Inhaltsverzeichnis
Die mehr als 300 Arten der Zieste (Stachys) sind weltweit verbreitet. Neben Blättern und Samen sind auch die Knollen der mitteleuropäischen Arten wie dem Wald-Ziest oder Sumpf-Ziest als Gemüse essbar, ähnlich wie beim bekannten Knollen-Ziest (Stachys affinis).
Verwendung in der Küche
Der Sumpf-Ziest (Stachys palustris L.) und der Wald-Ziest (Stachys sylvatica L.) duften aromatisch-würzig und schmecken pilz- bis olivenölartig. Ein Erkennungsmerkmal sind die violettfarbenen Lippenblüten. Die jungen, zarten und fein flauschigen Blätter passen in Kräutermischungen, Salate, Salatsaucen oder Kräuterpürees. Besonders harmonieren die Blätter in Suppen und Bouillon. Sie können die Blätter auch trocknen und als Gewürz verwenden oder als Gewürzöl ansetzen. Junge Stängelspitzen mit Blättern und Trieben lassen sich wie Spinat verarbeiten. Durch Kochen verschwindet die raue Textur der Blätter. Die Stängelbasis ergibt ein feines Pfannengemüse.7
Die Samen dieser beiden Ziest-Arten schmecken roh als Gewürz, z.B. über Salate gestreut. Sie dienen auch zum Würzen von eingelegtem Gemüse. Aus dem Rhizom (umgangssprachlich Wurzel oder Knolle) können Sie ein feinwürziges, gedämpftes oder gebackenes Stachys-Gemüse zubereiten. Auch roh schmecken die Knollen hervorragend. Getrocknet und vermahlen sind die Knollen als Zusatz für verschiedene Teige verwendbar. Probieren Sie mal, die Rhizome in Essig einzulegen. Vorher von Erd- und Schmutzresten mit einer Wurzelbürste befreien. Die zarte Haut der Knollen brauchen Sie nicht abschälen. Kleine Wurzelansätze und die Enden sollten Sie abschneiden.7
Der Knollen-Ziest (Stachys affinis L.) ist hauptsächlich für seine Rhizome bekannt. Er findet sich vor allem in französischen, chinesischen und japanischen Küchen wieder. Auch die Knollen-Ziest-Blätter sind essbar. Im Iran hat die Stachys-Art S. lavandulifolia kulinarische Bedeutung; in Polen, Schweden, der Ukraine und Grossbritannien die zuvor erwähnte S. palustris. Getrocknetes Puder aus S. palustris kommt in Europa als Zusatzstoff in Brot zur Anwendung.1
Veganes Rezept für Wald-Ziest-Chips
Zutaten (2 Portionen): 1 grosse Handvoll frische Ziest-Blätter (ca. 30-40 Blätter), 1-2 EL Olivenöl, Salz, optional: Gewürze wie Paprika, Knoblauchpulver oder Chili.
Zubereitung: Benetzen Sie die Ziest-Blätter mit Öl und etwas Salz und trocknen sie bei niedriger Hitze (40-60 °C) im Backofen (oder Dörrautomat). Stecken Sie hierfür einen Kochlöffel in die Ofentür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Veganes Rezept für gedämpfte 'Crosne du Japon'
Zutaten (3 Portionen): 250 g Ziestknollen, 2 EL Olivenöl (gesünder wäre Rapsöl), 2 Knoblauchzehen, 1 TL frischen Thymian, 1 EL Zitronensaft, Salz, Pfeffer.
Zum Garnieren: fein geriebene Zitronenschale (bio!), frische Petersilie
Zubereitung: Nachdem Sie den Knollen-Ziest gründlich gereinigt haben, kommt er direkt noch etwas feucht in die Pfanne. Schneiden Sie den Knoblauch in hauch dünne Scheiben und geben Sie ihn zum Ziest. Dämpfen Sie das Gemüse bei schwacher Hitze und mit Deckel für 5 Min. Nun den Deckel entfernen. Sobald kein überschüssiges Wasser mehr vorhanden ist, nehmen Sie das Gemüse vom Herd und würzen es mit Kräutern, Zitronensaft und -schale, Olivenöl, Salz und Pfeffer.
Passt zu: Portobello-Burger
Vegane Rezepte mit Ziest finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Knollen-Zieste finden Sie während der Hochsaison ab Mitte November bis Februar, vorzugsweise in Delikatessengeschäften und besonders zur Festtagszeit.
Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer, Billa etc. konnten wir Zieste bisher nicht finden. Auch Bio-Supermärkte wie etwa Denn's Biomarkt oder Alnatura haben Ziest nicht im Angebot.
Samen für die unterschiedlichsten Ziest-Arten sind am einfachsten online zu finden. In Baumärkten wie z.B. Obi gibt es vorwiegend den Woll-Ziest zu kaufen. Auch in Gärtnereien sind Zieste erhältlich. Der Preis für Ziest-Samen und -Pflanzen ist vergleichbar mit dem anderer Wildpflanzen.
Die Verfügbarkeit von Ziesten ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Wild zu finden
Die verschiedenen Ziest-Arten können einjährig oder ausdauernd sein. Sie sind krautige und aufrecht wachsende Pflanzen.2 Manche Arten wie der Knollen-Ziest, der Sumpf-Ziest oder auch der Wald-Ziest bilden essbare Rhizome als Überdauerungsorgane.7
Zieste erkennen Sie an den nesselartigen, ungeteilten Blättern, die am Stängel wechselständig angeordnet sind. Die Blüten sind lippenförmig. Je nach Art erreicht der Ziest eine Höhe von 20 bis 100 cm.2
Saison: Die ergiebig wachsenden Rhizome (umgangssprachlich auch Wurzelknollen) des Sumpf-Ziests sind am zartesten bei Pflanzen im ersten Jahr. Man erntet sie von September bis in den Winter. Die Hauptblütezeit ist von Mitte Juni bis Mitte August. Den Sumpf-Ziest finden Sie auf Feuchtwiesen und Bachuferfluren.8
Wald-Ziest wächst schwerpunktmässig in Erlen- und Edellaub-Auenwäldern und seine Hauptblütezeit sind die Monate Juni bis September.8
Stängelspitzen mit zarten Blättern und jungen Trieben ernten Sie am besten noch vor der Blüte von April bis Juni und die junge Stängelbasis vorzugsweise im April. Zum Ende der Vegetationsperiode, ab September bis Oktober, können Sie Samen sammeln.7
Im Literaturverzeichnis finden Sie mithilfe der Quellen 2,7 und 8 Empfehlungen von Hilfestellungen zur Bestimmung mancher Ziest-Arten.
Tipps zur Lagerung
Knollen, Blätter und Stängel sind frisch nicht lange haltbar. Lagern Sie die frischen Blätter von Stachys für kurze Zeit in ein feuchtes Tuch oder Küchenpapier gewickelt im Kühlschrank. Für längere Haltbarkeit trocknen Sie die Blätter an einem luftigen, schattigen Ort oder blanchieren und frieren sie anschliessend ein. Auf diese Weise bleiben sie je nach Methode mehrere Tage bis Monate haltbar.
Knollen können Sie für wenige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks, möglichst bei 2 °C und hoher Luftfeuchtigkeit, aufbewahren. Die hohe Luftfeuchtigkeit verhindert das Austrocknen der dünnhäutigen Rhizome. Bei wärmerer Lagerung ist es möglich, dass sie austreiben oder eine bräunliche Farbe erhalten. Das Einfrieren der Knollen ist ebenso eine gute Methode.4
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Kohlenhydrate, einschliesslich einfacher Zucker, stellen die dominierende Makronährstoffgruppe dar (36,94 %), wobei einfache Zucker 14,07 % ausmachen, Proteine 10,64 % und Fette 0,53 %. Sie beeinflussen massgeblich den Geschmack sowie den Nährwert und Energiegehalt von Stachys.11
Zum detaillierten Nährstoffprofil der verschiedenen Ziest-Arten liegen uns keine Daten vor. Für mehr Details folgen Sie dem Link zum Knollen-Ziest (Stachys affinis L.).
Die gesamten Inhaltsstoffe von Ziest, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Neben einfachen Zuckern enthält die Pflanze Stachyose, ein Oligosaccharid aus Galaktose, Fruktose und Glukose, sowie Raffinose. Stachyose bleibt im Dünndarm unverdaulich und gelangt in den Dickdarm, wo probiotische Bakterien sie fermentieren. Dadurch entfaltet sie eine präbiotische Wirkung, fördert ein gesundes Darmmikrobiom und hemmt potenziell schädliche Mikroorganismen. In China ist die Fermentation als Verarbeitungsmethode üblich, u.a., um die Verträglichkeit von Oligosacchariden zu verbessern. Die Rhizomknollen enthalten zudem reichlich Ballaststoffe (35 % TG), die die Verdauung unterstützen und als Präbiotikum für probiotische Bakterien im Darm dienen.11
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen der Zieste kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Stachys enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:1,16
- Isoprenoide: Monoterpene (Iridoide); Diterpene; Triterpene
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure, Protocatechinsäure, Gentisinsäure, Vanillinsäure, Syringinsäure), Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure, Rosmarinsäure, Chlorogensäure, Caftarsäure, p-Cumarsäure, Ferulasäure); Flavonoide: Flavone (Baicalein, Apigenin, Isoscutellarein, Luteolin, Chrysoeriol-Derivate), Flavonole (Isoquercitrin, Rutin); Tannine; Lignane (Sesamin, Paulownin); Phenylethanoid-Glykoside (Acetosid, Martynosid, Verbascosid, Leucosceptosid, Betonyosid A-F), Phenylpropanoid-Glucoside
Insgesamt isolierten Forschende über 200 Verbindungen aus der Gattung Stachys, darunter Polyphenole und ätherische Öle. Mehrere Stachys-Arten zeigen in vitro und in vivo wichtige pharmakologische Wirkungen, u.a.: antioxidative (Stachys recta ssp. recta, Stachys palustris, Stachys byzantina, Stachys sylvatica), entzündungshemmende (Stachys recta, Stachys germanica, Stachys officinalis, Stachys alpina), schmerzlindernde, angstlösende, antidepressive, antiproliferative (Stachys lavandulifolia), antibakterielle (Stachys byzantina, Stachys officinalis, Stachys sylvatica) sowie nieren- und leberschützende (Stachys pilifera).5,16 In einer randomisierten Studie (33 Frauen) reduzierte ein 3-monatiger Teeaufguss aus Stachys officinalis Blutungsstörungen deutlich. Eine weitere klinische Studie mit standardisierten Extraktkapseln zeigte eine signifikante Schmerzlinderung bei primärer Dysmenorrhoe (Menstruationsschmerzen).1
Zahlreiche Studien untersuchten und bestätigen tdas therapeutische PPotenzial von Stachys in der traditionellen Medizin. Lesen Sie dazu Näheres im Kapitel 'Volksmedizin - Naturheilkunde'.
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Weder Lavendel-, Knollen-, Sumpf-, Woll- noch Wald-Ziest sind laut unserer Recherche giftig. Jedoch gibt es Hinweise auf dosisabhängige Nebenwirkungen.1 Man sollte also vorsichtig sein und diese Pflanzen nicht ohne genaue Kenntnis der Wirkstoffe und möglichen Risiken verwenden.
Iranische Frauen verwenden S. lavandulifolia häufig als abortives Mittel (Abtreibungsmittel). Auch wissenschaftliche Untersuchungen zur abtreibenden Wirkung eines Extrakts der Pflanze konnten den Effekt bestätigen. Bei Schwangerschaft ist also Vorsicht geboten.1
Die Rhizome des Sumpf-Ziests wie auch des Knollen-Ziests enthalten einen speziellen Zucker (Stachyose), ein Tetrasaccharid.8 Diesen Zucker kann der menschliche Dünndarm nicht durch körpereigene Enzyme verwerten, weshalb der Nahrungsbrei unverändert in den Dickdarm gelangt. Darmbakterien bauen Stachyose ab, was zu Blähungen führen kann.10
Volksmedizin - Naturheilkunde
Mehrere Arten der Gattung Stachys kommen seit Tausenden von Jahren in verschiedenen ethnomedizinischen Traditionen zum Einsatz. Zahlreiche Studien erwähnen ihre vielfältigen Anwendungen. Die ethnomedizinische Nutzung von Stachys sp. hat insbesondere in dem Gebiet von der Mittelmeerregion bis zum Iran Tradition. Die meisten Arten konsumiert man als Kräutertee, um Infektionen, Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, Entzündungen, Hautkrankheiten/Wunden, Asthma und Angstzustände zu behandeln.1 Es gibt verschiedene Zubereitungsmethoden aus verschiedenen Teilen der Pflanze, je nach Krankheit.12
Obwohl z.B. der Wald- und Sumpf-Zist bewährte Mittel zur besseren Wundheilung, gegen Bauchschmerzen und Krämpfe sowie zur Desinfektion und gegen Fieber sind, finden sie heute in der Heilkunde kaum mehr Anwendung.5,7
In der traditionellen chinesischen Medizin nutzt man den Knollen-Ziest (Stachys affinis). Man setzt ihn bei Erkältungen, Herzkrankheiten, Schmerzen, als Antioxidans, bei durch Sauerstoffmangel verursachten Hirnschäden, Demenz und Magen-Darm-Beschwerden ein. Auch Stachys geobombycis findet in der Naturheilkunde Chinas, Europas und Japans Anwendungen. Im Iran nutzt man auch S. acerosa, S. fruticulosa, S. byzantina (auch als 'Eselsohr-Blume' in Gärten zu finden), S. inflata, S. lavandifolia, S. pilifera, S. schtschegleevii, S. silvatica und S. turcomanica.1
In der türkischen Naturheilkunde finden Arten wie S. cretica ssp. anatolica, S. cretica ssp. mersinaea, S. iberica subsp. georica, S. iverica ssp. stenostachya, S. kurdica, S. lavanfulifolia und S. obliqua Anwendung. Einsatzgebiete sind hauptsächlich Erkältungen, Husten, Bauchschmerzen und als Fiebermittel. S. sylvatica setzt man dort bei Herzkrankheiten ein.1
Im Altertum verwendete man den Aufrechten Ziest (Stachys recta), damals auch als "Sideritis" bezeichnet, zu verschiedenen Heil- und magischen Zwecken. Insbesondere kam die Pflanze bei Hieb- und Stichwunden zum Einsatz. So sollen Gladiatoren im Römischen Reich Sideritis als Amulett getragen haben. In Osteuropa besteht immer noch der Brauch, abgekochte Pflanzen dem Badewasser von Kindern hinzuzufügen, zum Schutz gegen Krankheiten und "magische Einflüsse".2
S. inflata, eine im Iran endemische Art, setzt man als Kräutertee zur Behandlung von entzündlichen und rheumatischen Erkrankungen, Asthma und verschiedenen Infektionen ein. S. lavandulifolia ist als milder Beruhigungs- und Appetitanregungstee bekannt, und verschiedene Teile dieses Krauts verwendet man zur Verringerung von Angstzuständen und zur Verbesserung von Magen-Darm-Beschwerden. Die oberirdischen Teile von S. byzantina sollen helfen, Infektionen, Wunden, Asthma, bakterielle Darmentzündungen, Epilepsie, Verdauungsstörungen, Erkältungen, rheumatische Erkrankungen und Nervenkrankheiten zu behandeln.12
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Auch wenn spezifische Daten über den ökologischen Fussabdruck der Zieste nicht genau dokumentiert sind, sind die ökologischen Auswirkungen vermutlich positiv. Wir gehen davon aus, dass der Konsum in der Regel mit einem kleinen CO2-Fussabdruck sowie Wasser-Fussabdruck einhergeht.
Wurzelgemüse kommt durchschnittlich auf einen kleinen CO2-Fussabdruck von 0,4 kg CO2eq/kg.14 Zudem ist der Ziest eine recht genügsame Ackerfrucht.11 Der Ackerboden sollte aber nie ganz austrocknen - daher ist der Wasserfussabdruck stark von dem vorherrschenden Klima abhängig.4
Mittels einer Lebenszyklusanalyse aus dem Jahr 2020 berechneten ForscherInnen den CO2-Fussabdruck von Heilkräutern. Unter den Kräutern war zwar kein Ziest, für eine grobe Einschätzung ziehen wir trotzdem diese Studie heran: Melisse, Thymian, Absinth, Eibisch und Kalifornischer Mohn kamen auf ein Treibhausgaspotential von 0,27-0,38 kg CO2eq pro Kilogramm luftgetrocknetes Kraut. Dieselben Heilkräuter, aber elektrisch getrocknet, kamen auf 23,13-30,63 kg CO2eq/kg.13
Allgemein ist es gut, regionales, saisonales Gemüse möglichst unverpackt aus der Direktvermarktung (z.B. Wochenmarkt) zu beziehen.15 Die meisten Treibhausgase entstehen jedoch durch Landnutzungsänderungen und am Bauernhof bzw. in der Produktionsstätte. Diese zwei Teilaspekte des ökologischen Fussabdrucks machen für die meisten Lebensmittel 80 % aller Emissionen aus.14
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Ziest-Arten sind für den Wildpflanzengarten als Bienenweide zu empfehlen. Die Blüten der Blumen dienen als bevorzugtes Ziel für Pelzbienen und Hummeln. Besondere Bedeutung für die Wollbiene (Anthidium manicatum) haben der Woll-Ziest (Stachys byzantina = S. lanata) und der Deutsche Ziest (Stachys germanica). Die Blüten dieser beiden Arten gelten als deren Lieblingsblüten, darum der Name Woll-Ziest. Der Aufrechte Ziest (Stachys recta) ist mit seiner langen Blütezeit bei vielen Wildbienenarten wie Hummeln, Pelzbienen, Wollbienen, Mauerbienen oder Schlürfbienen ausserordentlich beliebt.9
Der Sumpf-Ziest (Stachys palustris) ernährt Käfer, Zweiflügler (Fliegen), Schnabelkerfe (Wanzen, Zikaden) und Schmetterlinge.17
Weltweites Vorkommen - Anbau
Die Gattung Stachys umfasst 300 ein- und mehrjährige Kräuter und kleine Sträucher. Sie kommen in der gemässigten Klimazone des Mittelmeerraums, Asiens, Amerikas und des südlichen Afrikas vor.1
Anbau - Ernte
Zieste brauchen durchlässige Böden und Sonne oder Halbschatten. Die Aussaat erfolgt im Herbst oder über Teilung im Frühjahr. Die Ernte erfolgt je nach Verwendung und Art zu unterschiedlichen Zeitpunkten und auf unterschiedliche Weise (siehe 'Wild zu finden' und 'Knollen-Ziest-Ernte').6
Weiterführende Informationen
Die Gattung der Zieste (Stachys) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die Einteilung erfolgt in zwei Untergattungen: Betonica L. und Stachys L., wobei Stachys 19 Sektionen umfasst, während zur Untergattung Betonica 2 Sektionen gehören. Die zwei Untergattungen sind sehr ähnlich, haben jedoch botanische und phytochemische Unterschiede.1 Diese Einteilung ist aber scheinbar nicht so eindeutig, und in wissenschaftlichen Texten findet man die Gattungsnamen Betonica und Stachys teilweise synonym verwendet.
Alternative Namen
Andere Trivialnamen im deutschsprachigen Raum sind bzw. waren Heide-Ziest, Berg-Ziest, Abnehmkraut (Berner Oberland), Badekraut (Schlesien), Berufkraut (Elsass), Beschreikraut (Henneberg, Schmalkalden), Flussgesparkraut (Salzburg), Fuhrkraut (Linz), Gliedkraut, Rossnessel, Zeisskraut, Zeisgenkraut (Harz, Thüringen, Schlesien) oder Ziess.
Alternative Namen für den Woll-Ziest (Stachys byzantina) sind Wollziest, Wolliger Ziest, Eselsohr (Eselsohr-Blume) und Hasenohr.
Den Knollen-Ziest nennt man auch Chinesische Artischocke, Japanknolle, Japanische Kartoffel, Knollenkartoffel oder einfach nur Stachy.
Die englische Bezeichnung für die Zieste ist Stachys. Alternative englische Namen sind hedgenettle, heal-all, self-heal, woundwort, betony und lamb's ears.
S. byzantina, S. inflate und S. lavandulifolia, bereitet man im Iran, in der Türkei und Aserbaidschan als Tee zu – als sogenannten Bergtee. Nicht zu verwechseln mit Sideritis sp. Tees dieser Gattung sind ebenfalls als Bergtee bekannt.1
In Italien hat Stachys recta auch den Spitznamen "erba della paura", was so viel heisst wie "Das Kraut, das die Angst fernhält".1
Der Heil-Ziest heisst auch Betonie und hat zwei gebräuchliche wissenschaftliche Namen – Stachys officinalis und Betonica officinalis.3
Literaturverzeichnis - 17 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | * The genus Stachys L. (Lamiaceae) includes about 300 species as annual or perennial herbs or small shrubs, spread in temperate regions of Mediterranean, Asia, America and southern Africa. Several species of this genus are extensively used in various traditional medicines The genus Stachys L., a large member of the Lamiaceae family, comprises more than 300 species, dispersing in temperate and tropical regions of Mediterranean, Asia, America and southern Africa [1,2,3]. Up to now, the most established and comprehensive classification of the genus is introduced by Bhattacharjee (1980), categorizing into two subgenera Betonica L. and Stachys L. [2,3]. The subgenus Stachys includes 19 sections, while the subgenus Betonica comprises 2 sections [1]. However, the two subgenera present important botanical and phytochemical differences which differentiate them [1,4,5]. Many species of the genus are extensively used in traditional medicine of several countries, having various names. For instance, the species S. recta, known as yellow woundwort, is called as “erba della paura” (=“herb that keeps away fear”) in Italy, attributing to the anxiolytic properties of its herbal tea, while S. lavandulifolia Vahl is called as “Chaaye Koohi” in Iran [11,12,13]. In addition, herbal preparations of Stachys spp. are widely consumed in folk medicine to treat a broad array of disorders and diseases, including stress, skin inflammations, stomach disorders and genital tumors [3,14,15]. Specially, the herbal teas of these plants, known as “mountain tea”, are used for skin and stomach disorders [12,16]. The latter common name could lead to a misinterpretation since the herbal remedies of any Sideritis species are globally known with the same name. Several Stachys spp. have been used in various ethnomedicines for thousands of years. A plethora studies mentioned their diverse traditional medicinal uses. In the current review, a detailed description of the available data of the traditional uses of Stachys spp. is shown in Table 1, reporting 25 species and 6 subspecies of this genus. A careful overview of the specific table reveals that the ethnomedicinal use of Stachys spp. is particularly in the area covering of Mediterannean to Iran. Most of the species are consumed as herbal teas for the treatment of infections, common cold, gastrointestinal disorders, inflammation, skin disorders/wounds, asthma and anxiety. This survey documented 60 Stachys species and 10 subspecies for their phytochemical profiles, including 254 chemical compounds and reported 19 species and 4 subspecies for their pharmacological properties. Furthermore, 25 species and 6 subspecies were found for their traditional uses. The present review highlights that Stachys spp. consist an important source of bioactive phytochemicals and exemplifies the uncharted territory of this genus for new research studies. Narrativer Review in wisenschaftlichem Journal DOI: 10.3390/medicines7100063 Study: weak evidence | Tomou EM, Barda C, Skaltsa H. Genus Stachys: A Review of Traditional Uses, Phytochemistry and Bioactivity. Medicines. 2020;7(10):63. |
| 2. | ● Berg-Ziest (Stachys recta): Blüten gelblich weiss; Stängel einfach oder vom Grunde an ästig verzweigt; Blätter länglich-lanzettlich, die unteren gesägt gestielt, und .., einjährig, Heilkraut: Im Altertum soll die Pflanze als "Siederitis" zu verschiedenen Heil- und magischen Zwecken verwendet worden sein. Besonders soll sie auch der Heilung von Hieb.und Stichwunden gedient haben. Gladiatoren im Römischen Reih sollen die Pflanze als Amulett getragen haben. In Osteuripa wird die Pflanze nach Abkochen zum Baden der Kinder gebraucht, um sie gegen verschiedene Krankheiten, aber auch gegen "magische Einflüsse" zu schützen. Book: moderate evidence | Lüder R. Grundkurs Pflanzenbestimmung: eine Praxisanleitung für Anfänger und Fortgeschrittene. 8., korrigierte und aktualisierte Auflage. Quelle & Meyer Verlag; 2017:442-443. |
| 3. | ● Ziest Stachys officinalis (Heilziest, Echte Betonie, Betonica officinalis L.) Neben dem Heilsziest werden gelegentlich auch der Waldziest (S. sylvatica.) sowie der Sumpfziest (S. palustris) und der Aufrechte Ziest (S.recta) in der Volksheilkunde genutzt. Der Waldziest erreicht ein Wuchshöhe von 30-100 cm und zeigt im Vergleich zum Heilziest dunklere, fast bordeuxrote Blüten. Am liebsten wächst er an nährstoffreichen, feuchten Stellen in Wäldern, vor allem in Laubmischwäldern. Er ist eine der wenigen Pflanzen, die im schattigen Wald blühen: "Wenn du in den Wald ziehst, siehst du den Wald-Ziest". Der Sumpfziest, der zirkumpolar an feuchten, nährstoffreichen Stellen wie Ufern und Wassergräben anzutreffen ist zeigt einen nicht abgerückten Blütenstand sowie kaum gestielte Blätter. Auf mässig trockenen, kalkhaltigen Böden an Gebüsch- und Waldrändern oder auf Magerwiesen im submediterranen Raum ist der Aufrechte Ziest, auch Heide- oder Berg-Ziest genannt anzutreffen. Aufgrund seiner bis 2m tief reichenden Wurzel ist er an trockenen Standorten angepasst. Er hat Blütenstände aus locker übereinanderstehenden Blütenquirlen. Die Blüten sind hellgelb bis weisslich. Die Gattung Stachys umfasst ca. 300 Arten, die weltweit mit Ausnahme von Australien und Neuseeland verbreitet sind. Schwerpunktmässig sind sie im Mittelmeergebiet mit dem Nahen Osten sowie Südafrika und Chile anzutreffen. Book: moderate evidence | Bäumler S. Heilpflanzenpraxis Heute: Arzneipflanzenporträts [E-Book]. 3. Auflage. Elsevier; 2021:2729-2734. |
| 4. | ● Knollenziest-Kulinarik: .. Sie lassen sich auch tiefkühlen. Auch die Blätter sind essbar Book: moderate evidence | Heistinger A. Arche Noah Handbuch Bio-Gemüse. 4. Auflage. Löwenzahn; 2010:404-507. |
| 5. | * Many studies have shown various activities in this genus such as anti-inflammatory (Khanavi et al., 2005; Kukik et al., 2007; Maleki et al., 2001; Sharifzadeh et al., 2005; Skaltsa et al., 2000), anti anxiety (Rabbani et al., 2003), antibacterial (Grujic-Jovanovic et al., 2004; Sonboli et al., 2005; Digrak et al., 2001), anti-nephritic (Hayashi et al., 1994), anticancer (Amirghofran et al., 2006; 2007), anti-Helicobacter pylori (Stamatis et al., 2003), and antioxidant effects (Aydin et al., 2006; Kukik et al., 2006; Matkowski and Piotrowska, 2006). Some species of this genus are used in folk medicine, specially S. paalustris L. and S. sylvatica L. which are approved for healing wounds, treating abdominal pains and as disinfectant, anti-spasmodic and anti-fever. Experimentelle Studie (in-vitro) Study: weak evidence | Khanavi M, Hajimahmoodi M et al. Comparison of the Antioxidant Activity and Total Phenolic Contents in Some Stachys Species. African Journal of Biotechnology. 2009;8(6):1143–1147. |
| 6. | ● Quelle von Vorgänger-Autorin (LV) übernommen; habe selbst keinen Zugriff Book: weak evidence | Bown D. Kräuter. Die grosse Enzyklopädie. Anbau und Verwendung. 2. Auflage (2015); Dorling Kindersly Verlag GmbH. München. |
| 7. | ● S 101 Sumpf-Zist(Stachys palustris L.) Wurzeln: Von September bis in den Winter hinein erntet man die noch weichen Wurzeln des Sumpf-Ziests im ersten Jahr und ocht oder backt sie. Getrocknet und gemahlen ergeben sie ein Gemüsemehl, aus dem man Breie bereitet oder mit dem man Getreidemehl streckt. Blätter und Stänge: Ein feines Gemüse ergeben die leicht geschälten, zartweichen Stängelspitzen, die zarten Blätter und jungen Triebe noch vor der Blüte von April bis Juni. Man kann sie zu Kochgemüse oder Spinat verarbeiten. Das Raue der Blätter verliert sich beim Kochen. Im April eignet sich die Stängelbasis am Ansatz zur Wurzel geschält als Pfannengericht. Samen: Am Ende der Vegetationsperiode, von September bis Oktober, kann man die Ziest-Samen roh als Gewürz in Salate streuen oder mit ihnen eingelegtes Gemüse würzen. Geschmack: Der Grundgeschmack der Pflanze ist zuweilen pilz-und manchmal auch olivenölartig. S111 Wald-Ziest: Der Grundgeschmack der würzig-aromatisch duftenden Pflanze erinnert an Steinpilz Wald-Ziest (Stachys sylvatica L.): Blätter: Der Wald-Ziest bietet uns von April bis Juni junge, feinflauschige Blätter, die gehackt in Kräutermischungen, Kräuterkäse, Salate und Salatsaucen, aber auch als Zutat in Kräterpüree und als Beilage zu Bratgerichten gegeben werden können. Eine besondere Spezialität ist die Verwendung in Suppen oder Bouillons. Zur Bevorratung trocknet man die Blätter als eine Art Grillgewürz oder mariniert sie in Öl. Stängelbasis: Die Stängelbasis am Ansatz zur Wurzel wird im April geschält und zu einen würzigen Pfanngemüse bereitet. Wurzeln: Von September bis ins Frühjahr hinrin kann man, sofern der Boden nicht gefroren ist, die Wurzeln ernten und sie als ein feinwürziges, Gemüse kochden oder backen. Getrocknet und gemahlen werden sie zu einer Art Gemüsemehl für Breie und Brote genutzt. Geschmack: Der Grundgeschmack der würzig-aromatisch duftenden Pflanze erinnert an Steinpilze. S112: Heil-Ziest (Betonica officinalis L.): Die Pflanze hat einen strengen Geschmack mit einem leichten Pilzaroma
Book: strong evidence | Fleischhauer SG, Guthmann J, Spiegelberger R. Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden. 11. Aufl. AT-Verl; 2007:101,111-113. |
| 8. | ● von Vorgänger-Autorin (LV) übernommen; ich (JoSo) habe keinen Zugang dazu Book: strong evidence | Fleischhauer SG, Guthmann J, Spiegelberger R. Enzyklopädie. Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. 1. Auflage (2013); AT Verlag. Aarau. |
| 9. | ● Website | Bienenhotel de: Pflanzensamen. |
| 10. | * Stachyose, a tetrasaccharide consisting of two galactoses, a glucose and a fructose, can reportedly stimulate the growth of bifidobacteria in the human intestine and protect the function of organs eliminating harmful substances [1], [2]. Since it cannot be digested nor absorbed, stachyose is also regarded as a potential substitute for sugar for diabetes patients. Foods and herbs containing oligosaccharides (such as raffinose and stachyose) are approved as the special health care foods in many countries. Stachyose is the main storage oligosaccharide in the tubers of the Chinese artichoke (Stachys Sieboldii Miq.). Laborstudie DOI: 10.1016/j.talanta.2006.03.027 Study: weak evidence | Yin J, Yang G et al. Purification and Determination of Stachyose in Chinese Artichoke (Stachys sieboldii miq.) by High-Performance Liquid Chromatography with Evaporative Light Scattering Detection. Talanta. 2006;70(1):208-212. |
| 11. | * Stachys affinis Bunge, known as Chinese artichoke, is a perennial plant originating from China, which has uprising scientific interest due to its complex and beneficial content. Chinese artichoke is rich in bioactive compounds useful for human health, including antioxidants, polyphenols, and prebiotics, and its edible tubers are high in essential nutrients and dietary fiber. Studies show its potential as a functional food ingredient in various products like rice bars, bread, and chocolate, enhancing their nutritional and sensory properties. Additionally, Chinese artichoke exhibits significant anti-inflammatory, neuroprotective, and antibacterial activities, warranting further research and utilization in the food industry. This review aims to summarize the existing knowledge of the S. affinis Bunge plant, focusing on its health-promoting aspects. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.3390/molecules29153525 Study: weak evidence | Wiśniewski R, Harasym J. Chinese Artichoke (Stachys affinis Bunge): The Nutritional Profile, Bioactive Profile and Food Applications—A Review. Molecules. 2024;29(15):3525. |
| 12. | * In traditional medi- cine, the aerial parts of S. byzantina are used for the treatment of in- fections, wounds, asthma, dysentery, epilepsy, digestive disorders, common cold, rheumatic disorders, and neuropathy [19,20]. In addi- tion, recent investigations showed potent biological activities (e.g., anti- cancer, anti-inflammation, antioxidant, anti-malaria, anti-spasmodic, and anti-rheumatoid) of Stachys species [11]. Hedgenettle plants studied here (S. byzantina, S. inflate, and S. lavandulifolia), also called mountain teas, are widely used as a tea (infusion or decoction form) in Iran, Turkey, and Azerbaijan (Table 1). The decoctions of some of the Stachys members have been consumed as “mountain tea” due to probable beneficial ingredients to treat diseases. Different parts of Stachys species have been used for the treatment of various diseases. The aerial parts of S. inflata Benth (Persian names: Poulk, Gole ar- ghavan), as the endemic species of Iran, are used as an herbal tea for inflammatory and rheumatic disorders, asthma, and various infections. Moreover, the flowers of the plant are also consumed as flavoring agents [13–15]. S. lavandulifolia Vahl is known as a mild sedative and appetizer tea and different parts of this herb are used to reduce anxiety and improve gastrointestinal disorders [16–18]. In traditional medi- cine, the aerial parts of S. byzantina are used for the treatment of in- fections, wounds, asthma, dysentery, epilepsy, digestive disorders, common cold, rheumatic disorders, and neuropathy [19,20]. In addi- tion, recent investigations showed potent biological activities (e.g., anti- cancer, anti-inflammation, antioxidant, anti-malaria, anti-spasmodic, and anti-rheumatoid) of Stachys species [11 Experimentelle In-vitro-Studie DOI: 10.1016/j.eujim.2020.101134 Study: weak evidence | Babak Bahadori M, Zengin G, Dinparast L, Eskandani M. The Health Benefits of Three Hedgenettle Herbal Teas (Stachys byzantina, Stachys inflata, and Stachys lavandulifolia) - Profiling Phenolic and Antioxidant Activities. European Journal of Integrative Medicine. 2020;36:101134. |
| 13. | * Life cycle impacts per kg of dried product for each medicinal plants species considered and distinct for the two analyzed drying systems. GWP kg CO2eq/kg marsh-mallow drying under wooden structure: 0,27; Ansinthe ...under wooden.. 0,27; Californian poppy 0,38; Lemon balm 0,33, Thyme 0,27 electric dryer..: 23,13; 21,70,... Modellbasierte Umweltwirkungsanalyse DOI: 10.4081/ija.2020.1505 | De Falco E, Pergola M et al. Application of the Environmental Impact Assessment to Medicinal Plants Cultivation and Drying in a Hilly Area of Campania Region (Southern italy). Ital J Agronomy. 2020;15(1):48–56. |
| 14. | ● The most important insight from this study is that there are massive differences in the GHG emissions of different foods: producing a kilogram of beef emits 60 kilograms of greenhouse gases (CO2-equivalents). In contrast, peas emit just 1 kilogram per kg. Overall, animal-based foods tend to have a higher footprint than plant-based. Lamb and cheese both emit more than 20 kilograms of CO2-equivalents per kilogram. Poultry and pork have lower footprints but are still higher than most plant-based foods, at 6 and 7 kg CO2-equivalents, respectively. For most foods — and particularly the largest emitters — most GHG emissions result from land use change (shown in green) and from processes at the farm stage (brown). Farm-stage emissions include processes such as the application of fertilizers — both organic (“manure management”) and synthetic; and enteric fermentation (the production of methane in the stomachs of cattle). Combined, land use and farm-stage emissions account for more than 80% of the footprint for most foods. Transport is a small contributor to emissions. For most food products, it accounts for less than 10%, and it’s much smaller for the largest GHG emitters. In beef from beef herds, it’s 0.5%. Not just transport but all processes in the supply chain after the food leaves the farm — processing, transport, retail, and packaging — mostly account for a small share of emissions. This data shows this is the case when we look at individual food products. However, studies also show that this holds true for actual diets; for example, researchers Vilma Sandström and colleagues studied the footprint of diets across the EU. Food transport accounted for only 6% of emissions, whilst dairy, meat, and eggs accounted for 83%.4
root vegetables 0,4 Website | Ritchie H. You want To Reduce the Carbon Footprint of your Food? Focus on What You Eat, not whether your Food is Local. OurWorldInData.org. 2024. |
| 15. | * Regionales Gemüse hat nicht grundsätzlich einen geringeren Co2-Fussabdruck als Importware. Insbesondere im Falle einer nicht saisonalen Produktion können z.T. deutlich höhere Umweltlasten auftreten als bei Importware, vor allem wenn ungünstige Witterungsbedingungen technisch aufwendig kompensiert werden (z.B. durch Anbau in beheizten Gewächshäuser) | Müller-Lindenlauf M, Zipfel G et al. CO2-Fussabdruck und weitere Umweltwirkungen von Gemüse aus Baden-Württemberg. IFEU Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH. 2013. |
| 16. | * Fifteen polyphenolic compounds, including ten phenolic acids (gallic, rosmarinic, protocatehuic, gentisic, caftaric, chlorogenic, vanillic, syringic, p-coumaric, ferulic acids) and five flavonoids (isoquercitrin, rutin, quercitrin, luteolin, apigenin), were detected by LC-MS in all Stachys extracts (Table 1). Furthermore, all extracts presented high amounts of chlorogenic acid (1131.8–6761.4 μg/g dw). Chlorogenic acid with multiple therapeutic potentials (neuroprotective; cardio-, hepato-, gastro-, renoprotective; anticancer) is a phenolic acid widely distributed in many species of theStachys genus [2,11]. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.3390/antibiotics12111644 Study: weak evidence | Benedec D, Oniga I et al. Stachys Species: Comparative Evaluation of Phenolic Profile and Antimicrobial and Antioxidant Potential. Antibiotics. 2023;12(11):1644. |
| 17. | * Table 2. Phytophagous insects recorded from Stachys palustris. Information supplied by the Biological Records Centre (2010) DOI: 10.1111/j.1365-2745.2011.01849.x | Taylor K, Rowland P. Biological Flora of the British Isles: Stachys palustris L. Journal of Ecology. 2011;99(4):1081–1090. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||







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