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Buchbesprechung „Die Ernährungslüge“ von Hans-Ulrich Grimm

Gründe der Schädigungen durch industrielle Nahrungsmittel: Glutamat und Süssstoffe schädigen Darmhirn und Hirn.

Abbildung Buch "Die Ernährungslüge" von H-U Grimm mit Text rechts daneben.© CC-by-sa 2.0, Collage Catalina Sparleanu, PhD, Foundation Diet Health Switzerland

Fazit

Der Autor informiert, wie wir Hirn und Darm (enterisches Nervensystem, ENS) schädigen: mit Fertiggerichten oder fertigen Zutaten als Saucen oder künstlicher Würze – aber auch mit Süssgetränken (Erfrischungsgetränk) und zu viel Süssigkeiten.

Er konzentriert sich auf Glutamat (volkst. Namen für Mononatriumglutamat) und Süssstoffe, vorwiegend Aspartam. Doch sind auch "Rital.." und wenige Lebensmittelzusatzstoffe behandelt. Einige Folgen durch den Verzehr sind erklärt.

Man muss allerdings auch wissen, dass Mononatriumglutamat ein Salz einer der Aminosäuren ist und daher in fast allen proteinhaltigen Nahrungsmittel vorkommt. Nur eine Minderheit leidet direkt unter zugesetztem, also nicht gebundenem Glutamat.

Verschiedene Forscher sehen im gestörten Verhalten von meist Kindern und jungen Menschen die Ursache von zugesetztem Glutamat. Grundsätzlich erwirken Garen, Trocknen oder Fermentieren Risse in den Zellmembranen, so dass auch so freies Glutamat entsteht.

Die Quellen von Hans Ulrich Grimm sind vor allem Zeitschriften und Zeitungen, z.B. die FAZ, NZZ, New York Times, Der Spiegel, Die Zeit, New Scientist etc. Allerdings wählte er lediglich Beiträge aus, die einen wissenschaftlichen Hintergrund aufweisen und nennt die Autoren der wissenschaftlichen Arbeiten. So gesehen ist das eine Art Meta-Studie (Metaanalyse), also möglichst eine Gesamtschau. Die Industrie zeichnet wo immer möglich eine ganz andere Sicht. (Siehe auch Medizin und evidenzbasierte Medizin)

"Die Ernährungslüge" demonstriert uns auch die Gründe der Schädigungen durch industriell hergestellte Nahrungsmittel – und dass trotzdem der Trend in diese Richtung geht. Das Buch klärt Konsumenten auf, die es wissen wollen: zurück zu natürlicher Kost.

Er nennt auch Probleme zu Milch - aber siehe auch diese Buchbesprechung zur Schädlichkeit von Milch - oder besser: Buchbesprechung "Milch besser nicht!" von Maria Rollinger.

1. Zusammenfassung

Wissenschaftler kommen zunehmend auf den Konsens, dass die Ernährung die Chemie des Gehirns dauerhaft verändern kann. Allerdings fehlt es an Neurotoxizitätstest von solchen Lebensmittelzusatzstoffen,die besonders gefährlich sind. Um die Haltbarkeit zu verlängern und den Geschmack zu verbessern fügt die Industrie viele schädliche Chemikalien hinzu. Man ignoriert einfach die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Dies führt bei Kindern zu vermehrte Sprachstörungen, Autismus und Aufmerksamkeitsdefizitstörungen. Bei Erwachsenen treten Depressionen, Multiple Sklerose (MS), Parkinson und Alzheimer-Krankheit auf.

Angst, Aggressionen, psychische Erkrankungen und die Art und Weise, wie unser Gehirn Gefühle erlebt, sind durch Veränderungen in der Gehirnchemie bestimmt. Nahrungsmittel und Medikamente gelten als Auslöser dieser Symptome.

Grimm zeigt auf, dass der menschliche Darm ("unser zweites Gehirn") die Gesundheit, das Verhalten und die Gefühle beeinflusst. Das “Löchriger-Darm-Syndrom” (ein Ungleichgewicht in der Darmflora und eine beschädigte Magen-Darm-Wand) ist eine Ursache von Krankheiten wie Autismus, Alzheimer, Parkinson und Multiple Sklerose.

Hier sind einige der wichtigsten Fakten, die Ihnen als LeserIn helfen sollen, die schädlichen Auswirkungen von der heutigen Industrie geförderten Medikamente und Lebensmittelzusatzstoffe zu vermeiden:

  • Eine Zucker- und Milchproduktefreie Ernährung (GFCF) sowie das Vermeiden von jeglichen Zusatzstoffen, führt zu einer Verbesserung der ADHS-Symptome. Dies im Ausmass von 70 bis 90 Prozent von "Rital..". Man kann dann oft auf jegliches "Rital.." verzichten.
  • Der Geschmack, der Gehirnzellen töten kann, ist Mononatriumglutamat. Das ist einer der Lebensmittelzusatzstoffe, die als Neurotoxin wirken. Er ist ein häufiger Faktor für neurodegenerative Erkrankungen.
  • Das Süssungsmittel Aspartam gilt wegen vieler gefälschter Studien als sicherer Zusatzstoff. Es sind Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Kurzzeitgedächtnisverlust, endokrine Störungen und Störungen in sexuellen Funktionen bekannt.
  • Der Konsum von Zucker aus Cola, gesüssten Getränken und Schokoriegeln verursacht Extremwerte bei Blutzuckerwerten, gefolgt von Schläfrigkeit, Lethargie und verminderter Fähigkeit Details abzurufen. Auf lange Sicht machen diese Produkte süchtig und können auch zu Diabetes führen.
  • Zitronensäure fördert die Absorption von Aluminium und Blei im Gehirn. Die Verwendung in der Lebensmittelindustrie in unnatürlich grossen Mengen macht diesen Zusatzstoff schädlich und gefährlich.
  • Andere gefährliche Lebensmittelzusatzstoffe, die Sie vermeiden sollten, sind: Sorbitanmonolaurat (E-Nummer: E 493), Sorbitanmonooleat (E-Nummer: E 494), die Emulgatoren E 470 und E 476, die Süssstoffe Mannit (E 421), Lactitol (E 966) und Isomalt (E 953), Guaran oder Guargummi (Hauptbestandteil von Guarkernmehl) (E 412), die E-Nummern E 466 bis E 469 (Carboxymethylcellulose, CMC oder Cellulosegummi), Carrageen (E 407) und Sulfite (E 220 bis E 228).

Wer mehr über das Buchthema wissen möchte: In der Besprechung zu Lügen, Lobbies, Lebensmittel und zu Salt Sugar Fat finden Sie weitere Bücher über die Nahrungsmittelindustrie.

2. Buchbesprechung

Das Buch thematisiert vor allem das Hirn und das Darmhirn, auch Darmnervensystem, Eingeweidenervensystem oder intramurales Nervensystem genannt. Wie schon bei Krebs, begründete die Wissenschaft das immer häufigere Auftreten von Alzheimer und Demenz über längere Zeit nur mit der höheren Lebenserwartung. Hier gewinnt der Leser neue Erkenntnisse.

2.1. Katastrophe im Kopf

Prof. Beyreuther erklärt dem Autor, wie stark die Unterschätzung der Gefahren aus unserer heutigen Ernährungsweise für das Gehirn das Verhalten der Politik prägt. Als besonders tragisch betont er die fehlende Prüfung von Zusatzstoffe auf Neurotoxität (Nervengift). Er erachtet zahlreiche Stoffe als Gift für das Gehirn.

Die industrielle Nahrungsproduktion hat den Lebensmitteln viele Nährstoffe ausgetrieben, die lebenswichtig sind fürs Gehirn. Und dafür Chemikalien eingebaut, die ihm schaden.

Dem Professor fällt auf, dass gegenüber Gesunden die meisten Alzheimerpatienten andere Einkaufs- und Essensverhalten pflegen. Als Beispiel berichtet er von einer Frau, die immer Obst aus Dosen, Gemüse aus Gläsern ass und ein Leben lang bei Aldi eingekaufte, nie auf dem Markt. (S. 15)

Essen wir uns dumm?, fragt Grimm und bezeichnet den Supermarkt als Risiko-Parcours, indem er eine Reihe von Produkten aufzählt, die im Licht der jüngsten neurowissenschaftlichen Publikationen als Verursacher von Gehirnschwund (Hirnatrophie) gelten.

Ein Mann beisst mit gerunzelter Stirn in ein Junk-Food-Gebäck: Essen wir uns dumm?© CC-by 2.0, Collage Catalina Sparleanu, PhD, Foundation Diet Health Switzerland

Der Präsident der amerikanischen Alzheimer-Gesellschaft, Edward Truschke, meint: Wir sind mitten in einer internationalen Epidemie. (S. 16)

Alzheimer

Den Auftakt bildet eine kurze Beschreibung des Hirnforschers (Molekularbiologe) Prof. Dr. rer. nat., Dr. h.c. Konrad Beyreuther, der an der Harvard University arbeitete und in seinem Fach Weltruf hat, auch jetzt an der (Ruprecht-Karls-) Universität Heidelberg. Er zitiert ihn mit: Ein Fünftel der Energie, die wir im Körper verbrennen, verbraucht das Gehirn, obwohl es gerade zwei Prozent unseres Körpergewichts ausmacht.

Beginn der Alzheimer-Krankheit. Führt zum Absterben von Neuronen. Siehe nächstes Bild.© CC-by-sa 3.0, 7mike5000, Wikipedia
Allerdings bringt E. Truschke das nur im Zusammenhang mit dem steigenden Alter der Bevölkerung zur Sprache (Juli 2000 bei lubbockonline.com). Im Bericht erwartet er, dass bis 2025 weltweit mehr als 22 Millionen Menschen Alzheimer hätten.
Progression der Alzheimer-Krankheit. Neuronaler Tod und die Bildung von neurofibrillären Tangles etc© CC-by-sa 3.0, 7mike5000, Wikipedia
Dr. Robert Katzman von der University of California, San Diego spekuliert sogar für 2050 (wohl nur linear gedacht) mit 45 Millionen Kranken.

Im Alter von 65 bis 85 Jahren tritt pro 5 Jahre Alterung je eine Verdoppelung der Fälle auf. Eine Früherkennung ist gesucht, obwohl kein Mittel dagegen existiert.

Dr. med. (und Ph.D) Roland C. Petersen, Prof. für Neurologie vom Alzheimer Forschungszentrum der Mayo Clinic stellt fest, dass "momentan" (Jahr 2000) 4 Millionen Amerikaner und 8 Millionen andere darunter leiden. Erstaunlich, dass die signifikanteste Ursache, unsere moderne Ernährung, kein Thema ist.

Höchstens die genetische Disposition ist erkannt. Aber auch da unterscheiden Forscher nicht zwischen Genen und den von der Familie mitgebrachten Lebensgewohnheiten.

Statt nach Ursachen zu forschen tüftelt z.B. die Firma Memory Pharmaceuticals an einer Pille. Roche sieht das als Chance und unterzeichnete im November 2008 die Übernahme für 50 Millionen $.

Wie die "Hirngesundheit" der heutigen Kinder aussieht, zeigen verschiedene Studien.

Jeder fünfte Erstklässler zeigt Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen, klagt Klaus Ring, Vorsitzender der Stiftung Lesen in Mainz.

Kinder nehmen heute viele Chemikalien mit dem Essen auf, was früher nicht der Fall war. Zu viele Kinder leiden unter Autismus, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) etc. Erwachsene leiden mehr unter Depressionen, Multiple Sklerose (MS), Parkinson-Krankheit oder Alzheimer-Krankheit.

Wissenschaftliche Belege, die beweisen dass die Kapazität des Gehirns abnehme

Anmerkung: Das kommt sicherlich auch von Stress, doch verursacht die Ernährung einen weit höheren Anteil von Auswirkungen in uns.

Professor Dr. Michael A. Crawford (PhD), Direktor des Instituts für Gehirnchemie und Menschliche Ernährung an der University of North London (siehe IFBB, engl., später am Imperial College, London) behauptet, wissenschaftliche Belege zu besitzen, die beweisen dass die Kapazität des Gehirns abnehme.

H. U. Grimm zählt Beispiele von Veränderungen bei Kindern für ganz verschiedene Länder auf. Konkret schreibt er:

In Indien sind nach einer Studie 56 Prozent der Schüler in ihrer Lernfähigkeit eingeschränkt, in Polen und Tschechien hat sich die Zahl der Sonderschüler verdoppelt, in Russland gibt es immer mehr Fälle mentaler Unterentwicklung, sie steigt in den Städten sogar doppelt so schnell wie auf dem sonst eher bumben Land. Besonders spektakulär: In eineigen Regienen Brasiliens ist in den letzten dreissig Jahren schon ein Schrumpfen der durchschnittlichen Gehirngrösse zu beobachten. (S. 21).

Ein Kollege von Crawford, Prof. Dr. Christopher Williams, beschuldigt industrialisierte Landwirtschaft für die Verminderung des durchschnittlichen IQ. Hochleistungsdünger und chemische Gifte hätten die Erträge zwar explodieren lassen, aber auch zum starken Abnehmen hirnwichtiger Bestandteile im Essen geführt. Hirnveränderungen seien die Folge.

Ernährung und Erfahrung in der frühen Kindheit die Hirnentwicklung beeinflussen

Gerade bei Stress sollte das Hirn gut versorgt sein. Erst langsam findet die Forschung den Gedanken nicht mehr abwegig, dass die Ernährung die Hirnchemie nachhaltig verändert.

Prof. Dr. med. Richard Wurtman, Pychiatrische Forschungsanstalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT, engl.) erklärt sogar, dass die Zusammensetzung einer einzigen Mahlzeit die Funktions des Hirns erheblich beeinflussen kann. Erst seit dem 21. Jahrhundert ist gewiss, dass das Gehirn sich verändert, repariert und sogar in der Lage ist zu wachsen, erklärt Professor Dr. Bruce S. McEwen (engl.), Hirnforscher an der Rockefeller-University in New York.

Dr. med. (plus Ph.D.) James Fraser Mustard (engl.) (1927-2011), ein hoch dekorierter Kanadischer Wissenschaftler, berichtete über substanzielle Beweise aus Studien mit Tieren und Menschen, dass Ernährung und Erfahrung in der frühen Kindheit die Hirnentwicklung beeinflussen. (S. 24)

Der britische Gehirnforscher, Prof. (Dr. med. etc.) Basant K. Puri vom Hammersmith Hospital (später Imperial College, London), publizierte verschiedene Bücher. Er beklagt sich, dass Kinder überwiegend von JunkFood leben und es sei furchtbar, sich vorzustellen, was diese Ernährung damit in ihrem Gehirn anrichtet. Diese Ernährung sei Gift für das Gehirn.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht inzwischen (im 2002) die Ernährung als Risikofaktor für zunehmende Aggressivität und Kriminalität bei Kindern und Jugendlichen. (S. 27)

Prof. Crawford und andere sehen die zu geringe Menge an Omega-3-Fettsäuren als grosses Problem: Deshalb springen nun die Nahrungsindustrie und kluge Geschäftsleute auf diesen Marketing-Zug auf und bewerben Zusätze oder Produkte damit. Die überaus starke Lebensmittelindustrie ist nicht daran interessiert, dass wir wieder einfacher essen, ganz im Gegenteil.

Das Buch vermittelt uns, dass die Zitronensäure als Zusatzstoff in zahlreichen Lebensmitteln, Haribo-Gummibären und Süssgetränken die Aufnahme von Aluminium im Gehirn fördert. Das sei eines der Probleme für Alzheimer, ist die Aussage. Anmerkung: Aluminium gilt auch als Lebensmittelzutat E173.

2.2. Bizarres Verhalten

Der Autor erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen (von Karyn Seroussi), der an Autismus leidet und vermerkt: Offenbar spielt es aber auch eine grosse Rolle, was einen Menschen nährt. Und: Es spielt eine grosse Rolle, wenn die Nahrungsmittel sich immer weiter von der Natur entfernen, aus der sie einst stammten. Wenn sich immer mehr chemische Bestandteile in der alltäglichen Kost befinden, kann das auch dazu führen, dass die Körperchemie irgendwann verrückt spielt, aus den Fugen gerät. S. 35)

Autismus: dramatischer Anstieg der Zahlen

Tabelle: Autismus in den USA der 6-17 jährigen. Zunahme von 1996 bis 2007.© CC-by-sa 4.0, Fred the Oyster, Wikipedia

Karyn Seroussi schrieb u.a. das Buch Autism mit dem Gesamttitel Unraveling the Mystery of Autism and Pervasive Developmental Disorder.

Anmerkung: 1911 beschrieb Eugen Bleuler die Krankheit Autismus erstmals. Sie breitet sich besonders in jüngster Zeit schnell aus.

Grimm zitiert verschiedene Gehirnforscher wie Professor Dr. med. John J. Ratey (engl.), wenn er von den Zuständen in unserer Zentrale für die Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen und Gefühlen berichtet. Damit ist der Hippocampus im limbischen System des Kleinhirns gemeint. Dieser schüttet Endorphine, also körpereigene Opioide bzw. Opioidpeptide aus.

Das limbische System befasst sich mit den Gefühlen – aber auch mit intellektuellen Leistungen. Ratey schildert das typische Verhalten von Autisten, die vor fast jedem Körperkontakt zurück schrecken. Da das Hirn von Autisten nicht mehr so selektiv funktioniert, ist es von Reizen überflutet.

Eine gross angelegte Untersuchung der Universität von Kalifornien, die im Jahr 2002 veröffentlicht wurde, kam auf einen Anstieg um 270 Prozent von 1987 bis 1998 – einen realen Anstieg, bei dem verbesserte Diagnostik keine Rolle spielte.

Das US-Erziehungsministerium stellt einen Anstieg der Autismus-Rate vom Jahr 1992 bis 2001 von 544 Prozent fest.

Leider nehmen auch andere Persönlichkeitsstörungen erschreckend zu. Im Jahr 2001 zählt die WHO 450 Millionen Menschen mit psychischen Leiden und Verhaltensproblemen. Siehe auch unter Thomas-Theorem. (S. 37)

Müder Kopf mit Hand vor Gesicht: Das Freudemangelsyndrom, Dr. Paul Pearsall. Collage mit Text.© CC-by-sa 2.0, Collage Catalina Sparleanu, PhD, Pixabay
Kinder erleiden Ängste und entwickeln Aggressionen.

Erst neuere Studien zeigen den Zusammenhang der Ängste und Aggressionen mit der Chemie der Nahrung.

Der Direktor des pharmakologischen Forschungslabors am McLean Hospital in Belmont, USA, Prof. Dr. Andrew Stoll (siehe auch oben) glaubt, dass die gewaltigen Veränderungen in unserer Ernährung zu den steigenden Raten psychiatrischer Erkrankungen in der westlichen Welt beigetragen haben.

Der Arzt und Psychotherapeut, Dr. med. Josef Zehentbauer ist der Ansicht, dass die Balance der verschiedenen Botenstoffe über unsere Persönlichkeit entscheidet: Die Chemie im Gehirn formuliert Gefühle, macht Erfahrungen spürbar, sie macht Liebe möglich und Hass, Aversionen und Aggressionen, Wünsche und Träume, Neid und Missgunst. Sie macht die Bewegungen möglich und das Handeln, sie erlaubt es, schöne Erfahrungen zu speichern und hässliche zu verdrängen.

Es soll 10'000 verschiedene Hirnchemikalien, also Hormone und Botenstoffe geben, so quasi als "Sprache der Persönlichkeit". Drogen verändern diese zumindest vorübergehend massiv. (S. 39)

Prof Dr. Michael A. Crawford (PhD) ist der Ansicht, dass die Urahnen des Menschen vor 2,3 Millionen Jahren das Gehirn von 400 bis 500 g mit der Zeit auf nahezu die heutigen 1500 g steigerten. Als Grund sieht er die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren über Fischverzehr an den grossen Süsswasserseen Afrikas und an Flüssen und Meeresstränden. Doch ist der Grund leicht zu widerlegen. Siehe Anmerkung.

Omega-3-Fettsäuren: wir benötigen dazu keine tierischen Produkte

Ein Haufen dunkler Leinsamen mit einer Münze: Das 1 Cent-Stück als Grössenvergleich.© CC-by-sa 3.0, soebe, Wikipedia

Fische verglichen mit gewissen pflanzlichen Stoffen bieten keine hohen Anteile an Omega-3-Fettsäuren, eher Büffel in Busch und Savanne, beweist eine Studie von 1968, veröffentlicht beim Wissenschaftsblatt The Lancet.

Wir benötigen dazu keine tierischen Produkte, denn zahlreiche Samen (z.B. Leinsamen mit Anteil von 56-71 %), Algen und Pflanzen beinhalten weit mehr Omega-3-Fettsäuren als Fisch oder Büffel.

Bei der Nahrungsmittelverarbeitung entstehen aus den "guten" ungesättigten Fettsäuren sogenannte trans-Fettsäuren, was zur Erhöhung von LDL-Cholesterin im Blut führt und koronare Herzkrankheiten fördert. Das nennt sich industrielle Fetthärtung.

Bei Wikipedia findet der Leser zum Verhaltensmuster Aggression (noch) keinen Hinweis für den Einfluss unseres Essverhaltens, auch wenn das prominente Wissenschaftler postulieren.

Für die moderne Lebensmittelindustrie ist Omega-3-Gehalt ein Übel, denn mehrfach ungesättigte Fettsäuren lassen keine lange Haltbarkeit zu. Als Name für "Omega-3" kommt auch PUFA (Polyunsaturated Fatty Acids) vor. Professor Dr. med. Andrew L. Stoll, Harvard Medical School in Boston, führt zwar keine Beweise an, aber sieht sehr grosse Besserungen mit simplen diätetischen Massnahmen.

Der Hirnforscher, Prof. Dr. med. Richard J. Davidson, Universität von Wisconsin, sieht zumindest bei der impulsiven Form von Aggressionen Fehler in den Schaltkreisen des Gehirns, mit denen wir unsere Gefühle regulieren. Das Serotoninsystem im Hirn ist gestört. (S. 43)

Die genannte Autorin Karyn Seroussi und Verena Karg aus Leimen, deren Kinder an einem Asperger-Syndrom leiden, waren in der Lage, den Einfluss von Milch und Milchprodukten auf das Verhalten zu beweisen: Mit Milchkonsum entstand auch ein Blähbauch und starker Mundgeruch – ohne Milch waren diese Anzeichen weg und das Verhalten normal.

Milchprodukte und Gluten verschlimmern die Symptome von Autismus

Erst durch eine Internetgruppe zur Förderung autistischer Kinder stiessen sie auf Dr. med. Karl Reichelt aus Norwegen (anm.: eigentlich Karl Ludvig Reichelt, genannt Kalle Reichelt) und Paul Shattock aus England und Prof. Dr. med. William Shaw, USA. Sie bewiesen, was Eltern seit 20 Jahren erfuhren: "Milchprodukte verschlimmern die Symptome von Autismus."

Gluten ist das zweite Thema für Autisten. Der Ersatz für Weizen, Hafer, Roggen und Gerste wäre nötig – vor allem das Weglassen von Fertiggerichten. (S. 45)

Titelbild Buch "Biological Treatments for Autism and PDD", Dr. William Shaw.© CC-by-sa 2.0, Dr. William Shaw, amazon

Der norwegische Forscher, Dr. Karl Reichelt, fand gemäss Wikipedia 1991 Abbauprodukte opioider Stoffe im Urin autistischer Kinder und konnte deren Herkunft aus Gluten und Kasein nachweisen.

Das Buch gibt es nun auch auf deutsch als: Biologische Behandlung bei Autismus & PDD.

Redaction comment

Die Angaben bei Wikipedia stammen zumindest im Dezember 2013 wesentlich von Industrievertretern. Ich verweise auf den Doppelblindversuch, wo einfach ein anderer Neurotransmitter das Placebo spielte (siehe unten zu S. 96) – und somit natürlich kein Unterschied entstand!

Susanne Strasser, Bildungswissenschaftlerin, hat das empfehlenswerte Buch "Die gluten- und kaseinfreie Ernährung für Menschen mit Autismus, ADS/ADHS oder Allergien" geschrieben.

In den 1960er Jahren fand Dr. med. F. Curtis Dohan einen Zusammenhang zwischen Schizophrenie und dem Konsum von Getreide und Milch. Nun erhält zumindest in den USA die Gfcf-Ernährung eine gewisse Bekanntheit. Das ist eine absolut gluten- und kaseinfreie Ernährung.

Die Geschichte der Erforschung über den Sitz von Seele und Geist

H. U. Grimm geht ab Seite 46 auf die Geschichte der Erforschung über den Sitz von Seele und Geist ein. Platon (427 bis 347 vor Christus) ortet wesentliche Teile der Seele in den Eingeweiden (anm.: bezeichnen wir heute als Darm oder in diesem Zusammenhang besser mit Magen-Dram-Trakt oder Verdauungstrakt), die niederen Leidenschaften wie Lust und Gier (anm.: eigentlich Habgier) in der Leber, die höheren wie Stolz, Mut, Ärger oder Angst im Herzen und den Verstand im Gehirn.

Galenos (130 bis 200 nach Christus) sieht den Lebensgeist (anm.: siehe auch Atemseele) vorwiegend in Nerven und Gehirn.

Im Mittelalter gelten verschiedene Kammern im Gehirn als Ort und Leonardo da Vinci (1452-1519) zeichnet das Hirn anatomisch realistisch.

Noch René Descartes (1596-1650) meint, dass der Spiritus animalis (anm.: siehe Animismus) als eine Art zarter Windhauch in Nervenschläuchen oder als lodernde Flammen erscheine.

Isaac Newton (1643-1727) sieht den Spiritus animalis als Vibrationen in den Nerven.

Der Neurobiologe und Medizinhistoriker Prof. Dr. rer. nat. Robert-Benjamin Illing, Universitätsklinikum Freiburg beschreibt in seinem Buch "Vom Loch im Kopf zum Neuron", dass noch Mitte des 18. Jahrhunderts Ratlosigkeit über dieses Thema herrscht.

Emil Du Bois-Reymond (1818-1896) weist 1843 "erstmals" nach, dass entlang der Nervenbahnen Strom fliesst. Siehe Anmerkung unten über Luigi Galvani für dieses "erstmals".

Sketch: Haltungsstörungen bei Parkinson-Krankheit. Auch Neuroleptika können das bewirken.© Public Domain, Sir William Richard Gowers, 1886

Luigi Galvani (1737-1798) demonstriert am 6. November 1780 Muskelkontraktionen bei relativ frisch getöteten Fröschen, wenn er diese mit Kupfer und Eisen an den Enden berührt. Später beweist Galvani auch die elektrische Wirkung bei Gewitterblitzen mit Antenne und Erde, weil er die Blitzableiterversuche von Benjamin Franklin (1706-1790) kannte.

Alessandro Volta (1745-1827) erfährt 1792 von den Frosch-Experimenten, erkennt die Zusammenhänge und erfindet 1800 schliesslich die Batterie, die er 1801 Napoleon Bonaparte (1769-1821) vorführt.

Grimm titulierte Otto Loewi als "deutschen Chemiker". 1936 bekam Loewi zusammen mit Henry Dale den Nobelpreis. Aber 1938 musste Loewi als Jude im Alter von 65 Österreich (Reichsanschluss) verlassen. Davor zwang ihn die Behörde, sein Nobelpreisgeld an eine Bank der Nazis zu überweisen.

  • 1906 entdeckt Dale in der Hypophyse das Oxytocinhormon .
  • Der Pharmakologe Otto Loewi (1873-1961) entdeckt nach Drogeneinnahme die Ausscheidung einer bestimmten Substanz.
  • Dr. med. Henry Hallet Dale (1875-1968) klärte diese als Acetylcholin (AHc).

Im Buch "Körpereigene Drogen, die ungenutzten Fähigkeiten unseres Gehirns" demonstriert Dr. med. Josef Zehentbauer wie jeder Gedanke und jedes Gefühl von einer spezifischen Kombination unterschiedlicher Neurotransmitter getragen ist.

Er ist übrigens auch bekannt für sein Buch "Die Seele zerstören" mit Untertitel "Neuroleptika – der verheimlichte Arzneimittelskandal", eines von ca. einem Dutzend Büchern. Siehe auch unter Nervenkitzel.

Experten vermuten, dass Autismus eine besondere Form von Nahrungsmittelunverträglichkeit bedeutet. Peptide bringen das Gehirn in Aufruhr – und verursachen zudem ein geradezu suchtartiges Verlangen nach den schädlichen Stoffen. (S. 49) Die Nahrungsmittelunverträglichkeit wiederum ist durch das "Löchriger-Darm-Syndrom" (Leaky Gut Syndrome, engl.) zu erklären.

Grimm sieht Verursacher z.B. bei Kartoffelpüree von Pfanni und Maggi. Wir sollten nicht nur Milchprodukte und glutenhaltige Produkte vermeiden, sondern auch alle Zusatzstoffe (Additive), die den Darm angreifen.

Gfcf-Ernährung - bemerkenswerte Fortschritte

Prof. Dr. med. James Robert Cade, Universität von Florida meint, dass 81 % der von ihm betreuten Kinder durch die Diätumstellung auf Gfcf-Ernährung "bemerkenswerte Fortschritte" erzielen.

Das bestätigen auch der finnische Ernährungsforscher Teuvo Rantala. Dies trotz seiner anfänglichen Skepsis, die er gegenüber New Scientist ausdrückte. Eltern wie Martina Siesing aus Magdeburg, Verena Karg und Sylvia Gottstein, beide aus Leimen, kennen die Erfolge. (S. 51) Siehe auch die Website gfcfdiet.com (engl.).

Die Familie Kalveness aus Moss in Norwegen liess den Sohn bei Dr. med. Reichelt behandeln und die Gfcf-Ernährung erzielte nach drei Monaten (erst) ihre positive Wirkung. Bei Familie Seroussi führte das Vermeiden von jeglichen Fertiggerichten schliesslich zu absolut normalem Verhalten. (S. 53)

2.3. Götterdröhnung - Glutamat

Besonders problematisch sei aber der Geschmacksverstärker Glutamat, stellt der Autor fest. Glutamat: Der Geschmack, der Hirnzellen töten kann. Das bezieht er u.a. vom mehrfach ausgezeichneten, oben genannten Prof. Dr. Konrad Beyreuther (geb. 1941, im Fach Genetik habilitiert), der direkt sagt: Glutamat ist ein Nervenzellgift und Eine Überreizung der Nervenzellen mit Glutamat wird heute bei allen neurodegenerativen Erkrankungen als kritischer Punkt angesehen. (S. 28)

Bekannt ist, dass der chemisch verwandte Süssstoff Aspartam (E 951) ähnlich wirkt. Wie schnell das Hirn zu beeinflussen ist, demonstrierte er an der Droge LSD (Lysergsäurediethylamid).

Schon acht oder zehn Moleküle reichen, um das Hirn verrückt spielen zu lassen. (S. 30)

Collage von einer Packung Glutamat, Haufen glutamat und weitere Pakungen mit Text.© CC-by 4.0, Collage Catalina Sparleanu, PhD, Fastily, Ninosan, Dynomat

Glutamat als Zusatzstoff in Lebensmitteln - Nutzen und Risiken

Das angesprochene Glutamat heisst eigentlich Mononatriumglutamat (MNG oder engl. MSG für monosodium glutamate).

Anmerkung: normalerweise wirken erst 20 µg.

Andrea Eid veröffentlichte 2009 ihre Examensarbeit "Glutamat als Zusatzstoff in Lebensmitteln" (Nutzen und Risiken) im GRIN Verlag. Dort finden Sie viel über Glutamat zusammengefasst, wie die Industrie Deklarationspflichten umgehen und welche nachweisbaren Schäden gewisse Menschen davon tragen.

Z.B. Hefeextrakt enthält Glutamat, Inosinat (Inosinmonophosphat) und Guanylat. Leider kommt diese Täuschung auch bei Bio-Lebensmitteln vor.

Grimm schildert Zustände für einige Menschen nach dem Essen von Gerichten mit Glutamat, wie etwa Clusterkopfschmerzen. (S. 57). Verschiedene Neurotoxitäten (Nervengift) waren bei der Zulassung nicht bekannt.

Unter Nervengift findet sich bei Wikipedia aber auch Alkohol, Atropin, Butoinumtoxin, Coffein und Nikotin. Glutamate bewirken auch Übergewicht und diverse Krankheiten. Trotzdem: Im Jahr 2003 produzierte die Industrie 1,5 Millionen Tonnen davon – mit steigender Tendenz. Das Glutamat ist eigentlich ein weisses Pulver – und auch so erhältlich.

In Japan steht der Begriff umami sozusagen für die Quintessenz herzhafter Speisen.

Umami

Drei an Luft getrocknete Stücke Weisser Thun (Thunnus alalunga) als Sinnbild für Geschmack Umami.© CC-by-sa 3.0, Tamorlan, Wikipedia
Umami (Japanうま味– allgemeiner 旨味, in China 鮮味 vereinfacht 鲜味)

Genussexperten kommen aber auch für dieses Mononatriumglutamat mit der Summenformel C5H8NNaO4 ins Schwärmen. Wer in der Kantine isst und in Restaurants, kann dem Glutamat kaum entgehen. (S. 58)

Von Grimm erfahren wir, dass die volle Dröhnung bekommt, wer sich gern an Fertiggerichten und anderen Leckereien aus dem Supermarkt erfreut.

Dabei zählt er auch einige typische Produkte auf und weist darauf hin, dass Glutamat oft mit Natriumglutamat, E621 bis E625 oder auch nur mit Geschmacksverstärker bezeichnet ist.

Aber auch die Bezeichnung "Aroma" lässt 30 % reines Natriumglutamat zu.

Glutamat und Restless-Legs-Syndrom

Auch bei Carrageen, Maltodextrin, Weizenprotein (Gluten) oder Trockenmilcherzeugnis (Milchpulver) entfaltet Glutamat seine Wirkung. Der Öko-Riese Rapunzel tarnt in den Bio-Suppenwürfeln das Glutamat als Hefeextrakt. Die "klare Suppe" enthält 2,7 % Glutamat, der Brühwürfel "salzarm" sogar 4,9 %. Die Gemüsebrühe bekommt dann noch den Hinweis Ganz ohne zugesetzte Geschmacksverstärker! (S. 59)

In einigen Lebensmitteln kommt natürlicherweise Glutamat vor, wie bei Käse, Bohnen, Tomaten und der Muttermilch. Auch unser Körper verfügt über fest eingebautes Glutamat, denn

Glutamat hat zentrale Aufgaben bei der Schmerzübertragung, bei der Steuerung des Körperwachstums, bei der Gewichtsregulierung, bei der Appetitsteuerung, ja sogar der Fortpflanzung: Glutamat ist einer der wichtigsten Botenstoffe im so genannten Hypothalamus, jener Region tief drinnen im Kopf, die als Schaltzentrale dient.

Diese Bedeutung kennt die Wissenschaft erst seit 1990, doch zugelassen ist der Stoff schon seit 1959 als Generally Recognized As Safe (GRAS) (S. 60).

Semi-schematische Zeichnung eines Sagittalschnittes des Gehirns. (mit Thalamus dorsalis)© Public Domain, Henry Gray (1918), Anatomy of the Human Body

Auszug aus Wikipedia:
Viele Patienten mit dem Restless-Legs-Syndrom (RLS) leiden gleichzeitig an Schlaflosigkeit.

Eine Studie mit 28 RLS-Patienten an der Johns Hopkins University (JHU, Baltimore) lieferte Hinweise auf die Verbindung der Behandlung des Restless-Legs-Syndroms mit Schlaflosigkeit und dem Hirnstoffwechsel der Neurotransmitter Dopamin und Glutamat.

Fortsetzung Bildlegende:

Bei der Behandlung des RLS mit Medikamenten, die den Dopaminspiegel erhöhen, verbesserten sich die RLS-Symptome, eine gleichzeitig oft vorhandene Schlaflosigkeit jedoch nicht. Der Vergleich solcher Patienten mit 20 gesunden Freiwilligen zeigte einen ungewöhnlich hohen Glutamatspiegel im Thalamus der behandelten RLS-Patienten.

Dabei korrelierte die Höhe des Glutamat-Spiegels mit dem Empfinden eines schlechten Schlafs. Die Mediziner der JHU halten die Übererregung des Thalamus durch Glutamat für die Ursache der Schlafstörungen.

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