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01.05.2002 22:27:00
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1 Ernährung

Grundsätzliches über unsere Ernährung, Aufzählung der signifikanten Änderungsmöglichkeiten anhand von Stufen.
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Dieser Text und die 9 Folgebeiträge entstanden im Jahr 2000. Grund war die Website www.rohkost.ch, die mein damals 13jähriger Sohn anlegte. Heute, Ende 2013/Anfang 2014, sehe ich das anders:
Wenn ich schon zu einer besseren langfristigen Gesundheit verhelfen will, dann sollte ich den Leser dort abholen, wo er steht.

Mit anderen Beiträgen zeige ich Ihnen signifikante Schritte, die nicht so einschneidend sind wie eine totale Kostumstellung. Bitte überlesen Sie einfach alles über Rohkost und konzentrieren Sie sich auf Texte, die Sie interessieren. Falls doch für Rohkost interessiert, finden Sie in den Folgeartikeln (siehe jeweils den Link zum Folgebeitrag) das, was zu beachten ist. Diese zehn zusammenhängenden Texte bezüglich Rohkost überarbeitete ich 2014. Alle anderen Texte entstanden neu.

Sie finden weiter führende Informationen beim Klicken der Links, die meist auf Wikipedia führen. Wikipedia orientiert über für die Industrie wichtigen Themen nicht ausgewogen. Interessierte Platzhirsche besetzen solche Themen. Nicht kursive Links verweisen auf Texte innerhalb unserer Webseiten. Am Ende eines Beitrags finden Sie die Möglichkeit, Bemerkungen zu senden - entweder für uns oder zur Veröffentlichung.

FAZIT

Diese Einleitung ins Gebiet Ernährung lehrt Sie die verschiedenen Kostformen der westlichen Welt zu unterscheiden.

Sie erfahren die Probleme der gängigen Kostformen. Sie lernen signifikante von unwichtigen Aspekten zu unterscheiden. Texte ausserhalb des Themas Rohkost kommen erst nach und nach dazu, wie z.B. die weiter unten verlinkten Buchbesprechungen und weitere Blogs.

Einladung druch Sammlerfreunde in Schanghai, China, 2010, eigene Aufnahme.

Alle Bilder sind auf gross klickbar, danach sind sie auch wechselbar.

Es gibt sehr unterschiedliche Kostformen und Kosttraditionen. In China sind runde Tische beliebt, an denen Personen das Essen miteinander teilen. Hier mit drehbarer Glasfläche.

Eigenes Bild aus einer Einladung durch chinesische Sammlerfreunde in China.

Unsere Ernährungsformen

Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist die Ernährung in der "westlichen Welt" normalerweise ausserordentlich vielseitig. Zu unterscheiden sind die zwei Grundkostformen, gekocht bzw. erhitzt und roh.

Bei beiden dieser Grundkostformen kann man quasi alles essen (Omnivoren), also Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte und pflanzliche Produkte. Aber es gibt auch Menschen, die auf gewisse Nahrungsmittel verzichten oder ein ganz besonderes Essverhalten einhalten. Diäten hingegen sind zeitlich beschränkt, um bestimmte Ziele, wie das Abnehmen oder eine Heilung zu erreichen. 

Beispiele für Fleisch und Fisch bei Rohkost: Tatar (Beefsteak tatare) oder Carpaccio nennen wir speziell zubereitetes rohes Fleisch. Rohen Fisch essen wir z.B. als Sashimi aber auch als Rollmops, Bismarckhering, Stockfisch (Klippfisch), eingelegte Sardellen als Boquerones en vinagre (engl.) oder wer's mag Surströmming.

Rohköstler, also Personen, die sich ausschliesslich oder vorwiegend mit roher Kost ernähren, sind oft Vegetarier oder gar Veganer. Für beide Formen, Kochkost und Rohkost, existieren Ovo-Lacto-Vegetarier, die sowohl Eier wie auch Milchprodukte zu sich nehmen. Dazu kommen Lacto-Vegetarier. Diese lassen auch Eier aus. Weitere Aufteilungen erwähne ich unten.

Veganer sind Menschen, die überhaupt keine tierischen Produkte zu sich nehmen. Auch da kommen Versionen vor. Einige verwenden z.B. Honig, andere nicht. Dazu existieren bei Rohkost und Kochkost Zwischenformen, z.B. Fischverzehr aber kein Fleischverzehr. Die meisten Vegetarier und Veganer sind nicht Rohköstler.

Die Kochkost präsentiert sich noch weiter aufgefächert. Fabrikkost, also Fertigprodukte, Auswärtskost (Kantine, Restaurant), normale Kochkost, Vollkornnahrung, langsame Garkost, diverse Diäten z.B. als Heilkost oder Kost zum Abnehmen, Modekostformen etc. Ökologisch denkende Menschen aller Richtungen schauen auf Bio-Qualität und wenn möglich auf lokale Produktion.

All diese Kostformen lassen sich ganz verschieden anwenden. Fehlverhalten kann zu gesundheitlichen Nachteilen führen: Einseitigkeit, zu grosse Mengen, falsche Zusammensetzung. Nicht alle Lebensmittel sind roh geniessbar. Zu grosse Einschränkung, z.B. nur auf Früchte. Oft vergehen Jahre bis Jahrzehnte, bis sich Fehler auswirken.

So Paradox das klingen mag, doch es gibt Wissenschaftler, die heute aussagen, dass man als ersten Schritt Milch und Milchprodukte reduzieren oder weglassen sollte. Das beste Buch darüber hat wohl Frau Rollinger mit Milch besser nicht! geschrieben - und hier finden Sie die Besprechung dazu.

Antworten zur schlechtesten Kostform: Fast Food (Junk Food)

Einige Buchbesprechungen bilden den Anfang. Die folgenden Titel holen diejenigen Leser ab, die sich vorwiegend von Fertiggerichten, Süssgetränken oder Energy-Drinks, Modegetränken und Snacks ernähren:

Salt Sugar Fat von Michael Moss, das bis jetzt (Januar 2014) nur in Englisch erhältlich ist,
Lügen Lobbies Lebensmittel von Ingrid Reinecke und Petra Thorbrietz, das die Situation in Europa aufzeigt und
Die Ernährungslüge von Hans-Ulrich Grimm, das sich vor allem mit schädlichen Inhaltsstoffen im Essen befasst.

Klicken Sie einfach die Links für den Text. Diese Art von Ernährung sollte höchstens eine seltene Ausnahme bilden, doch die Praxis sieht anders aus.

Inbegriff von Fast Food: Hamburger (Cheeseburger) und Pommes Frites, dazu ein Süssgetränk.

Inbegriff von Fast Food: Hamburger (Cheeseburger) und Pommes Frites, dazu ein Süssgetränk (Soft drink (engl.), Soda, künstliches Getränk).

Bild Wikipedia, Fast Food (engl.), VulcanOfWalden.

Normale Kochkost

Die Besprechung der Probleme bei "normaler Kochkost" dauert noch eine gewisse Zeit. Bald finden Sie hier Links zu Buchbesprechungen und weitere Beiträge dazu.

Dem grössten Teil der Menschen in den "reichen" Ländern steht die Möglichkeit offen, sich so zu ernähren, dass die Nahrungsbestandteile dem Bedarf des Körpers entsprechen. Die Praxis zeigt aber ein ganz anderes Bild: Wir sind von der Zivilisation völlig irregeleitet - und leiden unter sogenannten Zivilisationskrankheiten! Entsprechend entwickelte sich auch die Ernährungsforschung auf grossen Umwegen. Zum Glück findet dort in jüngster Zeit ein Umdenken hin zu gesünderer Kost statt.

Es dauert viele Jahre, bis sich das neue Wissen auch verbreitet. Wikipedia bezog mit dem Thema Ernährung des Menschen auch eine etwas modernere Position als früher.

Leider schlagen gewisse Erkenntnisse beim Konsumenten so ein, dass wieder ein neuer "Glaube" entsteht. Denn: Obwohl "neue Erkenntnisse der Ernährungslehre" punktuell meist richtig sind, stimmen sie im Zusammenhang mit dem Leben oft nicht so, wie sie in einer Statistik oder in Sekundärliteratur zur Veröffentlichung kommen. Bezüglich "richtiger" Ernährung herrscht ein Tohuwabohu. Zahlreiche Menschen essen sowieso gemäss den Formen einer Nationalküche.

Ein Beispiel anhand der mediterranen Küche:

Vor einigen Jahren untersuchten Wissenschaftler, warum Lateiner (z.B. Franzosen) ein wesentlich kleineres Risiko tragen, an Herzinfarkt und dergleichen zu sterben als "Nordische". Als Grund dafür fand die Studie die "Mediterrane Küche" - reduziert auf Olivenöl, viel rohe Zutaten und regelmässigen Weinkonsum - als ein "Herzstimulierungsmittel".

Dass Menschen mit dieser Ernährung insgesamt nicht länger leben, erfahren wir nicht. Dass statt das Herz eher die Leber versagt, gehört nicht zum Thema. Wie auch die höhere Todesursache durch Krebs nicht zur Sprache kommt.

Beim Vergleichen des durchschnittlichen Lebensalters und der Todesursache zwischen Schweizern und Franzosen erkennen Sie die Fakten: Die statistische Lebenserwartung in der Schweiz beträgt im November 2013 genau 82,28 Jahre ab Geburt (79,99 m/84,71 w), in Frankreich 81,65 (78,45/84,28). Das Herz alleine entscheidet eben nicht - aber das Ziel der Untersuchung war es, Ursachen von häufiger auftretenden Herzinfarkten nachzugehen. Punkt.

Foto von Sommer, Giorgio (1834-1914), Wikipedia Spaghetti, Neapel vor 1886 (Morn, Hochlader).

Wikipedia Pizza al taglio in Rom von Shoebill2: Pizza vom Blech

 

Die Mediterrane Küche in der Praxis.

Bilder Wikipedia.

Der Mensch als Ganzes spielt da keine Rolle, denn die Studie ist losgelöst von einer Gesamtbetrachtung des allgemeinen Gesundheitszustandes eines Volkes. Da spielen zu viele Parameter mit hinein. Nicht die Erzeuger dieser Studie verantworten, dass interessierte Kreise sie falsch interpretieren oder falsche Schlüsse veröffentlichen. Wirtschaftlich interessierte Kreise wägen auch nicht Vor- und Nachteile ab, sondern veröffentlichen stattdessen einseitig die Vorteile. Leider.

Fragt sich, wie die Weinlobby unterdrücken kann, dass Weintrauben gesünder wirken und mehr Antioxidantien liefern als Wein.

So spricht "das Volk" nun von der gesunden "Mediterranen Küche" (Mittelmeerküche) und dem "guten Wein" und vergisst gerne: "Alles ist gesund und alles ist schädlich - nur das Mass bestimmt das".

Nein, sagen Sie? Nochmals ein Beispiel: Blausäure ist nach der Ernährungslehre ein essenzieller Nahrungsbestandteil, wie auch Blei - nur erhalten wir eher zu viel als zu wenig davon. Zurück zur mediterranen Kost: Ich will Sie nicht von dieser Kostform abbringen. Sie ist natürlich viel besser als Junk Food oder die meisten Fertiggerichte. Doch Pizza, Teigwaren und Alkohol sollten eine sehr untergeordnete Rolle spielen.

Sicher ist auch, dass zu viel tierisches Eiweiss (Protein) und raffinierte Kohlenhydrate (Kohlehydrate) sowie hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren einen negativen gesundheitlichen Einfluss ausüben. Die Frage bleibt: Existieren bessere Ernährungsformen?

Im "Westen" wissen wir: Meistens erhält der Körper "des Guten zu viel". Wer aber beachtet das? Die natürliche Sperre ist durch die Kochkost aufgehoben, die Fertigkost verführt uns noch mehr und bedient uns mit zahlreichen unerwünschten Stoffen. Vielleicht erkennen wir mit der Zeit am Umfang des Körpers, dass etwas nicht stimmt. Und doch: Wie sollen wir das merken, wenn so viele andere auch zu viel, zu salzig, zu süss oder zu fett essen?

Die Liste der signifikanten Ernährungsfehler

Die fünf im Bildtext erwähnten Stufen von Essverhalten zeigen signifikante Unterschiede. Mit anderen Worten, wenn wir herabsteigen, reicht eine Kostform-Stufe schon zu grosser Verbesserung, wenn Menge und Zusammensetzung gut bedacht sind.

Die Auswahl/Zusammensetzung ist aber ebenfalls entscheidend. Darum stelle ich die negativen Attribute dazu. Meist ist die gewohnte Kostform stark verbesserbar. Mit anderen Worten: auch innerhalb der gleichen Stufe sind signifikante Verbesserungen möglich. Was für Fehler sind also möglich? Siehe Bildtext.

 Dickleibige junge Frau in Bikini, Bild (bearb.E) Wikipedia, danish by Louis Miguel Bugallo Sanchez.
  • Vorwiegend Fertiggerichte essen
  • Zu viel an Süssgetränken trinken
  • Gängige Kochkost mit falschen Zutaten
  • Vegetarismus falsch gelebt (z.B. Pudding-Vegetarier)
  • Veganer mit falschem Essverhalten
  • Einseitige Rohkost

Dazu kommt natürlich das zu viel, zu fett, zu süss, zu salzig. Das sind die wichtigsten Attribute zu den negativ gesetzten Vorzeichen in obiger Liste. Natürlich ist die Liste erweiterbar auf bio, lokal etc., doch das sind eher "die weiteren Verbesserungsmöglichkeiten" - vor allem mit signifikanten positiven Auswirkungen auf Natur und Umwelt und weniger auf Sie.

Drogen und Genussmittel sind ein anderes Problem

In dieser Textfolge bespreche ich weder Drogen noch Genussmittel. Das ist ein eigenständiges Gebiet, das von harten Drogen und starkem Gift, bis hin zu den von der Gesellschaft (inzwischen) akzeptierten Drogen führt. Das Aufgeben harter Drogen - aber auch von weniger harten und anderen Suchtmitteln wie Tabak oder Alkoholmissbrauch (Alkoholkrankheit in verschiedenen Formen) - wären auf lange Sicht noch wichtigere signifikante Schritte zur Gesundheit. Sie kommen später zusammen mit Genussmitteln (Nahrungsmittel) zur Sprache. Bei regelmässigem oder übermässigen Genuss schaden diese ebenfalls.

Wie risikohaft und naiv sich Menschen verhalten, zeigt mir der frühe Lungenkrebs-Tod (Bronchialkarzinom) eines mir bekannten Radiologen. Als Raucher und Mitinhaber eines Röntgeninstitutes sah er täglich, was das Rauchen anrichtet ... Zahlreiche Menschen verhalten sich so wie die Maus, die in eine Mausefalle tappt in der schon einige tote Artgenossen stecken. Wir Menschen aber besitzen meist ein besonders gut ausgebildetes Denkhirn (Gehirn), zumindest verglichen mit dem einer Maus.

Mausefalle für 5 Mäuse. Funktioniert bei genügend Futter in der Umgebung. Mit Speck fängt man Mäuse!

Mausefalle in der Getreidemühle von Malbork. Auch wenn schon vier Mäuse tot oder schwer verletzt vorhanden sind, kommt auch eine letzte Maus um. Die Mäuse finden eigentlich mehr als genügend "gewöhnliches Futter" vor, doch "das Besondere" ist gefragter! Wir Menschen erkennen das Risiko (falls interessiert), doch verhalten wir uns oft gleich.

Foto von "DerHexer", Wikipedia.

Familie und Gesellschaft bestimmen uns

Meist vergleichen wir uns nicht mit wirklich langfristig gesund ernährten Menschen, sondern mit der Mehrheit. Und: Wie sollen wir erkennen, wenn wir nur wenige Gramm pro Tag zu viel essen? Nur zehn Gramm zu viel Fett pro Tag lassen uns pro Jahr um drei kg zunehmen - Jahr für Jahr. Wollen Sie rechnen?

Durch Schulung und vor allem durch Werbung meinen wir das Richtige zu tun - vielleicht in einigen Fällen etwas im Übermass, aber was soll's. Glücklicherweise bewegten sich die Empfehlungen und damit die Ernährungsgewohnheiten in den letzten Jahrzehnten in Richtung viel Rohkost und damit gesünderen Kost. Die Tendenz stimmt.

Verstehen resultiert aus Wissen und dem Kennen der Logik der entsprechenden Zusammenhänge, sowie der Hintergründe und der Geschichte der Entstehung dieser Erkenntnisse. Viele Menschen glauben zu wissen, verstehen aber nicht. Dieses "Wissen" beinhaltet dann die Kraft des Glaubens. Dennoch kann dieses "Wissen" wahr oder unwahr sein oder nur einen Teil der Wahrheit zeigen.
Nur wenige Menschen spüren, dass sie eigentlich nur ein Spielball der Gesellschaft sind.

Vielleicht beginnen Sie nun, gewisse "Binsenwahrheiten" zu hinterfragen und kommen mit der Zeit auf ganz andere Ansichten. Diese benötigen aber gute Begründungen. Das Wort Binsenwahrheit bedeutet allgemein Bekanntes oder "Gemeinplatz". Ganze Bücher entlarven gewisse Binsenwahrheiten als falsch.

Daneben finden wir den Menschen, der "die innere Wahrheit kennt - und manchmal ins Verderben pennt". Ja, er glaubt mystisch an etwas, das er wiederum von anderen übernahm und verschläft oft die Wirklichkeit. Er blendet entweder seinen kritischen Verstand aus oder besitzt den nicht. Er betont Nebensächliches und vergisst die Hauptsache.

Auch ich kann nichts Neues erfinden, sondern muss mich an Vorgänger halten, die manchmal schwer zu beurteilen sind. Ich übernehme aber nicht unkritisch und glaube nicht einfach an etwas, was Abschreiber hundert Mal behaupten. Nachdem ich ausserordentliche Erfahrungen mit einer Kostumstellung am eigenen Leib sammeln und ähnliche Erfahrungen von Bekannten zur Kenntnis nehmen durfte, komme ich auf andere Erkenntnisse. Die muss ich also eingehend begründen, um glaubhaft zu sein.

Was sonst sind denn ein paar zufällige Erfahrungen gegen die Argumente einer erdrückenden Mehrheit an Ärzten. Diese und weitere "kompetente" Menschen sollten ein besseres Wissen zeigen. Nehmen sie sich dazu Zeit? Vor allem in den letzten zehn Jahren fand die Wissenschaft fundamentale Neuerkenntnisse. Einige dieser Erkenntnisse stellen altbekannte "Wahrheiten" auf den Kopf.

Rohkost Restaurant nur vegan: Pure food and wine, New York City: vegane rohe "Lasagne". Das ist eine vegane, rohe "Lasagne" des New Yorker top class Restaurants, das nur vegane rohe Menüs serviert. Die Presse ist voll von Lob (oneluckyduck.com/blogs/press/tagged/us/). Bild von dort erhalten.

Erst 1978, mit bereits 41 Jahren, erkannte ich schmerzhaft, dass wir Zivilisationskrankheiten durch das Verhalten in unserer Zivilisation erwerben. Dies, weil meine statistische Lebenserwartung plötzlich nur noch knapp drei Jahre betrug. Details finden Sie in einem anderen Kapitel.

Mir fehlte das Wissen aus welchen Parametern der falsche Lebensweg bestand. Ich war einzig der Meinung: "Wenn den Ärzten ein Mittel zur Rettung fehlt, dann muss ich einen völlig anderen Weg begehen - einen, der Körper und Geist am meisten beeindruckt".

Ja, aber was ist das? Aha, die Ernährung, denn mein Körper besteht ja praktisch nur aus dem, was ich einmal ass! Einige Jahre lang blieb nur eine gewisse Hoffnung, kein Glaube. Ich war also nicht wie Gowinda in Hermann Hesse's Roman Siddhartha in ein Glaubensloch gefallen. Das scheint mir wichtig, wie auch die Erkenntnis, dass Rohkost allein nur einen Teil der "Exspektationstherapie" (Exspektative Therapie bzw. Exspektative Behandlung) bildete. Vielleicht war der mentale Faktor ebenso wichtig oder wichtiger. Wer weiss?

Dann begann ich Literatur über alternative Ernährung zu lesen und vertiefte mich in Lehrbücher der Ernährungswissenschaft. Damals klaffte eine Lücke zwischen den Behauptungen der Ernährungswissenschaft und den Tausenden, die sich offensichtlich aus Glaubensgründen über zahlreiche Generationen hin streng vegan oder lacto-vegetarisch ernährten.

Stichwort dazu ist z.B. Jainismus, eine mehr als zweieinhalb tausend Jahre alte Religion. Die Jain-Bewegung von einigen Millionen Menschen ist etwas älter als der Buddhismus. Erst jetzt, wo die Ernährungswissenschaft ein wenig weiter ist, kann ich mit guten Begründungen auch vegane Rohkost unterstützen. Aber nur unter Berücksichtigung der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Trotzdem: Wie gehässig ein abhängiger Raucher "ohne momentane Chance" auf eine Umstellung auf Ermahnungen reagieren kann, wissen wohl auch Sie. Beim Ausdruck "ohne momentane Chance" meine ich seine innere Einstellung bzw. sein inneres Wissen, dass er die Umstellung nicht schafft. Er kann das wohl nicht zugeben, weiss aber innerlich, dass er süchtig ist, also nicht anders kann. Das ist vergleichbar mit einem Drogenabhängigen oder Alkoholiker. Wahrscheinlich schrieb einmal Konrad Lorenz den folgenden Bildtext:

Wikipedia unter Cooking Foods: Bild von Agricultural Research Service USDA
  1. „gedacht” ist nicht gesagt…
  2. „gesagt” ist nicht gehört…
  3. „gehört” ist nicht verstanden…
  4. „verstanden” ist nicht gewollt…
  5. „gewollt” ist nicht gekonnt…
  6. „gekonnt und gewollt” ist nicht getan…             
  7. „getan” ist nicht beibehalten…

So darf ich erwarten, dass meine Texte über "einen besseren Weg" zumindest auch negative Reaktionen herausfordert. Leider ist dann egal, ob meine Aussagen gut begründet sind oder nicht.

Warum überhaupt etwas an der Ernährung ändern? Schliesslich zeigt ja die Statistik, dass wir immer ein höheres Alter erleben dürfen. Genau deswegen ist wichtig, wie gesund und fit wir diese lange Lebensphase geniessen. Wir ernten sonst nur eine verlängerte Leidenszeit!

Nun versuche ich einen Weg so zu beschreiben, dass selbständig denkende Menschen das lesen. Also kritische Menschen, die nicht einfach glauben - oder nicht glauben. Das Problem: Signifikante Änderungsmöglichkeiten für unser Essverhalten stehen einer Unzahl von leicht anzuwendenden Strohhalmen gegenüber. Strohhalme sind hier nicht oder wenig wirksame Massnahmen, an die sich jemand klammert. Diese Unterscheidung von Signifikanz scheint mir bitter nötig und ist der einzige Weg zu einer erfolgreichen Therapie.

Diese Texte finden hoffentlich zahlreiche interessierte Menschen. Was heisst das? Ich denke, wenn nur ein Promille zu erreichen wäre, hätte der Versuch seine Berechtigung. Wenn von diesem Promille ein Prozent das Essverhalten um eine signifikante Stufe verbessert, "lohnt" sich die Mühe. Mehr als tausend deutschsprachige Menschen mit direktem gesundheitlichen Nutzen wären das Resultat.

Ihre Reaktion darauf begrüsse ich via den vorgesehenen Kommentar. Auf verschiedene Hinweise aus der Leserschaft bin ich angewiesen. Wir schaffen mit der Zeit direkte Antwortmöglichkeiten aber auch direkte Möglichkeiten einen Hinweis per eMail zu bekommen, wenn ein neuer Beitrag erscheint. Danke für Ihre Mithilfe.


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Autor
Ernst Erb, Schweiz
Mein Lebenslauf hat mich motiviert, die "Stiftung G+E, Gesundheit und Ernährung" zu gründen. Im Beitrag "Schicksalsschläge, tödliche Krankheit, Gesundheit, Leben!" schildere ich etwas davon. Ein ebenso wichtiger Punkt bildet die Erfahrung aus dem Aufbau von Radiomuseum.org: Es bekommen zu viele Männer bereits ab Alter 65 schwerwiegende Krankheiten. Das gilt sicher auch für Frauen - und ganz allgemein altern wir zu rasch. So lange wie möglich zu leben ist nicht das Ziel, sondern so aktiv, positiv und glücklich wie möglich. Der Weg des geringsten Widerstands führt nicht dazu. Ganz im Gegenteil: nur im Leid schafft man grössere persönliche Veränderungen. Im Alter von 41 Jahren brachte mich die Todesangst vor meinem Krebsleiden dazu, über mein Leben zu reflektieren und auch bezüglich Krankheit selbstverantwortlich zu handeln. Heute bin ich froh, dass ich durch sehr schwierige Lebensphasen gehen musste. Dadurch konnte ich meine Lebensführung so verändern, dass ich auch im achtzigsten Lebensjahr (2015) >60 Stunden pro Woche am PC arbeiten und dabei leistungsfähig bleiben kann. Es ist falsch, so viele Stunden sitzend zu verbringen (früher waren es mehr), doch versuche ich das durch Ausdauersportarten (schnelles Wandern, Bergwandern, seit 2014 auch durch Joggen) und leider nicht immer jeden Tag ausgeführte Übungen (7 Min Workout ab iPhone) auszugleichen. Ich darf aber annehmen, dass die langjährige (Pesci-)vegane Ernährung mit ca. 90% Rohkostanteil den Ausschlag für meine Gesundheit gibt. Leider sind es mit Sicherheit nicht meine Gene. Auch als Angestellter sah ich meine Arbeit nie als Job, sondern als Hobby, das mich interessierte. Als ich eigene (kleine) Firmen aufbaute, war mir das Wohlergehen der Mitarbeiter besonders wichtig. Erfolg oder Misserfolg hing zu einem grossen Teil von ihnen ab. Es war nie mein Ziel, reich zu werden, sondern etwas individuell und intelligent aufzubauen, so dass es vielleicht Erfolg haben kann. Trotzdem kann ich es mir nun erlauben, mit meiner Erfahrung und meinen Möglichkeiten etwas aufzubauen, das interessierten Menschen zugut kommen kann. Zum Glück geben mir auch junge Menschen, die an "diet-health.info" mitarbeiten, das Gefühl echter Teamarbeit. Einige arbeiten mit mir persönlich zusammen, wie ein Software-Entwickler neben einem Studium. Doch mit Skype und TeamViewer ist es möglich, mit geographisch weit verstreuten MitarbeiterInnen zu arbeiten, wie z.B. mit professionellen ÜbersetzerInnen. Selbst Professoren oder Ärzte beteiligen sich an diesem etwas speziellen Projekt, indem sie eigene Texte beisteuern. Unsere Themenbereiche erfassen eigentlich alles, was uns Menschen ausmacht: Gesundheit - Prinzipien/Allg. - Heilkunde - Ernährung - Produktion/Handel - Drogen - Aktivität - Lifestyle - Politik - Wellness - Natur - Umwelt - Persönlichkeit - Ethik - Soziales / Religion. Noch weiss ich nicht, ob "diet-health.info" mit diesem Versuch, den Menschen "nur" solide Zusammenhänge zu vermitteln, auch die notwendige Beachtung erhalten kann. Doch meine ich, dass es reflektierende Menschen gibt, die Zusammenhänge verstehen wollen, statt jedem Modetrend lemmingehaft nachzugehen oder sich zu einem leicht begehbaren Weg (ver-)führen zu lassen. Ob die auch die notwendige Aufmerksamkeitsspanne und den Willen zum Lesen mitbringen? Jedenfalls fehlte mir eine solch umfassende Quelle, die mir ungefärbte Antworten auf wichtigste Fragen geben kann. Deshalb versuche ich diesen "vorher vergeblich gesuchten Hafen" aufzubauen. Hoffentlich habe ich auch die Zeit und Kraft dazu.

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Publikation

01.05.02 22:27

Geändert am

21.03.15 13:57

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