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Buchbesprechung "Don't Drink Your MILK!", von Frank A. Oski

Ein weiterer Arzt hat die Probleme der Milch erkannt, zahlreiche wissenschaftliche Studien analysiert. 32 davon zeigt er als Kurztext.

Buch-Abbildung "Don't Drink Your MILK" von Prof. Dr. med. Frank Aram Oski, USA© CC-by-sa 2.0, Catalina Sparleanu, PhD, Foundation Diet Health Switzerland

Fazit

Ich muss zugeben: Für Europa besser angepasst und umfassender bearbeitet finde ich das Buch Milch besser nicht! von Maria Rollinger. Den Link zur Besprechung ihres Buches finden Sie weiter unten im Kästchen mit dem Titelbild. Doch dieses Buch von Prof. Dr. Frank Aram Oski (1932-1996) informiert uns über weitere wichtige Aspekte. Als Kinderarzt und Hämatologe leitete er die Pädiatrie der State University of New York und später der Johns Hopkins University School of Medicine.

Mit all seinen Arbeiten und Erfahrungen wurde Dr. Oski in den USA zu DER Stimme bezüglich Krankheiten, Ernährung und Hygiene von Kindern. Aber nicht nur das. Später befasste er sich auch mit der Ernährung von Erwachsenen. Kurz vor seinem frühzeitigen Tod durch Prostatakrebs veröffentlichte er noch dieses Buch. Seine Einsicht bezüglich Milch kam für ihn zu spät. Erstaunlich reichhaltig sind aber seine Recherchen, an denen er uns teilhaben lässt. Er nennt diese: Erschreckende Fakten über das weltweit am meisten überbewertete Nahrungsmittel. Ich habe darum auch möglichst alle aufgeführten wissenschaftlichen Arbeiten mit der Zusammenfassung (Abstract) verlinkt.

1. Zusammenfassung

Trinken Sie Ihre Milch nicht! Dieses Buch erklärt gut und mit wichtigen Aspekten, warum Kuhmilch ungesund ist und warum viele Leute das nicht wissen können. Jede artfremde Milch ist so gesehen nicht gesund. Allerdings erwähnt der Autor die wichtige Frage der zahlreichen Wachstumshormone der Milch nicht.

Obwohl die Milch ursprünglich ein Naturprodukt ist, wirkt sie schädlicher als man denkt. Doch Säugetiere erzeugen eine verglichen mit menschlicher Brustmilch ganz anders zusammengesetzte Milch.

Eisenmangel bei Kindern mit hohem Milchkonsum war wohl der erste Hinweis auf Probleme von Kuhmilch. Da gab man noch Kuhmilch als Beikost.

Vergleich Mineralstoffe von Humanmilch zu Kuhmilch

Allerdings ist der Eisengehalt von Kuhmilch mit Wert von 60 µg/dl nicht wesentlich kleiner als bei Brustmilch mit 74 µg/dl.

Damals, mit Kuhmilch als Ersatz, gab es vor allem eine Verdrängung von besserer Ernährung, z.B. mit Gemüse. Heute kennt man viel besser angepasste Formula-Diät ohne Milch.

Gemüse hat mindestens das Doppelte und bis zu mehr als das Dreissigfache an Eisen (z.B. Spinat, Mangold bzw. Krautstiel) als Milch. Zudem auch oft mehr Calcium, wenn man die wichtige Nettoaufnahme betrachtet.

Vergleich Mineralstoffe von Humanmilch zu Kuhmilch (mg/dl)
Element Human Cow's milk
Ca (Calcium) 30 120
P (Phosphor) 14 94
K (Kalium) 51 150
Na (Natrium) 15 45
Cl (Chlor) 41 106
Mg (Magn.) 4 12
S (Schwefel) 14 33
Tabelle aus dem Buch "Milch und Milchprodukte in der Ernährung des Menschen", Prof. Dr. Edmund Renner, 3. Auflage 1977, Seite 152 und 156.

Vegan.de schreibt (31.5.02): Dr. Renner gilt als Milchpapst und hat diverse Studien zur angeblichen Osteoporose-Prophylaxe durch Kuhmilch durchgeführt.

Es folgen die Studienresultate aus International Dairy Journal 1991/1/S.77-82. Danach ein vernichtendes Urteil wie diese Studie an der Justus Liebig-Universität Giessen zustande kam. Die mg/l habe ich in mg/dl umgerechnet, damit sie in der üblichen Art mg/100g vergleichbar sind und nicht etwas vortäuschen.

Gemäss Prof. Renner weist Humanmilch 2 g/l an Elementen auf, Kuhmilch 7,3 g/l. Ein Kalb benötigt diese Menge. Alle Stoffe, von denen wir zu viel essen haben eine negative Wirkung.

Prof. Dr. med. Oski lässt uns als prominenter Wissenschaftler zuerst wissen, warum Milch und Milchprodukte zu unserer Hauptnahrung wurden. Dabei bringt er Beispiele der Beeinflussung durch die Milchindustrie und Milchlobby und zeigt auf das "big business" und auf die massiv beeinflusste Politik. Er nennt dabei Fakten und Zahlen. Erst nach und nach konnte eine kritische Haltung entstehen, weil man Krankheiten entdeckte, die eindeutig auf den Milchkonsum zurückzuführen sind.

Laktoseintoleranz

Er beginnt mit dem Problem Laktoseintoleranz. Das betrifft weltweit den grössten Teil der Menschen. Bei zwei Volksgruppen in Nigeria zeigen z.B. 99% der Personen ab drei Jahren Laktoseintoleranz. Doch Nordeuropäer und deren Emigranten und die Mischbevölkerung im Süden Europas leiden eher selten an Laktoseintoleranz. Das gilt auch für einige aussereuropäische Gruppen, z.B. in Afrika oder Indien. Für eine Person, die Milch gut verträgt, ist Laktoseintoleranz irrelevant - doch alle weiteren Nachteile gelten auch für diese Personen.

Milchallergien

Im Nächsten Textteil schreibt Dr. Oski über Milchallergien - und die haben nichts mit Laktoseintoleranz zu tun.

Nasenverstopfung, Asthma-Attacken, Atemweginfektionen, stellenweise Hautveränderungen oder Erbrechen oder Durchfall sind ein Kriterium für Kuhmilchallergie, sofern es keine andere Erklärung dafür gibt.

In solchen Fällen stellt man auf Sojaprodukte um. Jedoch reagieren auch einige Kinder auf Soja mit Allergien. Da die meisten Mütter glauben, Kuhmilch sei unentbehrlich für Ihr Kind, getrauen sich Ärzte wohl nicht, eine Alternative anzubieten.

Vor allem Milch, Mais und Zucker aus Zuckerrohr sind potentielle Verursacher von Magen-Darmproblemen, Atemwegserkrankungen, Hautausschlägen, so wie auch Müdigkeit und Aufmerksamkeitssyndrome.

Es ist jedoch immer sorgfältig zu klären, ob für die sogenannten Symptome nicht andere Ursachen zu finden sind. Allerdings leiden wir dann zu oft an einer nicht erkannten Nahrungsmittelallergie. Man sollte zuerst die Milch als Ursache prüfen.

Redaction comment

Nahrungsmittelallergien sind - besonders bei Milch - oft nicht IgE-vermittelt. Auch die Gluten-Intoleranz Zöliakie gehört zu den immunologisch bedingten, nicht IgE-vermittelten Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Antikörper im Blut sagen meist nicht viel mehr aus, als dass man das entsprechende Nahrungsmittel häufiger zu sich nimmt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Unter "Kann Fett fatal sein?" erfahren wir, dass in den USA pro Jahr eine Million Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben. Dies ist die Hälfte der Todesursachen in den USA.

Der hohe Blut-Cholesterinspiegel lässt sich durch Verzicht von tierischen Anteilen wie Ei, Milchprodukte und Fleisch senken.

Damit sich das Risiko für Arteriosklerose, Hirnschlag und Herzinfarkt verringert, müsste die Fettzufuhr vermehrt von pflanzlichen Produkten kommen.

Wir erfahren, wie die Forschung erst in den 50er-Jahren (nach Koreakrieg) langsam erkannte, dass diese Krankheitsprozesse (Pathogenese) schon im Kindsalter beginnen, wenn man sich im gewohnten westlichen Stil ernährt.

Redaction comment

Bevor man zum Problem Fett in die Tiefe forschte, hat man unglücklicherweise behauptet, dass der Fettanteil der westlichen Ernährung zu hoch sei. Damit rutschte man in andere gesundheitliche Probleme, wie Diabetes.

Erst viel später kam die Erkenntnis, dass man nicht den Fettkonsum drosseln muss, sondern die biologische Qualität der Fette zu beachten ist.

Schliesslich erkannte man, dass pflanzliche Fette und vor allem pflanzliche Proteine statt Tierproteine zu gesünderem Leben führen. Man erkannte wie wichtig gewisse Fettsäuren sind, um auch hier nun zu übertreiben ...

Um nicht Spielball der Nahrungsmittelindustrie zu bleiben, sollten Sie zumindest die Buchbesprechung zu "China Study", also über das Buch von Prof. Dr. Colin T. Campbell lesen.

Warum wir aber so hörig wurden, erfahren Sie in der Buchbesprechung zu "Salt Sugar Fat".

Brustkrebs und Prostatakrebs

Danach verbindet Prof. Dr. med. Frank A. Oski den hohen Milch- und Milchproduktekonsum mit Krebsentstehung, vor allem für Dickdarmkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs. Dies bezieht er von zahlreichen wissenschaftlichen Studien, die er im Anhang auch einzeln aufführt. Zudem benennt er bekannte Bücher über dieses Thema. Im Text danach zeigt er Alternativen auf.

Die Folgen für Säuglinge, die nicht oder nicht lange genug ausschliesslich Muttermilch erhalten

Als Kinderarzt schreibt er über die Folgen für Säuglinge, die nicht oder nicht lange genug ausschliesslich Muttermilch erhalten.

Auch erklärt er die möglichen Folgen im späteren Verlauf des Lebens dieser Kinder. Brustmilchbabys sind vor allem dann gut vor Magen-Darm-Entzündungen und Atemwegserkrankungen geschützt, wenn sie ein Jahr lang Brustmilch erhalten. In dieser Zeit und während der Schwangerschaft sollte die Mutter auch keine Milchprodukte zu sich nehmen.

Sogar Prof. Dr. Edmund Renner, der sich sehr für die Milchindustrie einsetzt, muss in seinem Standardwerk (siehe oben) erkennen (S. 157):

Bei Frühgeburten zeigen sich offensichtlich wesentliche Veränderungen im Gehalt der Milch an Cu, Mn, Si und Al mit meist erhöhten Werten (Unanyan 1967).

Auf Seite 162 finden wir bei ihm zu Säuglingsernährung: Vor allem für die Ernährung des Neugeborenen wird jedoch ein reduzierter Mineralstoffgehalt der Milch als notwendig erachtet, da im ersten Lebensmonat die erhöhte Mineralstoffaufnahme eine Belastung der Nierenfunktion darstellen würde (Abe 1969, Droese u. Stolley 1972, Kagan et al. 1956, Nichols u. Danford 1966, Yamauchi u. Tsugo 1970).

Die Muttermilch passt sich ständig an den Bedarf des Kindes an und nicht nur die Kolostralmilch (Kolostrum, Vormilch) ist wichtig für das gute Gedeihen von Säuglingen.

Wenn eine Mutter dem Baby keine eigene Milch geben kann: Was tun?

Prof. Dr. med. Frank A. Oski erwähnt, dass die heutigen Ersatzprodukte um Welten besser sind als früher, doch empfiehlt er, wenn möglich Ammenmilch zu geben. Danach erklärt der Autor, wie eine Mutter vorgehen soll betreffend Zusatzernährung. Er behandelt auch das Abstillen. Danach erklärt der Arzt auch wie sich erwachsene und ältere Menschen bezüglich Milch und Milchprodukten verhalten sollen.

Osteoporose

Unter dem nächsten Titel erklärt uns Dr. Oski die Frage des Kalziums. Kalzium (Calcium) ist wichtig für uns Menschen. Die Milchindustrie sagt uns, dass wir den Kalziumbedarf mit Milch und Milchprodukten decken sollen. Jedoch bekommen wir genügend Kalzium durch Gemüse, das zum Teil sogar noch mehr verwertbares Kalzium anbietet. Es ist für den Menschen einfacher, Kalzium aus Gemüse, Fisch, Nüssen, usw. aufzunehmen als von der Milch.

Wegen dem hohen Milchkalzium-Anteil leiden so viele Menschen an Osteoporose.

US-Amerikaner nehmen alleine 807 mg Kalzium über Milchprodukte auf, z.B. über Käse und vor allem ältere Frauen leiden oft an Osteoporose, während Taiwanesen mit 13 mg oder Menschen in Ghana mit nur 8 mg viel weniger Osteoporose, dafür bessere Zähne zeigen.

Redaction comment

Wenn diese Menschen unsere westliche Ernährung übernehmen, zeigen zumindest deren Kinder später ähnliche Anfälligkeit für Osteoporose wie wir.

Der Autor zählt einige Kalziumlieferanten auf wie gewisse Gemüse (Paprika 229 mg/100g, Grünkohl 175, Spinat 150), Mandeln (264 mg/100g), Fisch (Sardine 382 mg/100g).

Das sind aber Ausnahmen und nur die bessere Bioverfügbarkeit und der hohe pH-Wert von Gemüsen und Früchten bringen den Unterschied.

Akne

Der nächste Text handelt von den unerwünschten Inhaltsstoffen der Kuhmilchprodukte. Das beginnt mit unerwünschten Bakterien (z.B. EHEC, Staphylococcus aureus etc., z.T. wegen Mastitis), die trotz Erhitzung übrig bleiben und sich weiter vermehren.

Das Thema sind zudem unerwünschte Pestizide und das Hormon Progesteron von trächtigen Kühen.

Progesteron in der Milch kann Akne hervorrufen (Säuglingsakne bzw. Acne infantum, Kleinkindakne). Bei Absetzung der Milch verschwinden die Ausschläge nach einiger Zeit.

Es ist erwiesen, dass das Sexualhormon Progesteron, ein Gestagen (Gelbkörperhormon, Schwangerschaftshormon), Akne hervorrufen kann. Das erfahren wir weiter unten. Bei Absetzung der Milch verschwindet diese jedoch nach einiger Zeit. Heute macht man Kühe vorzeitig künstlich trächtig, damit der Milchfluss anhält. Darum findet man auch mehr Progesterone in Milchprodukten.

Aber auch Babys können unter Akne leiden, was man dann Acne neonatorum oder Neugeborenen-Akne, Acne infantilis oder Säuglingsakne nennt. Je nach Essverhalten der Mutter können diese schon im Mutterleib entstehen. Heute tritt Acne neonatorum bei rund 20 Prozent der Neugeborenen auf.

Gesicht eines Säuglings mit Säuglingsakne, rechts stehende Haltung normal und mit Osteoporose.© CC-by-sa 2.0, Catalina Sparleanu, PhD, Foundation Diet Health Switzerland

Im Text "Beware of the Cow" geht der Autor auf Krankheiten ein, bei denen ein enger Zusammenhang (Korrelation) mit dem Milchkonsum erkennbar ist. Doch Milch befürwortende Wissenschaftler bezweifeln solche Korrelationen aus verständlichen Gründen. Vorsichtig, wie Prof. Dr. med. Oski ist, schreibt er dazu lediglich über "very disturbing theories".

Multiple Sklerose, Leukämie-Erkrankung, Juvenile idiopathische Arthritis,

Für Multiple Sklerose (MS) zum Beispiel nennt er zahlreiche grosse Untersuchungen, die diese Krankheit mit verschiedenen Ursachen verbinden wollten. Die einzige Gemeinsamkeit für alle diese Untersuchungen besteht bei der Relation mit dem Milchkonsum. Betrachtet man einzelne Studien, fällt dies nicht auf, da jeweils auch noch andere Ursachen in Frage kamen. In Anbetracht der Potenz der Milchlobby reicht das nicht für eine offizielle Warnung. Auch die sehr seltene Amyotrophe Lateralsklerose ist mit dem Milchkonsum in Zusammenhang zu bringen.

Nachgewiesen ist, dass Leukämie-Erkrankung von Affen mit Kuhmilchkonsum hervorrufbar ist. Die meisten Krankheiten, die Schimpansen aufweisen, treten auch beim Menschen auf.

Wir erfahren auch über Zusammenhänge Milch und Juvenile idiopathische Arthritis (JIA). Doch Wikipedia nennt noch "unbekannte Ursache" für dieses Kinderrheuma. Dies trotz den grossen Erfolgen von Kinderarzt Dr. med. J. Dan Baggett und weiteren Kinderärzten mit Heilung nur durch Verzicht auf jegliche Milchprodukte.

Bei Jugendlichen erkennt man auch eine grosse Korrelation zwischen asozialem Verhalten und Kriminalität. Solche Jugendliche trinken bis zu zehn mal mehr Milch als andere Jugendliche. Die Wissenschaftler vermuten eine Art Proteinvergiftung und oder zu wenig Nüsse (für das Hirn). Kurz zeigt Dr. Oski auch, wie Milch als Einschlafschoppen Zähne zerstört.

Anschliessend erfahren wir Konkretes über die Milchwerbung, die sogar die industriefreundliche Federal Trade Commission (FTC) als falsch, irreführend und täuschend bezeichnen musste.

Diese Werbung gipfelte in "Jedermann benötigt Milch" und "Milchtrinker ergeben die besseren Liebhaber".

Die FTC musste sogar gegen die eigene Klientel einschreiten und heute heisst es nur noch "Milch hat etwas für Jedermann", denn das dürfen ja auch schlechte Inhaltsstoffe sein.

Wir erfahren aber auch, wie die Medien von dieser Industrie leben und gleichzeitig unter Beobachtung stehen (Argus).

Das chronische Erschöpfungssyndrom

Unter dem nächsten Titel über "Milch und CFS, das chronische Erschöpfungssyndrom", berichtet der Autor über verschiedene Krankheiten durch Milch, die andere Ärzte beschreiben. Dabei sind z.B. Angststörungen und Depressionen. Der Psychiater Dr. H. L. Newbold sieht das oft als Folge einer Kuhmilchallergie.

Das Abstellen von Produkten mit Milchbestandteilen liess die Störungen verschwinden - und umgekehrt.

Dr. med. William G. Crook, fand bei 41 von 45 Kindern mit Hyperaktivität oder Lernschwächen eindeutig eine Lebensmittelallergie als Verursacher.

Die Milchindustrie beginnt langsam einzusehen, dass Kuhmilch nicht das ideale Produkt ist, als das sie es uns verkauft. Viel gesünder wäre Milchimitation aus Pflanzen, wie man sie heute fast überall findet.

Sehr wichtig ist die Brustmilch für die Gehirnentwicklung und die allgemeine Entwicklung eines Säuglings. Daher sollten Mütter auch während der Stillzeit keine Milchprodukte zu sich nehmen. Auch erhöht die frühzeitige Einnahme von Kuhmilch das Risiko für Diabetes.

Da später schwerwiegende Probleme auftreten können, sollte man auf Kuhmilch enthaltende Produkte verzichten.

Er erklärt die verschiedenen Milcharten mit vor- und Nachteilen bis hin zu "filled milk" und Milchimitationen. Dabei bringt er zahlreiche Beispiele von Produktionsmethoden und Details über die Milchzusammensetzung. Er berichtet auch über den Zeitgeist und bringt Verhältniszahlen zu den früheren Trinkgewohnheiten.

Buchbesprechung "Milch besser nicht!"

Titelbild Buch "Milch besser nicht" von Maria Rollinger.© Courtesy of Maria Rollinger

Hier finden sie den Link zur Buchbesprechung "Milch besser nicht!" von Maria Rollinger inkl. Bestelladresse beim Verlag. Ich betrachte es als das beste Buch zum Thema Milch und gesundheitliche Gefahren durch Milch. Sie führt auch mehr als 50 wissenschaftliche Arbeiten auf, die sie für das Buch auswertete.

Speziell in den USA gibt es eine ganze Reihe von Ärzten und Medizinprofessoren, die Bücher über diese Thematik geschrieben haben. Jedes dieser Bücher beleuchtet einen etwas anderen Aspekt.

Einige Bücher mit wissenschaftlichem Hintergrund oder grossem Praxiswissen von Ärzten habe ich besprochen. Schon im Fazit oder in der Zusammenfassung dort finden Sie die wichtigsten Argumente der Autoren.

Eine Ausnahme bildet meine Buchbesprechung "MILK the Deadly Poison" von Robert Cohen, weil er den Skandal über die Zulassung der künstlichen Hormone in den USA aufdeckte. Meine Vorbehalte zum Buch finden Sie dort im Fazit. Sogar ein Chiropraktiker hat ausserordentliche Erfahrungen im Zusammenhang mit Patienten als Milchtrinker festgehalten: Buchbesprechung "NO MILK" von Dr. Daniel A. Twogood.

Teile des Buchinhaltes finden Sie bei Google-Books. Einen interessanten Vergleich der Aussagen von der Milchindustrie nahe stehenden Wissenschaftlern und der unabhängigen Wissenschaftler, die dann wegen den entstehenden Krankheiten und Gebrechen zu ganz anderen Schlüssen kommen, finden Sie im Buch von Dr. med. Frank. A Oski in englischer Sprache. Sie haben die Wahl ...

Inhaltsverzeichnis und Bemerkungen

Die Kapitel heissen im Original:

  1. "Milk Is a Natural" (Milch ist ein Naturprodukt, S. 7)
  2. Paying Premium for a Quart of Intestinal Gas! (Viel Geld für Blähungen!, S. 11)
  3. Don't Cry Over Spilled Milk (Weinen Sie nicht über verschüttete Milch, S. 21)
  4. Can Fat Be Fatal? (Kann Fett verhängnisvoll sein?, S. 33)
  5. The Alternatives –Two Sides to The Story (Alternativen- zwei Seiten der Geschichte, S. 43)
  6. The Calcium Scare (Der Kalzium-Schreck, S. 53)
  7. Do You Really Want a Résumé of the Cow's Lunch? (Wollen Sie wirklich vom Essen der Kuh?, S. 57)
  8. "Beware of the Cow" (Hüten Sie sich vor der Kuh, S. 65)
  9. "Milk Has Something for Everybody" (Milch hat etwas für alle ..., S. 73)
  10. Milk and the Tension-Fatigue Syndrome (Milch und CFS, das Chronische Erschöpfungssyndrom, S. 79)
  11. "What to Do Instead" (Was stattdessen tun?, S. 83)

Research Appendix (Anhang über Forschungen, S. 95)

References and Suggested Readings (Referenzen und Lesevorschläge, S. 118)

About the Author (Über den Autor, S. 126)

Über den Autor

Nach dem Abschluss des Arztstudiums im Jahr 1958 spezialisierte sich FRANK A. Oski (1932-1996) in der Pädiatrie also der Kinderheilkunde. 1963 berief man ihn zum Professor und Vorsitzenden der Abteilung Kinderheilkunde der State University New York. 1985 bekam er die Position des Direktors der Kinderabteilung der John Hopkins University School of Medicine und man wählte ihn gleichzeitig als Chefarzt für das John Hopkins Children's Center.

Dr. Oski hat 290 Arbeiten veröffentlicht und 19 Bücher verfasst. Darunter sind Standardwerke wie The Whole Pediatrician Catalog oder Principles and Practice of Pediatrics. Er war ein sehr geschätzter und erfahrener Wissenschaftler und der Gründer von Contemporary Pediatrics. Als Co-Autor wirkte er von 1976 bis 1991 für das Jahrbuch der Kinderärzte, The Year Book of Pediatrics. Sein grosses Wirken ist hier nur ansatzweise beschrieben.

Für seine Erkenntnisse und Arbeiten erhielt Dr. Oski z.B. 1972 den E. Mead-Johnson Award für aussergewöhnliche Arbeiten in der Erforschung von Kinderkrankheiten, 1990 den Joseph W. St. Geme, Jr. Leadership Award für "Pediatric Leadership" und im gleichen Jahr den Ross Award for Pediatric Education (Ross Teaching Award) von American Academy of Pediatrics (AAP) wie auch den Distinguished Graduate Award der University of Pennsylvania School of Medicine und den der Maryland Pediatrician of the Year. 1991 verlieh ihm die State University of New York den Ehrendoktor of Science.

Vergleicht man die verschiedene milchkristische Bücher, zeigen sich deutlische Unterschiede in den Ansätzen. Das können auch ethische Gründe sein, also Tierwohl oder Umweltgedanken bezüglich Zerstörung der Wälder für de Anbau von Mais, Getreide und Soja für die Kühe. Oder wie "Milking the public", das die enge Verflechtung mit der grossen Politik und dem Gesundheitswesen aufzeigt. Allerdings kommen auch "billige" "Me-too-Bücher" auf, also Nachahmerprodukte, die lediglich Bekanntes wiederkäuen.

Foto des Buchtitels "GOT MILKED?".© CC-by-sa 2.0, Alissa Hamilton
Titelbild Buch "MILK The Deadly Poison" von Robert Cohen.© CC-by-sa 2.0, Robert Cohen
Buchtitel von "Milking the Public", Political Scandals of the Dairy Lobby from LBJ to Jimmy Carter.© CC-by-sa 2.0, Michael McMenamin, Walter McNamara
Buchtitel von "Milch ist nicht gleich Milch!" von Judith Mudrak-Wasem.© CC-by-sa 2.0, Judith Mudrak-Wasem
Buchtitel von "Milch Allergie", Eine unterschätzte Gefahr von Dr. med. Renata Collier.© CC-by-sa 2.0, Dr. med. Renata Collier

2. Buchbesprechung

Die Kapitel im Inhaltsverzeichnis sind hier sinngemäss auf deutsch übersetzt.

Dr. med. Frank A. Oski beginnt mit einer Beschreibung, wie seine Tochter weinend von der Schule kommt, weil sie auf die folgenden drei Fragen je mit Nein geantwortet hatte, dabei galt bei der dritten Frage Ja als richtig:

  1. Denkst Du, dass ein Kaninchen einen Fausthandschuh machen kann?
  2. Kann ein Fisch wie ein Kaninchen hoppeln?
  3. Sollten alle Jungen und Mädchen Milch trinken?

Schon an den Fragen erkennt man, welche Industrie da die Hand im Spiel hatte und wie subtil (unterschwellig) sie Menschen beeinflusst.

Sich gegen Milch wehren gilt direkt als un-amerikanisch

Sich gegen Milch wehren gilt direkt als un-amerikanisch und die Lehrperson war der Meinung, dass dieser Vater als Arzt ein "Lunatic" sei. Der Ausdruck Lunatic (engl.) heisst mental krank, gefährlich, töricht, unvoraussehbar. Dies weil er Kuhmilch zumindest für Kinder ablehnte. Dr. Oski verstand die Reaktion im Prinzip, weil unaufgeklärte Leute durch das intensive und überzeugende Marketing und mit dem politischen Druck nur diese Haltung haben können.

Diese Haltung, Milch als besonders wertvoll zu sehen, kommt auch von den Müttern her, denn die aggressive Milch- und Milchproduktewerbung gibt es seit Generationen.

Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage, 1885-1892 beschreibt eine noch natürliche Milchproduktion:

Eine Kuh gab gute 3 Liter Milch am Tag, heute bis 50 Liter.

Da steht auch: Algäuer Kühe bleiben z. B. bis zum Alter von 16 Jahren oft sehr milchreich. Heute haben sie Glück, wenn sie einen Drittel dieses Alters erreichen.

2.1. Milch ist ein Naturprodukt, S. 7

Die Werbung suggeriert "Hatten Sie Ihre Milch?", "Milch ist natürlich", "Milch ist das perfekte Lebensmittel", "Jede Person benötigt Milch" oder gar "Milchtrinker ergeben bessere Liebhaber!". Siehe auch weiter unten.

Bild von Jan Vermeer (1632-1676) "Dienstmagd mit Milchkrug" ca. 1660. Holland war da in der Blüte.© Public Domain, 9AHrwZ3Av6Zhjg, Wikipedia
Die Ölmalerei Dienstmagd mit Milchkrug, ca. 1660 von Jan Vermeer, Rijksmuseum in Amsterdam, beweist die Existenz von Milch bei reichen Familien in der wirtschaftlichen Blütezeit Hollands im 17. Jahrhundert.

Ein Siebtel der Ausgaben für Lebensmittel betreffen Milchprodukte. Das ist der erste Rang pro Nahrungsmittelkategorie. Pro Person verbrauchen US-Amerikaner im Durchschnitt 187 kg (375 pounds) Milchprodukte im Jahr. 18 Millionen Kühe in den USA sorgen für "big business".

Politisch bekommt jeder siebte Kongressabgeordnete in den USA Geld von der Milchindustrie zur Wahlunterstützung. Politiker prägen dann die Gesetze, z.B. für hohe Abnahmepreise und für Abnahmegarantien.

Schliesslich beginnen mehr und mehr Ärzte die Gesundheit von Kuhmilch zu hinterfragen.

Negativen gesundheitlichen Erfahrungen durch Milchprodukte

Das tun auch Menschen mit negativen gesundheitlichen Erfahrungen durch Milchprodukte. Noch erstaunlicher: Die Federal Trade Commission (FTC) publizierte kritisch. Sogar Präsident Richard Nixon begann zu realisieren, dass Milch nicht unbedingt gesund ist. Die Einsicht teilte zudem John Connally, der 1975 in Texas in einen Bestechungsskandal bezüglich Milchpreis verwickelt war.

Den Milchkonsum begann man mit Eisenmangel bei Kleinkindern und Kindern zu verbinden. Man fand Beispiele von Krämpfen und Durchfall im Zusammenhang mit Milch und verschiedene Arten von Allergien. Erste Anzeichen bestätigten sich, dass auch Arteriosklerose (Arteriosklerosis, Arteriosclerosis) und Herzinfarkte mit dem Milchkonsum assoziiert sind.

Bei Kinderärzten gab es so zahlreiche Bedenken bezüglich Kuhmilch, dass das Komitee (Ausschuss) für Ernährung der American Academy of Pediatrics (AAP) einen Beitrag veröffentlichte: Titel "Should Milk Drinking by Children Be Discouraged?" Die Aussage ist kein klares Ja oder Nein.

Die Milch besteht eigentlich aus Zucker, Fett und Eiweiss (Protein) mit viel Wasser, das wiederum Mineralien, Vitamine und Hormone enthält. Jedes der drei Hauptbestandteile hinterfragt man heute und erkennt in der Fachwelt deren Problematik.

Die Säugetiere saugen ihre Muttermilch bis sie ihr dreifaches Geburtsgewicht erreichen. Ein menschliches Kind erreicht das nach etwa einem Jahr.

Der Mensch ist sich zu wenig bewusst, dass die verschiedenen Säugetiere wie Ziegen, Elefanten, Kühe, Kamele, Yaks, Wölfe oder Walrosse eine ganz verschieden zusammengesetzte Milch erzeugen.

2.2. Viel Geld für Blähungen!, S. 11

Der Milchzucker, genannt Laktose (Lactose) ist ein Disaccharid, also ein Zweifachzucker, bestehend aus D-Galactose und D-Glucose. Diese Lactose kommt nur in Milch vor. Alle Säugetiere ausser Robben, Seelöwen und Walrosse produzieren Milch mit Lactose als Zuckerbestandteil. Das Verhältnis an Lactose: Brustmilch 7 g/100g, Kuhmilch 4,8 g/100g.

Laktose können wir nicht aufnehmen. Deshalb produziert der Körper eines Säuglings das Enzym Laktase, das die Laktose aufbricht. Fehlt das Enzym oder gibt es zu wenig davon, dann kommt die Laktose in den Dickdarm, wo Bakterien sie aufspaltet. Das wiederum erzeugt viel Gas.

Bei den meisten Menschen vermindert sich die Produktion von Laktase nach der Stillzeit langsam und stoppt etwa im Alter von vier Jahren. Einzig einige Volksgruppen, wie z.B. die meisten Nordeuropäer bekamen durch eine Mutation die Fähigkeit, Milch und Milchprodukte in einem gewissen Mass auch später richtig zu verdauen. Diese Menschen haben sich auch in anderen Kontinenten verbreitet.

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