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Buchbesprechung "Chronic pain gone 90 days" Daniel Twogood

Wie man gewisse chronische Schmerzen und gewisse chronische Krankheiten durch das Vermeiden von Allergenen in der Nahrung oft abstellen kann.

Abbildung Buch "Chronic pain gone 90 days" von Daniel Twogood mit Text-Collage.© CC-by-sa 2.0, Collage Catalina Sparleanu, PhD, Foundation Diet Health Switzerland

Fazit

Eine Änderung Ihrer Essgewohnheit kann Sie von Ihren chronischen Schmerzen befreien. Das hat Dr. Daniel A. Twogood in tausenden von Fällen gemäss seinem Buch "No Milk" bewiesen. "Chronic Pain Gone 90 Days" kann Laien überzeugen, ist aber leider nicht so gut recherchiert und sorgfältig geschrieben, wie eigentlich für das Thema nötig wäre.

Der Autor unterscheidet nicht zwischen Veganer und Vegetarier und schreibt plakativ. Er nennt die USA als das Land mit dem höchsten Konsum von Milch und Milchprodukten pro Person. Die US-Amerikaner rangieren je nach Jahr etwa auf Platz sechs, doch die Produktion insgesamt ist die höchste, verteilt auf mehr Konsumenten als bei uns. Immerhin muss er seine 20 Jahre zurückliegenden Ausführungen nicht ändern, sondern kann sich bestätigt sehen.

Das Buch klärt uns über häufige Allergene und mögliche Gifte auf, die für die Entstehung chronischer Schmerzen oft ursächlich sind.

1. Zusammenfassung

Dr. Twogood zeigt, dass wir unser Allgemeinbefinden und gewisse chronische Schmerzen durch Änderung unserer Ernährung und Lebensstils signifikant bessern können. Er meidet das Wort "chronisch", denn das setzt ein Niemals-Besserwerden eines Zustandes voraus.

Hingegen schreibt er von Selbstheilungskräften des Körpers - sofern dieser in einem dazu fähigen Zustand ist. Das setzt gesundes Essen und Verhalten voraus.

Säure-Basen-Haushalt

Chronische Krankheiten und Schmerzen führen öfters zu schädlichem Konsum von Pillen, Suchtstoffen.© CC0, hastywords, pixabay
Dr. Twogood erklärt uns in "NO MILK", S. 55, dass Stoffe, die am Ort einer Verletzung eine Entzündung verursachen, meist sauer seien: "Wenn das Blut der Ernährung wegen saurer ist, dann fällt im Fall einer Verletzung die Entzündungsreaktion umso heftiger aus, was wiederum zu mehr Schmerzen führt."
Aber: Das Blut ist auf einem sehr konstanten pH-Wert gehalten, so dass wohl eher diese sauren Stoffe die Reaktion auslösen, nicht "saures Blut", wie man in Trivialliteratur of lesen kann.

Wikipedia zum Säure-Basen-Haushalt: Die Homöostase (siehe auch Physiologie) haltet den Ablauf der notwendigen Stoffwechselvorgänge bei einem pH-Wert von 7,4 (±0,05) im Blut aufrecht. Störungen im Säure-Basen-Haushalt des Körpers führen zu Azidose (Übersäuerung) oder Alkalose (Untersäuerung) und können sich lebensbedrohlich auswirken.

Unter Blutpuffer: Der eingestellte pH-Wert liegt bei 7,4 (7,35–7,45).

Das Blut im lebenden Menschen ist immer basisch.

Entzündungen und Schmerzen sind chemische Prozesse, die durch Anwesenheit von Allergenen und Toxinen - unter anderem bedingt durch schlechte Ernährungsgewohnheiten - falsch ablaufen und so ein Leiden chronifizieren lassen.

Chronische Schmerzen sind oft chemischen Ursprungs und nicht wie von vielen angenommen, physikalischen Ursprungs.

Der Autor nennt eine Liste häufiger Nahrungsmittel, die chronische Beschwerden begünstigen. An oberster/erster Stelle steht Milch und deren Produkte und Abkömmlinge, an zweiter Schokolade, gefolgt von Glutamat, Gluten und gewissen Arzneimitteln.

Dr. Twogood ratet zu Lebensmitteln ohne Etikett zur Inhaltsangabe, also natürlichen, möglichst unverarbeiteten Produkten. Dabei empfiehlt er eine ausgewogene Ernährung mit z.B. Früchten, Gemüsen, Eiern, Reis, Bohnen, Hafer (Hafergrützen), magerem Fleisch und Wasser.

Inhaltsverzeichnis und Klappentext

Inhaltsverzeichnis

"Do it now" - Beginnen Sie jetzt!

"Don't Eat Casein" - Essen Sie kein Casein (Kasein)

"Don't Eat Chocolate" - Essen Sie keine Schokolade

"Don't Eat Processed Foods" (MSG) - Essen Sie keine Fertigprodukte

"Just Say No To Drugs" - Nein zu Arzneien

"Don't Eat Gluten" - Essen Sie kein Gluten

"Don't Eat Restaurant Food" (MSG) - Essen Sie nicht im Gasthaus

"Move Your Body - A Lot" - Bewegen Sie Ihren Körper ausreichend

"Eat Only These Foods" - Essen Sie nur diese Nahrungsmittel

"No Smoking" - Seien Sie Nichtraucher

"The Good News" - Die gute Nachricht

"More Information" - Weitere Informationen

Klappentext

Dr. Daniel A. Twogood praktiziert seit 30 Jahren in eigener Praxis und hat dabei herausgefunden, dass chronischer Schmerz nicht gleich Schmerz ist.

Bei chronischen Schmerzen versagt die herkömmliche Medizin infolge falscher Behandlungsansätze, so Dr. Twogood. Chronische Schmerzzustände geht man oft wie Verletzungen an.

Falls sie es satt haben, weitere Tests und Behandlungen zu erleben, dann versuchen sie einen anderen Ansatz. Lesen Sie dieses gut verständliche Buch und Sie erfahren, wie Sie ihre chronischen Schmerzen verschwinden lassen könnten.

Foto von Buchrückseite: "Chronic Pain Gone 90 Days", Dr. Daniel Twogood.© CC-by-sa 2.0, Daniel Twogood

2. Buchbesprechung

Über Jahre hinweg haben uns Ärzte und Vertreter der Regierung weisgemacht, Milch sei unerlässlich für eine gute Gesundheit. Starke Knochen und Schutz vor Osteoporose seien Resultat eines ausreichenden Milchkonsums. Ohne genügenden Milch- und Milchproduktekonsum würden wir dahinwelken und sterben ... Das entspricht nicht der Wahrheit, das Gegenteil ist der Fall.

2.1. "Do it now" - Beginnen Sie jetzt!

Dr. Twogood betont: Probieren Sie nicht meine Instruktionen aus, denn probieren heisst nicht tun. Das gilt für alles, was man vornimmt: Fitnessübungen, Diät, sein Programm oder was auch immer muss man entweder überzeugt und mit vollem Willen durchstehen und nicht einfach mal ausprobieren wollen. Das funktioniert meist nicht.

Probieren Sie nicht meine Instruktionen aus, denn probieren heisst nicht tun. Er ist der Ansicht, dass eine Umstellung während drei Monaten nötig ist, um Erfolge zu erzielen und den Körper umstellen zu lassen.

Das stimmt mit zahlreichen weiteren Autoren überein und auch mit wissenschaftlichen Untersuchungen. Der Autor meint auch, dass man so etwas nicht hinausschieben sollte, wenn man davon überzeugt ist und weiss, dass man es durchziehen kann und will.

2.2. "Don't Eat Casein" - Essen Sie kein Casein (Kasein)

Collage von sechs verschiedenen Milchprodukten wie Käse und Milch.© CC-by-sa 2.0, Collage Catalina Sparleanu, PhD, PDPhotos,Julenka, Jilll111,Daria-Yakovleva

Amerikaner konsumieren so viel Kalzium und Milch / Milchprodukte wie kein anderes Land, schreibt der Autor. Trotzdem leiden Amerikanerinnen im Unterschied zu Chinesinnen besonders häufig an Osteoporose.

Hingegen haben Vegetarier (er meint veganer) weltweit starke Knochen, ohne dass sie Milch / Milchprodukte konsumieren oder sich zusätzlich mit Kalzium anreichern.

Veganer und Vegetarier ernähren sich in der westlichen Welt of falsch und haben darum dann oft keine Vorteile gegenüber der weiteren Bevölkerung.

Mehr Kenntnisse sind gefragt, um dann wirklich klar im Vorteil zu sein bezüglich Gesundheit und Leistungsvermögen.

Die Kalziumaufnahme im Dünndarm

Die Kalziumaufnahme im Dünndarm ist zum einen abhängig vom Verhältnis zu Phosphat (Ca/Ph-Ratio) sowie vom Proteingehalt der zugeführten Kost. Die Ca/Ph-Ratio beträgt optimalerweise 2:1. Bei proteinreicher Ernährung baut die Leber den Proteinüberschuss zu Harnstoff- und Stickstoffverbindungen ab. Die Niere scheidet dann diese Stoffe aus.

Da Harnstoff- und Stickstoffverbindungen harntreibend sind, schwemmen wir dann mehr Elektrolyte, unter anderem Kalzium, aus. Kuhmilch ist proteinreich und enthält nebst einem hohen Kalziumanteil auch viel Phosphat. Ihr Verzehr führt zu einer Kalzium-Negativbilanz.

Eine proteinreiche Ernährung sowie Phosphate in kohlensäurehaltigen Getränken verringern die körpereigenen Kalziumreserven. Damit sämtliche Körperabläufe optimal funktionieren, muss der Kalziumgehalt im Blut stets gleichmässig bleiben. Die Kalziumeinlagerung in die Knochen erfolgt über Osteoblasten, die Freilassung über Osteoklasten.

Der Grund für den schlechteren Zustand im Alter

Führt man dem Körper zu viel Kalzium zu, lagert der Körper den Überschuss in die Knochen ein, schreibt er stark vereinfachend und damit auch nicht in jedem Fall korrekt. In Ländern mit hohem Kalziumverzehr haben Junge starke und Alte sehr schwache Knochen. Aber der Autor unterscheidet mit dieser Aussage nicht zwischen Kalzium von Milchprodukten oder von pflanzlicher Herkunft, was ganz andere Resultate zeigt.

Der Grund für den schlechteren Zustand im Alter liegt nach ihm darin, dass wir mit dem Älterwerden unsere Fähigkeit zur Zellerneuerung verlieren.

Wenn wir unsere Osteoblasten durch eine zu hohe Kalziumzufuhr überbeanspruchen, dann kommen sie schneller zum Erliegen.

Auch wenn wir Milchprodukte hauptsächlich aus Kuhmilch konsumieren, sei darauf hingewiesen, dass jede Milch eines Säugers Casein enthält. Die Energieträger in Lebensmitteln bestehen aus Eiweissen, Fetten und Kohlenhydraten.

Casein (Kasein) findet sich vor allem in Milch und Milchprodukten und ist Hauptverursacher von chronischen Schmerzen, Arthritis, Fibromyalgie und Kopfschmerzen.

Bei Milch ist nicht der Fett- oder Kohlenhydratanteil massgebend für die Schmerzen, sondern das Protein, hier das Casein. Butter beispielsweise ist Milchfett und enthält kein Casein; (Teil-)entrahmte und Magermilch hingegen schon. Da sind eher die Fettsäuren das Problem.

Lactoseunverträglichkeit und Milchallergie

Eine Laktoseunverträglichkeit (Lactoseunverträglichkeit, Laktoseintoleranz) ist nicht gleich zu setzen mit einer Milchallergie. Beide treten unabhängig voneinander oder gemeinsam auf.

Bei einer Milchallergie ist nicht mit laktosefreier Milch geholfen, denn diese enthält weiterhin das für die Allergie ursächliche Casein.

Um chronische Schmerzen zu beseitigen, ist auf die Caseinzufuhr zu verzichten, denn es stellt das häufigste Nahrungsmittelallergen dar (Lebensmittelallergie, Nahrungsmittelunverträglichkeit).

Durch Casein verursachte Krankheitsbilder sind auf den Seiten 12 - 15 aufgelistet. Beispiele von eher versteckten Quellen sind Natriumcaseinat (sodium caseinate) in Cafee crème, Smoothies mit Milch oder Eiweisspulver (protein shake, booster) etc.

Wir lesen über einige Beispiele von Krankheitsbildern und Problemen, die man heute noch nicht auf Milch zurückführt. Darum sollten bei jedem Beispiel Gründe gelistet sein, damit das für alle glaubhaft wirken kann. Ein Beispiel dazu ist das Carpal Tunnel Syndrom. Die Erklärung dazu finden Sie in seinem Buch "No Milk" (Link führt zu unserer Besprechung).

Um Caseine zu vermeiden, verzichten Sie auf Milch, deren Produkte und/oder Abkömmlinge wie Natrium-/Kaliumcaseinat (Liste S. 16/17). Mayonnaise, Butter und Eier enthalten kein Casein.

2.3. "Don't Eat Chocolate" - Essen Sie keine Schokolade

Schokolade ist der stärkste Schmerzauslöser überhaupt. Selbst kleinste Mengen können erhebliche Beschwerden verursachen. Alle, die auf Casein in Milch(produkten) reagieren, tun dies auch nach Schokoladeverzehr; egal ob weisse-, Milch- oder dunkle Schokolade - ist die Feststellung des Autors.

Schokolade ist der stärkste Schmerzauslöser überhaupt.

Aus dem Buch "No Milk" wissen wir, dass alle Schokoladearten aus Zucker und Kakao bestehen; Milchschokolade zusätzlich aus Milch. In Kakao befindet sich unter anderem Theobromin, ein Stimulans, das gemeinsam mit Zucker heftige Schmerzen verursachen kann und kombiniert mit Milch einer der stärksten Schmerzauslöser ist. (Dr. Daniel A. Twogood, "NO MILK", S. 100)

"Elimination Diet"

Alfred, ein Freund in Kanada schrieb mir:

Meine Frau hat viele Jahre unter OA, also Osteoarthritis gelitten, zu Deutsch ist das Arthrose. Das gab eigentlich auch den Anlass für intensives Studium im Internet (und führte zu Dr. John McDougall und anderen). Durch die vorgeschlagene "elimination diet" stellte sie fest, dass alles, was, wenn auch nur in geringen Mengen, Milchprodukte enthält, bei ihr zu Gelenkschmerzen führt. Das trifft leider auch beim allfälligen "Schokolädli" zu. Mein Gaumen freut sich darüber!

Das zeigt, die einen leiden nach einem kleinen Stück Schokolade, andere können sogar viel davon essen, ohne Beeinträchtigungen zu spüren - oder sie können das nicht zuordnen.

2.4. "Don't Eat Processed Foods" (Mainly to avoid MSG) - Essen Sie keine Fertigprodukte

Zwei Personen im Lebensmittelverarbeitungsraum: Verarbeitetes Essen ist roter Pfeffer als Pulver.© CC0, ecoyou, Pixabay

Es ist höchste Zeit für Ärzte nachzufragen, was Sie essen, schreibt der Autor auf Seite 101 oben. Doch ist das Wunschdenken, denn Ärzte kennen sich im Allgemeinen gar nicht aus bezüglich Ernährung. Die Ausbildung sieht das nicht vor.

Fertiggerichte beinhalten viele chemische Substanzen die für gewisse Menschen giftig, gefährlich oder fragwürdig sein können.

(Mononatrium-)Glutamat und Aspartam sind Substanzen, die Schmerzen verursachen können. Mononatriumglutamat (Natriumglutamat, MNG, engl. MSG) wirkt als Geschmacksverstärker und kommt heutzutage hauptsächlich in Fertigprodukten vor. Siehe auch Glutaminsäure.

Mononatriumglutamat ist ein sehr wirksames Nervengift

Seetang enthält natürlicherweise Mononatriumglutamat, was die Japaner schon vor tausenden von Jahren entdeckten. 1909 gelang es Kikunea Ikeda, dem Seetang jenes chemische Bestandteil abzutrennen, das für die starke Geschmacksempfindung verantwortlich ist, nämlich die Aminosäure Glutamat, die kombiniert mit Natrium ein Salz ergibt. Dafür erhielt er 1909 das Schutzrecht.

Bis 1948 gelang es den Japanern nicht, einen Abnehmer für Mononatriumglutamat zu finden. Erst die Bekanntgabe, dass Mononatriumglutamat als Nebenwirkung sozusagen den Beigeschmack von Dosen-Fertigprodukten beseitigt, brachte das Geschäft in Gang.

Bisherige Tierversuche zeigten, dass Mononatriumglutamat ein sehr wirksames Nervengift ist, das nach Kontakt mit Nervenzellen sofort zu deren Anschwellung führt.

Grosser Schaden widerfährt den Dendriten (=Zellfortsätzen), die die elektrischen Impulse zu anderen Nervenzellen weiterleiten. Wenn das Zentralnervensystem betroffen ist, sind sämtliche neurologischen Ausfälle möglich. Das können generalisierte Schmerzen, Verdauungs-, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen oder eine Demenz sein.

Toxine (Gifte) wirken Dosis-abhängig: Wenn Toxine nach Verzehr, Inhalation oder Infusion in die Blutbahn gelangen, haben sie Zugang zu den Organen. Kleine Menge = geringe Reaktion; Grosse Menge = heftige Reaktion oder Tod.

Toxin (Giftstoff ist weiss) der Wolfsmilch (Euphorbia spec.) auf schwarzem Hintergrund.© CC-by-sa 3.0, Fritz Geller-Grimm, Wikipedia
Bild zeigt den giftigen Saft von der Euphorbia spec., auch Wolfsmilch genannt (Weihnachtsstern ist weniger giftig). Ob das Bild eine Euphorbia spec. zeigt, bezweifle ich, da spec. bei Indonesien vorkommt (Patikan jawa merah) und anders aussieht.

Reine Gewürze wie Salz, Pfeffer, Fenchel, Kümmel, Liebstöckel, Rosmarin etc. enthalten kein Glutamat. Lebensmittelhersteller verbergen Glutamat hinter anderen Namen wie hydrolysierte Proteine (hydrolisierte), Hefeextrakte, Natürliche Aromen, Gewürze oder Proteinabkömmlinge. Steht auf einem Fertigprodukt "keine Geschmacksverstärker", dann bestehen gute Chancen auf Wahrheit. Steht hingegen "keine zusätzlichen Geschmacksverstärker", dann beinhaltet das Produkt bereits Glutamat oder Ähnliches, ihm wird aber nichts zusätzliches beigemengt.

Aspartam findet sich hauptsächlich in Diät-/Light-Produkten, Limonaden, Kaugummis und Süssstoffen. Obwohl es kein Zucker ist, stimuliert es die Geschmacksknospen für Süsses, ähnlich einer geschmacklichen Halluzination, enthält aber keine Kalorien. Der Glaube, dass Aspartam ideal ist um Gewicht zu verlieren, ist falsch.

Der Konsum von Nerventoxinen (Nervengift, Neurotoxine) birgt viel mehr Risiken als Nutzen. Ein strikter Glutamat- und Aspartamverzicht ist massgebend für die Genesung chronischer Schmerzen.

Daher meiden sie Produkte mit einem Etikett zur Inhaltsangabe. Viele Nahrungszusätze wie eben Glutamat und Aspartam sind ungesund und/oder gefährlich, wie Tierversuche zeigen. Trotzdem werden sie von Lebensmittelüberwachungsbehörden als bedenkenlos eingestuft. (Krankheitsbilder S. 23/24)

2.5. "Just Say No To Drugs" - Nein zu Arzneien

Arzneimittel sind potentielle Gifte, die ein im Ungleichgewicht befindliches System zusätzlich verstören.

Ein krankes Organ sollten wir durch das Abziehen des verursachenden Toxins und nicht durch Zugabe eines Weiteren wieder ins Gleichgewicht bringen.

Anmerkung: Die Praxis ist aber ganz anders, da es sehr schwer ist, die eigentliche Ursache zu finden. Zudem würden bei Vorschlag auf einen Verzicht auf ein geliebtes Nahrungsmittel die meisten Patienten nicht mitmachen.

Beispiele zum Thema

Cholesterin produziert auch der Körper und gibt den Stoff in die Blutbahn ab, um unter anderem beschädigte Gefässwände zu reparieren. Isst oder trinkt man aber viel tierisches Eiweiss (Fleisch, Milch etc.), dann leidet der Körper, zumindest wenn der Cholesterinspiegel im Blut höher ist als bei überwiegend vegan lebenden Menschen. Er leidet also auch schon bei heutigen Normalwerten, welche die Medizin am Durchschnitt der "gesunden Bevölkerung" misst. Ab einem bestimmten Wert nennt man einen zu hohen Cholesterinspiegel Hypercholesterinämie.

Genetisch reagieren Menschen sehr unterschiedlich auf Zufuhr von Nahrungsmittel-Cholesterin. Auch die Eigenproduktion ist genetisch unterschiedlich. Der Autor schreibt dazu aber lediglich: Vermeiden Sie Cholesterinsenkungsmittel, denn sie können chronische Schmerzen bringen. Ändern Sie dafür Ihre Essgewohnheiten. Dabei zählt er Produkte auf und verweist auf typische Nebenwirkungen wie Schwäche und Taubheit in Beinen und Füssen.

Zudem schreibt der Autor, dass Statine wohl den Blutdruck (manchmal zu stark) senken aber das Risiko für Herzkreislaufprobleme nicht so reduzieren wie erhofft. Zudem können die Statine Leberschäden und Muskelschmerzen verursachen.

Übrigens: Leinsamen, z.B. im glutenfreien Erb-Müesli zum Frühstück, mit dem besonders hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und die löslichen Ballaststoffe in diesem Müesli, aber auch Artischocken oder Knoblauch helfen die Blutfettwerte zu verbessern und die Cholesterinaufnahme zu vermindern. Die zusätzlich notwendige Massnahme ist sportliche Aktivität.

Familiäre Hypercholesterinämie

5 x 4 mm Xanthelasma über dem rechten Auge. Etwa nach 1 Jahr nach dem ersten Auftreten fotografiert.© CC-by-sa 3.0, Bobtheowl2, Wikipedia
Es gibt aber Krankheiten, bei denen eine Person auf senkende Mittel angewiesen ist. Die häufigste heisst familiäre Hypercholesterinämie bzw. genau heterozygote familiäre Hypercholesterinämie (HeFH) mit einem Vorkommen in 2 Personen pro tausend Personen.

Redaktion: Ursache und Wirkung - einfach erklärt

Im Blut vorhandene Allergene und/oder Toxine führen zu Entzündungen, was Gefässe beschädigt. Zigarettenrauchen führt zu vielen Gesundheitsproblemen, z.B. zu entzündeten Arterien. Hauptverursacher arterieller Entzündungen ist jedoch die Xanthinoxidase. Xanthinoxidase findet sich beispielsweise in der Zellmembran von Milchfetten.

Xanthinoxidase frisst Löcher in Gefässwände

Durch das Homogenisieren von Milch zerkleinert man die darin enthaltenen Fette mittels hohem Druck und vereinheitlicht sie in der Grösse. Dies bewirkt, dass Milch weniger aufrahmt.

Ursprünglich sind die Milchfette grösser und uneinheitlicher. Verdauungsenzyme können die Milchfette so besser aufspalten und die Xanthinoxidase enthüllen. Danach zerstört der Darm diese enthüllten Milchfette.

Bei homogenisierter Milch sind die Milchfette einheitlich gross, wodurch sie ohne vorherige Aufspaltung von der Darmwand aufgenommen und mit der darin befindlichen Xanthinoxidase in die Blutbahn gelangen. Xanthinoxidase frisst Löcher in Gefässwände.

Um die Schäden zu beheben sendet der Organismus mehr Cholesterin in die Blutbahn.

Eine Statintherapie zur Senkung des Cholesterinspiegels bewirkt eine unzureichende Reparatur der Gefässdefekte. Im Fall von "Fosama.." einer Arznei zur Behandlung von Osteoporose, setzt das die Osteoklastenaktivität (Osteoklast) herab. Ein Fehler, denn Osteoklasten benötigt der Körper, um Kalzium jederzeit für den Körper bereit zu stellen.

Der effektivste Weg, starke Knochen zu behalten, liegt in folgenden drei Punkten: Proteinzufuhr drosseln, keine Kohlensäurehaltige Getränke trinken und regelmässiges Gehen.

Osteoporose und zu hohe Cholesterinwerte sind verhütbar. Uns wird weisgemacht, dass obige Probleme nur medikamentös therapierbar sind. Die Lösung liegt in einer wirklich gesunden Ernährung und ausreichender Bewegung mit Belastungen der Knochen.

2.6. "Don't Eat Gluten" - Essen Sie kein Gluten

Nach Casein ist Gluten das zweithäufigste Allergen. Die meisten Verdauungsprobleme sind durch Casein in Milch(produkten) und Gluten verursacht, das gemäss Twogood in Weizen, Gerste, Roggen und Dinkel vorkommt.

Allerdings enthalten auch Grünkern (halbreif geernteter Dinkel), Khorsan-Weizen (eine alte Sorte des Sommerweizens, bzw. Hybride des Hartweizen z.B. Marke Kamut) und Einkorn (Blicken, Kleiner Spelz) Gluten.

Hafer (Avena, Saat-Hafer), eines der gesündesten Getreide, enthält normalerweise kleinere Mengen von Gluten.

Wer Getreide vermeiden will, findet Rezepte mit Quinoa, Hirse, Leinsamen, Sesam, Buchweizen etc. wie z.B. im glutenfreien und laktosefreien Erb-Müseli.

Einfache Quinoa-Suppe in Teller - siehe Rezepte auf diet-health.info..© CC0, Logga Wiggler, pixabay

Dass Kuhmilch für den Menschen nicht gesund ist, ergibt Sinn. Denn Kuhmilch ist alleinig da, um Milchkälber (Kalb) zu ernähren. Doch Weizen ist doch unser täglich Brot!

Warum zählt Gluten zu den häufigsten Allergenen?

Der ursprüngliche Weizen aus dem Mittleren Osten war gut für uns Menschen. Doch über die Jahre wurde Weizen vielfach durch Kreuz- und Hybridzüchtungen verändert.

Norman Borlaug gelang 1950 die Züchtung eines "Hochleistungsweizens", wofür er den Nobelpreis bekam.

Über Röntgenstrahlen schaffte er es, den Weizen resistenter und ertragreicher wachsen zu lassen, was Hungersnöte vermied oder verminderte.

Viele Konsumenten tolerieren jedoch die neue Weizenart nicht. Sie überschreitet bei ihnen die Glutentoleranz und schädigt langsam den Dünndarm. Auch durch den vermehrten Konsum von Getreideprodukten wie Brot, Teigwaren und Pizza kommt Glutenintoleranz vier Mal häufiger als ca. 1950 vor. (Krankheitsbilder S. 34 unten).

Stärkehaltige Alternativen zu Gluten sind auf Seite 34 aufgeführt.

2.7. "Don't Eat Restaurant Food" (Mainly to avoid MSG) - Essen Sie nicht im Gasthaus

Darüber gibt es nur eine Seite mit wenigen Schlagworten wie: Von Dritten zubereitete Lebensmittel sind gesundheitsgefährdend. Um den Überblick über die Zutaten zu behalten, bereiten Sie Ihr Essen am besten in der Familie zu.

2.8. "Move Your Body - A Lot" - Bewegen Sie Ihren Körper ausreichend

Um chronische Schmerzen zu verhindern, sollte man in Bewegung bleiben, denn Immobilität führt zu Gegenteiligem. Es finden sich einige Tipps, wie man auch bei sitzender Arbeit in Bewegung bleiben kann.

Der Kernsatz ist wohl: Sie sollten gehen, um das Leben geniessen zu können. Bleiben Sie beim Gehen und Sie können immer gehen.

2.9. "Eat Only These Foods" - Essen Sie nur diese Nahrungsmittel

Auch diese Überschrift enthält nur eine Seite (39) in Form dieser Aufzählung: Früchte, Gemüse, Reis, Reisnudeln, Bohnen, Eier, ungesalzene Nüsse, "reines Fleisch", ungewürzte Maisflocken (corn flakes, corn chips), ungewürzte Kartoffelchips, Haferflocken und/oder Grits.

Grits ist eine Speise aus grobem Griess, in seinem Fall natürlich nicht aus Weizen, sondern aus Mais. Grütze von Mais ist besonders in den amerikanischen Südstaaten beliebt. Grits ist verwandt mit Polenta.

Die Masse der Menschen kann nicht vom Fleisch lassen

Zwei hübsche Mäuse knabbern an einem Maiskolben, dahinter anderes Gemüse am Boden.© CC0, domeckopol, pixabay
Die Masse der Menschen kann nicht vom Fleisch lassen, das aus gesundheitlichen Gründen in sehr kleinen Mengen auch normalerweise nicht schädlich ist, also hat er auch Fleisch erwähnt. Wer für das Tierwohl und die Umwelt eintritt, wird das wohl lassen ...

Als Getränk nennt Dr. Twogood: Wasser, Kräutertee, Fruchtsäfte und pflanzenbasierende Milch, also aus Reis, Mandeln, Kokosnuss oder Soja.

Mit dieser Aufzählung will er wohl einer grösseren Masse etwas anbieten, was sie wohl gerade noch so schafft, doch eine striktere Diät wohl nicht. Trotzdem erstaunt doch, dass er Fisch nicht erwähnt. Er geht auch nicht auf die vielen Arten von Samen ein, die z.B. die gesunden Fettsäuren bringen, wie das glutenfreie Erb-Müesli das berücksichtigt.

2.10. "No Smoking" - Seien Sie Nichtraucher

Seite 40 schreibt der Autor: Das Inhalieren von Rauch vermasselt alles. Sarkastisch meint er, dass der Körper eines Rauchers nicht genug Sauerstoff bekommt, so dass ihn viel später einmal eine Flasche Sauerstoff begleiten muss.

Damit spielt er auf die Personen an, die das Rauchen ohne Krebs überleben aber doch ihr System so geschädigt haben, dass sie ständig Sauerstoff in die Nase bekommen müssen, um weiterleben zu können.

Er erinnert, dass im Jahr 1994 die Tabakindustrie die chemischen Inhaltsstoffe ihrer Produkte offenlegen mussten und dabei 599 Substanzen listen mussten.

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