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Lecithin aus Sojabohnen, Pulver

Lecithine aus Sojabohnen sind auch in pulvriger Form erhältlich. Man verwendet sie in der Küche in erster Linie als Emulgator oder zum Aufschlagen von Mousse.
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In der Küche dienen pulvrige Lecithine aus Sojabohnen grundsätzlich zur Herstellung von Emulsionen wie Öl und Wasser oder Luft und Wasser. Entölte Lecithine aus Sojabohnen haben einen charakteristischen bohnenartigen bis neutralen Geruch und Geschmack. Obwohl Lecithine für Gehirn und Nervenzellen unerlässlich sind, gibt es nach heutigem Wissensstand keine Empfehlung für eine Supplementierung, da die körpereigene Synthese ausreichend ist.

Verwendung in der Küche:Lecithine aus Sojabohnen sollte man in kalter Zubereitung auflösen, da Wärme die emulgierenden Eigenschaften hemmt. Um eine ultraleichte und luftige Mousse aus einer Flüssigkeit wie Saft zu erhalten, mixt man die Flüssigkeit mit einem Handmixer von oben nach unten, um möglichst viel Luft zuzuführen. Die Zugabe von einigen Tropfen Öl verbessert das Ergebnis. Ausserdem sorgen Lecithine aus Sojabohnen beim Backen von Brot und Backwaren für besseres Volumen, feinere Porung, knusprigere Kruste, länger anhaltende Frische oder ein besseres Backergebnis von glutenarmen oder –freien Teigen. Lecithine kann man als Eigelbersatz bei der Zubereitung von veganer Mayonnaise oder veganem Speiseeis zugeben.

Einkauf:Lecithine aus Sojabohnen sind im Onlinehandel erhältlich, man findet sie aber auch in Reformhäusern, Bioläden, Drogerien und Apotheken.
Wenn Lecithine aus gentechnisch veränderten Sojabohnen stammen, muss dies innerhalb der EU deutlich auf dem Etikett vermerkt sein, beispielsweise: „Sojalecithin: aus gentechnisch veränderten Sojabohnen“ oder „Sojalecithin: aus genetisch veränderten Sojabohnen“.1 Sinngemäss aus Wikipedia: Grundsätzlich ist Sojalecithin aus gentechnisch veränderten Pflanzen allerdings in der Regel nicht nachweisbar, da es herstellungsbedingt keine DNA aus der Pflanze mehr enthält.2

Inhaltsstoffe:Bei Lecithinen handelt es sich um Phospholipide, die sich aus einem phosphorylierten Cholin, Glycerol und zwei Fettsäuren zusammensetzen.3

Gesundheitliche Aspekte:Lecithine sind ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, insbesondere von Gehirn und Nervenzellen. Als Phospholipid ist Lecithin neben dem Ionentransport durch die Zellmembranen auch für die reibungslose Weitergabe von Nervenimpulsen verantwortlich. Im Gehirn findet die Umwandlung von Lecithin in Acetycholin statt, dem bedeutendsten Neurotransmitter des Nervensystems.4 Wissenschaftler vermuten, dass sich durch die Gabe von Lecithin die Aufnahmefähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses steigert. Allerdings kommen Studien über den Einfluss von Lecithin auf die Lern- und Gedächtnisleistung zu widersprüchlichen Ergebnissen, so dass die bisherigen Kenntnisse keine Empfehlung für eine allgemeine Supplementierung zulassen.5 Vielmehr gilt derzeit für den Mensch die körpereigene Cholinsynthese als ausreichend.6

Ausserdem zeigte eine kritische Sichtung der Literatur, dass Lecithine nur in dem Mass den Cholesterinspiegel senken können, in dem man mehrfach ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Linolsäure (Omega-6-Fettsäure), zuführt. Allerdings spricht keine Untersuchung dafür, dass Lecithine einen spezifischen cholesterinsenkenden Effekt haben.7

Verwendung in der Medizin:Als Nahrungsergänzungsmittel ist Lecithin in Form von Kapseln, als Granulat und als Reinstoff (Pulver oder Flüssigkeit) in Apotheken und Drogerien erhältlich. Lecithine sind bei Genesung, allgemeinen Schwächezuständen, körperlicher und geistiger Ermüdung, verminderter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit, nachlassender Gedächtnisleistung und nervösen Erschöpfungszuständen empfohlen.3

Allgemeine Informationen:Der Begriff Lecithine (griechisch λέκιθος lekithos, deutsch ‚Eidotter‘) bezeichnet eine Gruppe chemischer Verbindungen namens Phosphatidylcholine. Es handelt sich dabei um Phospholipide, die aus Fettsäuren, Glycerin, Phosphorsäure und Cholin bestehen und in den Zellmembranen tierischer und pflanzlicher Lebewesen enthalten sind. In der EU sind Lecithine als Zusatzstoff zugelassen und als „Lecithin“, „Sojalecithin“ oder „E 322“ aufgeführt. In Medizin und Kosmetik setzt man Lecithine als Wirkstoff und in der Diätetik als Nahrungsergänzungsmittel ein.2

Entölte Lecithine aus Sojabohnen sind pulvrig oder granuliert und weisen gut gereinigt (raffiniert) einen charakteristischen, bohnigen bis neutralen Geruch und Geschmack auf. Lecithine aus Sojabohnen sind in Ölen und Fetten löslich.2

Literatur / Quellen:

  1. UGB Unabhängige Gesundheitsberatung. Genfood, wo steckt’s drin? [Zitiert am 24.04.2018]. Verfügbar unter: ugb.de/vollwert-ernaehrung/genfood-wo-steckt-drin/
  2. Wikipedia. Lecithine [Internet]. Version vom 09.12.2007 [Zitiert am 24.04.2018]. Verfügbar unter: de.wikipedia.org/wiki/Lecithine
  3. PharmaWiki. Lecithin [Internet]. Version vom 17.08.2016 [Zitiert am 24.04.2018]. Verfügbar unter: pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Lecithin
  4. UGB Unabhängige Gesundheitsberatung. Lässt sich Weisheit löffeln? [Internet]. [Zitiert am 24.04.2018]. Verfügbar unter: ugb.de/lecithin-nerven-gehirn/
  5. UGB Unabhängige Gesundheitsberatung. Kann Ernährung altersbedingte Schäden des Gehirns vorbeugen? [Internet]. [Zitiert am 24.04.2018]. Verfügbar unter: ugb.de/exklusiv/fragen-service/ernaehrung-altersbedingte-schaeden-des-gehirns/?nervensystem-zns
  6. Biesalski Hans Konrad, Grimm Peter, Nowitzki-Grimm Susanne: Taschenatlas Ernährung. 6. Auflage (2015);l Georg Thieme Verlag, Stuttgart und New York.
  7. Kasper Heinrich, Burghardt Walter: Ernährungsmedizin und Dietätik. 12. Auflage (2014); Elsevier GmbH. Urban & Fischer Verlag. München.

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