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Buchbesprechung "Don't Drink Your MILK!", von Frank A. Oski

Ein weiterer Arzt hat die Probleme der Milch erkannt und darauf hin zahlreiche wissenschaftliche Studien analysiert und für 32 davon zeigt er den Kurztext dazu.
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Buchtitel "Don't Drink Your MILK!" von Dr. med. Frank A. Oski, USA.
Titel Don't Drink Your Milk (Trinken Sie Ihre Milch nicht!)
Untertitel Frightening Medical Facts About the World's Most Overrated Nutrient.
Autor(en) Frank A. Oski, M.D.
Verlag TEACH Services, Inc.
Erscheinung 1996, 3rd edition 2013
Seiten 127
ISBN 978-1-796-0165-3
Bemerkung Prof. Dr. med. A. Oski wurde als Wissenschaftler mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet.

Fazit

Ich muss zugeben: Für Europa besser angepasst und umfassender bearbeitet finde ich das Buch Milch besser nicht! von Maria Rollinger. Den Link zur Besprechung ihres Buches finden Sie weiter unten im Kästchen mit dem Titelbild. Doch dieses Buch von Prof. Dr. FRANK ARAM OSKI (1932-1996) informiert uns über weitere wichtige Aspekte. Als Kinderarzt und Hämatologe leitete er die Pädiatrie der State University of New York und später der Johns Hopkins University School of Medicine.

Mit all seinen Arbeiten und Erfahrungen wurde Dr. OSKI in den USA zu DER Stimme bezüglich Krankheiten, Ernährung und Hygiene von Kindern. Aber nicht nur das. Später befasste er sich auch mit der Ernährung von Erwachsenen. Kurz vor seinem frühzeitigen Tod durch Prostatakrebs veröffentlichte er noch dieses Buch. Seine Einsicht bezüglich Milch kam für ihn zu spät. Erstaunlich reichhaltig sind aber seine Recherchen, an denen er uns teilhaben lässt. Er nennt diese: "Erschreckende Fakten über das weltweit am meisten überbewertete Nahrungsmittel". Ich habe darum auch möglichst alle aufgeführten wissenschaftlichen Arbeiten mit der Zusammenfassung (Abstract) verlinkt.

Zusammenfassung

Trinken Sie Ihre Milch nicht! Dieses Buch erklärt gut und mit wichtigen Aspekten, warum Kuhmilch ungesund ist und warum viele Leute das nicht wissen können. Jede artfremde Milch ist so gesehen nicht gesund. Allerdings erwähnt der Autor die wichtige Frage der zahlreichen Wachstumshormone der Milch nicht.

Obwohl die Milch ursprünglich ein Naturprodukt ist, wirkt sie schädlicher als man denkt. Eisenmangel bei Kindern mit hohem Milchkonsum war wohl der erste Hinweis auf Probleme von Kuhmilch. Da gab man noch Kuhmilch als Beikost. Doch Säugetiere erzeugen eine verglichen mit menschlicher Brustmilch ganz anders zusammengesetzte Milch.

Allerdings ist der Eisengehalt von Kuhmilch mit Wert von 60 µg/dl nicht wesentlich kleiner als bei Brustmilch mit 74 µg/dl. Damals, mit Kuhmilch als Ersatz, gab es vor allem eine Verdrängung von besserer Ernährung, z.B. mit Gemüse. Heute kennt man viel besser angepasste Formula-Diät ohne Milch.

Gemüse hat mindestens das Doppelte und bis zu mehr als das Dreissigfache an Eisen (z.B. Spinat, Mangold bzw. Krautstiel) als Milch. Zudem auch oft mehr Calcium, wenn man die wichtige Nettoaufnahme betrachtet.

Tabelle aus dem Buch Milch und Milchprodukte in der Ernährung des Menschen, Prof. Dr. Edmund Renner, 3. Auflage 1977, Seite 152 und 156. Vegan.de schreibt (31.5.02): "Dr. Renner gilt als Milchpapst und hat diverse Studien zur angeblichen Osteoporose-Prophylaxe durch Kuhmilch durchgeführt." Es folgen die Studienresultate aus International Dairy Journal 1991/1/S.77-82. Danach ein vernichtendes Urteil wie diese Studie an der Justus Liebig-Universität Giessen zustande kam. Die mg/l habe ich in mg/dl umgerechnet, damit sie in der üblichen Art mg/100g vergleichbar sind und nicht etwas vortäuschen.

Vergleich Mineralstoffe von Humanmilch zu Kuhmilch (mg/dl)

Element Human Kuh
Ca (Calcium) 30 120
P (Phosphor) 14 94
K  (Kalium) 51 150
Na (Natrium) 15 45
Cl (Chlor) 41 106
Mg (Magn.) 4 12
S  (Schwefel) 14 33
Gemäss Prof. Renner weist Humanmilch 2 g/l an Elementen auf, Kuhmilch 7,3 g/l. Ein Kalb benötigt diese Menge. Alle Stoffe, von denen wir zu viel essen haben eine negative Wirkung.

Prof. Dr. med. OSKI lässt uns als prominenter Wissenschaftler zuerst wissen, warum Milch und Milchprodukte zu unserer Hauptnahrung wurden. Dabei bringt er Beispiele der Beeinflussung durch die Milchindustrie und Milchlobby und zeigt auf das "big business" und auf die massiv beeinflusste Politik. Er nennt dabei Fakten und Zahlen. Erst nach und nach konnte eine kritische Haltung entstehen, weil man Krankheiten entdeckte, die eindeutig auf den Milchkonsum zurückzuführen sind. 

Er beginnt mit dem Problem Laktoseintoleranz. Das betrifft weltweit den grössten Teil der Menschen. Bei zwei Volksgruppen in Nigeria zeigen z.B. 99% der Personen ab drei Jahren Laktoseintoleranz. Doch Nordeuropäer und deren Emigranten und die Mischbevölkerung im Süden Europas leiden eher selten an Laktoseintoleranz. Das gilt auch für einige aussereuropäische Gruppen, z.B. in Afrika oder Indien. Für eine Person, die Milch gut verträgt, ist Laktoseintoleranz irrelevant - doch alle weiteren Nachteile gelten auch für diese Personen.

Im Nächsten Textteil schreibt Dr. OSKI über Milchallergien - und die haben nichts mit Laktoseintoleranz zu tun. Nasenverstopfung, Asthma-Attacken, Atemweginfektionen, stellenweise Hautveränderungen oder Erbrechen oder Durchfall sind ein Kriterium für Kuhmilchallergie, sofern es keine andere Erklärung dafür gibt. In solchen Fällen stellt man auf Sojaprodukte um. Jedoch reagieren auch einige Kinder auf Soja mit Allergien. Da die meisten Mütter glauben, Kuhmilch sei unentbehrlich für Ihr Kind, getrauen sich Ärzte wohl nicht, eine Alternative anzubieten.

Vor allem Milch, Mais und Zucker aus Zuckerrohr sind potentielle Verursacher von Magen-Darmproblemen, Atemwegserkrankungen, Hautausschlägen, so wie auch Müdigkeit und Aufmerksamkeitssyndrome. Es ist jedoch immer sorgfältig zu klären, ob für die sogenannten Symptome nicht andere Ursachen zu finden sind. Allerdings leiden wir dann zu oft an einer nicht erkannten Nahrungsmittelallergie. Man sollte zuerst die Milch als Ursache prüfen.

Nahrungsmittelallergien sind - besonders bei Milch - oft nicht IgE-vermittelt. Auch die Gluten-Intoleranz Zöliakie gehört zu den immunologisch bedingten, nicht IgE-vermittelten Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Antikörper im Blut sagen meist nicht viel mehr aus, als dass man das entsprechende Nahrungsmittel häufiger zu sich nimmt.

Unter "Kann Fett fatal sein?" erfahren wir, dass in den USA pro Jahr eine Million Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben. Dies ist die Hälfte der Todesursachen in den USA. Der hohe Blut-Cholesterinspiegel lässt sich durch Verzicht von tierischen Anteilen wie Ei, Milchprodukte und Fleisch senken. Damit sich das Risiko für Arteriosklerose, Hirnschlag und Herzinfarkt verringert, müsste die Fettzufuhr vermehrt von pflanzlichen Produkten kommen.

Wir erfahren, wie die Forschung erst in den 50er-Jahren (nach Koreakrieg) langsam erkannte, dass diese Krankheitsprozesse (Pathogenese) schon im Kindsalter beginnen, wenn man sich im gewohnten westlichen Stil ernährt.

Bevor man zum Problem Fett in die Tiefe forschte, hat man unglücklicherweise behauptet, dass der Fettanteil der westlichen Ernährung zu hoch sei. Damit rutschte man in andere gesundheitliche Probleme, wie Diabetes. Erst viel später kam die Erkenntnis, dass man nicht den Fettkonsum drosseln muss, sondern die biologische Qualität der Fette zu beachten ist. Schliesslich erkannte man, dass pflanzliche Fette und vor allem pflanzliche Proteine statt Tierproteine zu gesünderem Leben führen. Man erkannte wie wichtig gewisse Fettsäuren sind, um auch hier nun zu übertreiben ... Um nicht Spielball der Nahrungsmittelindustrie zu bleiben, sollten Sie zumindest die Buchbesprechung zu China Study, also über das Buch von Prof. Dr. Colin T. Campbell lesen. Warum wir aber so hörig wurden, erfahren Sie in der Buchbesprechung zu Salt Sugar Fat.

Danach verbindet Prof. Dr. med. FRANK A. OSKI den hohen Milch- und Milchproduktekonsum mit Krebsentstehung, vor allem für Dickdarmkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs. Dies bezieht er von zahlreichen wissenschaftlichen Studien, die er im Anhang auch einzeln aufführt. Zudem benennt er bekannte Bücher über dieses Thema. Im Text danach zeigt er Alternativen auf.

Als Kinderarzt schreibt er über die Folgen für Säuglinge, die nicht oder nicht lange genug ausschliesslich Muttermilch erhalten. Auch erklärt er die möglichen Folgen im späteren Verlauf des Lebens dieser Kinder. Brustmilchbabys sind vor allem dann gut vor Magen-Darm-Entzündungen und Atemwegserkrankungen geschützt, wenn sie ein Jahr lang Brustmilch erhalten. In dieser Zeit und während der Schwangerschaft sollte die Mutter auch keine Milchprodukte zu sich nehmen.

Sogar Prof. Dr. Edmund Renner, der sich sehr für die Milchindustrie einsetzt, muss in seinem Standardwerk (siehe oben) erkennen (S. 157): "Bei Frühgeburten zeigen sich offensichtlich wesentliche Veränderungen im Gehalt der Milch an Cu, Mn, Si und Al mit meist erhöhten Werten (Unanyan 1967)." Auf Seite 162 finden wir bei ihm zu Säuglingsernährung: "Vor allem für die Ernährung des Neugeborenen wird jedoch ein reduzierter Mineralstoffgehalt der Milch als notwendig erachtet, da im ersten Lebensmonat die erhöhte Mineralstoffaufnahme eine Belastung der Nierenfunktion darstellen würde (Abe 1969, Droese u. Stolley 1972, Kagan et al. 1956, Nichols u. Danford 1966, Yamauchi u. Tsugo 1970)."

Die Muttermilch passt sich ständig an den Bedarf des Kindes an und nicht nur die Kolostralmilch (Kolostrum, Vormilch) ist wichtig für das gute Gedeihen von Säuglingen.

Unter dem nächsten Titel erklärt uns Dr. OSKI die Frage des Kalziums. Kalzium (Calcium) ist wichtig für uns Menschen. Die Milchindustrie sagt uns, dass wir den Kalziumbedarf mit Milch und Milchprodukten decken sollen. Jedoch bekommen wir genügend Kalzium durch Gemüse, das zum Teil sogar noch mehr verwertbares Kalzium anbietet. Es ist für den Menschen einfacher, Kalzium aus Gemüse, Fisch, Nüssen, usw. aufzunehmen als von der Milch.

Wegen dem hohen Milchkalzium-Anteil leiden so viele Menschen an Osteoporose.
US-Amerikaner nehmen alleine 807 mg Kalzium über Milchprodukte auf, z.B. über Käse und vor allem ältere Frauen leiden oft an Osteoporose, während Taiwanesen mit 13 mg oder Menschen in Ghana mit nur 8 mg viel weniger Osteoporose, dafür bessere Zähne zeigen.

Wenn diese Menschen unsere westliche Ernährung übernehmen, zeigen zumindest deren Kinder später ähnliche Anfälligkeit für Osteoporose wie wir. Der Autor zählt einige Kalziumlieferanten auf wie gewisse Gemüse (Paprika 229 mg/100g, Grünkohl 175, Spinat 150), Mandeln (264 mg/100g), Fisch (Sardine 382 mg/100g). Das sind aber Ausnahmen und nur die bessere Bioverfügbarkeit und der hohe pH-Wert von Gemüsen und Früchten bringen den Unterschied.

Der nächste Text handelt von den unerwünschten Inhaltsstoffen der Kuhmilchprodukte. Das beginnt mit unerwünschten Bakterien (z.B. EHEC, Staphylococcus aureus etc., z.T. wegen Mastitis), die trotz Erhitzung übrig bleiben und sich weiter vermehren. Das Thema sind zudem unerwünschte Pestizide und das Hormon Progesteron von trächtigen Kühen. Progesteron in der Milch kann Akne hervorrufen (Säuglingsakne bzw. Acne infantum, Kleinkindakne). Bei Absetzung der Milch verschwinden die Ausschläge nach einiger Zeit.

Akne neonatorum eines 21 tägigen Säuglings. Keine Informationen über das Essverhalten der Mutter. Es ist erwiesen, dass das Sexualhormon Progesteron, ein Gestagen (Gelbkörperhormon, Schwangerschafthormon), Akne hervorrufen kann. Das erfahren wir weiter unten. Bei Absetzung der Milch verschwindet diese jedoch nach einiger Zeit. Heute macht man Kühe vorzeitig künstlich trächtig, damit der Milchfluss anhält. Darum findet man auch mehr Progesterone in Milchprodukten. Aber auch Babys können unter Akne leiden, was man dann Acne neonatorum oder Neugeborenen-Akne, Acne infantilis oder Säuglingsakne nennt. Je nach Essverhalten der Mutter können diese schon im Mutterleib entstehen. Heute tritt Acne neonatorum bei rund 20 Prozent der Neugeborenen auf. Bild von Fragegeist, Wikipedia, PD.
Jedes Bild können Sie auf volle Grösse klicken.

Im Text Beware of the Cow geht der Autor auf Krankheiten ein, bei denen ein enger Zusammenhang (Korrelation) mit dem Milchkonsum erkennbar ist. Doch Milch befürwortende Wissenschaftler bezweifeln solche Korrelationen aus verständlichen Gründen. Vorsichtig, wie Prof. Dr. med. OSKI ist, schreibt er dazu lediglich über "very disturbing theories".

Für Multiple Sklerose (MS) zum Beispiel nennt er zahlreiche grosse Untersuchungen, die diese Krankheit mit verschiedenen Ursachen verbinden wollten. Die einzige Gemeinsamkeit für alle diese Untersuchungen besteht bei der Relation mit dem Milchkonsum. Betrachtet man einzelne Studien, fällt dies nicht auf, da jeweils auch noch andere Ursachen in Frage kamen. In Anbetracht der Potenz der Milchlobby reicht das nicht für eine offizielle Warnung. Auch die sehr seltene Amyotrophe Lateralsklerose ist mit dem Milchkonsum in Zusammenhang zu bringen.

Nachgewiesen ist, dass Leukämie-Erkrankung von Affen mit Kuhmilchkonsum hervorrufbar ist. Die meisten Krankheiten, die Schimpansen aufweisen, treten auch beim Menschen auf.

Wir erfahren auch über Zusammenhänge Milch und Juvenile idiopathische Arthritis (JIA). Doch Wikipedia nennt noch "unbekannte Ursache" für dieses Kinderrheuma. Dies trotz den grossen Erfolgen von Kinderarzt Dr. med. J. Dan Baggett und weiteren Kinderärzten mit Heilung nur durch Verzicht auf jegliche Milchprodukte.

Bei Jugendlichen erkennt man auch eine grosse Korrelation zwischen asozialem Verhalten und Kriminalität. Solche Jugendliche trinken bis zu zehn mal mehr Milch als andere Jugendliche. Die Wissenschaftler vermuten eine Art Proteinvergiftung und oder zu wenig Nüsse (für das Hirn). Kurz zeigt Dr. OSKI auch, wie Milch als Einschlafschoppen Zähne zerstört.

Anschliessend erfahren wir Konkretes über die Milchwerbung, die sogar die industriefreundliche Federal Trade Commission (FTC) als falsch, irreführend und täuschend bezeichnen musste. Diese Werbung gipfelte in "Jedermann benötigt Milch" und "Milchtrinker ergeben die besseren Liebhaber". Die FTC musste sogar gegen die eigene Klientel einschreiten und heute heisst es nur noch "Milch hat etwas für Jedermann", denn das dürfen ja auch schlechte Inhaltsstoffe sein.

Wir erfahren aber auch, wie die Medien von dieser Industrie leben und gleichzeitig unter Beobachtung stehen (Argus).

Unter dem nächsten Titel über Milch und CFS, das chronische Erschöpfungssyndrom, berichtet der Autor über verschiedene Krankheiten durch Milch, die andere Ärzte beschreiben. Dabei sind z.B. Angststörungen und Depressionen. Der Psychiater Dr. H. L. Newbold sieht das oft als Folge einer Kuhmilchallergie. Das Abstellen von Produkten mit Milchbestandteilen liess die Störungen verschwinden - und umgekehrt. Dr. med. William G. Crook, fand bei 41 von 45 Kindern mit Hyperaktivität oder Lernschwächen eindeutig eine Lebensmittelallergie als Verursacher.

Wenn eine Mutter dem Baby keine eigene Milch geben kann: Was tun? Prof. Dr. med. FRANK A. OSKI erwähnt, dass die heutigen Ersatzprodukte um Welten besser sind als früher, doch empfiehlt er, wenn möglich Ammenmilch zu geben. Danach erklärt der Autor, wie eine Mutter vorgehen soll betreffend Zusatzernährung. Er behandelt auch das Abstillen. Danach erklärt der Arzt auch wie sich erwachsene und ältere Menschen bezüglich Milch und Milchprodukten verhalten sollen.

Die Milchindustrie beginnt langsam einzusehen, dass Kuhmilch nicht das ideale Produkt ist, als das sie es uns verkauft. Viel gesünder wäre Milchimitation aus Pflanzen, wie man sie heute fast überall findet. Sehr wichtig ist die Brustmilch für die Gehirnentwicklung und die allgemeine Entwicklung eines Säuglings. Daher sollten Mütter auch während der Stillzeit keine Milchprodukte zu sich nehmen. Auch erhöht die frühzeitige Einnahme von Kuhmilch das Risiko für Diabetes. Da später schwerwiegende Probleme auftreten können, sollte man auf Kuhmilch enthaltende Produkte verzichten.

Er erklärt die verschiedenen Milcharten mit vor- und Nachteilen bis hin zu "filled milk" und Milchimitationen. Dabei bringt er zahlreiche Beispiele von Produktionsmethoden und Details über die Milchzusammensetzung. Er berichtet auch über den Zeitgeist und bringt Verhältniszahlen zu den früheren Trinkgewohnheiten.

Titelbild Buch "Milch besser nicht" von Maria Rollinger

Hier finden sie den Link zur Buchbesprechung Milch besser nicht! von Maria Rollinger inkl. Bestelladresse beim Verlag. Ich betrachte es als das beste Buch zum Thema Milch und gesundheitliche Gefahren durch Milch. Sie führt auch mehr als 50 wissenschaftliche Arbeiten auf, die sie für das Buch auswertete.

Speziell in den USA gibt es eine ganze Reihe von Ärzten und Medizinprofessoren, die Bücher über diese Thematik geschrieben haben. Jedes dieser Bücher beleuchtet einen etwas anderen Aspekt. Einige Bücher mit wissenschaftlichem Hintergrund oder grossem Praxiswissen von Ärzten habe ich besprochen. Schon im Fazit oder in der Zusammenfassung dort finden Sie die wichtigsten Argumente der Autoren.

Eine Ausnahme bildet meine Buchbesprechung MILK the Deadly Poison von Robert Cohen, weil er den Skandal über die Zulassung der künstlichen Hormone in den USA aufdeckte. Meine Vorbehalte zum Buch finden Sie dort im Fazit. Sogar ein Chiropraktiker hat ausserordentliche Erfahrungen im Zusammenhang mit Patienten als Milchtrinker festgehalten: Buchbesprechung NO MILK von Dr. Daniel A. Twogood.

Inhaltsverzeichnis und Bemerkungen

Die Kapitel heissen im Original:

  1. "Milk Is a Natural" (Milch ist ein Naturprodukt, S. 7)
  2. Paying Premium for a Quart of Intestinal Gas! (Viel Geld für Blähungen!, S. 11)
  3. Don't Cry Over Spilled Milk (Weinen Sie nicht über verschüttete Milch, S. 21)
  4. Can Fat Be Fatal? (Kann Fett verhängnisvoll sein?, S. 33)
  5. The Alternatives –Two Sides to The Story (Alternativen- zwei Seiten der Geschichte, S. 43)
  6. The Calcium Scare (Der Kalzium-Schreck, S. 53)
  7. Do You Really Want a Résumé of the Cow's Lunch? (Wollen Sie wirklich vom Essen der Kuh?, S. 57)
  8. "Beware of the Cow" (Hüten Sie sich vor der Kuh, S. 65)
  9. "Milk Has Something for Everybody" (Milch hat etwas für alle ..., S. 73)
  10. Milk and the Tension-Fatigue Syndrome (Milch und CFS, das Chronische Erschöpfungssyndrom, S. 79)
  11. "What to Do Instead" (Was stattdessen tun?, S. 83)

Research Appendix (Anhang über Forschungen, S. 95)
References and Suggested Readings (Referenzen und Lesevorschläge, S. 118)
About the Author (Über den Autor, S. 126)

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Über den Autor

Nach dem Abschluss des Arztstudiums im Jahr 1958 spezialisierte sich FRANK A. OSKI (1932-1996) in der Pädiatrie also der Kinderheilkunde. 1963 berief man ihn zum Professor und Vorsitzenden der Abteilung Kinderheilkunde der State University New York. 1985 bekam er die Position des Direktors der Kinderabteilung der John Hopkins University School of Medicine und man wählte ihn gleichzeitig als Chefarzt für das John Hopkins Children's Center.

Dr. OSKI hat 290 Arbeiten veröffentlicht und 19 Bücher verfasst. Darunter sind Standardwerke wie The Whole Pediatrician Catalog oder Principles and Practice of Pediatrics. Er war ein sehr geschätzter und erfahrener Wissenschaftler und der Gründer von Contemporary Pediatrics. Als Co-Autor wirkte er von 1976 bis 1991 für das Jahrbuch der Kinderärzte, The Year Book of Pediatrics. Sein grosses Wirken ist hier nur ansatzweise beschrieben.

Für seine Erkenntnisse und Arbeiten erhielt Dr. OSKI z.B. 1972 den E. Mead-Johnson Award für aussergewöhnliche Arbeiten in der Erforschung von Kinderkrankheiten, 1990 den Joseph W. St. Geme, Jr. Leadership Award für "Pediatric Leadership" und im gleichen Jahr den Ross Award for Pediatric Education (Ross Teaching Award) von American Academy of Pediatrics (AAP) wie auch den Distinguished Graduate Award der University of Pennsylvania School of Medicine und den der Maryland Pediatrician of the Year. 1991 verlieh ihm die State University of New York den Ehrendoktor of Science.

Teile des Buchinhaltes finden Sie bei Google-Books. Einen interessanten Vergleich der Aussagen von der Milchindustrie nahe stehenden Wissenschaftlern und der unabhängigen Wissenschaftler, die dann wegen den entstehenden Krankheiten und Gebrechen zu ganz anderen Schlüssen kommen, finden Sie bei procorn.org in englischer Sprache. Sie haben die Wahl ...

Buch "Milch Allergie" eine unterschätzte Gefahr; Dr. med. Renate Collier.   Titelbild Buch MILK The Deadly Poison von Robert Cohen Buch "Milch ist nicht gleich Milch!" Buchumschlag "Got Milked?" von Alissa Hamilton. Buchumschlag "Milking the Public", Political Scandals of the Dairy Lobby.
Vergleicht man die verschiedene milchkristische Bücher, zeigen sich deutlische Unterschiede in den Ansätzen. Das können auch ethische Gründe sein, also Tierwohl oder Umweltgedanken bezüglich Zerstörung der Wälder für de Anbau von Mais, Getreide und Soja für die Kühe. Oder wie "Milking the public", das die enge Verflechtung mit der grossen Politik und dem Gesundheitswesen aufzeigt. Allerdings kommen auch "billige" "Me-too-Bücher" auf, also Nachahmerprodukte, die lediglich Bekanntes wiederkäuen.

Buchbesprechung

Die Kapitel im Inhaltsverzeichnis sind hier sinngemäss auf deutsch übersetzt.

Milch ist ein Naturprodukt, S. 7

Dr. med. FRANK A. OSKI beginnt mit einer Beschreibung, wie seine Tochter weinend von der Schule kommt, weil sie auf die folgenden drei Fragen je mit Nein geantwortet hatte, dabei galt bei der dritten Frage Ja als richtig:

  1. Denkst Du, dass ein Kaninchen einen Fausthandschuh machen kann?
  2. Kann ein Fisch wie ein Kaninchen hoppeln?
  3. Sollten alle Jungen und Mädchen Milch trinken?

Schon an den Fragen erkennt man, welche Industrie da die Hand im Spiel hatte und wie subtil (unterschwellig) sie Menschen beeinflusst.

Sich gegen Milch wehren gilt direkt als un-amerikanisch und die Lehrperson war der Meinung, dass dieser Vater als Arzt ein "Lunatic" sei. Der Ausdruck Lunatic (engl.) heisst mental krank, gefährlich, töricht, unvoraussehbar. Dies weil er Kuhmilch zumindest für Kinder ablehnte. Dr. OSKI verstand die Reaktion im Prinzip, weil unaufgeklärte Leute durch das intensive und überzeugende Marketing und mit dem politischen Druck nur diese Haltung haben können.

Diese Haltung, Milch als besonders wertvoll zu sehen, kommt auch von den Müttern her, denn die aggressive Milch- und Milchproduktewerbung gibt es seit Generationen.

Bild von Jan Vermeer (1632-1676) "Dienstmagd mit Milchkrug" ca. 1660. Holland war da in der Blüte.

Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage, 1885-1892 beschreibt eine noch natürliche Milchproduktion: Eine Kuh gab gute 3 Liter Milch am Tag, heute bis 50 Liter. Da steht auch: "Algäuer Kühe bleiben z. B. bis zum Alter von 16 Jahren oft sehr milchreich." Heute haben sie Glück, wenn sie einen Drittel dieses Alters erreichen.

Die Ölmalerei Dienstmagd mit Milchkrug, ca. 1660 von Jan Vermeer beweist die Existenz von Milch bei reichen Familien in der wirtschaftlichen Blütezeit Hollands im 17. Jahrhundert. Das Bild ist im Rijksmuseum in Amsterdam zu sehen.

Die Werbung suggeriert "Hatten Sie Ihre Milch?", "Milch ist natürlich", "Milch ist das perfekte Lebensmittel", "Jede Person benötigt Milch" oder gar "Milchtrinker ergeben bessere Liebhaber!". Siehe auch weiter unten.

Ein Siebtel der Ausgaben für Lebensmittel betreffen Milchprodukte. Das ist der erste Rang pro Nahrungsmittelkategorie. Pro Person verbrauchen US-Amerikaner im Durchschnitt 187 kg (375 pounds) Milchprodukte im Jahr. 18 Millionen Kühe in den USA sorgen für "big business".

Politisch bekommt jeder siebte Kongressabgeordnete in den USA Geld von der Milchindustrie zur Wahlunterstützung. Politiker prägen dann die Gesetze, z.B. für hohe Abnahmepreise und für Abnahmegarantien.

Schliesslich beginnen mehr und mehr Ärzte die Gesundheit von Kuhmilch zu hinterfragen. Das tun auch Menschen mit negativen gesundheitlichen Erfahrungen durch Milchprodukte. Noch erstaunlicher: Die Federal Trade Commission (FTC) publizierte kritisch. Sogar Präsident Richard Nixon begann zu realisieren, dass Milch nicht unbedingt gesund ist. Die Einsicht teilte zudem John Connally, der 1975 in Texas in einen Bestechungsskandal bezüglich Milchpreis verwickelt war.

Den Milchkonsum begann man mit Eisenmangel bei Kleinkindern und Kindern zu verbinden. Man fand Beispiele von Krämpfen und Durchfall im Zusammenhang mit Milch und verschiedene Arten von Allergien. Erste Anzeichen bestätigten sich, dass auch Arteriosklerose (Arteriosklerosis, Arteriosclerosis) und Herzinfarkte mit dem Milchkonsum assoziiert sind.

Bei Kinderärzten gab es so zahlreiche Bedenken bezüglich Kuhmilch, dass das Komitee (Ausschuss) für Ernährung der American Academy of Pediatrics (AAP) einen Beitrag veröffentlichte: Titel Should Milk Drinking by Children Be Discouraged? Die Aussage ist kein klares Ja oder Nein.

Die Milch besteht eigentlich aus Zucker, Fett und Eiweiss (Protein) mit viel Wasser, das wiederum Mineralien, Vitamine und Hormone enthält. Jedes der drei Hauptbestandteile hinterfragt man heute und erkennt in der Fachwelt deren Problematik.

Die Säugetiere saugen ihre Muttermilch bis sie ihr dreifaches Geburtsgewicht erreichen. Ein menschliches Kind erreicht das nach etwa einem Jahr.

Der Mensch ist sich zu wenig bewusst, dass die verschiedenen Säugetiere wie Ziegen, Elefanten, Kühe, Kamele, Yaks, Wölfe oder Walrosse eine ganz verschieden zusammengesetzte Milch erzeugen.

Viel Geld für Blähungen!, S. 11

Der Milchzucker, genannt Laktose (Lactose) ist ein Disaccharid, also ein Zweifachzucker, bestehend aus D-Galactose und D-Glucose. Diese Lactose kommt nur in Milch vor. Alle Säugetiere ausser Robben, Seelöwen und Walrosse produzieren Milch mit Lactose als Zuckerbestandteil. Das Verhältnis an Lactose: Brustmilch 7 g/100g, Kuhmilch 4,8 g/100g.

Laktose können wir nicht aufnehmen. Deshalb produziert der Körper eines Säuglings das Enzym Laktase, das die Laktose aufbricht. Fehlt das Enzym oder gibt es zu wenig davon, dann kommt die Laktose in den Dickdarm, wo Bakterien sie aufspaltet. Das wiederum erzeugt viel Gas.

Bei den meisten Menschen vermindert sich die Produktion von Laktase nach der Stillzeit langsam und stoppt etwa im Alter von vier Jahren. Einzig einige Volksgruppen, wie z.B. die meisten Nordeuropäer bekamen durch eine Mutation die Fähigkeit, Milch und Milchprodukte in einem gewissen Mass auch später richtig zu verdauen. Diese Menschen haben sich auch in anderen Kontinenten verbreitet.

Weltweite Verteilung der Laktoseintoleranz. Verein für Laktoseintoleranz, Rainer Renz, Wikipedia Die Mehrzahl der Menschen weltweit ist laktoseintolerant und leidet unter dem Konsum von Milch und gewissen Milchprodukten. Bild: Weltweite Verteilung der Laktoseintoleranz. Verein für Laktoseintoleranz, Rainer Renz, Wikipedia.
Wikipedia: "Bei mangelhafter Laktaseaktivität gelangt ungespaltener Milchzucker beim Menschen bis in den Dickdarm, wo er von Darmbakterien aufgenommen und vergoren wird. Als Gärungsprodukte entstehen Laktat (Milchsäure) und die Gase Methan (CH4) und Wasserstoff (H2). Die Gase führen unter anderem zu Blähungen..."  Zudem bewirkt die osmotisch aktive Milchsäure einen Wassereinstrom in den Darm (osmotischer Diarrhoe, Osmose). Das Resultat ist Durchfall. "Das Fehlen des Laktaseenzyms geht allerdings nicht immer mit diesen Symptomen einher. In diesem Fall spricht man von Hypolaktasie oder genauer von Laktosemaldigestion (Laktose-Fehlverdauung). Abbauprodukte der Bakterien verursachen dann andere Symptome."

Laktoseintoleranz führt zu Blähungen, bis hin zu intermittierenden Krämpfen im unteren Bauchbereich begleitet mit Durchfall. Siehe Kästchen. Nichtwissende Ärzte diagnostizieren ein Reizdarmsyndrom oder nennt das bei Babies (Babys) "normales" Rülpsen (aufstossen von Luft). Vor 1965 nahm die Wissenschaft an, dass Laktoseintoleranz eine durch eine Krankheit hervorgerufene Abnormalität sei!

Erst 1965 erbrachten Untersuchungen in der Johns Hopkins School of Medicine, dass 15% der weissen Bevölkerung und 70% der aus Afrika stammenden Bevölkerung unfähig waren, Laktose richtig zu verdauen. Darauf hat man weiter geforscht und erst dann herausgefunden, dass laktose-tolerante Personen stark in der Minderzahl sind, wenn man das weltweit anschaut.

Prof. Dr. med. FRANK A. OSKI zeigt eine Tabelle von 17 Personengruppen mit Angabe der Anteile an laktoseintoleranten Menschen. Die Lactoseintoleranz ist bei Dänen mit 2% besonders klein, gefolgt von Schweizern mit 7%, gefolgt von weissen Amerikanern. Am anderen Ende finden sich mit 90% Laktoseintoleranz die Bantus, Thais und Philippinen, wobei Chinesen in der Tabelle nicht vorkommen. Japaner und Taiwanesen sind mit 85% geführt.

Dr. Norman Kretchmer, früherer Direktor des Institute of Child Health and Human Development des National Institutes of Health, studierte die Laktoseintoleranz in Nigeria. Er fand heraus, dass bei zwei Volksgruppen mit starkem Milchkonsum, nämlich bei den Hausa und Fulani im Norden, lediglich 20% der untersuchten Personen Laktoseintoleranz zeigten. Doch bei anderen Volksgruppen, z.B. bei den Yoruba und Ibo musste man 99% der Personen als laktoseintolerant einstufen.

Dr. OSKI beschreibt die Frustrationen die es auslöste, als die USA begannen, in Entwicklungsländer Milchpulver als wohlgemeinte Hilfe zu bringen. Die Milchindustrie in den USA hatte ein grosses Problem; nämlich die zu grosse Menge an Milchpulver loszuwerden. So konnte man sie an den Staat verkaufen. Die Menschen in Südamerika verwendeten das Milchpulver schliesslich zum weisseln ihrer Hütten … Sie hatten genug von durch Milchpulver ausgehenden Verdauungsproblemen.

Trotz Untersuchungen über Laktoseintoleranz gibt man in zahlreichen Schulprogrammen noch Milch ab, auch in Gegenden wie Baltimore mit grossem Anteil an aus Afrika stammenden Amerikanern.

Allerdings haben Bakterien in Joghurt (Jogurt, Yoghurt) und Käse den Grossteil von Laktose abgebaut, so dass solche Produkte in dieser Hinsicht meist nicht so problematisch sind.

Etwa 10% der weissen Kinder in den USA leiden unter chronisch-rezidivierenden Bauchschmerzen in der Kindheit (recurrent abdominal pain of childhood), die meist sofort verschwinden, wenn diese Kinder keine Milch und keine Milchprodukte zu sich nehmen.

Weinen Sie nicht über verschüttete Milch, S. 21

Dr. OSKI erläutert einen Fall, bei dem ein Kind ab sechs Monate Alter Durchfall bekommt, bleich wird und offensichtlich an einer Eisenmangelanämie leidet. Erst ein grosses Medizinzentrum findet nach zwei Jahren heraus, dass das Kind eine seltene absolute Kuhmilchprotein-Unverträglichkeit aufweist. Erst als man auf normale Cookies (Kekse), Englische Creme (Custard) und Fertigprodukte (Fertiggericht) wie Rindfleisch-Fertigmenüs verzichtete, verschwanden die Probleme.

Sean Whalen musste sich verzweifelt an Zuschauer wenden mit "Got Milk?" später kam der Milchbart. Das zeigt, dass auch diesen Produkten Milch oder Milchpulver zugesetzt sind. Bei der vorher diskutierten Laktoseintoleranz, an der nur gewisse Menschen leiden, spielt die Menge eine Rolle, hingegen bei den hier besprochenen Milchallergien wirken schon kleinste Mengen an Milcheiweiss.

Auch wenn das Wikipedia nicht zu unterscheiden weiss: Laktoseintoleranz hat nichts mit einer Kuhmilchallergie zu tun. Bei Laktoseintoleranz fehlt dem Betreffenden lediglich das Enzym Lactase (LPH, LCT) zur Verdauung. An anderer Stelle unter Got Milk? bringt Wikipedia aber auch diese Milch-Werbekampagne mit dem Bild, das zu PublicDomain (Gemeinfreiheit) erklärt ist.

Dr. Joyce D. Grybowski, dann Direktor der Pediatric Gastrointestinal Clinic an der Yale University School of Medicine (Link engl.) erklärt, dass sie pro Woche etwa ein Mal eine absolute Kuhmilchprotein-Unverträglichkeit sehen. Die Allergie-Fälle bei Milch sind in den Auswirkungen recht unterschiedlich. Siehe auch das Fachbuch von Joyce D. Grybowski: Gastrointestinal Problems in the Infant (Major problems in clinical pediatrics).

Die Allergie kann durch Blutungen in den Darm einen Mangel an Protein im Serum hervorrufen, was das Wachstum hemmt und zu Schwellungen im Abdomen und an Händen und Füssen führen kann. Auch Kinder ohne solche äusserlichen Zeichen oder Durchfall können Eisenmangel erleiden, weil sie durch Milch einen bis fünf Milliliter Blut über den Darm verlieren (S. 23).

Bei absolutem Verzicht auf Milchproteine kann das Problem innerhalb von zwei Tagen verschwinden. Nach absoluter Abstinenz gewinnen diese Kinder meist im Alter von zwei bis fünf Jahren wenigstens eine minime Toleranz für Milcheiweisse.

In den USA leiden 15 bis 20% der Kinder unter zwei Jahren an Eisenmangel, wovon etwa die Hälfte wegen Unverträglichkeit für Milchprotein. Der Blutverlust im Darm ist so verteilt und gering, dass er sich im Stuhl durch das Auge nicht erkennen lässt, sondern eine Stuhl-Untersuchung nötig ist.

Milch hat sowieso zu wenig Eisen, doch das ist nicht das primäre Problem, auch wenn bei grossem Milchkonsum das Bedürfnis schwindet, andere Nahrung mit mehr Eisengehalt zu essen. Das Problem kommt aber dazu.

Seit Schoppenflaschen aus Plastik sind, kann man dem Kleinkind die Flasche überlassen, ohne dass sie zerbricht. Das führt zum "blue bottle syndrome", also zu den Kleinkindern, die mit der Flasche in Mund und Hand herumspazieren. Diese "milkaholics" leiden meistens unter Eisenmangel.

Dies nicht nur weil Kuhmilch zu wenig Eisen anbietet, sondern dieses Eisen auch nur zum kleinen Teil zur Aufnahme gelangen kann. Das Kind hat keinen Hunger mehr, doch zeigt es sich reizbar, apathisch und unaufmerksam und weint oft. Der Teufelskreis beginnt, indem man ihm zur Beruhigung die Flasche überlässt.

Nursing-Bottle-Syndrom im Oberkiefer Milchgebiss von Dr. Henning Storbeck, Wikipedia, CC-by-sa. Der Ausdruck "blue bottle syndrome" entstand, weil oft blaue Plasticflaschen zu sehen sind, obwohl es auch andere Farben gibt. Bekannt ist das auch unter Nursing-Bottle-Syndrom. Mit dem Ausdruck Nursing-Bottle-Syndrom zeigt Wikipedia, was mit den Zähnen passiert: Nuckelflaschenkaries. Bild Dr. Henning Storbeck, CC-by-sa.

Der Autor führt uns zum Thema zurück, in dem er die Verunsicherung über das Thema Milchallergie zeigt: Einige Forscher kommen auf 0,3% der Kinder und andere bis hin zu 25%. Nochmals: Die Kinder mit Laktoseintoleranz sind da nicht dabei.

Dr. J. W. Gerrard und sein Team in Saskatoon, Kanada, begleitete 787 Babies. Dabei beobachtete das Team jedes Baby persönlich ab Geburt. Die Mutter bekam jeweils keine Ratschläge bezüglich Milch und Ersatzprodukten, um sie nicht zu beeinflussen.

Das Team hat festgehalten ab wann die Babies Ersatzmilch bekamen inkl. der jeweiligen Zusammensetzung der Ersatzmilch.

Das Kriterium für Kuhmilchallergie war das Auftreten von (1) Nasenverstopfung (nasal congestion, nur engl.), Asthma-Attacken, Atemwegsinfektionen, Bronchitis (chest infections) oder (2) Effloreszenz (skin rash bzw. ganz verschiedene stellenweise Hautveränderungen) oder (3) Erbrechen oder Durchfall, falls es keine andere Erklärung für die Symptome gab.

In solchen Fällen stellte man auf Sojaprodukte um. Verschwanden die Symptome, probierte man es nochmals mit milchhaltiger Babynahrung. Nur wenn dann die Symptome wieder erschienen, hat man das Baby für allergisch auf Kuhmilchproteine erklärt. (S.25)

Man kam mit dieser Methode auf 59 Babies oder 7,5% mit einer Kuhmilchallergie. Die weitere Abklärung ergab, dass 25% dieser Babies die Symptome nach den ersten drei Tagen nach Erhalt von Babynahrung bekamen. Weitere 25% der Babies entwickelten die Symptome zumindest innerhalb der ersten Woche. Die Hälfte der betroffenen Babies reagierte später.

Das Team erkannte: je früher Kuhmilch ins Spiel kam, desto mehr Milchallergien traten auf. Diese stiegen bei früher Milchbeigabe bis auf 25% der Kinder. Auch traten die Milchallergien öfters auf, wenn ein Elternteil an Heufieber oder Asthma litt. (S. 26)

Eine Gruppe Forscher der University of Colorado und der University of Miami Schools of Medicine zeigten an zehn bis dreizehnjährigen Kindern, die unter persistierenden Nierenproblemen litten (Nephrosis nur in engl.), dass das Stoppen von jeglichen Milchprodukten verhinderte, dass die Nieren das Protein ausschieden. Das betraf die Kinder, die auf die Kortisonbehandlungen nicht ansprachen. Ohne diese Erkenntnis können solche Kinder frühzeitig sterben.

Dr. J. Dan Baggett, ein Kinderarzt in Alabama, erklärte, dass er 1960 den Zusammenhang zwischen frühem Kuhmilchkonsum von Kleinkindern und Hautproblemen entdeckte und dass manche der Kinder später Asthma bekamen, wenn man sie nicht umstellte. Er habe dann eine Ernährung eingeführt ohne Milch, Weizen, Eier und Zitronen. Er sah aber, dass auch einige Kinder auf Soja mit Allergien reagierten.

Auch frühe rheumatoide Arthritis (early rheumatoid arthritis) war mit vollständigem Verzicht auf Milchprodukte heilbar. (S. 28) Die Diät besteht aus speziellem Brot, Krackers, Kuchen (cake mixes) und Kekse ohne Inhaltsstoffe wie Kasein (Casein), Caseinat (ist denaturiertes Casein), Molke oder Pulvermilch (Milchpulver). Für das Kochen sind Maisöl und Distelöl empfohlen. Möglicherweise hat man auch auf Glutenfreiheit geachtet.

Was Dr. Baggett am meisten überraschte: A-Streptokokken (Group A beta-hemolytic streptococcus germ, GAS) haben bei so ernährten Kindern keine Infektion mehr auslösen können. Umgekehrt haben Kinder mit Pharyngitis (Rachenentzündung), genau streptococcal pharyngitis (engl.) oder Pyoderma gangraenosum (Dermatitis ulcerosa) innerhalb fünf Tagen vor den ersten Symptomen Milchprotein eingenommen. (S. 29)

Zu all dem muss er statt 100 Patienten im Jahr nur noch 12-14 Patienten in ein Spital einweisen und deren Aufenthaltsdauer ist von durchschnittlich fünf Tagen auf drei Tage geschrumpft.

Sein Spruch lautet: "Breast fed is best fed and cow's milk is the ideal food for the newly born and rapidly growing calf." Schwangere Frauen animiert Dr. Baggett Eier (wenn verträglich), dunkelgrünes Blattgemüse zu essen und verschiedene Tabletten für Kalzium einzunehmen. Dabei empfiehlt er dringend, auf jede Art von Milchprotein zu verzichten und auch Schokolade, Cola-Getränke, Erdnüsse und rohe Zwiebeln möglichst zu vermeiden.

Allerdings benötigt man mit guter Auswahl der pflanzlichen Lebensmittel keinerlei Kalziumtabletten, doch kann Vitamin B12 fehlen! Der Spruch von Dr. Baggett lautet frei übersetzt: "Brustmilch ist unübertroffen für Säuglinge, Kuhmilch ist ideal für die schnell wachsenden Jungkälber". Übrigens: Kälber schlachtet man bevor sie 8 Monate alt sind ...

Empfohlen ist das Buch Allergies to Milk von Prof. Dr. med. Sami Bahna (PDF at worldallergy.org) und Dr. med. Douglas C. Heine, Erstveröffentlichung 1980.

Darin schreiben die Autoren, dass bis zu diesem Zeitpunkt verschiedene Meinungen von Forschern kursierten, doch ab 1980 eigentlich ganz klar sein sollte, wie schädlich Milch sein kann. Doch nur aufmerksame Kinderärzte lassen zumindest in Fällen von Verdauungsproblemen, Problemen mit der Atmung (respiratory symptoms) oder Hautausschlägen (skin rash) auf Milch und Milchprodukte verzichten.

Weil Eltern so von der Milchindustrie beeinflusst sind, dass sie es abwegig finden auf "die gute Milch" zu verzichten, getraut sich wohl ein Arzt nicht, eine Alternative anzubieten. Für die meisten Mütter ist Milch das Beste, was sie einem Kleinkind geben können.

1964 lernte Dr. Baggett von Dr. William Deamer aus San Francisco, dass auch die sogenannten Wachstumsschmerzen (musculoskeletal pain bzw. growing pains) mit Milchverzicht zu verhindern waren.

Doch weder bei den Ärzten noch bei Wikipedia ist der Zusammenhang Wachstumshormone in der Milch mit Wachstumsschmerzen angekommen. Eigentlich ist dies aber logisch bei den zahlreichen Wachstumshormonen der Milch, die ein Kalb mit einem bedeutend stärkeren Wachstum als ein Menschenbaby haben muss.

Es ist auch logisch, dass diese Wachstumshormone nur für die Säugezeit gedacht sind und im Alter Krebs fördern können. Zudem gibt es die wissenschaftlichen Studien dazu. Ich nenne sie die Gaspedale, die Patienten bedienen, während ihre Krebsärzte gleichzeitig auf die Bremse zu treten versuchen, z.B. mit Zytostatika als Zellteilungshemmer. Erschreckend, dass so logische Zusammenhänge nicht in die Praxis einfliessen können.

Das Bild hat bei Wikipedia unter Kalbfleisch den Text: "Kalb vor der Verarbeitung". Ohne Kalb keine Milch. Kein Thema im Buch. Wikipedia unter Kalbfleisch: Geschlachtete Kälber - und ohne das keine Milch!
Die wenigsten Leser sind sich bewusst, dass Kühe nur durch ein Kalb Milch bekommen und die Kälber nach einigen Wochen zur Schlachterei kommen. Die Fleischwirtschaft und Milchwirtschaft muss Hand in Hand arbeiten. Bilder Wikipedia unter Kalbfleisch (Smooth_O unter CC 2.0, rechts von Myrabella, CC 3.0).

Kann Fett verhängnisvoll sein?, S. 33

Die American Heart Association (AHA) empfiehlt sehr, den Konsum von Milch und Milchprodukten in jedem Alter einzuschränken – und dies mit guten Gründen. Pro Jahr stirbt eine Million US-Amerikaner an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKL-Erkrankung). Das ist etwa die Hälfte der Todesursachen in den USA. 15 bis 20% sterben daran vor der ordentlichen Pensionierung.

Milchersatz USA: Leinsamen für Flaxmilk in den USA. Eigenes Foto. Es müsste alarmierend sein, wenn durch Verzicht oder starke Reduktion an Milch und Milchprodukten die meisten dieser Todesfälle zu vermeiden sind. Doch bringt z.B. Wikipedia diesen Spruch: "In der Humanmedizin gelten meist alle angeborenen und nicht durch Verletzung erworbenen Erkrankungen des Herzens, der Gefäße und des Kreislaufs als Herz-Kreislauf-Erkrankungen."  Mit "angeboren" haben Sie richtig gelesen! Ganz unten steht noch: "Gelegentlich wird der Begriff Herz-Kreislauf-Erkrankung auch nur für die mit der Arteriosklerose und den Risikofaktoren Diabetes Mellitus, Rauchen, Bewegungsmangel, genetische Veranlagung usw. assoziierten Herz- und Gefäßkrankheiten, wie sie in der Monica-Studie der WHO seit den 1980er Jahren beobachtet werden, benutzt." So etwas nennt sich "evidence based medicine" (EbM) bzw. Evidenzbasierte Medizin? Das würde höchstens mit dem Namen "industry-evidence based medicine" stimmen. Essgewohnheiten sind ausgeklammert!

Um das Jahr 1900 betrug die Lebenserwartung eines Neugeborenen ca. 50 Jahre, im Jahr 1977 hingegen 72 Jahre. Verantwortlich wirken da vor allem die extrem starke Senkung von Kindersterblichkeit dank erfolgreicher Bekämpfung von Viren und Bakterien sowie besserer Hygiene und Säuglingsernährung.

Wenn man im Jahr 1900 schon 45 Jahre alt war, betrug dann die Lebenserwartung 70 Jahre. Das vergessen die meisten Menschen. Dass diese Lebenserwartung von Erwachsenen nicht mehr als um ein paar Jahre zu steigern war, liegt in der steigenden Anzahl Arteriosklerosefälle und Diabetes durch zu viel und falschem Essen.

Dr. OSKI erklärt die Prozesse, die zu Arteriosklerose führen Schritt für Schritt und zeigt die Auswirkungen. Am meisten betroffen sind schliesslich das Gehirn, die Nieren, die Beine und das Herz. Die bekanntesten Auswirkungen sind der Myokardinfarkt (Herzinfarkt, Herzschlag, Herzanfall, Herzattacke, AMI) und der Schlaganfall (Gehirnschlag, Apoplex oder Insult), beides aus der Arteriosklerose herrührend.

Bis in die 1950er-Jahre meinten auch die Mediziner, dass Arteriosklerose normale Alterungserscheinungen seien. Erst die Autopsien an gefallenen Soldaten des Koreakriegs mit Durchschnittsalter von etwa 20 Jahren enthüllten, dass gegen 80% der Gefallenen schon Anfänge von Arteriosklerose aufwiesen.

Folgeuntersuchungen ergaben, dass der Prozess schon im Alter von zwei oder drei Jahren beginnen kann. (S. 35)

Die Plaques, meist aus Cholesterin, entstehen in einem langsamen Prozess, der 20 bis 40 Jahre dauern kann. Im Alter von 50 Jahren weist die Mehrheit der US-Amerikaner Anzeichen von schwerer Arteriosklerose auf.

Als Risikofaktoren fand man hohe Cholesterinwerte (auch Blutcholesterol, Cholesterinspiegel) (1), schlechtes Verhältnis zwischen HDL (high density lipoprotein), das einen hohen Anteil haben sollte und das "schlechte" LDL (low density lipoprotein) im Serum (2), arterielle Hypertonie (Hypertonie, Hypertonus, Bluthochdruck) (3), Diabetes mellitus (Diabetes, Zuckerkrankheit, DM) (4), Tabakrauchen (5), Bewegungsmangel (6) gewisse Persönlichkeitsmerkmale (7) und Familiengeschichte bezüglich Herzinfarkt und Hirnschlag (8).

Einfach ausgedrückt, kann man sich merken: Das Lipoprotein HDL bewirkt den Abtransport von Cholesterin aus Zellen und der Spiegel sollte hoch sein, da es prinzipiell anti-atherogen (nicht artherogen) wirkt. Siehe unter Cholesterinester-Transferprotein (CETP). LDL (eigentlich „small, dense LDL“) fördert jedoch Atherosklerose. Übrigens aus Wikipedia: "Arteriosklerose („Verhärtung der Arterie“) bezeichnet den physiologischen Alterungsprozess einer Arterie, während der Begriff Atherosklerose die Bildung eines pathologischen Atheroms betont, das unter Umständen eine Stenose verursacht." Eine frühe Form von Schädigungen zeigen die Schaumzellen.

Diese Faktoren hat die so genannte Framingham-Studie des National Institutes of Health in Framingham (Mass.) ergeben. 1949 hatte man 5000 gesunde Frauen und Männer im Alter von 30 bis 59 genau untersucht. Die Gegend hatte man ausgesucht, weil sie die durchschnittliche US-Lebensweise repräsentiert.

Jedes zweite Jahr hat man die Probanden eingehend untersucht. Nachdem tausend Personen gestorben waren, konnte man diese Risikofaktoren erkennen. Nur der hohe Blutcholesterinspiegel ragte aus den anderen Risiken heraus. Dies besonders bei genetischer Disposition in der Familie.

Das Blutcholesterin entsteht zum Einen in der Leber und den Verdauungsorganen und zum Anderen durch die gewählte Ernährungsform. Man erkannte, dass die tierischen Anteile wie Ei, Milchprodukte und Fleisch den Wert steigen lassen.

Es sind die saturierten (gesättigte) Fette, also solche, die bei Raumtemperatur nicht flüssig sind, die das bewirken. Das sind Bestandteile in Butter, Käse, Crème, Fleisch, aber auch in Schokolade und solche Zutaten enthaltende Fertigprodukte wie Pizza etc. (S. 36)

Unsaturierte Fette hingegen, z.B. in Maiskeimöl, in Baumwollsamenöl, in Distelöl und in anderen pflanzlichen Ölen lassen die Cholesterinwerte sinken.

Eigentlich wusste man schon seit vor den 1920er-Jahren um diese Zusammenhänge. Der russische Wissenschaftler, Prof. Dr. med. Nikolai Anitschov hatte das mit seinen Versuchen an Kaninchen herausgefunden. Er heisst aber Anitschkow, genau Nikolay Nikolaevich Anichkov (1885-1964) und war ein prominenter Pathologe. Siehe Anitschkow cell (engl.).

Später gab es weitere Tierversuche, die seine Resultate bestätigten. Doch erst die Framingham-Studie ergab die klaren Beweise für den Mensch. So zeigte sie, dass Menschen mit 240 mg Cholesterin im Blut ein dreifach höheres Risiko für Herzinfarkt zeigen als solche mit 200 mg oder weniger.

Studien in zahlreichen Ländern bestätigten später diese Beobachtungen. Milch hat einen Anteil von 60% in saturierter Form (LDL), und zwar 35 g an Milchfett pro Liter (Quart = 0,95 l). Eine Studie aus Finnland, dauernd von 1959 bis 1965, ergab, dass man durch Tausch von Milch mit Magermilch, versetzt mit Sojaöl (Sojabohnenöl) und als Butter "weiche" Margarine den Cholesterinspiegel im Blut um 20% senkte. Damit verringerte sich die Todesrate bei Männern für Herz-Kreislauffälle um mehr als die Hälfte. (S. 38)

Prof. Dr. med. FRANK A. OSKI bringt weitere Beispiele, wie durch Ernährungsumstellung bis zu 29% der Todesraten durch Herzinfarkt vermeidbar wurden. Er ist der Auffassung, dass man Kinder mit einem Elternteil oder Grosselternteil mit Herzinfarkt vor 50 Jahren schon ab jährig untersuchen und begleiten sollte. Es gibt angeborene Störungen des Fetttransports und der Fettregulation, die grosse Anfälligkeit für koronare Herzkrankheiten bewirken.

Als Beispiel nennt er die primäre Hyperlipoproteinämie (HLP, Hyperlipidämie), also eine Erbkrankheit, die immerhin in einem halben Prozent der Bevölkerung vorkommt.

Aber auch die Studie eines Pathologen an mehr als 1500 Kindern und Jugendlichen, die durch Unfälle verstarben, zeigte die direkte Relation zwischen Kindern, die Brustmilch bekamen und Kindern mit Schoppen mit Kuhmilchzusammenstellung. Die mit krankhaften Herzkranzarterien bekamen als Säugling meist früh Kuhmilch oder Schoppen mit Kuhmilchformulas statt Brustmilch.

Klar ist, dass in der Natur generell kein anderes Säugetier die Milch einer anderen Spezies bekommt oder überhaupt Milch nach der Gewichtszunahme um das Dreifache des Geburtsgewichts trinkt. Zugleich hat sich erwiesen, dass keine andere Säugetier-Spezies an Arteriosklerose leidet.

Im Februar 1977 veröffentlichte das United States Senate Select Committee on Nutrition and Human Needs die Empfehlung als Dietary Goals for the United States, weniger Fett und Milchprodukte zu konsumieren. Zahlreiche Organisationen, natürlich auch das National Dairy Council, widersprachen dieser Schlussfolgerung.

Im Jahr 1982 veröffentlichte das National Research Council mit Titel Diet, Nutrition and Cancer einen Bericht, der etwas Wirkung demonstrierte. Die Aussage war, dass das Essverhalten einen wesentlichen Einfluss auf die Entstehung von Krebs habe.

Allerdings griff der Bericht viel zu kurz mit der Empfehlung, dass die tägliche Zufuhr an Fett noch 30% statt der 40% im Durchschnitt der US-Amerikaner sein soll (S. 40). Man sah das vor allem bei der Relation zu Darmkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs, ganz abgesehen von den Herz-Kreislauferkrankungen, die der Autor zuerst besprach.

Am 8. Juni 1982 erschien in The New York Times der Beitrag von Jane Brody mit Titel Eating Less May Be The Key to Living Beyond 100 Years. Allerdings beruht diese Erkenntnis aus Tierstudien. Der Vorschlag lautet, die Kalorien, die zum bestehenden Normalgewicht führten um einen Drittel zu reduzieren und dabei eine gesunde Nahrungsmittelauswahl zu pflegen: "Reduce your fat intake, and reduce your caloric intake – you may find yourself eating for a much longer time than you thought possible."

Das Zitat erklärt: "Reduzieren Sie Ihren Fettkonsum und Ihre Kalorienmenge - Sie könnten damit in die Situation kommen, sich länger essend vorzufinden als Sie für möglich gehalten hatten." Allerdings greift die Aussage zu kurz, weil weniger das Fett als solches der Verursacher eines kürzeren Lebens in Gesundheit ist als viel mehr die Art des Fettes und die zu grosse Menge an tierischem Protein.

Alternativen- zwei Seiten der Geschichte, S. 43

Alternativen zu Milch und Milchprodukten sind je nach Alter ganz verschieden. Beim Säugling sollte es bei einer gesunden Mutter die linke und die rechte Brust sein, schreibt der Autor humorvoll.

Etwa ab Mitte der 1960er-Jahre hat man an Milchersatz herumlaboriert und diese bietet im Allgemeinen nun etwa die Zusammensetzung der Brustmilch an. Man sollte Formeln wählen, die keine Kuhmilchbestandteile enthalten.

Milchersatz USA: Leinsamen für Flaxmilk in den USA. Eigenes Foto. Nach meiner eigenen Ansicht sollte man auch nicht auf Soja-Zusammensetzungen setzen, sondern auf andere. Auch bin ich nicht ganz einig mit dem Ausdruck, dass diese Zusammensetzungen Brustmilch wirklich repräsentieren können. Zu sehr ändert sich die Brustmilch je nach Alter des Säuglings und wohl auch je nach genetischer Disposition der Mutter.

Allerdings sollte auch die Mutter wissen, dass die meisten Stoffe, die sie isst auch in der Brustmilch erscheinen. Milchprodukte wären somit tabu. Dr. OSKI erwähnt noch den wichtigen Faktor der Brustmilch, nämlich die Abwehrstoffe gegen Infektionen etc. Diese sind besonders in den ersten Tagen sehr wichtig und man nennt diese meist etwas gelbliche Milch Kolostrum. Auch die Antikörper (Immunglobuline, veraltet auch Gammaglobuline) in der Brustmilch sind genetisch abgestimmt.

Die Wichtigkeit der Antikörper kennt man zumindest seit den 1930er Jahren durch eine Studie in Chicago mit mehr als 20tausend Säuglingen. Dabei müssen wir erkennen, dass man dann Antibiotika noch lange nicht kannte. In der Milch sind sowieso nicht Antibiotika, sondern direkt Antikörper. (S. 44)

Der Autor beschreibt danach die Vergleichsanordnung im Detail. Es gab drei Gruppen, nämlich während neun Monaten oder länger brustgestillte Babies, als "Gruppe zwei" kürzer gestillte Babies mit späterer Ersatzmilch. Die dritte Gruppe bekam nur verdünnte und gekochte Kuhmilch mit Zuckerzusatz. Alle drei Gruppen bekamen nach einem Monat Orangensaft und nach den ersten sechs Wochen Lebertran dazu. Ab fünf Monate kamen Getreide und ab sechs Monate auch Gemüse dazu.

Das Resultat: Von den Babies mit ausschliesslich Brustmilchkonsum während den ersten neun Monaten starben lediglich 1,5 auf 1000 Geburten gerechnet, während nach neun Monaten 84 von 1000 Babies mit vorbereiteter Kuhmilch starben, also 56 Mal so viele wie mit Brustmilch!

Auffallend waren vor allem die Todesraten wegen Atemwegsinfektionen, die 120 Mal höher waren als bei Brustmilchbabies. Eine frühere Studie an acht Orten in den USA begleitete die Babies nur während sechs Monaten. Dabei war der Unterschied bei Todesfällen eins zu zwanzig.

Weil wir heute wirksame Antibiotika kennen, wäre der Vergleich heute natürlich völlig anders. Beispielsweise ist der Unterschied in Chile nur noch doppelt so hoch statt 56 Mal und auf ganz anderem Niveau, d.h. nicht mehr mit diesen hohen Zahlen von früher. Erstaunlich ist aber, dass Brustmilchkinder mit zusätzlich oder früh gegebener Kuhmilch fast gleich schlecht abschneiden, wie mit nur Kuhmilch aufgezogene Babies.

Man sollte also auch bei Brustmilchkindern keine Milchzugabe oder Ablösung mit Milch oder Milch enthaltende Formeln anwenden. Da in Chile reichere Familien sich eher von Brustmilch verabschiedeten, zeigten deren Kinder höhere Todesraten als Kinder der ärmlichen Bevölkerung. Eine Untersuchung in Guatemala via Stuhlproben zeigte, dass Kinder mit ausschliesslich Brustmilch keine krankmachenden Keime aufwiesen oder an Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung) litten, doch bei Kindern mit alternativer Ernährung war Gastroenteritis immer wieder ein Thema. Man hatte nur Gebiete mit schlechten hygienischen Bedingungen und primitiven sanitären Verhältnissen berücksichtigt.

Sobald man einen Säugling abstillt, verändert sich die Darmflora (Stuhlflora, Intestinalflora, med. Darmmikrobiota oder Darmmikroorganismengemeinschaft) und Escherichia coli (Colibakterien) tauchen auf. Bei veränderter Resistenz des Babies können sich diese Bakterien verbreiten, ins Nervensystem gelangen, in die Lungen, die Nieren und ins Blut.

Es gab früher Gastroenteritis-Ausbrüche in Kinderabteilungen von Spitälern, wobei man diese nur mit der Ernährung mittels Brustmilch bekämpfen konnte. In Belgrad musste man erfahren, dass wenn die Brustmilch gekocht ist, sie diese Schutzfaktoren verlor. (S. 46)

Gerade in Schwellenländern und Entwicklungsländern gaukeln die Nahrungsmittelhersteller den Müttern vor, dass Schoppenmilch besser sei als Brustmilch, dabei ist das Gegenteil der Fall. In Chile ist z.B. der Prozentsatz Brustmilch trinkender Kinder innerhalb von 20 Jahren von 95% auf 6% gesunken. Dabei haben Kinder, die ein Jahr Brustmilch erhalten dürfen, zeitlebens bessere Abwehrkräfte gegen Infektionen. Wie bei den anderen Säugetieren hat das Kleinkind dann etwa auf das dreifache Gewicht zugenommen.

Leah Marguiles (heisst aber Leah Margulies) schrieb in der Ausgabe vom 10. November 1975 in Christianity and Crisis den Beitrag Baby formula Abroad: Exporting Infant Malnutrition. Sie klärt dort auf, wie die Nahrungsmittelindustrie in diesem ungesättigten Markt um Marktanteile kämpft. Man setzt z.B. Milchberaterinnen ein, um die Bevölkerung zu überzeugen, die man über Spitäler und Nachgeburts-Kliniken als "mothercraft personnel" einschleust. So etwa starteten 90% der Mütter in Jamaica im besten Glauben die Formula-Ernährung im Alter vor sechs Monaten eines Säuglings.

Resultat in Chile: "In 1973 three times as many deaths occurred among infants who were bottle fed before three months of age than among wholly breast-fed infants." (S. 49). Das heisst, dass 1973 in Chile Babies mit Schoppenmilch vor drei Monaten Alter drei Mal öfters starben als Brustmilch-Säuglinge. Ein Teil des Problems war die Schwierigkeit, diese Ernährung in Pulverform steril und im richtigen Verhältnis aufzulösen.

1973 schrieb eine Drittwelt-Organisation Nestlé Kills Babies und wurde von Nestlé prompt verklagt. In England schrieb Mike Muller das Buch The Baby Killer, worin er über diese schlechten Praktiken berichtete. Wie ungeniert die Nahrungsmittelindustrie mit dem Problem umging, beschrieb die Consumers Union in den USA mit dem Titel Hungry for Profits.

Leah Margulies: The International Code of Marketing of Breastmilk Substitutes: A model for assuring children’s nutrition rights under the law. Erschien erstmals in The International Journal of Children’s Rights, Vol 5, No 4, 1997, Kluwer Law International Publishers, The Hague, The Netherlands, Seiten 419-438. Siehe auch dieses PDF über den Nestlé-Boykott 1977-1984. Auch Wikipedia brachte Nestlé tötet Babys. Die englische Version (Nestlé boycott) ist ausführlicher, doch ohne die Vorgeschichte in der Schweiz mit Moritz Leuenberger, dem späteren Bundesratsmitglied (Bundesrat), als Verteidiger der Arbeitsgruppe Dritte Welt Bern. Siehe auch den Beitrag dazu in Der Spiegel (27/1976).

Für Kenya schätzt man die Ausgaben für Brustmilchersatz auf elfeinhalb Millionen Dollar pro Jahr, was in diesem gebeutelten Land zwei Drittel der Gesundheitsausgaben ausmacht oder 20% aller Gelder der Entwicklungshilfe.

1981 erliess die World Health Organization (WHO, Weltgesundheitsorganisation) ein Verbot für die Werbung für Brustmilchersatzprodukte und empfahl das Stillen mit Brustmilch. 1971 stillten in den USA nur noch 25% der Mütter ihre Babies, doch bis in die Mitte der 1990er-Jahren stieg der Anteil auf 58%.

68% der Kinder bekamen 1971 in den USA im Alter von sechs Monaten schon Kuhmilch-Produkte, doch bis 1981 verringerte sich dies immerhin auf 17%. Das erreichten die Organisationen American Academy of Pediatrics (1), American Pediatric Society (2), Pediatric Research Society (3) und Pediatric Ambulatory Association (4) zusammen. Das ging so weit, dass sogar das National Dairy Council offen zugab, dass Kuhmilch nicht passend sei für Kinder unter sechs Monaten. Weitere Zahlen finden sich im Kapitel 11.

Dr. OSKI schliesst das Kapitel mit der Aussage: "The infant should never receive cow's milk in an unmodified form. After the first year of life, the child reqires no milk of any type. The child, like us adults, can thrive without cow's milk ever crossing his lips." (S. 52)

Der Kalzium-Schreck, S. 53

Die Milchindustrie hat uns erfolgreich eingepflanzt, dass wir einen hohen Kalziumbedarf für gesunde, starke Knochen und Zähne benötigen und wir diesen am Besten mit Milch und Milchprodukten decken. Tatsächlich enthält Milch viel Kalzium, etwa so viel wie gewisse Gemüse. Doch kann der Körper nur einen kleinen Teil des Milchkalziums nutzen – falls überhaupt, ganz im Gegensatz bei Gemüse.

Frau mit und Frau ohne Osteoporose. Siehe Wirbelsäule und Stand Beckenknochen.

Gegen Osteoporose: Mehr als 250 mg Kalzium bringen eine Tasse gekochter Kohl (Brassica) oder Speiserübe oder 120 g Mehl. Bohnen, Broccoli, Mandeln oder Fisch sind z.B. weitere gute Kalziumträger. Dr. Daniel A. Twogood schreibt im Buch NO MILK auf Seite 72: "Drinking milk for calcium makes about as much sense as smoking for weight control." Also: Milchprodukte zu sich nehmen wegen des Kalziums macht ungefähr gleich viel Sinn wie Rauchen um das Gewicht unter Kontrolle zu halten. Siehe unsere Buchbesprechung.

Bild von BruceBlaus, Blausen gallery 2014, CC 3.0.

Die WHO empfiehlt die Zufuhr von 400 bis 500 mg Kalzium pro Tag. In Grossbritannien und Kanada kommt man auf 500 mg und das Food and Nutrition Board der National Academy of Sciences in den USA empfiehlt gar 800 mg.

Eigentlich sagen solche Aussagen nicht viel aus, denn es spielen mehrere Faktoren eine grosse Rolle ob und wie viel vom angebotenen Kalzium unsere Speicher erreichen kann. Darunter spielen vor allem der Gehalt an Phosphaten, Ballaststoffen und Protein (Eiweissstoffe) in der Nahrung eine Rolle. Dazu benötigen wir auch Vitamin D (Cholecalciferol, Vitamin D3) und Körperhormone. (S. 54)

Obwohl Kuhmilch vier Mal mehr Kalzium enthält als Brustmilch (siehe Tabelle ganz oben), kann das Baby aus Brustmilch viel mehr Kalzium aufnehmen als aus Kuhmilch. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass Kuhmilch auch viel Phosphor enthält und dieser Phosphor mit dem Kalzium eine unverdauliche Verbindung eingehen kann, was dann die Nieren ausscheiden müssen.

Beides, zu viel oder zu wenig Kalzium, schadet dem Körper. Andere Völker, die zum Teil nur einen Bruchteil des Kalziums von Kaukasiern (Europäern, hellhäutige Menschen) konsumieren aber vorwiegend aus Pflanzen, haben starke Knochen und Osteoporose kennt man kaum.

Dr. Alexander Walker des South African Institute for Medical Research sagt sogar aus: "There is no firm evidence that calcium deficiency exists in humans." (S. 55)

Tatsache ist, dass die US-Amerikaner im Durchschnitt 807 mg Kalzium alleine durch den Milchkonsum aufnehmen und dabei viel Osteoporose bewirken, während die Spanier so 308 mg aufnehmen, die Brasilianer 250 mg, Taiwanesen 13 mg und die Menschen in Ghana im Durchschnitt 8 mg! Die Rate an Osteoporose ist in solchen Ländern mit wenig Milchkonsum viel niedriger und die Menschen haben vergleichsweise gute Zähne.

Wollen Sie wirklich vom Essen der Kuh?, S. 57

In diesem Kapitel geht der Autor auf die Milchqualität als solche ein. Dabei erwähnt er die Veröffentlichung der Consumers Union (engl.) vom Januar 1974 mit dem Titel Milk: Why Is the Quality So Low? Dies war das Resultat einer intensiven Studie in fünf US-Staaten.

Der Geschmack der Milch richtet sich sehr nach dem, was Kühe vor dem Melken gefressen haben. Dazu kommt manchmal ein Kochgeschmack durch unsorgfältige Verarbeitung mit den verschiedenen Erhitzungsprozessen. Zu hohe Temperatur oder längere Dauer der Erhitzung bringt diesen Geschmack. Der Geschmack variiert bis zu seifig.

Milch hat immer einen Anteil an unerwünschten Bakterien. Warme Milch ist der beste Nährboden für die Vermehrung der Bakterien. Vor allem das Wiedererwärmen für einen Schoppen ist alles andere als klug. Die Erhitzung, wie z.B. die Pasteurisierung, vermindert die Anzahl der Coli- und Tuberkulosis-Bakterien (Tuberkulose, TBC), doch vermehren sich die verbliebenen Bakterien schnell.

Immerhin: Nach der Pasteurisation sollten nur noch 20-tausend Bakterien pro Milliliter vorhanden sein und nur maximal 10 Colibakterien. Im Kühlschrank verdoppelt sich die Anzahl in 35 bis 40 Stunden. In der Praxis fand die Consumers Union aber auch 30-tausend Bakterien pro Milliliter und eine Probe zeigte sogar nahezu drei Millionen Bakterien pro Milliliter.

Nur 4 von 25 Proben waren frei von Pestiziden. Alle anderen zeigten Chlorkohlenwasserstoffe. Man weiss von solchen chlororganischen Verbindungen, dass sie sich im Körper ansammeln und zu Gendefekten und Krebs führen können. Die Food and Drug Administration (FDA) suggeriert, dass ein bisschen Stoffe, die zu Krebs führen kein Problem seien …

Bezüglich Aflatoxin und Antibiotika waren die Proben nicht auffällig, obwohl man wegen Mastitis öfters Antibiotika spritzen muss, doch darf der Bauer die Milch während den ersten 48 Stunden danach nicht verwenden, was zumindest in den USA meist eingehalten wird. Auf Penicilline anfällige Personen könnten sonst Nesselsucht, Asthma oder nicht erklärbaren Hautausschlag bekommen. (S. 61)

Dr. OSKI erwähnt aber nicht, dass etwa eine von 7000 Personen eine Anaphylaxie aufweist und damit bis hin zu Kreislaufschock mit Organversagen bis zum tödlichen Kreislaufversagen, dem anaphylaktischen Schock (Anaphylaxie) erleiden kann.

Das Hormon Progesteron verursacht ein weiteres Problem. Es kommt von trächtigen Kühen. Dr. med. Jerome Kearney Fisher (M.D, Med. Sc.D.) weist darauf hin, dass heute die Milch zumindest in den USA zu 80% von Kühen kommt, die trächtig sind und schreibt das so: "About 80 percent of cows that are giving milk are pregnant and are throwing off hormones continuously." (S. 61)

Progesteron der Milch kann bei Erwachsenen Acne vulgaris entwickeln (Akne), die bei Absetzung der Milch nach einiger Zeit verschwindet. Dr. Fisher erkannte, dass auch Kinder mit Akne meist übermässig Milch trinken. Er zeigte, dass die Akne verschwanden oder zumindest stark besserten, wenn die Jugendlichen auf sein Anraten auf Milch verzichteten. Trotzdem haben die meisten Hautärzte (Dermatologie) diese Erfahrung nicht übernommen.

Akne eines 14 jährigen Jungen. Foto von Henryart - Lizenstatus: gemeinfrei Die Studie von Dr. Jerome Fisher umfasste 1088 Fälle von Akne vulgaris und zeigt die Gesamtzusammenhänge auf. Da Männer vermutlich weniger wegen so etwas den Arzt aufsuchen, kommt er auf 721 Frauen und 367 Männer. Er zählt mehr als 50 wissenschaftliche Studien zu den Ursachen auf und beschreibt diese kurz. An Literatur referenziert er 132 Bücher.
Kuhpocken am Arm eines 4-jährigen Mädchens im 2002, Wikipedia, Oaktree, CDC, public domain Fisher belegt, dass Acne vulgaris und das seborrhoische Ekzem (Seborrhö) gleichartige Ursachen haben. Ihm fällt auf, dass die meisten Akne-Patienten zwischen 50 und 300% mehr Milch konsumieren als die Durchschnittsbevölkerung. Dazu vermerkt er, dass dieser sekundäre Faktor nur bei 4,5% der Aknepatienten keine Rolle spielt, denn sie waren keine Milchtrinker (engl.).
Siehe Bild für Kuhpocken am Menschen.
US Fed. Gov, PD.

Hüten Sie sich vor der Kuh, S. 65

Dr. OSKI stellt zuerst die wichtigen Punkte zusammen: "Diarrhea and cramps, gastrointestinal bleeding, iron-deficiency anemia, skin rashes, arteriosklerosis, and acne – these are disorders that have been linked to the drinking of whole cow's milk. So have recurrent ear infections and bronchitis. Can there be more? Yes. Leukemia, multiple sclerosis, rheumatoid arthritis, and simple dental decay have also been proposed as candidates."

Der Autor betont, dass die bis jetzt beschriebenen Probleme gut abgestützt und akzeptiert seien und er in der Folge lediglich recht störende Theorien behandle. Dabei zitiert er zu Beginn den ersten Satz aus einem Editorial in der besten englischen wissenschaftlichen Zeitschrift The Lancet mit Titel Beware of the Cow: "Along with the evidence that beef-eating may be connected, in adults, with large-bowel cancer comes news of a possible fresh menace from cows, this time in the young."

Der Autor des Editorials orientiert über ein Experiment bei dem man sechs Schimpansen-Säuglingen statt Milch der Mütter unpasteurisierte Kuhmilch gab. Das Resultat: Zwei von den sechs Schimpansen entwickelten Leukämie und starben. Zuvor kannte man diese Krankheit bei Schimpansen überhaupt nicht. Allerdings hat man Milch von Kühen verwendet, die den natürlich in Kühen vorkommende C-typ-Kuhvirus in sich trugen. Die Affenbabies bekamen die Leukämie in der 34sten und 35sten Woche und starben nach sechs Wochen Krankheit.

Es ist bekannt, dass die meisten Infektionskrankheiten, die Schimpansen zeigen, auch auf den Menschen übertragbar sind. Ein Report in der wissenschaftlichen Zeitschrift Science, geschrieben von Dr. Farrar, Dr. Kenyon und Dr. Gupta der University of Pennsylvania School of Veterinary Medicine zeigt Resultate von Versuchen und kommt zum Schluss: "While earlier epidemiological surveys showed no association between human and bovine leukemia, the most recent survey, involving a large number of cases, showed a statistically significant increase in human acute lymphoid leukemia in areas with a high incidence of bovine leukemia and bovine leukemia virus infection."

Multiple Sklerose (MS) ist geographisch ganz unterschiedlich verteilt, für was man verschiedenste Theorien entwarf, doch erst die beiden Wissenschaftler Dr. Bernard Agranoff und David Goldberg der University of Michigan begannen 1974 nach Ernährungsgründen zu fragen.

Sie studierten 26-tausend Todesfälle an MS in den USA. Sie fanden, dass in den Staaten Alabama, Georgia und Tennessee nur ungefähr die Hälfte solcher Fälle auftraten. Sie untersuchten zahlreiche Faktoren wie Bildung, finanzielle Lage, Anzahl Ärzte und Spitäler bzw. Anzahl Betten etc., doch dann fanden sie eine klare Relation mit dem Milchkonsum.

Danach suchten sie in 21 Ländern, also nicht in den USA, ob sich dort die Verhältnisse gleich zeigen. Sie fanden wiederum nur beim Milchkonsum ein klares Verhältnis. Die Gründe, warum Milch so schaden könnte, hat man bis 1996 jedenfalls nicht erkannt. Einzig weiss man, dass die Nerven vor allem Fett benötigen und wahrscheinlich das für den Körper eigentlich unbekannte Milchfett die Ursache sein könnte. Ihr Schluss heisst: "Cow's milk may be an unfortunate substitute for human milk in infancy or a risky food source thereafter, or both." (S. 68)

Dr. OSKI meint es sei wohl mehr als ein Zufall, das eine weitere Forschergruppe eine andere noch nicht verstandene neurologische Krankheit, nämlich die Amyotrophe Lateralsklerose mit dem Milchkonsum in Zusammenhang bringt. Wegen dem bekannten Athleten, der daran starb, nennt man sie in den USA auch Lou-Gehrig-Syndrom (auch Charcot-Krankheit). Nebst Schwermetallen wie Blei und Quecksilber sowie mehr sportliche Aktivität, zeigte sich vor allem auch der höhere Milchkonsum als bei der Vergleichsgruppe als mögliche Ursachen.

Wohl untersuchte die Gruppe von Neurologen vom Baylor College of Medicine in Houston, Texas, nur 25 Personen mit dieser seltenen aber tödlichen Krankheit. Doch verglich man diese mit 25 gesunden, die gleich situiert waren und ähnliche Verhältnisse hatten. Originalton:

“The neurologists analyzed many variables in 25 patients with this disease and compared the patients’ histories with 25 healthy individuals of similar sex, age, racial background, economic status, and education. The factors that set apart the patients with amyotrophic lateral sclerosis from their normal counterparts was that the patients reported an increased incidence of exposure to lead and mercury, more participation in sports, and higher ingestion of cow’s milk — this give (sic!) us more food for thought.”

Bezüglich jungen Personen erwähnt der Autor nochmals den Kinderarzt Dr. med. J. Dan Baggett, der einen Zusammenhang zwischen Juvenile idiopathische Arthritis (JIA, Juvenile rheumatoide Arthritis, Juvenile chronische Arthritis) und Milchkonsum fand. In seiner Praxis hatte er eine grössere Anzahl Patienten in zum Teil sehr Besorgnis erregendem Zustand, die er alle dank Verzicht auf jegliche Art von Milchprodukten heilen konnte. Verschiedene andere Kinderärzte hatten ähnliche Erfolge. Die Erkenntnis fand aber ganz selten Beachtung bei weiteren Ärzten.

Der Wissenschaftler Dr. med. Alexander Schauss in Tacoma, Washington und seine Mitarbeiter (AIBMR) fanden einen Zusammenhang zwischen grossem Milchkonsum und asozialem Verhalten. Eine Untersuchung an jungen Kriminellen zeigte, dass diese einen zehn Mal höheren Milchkonsum pflegten als die vergleichbare Bevölkerung. Sie assen dafür weniger Nüsse, Früchte und Gemüse. Dr. Schauss vermutete eine Art Proteinvergiftung, doch könnten auch die Milchfette im Spiel sein.

Dr. Frances Castano, ein Forscher für Zahngesundheit an der University of Pennsylvania, zeigte, dass Milch auch helfen kann, die Zähne zu zerstören. Das kann dann passieren, wenn man den Kindern den Milchschoppen zum Einschlafen gibt. Nachdem das Kleinkind durch den Schlaf aufhört zu schlucken, bildet die verbleibende Milch im Mund den idealen Nährboden für Bakterien, die Zähne angreifen.

Während des Schlafs ist die Produktion von Speichel stark eingeschränkt. Das ist auch der Grund weshalb die gründliche Zahnreinigung vor allem abends wichtig ist. Die Milch dieser Kinder beginnt im Mund zu gären und erzeugt ein saures Klima. Vor allem nach den ersten zwölf Monaten kann sich das verheerend auswirken und Eltern fragen sich dann warum ihr Kind so schlechte Zähne bekommt. Dr. Castano empfiehlt Brustmilch und falls man einen Schoppen geben will, den mit reinem Wasser zu füllen.

Milch hat etwas für alle ..., S. 73

Das Milchmarketing suggeriert: "Milk Drinkers Make Better Lovers" (Milchtrinker ergeben die besseren Liebhaber) oder "Everybody Needs Milk" (Jedermann benötigt Milch) oder "Milk: Drink It for All It's Worth" (Trink Milch, was das Zeug hält) oder "There Is a New You Coming Every Day – Drink Milk" (Jeden Tag gibt es ein neues Du – Trink Milch!) und "Milk – The Perfect Food" (Milch, das perfekte Nahrungsmittel).

Wenn dann in der Kopfzeile der The New York Times im April 1974 steht "Federal trade Commission Finds Milk Advertising Campaign Deceptive", so lesen wir das nicht oder glauben es nicht, schreibt Dr. OSKI. Tatsächlich klagte die Federal Trade Commission (FTC), dass gewisse Milchkampagnen falsch, irreführend und täuschend seien. Die FTC konnte wegen der zahlreichen wissenschaftlichen Beweise nicht mehr die Augen schliessen und musste zum Erstaunen der Milchindustrie handeln.

Die Milchindustrie benutzte gerade die Sportidole und Bekanntheiten wie Mark Spitz, Vida Blue, Ray Bolger, Abigail Van Buren (eigentlich Pauline Esther Phillips) und Florence Henderson, um zu propagieren (Propaganda), dass jedermann Milch nötig habe. Die Milchindustrie hat einfach die Kampagne verändert mit dem Slogan "Milk Has Something for Everybody" (Milch hat etwas für Jedermann), was man ja nicht bestreiten kann, auch wenn "das Etwas" eine krankmachende Substanz ist. (S. 74)

Die Farmer alleine bezahlten fünf Millionen $ für die Milchpromotionen pro Jahr. Traditionell waren die Regierungsinstitutionen mit der Milchindustrie eng verbündet und gaben auch gemeinsame Werbematerialien für den Konsum von Milch und Milchprodukten heraus, wie z.B. die Werbeschrift Milk in Family Meals, welches das U.S. Department of Agriculture herausgab.

Der Autor zeigt noch andere Anstrengungen, die der Steuerzahler für die Milch bezahlt. Dieses allumfassende Marketing führte dazu, dass es nahezu unamerikanisch klang, wenn jemand in den USA etwas gegen Milch einwendete bzw. Milch hinterfragte. Zumindest grosse Milchindustrien und Nahrungsmittelindustrien haben ein Auge auf jegliche Publikation. Dies sowohl auf positive oder negative Äusserungen in jeglicher Art von öffentlichen Medien.

Früher nannte man solche Dienstleister Zeitungsausschnittsbüros (Presseausschnittbüro, Pressedienst, Informationsdienst). Heute sind diese Dienste auf elektronische Medien erweitert und man nennt das Medienbeobachtung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations). Dienstleister lassen jede Zeitschrift, Zeitung und weitere Publikationen auswerten, um für gewisse Zielwörter die Beiträge herauszukopieren und dem Auftraggeber zu senden. Das Resultat der Medienbeobachtung sind z.B. Pressespiegel: Dokumentationseinrichtungen sammeln und erschließen Zeitungsartikel im Volltext gemäss abonnierten Stichworten. Das dient z.B. der Sortimentspolitik einer Firma. Die Dienstleistungen können u.A. Marken, Produkte, Preisinformationen oder politische Aussagen umfassen.

So bekam dann Dr. OSKI postwendend und so sicher wie ein Echo ein Schreiben vom National Dairy Council (NDC) in Chicago, das seine Aussagen verurteilte. Nicht nur das, sondern öfters publizierte NDC einen Brief, dessen Text die Veröffentlichung durch das Medium verurteilt und die Position der Industrie mit einem längeren Text ins beste Licht stellt – mit all den angeblichen Vorzügen von Milch. So verwandelte sich jede Veröffentlichung von Nachteilen der Milch schliesslich in einen Sieg der Milchindustrie und schüchterte zudem die Medien ein.

Der früheste Ausschnittdienst bzw. Medienbeobachter entstand 1879 in Paris als Büro L'Argus de la Presse. Solche Medienbeobachtungsdienste nehmen vor allem Unternehmen, Verbände, Parteien, Verwaltungen, Institute, Kultureinrichtungen, Touristikfirmen und ähnliche Organisationen in Anspruch. In der Schweiz beschäftigt z.B. die 1896 gegründete ARGUS der Presse AG um die 160 Personen. Dienste sind  z.B. Medienbeobachtung (Media Monitoring), Medienanalyse, Informationsmanagement, Clipping, Press Review. Informationssuche und Informationsvermittlung sind als solches nicht zu verurteilen. Was aus den Informationen geschieht, kann ein Problem sein.

Dr. med. Ellen Mckenzie, Kinderärztin und Psychiaterin nahm den Faden auf und publizierte den Artikel Psychologic Factors in Milk Anemia. Dr. OSKI zitiert ihre Aussage so: "Everybody needs milk" carols a current commercial from television and billboards. Cow's milk, a liquid protein food well suited to a calf before its teeth erupt, has been so touted as "nature's most nearly perfect food" that even some doctors consider it an adequate substitute for a varied diet."

"The mystique of whole, homogenized, pasteurized, bottled milk (the most germladen, allergenic, and expensive of available formulas) is enormously powerful. Families will resume giving it despite their own experience or the doctor's warning of allergy, respiratory disease, or anemia. Mammon always indrudes: the director of a local television program was not allowed to mention milk anemia on his program because the dairy companies were big advertisers."

Frei übersetzt heisst das etwa:
"Jedermann benötigt Milch, vermittelt aktuelle Werbung aus allen Kanälen. Kuhmilch, ein Gemisch, das für Jungkälber ohne Zähne gebaut ist, empfiehlt man uns als nahezu perfektes Lebensmittel. Diese Mystik veranlasst Familien gegen ihre eigene Beobachtung und gegen die Ermahnungen von verantwortungsvollen, informierten Kinderärzten, den Milchschoppen anzufangen. Dem Direktor einer Fernsehstation war es verboten, negative Aspekte der Kuhmilch gegenüber Brustmilch, z.B. Allergien, Atemwegserkrankungen oder Anämie zu erwähnen. Die Milchindustrie war ein zu guter Werbekunde."

Milch und CFS, das Chronische Erschöpfungssyndrom, S. 79

Der Kinderarzt Dr. med. William G. Crook, Pediatric Clinics of North America veröffentlichte im Februar 1975 einen Beitrag mit Titel Food Allergy – the Great Masquerader. Darin erklärt er, dass Nahrungsmittelallergien (wie auch Drogen oder Medikamente) nicht nur die klassischen Symptome wie Hautausschläge (skin rashes), Atemwegserkrankungen oder Magen-Darmprobleme verursachen, sondern auch Persönlichkeitsveränderungen bewirken können. Müdigkeit und Aufmerksamkeitssyndrome können auftreten. Mit seiner Erfahrung an 4000 Kindern bezeichnet Dr. Crook vor allem Milch, Mais und Zucker aus Zuckerrohr als potentielle Verursacher.

Frontseite Buch "The Yeast Connection" von Dr. med. William G. Crook.

Ein anderes Buch von Dr. med. William G. Crook, The Yeast Connection: A Medical Breakthrough , mit Untertitel: "If you feel sick all over, this book could change your life." kann in Fällen von dauernder Ermattung helfen, falls Hefe bzw. Backhefe im Spiel ist. Dr. Crook empfehle: "no sugar, no dairy, no yeast, no wheat", schreibt ein wieder gesunder Leser, also kein Zucker, keine Milchprodukte, keine Hefe, kein Weizen.

Im Jahr 1873 beschrieb der Arzt Charles Harrison Blackley Pollen-Allergien, z.B. Allergische Rhinitis (Heuschnupfen), die ähnliche Auswirkungen haben. Es ist aber sorgfältig zu klären, ob für die genannten Symptome nicht andere Ursachen zu finden sind, wie Infektion oder Anämie oder chronische Krankheiten. Allerdings ist bei der überwiegenden Anzahl Leidender eine Nahrungsmittelallergie die Ursache.

Sogar Bettnässen (Enuresis, Enurese) konnte man hin und wieder auf eine Nahrungsmittelallergie zurückführen. Verstopfte Nase ist ein ganz übliches Symptom vor allem der Milchallergie, doch kommen auch ständig müde Kinder vor oder das Gegenteil, überzogene Kinder, die ständig aktiv sind, Grimassen schneiden, sich drehen, hüpfen und nie still sitzen.

Dr. med. H. L. Newbold fand als Psychiater auch bei Erwachsenen Nahrungsmittelallergien, die Schlaflosigkeit (Schlafstörungen) oder Angststörungen (Angstzustände) verursachten oder Depressionen entwickeln liessen. Sowohl bei Kindern wie auch bei Erwachsenen war die Ursache meistens normale Kuhmilch.

Dr. med. William G. Crook konnte bei 41 von 45 Kindern mit Hyperaktivität oder Lernschwächen aufzeigen, dass die Ursache dafür eine Lebensmittelallergie war. Einfach durch das Weglassen der verursachenden Nahrung verschwanden die Probleme ganz oder zu einem grossen Teil.

Jedes dieser Kinder war allergisch auf drei verschiedene Nahrungsmittel. 28 dieser Kinder hatten eine Milchallergie, die gleiche Anzahl war allergisch auf Zuckerrohrzucker. Weniger Kinder zeigten Symptome für Ei, Weizen und Mais. Treten auch Blässe und verstopfte Nase auf, sollte man auf jeden Fall nach einer Nahrungsmittelallergie suchen.

Man benötigt eine bis drei Wochen, bis die Symptome verschwinden, falls es eine Nahrungsmittelallergie ist. Wiedereinführung des Nahrungsmittels sollte auch die Symptome wieder zeigen. Nur dann kann man von Nahrungsmittelallergie sprechen. Dr. Crook und der Autor empfehlen, zuerst die Milch als Ursache zu prüfen.

Die Antikörper (Immunglobulin, Immunoglobulin, alt: Gammaglobulin) im Blut sagen übrigens nicht viel mehr aus, als dass man das entsprechende Nahrungsmittel häufiger zu sich nimmt. Einzig der komplette Verzicht während drei Wochen - und nach der Wirkung das Wiederzusetzen mit entsprechender Wirkung ist der schlüssige Beweis für eine Allergie. Übrigens: Die Abwehr gegen Fremdstoffe im Körper erfolgt durch eine spezifische Bindung von Antikörpern an die Antigene. Dies ist ein wesentlicher Teil unserer Fähigkeit zur Abwehr.

Was stattdessen tun?, S. 83

Dr. OSKI zitiert den Chief Justice Oliver Wendell Homes, Jr. mit den Worten: "A pair substantial mammary glands has the advantage over the two hemispheres of the most learned professor's brain in the art of compounding a nutritious fluid for infants." Aber was tun, fragt Dr. OSKI, wenn eine Frau ihrem Baby nicht ihre eigene Brustmilch geben kann oder will? Oder was soll man Jugendlichen oder Erwachsenen geben anstatt Milch?

Der Autor meint, dass Babymilch, die keine Kuhmilch oder Milch einer anderen Art beigemischt hat, heute eine relative gute Alternative ist, wenn auch Ammenmilch die beste Alternative wäre. Aber auch Babymilch, die Kuhmilchproteine enthält (besonders Hypoallergene Babynahrung), tauge meist gut für die ersten zwölf Monate. Die Gefahr für eine Allergie sei bei diesen Produkten sehr vermindert. Dabei nennt er drei Marken: Similac, Enfamil und SMA.

Empfindlichen Kindern kann man Produkte geben, bei denen das Milchprotein schon in Aminosäuren aufgetrennt ist. Gute Produkte enthalten auch die nötige Menge an Eisen, ganz im Gegensatz zu Kuhmilch. Auch die Menge an Vitaminen stimmt meistens. Die meisten Kinderernährungsspezialisten sehen es als Fehler, dass man Kleinkindern entrahmte Milch gibt, denn Fett ist im Säuglingsalter sehr wichtig.

Dr. OSKI zitierte den bekannten Experten für Säuglingsernährung, Dr. Samuel J. Fomon, wie folgt: "When attempts are made to control weight during infancy, it is recommended that modest rather than drastic reduction in calories intake be employed. The diet should provide 7 to 16 percent of calories from protein and 35 to 55 percent of calories from fat. These dietary stipulations can be met with ease when human milk or whole cow milk (or infant formulas) serves as a major source of calories but are nearly impossible to meet when skim milk is fed." (S. 85)

Danach empfiehlt Dr. OSKI als Kinderarzt folgendes Vorgehen für die Ernährung von Säuglingen:
Ab dem Alter von fünf bis sechs Monaten soll man langsam etwas feste Nahrung einführen. Am besten beginnt man mit Früchten und etwas Getreide. Zwischen Alter sechs Monate und neun Monate kann Gemüse dazu kommen. Er zählt zwar auch Fleisch auf, doch ist das dann unnötig, wenn man beachtet, dass das Kind genügend Vitamin B12 bekommt, was vor allem auch eine schwangere Mutter zu beachten hat. Falls man Eier einführen möchte, dann sollte man damit zumindest bis zum Alter von neun Monaten bis ein Jahr zuwarten.

Nach dem ersten Lebensjahr ist Milch nicht mehr nötig, doch kann das Stillen trotzdem weiter gehen. Man kann nach dem Abstillen oder auch schon vorher den Flüssigkeitsbedarf mit Fruchtsäften decken, was Kalorien in Form von Kohlehydraten bringt. Der Autor ist der Ansicht, dass man bei einem 1-jährigen Kleinkind einen allfälligen Schoppen langsam reduziert, bis man nach 18 Monaten keine Milch irgend einer Art gibt.

Danach bezieht sich der Autor auf erwachsene Menschen. Er zeigt anhand von Statistiken für 1975, was US-Amerikaner im Durchschnitt trinken. In Gallonen sind das 56,7 Wasser, gefolgt von 39,6 Erfrischungsgetränke und 27,8 Kaffee, 24,8 Bier, 21,6 Milch, 7,4 Tee, 6,1 Fruchtsäfte, 2,0 Spirituosen (Schnaps) und 1,7 Wein.

Er ist der Ansicht, dass man mehr Wasser trinken und auch den Fruchtsaftkonsum erhöhen sollte. Zudem sieht er das Problem vor allem in sogenannter "Grade A pasteurized milk". Das ist Milch mit einem Fettgehalt von mindestens 3,25% plus mindestens 8,25% anderen festen Bestandteilen. Diese Milch darf man über die Grenzen der Staaten verkaufen. Andere pasteurisierte Milch ist pro Staat festgelegt.

Wer nicht unter Milch leidet und weiterhin Milch trinken möchte, sollte Magermilch mit weniger als 0,5% Fettgehalt wählen, weil die weniger Probleme bereiten kann. Danach geht der Autor auf Pulvermilch (Milchpulver) ein, die, wieder verflüssigt, in den USA nur einen Drittel vergleichbarer Milch kostet. Dann sollte man sie aber 24 Stunden im Eisschrank behalten, um damit den Geschmack zu verbessern.

Danach beschreibt er weitere Milcharten in den USA, z.B. evaporierte Milch oder Kondensmilch etc. und erklärt Details dazu. Es gibt auch sogenannte "Filled Milk", also Milch, der man das Fett gegen pflanzliches Fett ausgetauscht hat.

Der Farmer und Hersteller solcher Milch, Charles Hauser der Milnot Company, klagte dagegen, dass diese Milch nicht andere US-Staaten erreichen durfte. Er sah das als Minderwertigkeitserklärung. Schliesslich gewann er den Fall. Die Staatliche Behörde und die Milchindustrie mussten nachgeben.

Dr. OSKI behandelt auch das Joghurt, das wenn möglich aus Magermilch hergestellt sein solle. Durch die Milchsäuregärung ist nahezu alle Laktose durch die Bakterien in die Einfachzucker Glukose (Glucose) und Galaktose (Galactose) aufgespaltet. Somit ist Joghurt für laktoseintolerante Personen essbar.

Milchverarbeitung in Oberlech, Vorarlberg, Österreich 1959. Der Betrieb liefert Milch an Hotels. Allerdings sieht dies Maria Rollinger in ihrem Buch Milch besser nicht! (Buchbesprechung) anders, weil der heutige Prozess nichts mehr mit traditioneller Joghurt- oder Kefirproduktion zu tun hat. Wahrscheinlich kennt Dr. OSKI diese Produktion nicht, doch für Frau Rollinger war das Beruf.
Bild Wikipedia von duncanogi, PD.

Der Autor geht auch auf Milchimitationen ein, die meist Natriumcaseinat (S. 89) und Pflanzenfett (Pflanzenöle) enthält, sowie Dextrose oder Maissirup, künstliche Geschmacksträger und Emulgatoren. Natriumcaseinat (Natriumkasein) lässt sich ganz anders verdauen als das Kalziumkasein (Casein) der Milch, das klumpt. Kaffeerahm bzw. Kaffeeaufheller oder Weissmacher sind oft Milchimitationen.

Dr. OSKI erklärt, dass 1945 Sir Robert E. Rich, Sr., Chef der späteren Rich Products Corporation, diese künstliche Milch erfunden und eingeführt hat. Meist entsteht sie aus Sojabohnen. Inzwischen gibt es Milchimitationen aus einer grösseren Anzahl Ausgangsprodukten wie Hafer, Mandeln, Hanf, Leinsamen etc.

Die Milchindustrie beginnt einzugestehen, dass Kuhmilch nicht gerade das ideale Produkt ist. Die erste Antwort war Magermilch, um dem Problem des zu vielen Fettes begegnen zu können. Später versuchte sie die Lactose zu ändern oder Enzyme beizumischen. Gewonnen aus Bäckerhefe ... (Siehe das erwähnte Buch im Kästchen oben von Dr. William G. Crook).

Ein Käsehersteller (Käseherstellung) aus Wyoming, Roy Brog, entwickelte mit 20 Jahren mit zahlreichen Experimenten einen Drink mit Molke, mit dem richtigen Geschmack und vor allem ohne Milchfett, 40% weniger Laktose und damit weniger Allergien erzeugend als Milch. (EE: In der Schweiz erzeugt und vertreibt Rivella ein wohl ähnliches Getränk.)

Die Säugetier-Milch besteht aus zwei Proteinarten: Molke- und Quarkfraktionen. Molke enthält das Lactoferrin (Lactotransferrin), alpha Lactoglobulin, beta Lactoglobulin (β-Lactoglobulin Link engl.), Albumin, Lysozym (Muramidase) und Immunglobuline (Antikörper, z.B. Immunglobulin G). Mit enzymatischen oder säuernden Verfahren kann man die Quarkfraktion entfernen. Entfernt man das Casein von entrahmter Milch, dann bleibt Molke übrig oder sogenanntes Milchserum. Siehe Molkenprotein.

Die Humanmilch besteht aus 80% Molke/Wasser und 20% Quark bzw. Casein. Bei Kuhmilch ist das bezüglich Molke/Casein gerade umgekehrt!

Zudem sind die Proteine auch verschieden. Doch mit diesem Molkegetränk vermeidet man zahlreiche unerwünschte gesättigte Fette.

1971 tranken in den USA ca. 68% der Kinder im Alter von fünf bis sechs Monaten entweder Kuhmilch oder evaporierte Kuhmilch aber 1981 fiel diese Zahl auf 17%. Die Schlussaussage von Dr. OSKI lautet: "Cow's milk has no valid claim as the perfect food. As nutrition, it produces allergies in infants, diarrhea and cramps in older children and adults, and may be a factor in the development of heart attacks and strokes."

"Perhaps when the public is educated as to the hazards of milk only calves will be left to drink the real thing. Only the calves should drink the real thing."

Das ist frei übersetzt: "Milch liefert keinen stichhaltigen Grund als ideales Nahrungsmittel zu gelten. Sie produziert im Gegenteil Allergien bei Kleinkindern und Kindern, Durchfall und Krämpfe bei älteren Kindern und Erwachsenen und spielt wohl einen Faktor bei der Entwicklung von Herzinfarkten und Schlaganfällen." Er meint aber auch sehr idealistisch: "Wenn die Öffentlichkeit die Gefahren der Milch erkennt, trinken nur noch Kälber die Kuhmilch, die auch nur für Kälber gemacht ist."  

Anhang über Forschungen, S. 95

Auf den folgenden Seiten stellt Prof. Dr. med. FRANK ARAM OSKI 32 verwendete wissenschaftliche Arbeiten vor, indem er sie je auf einer knappen Seite beschreibt. Dazu verwendete er die PaperChase-Unterlagen des Beth Israel Hospital in Boston und erwähnt, dass die MEDLINE beim National Institutes of Health, U.S. National Library of Medicine mit Abstract versehen indexiert sind.

Das Beth Israel Hospital heisst heute durch Fusion mit dem New England Deaconess Hospital von 1996 Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC). Im Link für PaperChase-Unterlagen können Sie Arbeiten auch vollständig einsehen, indem Sie z.B. einen Namen (Beer AE) und ein Datum (1975) eingeben.

Die wissenschaftlichen Arbeiten:

Beer AE, Billingham RE "Immunologic benefits and hazards of milk in maternal-perinatal relationship". Ann Intern Med (1975 Dec) 83(6):865-71 (Annals of Internal Medicine). Abstract (Zusammenfassung) bei PubMed.

Burr ML "Does infant feeding affect the risk of allergy?" Arch Dis Child (1983 Jul) 58(7):561-5 (Archives of Disease In Childhood). Abstract bei PubMed.

Minford AM, MaCDonald, Littlewood JM "Food intolerance and food allergy in children: a review of 68 cases." Arch Dis Child (1982 Oct) 57(10):742-7 (Archives of Disease In Childhood). Über die 68 untersuchten Kinder mit Nahrungsmittelallergien. Abstract bei PubMed.

Correa P "Epidemiological Correlations Between Diet and Cancer Frequency" Cancer Res (1981) 41(9,part2):3685-3689 (Cancer Research). Sehr wichtige Arbeit über die starken und beständigen Zusammenhänge von tierischem Eiweiss und Fett, speziell wenn vom Rind, Schwein oder von Eiern oder Milch mit den Todesraten von Darm- und Brustkrebs. Weniger stark aber doch deutlich wirkt sich der Milchproduktekonsum auf Prostatakarzinom, Eierstockkrebs und Wucherungen des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut) aus. Dazu kommen Vorläuferläsionen zu Koronarer Herzkrankheit (Herzkranzgefässe, Koronargefäss). Milch scheint mehr die arteriosklerotischen Krankheiten (Arteriosklerose, Arterienverkalkung, Arterienverhärtung) zu fördern, Rindfleisch hingegen eher Darmkrebs. Abstract: Cancer Research, PDF erhältich.

Wilson NW, Self TW, Hamburger RN "Severe cow's milk induced colitis in an exclusively breast-fed neonate. Case report and clinical review of cow's milk allergy." Clin Pediatr (Phila) (1990 Feb) 29 (2):77-80 (Clinical Pediatrics). Diese Mutter trank vier bis fünf Gläser Kuhmilch pro Tag. Ihr vier Tage altes Kind bekam nur Brustmilch. Ihr Milchkonsum wirkte schon vor der Geburt auf das Kind ein. Der Fall von Blutverlust aus dem Darm durch eosinophilic colitis (Morbus Crohn?) war ausserordentlich, denn es verlor mehr als 30% des Hämatokrit (Eisen) innerhalb von acht Stunden nach der Spitalaufnahme. Mit mehreren Methoden konnte man bestimmen, dass eine reine Kuhmilchallergie die lebensbedrohliche Situation hervorbrachte (Prick puncture und RAST). Nach der Ernährungsumstellung des Kindes auf eine Ernährung ohne Protein (Formula-Milch), sondern nur den Aminosäuren sah man schon nach einer Woche erstaunliche Verbesserungen des Zustandes. Abstract bei PubMed.

Deamer WC, Gerrard JW, Speer F "Cow's milk allergy: a critical review." J Fam Pract (1979 Aug) 9(2):223-32 (Journal of Family Practice). Zeigt mit vier Gründen auf, warum Milchallergie oft nicht zu entdecken ist. Dazu kommt noch, dass im Gegensatz zur allgemeinen Meinung die meisten Nahrungsmittelallergien, speziell bei Milch nicht eine IgE-vermittelte Nahrungsmittelunverträglichkeit darstellt. Lediglich das Weglassen von Milch während drei Wochen kann eine solche Allergie sicher aufdecken. Abstract bei PubMed.

Brown KH "Dietary management of acute childhood diarrhea: optimal timing of feeding and appropriate use of milks and mixed diets." J Pediatr (1991 Apr) 118(4 ( Pt 2)):S92-8. (Journal of Pediatrics). Abstract bei PubMed.

Kleinman RE "Cow milk allergy in infancy and hypoallergenic formulas." J Pediatr (1992 Nov) 121(5 Pt 2):S116-21 (Journal of Pediatrics). Abstract bei PubMed.

Oski FA "Is bovine milk a health hazard?" Pediatrics (1985 Jan) 75(1 Pt 2):182-6 (Pediatrics). Abstract bei PubMed.

Foucard T "Development of food allergies with special reference to cow's milk allergy." Pediatrics (1985 Jan) 75(1 Pt 2):177-81 (Pediatrics). Abstract bei PubMed.

Lembcke JL, Brown KH "Effect of milk-containing diets on the severity and duration of childhood diarrhea." Acta Paediatr Suppl (1992 Sep) 381:87-92 (Acta Paediatric Supplement). Abstract bei PubMed.

Escribano Subias J, Sanz Manrique N, Villa Elizaga I, Tormo Carnice R "Influencia de la hipolactasia primaria sobre el consumo de productos lacteos." (engl.: Relationship between primary lactose malabsorption and consumption of dairy products). An Esp Pediatr (1993 Feb) 38(2):107-12 (Anales Espanoles De Pediatria). Die Autoren untersuchten das Essverhalten bezüglich Milch und Milchprodukten von 157 Erwachsenen und 43 Kindern mit je Laktoseintoleranz. Abstract bei PubMed.

Lafuente Mesanza P, Ojembarrena Martinez E, Sasieta Altuna M, Pinan Frances MA, Urreta Dolora MJ, Lombardero Jimenez JL "Anemia y depleccion de depositos de hierro en lactantes sanos de 12 meses de edad." (engl.: Anemia and depletion of iron reserves in healthy 12-month-old infants) An Esp Pediatr (1992 Jul) 37(1):24-8 (Anales Espanoles De Pediatriaoder Sant Joan de Reus Pamplona). Abstract bei PubMed.

Virtanen SM, Aro A "Dietary factors in the aetiology of diabetes." Ann Med (1994 Dec) 26(6):469-78 (Annals of Medicine). Die Arbeit untersuchte die Zusammenhänge der Ernährung von Säuglingen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2. Epidemiologisch kann man nachweisen, dass hoher Konsum von Nitriten (Nitrite), N-nitroso-Verbindungen (Nitrosoverbindungen), frühe Einführung von Kuhmilch und kurze Zeit der Brustmilchstillung die Hauptursachen von früher Diabetes sind. Die Untersuchungen umfassten ökologische, Tier- und Humanfallstudien (ecological, animal, and human case-control studies). Es fehlen aber prospektive Kohortenstudien und Interventionsversuche am Mensch. Abstract bei PubMed.

Bild eines schweren trockenen Gangräns am Fuss wegen Diabetes mellitus, Bild Wikipedia. Folgen einer schweren Diabetes mellitus. Wikipedia: "Gewebs-Nekrose, meist infolge von Blutunterversorgung, bei der das betroffene Gewebe durch Verwesung und Autolyse (Selbstverdauung) zerfällt und sich als Folge von Hämoglobin-Abbau verfärbt." Bild unter Ganggrän und Diabestes (span.) von Dr. med. James Heilman, CC 3.0 und GNU 1.2.

Lee VA, Lorenz K "The nutritional and physiological impact of milk in human nutrition." CRC Crit Rev Food Sci Nutr (1978) 11(1):41-116 (CRC Critical Reviews in Food Science and Nutrition). Abstract bei PubMed.

Jackson LS, Lee K "The effect of dairy products on iron availability." Crit Rev Food Sci Nutr (1992) 31(4):259-70 (Critical Reviews in Food Science and Nutrition). Humanstudien zeigen die erhöhte Bioverfügbarkeit von Eisen in Brustmilch im Vergleich zu Kuhmilch. Abstract bei PubMed.

Gerstein HC "Cow's milk exposure and type I diabetes mellitus. A critical overview of the clinical literature." Diabetes Care (1994 Jan) 17(1):13-9 (Diabetes Care). Hier hat man alle verfügbaren Studien im Zusammenhang mit Diabetes Typ 1 und dem frühen Trinkangebot für die Säuglinge analysiert. Resultat: frühzeitige Einnahme von Kuhmilch erhöht das Risiko für Diabetes Typ 1 signifikant. Abstract bei PubMed.

Couet C, Jan P, Debry G "Lactose and cataract in humans: a review." J Am Coll Nutr (1991 Feb) 10(1):79-86 (Journal of The American College of Nutrition). Gewisse Menschenpopulationen können durch Nahrung mit Laktose und Galaktose Augen-Katarakte entwickeln. Abstract bei PubMed.

Deeth HC "Homogenized milk and atherosclerotic disease: a review." J Dairy Sci (1983 Jul) 66(7):1419-35 (Journal of Dairy Science). Man stimmt zu, dass im Dünndarm die biologisch verfügbare Xanthinoxidase ins Blut übertreten kann, doch erkennt diese "Pro-Milch-Arbeit" (siehe Titel des Heftes) keine pathologischen Effekte, die arteriosklerotische Herzkrankheiten verursachen würde. Abstract bei PubMed.

Die Kurzbeschreibung des Problems XO-Faktor für Xanthinoxidase finden sie in der Buchbesprechung "MILK the Deadly Poison", indem Sie nach Benutzung dieses Links mit Ctrl/F und der Eingabe von Kurt A. Oster auf den Text stossen. Dazu können Sie auch die Suche (ganz oben auf der Site) verwenden. 

Garza C "Appropriateness of milk use in international supplementary feeding programs." J Dairy Sci (1979 Oct) 62(10):1673-84 (Journal of Dairy Science). Garza befasst sich mit den Milchabgaben oder Ernährungsprogrammen in Drittwelt- oder Schwellenländern und die Pro-Milch-Arbeit (siehe Hefttitel) kommt zum Schluss, dass wohl Probleme bestehen, doch nach dem ersten Lebensjahr meist nur geringfügige Behinderungen auftreten würden … Abstract bei PubMed.

Brown KH, Lake A "Appropriate use of human and nonhuman milk for the dietary management of children with diarrhoea." J Diarrhoeal Dis Res (1991 Sep) 9(3):168-85 (Journal of Diarrhoeal Diseases Research). Die Arbeit untersucht die Resultate von publizierten Studien über Milchernährung im Zusammenhang mit Durchfall. Weil später schwerwiegendere Probleme auftreten könnten, sollte man auf Kuhmilch enthaltende Produkte verzichten oder zumindest diese sehr reduzieren und auf fermentierte Milchprodukte ausweichen. Abstract bei PubMed.

Harms HK "Die kuhmilcheiweissabhängige Darmkrankheit des jungen Säuglings, eine Form der Kuhmilchproteinintoleranz." (engl. Cow's milk protein sensitive enteropathy) Klin Padiatr (1982 Nov-Dec) 194(6):375-80 (Klinische Pädiatrie). Die kuhmilcheiweissabhängige Darmkrankheit (CMPSE bzw. cow's milk protein sensitive enteropathie) kann man mit Brustmilch statt Kuhmilch verhindern. Dies unter der Bedingung, dass die Mutter keine Milch zu sich nimmt. Es gibt aber vier Ursachen, dass CMPSE vorkommen kann, wie z.B. Trisomie 21 (Down-Syndrom) oder Bauchoperationen am Frühgeborenen. Beachtet man keine Kostumstellung, kann sich die Krankheit verschlimmern zu schwerem langwierigen Durchfall (chronische Diarrhoe) oder zum hartnäckigen "Durchfall-Syndrom" (intractable diarrhea syndrome). Abstract bei PubMed.

Ramabadran K, Bansinath M "Opioid peptides from milk as a possible cause of sudden infant death syndrome." Med Hypotheses (1988 Nov) 27(3):181-7 (Medical Hypotheses). Kurzkettige Opioidpeptide kommen in Milch vor und können durch die Verdauungsorgane ins Blut gelangen. Bei Kindern mit Prädispositionen zu Atemstillstand kann es zum plötzlichen Kindstod (plötzlicher Säuglingstod, Krippentod, SIDS) führen. Allerdings weist auch Muttermilch solche Opioide auf, wobei keine Bemerkung vorkommt, ob dies nur bei Frauen der Fall ist, die Milch oder Milchprodukte zu sich nehmen. Abstract bei PubMed.

Rank P "Milk and arteriosclerosis." Med Hypotheses (1986 Jul) 20(3):317-38 (Medical Hypotheses). Milchkonsum erhöht das Auftreten von Arteriosklerose. Das unterstreichen nach dieser Arbeit auch neuere Studien. Dabei gibt es eine Theorie, die das als Infektion durch sogenannte "blue-green bacteria" (Cyanobacteria) in der Milch sieht. Rank untersuchte dies und anderes im Zusammenhang mit verbesserten Pasteurisationsverfahren. Abstract bei PubMed.

Strand FT "Primary prevention of insulin-dependent diabetes mellitus: simple approaches using thermal modification of milk." Med Hypotheses (1994 Feb) 42(2):110-4 (Medical Hypotheses). Diese Arbeit zeigt auf, dass eine höhere Pasteurisationstemperatur von 85 Grad statt 72 Grad Celsius die Rate von Diabetes mellitus Typ 1 (IDDM) erniedrigen könnte. Diese Temperatur genügt, um das bovine Serumalbumin in der Milch (BSA) zu denaturieren. Damit sollte es nicht mehr als Auslöser wirken. Man vermutet, dass auch andere Autoimmunkrankheiten so zu vermindern wären. Abstract bei PubMed.

Stern M "Kuhmilchproteinintoleranz – Klinik und Pathogenese." (engl. Cow's milk protein intolerance: clinical and pathogenic aspects) Monatsschr Kinderheilkd (1981 Jan) 129(1):18-26 (Monatsschrift Für Kinderheilkunde). Die Arbeit unterscheidet drei Typen, wie die akute Anaphylaxie, eine chronische aber milde Form und eine schwere chronische Form bis hin zu schwerer chronischem Durchfall von Kleinkindern. Die Studie kommt zum Schluss, dass Brustmilchernährung die wirksamste Prävention ist. Abstract bei PubMed.

Heiner DC, Wilson JF "Delayed immunologic food reactions." N Engl Reg Allergy Proc (1986 Nov-Dec) 7(6):520-6 (New England and Regional Allergy Proceedings). Die Arbeit zeigt auf, wie schwierig die genaue Prognose für Nahrungsmittelintoleranz sein kann, weil die auftretenden Symptome manchmal viel später auftreten und das je genetischer Disposition in ganz unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen Reaktionen und klinischen Manifestationen. Zusätzlich enthalten alle Nahrungsmittel eine Anzahl verschiedener Antigene. Abstract bei PubMed.

Walker M "Breastfeeding the premature infant." NAACOGS Clin Issu Perinat Womens Health Nurs (1992) 3(4):620-33 (Naacogs Clinical Issues In Perinatal and Women's Health Nursing). Der Beitrag zeigt, warum Muttermilch so wichtig für die Gehirnentwicklung, die allgemeine Entwicklung eines Säuglings und die Krankheitsprävention ist. Dies wirkt sich auch auf die spätere Zeit aus. Abstact bei PubMed.

Yamada T, Nakanishi T, Uyama O, Iida T, Sugita M "A case of the milk-alkali syndrome with a small amount of milk and magnesium oxide ingestion-the contribution of sustained metabolic alkalosis induced by hypertonic dehydration" Nippon Jinzo Gakkai Shi (1991 Jun) 33(6):581-6 (Nippon JinzoGakkai Shi. Japanese Journal of Nephrology, in japanisch). Die Arbeit untersucht Ursachen und Wirkungen des seltenen Burnett-Syndrom (Milch-Alkali-Syndrom) durch Milch und Milchprodukte, schon in einer kleinen Menge. Abstract bei PubMed.

Ortega RM, Requejo AM, Andrés P, Gaspar MJ, Ortega A "La leche y productos lacteos en la prevencion y control de las enfermedades cardiovasculares" (engl. Milk and dairy products in the prevention and control of cardiovascular diseases) Nutr Hosp (1993 Sep-Oct) 8(7):395-404 (Nutricion Hospitalaria). Meint, dass Milch nicht den Gesamtcholesterinspiegel erhöhe, sondern nur den erwünschten Anteil an HDL-Cholesterin. Die Autoren betonen eine Wichtigkeit von Milch, ganz gegen alle anderen Studien ... Keine Angabe, wie Studie zustande kam! Abstract bei PubMed.

Tamm A "Management of lactose intolerance." Scand J Gastroenterol Suppl (1994) 202:55-63 (Scandinavian Journal of Gastroenterology Supplement). Behandelt die grundsätzlichen Prinzipien für eine Behandlung von Menschen mit Laktoseintoleranz und die Vorkehrungen, um Laktose möglichst zu vermeiden. Abstract bei PubMed.

Villako K, Maaroos H "Clinical picture of hypolactasia and lactose intolerance." Scand J Gastroenterol Suppl (1994) 202:36-54 (Scandinavian Journal of Gastroenterology Supplement). Abstract bei PubMed.

Referenzen und Lesevorschläge, S. 118

Pro Kapitel empfiehlt Dr. OSKI wissenschaftliche Arbeiten. Dazu kommen vier Bücher. Es sind dies ca. 40 Veröffentlichungen, die sich nicht mit den 32 vorher vorgestellten Arbeiten überschneiden:

Zu Kapitel 1

Committee on Nutrition "American Academy of Pediatrics: Should milk drinking by children be discouraged?" Pediatrics (1974) 53:576, Abstract: Pediatrics 1974; 53:4 576-582

Floch, M.H. "Whither bovine milk?" Amer. J. Clin., Nutr. (1969) 22:214; Titel gefunden auf Unbound MEDLINE, jedoch keinen Abstract dazu.; "The weaning of America." Eastwest Journal (1980 Jun) p. 27; NICHT GEFUNDEN; "There's a fly in the milk bottle." Medical World News (1975 May 17) p. 30; Gar nichts gefunden.

Zu Kapitel 2

Bart RG, Levine MD, Watkins JB "Recurrent abdominal pain of childhood due to lactose intolerance." N Engl J Med (1979) 300:1449, Abstract: (1979) 300:1449-1452

Bayless TM, Huang S "Recurrent abdominal pain due to milk and lactose intolerance in school aged children." Pediatrics (1971) 47:1029,                                                                                  Abstract: Theodore M. Bayless, Shi-Shung Huang, Pediatrics 1971; 47:6 1029-1032

Bayless TM et al "Lactose and milk intolerance: clinical implications." N Engl J Med (1975) 292:1156, Abstract: (1975) 292:1156-1159

Graham GG "Protein Advisory Group's recommendation deplored." Pediatrics (1975) 55:295, Abstract: Pediatrics Vol. 55 No. 2 February 1, 1975 pp. 295 -296 (pediatrics.aappublications.org/content/55/2/295.2.abstract?sid=b5630b79-c32d-475e-bd6f-cb6bc2ed1953)

Liebman WM "Recurrent abdominal pain in children: lactose and sucrose intolerance, a prospective study." Pediatrics (1979) 64:43, Abstract: William M. Liebman Pediatrics 1979; 64:1 43-45

Paige DM et al "Lactose malabsorption and milk rejection in Negro children." John Hopkins Med J (1971) 129:163; Titel auf PubMed gefunden, jedoch keinen Abstract dazu

Simoons FJ, Johnson JD, Kretchmer N "Perspective on milkdrinking and malabsorption of lactose." Pediatrics (1977) 59:98, Abstract: Frederick J. Simoons, John D. Johnson, Norman Kretchmer, Pediatrics 1977; 59:1 98-108

Zu Kapitel 3

Baggett D., Jr "Personal communication."; Gar nichts gefunden.

Bahna SL, Heiner DC "Allergies to milk." New York, Grune and Stratton (1980); PubMed (anderes von Bahna SL) - Abstract: 2002 Dec;89(6 Suppl 1):56-60

Deling B et al "Hypersensitivity to foods in steroid-dependent nephrosis." Clin Res (1975) 74A; Gar nichts gefunden.

Gerrard JW, Mackenzie JWA, Goluboff N et al "Cow's milk allergy: prevalence and manifestations in an unselected series of newborns." Acta Paediatr Scand, Supplement (1973) 234; Abstract: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1651-2227.1973.tb08290.x/abstract

Gryboski JD "Gastrointestinal milk allergy in infants." Pediatrics (1967) 40:354; Abstract: Joyce D. Gryboski, Pediatrics 1967; 40:3 354-362

Zu Kapitel 4

Brody JE "Eating less may be the key to living beyond 100 years." New York Times; Full Text: (1982 Jun 8 Tues) Cl

Blumenthal S et al "Risk factors for coronary artery disease in children of affected families." J Pediatr (1975) 87:1187; Abstract: PubMed: 1975 Dec;87(6 Pt 2):1187-92 oder ResearchGate Journal of Pediatrics; (Impact Factor: 3.74). 01/1976; 87(6 Pt 2):1187-92.

Buchdeckel von "Diet, Nutrition, and Cancer" Ausgabe 2011. Buchdeckel von "Diet, Nutrition, and Cancer" Ausgabe 2012. Das Buch scheint entweder ein Jahrbuch zu sein oder erlebte zahlreiche Auflagen. Hier Beispiele von Buchdeckeln (Cover). Buchdeckel von "Diet, Nutrition, and Cancer" Ausgabe 2014. Buchdeckel von "Diet, Nutrition, and Cancer" Neuere Ausgabe?

Committee on Diet, Nutrition, and Cancer Assembly of Life Sciences "Diet Nutrition and Cancer" National Academy Press (1982), Buch 496 Seiten, Format 8.5 x 11", Paperback, ISBN: 978-0-309-03280-3, lesbar bei Internet Archive oder nap.edu und da auch als freies PDF verfügbar.

Gilmore CP "The real villain in heart disease." New York Times Magazine; Abstract: (1973 Mar 25) p. 31

Miettinen M et al "Effect of cholesterol lowering diet on mortality from coronary heart disease and other causes." Lancet (1972) 2:835; Abstract: 1979 Jan;59(1):1-7

Osborn GR "Atherosclerosis and infant feeding practices." Coli Int Centre Nat Scient (1968) 169:93; Gar nichts gefunden.

Tsang RC, Glueck CJ "Atherosclerosis: a pediatric perspective." Curr Prob in Pediatr (1979) 9: No 3; Titel auf PubMed gefunden, jedoch keinen Abstract dazu.

Zu Kapitel 5

Barness L "Developmental nutrition: fat. Children are different." Ross Laboratories No. 5; Gar nichts gefunden.

Committee on Nutrition "American Academy of Pediatrics: Breast feeding." Pediatrics (1978) 62:591; Abstract: Pediatrics 1978; 62:4 591-601

Cunningham AS "Morbidity in breast-fed and artificially-fed infants." J Pediatr (1977) 90:726; Abstract: Cunningham AS, J Pediatr. 1977 May;90(5):726-9

Buch "Infant Nutrition" von Prof. Dr. Samuel J. Fomon.

Fomon SJ "Infant Nutrition." Philadelphia, WB Saunders Company (1975); Abstract: Pediatrics Vol. 41 No. 5 May 1, 1968 pp. 1017 -1019

Prof. Dr. med. Samuel J. Fromon (1923-2007): Infant Feeding in the 20th Century: Formula and Beikost is lesbar in englisch bei JN, The Journal of Nutrition.
Infant Nutrition ist sein Standardwerk mit erster Auflage 1967, zweiter 1974 und 1993 erschienen als Nutrition of Normal Infants. In diesem verlinkten Beitrag gibt er einen Überblick über die Entwicklung bei der Kinderernährung.

Gerard JW "Breast-feeding - second thoughts." Pediatrics (1974) 54:757; Abstract: John W. Gerrard, Pediatrics 1974; 54:6 757-764

Jelliffe DB, Jelliffe EFP "Human milk, nutrition, and the world resource crisis." Science (1975) 188:557; Titel vorhanden (Login nötig zum Lesen)

Lepage P, Munyazaki C, Hennart P "Breastfeeding and hospital mortality in children in Ruanda." Lancet (1981) 2:409; Abstract: 1981 Aug 22;2(8243):409-11

Margulies L "Baby formula abroad: exporting infant malnutrition." Christianity and Crisis (1975 Nov 10) p. 264; Titel gefunden auf gesis sowiport, jedoch Anmeldung nötig um Dokumte abzurufen

Martinez GA, Dodd DA "1981 Milk feeding patterns in the United States during the first twelve months of life." Pediatrics (1982) in press;                                                                                  Abstract: Gilbert A. Martinez, David A. Dodd, Jo Ann Samartgedes, Pediatrics 1982; 69:4 471

Ross CA, Dawes EA "Resistance of the breast-fed infant to gastroenteritis." Lancet (1954) 1:994; Auf PMC den Titel gefunden, jedoch nicht die gleichen Autoren.

Zu Kapitel 6

Walker ARP "The human requirement of calcium: should low intakes be supplemented?" Amer J Clin Nutr (1972) 25:518; Abstract: Am J Clin Nutr May 1972 vol. 25 no. 5 518-530

Zu Kapitel 7

"Milk: could it taste better? could it cost less?" Consumer Reports (1982 Jun); Gar nichts gefunden.

"Milk: why is the quality so low?" Consumer Reports (1974 Jan) p. 70; Gar nichts gefunden.

Zu Kapitel 8

Agranoff BW, Goldberg D "Diet and the geographical distribution of multiple sclerosis." Lancet (1974) 2:1061; Abstract: p1061–1066, 2 November 1974

Ferrer JF, Kenyon SJ, Gupta P "Milk of dairy cows frequently contains a leukomogenic virus." Science (1981) 213:1014; Abstract: 1981 Aug 28;213(4511):1014-6

Schauss AG, Simonson CE "A critical analysis of the diets of chronic juvenile offenders." J Ortho Psych 8:149, 179; Abstract

Zu Kapitel 9

Mackenzie E "Psychologic factors in milk anemia." Amer Familiy Physician (1973) 7:80; Gar nichts gefunden.

Zu Kapitel 10

Crook WG "Food allergy. The great masquerader." Pediatr Clin No Amer (1975) 22:277; Titel auf PubMed gefunden, jedoch keinen Abstract dazu.

Speer F "The allergic tension-fatigue syndrome." Pediatr Clin No Amer (1954) 1:1029,m; Abstract: Int Arch Allergy 1958;12:207–214

Zu Kapitel 11

"Utilization of milk components by the food industry." Dairy Council Digest (1977) 48:No 5; Gar nichts gefunden.

Über den Autor, S. 126

Vor dem Beginn der Buchbesprechung habe ich die wichtigsten Aspekte zu Dr. OSKI und einige Auszeichnungen an ihn erwähnt.


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Autor
Ernst Erb, Schweiz
Mein Lebenslauf hat mich motiviert, die "Stiftung G+E, Gesundheit und Ernährung" zu gründen. Im Beitrag "Schicksalsschläge, tödliche Krankheit, Gesundheit, Leben!" schildere ich etwas davon. Ein ebenso wichtiger Punkt bildet die Erfahrung aus dem Aufbau von Radiomuseum.org: Es bekommen zu viele Männer bereits ab Alter 65 schwerwiegende Krankheiten. Das gilt sicher auch für Frauen - und ganz allgemein altern wir zu rasch. So lange wie möglich zu leben ist nicht das Ziel, sondern so aktiv, positiv und glücklich wie möglich. Der Weg des geringsten Widerstands führt nicht dazu. Ganz im Gegenteil: nur im Leid schafft man grössere persönliche Veränderungen. Im Alter von 41 Jahren brachte mich die Todesangst vor meinem Krebsleiden dazu, über mein Leben zu reflektieren und auch bezüglich Krankheit selbstverantwortlich zu handeln. Heute bin ich froh, dass ich durch sehr schwierige Lebensphasen gehen musste. Dadurch konnte ich meine Lebensführung so verändern, dass ich auch im achtzigsten Lebensjahr (2015) >60 Stunden pro Woche am PC arbeiten und dabei leistungsfähig bleiben kann. Es ist falsch, so viele Stunden sitzend zu verbringen (früher waren es mehr), doch versuche ich das durch Ausdauersportarten (schnelles Wandern, Bergwandern, seit 2014 auch durch Joggen) und leider nicht immer jeden Tag ausgeführte Übungen (7 Min Workout ab iPhone) auszugleichen. Ich darf aber annehmen, dass die langjährige (Pesci-)vegane Ernährung mit ca. 90% Rohkostanteil den Ausschlag für meine Gesundheit gibt. Leider sind es mit Sicherheit nicht meine Gene. Auch als Angestellter sah ich meine Arbeit nie als Job, sondern als Hobby, das mich interessierte. Als ich eigene (kleine) Firmen aufbaute, war mir das Wohlergehen der Mitarbeiter besonders wichtig. Erfolg oder Misserfolg hing zu einem grossen Teil von ihnen ab. Es war nie mein Ziel, reich zu werden, sondern etwas individuell und intelligent aufzubauen, so dass es vielleicht Erfolg haben kann. Trotzdem kann ich es mir nun erlauben, mit meiner Erfahrung und meinen Möglichkeiten etwas aufzubauen, das interessierten Menschen zugut kommen kann. Zum Glück geben mir auch junge Menschen, die an "diet-health.info" mitarbeiten, das Gefühl echter Teamarbeit. Einige arbeiten mit mir persönlich zusammen, wie ein Software-Entwickler neben einem Studium. Doch mit Skype und TeamViewer ist es möglich, mit geographisch weit verstreuten MitarbeiterInnen zu arbeiten, wie z.B. mit professionellen ÜbersetzerInnen. Selbst Professoren oder Ärzte beteiligen sich an diesem etwas speziellen Projekt, indem sie eigene Texte beisteuern. Unsere Themenbereiche erfassen eigentlich alles, was uns Menschen ausmacht: Gesundheit - Prinzipien/Allg. - Heilkunde - Ernährung - Produktion/Handel - Drogen - Aktivität - Lifestyle - Politik - Wellness - Natur - Umwelt - Persönlichkeit - Ethik - Soziales / Religion. Noch weiss ich nicht, ob "diet-health.info" mit diesem Versuch, den Menschen "nur" solide Zusammenhänge zu vermitteln, auch die notwendige Beachtung erhalten kann. Doch meine ich, dass es reflektierende Menschen gibt, die Zusammenhänge verstehen wollen, statt jedem Modetrend lemmingehaft nachzugehen oder sich zu einem leicht begehbaren Weg (ver-)führen zu lassen. Ob die auch die notwendige Aufmerksamkeitsspanne und den Willen zum Lesen mitbringen? Jedenfalls fehlte mir eine solch umfassende Quelle, die mir ungefärbte Antworten auf wichtigste Fragen geben kann. Deshalb versuche ich diesen "vorher vergeblich gesuchten Hafen" aufzubauen. Hoffentlich habe ich auch die Zeit und Kraft dazu.

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Publikation

17.06.15 20:15

Geändert am

10.03.16 07:02

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