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Linse, rot, gekocht

Rote Linsen verwendet man bevorzugt für Eintöpfe, Currys und Dals, da sie, ohne vorheriges Einweichen, nach nur kurzer Zeit zu einer Art Brei zerfallen.

Durch ihre hochwertigen Proteine sind Linsen für Veganer eine sehr gute pflanzliche Eiweissquelle. Der Geschmack von Linsen reicht von erdig bis nussig. Die verschiedenen Linsenarten, deren Form einheitlich rund und flach ist, unterscheiden sich neben der Grösse auch in der Farbgebung. Rote Linsen stammen aus Indien und sind besonders aus dem Nationalgericht Dal bekannt. Da sie schon geschält sind, garen sie schnell und zerfallen zu einer Art Brei. Ein vorheriges Einweichen ist nicht notwendig. Gekochte Linsen sind bis zu einer Woche im Kühlschrank haltbar und durch das Fehlen der Schale nehmen die ohnehin weniger Eigengeschmack enthaltenen roten Linsen den Geschmack von Gewürzen besonders gut an.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Die Linse oder Erve (Lens culinaris), auch Küchen-Linse genannt ist eine Pflanzenart aus der Gattung Linsen (Lens) aus der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Sie stammt wahrscheinlich von der wilden Lens orientalis ab. … Die bei Reife zwischen Mai und September gelbe Hülsenfrucht ist länglich und 10 bis 15 mm lang. Die runden, flachen, etwa 1 bis 2 mm dicken Samen weisen einen Durchmesser von 3 bis 7 mm auf."

Linsensorten:

Linsen, deren Form einheitlich flach und rund ist, unterscheiden sich in ihrer Grösse und Farbe. Zuckerlinsen sind mit einem Durchmesser von 4 bis 5 mm die kleinsten. Tellerlinsen, mit 6 und 7 mm, gehören zu den grössten Linsen. Hinsichtlich der Farbe variieren sie stark: Es gibt gelbe, grüne, braune, lila und rote Linsen.

"Im Handel verbreitet sind:

  • Tellerlinsen (meist ungeschält, braun) – auch als Konserve
  • Rote Linsen (kleiner, bereits geschält und teilweise auch halbiert) – kochen weicher und breiiger
  • Berglinsen
  • Beluga-Linsen - schwarz, bleiben beim Kochen bissfest...
  • Puy-Linsen – grüne Linsen
  • Gelbe Linsen"

Bei roten Linsen handelt es sich eigentlich um geschälte braune oder violette Linsen, dessen Kern orange-rot ist und beim Kochen ins orange-gelbliche wechselt.

Inhaltsstoffe:

"Linsen sind leichter verdaulich als Erbsen oder Bohnen und haben einen hohen Eiweißanteil von 25 bis 30 % in der Trockenmasse, wodurch sie besonders bei zeitweiligem Fasten oder dauerhaft vegetarischer Ernährung ein wertvolles und zugleich preiswertes Nahrungsmittel darstellen. Bemerkenswert ist ebenso ihr hoher Gehalt an Zink, welches eine zentrale Rolle im Stoffwechsel spielt. Da sie kleiner sind als andere Hülsenfrüchte, brauchen sie auch weniger Einweich- und Kochzeit.

Ungeschälte Linsen lassen sich auch keimen und dann verarbeiten. Es gibt Hinweise auf eine verbesserte Aufschließung von Nährstoffen durch Keimen. Der Keimvorgang vervielfacht den Gehalt an B-Vitaminen in Linsen und anderen Samen. ...

Rohe Linsen enthalten unbekömmliche oder sogar giftige Inhaltsstoffe (Lektine und andere), die durch das Kochen unschädlich gemacht werden. Werden die Linsen vor dem Kochen eingeweicht, wird der Gehalt unbekömmlicher Inhaltsstoffe reduziert...."

Verwendung:

Rote Linsen muss man im Gegensatz zu den meisten anderen Linsen vor dem Kochen nicht einweichen. Sie zerfallen beim Kochen aufgrund der fehlenden Schale zu einer Art Brei und nehmen Gewürze besser auf als ungeschälte Linsen. Daher finden sie häufig in Eintöpfen, Currys, Pürees oder Dals Verwendung.

Wissenswertes:

Ungeschälte Linsen haben den Vorteil, dass sie mehr Nährstoffe enthalten, da die meisten Nährstoffe und ein Grossteil des Aromas in der Schale stecken, wodurch sie auch intensiver schmecken. Andererseits sind geschälte Linsen aufgrund des geringeren Ballaststoffanteils leichter bekömmlich.

Als Faustregel zur erwartenden Konsistenz gekochter Linsen gilt: Je grösser die Sorte, desto schneller zerkochen sie. Geschälte Linsen, wie die roten und gelben, zerfallen beim Kochen sehr schnell.

Rote Linsen sind in getrockneter Form oder vorgekocht in der Konserve erhältlich. In beiden Formen sind sie sehr lange haltbar. Durch die Sterilisierung (Erhitzung unter Druck) bei der Verarbeitung von Konservenprodukten gehen zwar ein Teil der Vitamine verloren, jedoch hat dies keinen Einfluss auf die weiteren Inhaltsstoffe. Da Hülsenfrüchte ohnehin nicht gerade viele Vitamine enthalten, ist der Verlust eines Teils der Vitamine wohl von geringerer Bedeutung, vorausgesetzt man ernährt sich nicht von Hülsenprodukten allein.