifera). Beide Fette enthalten viele gesättigte Fettsäuren, wobei Palmfett mit 49 % deutlich weniger aufweist als Kokosfett (82 %). Sowohl Palmfett als auch Kokosfett sind bei Raumtemperatur fest. Obwohl der Ertrag beim Palmfett höher ausfällt und man weniger Anbaufläche dafür benötigt, ist auch dieser Anbau ausschliesslich in tropischen Gebieten (oft Regenwaldgebieten) möglich. Es handelt sich also nicht um dasselbe Produkt, allerdings sind sie in Verwendung, Konsistenz und auch Herstellung ähnlich. Auch der Markenname 'Palmin®' kann verwirren, denn es handelt sich um ein Kokosfett (einzig die Variante mit dem Zusatz "soft" enthält neben Kokosfett auch Palmöl).
Alternative Namen
Im deutschsprachigen Raum verwendet man meist den Begriff Kokosöl. Auch Kokosnussöl oder Kokosfett sind gängige Bezeichnungen, die Schreibweise 'cocosfett' ist falsch.
Auf Englisch nennt man Kokosöl 'coconut oil'. Raffiniertes Kokosöl heisst '(commercial) refined coconut oil'; natürliches natives Bio-Öl nennt man 'organic virgin coconut oil'. Die Bezeichnung 'coconut fat' ist seltener.
Sonstige Anwendungen
Kokosöl kann äusserlich angewendet Haaren und Haut Feuchtigkeit spenden.33
Den Pressrest des Fruchtfleischs verwendet man aufgrund des hohen Eiweissgehalts (20 %) auch als Viehfutter. Neben dem Lebensmittelbereich findet das Kokosöl auch in der Kosmetik Anwendung, wo es vor allem wegen der enthaltenen Laurinsäure als Basis von Shampoos, Seifen, Cremes oder Bade- bzw. Massageöle fungiert.8
Im pharmazeutischen Bereich dient Kokosöl zur Herstellung von Arzneimitteln und Insektiziden. Kokosöl hält Zecken fern, weil die reichlich enthaltene Laurinsäure die Tiere abschreckt. Wenn man Kokosöl bei Menschen oder Tieren auf die Haut aufträgt, wirkt es - als natürliche Variante - wie ein Zeckenspray. Das hat auch das Interesse der Wissenschaft geweckt.14,15
In Kunstharzen oder Kerzen ist Kokosöl ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Auf den Philippinen verwendet man Kokosöl, umgeestert mit Methanol, als Biodiesel oder als Beimischung zum Dieselkraftstoff.
Die faserige Hülle der Kokosnuss, das Mesokarp, verwertet man weiter zur Produktion von Seilen, Matten, Flechtwerk, Teppichen oder Wandverkleidungen. Die Fasern reifer Früchte dienen als Füllungen von Matratzen, Polstern oder als Wärmedämmung.
Literaturverzeichnis - 21 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | 🞽 Laborstudie / analytisch-chemische Vergleichsstudie Coconut oil is a vegetable oil that is derived from the kernel of Cocos nucifera, Linn. Commercial refined coconut oil (RCO) is extracted from dried copra, and the resulting crude oil is processed on an industrial scale by washing, bleaching, and deodorization [1]. Virgin coconut oil (VCO), on the other *Paper based on a presentation made at the 11th Eurasia Conference on Chemical Sciences, The Dead Sea, Jordan, 6–10 October 2010. Other presentations are published in this issue, pp. 1643–1799. ‡Corresponding author hand, is extracted from fresh mature coconut meat and processed using only physical or natural means [2,3]. There are four common methods of producing VCO: expeller (EXP), centrifuge (CEN), and fermentation with (FWH) and without heat (FNH). VCO is considered as a traditional product that is produced by small to medium enterprises. However, VCO is most susceptible to microbial attack, which leads to the formation of various organic acids, in particular, lactic acid. However, at moisture levels below 0.06 %, microbial action is significantly lessened DOI: 10.1351/PAC-CON-11-04-01 Study: weak evidence | Dayrit FM, Dimzon IKD et al. Quality characteristics of virgin coconut oil: Comparisons with refined coconut oil. Pure and Applied Chemistry. 2011;83(9):1789–1799. |
| 3. | ● Website | Regenwald org: Kokosöl - keine gute Alternative zu Palmöl. April 2017. |
| 8. | 🞽 Narratives Review Coconut is one of the most important tree crops in the tropical region of the world securing food and shelter for millions of people. Coconut tree is grown in more than 93 countries around the world in an area of 11.95 million hector producing 57,510 million coconuts annually [1]. Virgin coconut oil (VCO) was introduced to the world at the end of twentieth century. It is being considered as the greatest value derived from the fresh coconut [2]. Various methods have been employed to extract the coconut oil, but whichever method have been used it is still the best to avoid oil that has been refined, bleached or deodourized. This is because when the coconut oil undergo these processes, the health benefit, taste and the aroma will be reduced [3, 5]. As VCO contains large amount of high value compounds, its importance has been given more and more attention by the industry throughout the years. This results in the development of various extraction processes, each with its respective advantages and limitations. Therefore, it is crucial for the industry to choose the most suitable extraction process to avoid breaking down of the high value compounds. When fed with hot extracted virgin coconut oil, the total change in cholesterol level of the male Wistar albino rats had decreased more when compared with cold extracted virgin coconut oil [18]. Virgin coconut oil has many uses in our daily life as well as industrial applications. This will give a positive result to the market demand and the industry may apply the methods mentioned above to extract coconut oil. Each extraction method has its benefits and disadvantages. Thus, the industry needs to determine which method to be use in order to meet the needs of the population. Coconut oil extracted from different methods can have different quality and usage. If the coconut oil were to be applied externally, the quality of the oil was not prioritised but the amount of oil being extracted was prioritised. Therefore, a method that provides high oil yield may be preferred. There will never be a “perfect” method to satisfy everyone in one method alone, thus multiple methods have been invented and tested. Study: weak evidence | Ng YJ, Tham PE et al. A comprehensive review on the techniques for coconut oil extraction and its application. Bioprocess Biosyst Eng. 2021;44(9):1807–1818. |
| 9. | ● Book | Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Springer Verlag: Berlin. 1977. |
| 12. | ● DOI: 10.1002/9781444339925.ch6 Book | Pantzaris TP, Basiron Y. The lauric (coconut and palmkernel) oils. In: Gunstone FD (ed.). Vegetable Oils in Food Technology: Composition, Properties and Uses. 1st ed. Wiley; 2011: 157-202. |
| 14. | 🞽 In-vitro-Laborstudie (mit Human-Anwendungstest in vivo, aber nicht klinisch) Study: weak evidence | Schwantes U, Dautel H, Jung G. Prevention of infectious tick-borne diseases in humans: Comparative studies of the repellency of different dodecanoic acid-formulations against Ixodes ricinus ticks (Acari: Ixodidae). Parasites & Vectors. 2008;1(8). |
| 15. | 🞽 experimentelle Laborstudie (inkl. Feldstudie und eine nicht klinische Human-Expositionsstudie) Study: weak evidence | Zhu JJ, Cermak SC, Kenar JA et al. Better than DEET Repellent Compounds Derived from Coconut Oil. Sci Rep. 2018;8:14053. |
| 16. | 🞽 Modellierungsstudie (LCA) Abstract Purpose In light of the sustainable diet debate, we conducted a large-scale regionalised LCA to answer the following questions: (i) does the climate advantage hypothesis of plant-based fat spreads and creams over dairy butter and cream hold regardless of the variabilities of product recipes, geographies and the influence of land use change (LUC)? (ii) Considering the climate-water-land nexus, is there a risk of shifting impacts from climate to water scarcity and land occupation, and what are the key opportunities for impact mitigation? Methods A framework for conducting a large-scale regionalised LCA was developed and applied to compare the environmental impacts of 212 plant-based fat spreads, 16 plant-based creams and 40 dairy alternatives sold in 21 countries per 1 kg of product. Data was compiled for different product recipes, key ingredient sourcing countries, production factory locations, energy mixes, packaging designs, transportation and end-of-life scenarios. Spatially (archetype) differentiated agricultural life cycle inventory data were generated, as well as LUC emissions for agricultural ingredients. A total of 18 environmental indicators were assessed. Results and discussion All plant-based spreads had a significantly lower climate impact than butter, with and without LUC inclusion. The regionalised analysis highlighted large variabilities across products, ranging from 0.98 to 6.93 (mean 3.3) kg CO2- eq for 212 plant-based spreads and 8.08 to 16.93 (mean 12.1) kg CO2-eq for 21 dairy butter with 95th confidence interval. The main drivers of GHG emissions for plant-based products are oilseed farming and the associated LUC emissions, which can vary significantly depending on type of oilseeds, quantity and sourcing country; in the worst-case scenario, the climate advantage is no longer valid due to LUC. Thus, the inclusion of LUC is essential for a robust assessment and hotspot identification. Overall, the risk of shifting impact was small, as most of the plant-based spreads also had lower impacts for water scarcity footprints and land occupation; 8 of the 212 products were not lower, due to oilseed ingredients with high embodied impacts. Conclusions This study confirmed that plant-based spreads had lower climate, water and land impacts than butter, despite variability of product recipes, geographies and influence of LUC. This research offers a framework for performing regionalised agricultural LCA for a large portfolio of products thereby enabling identification of inter-product variabilities and hotspots for the development of mitigation strategies. Key mitigation opportunities include reducing oilseed ingredients’ embodied impacts by optimising product recipe design and adapting supply chain sourcing and agricultural practice. DOI: 10.1007/s11367-019-01703-w | Liao X, Gerichhausen MJW et al. Large-scale regionalised LCA shows that plant-based fat spreads have a lower climate, land occupation and water scarcity impact than dairy butter. Int J Life Cycle Assess. 2020;25(6):1043–1058. |
| 17. | ● Website | Investigations peta org: No Monkey Is Safe in the Thai Coconut Industry. |
| 18. | 🞽 Global average water Coconuts 2669 2 16 2687 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600. |
| 19. | ● 12 Kokosöl 2,3 CO2-Fussabdruck [kg CO2-Äq. / kg Lebensmittel] Website | Reinhardt G, Gärtner S, Wagner T. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020. |
| 26. | 🞽 Experimentelle Laborstudie It is widely used in the food industry, but the evaluation of the quality of coconut oil remains difficult” [2]. Coconut oil belongs to a special group of vegetable oils called lauric oils due to the high concentration of the this fatty acid which is a saturated fatty acid [3]. Coconut oil has been reported to have many health benefits such as antimicrobial and antiviral activity due to its lauric acid content as well as easy digestibility as a result of its medium chain fatty acids content [4]. Fig. 1. Unit operations stating the various methods employed in the extraction of coconut oil Dodecanoic acid C12H24O2 Study: weak evidence | Oganezi NC, AF Onyejekwe. Identification of Fatty Acids and Other Compounds in Coconut Oil Extracted by Different Methods Using Gas Chromatography–Mass Spectrometry. Asian Basic and Applied Research Journal. 2023;5(1):41-48. |
| 28. | ● Indonesien Es wird durch Auspressen aus dem zerkleinerten und getrockneten Nährgewebe Wirtschaftliche Bedeutung erlangten Kokosnüsse erst mit dem 19. Jahrhundert. Die Erstarrungspunkt: 21-25 °C Fettsäurenzusammensetzung (% versch. Untersuchungen): Caprylsäure 9 4.8 10 Kokosöl ist gekühlt 1–2 Jahre haltbar. Tocopherolgehalt Die Frucht ist eine Steinfrucht und ist ungefähr 13 Monate nach der Öffnung der Blütenscheide ausge- DOI: 10.1007/978-3-7091-1005-8 Book | Krist S. Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Springer-Verlag; 2012. 844 S. |
| 32. | 🞽 Narratives Review The primary fatty acid of coconut oil is lauric acid, which is present at approximately 45–53 %. The metabolic and physiological properties of lauric acid account for many of the properties of coconut oil. DOI: 10.1007/s11746-014-2562-7 Study: weak evidence | Dayrit FM. The properties of lauric acid and their significance in coconut oil. J Am Oil Chem Soc. 2015;92(1):1–15. |
| 33. | 🞽 Narratives Review Fats and oils are concentrated forms of energy and the energy is A portion size of 100 g It is found that CNO has a beneficial impact on external parts of sensational food has remarkable functional properties such as hypocholesterolemic, anti-obesity, anti-hepatosteatotic, antioxidant, anti-inflammatory, antimicrobial including HIV preventive activity and cardio protective effect (Table1) . Moreover,CNO exerts anti-diabetic property by balancing blood sugar levels. ...that medium-chain triglycerides (MCTs) present in CNO improve insulin secretion and insulin sensitivity.Further, CNO is gaining attention as a potential cancer controlling and chemotherapy protective agent. 6 Apart from major health claims the abundance of vitamin E in CNO aids in soothing hair and skin. Despite the substantial amount of studies conducted to reinforce the beneficial health properties of CNO, the hypocholesterolemic and cardioprotective effects of oil remain under controversy. Study: weak evidence | Deen A, Visvanathan R et al. Chemical composition and health benefits of coconut oil: an overview. J Sci Food Agric. 2021;101(6):2182–2193. |
| 34. | 🞽 Experimentelle Laborstudie in wissenschaftlichem Journal Different varieties of VCOs are known based on how they are prepared, which includes cold pressing, hot extraction (HVCO), and fermentation method (FVCO). Recent studies have indicated higher polyphenol content in HVCO than in the cold-pressed (Seneviratne et al., 2009; Srivastava et al., 2016). Study: weak evidence | Illam SP, Narayanankutty A et al. Variations in natural polyphenols determine the anti‐inflammatory potential of virgin coconut oils. Journal of Food Science. 2021;86(5):1620–1628. |
| 36. | 🞽 Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal The most promising bioactive compound in Both VCO production processes removed all hydrophilic compounds, with the remaining fat and moisture contents not significantly different at 99.90% and 0.10%, respectively. Their fatty acid profiles were 90% saturated and 60% medium chain (mainly lauric acid). The phenolic compound (originally found high in coconut milk) was present in trace amounts in the VCOs. However, phytosterols became more concentrated. Chances of medium chain fatty acid becoming more available for health benefit were at 54% and 58%, and were insignificant among both VCOs. Fermentation caused more rancidity to the product. Conclusion: Both centrifugation and fermentation production processes did not qualitatively and quantitatively affect the bioactive compounds of virgin coconut oil.
Study: weak evidence | Ngampeerapong Chavasit V, Durst RW. Bioactive and nutritional compounds in virgin coconut oils. Malaysian Journal of Nutrition. 2018;24(2):257–267. |
| 40. | 🞽 Klinischer Fallbericht A common concern of food allergic patients (especially those allergic to nuts) is whether they can DOI: 10.3390/children4100085 Study: weak evidence | Anagnostou K. Coconut allergy revisited. Children. 2017;4(10):85. |
| 41. | ● Ein weiteres Problem betrifft die Menschen vor Ort: Die Kokosproduktion übernehmen in den Hauptanbaugebieten, wie etwa den Philippinen, viele Kleinbauern. Dort leben über 60 Prozent der Bäuerinnen und Bauern unter der Armutsgrenze, und das während die Preise am Weltmarkt steigen. Die höheren Einnahmen versickern oft bei Zwischenhändlern, die das gewonnene Kopra – so etwas wie das Fruchtfleisch der Kokosnuss – an Ölmühlen weiterverkaufen. Das ist nicht nur schlecht für die Lebensbedingungen der Bäuerinnen und Bauern vor Ort, sondern auch für die Umweltbilanz der Kokosproduktion. Wer sich möglichst umweltschonend ernähren möchte, dem hilft aktuell nur ein genauer Blick auf Siegel und Zertifizierungen. In Bezug auf Palmöl sind das zum Beispiel die Siegel des Roundtable for Sustainable Palm Oil (RSPO), bei Kokosöl hilft das Zertifikat der Rainforest Alliance (RA). Ein europäisches Lieferkettengesetz könnte helfen, mehr Klarheit unabhängig von einzelnen Siegeln zu schaffen: Unternehmen würden grundsätzlich dazu verpflichtet, ökologische und soziale Standards entlang der gesamten Lieferkette sicherzustellen. Damit wäre auch den Bauern vor Ort und damit wiederum der Umwelt geholfen. Denn: Aus Sozialstandards resultieren auch höhere Einkommen. Diese wiederum helfen beim Wissensaufbau, beispielsweise hinsichtlich Infrastruktur und Technologie. Theoretisch könnte nämlich schon jetzt mit weniger als der bereits bestehenden Plantagenfläche der gesamte Pflanzenölbedarf der nächsten Jahrzehnte gedeckt werden. Einfache Boykottaufrufe helfen eher nicht, denn viele Menschen vor Ort sind auf den Anbau von Pflanzenölen angewiesen. "Palmöl komplett zu boykottieren, das bedeutet auch, dass die Menschen vor Ort ihre Kinder nicht mehr zur Schule schicken können und Krankenhäuser nicht gebaut werden", sagt Wissenschaftler Erik Meijaard. Der Forscher Robert Beyer erinnert daran, dass es auch auf unseren Sonnenblumen- und Rapsfelden früher eine grössere Artenvielfalt gegeben habe. "Auf diesen Flächen haben einmal Wölfe und Bären gelebt. Das vergessen wir zu leicht." Website | Ramin M. Wer hat der Kokosnuss vertraut? Die Zeit. 6. Juni 2022. |
| 46. | 🞽 Experimentelle Laborstudie According to Jang et al., oils and fats are modified chemically by hydrogenation to improve their plasticity and oxidation stability properties [8]. Partially hydrogenated edible fats may contain trans fatty acid isomers that are found to be nutritionally solicitous [1]. To avoid the presence of trans isomers, one of the possible solutions is to use fully hydrogenated oils because they are trans-free com-pounds [15]. Since full hydrogenation result in extremely hard texture, blending with more soft material is needed. Coconut oil, because of its long shelf life and melting point of 24.4 °C, is frequently used in the baking industry in western countries, being commonly treated by full-hydrogenation DOI: 10.3311/PPch.9638 Study: weak evidence | Dhaygude V, Soós A, Somogyi L. Solidification of the blends of fully hydrogenated coconut oil and non-hydrogenated coconut oil. Periodica Polytechnica Chemical Engineering. 2018;62(1):123-127. |
| 47. | 🞽 Narratives Review Various methods have been employed to extract the coconut oil, but whichever method have been used it is still the best to avoid oil that has been refined, bleached or deodourized. The most popular traditional method of oil extraction are cold extraction and hot extraction process. The challenges faced by these two processes include low yield of oil and the heating process in the hot extraction technique will cause a reduction in the antioxidant properties in oil. Since the last decade, several extraction techniques have been introduced with the aim to improve the technology for coconut oil extraction. Table Table11 shows the summary of various techniques available for coconut oil extraction. Among those vegetable oil used by consumers, coconut oil is slow to oxidize thus resistant to rancidity, resulting in a longer shelf life. Expeller pressing: The expeller pressing is a mechanical method that extracts oil from nuts and seeds by using high pressure and high heat DOI: 10.1007/s00449-021-02577-9 Study: weak evidence | Ng YJ, Tham PE et al. A comprehensive review on the techniques for coconut oil extraction and its application. Bioprocess Biosyst Eng. 2021;44(9):1807-1818. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||









Kommentare