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10.05.2015 15:42:00
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Schicksalsschläge, tödliche Krankheit, Gesundheit, Leben!

Als kritischer Mensch hätte ich die Anfänge dieser Story belächelt, doch betraf es mich - und ich meine, dass unser einziges Leben hier und jetzt stattfindet!
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Als kritischer Mensch hätte ich die Anfänge folgender Geschichte belächelt. Es handelt sich aber um meine Geschichte. Ich bekam 1978 eine Diagnose, die einem Todesurteil entsprach. Nicht in ferner Zukunft, sondern statistisch gesehen in durchschnittlich 2,5 Jahren.

Tenerife 1985: am Strand in Las Teresitas bei Santa Cruz angekommen.

Für mich gibt es ein einziges Leben: hier und jetzt! Vom Intellekt her kann ich nur wissen oder nicht wissen, nicht glauben. Für einen skeptischen Realist (kritischer Rationalismus), der nicht verdrängt oder hofft, führt das zu einer grossen seelischen Belastung.

Bild von 1985.

Aber nur dieser Druck gibt die Kraft, alle Zusammenhänge und Standpunkte zu überdenken und mit grösster Kraft und Ausdauer ein Ziel zu verfolgen. Ein Resultat davon war das Erb-Müesli (zum Rezept), das ich seit 1978 täglich esse, weil es mir das geliebte Brot ersetzte und bezüglich gesunden Inhaltsstoffen besonders ausgeklügelt ist.

Wie komme ich eigentlich dazu, einen kleinen, jedoch wichtigsten Teil meines Lebens auszubreiten? Ich denke, es kann anderen in einer ähnlichen Situation helfen, sich dem Problem aktiv zu stellen, um so die grössten Kräfte zu mobilisieren.

Zuerst stürzte ich mich auf Informationen aus Sachbüchern und anderen Quellen zur Krankheit und deren Behandlung. Internet war damals nicht einmal denkbar. PC's gab es erst vier Jahre später.

Es gab zwei Klassen von Informationen: Wissenschaftliche Arbeiten sowie fachlich gut recherchierte Texte einerseits, andererseits Plattitüden bis hin zu Scharlatanerie. Die Fachleute brachten Studien, die anderen versuchten es mit nicht belegten Krankheitsgeschichten (Krankengeschichten), die positiv verliefen. Da fehlten gute Fakten, man konnte glauben oder nicht. Ich konnte nicht.

Sollten Sie mir glauben ohne Fakten? Nein! Aber ich will Ihnen zeigen, dass Zivilisationskrankheiten aus einem guten Grund so heissen. Ich will Ihnen zeigen, wie Sie Krankheiten aus dem Weg gehen und die Gesundheit verbessern können. Ich verkaufe nichts. Ich verspreche nichts. Ist die Motivation zu diesem Text wirklich sachlich und hat gute Gründe?

Lymphknoten an Hals und Genick gemäss Henry Gray, 1918: Anatomy of the Human Body (public domain). Prospektive und retrospektive Studie Ende 1970er Jahre über die Lebenserwartung Mantelzelllymphom. 2013 Bestätigung Pathologisches Institut Luzern, histologische Schnittpräparate zeigen NHL. 1/2 2013 Bestätigung Pathologisches Institut Luzern, histologische Schnittpräparate zeigen NHL.Bild,2/2
Unsere Lymphknoten an Kopf und Genick Studien Ende  1970er Jahre. Im Jahr 2013 wollte ich es nochmals wissen. Ja, auch 2013 erkennbar.
Alle Bilder können Sie mit Klick lesbar vergrössern und dann auch durchblättern.

Ich musste sicher gehen und verstehen, was Ärzte mir anzubieten hatten, denn es ging um mein Leben. Das war schnell klar. So musste ich die Verantwortung nicht den Ärzten überlassen, sondern selbst übernehmen. Das mit allen Folgen (Konsequenzen). Durch mein Interesse und durch das Beschaffen und Lesen von Fachliteratur wurde mir erst bewusst, wie es um mich stand. Klar, ein Arzt muss über das Grundwissen von mehreren hundert Krankheiten verfügen. Er hat keine Zeit, sich in eine seltene Krankheit zu vertiefen. Mein Hausarzt kannte den mutmasslichen Ausgang nicht oder wollte ihn nicht erklären.

Bei Krebs folgen normalerweise weitere Abklärungen. Man nennt das Staging oder Stadienbestimmung. Da kann man auch mit Professoren in Kontakt kommen. Das sind z.B. die Onkologen, die sich auf Krebs spezialisiert haben. Aber es gibt etwa zweihundert verschiedene Krebsarten, ganz verschiedene Stadien, verschiedene Aggressivität etc. Auch Alter und Kondition von Patienten etc. sind von Bedeutung. Die Komplexität ist enorm.

In fast allen solchen Fällen bekommen diese Spezialisten wiederum Instruktionen von Zentren, die über bestimmte Krankheiten forschen. Diese Zentren suchen zudem anhand des "Krankenmaterials" (Krankengut) nach besseren Behandlungsmethoden (Therapie). Krebspatienten sind oft unbewusst Versuchspersonen (Proband). Nur die Forschergruppe weiss eigentlich, was sie tut, aber alle tun ihr Bestes. Ärzte sind Menschen wie Sie und ich mit verschiedenen Charakteren (Kompetenzen) und Qualitäten.

Wie ist das konkret abgelaufen?

Im Februar 1978 verbrachten meine damalige Frau und ich mit zwei befreundeten Ärzte-Ehepaaren die Skiferien gemeinsam in einer Wohnung. Der eine Freund war Medizinprofessor. Ich bemerkte eine Schwellung an meinem Unterkiefer, aber ich "spürte" keine Entzündung, die das hätte verursachen können. Meine Freunde wollte ich in den Ferien damit nicht belästigen, deshalb meldete ich mich anschliessend bei einem dieser Freunde, meinem Hausarzt, zur Konsultation an.

Er beharrte darauf, mir ein Antibiotikum zu verschreiben, denn er war überzeugt, die Ursache sei eine bakterielle Entzündung. Seinen Entscheid verstehe ich, denn es ist sehr selten, dass in so einem Fall etwas anderes vorliegt. Ich hatte vorher nie an Krebs gedacht, wenn etwas vorlag. Ich war dann eigentlich auch immer gesund, wenn man von Kleinigkeiten absieht. Komischerweise "wusste" ich aber innerlich, dass mein Geschwulst "etwas anderes" war. Vor dem vereinbarten nächsten Besuch nach drei Wochen, nämlich nach einer Woche ohne Antibiotika und mit schlechtem Schlaf, beharrte ich auf einer Feinnadelpunktion (Feinnadelbiopsie) und histopathologischer Abklärung (Pathologie, Histologie). Nur mit Druck gelang es mir, dass mich der Arzt dazu anmeldete.

Ganz klar, dass man auch in der HNO-Abteilung des Spitals die Punktion als verfehlt betrachtete. Ich nicht. Das Resultat war schockierend: Ein malignes Lymphom. Mein Freund und Hausarzt Hansruedi beschwichtigte, dass bei einer Feinnadelpunktion das Gewebe gelitten haben könnte. Deswegen sei dies noch kein Grund für Alarm. Das war nicht gerade professionell.

Auf meinen Druck hin bekam ich 14 Tage darauf den Termin für die Herausnahme des Lymphknotens (Lymphdrüse). Ich wollte, dass man sie an mehreren pathologischen Instituten histologisch untersucht, um ein eindeutiges Resultat zu bekommen. Es gab kleine Benennungsunterschiede, da die einen nach WHO 1976 benannten, die Anderen nach Kieler Norm und die Dritten nach Rappaport-Klassifikation (USA).

Zürich nannte es Malignes Lymphom, diffuser lymphoblastischer Typ; Bern bezeichnete es als malignes mittelgrosszelliges lymphozytäres Lymphom (z.T. nodulärer Typ) und Luzern verwendete den Ausdruck zentrozytisches Lymphom (centrocytic lymphoma, ML, CC). Heute hat man sich weltweit auf die Bezeichnung Mantelzelllymphom (MCL für mantle cell lymphoma) geeinigt. Es ist ein sogenanntes B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom.

April 1978 Pathologie Uni Zürich: zentrozytisches Lymphom, Kieler Nomenkl. heute Mantelzelllymphom. Heute weiss man: Beim Mantelzelllymphom erleiden die B-Zellen, eigentlich B-Lymphozyten, eine Art der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) eine reziproke Translokation zwischen den Chromosomen 11 und 14, wodurch Cyclin-D1 verstärkt exprimiert wird. Sie sind Teil unserer Abwehrkräfte, zusammen mit T-Zellen (T-Helferzellen) und entstehen im Knochenmark, nicht in den Lymphdrüsen. Weisen sie aber diese bösartige Veränderung auf, so sammeln die Lymphdrüsen diese und können schliesslich anschwellen, wenn es zu viel wird. Das Herausschneiden einer Lymphdrüse ändert also an diesem Prinzip nichts. Siehe auch hier: Inzidenz sekundärer chromosonaler Aberrationen beim Mantelzell Lymphom (MCL) mit Translokation t(11;14)(q13;q32). und hier den vollen Text als PDF.

Die weiteren Abklärungen hatten den nicht restlich durch weitere Punktionen oder Operationen geklärten Status 3a ergeben, also z.B. ohne Nachtschweiss. Damals hat man noch keine genetische Abklärungen vornehmen können. Heute weiss man: Oft ist eine genetisch bedingte Mutation des Tumorsuppressorgens p53 auf Chromosom 17p13 ein Problem. Dies kann zum Verlust der inhibitorischen Wirkung auf den Cyclin D1/CDK4 Komplex (Cyclin-dependent kinase 4, engl.) via p21 führen. Das ist allgemein Krebsfördernd.

Damals betrug die mediane Überlebenszeit beim Mantelzell-Lymphom 2,5 Jahre. Im Jahr 2015 rechnet man vor allem dank wenigen geglückten Stammzelltransplantationen mit 3 bis 4 Jahren durchschnittlicher Überlebenszeit. Bei einem Bekannten von mir hat man diese Methode im Jahr 2013/14 angewandt, leider erfolglos. Man machte ihm grosse Hoffnungen, obwohl statistisch gesehen die Wahrscheinlichkeit einer Heilung auch da sehr klein ist. Zudem war er ein älterer Mensch, mit erhöhtem Risiko. Heute geht man von etwa 5 Jahren medianer Überlebenszeit aus. Dieser Link ist mehr für Fachleute.

Seine Hoffnung in die Stammzelltransplantation verhinderte eine radikale Ernährungsumstellung als begleitende (adjuvante) Therapieunterstützung. Zudem meinten seine Ärzte, dass die Ernährung da keine Rolle spielen könne. Er war wenige Monate ohne Befund. Danach begann aber wieder das Wachstum maligner Zellen. Man hat einen zweiten Versuch unternommen, an dem er nach einem ersten Zyklus gestorben ist.

Rohe vegane Vorspeise zwischen Moskau und St. Petersburg auf Flussschiff Igor Strawinski, Juni 2014. Heute weiss man: "In allen untersuchten MCL Fällen (n=103) konnte mittels FISH Analyse eine Translokation t(11;14)(q13;q32) nachgewiesen werden." Zitat aus dem PDF im Kästchen oben, Dissertation von Marie-Sandrine Sander, 2005, (Med. Fak.) Universität Ulm. Bei 92 % der Patienten findet zusätzlich eine sekundäre Aberration statt. Das sind nachfolgende chromosomale Veränderungen (Chromosomenmutation).

Zurück zu meinem Fall: Bei mir vereinbarte der Arzt schon die Entfernung der Milz (Splenektomie), doch ich sagte den Termin ab, da ich damals die Prognose schon kannte, mein Arzt hingegen nicht. Heute wäre die Splenektomie beim Mantelzelllymphom sowieso ein ärztlicher Kunstfehler (Behandlungsfehler), da daraus schlechtere Prognosen resultieren. Wikipedia: "Obwohl die Milz kein primär lebensnotwendiges Organ ist, können aus ihrer Entfernung gewichtige Langzeitfolgen resultieren." Bei mir hiess es aber noch, man benötige die Milz nicht, was natürlich auch stimmt, weil nicht direkt lebensnotwendig.

Zudem wollte mir der Arzt unbedingt Chemotherapie verabreichen. Als ich das verweigerte, sagte er: "Erb (nicht mehr Ernst), jetzt musst Du das machen, was ich verlange." Darauf antwortete ich ihm "Hansruedi, ich muss nur eines auf dieser Welt, und das vielleicht vor Dir, und das ist sterben. Das ist das Einzige, was ich tun muss." Nicht angefügt hatte ich, dass man auch immer die Verantwortung für sein Handeln trägt. Hätte ich ein übliches Hodgkin-Lymphom oder ein anderes NHL mit besserer Prognose gehabt, dann hätte ich mich brav behandeln lassen. Das muss ich betonen und vor Nachahmungen warnen.

Auf meine klare Antwort hin wünschte mein Freund und Hausarzt, dass ich mir einen anderen Arzt suche. Er hatte danach über meine damalige Frau von meiner radikalen Umstellung auf vegane Rohkost gehört, mich aber nie mehr angesprochen. Auch nach Jahren nicht, obwohl er wusste, dass ich Heilung fand. Seit einigen Jahren ist er verstorben.

Klar ist: Durch all die vorgesehenen Massnahmen hätte ich viel Zeit verloren, danach meine Milz und später mein Leben. Dass meine Krankheit eigentlich unheilbar war, bekam ich nie vom Arzt zu hören. Doch mir stand der Tod bevor, wie meine Recherchen untrüglich aufzeigten. Das war die Situation im Alter von 41 Jahren, mit 5 Kindern, aber einer zerrütteten Familie. Zudem forderten mich meine Firmen und der Neubau meines Geschäftshauses. 

April 1978: Pathologie Uni Bern: Malignes neoplastisches Gewebe: lymphozytäres Lymphom, nodulär Zwei der drei histologischen Resultate über die entfernte Lymphdrüse. Alle drei waren eindeutig. April 1978: Pathologie Luzern, Hystologie: malignes nodulares Lymphom z.T. leichte Pyroninophilie.
April 1978 Sonographie: solide Raumforderung auf Höhe Pankreas und Eindellung li Nierenvene.  April 1978 Sonographie und Lympho-Cavo-Urographie - Blatt zwei. Mein Schreiben an Hämatologie Uni Essen betr. Abschluss der prospektiven Studie CL 1/2 Mein Schreiben an Hämatologie Uni Essen betr. Abschluss der prospektiven Studie CL 2/2

Zuerst las ich Spezialliteratur zu meinem Fall. Recht schnell fragte ich mich: "Warum leiden so viele Menschen an Zivilisationskrankheiten, z.T. auch in jungen Jahren? Was machen wir falsch?" Ein Tier in der freien Natur wäre schnell ein Opfer seiner Fressfeinde (Prädator), wenn es sich Krankheiten leisten würde. Natürlich gibt es auch Krebsfälle in der Natur - und man kennt Ursachen dafür: Falsches Habitat (Lebensraum) und Stress.

Insgesamt wurde mir schnell klar: Wir sind die einzige Spezies, die unser Essen kocht. Erst später vernahm ich von den krebsfördernden Maillard-Molekülen, die bei Erhitzung entstehen. Auch die vielen Wachstumshormone in Milch und Milchprodukten mit 70 % Struktur wie beim Menschen, waren mir anfänglich nicht bewusst. Siehe diese Buchbesprechung über Milch besser nicht!

Prof. G. Brittinger, Uni Essen, Multizentrische Therapiestudie, Studienprotokoll 1/5  Prof. G. Brittinger, Uni Essen, Multizentrische Therapiestudie, Studienprotokoll 2/5  Prof. G. Brittinger, Uni Essen, Multizentrische Therapiestudie, Studienprotokoll 3/5  Prof. G. Brittinger, Uni Essen, Multizentrische Therapiestudie, Studienprotokoll 4/5  Prof. G. Brittinger, Uni Essen, Multizentrische Therapiestudie, Studienprotokoll 5/5
Mit Klick auf die Abbildungen erscheinen diese in gut lesbarem Grossformat. Danach können Sie auch blättern.

"Wenn ich schon sterben muss", dachte ich, "dann unternehme ich einen Selbstversuch mit strikt veganer Rohkost." Vegan, weil ich mir sagte, dass tierische Eiweisse (Protein) für den Krebs wohl förderlich sind. Der Mensch kann gut mit pflanzlichen Proteinen alleine leben und benötigt die tierischen nicht. Siehe auch die Buchbesprechung China Study oder das Buch selbst.

So soll man einen Krebs besiegen? Man kann sagen "naiv", ich weiss! Als Starthilfe zog ich mich für einige Wochen in die Bircher-Benner-Klinik in Zürich zurück. Da gab es aber zu meiner Überraschung schon lange keine Rohkost mehr, sondern sogenannte Ca-Kost (Ca = Cancer) in Form von wohl vegetarischem, aber nicht veganem Essen in gekochter Form. Das verweigerte ich sofort. Ich fragte, ob ich mit dem Koch sprechen dürfe. "Ja, natürlich", hiess es zum Glück.

Wie ich schon hier bei der Buchbesprechung "China Study" von T. Colin Campbell im Kästchen nahezu am Schluss geschrieben hatte, war ich sehr erstaunt, dass der Koch trotz Mehrarbeit meinen Wunsch nach ausschliesslich veganer Rohkost sehr begrüsste. Dort schreibe ich:

"Er lud mich nach Hause ein und stellte mir seine Familie mit Kleinkind von ca. 3 Jahren vor. Fünf Jahre vorher wechselte das Paar abrupt und konsequent auf vegane Rohkost. Dies weil die Frau dann an einem malignem Melanom mit zahlreichen Metastasen litt. Bei meinem Besuch schätzte ich ihr Alter auf ca. 25 Jahre. In diesem Krankheitsstadium stirbt man eigentlich immer innerhalb weniger Monate. Sie aber heilte sich durch die dauerhafte Umstellung der Ernährung auf ausschliesslich vegane Rohkost. Später lernte ich einen 35jährigen Österreicher kennen, der ebenfalls Heilung erzielte. Zumindest fand man im Blut keine Anzeichen mehr. Aber: Kaum genesen, stellte er sich wieder um auf sein früheres Essverhalten und starb etwa ein gutes Jahr später – gemäss meiner Erwartung. Der gleiche Krebs kam zurück."

Die Frau des Kochs blieb definitiv gesund, wie ich viele Jahre später erfahren durfte. Ich kannte noch einige solche positive Schicksale. Leider interessierte sich die Schulmedizin in keinem der Fälle für diese aussergewöhnlichen Genesungen.

Man nennt das auch heute dann einfach eine Spontanheilung und geht den Gründen nicht nach. Es gibt aber tausende von "unerklärlichen" Spontanheilungen. Man müsste diese zumindest retrospektiv (nachträglich) fast noch genauer verfolgen als die konventionellen Heilmethoden und die möglichen Ursachen differenzieren, um Muster zu erhalten. So kann die Schulmedizin sich immer dahinter verstecken, dass es keine Statistiken gibt. So einfach ist das.

Zu jener Zeit hielt die Schulmedizin vegane Rohkost auf Dauer sogar als nicht durchführbar. Dies obwohl das viele sehr strikte Anhänger der Jain (Jainismus) seit etwa 2500 Jahren praktizieren ... Darum hatte ich mich mit dem Thema nicht mehr weiter auseinandergesetzt und drei Bücher über ein anderes Thema erarbeitet. Ich wollte mich nicht weiter lächerlich machen. Zeitweise fühlte ich mich als Steppenwolf.

Juni 1978: Mein Schreiben an Prof. Georg Martz betreffend Resultat Staging etc. 1/3 Juni 1978: Mein Schreiben an Prof. Georg Martz betreffend Resultat Staging etc. 2/3 Juni 1978: Mein Schreiben an Prof. Georg Martz betreffend Resultat Staging etc. 3/3

Ich konnte mich ja auf EINE Krankheit konzentrieren, was Ärzte sich nicht erlauben können. Schliesslich waren es weit mehr als zweihundert Bücher, die ich las. Doch dann gab ich das Thema auf, zu gross war das Tohuwabohu, das Chaos um Ernährung und Gesundheit. Wie Sie aus dem Beitrag über das Erb-Müesli erfahren, hatte ich meine strikte Rohkost während sieben Jahren streng praktiziert. Da lesen Sie auch Details warum ich meine Kost änderte. Hier nochmal das Rezept des glutenfreien Erb-Müesli.

Die radikale Umstellung hat mich auch von zwei weiteren gesundheitlichen Problemen befreit: In der späten Jugend begann ich an einer chronischen Nasenhöhlenentzündung (Sinusitis) zu leiden. Betroffen waren vor allem die beiden Kieferhöhlen. Nachts benötigte ich meist einen kortisonhaltigen Nasenspray, damit ich eine etwas freiere Nase bekam. Auch in den Ferien war der Spray ein ständiger Begleiter.

Öfters musste ich den Eiter durch den NHO-Arzt entfernen lassen, indem er durch das Nasenbein in die Kieferhöhle stach und spülte, hingegen war mir diese Art Nasenspülung (im Link) nicht bekannt. Das "Stechen" war unangenehm knackend, aber nicht mit Schmerz verbunden. Es entlastete für eine gewisse Zeit. Dampfinhalation und Infrarot-Behandlungen brachten auch nicht viel. Ich hatte wahrscheinlich ein Empyem. Doch etwa nach einem Jahr konnte ich alles "vergessen" und den gehüteten Spray entsorgen.

Auch die Hämorrhoiden, die ich mit Alter 21 plötzlich bekam und die immer wieder bluteten und ständige Behandlungen benötigten, verschwanden vollständig. Auch die damals vom Arzt verschriebenen Zäpfchen konnte ich entsorgen.

Noch ass ich ausschliesslich rohe Kost vegan und packte in der mehr als 200 Jahre alten Finca an.

Das ursprüngliche Weingut mit einem Wohnhaus von mehr als 200 Jahre Alter und 3500 m2 Umschwung benötigte viel Arbeit für Bewässerung und Renovation des Gebäudes. Allerdings hatte ich es vom deutschen Ehepaar Fritz und Gerda Langner erworben, die darauf schon biologisch anbauten.

Die Finca diente vor allem als Versuchsgarten, denn für den kommerziell erfolgreichen Anbau von Bananen war die Lage von ca. 300 m über Meer zu hoch. Wohl gedeihen da Bananen, doch ist der Ertrag nicht hoch genug. Hingegen konnte ich versuchsweise ca. 50 verschiedene Früchte anbauen. Es gab viel zu lernen. Besonders die eigenen Bienen waren eine interessante Herausforderung. Ich fütterte sie nie mit Zucker, weil in dem Klima nicht nötig.

Jahrzehnte später durfte ich an der Feier des 100ertsten Geburtstags von Herrn Langner teilnehmen. Das war im Februar 2009 in Küssnacht am Rigi (Schweiz)

Hier nur kurz: Als ich wegen meiner späteren Frau, Margot aus Deutschland, die ich in Teneriffa kennen lernte, wieder Kochkost ass, bekam ich gesundheitliche Probleme. Zum Einen waren das Verdauungsprobleme, zum Anderen Müdigkeit. Nach einem Jahr liess ich mich in der Schweiz untersuchen. Zum Glück fand man nichts - ausser schliesslich eine Laktoseintoleranz. Was Laktoseintoleranz bewirken kann, sehen Sie bei den Bildern unten. Auch diese Bilder können sie lesbar klicken.

Interessant dabei: In unserer Familie mussten wir als Kinder und Jugendliche nahezu einen Liter Milch pro Tag trinken. Die Laktoseintoleranz habe ich durch sieben Jahre Abstinenz von Milch und Milchprodukten erworben. Die Natur kann also auch bei laktosetoleranten Menschen dieses Vermögen abstellen, wenn diese während Jahren keine Milch bzw. Milchprodukte zu sich nehmen.

An Margot hat man in Australien, wo wir 1990 siedeln wollten, Brustkrebs diagnostiziert. Den Krebs hat man sofort vollständig behandelt mit Operation und anschliessend Chemotherapie. Die mediane Überlebenszeit betrug bei ihr etwa fünf Jahre. Wir heirateten darauf, damit unsere beiden Kinder auch das schweizerische Bürgerrecht haben.

Noch etwas zu meiner Familie: Ich war der Älteste von sieben Kindern. Das Jüngste der sieben, mein Bruder Werner, starb mit etwa 26 Jahren. Ich weiss nur, dass er gesundheitliche Probleme hatte, da ich um zehn Jahre älter war und nahezu keinen Kontakt hatte. Drei Geschwister sind zudem früh an Krebs gestorben.

Meine jüngste Schwester, Margrith (21.2.1945-15.4.1994) starb als Nichtraucherin an Lungenkrebs bevor sie 50 Jahre erreichte, wie unser Onkel Armin Fritz, der 54 Jahre erlebte. Mein Bruder Kurt verschied frühzeitig an einem Hirntumor. Meine Mutter hatte hingegen Glück: Eine andere, solide Art von Hirntumor konnte man bei ihr operativ entfernen. Meine Schwester Annelies (Teddy) starb an Brustkrebs.

"Naturkinder" die noch mit der Erde spielen (dürfen). Links Noemi Maite, rechts Frank Ramón. Glückliche Kinder in der freien Natur. Auch so ein Sprung in den Sand ist erlaubt. Leider nur ein kontrastloser Schnappschuss.

Was können Familiendramen bewirken?

Erst in den 1990er Jahren, wir lebten damals auf Rigi-Kaltbad in 1500 m Höhe, wollte Margot sich doch noch auf Rohkost umstellen. Sie tat dies zu einem grösseren Teil, benötigte aber ihren täglichen Kaffee. Das Getränk ist aber voller Maillard-Molekülen.

Im Jahr 1997 verliess sie uns wegen einer Liebe zu einem um zwölf Jahren jüngeren Mann als sie. Erst später wurde ihr bewusst, dass dieser Mann mit einer anderen gleichaltrigen Frau wie sie zusammenlebte. Auf die Probe gestellt, entschied er sich gegen Margot. Ich weiss nicht, ob sie noch Rohkost pflegte oder nicht, weil sie nach Bayern zu ihrer Mutter zog. Doch nach diesem seelischen Desaster bekam sie Metastasen und verschied im Jahr 1999 bei uns per Organisation Exit.

Im 1998 zog ich mit unseren gemeinsamen beiden Kindern nach Luzern. Wir bildeten dort eine Patchwork-Family mit Kathrin und ihren Kindern. Ihre Kinder hatten den Vater verloren, meine die Mutter. Wegen dem Trauma der Kinder war das für uns beide, Kathrin und mich und auch für die Kinder eine sehr schwierige Zeit.

Colonoskopie von 1988 wegen Verdauungsproblemen, zum Glück nichts Ernsthaftes, Pseudomelanose. 1989 Dr.H-J. Schmid, Luzern, mein begleitender Arzt fand zwar zuerst auch die Milz würde grösser 1/2 1989 Dr.H-J. Schmid, Luzern, mein begleitender Arzt fand zwar zuerst auch die Milz würde grösser 2/2

In den Jahren 1997 und 1998 litt ich an starken Rückenschmerzen, auch des Nachts. Ich hätte ein schwereres Buch nicht mit der ausgestreckten Hand halten können. Das war aber bedingt durch die seelische Belastung und verschwand schliesslich wieder.

Doch wenige Jahre später musste ich den Urologen aufsuchen und die Untersuchen ergaben schliesslich, dass ein ernsthaftes Prostataproblem vorhanden war. PSA von 18,4 (Prostataspezifisches Antigen) und freies PSA von 0,79, also Quotient fPSA/PSA von 0,04!

Der Urologe empfahl die Entfernung der Prostata (Prostatektomie) und zudem fand man einen papillären Tumor in der Blase (Urothelkarzinom, Urothelpapillom, urotheliales Papillom).

Dr. H.J. Schmid, Luzern, Abklärung nach 7 Jahren vegane Rohkost, danach wieder Milchrodukte ... 1/2 Dr. H.J. Schmid, Luzern, Abklärung nach 7 Jahren vegane Rohkost, danach wieder Milchrodukte ... 2/2 Brief an Simon, Arzt, der später jung an einem Lymphom gestorben ist - nur schulmedizinisch beh. 1/2 Brief an Simon, Arzt, der später jung an einem Lymphom gestorben ist - nur schulmedizinisch beh. 2/2

Ein neuer Anfang mit Rohkost

Um diese Prostatektomie zu vermeiden, wollte ich wieder auf hundert Prozent vegane Rohkost zurückkehren. Auf meinen Wunsch hin war Kathrin damit einverstanden, mit mir diesen Weg zu gehen. Ohne meine früheren Erfahrungen hätte ich die Operation über mich ergehen lassen. Ich kann also niemandem mein Vorgehen empfehlen!

Es war für Kathrin und mich nach der Umstellung auf Rohkost eine grosse Überraschung, dass ihr essentieller Bluthochdruck innerhalb von zwei Wochen nach der Umstellung absolut verschwand, ausser dass der Puls noch einige Monate weiter hoch blieb.

Zudem verzog sich eine starke und in den Darm blutende Endometriose vollständig (Dyschezie). Die Entfernung der Gebärmutter (nur Hysterektomie) etwa zwei Jahre davor brachte keine Linderung der Endometriose. Dies weil das Endometriosegewebe bereits in den Darm gewachsen war (periodische Darmblutungen, starke Bauchschmerzen). Die Heilung durch die extreme Ernährungsumstellung erfolgte viele Jahre vor der Menopause!

Die starken Schmerzen und Blutungen während des Menstruationszyklus liessen nach wenigen Zyklen nach, doch bis restlos nichts mehr spürbar war, dauerte es etwa 18 Monate. Wikipedia: "Eine Ausbreitung auf die Scheidenwand und den Darm kommen vor. Sehr selten wurde Endometriose in der Lunge und im Gehirn beschrieben. Endometriose kann eine Ursache von Unfruchtbarkeit bei Frauen sein."

Bei mir verschwanden die Rückenprobleme, doch das schreibe ich nicht der Rohkost zu. Das war eher die Verarbeitung der schlechten Ereignisse. Auch in der Zwischenzeit, als ich die Rohkost verlassen hatte, war das Frühstück mit dem Erb-Müesli immer roh und zum Teil assen wir auch andere Mahlzeiten roh. Zudem hatten wir immer viele Früchte gegessen, doch kein Fleisch. Allerdings hatte ich gerne und reichlich Weichkäse gegessen oder z.B. Rösti mit Käse. Nach dem Umzug nach Luzern, ab 1998 assen wir auch so, weil die Kinder das so liebten.

Naturelles rohes Essen, Einladung von Kathy und Bill, Frühling 2013, New York. Zu Endometriose können Sie bei Wikipedia (Mai 2015) folgendes lesen:  "Da die Ursache für die Entstehung einer Endometriose bisher nicht geklärt werden konnte, besteht keine Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung oder einer Vorbeugung." Solche praktische Erfahrungen nutzt die Medizin nicht.

Sind Probleme mit den Hüften oder den Knien eigentlich nötig? Oder sind sie vermeidbar oder gar rückgängig zu machen?

Als ich Kathrin kennenlernte, konnte sie bei unseren Wanderungen in den Bergen kaum 300 m bergab gehen ohne sehr schmerzhafte Knieprobleme. Das im Alter von 40 Jahren. Sie litt höchstwahrscheinlich unter einer Kniegelenksarthrose (Gonarthrose). Das ist etwas ähnliches wie eine Hüftgelenksarthrose auch Coxarthrose (deutsch Koxarthrose) genannt. Beides sind eine degenerative Erkrankung des Gelenks.

Einige Monate nach der Ernährungsumstellung waren wir überrascht, dass auch die Knieschmerzen beim bergab gehen ausblieben. Da ich auch andere Personen kennenlernte, die solche Arthrosen einfach mit Verzicht auf jegliche Milch und Milchprodukte rückgängig gemacht haben, kann ich das nur empfehlen. Zumindest ein Versuch während drei Monaten sollte man vor jeder anderen Massnahme erwägen.

Bald konnten wir ohne Probleme bis 11 Stunden wandern. So z.B. im Jahr 2003 von Ferden im Kanton Wallis über den Lötschenpass über den Kanderfirn, durch das Gasterntal bis nach Kandersteg - und das ohne Übernachtung.

Danach unternahmen wir etappenweise eine Tour von Meggen nach Montreux. Das aber über Rigi-Kaltbad, Scheidegg nach Brunnen, danach über den Surenenpass nach Engelberg, Jochpass, Engstlenalp, Planplatten, Meiringen. Die Route folgte dann mehrheitlich der "hintere Gasse" und Bärentrek nach Rosenlaui, Grosse Scheidegg, Grindelwald, Kleine Scheidegg, Wengen, Mürren, Sefinefurgge, Griesalp, Hohtürli nach Kandersteg. Danach über Bunderchrinde nach Adelboden, über das Hahnenmoos nach Lenk und über den Tritlisbergpass nach Gstaad, dann Saanen, Chateau-d'Oex, Montbovon über den Rochers de Naye nach Montreux. Das war aber kein Gewaltmarsch, denn nur wenige Etappen hängten wir durch eine Übernachtung aneinander.

Frank und Ernst Erb, Start und Ziel Halbmarathon Hallwilersee vom 12. Oktober 2014 Schlecht ernährt?
Mit Alter 78 begann ich zu joggen und nach dreieinhalb Monaten lief ich einen Halbmarathon in (eher langsamen) 2:36 für die 21,1 km. Spät, aber immerhin eine gute Abwechslung zu meinen zu zahlreichen und ungesunden Stunden am PC. Bilder von Sandra Marchesi, Geschenk von Frank an mich. Schnappschuss bei vollem Mund ... sorry ...

Etwas, was sich nicht abmelden will

Zum Glück komme ich meist mit kurzem Schlaf aus. Allerdings plagt mich hin und wieder eine vom Spezialisten vermutete Neuroborreliose, die für viele Jahre unentdeckt blieb. Diese begann sich im Jahr 2003 zu zeigen. Vorher hatte ich keinerlei Einschränkungen oder Empfindungen, die auf eine Lyme-Borreliose hingewiesen hätten.

Die Symptome begannen plötzlich und stark, schwächten sich aber nach ein paar Monaten deutlich ab. Der Ausbruch der vorher über viele Jahre schlummernden Krankheit begann etwa so wie sich eine Parkinson-Krankheit manifestieren kann. Davor hatte ich sechs Wochen nur gekocht gegessen.

Die äusserlich sichtbare Manifestation begann mit einem starken Zittern der linken Hand. Ein Glas hätte ich sofort verschüttet. Das Reaktionsmuster für Borrelien im IgG Western Blot zeigte, dass eine Ansteckung vor etlichen Jahren stattgefunden haben musste. 1990 lebten wir bei einer Freundesfamilie in Sidney in einem Waldhaus an einem Creek.

Die Frau litt an einer Neuroborreliose. Er bekam das später auch. Sie sind beide inzwischen frühzeitig verstorben. Wir waren auch auf Fiji, wie sie. Die Borreliose verläuft an beiden Orten anders als in der Schweiz. Wikipedia führt die Lyme-Borreliose nicht auf der Karte von Australien oder Fiji. Natürlich habe ich mich nicht via Mensch angesteckt.

Nach dem ersten Anfall im Jahr 2003 bei mir erschienen abwechslungsweise für Wochen oder Monate Kopfweh (nur morgens), Wortfindungsstörungen (nahe semantische Paraphasie), Denkstörungen in Form einer Denkhemmung, Restless-Legs-Syndrom (RLS).

Zum Glück passierte nie alles zugleich, sondern meistens eine oder zwei Manifestationen davon. Komischerweise zeigt sich seither ständig auch eine Schwellung der Beine. Dies trotz besten Venen und Herz. Mit dem Tragen von langen, engen Läufersocken bleibt die Schwellung im Unterbein und Fuss aus.

Die Manifestationen kommen immer wieder mal für Wochen oder Monate zurück, dabei können Schlafstörungen sehr zermürbend wirken. Ich möchte nicht wissen, wie diese Krankheit abgelaufen wäre ohne vegane Rohkost. Wenn Sie im Link über die Krankheit lesen, dann wissen Sie auch, dass Antibiotika wohl nur in den ersten Wochen etwas bewirken können.

Danach ist man der Krankheit gegenüber eigentlich machtlos. Jedenfalls kenne ich nur fehlende Erfolge bei nachträglicher venöser Verabreichung von Antibiotika, die die Hirnschranke überwinden können. Zudem ist die Behandlung ausserordentlich teuer. Es gibt aber Bücher über erfolgreiche ganzheitliche Heilungsmethoden.

Eine Borreliose verläuft bei jeder Person ganz anders. Man weiss nie was wäre wenn ... Ich erwähne diese Krankheit, um zu zeigen, dass man Rohkost nicht als Allerwelts-Heilmittel ansehen darf. Auch kann ich nicht behaupten, der Verlauf wäre gravierender erfolgt ohne. Zudem habe ich noch immer die Hoffnung, dass man mit der Zeit mehr über die Krankheit weiss - und verweise auf diese wissenschaftliche Untersuchung in englisch.

Eine von anderen Borrelien ausgelöste Krankheit ist übrigens das Rückfallfieber, genauer das Zeckenrückfallfieber.

Der papilläre Tumor in der Blase

Wie oben erwähnt, gibt es bei mir noch einen papillären Tumor in der Blase. Dazu habe ich einen guten neuen Befund (15.7.15), den ich als Bild zeige. Es sind die beiden letzten der fünf Dokumente. Dabei betone ich, dass Professor Dr. med. Hansjörg Danuser völlig richtig liegt, wenn er eine Endoskopie inklusive der sogenannten transurethralen Blasenresektion (TUR-B) oder TURB) vorschlägt. Seine Beratung war menschlich und fachlich hervorragend. Ich kann und will meinen eigenen Weg nicht empfehlen.

MRI zu einem Blasenkrebs (Blasen-Papillom) der seit mehr als zwei Jahren bestand. Sonografie Blasen-Papillom, das man etwa 5 Jahre kennt, aber schon vorher vorgelegen haben kann. 1/2 Sonografie Blasen-Papillom, das man etwa 5 Jahre kennt, aber schon vorher vorgelegen haben kann. 2/2 Sonografie Blasen-Papillom, bekannt seit 10 Jahren, aber schon vorher vorgelegen haben kann. 1/2 Sonografie Blasen-Papillom, bekannt seit 10 Jahren, aber schon vorher vorgelegen haben kann. 2/2
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Welche Kräfte braucht man für eine Heilung?

Erst nach ein paar Jahren nach Ausbruch meiner Krankheit war ich mir bewusst, was mir ausser der veganen Rohkost für die Genesung geholfen haben könnte. In Teneriffa las ich zahlreiche Bücher, darunter auch solche von Carlos Castaneda, der im Prinzip auch ein Suchender war. Gemessen am Umfang der Lektüre gab es für mich bei ihm nicht viel zu lernen - und doch fand ich da das Wichtigste in der folgenden Aussage von Don Juan Matus als Nagual in Der zweite Ring der Kraft (S. 102, 20. Aufl. Fischer):

"Du brauchst sie nur daran zu erinnern, dass sie eine unheilbare Krankheit hat. Da sie eine Todeskandidatin ist, hat sie Kraft. Sie hat nichts mehr zu verlieren. Sie hat bereits alles verloren. Wenn man nichts zu verlieren hat, wird man mutig. Schwach sind wir nur, solange wir uns noch an etwas klammern können."

Diese Erkenntnis kam für mich zu spät, denn ich ging schon diesen Weg. Auch war ich kein Anhänger der New-Age-Bewegung. Ganz im Gegenteil war und bin ich ein Realist und damit auch Agnostiker (Agnostizismus im Sinn von Thomas Henry Huxley). Es wäre aber ein Fehler, sich als Realist und trotzdem Suchender einer Meinung zu verschliessen. Beispielsweise waren auch Siddhartha von Hermann Hesse und davor Steppenwolf und Demian (Emil Sinclair, Pseudonym) ganz wichtige Bücher für mich. Natürlich wäre ich bei Siddhartha nicht die Figur Govinda.

Allerdings wirkte Hermann Hesse für mich als zu grosser Idealist. Aber: Realismus ohne Ideale ist so schlecht wie Idealismus. Diese Aussage allein ist dann nicht verständlich, wenn man den riesigen Unterschied zwischen "Ideale in sich tragen" und Idealismus nicht oder zu wenig kennt. Der hier verurteilte Idealismus hat auch nichts mit dem deutschen Idealismus zu tun.

Bei Demian erkannte ich, dass ich schon früh in meiner Jugend einen hohen Grad an Individuation erreichte und das Glück hatte, mich entwickeln zu können, ganz im Gegensatz zu meinem Vater. Ihn bewundere ich aus anderen Gründen.

Der Realismus und das Gegenteil des Verhaltens eines Lemmings gemäss Mythos durch Walt Disney in Weisse Wildnis bzw. Wild Wilderness, 1958, liess mich die Wahrheit zu meiner Krankheit suchen, an dieser leiden, um dabei alleine schon aus psychischen Gründen einige Kilos abzunehmen, die ich nicht zu viel hatte.

Die Todesfurcht (rational) und nicht eine Todesangst gab mir die Kräfte für den eigenen Weg. Ich wusste aber auch, dass ich mich nicht an einen der zahlreichen Strohhalme klammern durfte. Das tun aber die meisten Menschen - immer wieder ... Der Ausspruch "sich an einen Strohhalm klammern" stammt wohl von Lucilio Vanini (1585-1619), dem Diener der Kirche mit einer Zange die Zunge herausrissen und ihn selbst später auf dem Scheiterhaufen verbrannten.

Ich musste die wirkungsvollsten Kräfte für Körper und Geist finden. Schnell war mir klar, dass wir die einzige Spezies sind, die kocht ... Also konnte ich den Versuch wagen, mich "ganz natürlich" zu ernähren. Dies im Wissen, dass es für den Körper die massgebende Veränderung geben musste, denn wir sind eigentlich für Rohkost gebaut. Damit der Impuls noch stärker war, hatte ich während den ersten 10 Tagen mit nur Konsum von rohem Gemüsesaft und Wasser gefastet.

Zudem wendete ich etwas später für Seele und Geist autogenes Training an. Für das autogene Training kann ich das Taschenbuch Überleben im Stress - Autogenes Training - Der Weg zur Entspannung - Gesundheit - Leistungssteigerung (1977) von Dr. med. Hannes Lindemann empfehlen.

Man kann das Buch billigst gebraucht kaufen und dient zum Selbststudium. Leider war der eigentliche Entwickler des autogenen Trainings, Dr. med. Johannes Heinrich Schultz, charakterlich ein mieses Beispiel der Gesellschaft.

Die Methode verschaffte mir wahrscheinlich auch notwendige Kräfte. Die reale und notwendige Todesfurcht beschäftigte mich dennoch während einiger Jahre. Die Neuroborreliose und das Papillom in der Blase erkenne ich nicht als ein Raubtier, das ich so wie gehabt mit allen Mitteln bekämpfen muss. Mir fehlt dafür die notwendige Todesfurcht und es ist ein bewusster Selbstversuch.

Da ich eine überwiegend vegane Rohkost pflege, erhält der Körper auch das, was er benötigt, um sich optimal gesund zu erhalten. Darum auch das Fehlen der Furcht. Hätte ich aber tiefen seelischen Stress zu verarbeiten, dann würde ich für das Blasengeschwür oder -Krebs (Blasenkrebs) die Operation (TUR-B, die transurethrale Resektion) wählen. Natürlich lasse ich den Zustand hin und wieder ärztlich untersuchen.


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Autor
Ernst Erb, Schweiz
Mein Lebenslauf hat mich motiviert, die "Stiftung G+E, Gesundheit und Ernährung" zu gründen. Im Beitrag "Schicksalsschläge, tödliche Krankheit, Gesundheit, Leben!" schildere ich etwas davon. Ein ebenso wichtiger Punkt bildet die Erfahrung aus dem Aufbau von Radiomuseum.org: Es bekommen zu viele Männer bereits ab Alter 65 schwerwiegende Krankheiten. Das gilt sicher auch für Frauen - und ganz allgemein altern wir zu rasch. So lange wie möglich zu leben ist nicht das Ziel, sondern so aktiv, positiv und glücklich wie möglich. Der Weg des geringsten Widerstands führt nicht dazu. Ganz im Gegenteil: nur im Leid schafft man grössere persönliche Veränderungen. Im Alter von 41 Jahren brachte mich die Todesangst vor meinem Krebsleiden dazu, über mein Leben zu reflektieren und auch bezüglich Krankheit selbstverantwortlich zu handeln. Heute bin ich froh, dass ich durch sehr schwierige Lebensphasen gehen musste. Dadurch konnte ich meine Lebensführung so verändern, dass ich auch im achtzigsten Lebensjahr (2015) >60 Stunden pro Woche am PC arbeiten und dabei leistungsfähig bleiben kann. Es ist falsch, so viele Stunden sitzend zu verbringen (früher waren es mehr), doch versuche ich das durch Ausdauersportarten (schnelles Wandern, Bergwandern, seit 2014 auch durch Joggen) und leider nicht immer jeden Tag ausgeführte Übungen (7 Min Workout ab iPhone) auszugleichen. Ich darf aber annehmen, dass die langjährige (Pesci-)vegane Ernährung mit ca. 90% Rohkostanteil den Ausschlag für meine Gesundheit gibt. Leider sind es mit Sicherheit nicht meine Gene. Auch als Angestellter sah ich meine Arbeit nie als Job, sondern als Hobby, das mich interessierte. Als ich eigene (kleine) Firmen aufbaute, war mir das Wohlergehen der Mitarbeiter besonders wichtig. Erfolg oder Misserfolg hing zu einem grossen Teil von ihnen ab. Es war nie mein Ziel, reich zu werden, sondern etwas individuell und intelligent aufzubauen, so dass es vielleicht Erfolg haben kann. Trotzdem kann ich es mir nun erlauben, mit meiner Erfahrung und meinen Möglichkeiten etwas aufzubauen, das interessierten Menschen zugut kommen kann. Zum Glück geben mir auch junge Menschen, die an "diet-health.info" mitarbeiten, das Gefühl echter Teamarbeit. Einige arbeiten mit mir persönlich zusammen, wie ein Software-Entwickler neben einem Studium. Doch mit Skype und TeamViewer ist es möglich, mit geographisch weit verstreuten MitarbeiterInnen zu arbeiten, wie z.B. mit professionellen ÜbersetzerInnen. Selbst Professoren oder Ärzte beteiligen sich an diesem etwas speziellen Projekt, indem sie eigene Texte beisteuern. Unsere Themenbereiche erfassen eigentlich alles, was uns Menschen ausmacht: Gesundheit - Prinzipien/Allg. - Heilkunde - Ernährung - Produktion/Handel - Drogen - Aktivität - Lifestyle - Politik - Wellness - Natur - Umwelt - Persönlichkeit - Ethik - Soziales / Religion. Noch weiss ich nicht, ob "diet-health.info" mit diesem Versuch, den Menschen "nur" solide Zusammenhänge zu vermitteln, auch die notwendige Beachtung erhalten kann. Doch meine ich, dass es reflektierende Menschen gibt, die Zusammenhänge verstehen wollen, statt jedem Modetrend lemmingehaft nachzugehen oder sich zu einem leicht begehbaren Weg (ver-)führen zu lassen. Ob die auch die notwendige Aufmerksamkeitsspanne und den Willen zum Lesen mitbringen? Jedenfalls fehlte mir eine solch umfassende Quelle, die mir ungefärbte Antworten auf wichtigste Fragen geben kann. Deshalb versuche ich diesen "vorher vergeblich gesuchten Hafen" aufzubauen. Hoffentlich habe ich auch die Zeit und Kraft dazu.

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Publikation

10.05.15 15:42

Geändert am

27.05.16 11:35

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