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Fingerkraut, kriechendes (Potentilla reptans)

Das Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans) nutzt man als Heilpflanze bei Bauch- und Unterleibsbeschwerden. Blütenblätter, Blätter und Wurzeln sind essbar.
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Das Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans), auch unter dem Namen Kriechender Gänserich bekannt, nutzt man schon lange als traditionelle Heilpflanze. Innerlich unterstützt das Kriechende Fingerkraut die Behandlung von Durchfallerkrankungen und Menstruationsbeschwerden. Verschiedene Pflanzenteile des Kriechenden Fingerkrauts sind unterschiedlich über das Jahr verteilt essbar.

Verwendung in der Küche:

Die von April bis Mai silbrigbehaarten, fiedrigen Blätter des Kriechenden Fingerkrauts eignen sich für Kräutermischungen und Salatsaucen, aber auch als Kräuterpüree oder in Öl gedünstet. Man kann aus diesen Blättern ausserdem einen stark Vitamin C-haltigen Rohsaft pressen. Im Mai bis August lassen sich aus den Blüten die Blütenblätter zupfen und als essbare Dekoration verwenden. Die knollenartigen Wurzeln des Kriechenden Fingerkrauts findet man von September bis zum Frühjahr. Da sie recht herb sind, empfiehlt es sich, die Wurzeln vorher auszukochen. Man kann sie dann zu Gemüseeintopfgerichten und Backgemüse zugeben oder sauer einlegen.1

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Wild zu finden:

Das Kriechende Fingerkraut findet man im europäisch-asiatischen Raum. Die Hauptblütezeit ist von Juni bis August.1 Das Kriechende Fingerkraut benötigt viel Stickstoff und gedeiht auf feuchten Wiesen, feuchten Ruderalfluren, ruderalen Schuttfluren (Bahnschotter), Strassenböschungen, Ufern und Äckern. Der Kriechende Gänserich ist in manchen Regionen in Höhen von 1520 m (Allgäu oder Bayern) und 1750 m zu finden (Wallis).2

Inhaltsstoffe:

Fingerkraut enthält ca. 5-10 % Gerbstoffe, Bitterstoffe, Phytosterine, Schleimstoffe, Flavonoide, Cumarine und Cholin.1

Gefahren / Unverträglichkeiten:

Patienten mit Reizmagen sollten mit der innerlichen Anwendung des Gänse- (und Kriechenden) Fingerkrautes vorsichtig sein, da sich die Beschwerden verstärken können.1

Verwendung als Heilpflanze:

Seit vielen Jahren verwendet man das Fingerkraut als Heilpflanze. Dem zusammenziehenden (adstringierende) Kraut spricht man eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung zu. Es gibt auch wissenschaftliche Studien zur unterstützenden Wirkung des Fingerkrauts für z.B. Durchfallerkrankungen, Bauch- und Unterleibsbeschwerden, schmerzhafter Menstruation, vor allem wenn diese Beschwerden mit Krämpfen verbunden sind. Bei Blutungen und Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches eignet sich ein Auszug der Pflanze zum Gurgeln.1

Allgemeine Informationen:

Das Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).2 Die ausdauernde krautige Pflanze kriechen, wie es der Name sagt, am Boden und bewurzelt an den Knoten. Die Ausläufer der Pflanze können eine Länge von 30 bis 100 cm erreichen. Die Pfahlwurzel kann bis zu 45 cm lang in den Boden wachsen. Die nur 17 bis 20 mm grossen Blüten bringen 200 bis 240 Nüsschen hervor, die Ameisen verbreiten.3 Kriechender Gänserich ist ein alternativer Name des Kriechenden Fingerkrauts.

Literatur / Quellen:

  1. Fleischhauer SG, Guthmann J, Spiegelberger R. Enzyklopädie essbare Wildpflanzen. 1. Auflage. Aarau: AT Verlag; 2013.
  2. Wikipedia. Kriechendes Fingerkraut.
  3. Oberdorfer E, Schwabe A, Müller, T. Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart (Hohenheim): Eugen Ulmer Verlag; 2001.

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