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Linse, rot, roh

Rote Linsen haben einen hohen Eiweissanteil und sind leicht verdaulich. Darüber hinaus enthalten sie viele Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralstoffe wie Zink.
71/27/02  LA4:1ALA
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Rote Linsen stammen aus Indien und der Türkei. Im Handel sind sie in getrocknetem Zustand erhältlich. Sie sind bereits geschält und lassen sich schnell und einfach garen. Rote Linsen finden für Suppen, Püree und Eintöpfe Verwendung.

Verwendung in der Küche:Rote Linsen sind geschälte braune oder violette Linsen, deren Kern orange-rot ist. Aufgrund der fehlenden Schale muss man sie vor dem Kochen nicht einweichen und sie garen schneller als andere Hülsenfrüchte. Beim Kochen bekommen rote Linsen eine gelbliche Farbe. Weil sie leicht zerfallen, eigenen sie sich gut für Püree, Eintöpfe und Suppen. Dal oder Curry, mittlerweile allerorts bekannte indische Gerichte verfeinert mit verschiedenen orientalischen Gewürzen, schmecken hervorragend mit Linsen als Basiszutat.

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Lagerung:Durch optimale Lagerungsbedingungen sind rote Linsen sehr lange (fast ein Jahr) haltbar. Dies Bedarf einer trockenen, wenn möglich lichtgeschützten- sowie kühlen Lagerung.

Inhaltsstoffe:Linsen enthalten weniger als 1 % Fett, dafür sind die Eiweiss- und Kohlenhydratanteile sehr hoch, weshalb sie vor allem für die vegane Ernährung sehr beliebt und wichtig sind. Ungeschält enthalten sie auch sehr viele Ballaststoffe was sehr sättigend wirkt, ausserdem Folsäure, Eisen, Magnesium, Vitamin B1 und B6, Kalium, Zink und Kupfer.1 Linsen haben einen hohen Anteil an Purinen, welche zu Harnsäure umgewandelt und über die Nieren ausgeschieden werden - dies sollten Menschen mit einem erhöhten Harnsäurespiegel beachten, da sonst Gichterscheinungen auftreten können.

In roher Form sind Linsen unbekömmlich, da sie sogar giftige Inhaltsstoffe (z.B. Lektine) enthalten, welche durch das Kochen unschädlich gemacht werden. Durch das Einweichen reduziert man diese unbekömmlichen Stoffe. 

Werden ungeschälte Linsen gekeimt, sind sie auch roh zur Weiterverarbeitung geeignet. Der Keimvorgang schliesst die Nährstoffe besser auf: dadurch wird der Gehalt an B-Vitaminen erhöht und Linsenkeime enthalten auch Vitamin C.

Gesundheitliche Aspekte:Linsen sind ein guter Eisenlieferant (8 mg / 100 g) und gelten daher als wirksam gegen Blutarmut. Aufgrund des hohen Ballaststoffanteils helfen sie bei Verstopfungen, und senken den Cholesterinspiegel. Sie lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen und werden daher für Diabetiker empfohlen. Der hohe Folsäuregehalt kommt Frauen mit Kinderwunsch und auch Schwangeren zugute.1

Äusserlich angewendet hilft gekochtes, abgekühltes Linsenpürree bei Gichterscheinungen.

Allgemeine Information:Die Linse oder Erve (Lens culinaris), auch Küchen-Linse genannt ist eine Pflanzenart aus der Gattung Linsen (Lens) aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Sie stammt wahrscheinlich von der wilden Lens orientalis ab.

Die Form der Linsen ist einheitlich flach und rund. Sie unterscheiden sich in der Grösse und Farbe. Tellerlinsen gehören mit 6 - 7 mm Durchmesser zu den grössten Linsen, Zuckerlinsen mit 4 - 5 mm zu den kleinsten. Im Handel weiters noch verbreitet sind: Berglinsen, Beluga-Linsen, Puy-Linsen und Gelbe Linsen, welche sehr stark in der Farbe variieren.

Literatur / Quellen:

  1. Roger J. Heilkräfte der Natur. Ein Praxishandbuch. Zürich: Advent Verlag. 2006.

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