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Natternkopf (Echium)

Der Natternkopf (Echium) hat eine borstige Behaarung und ist reich an ungesättigten Fettsäuren. Vom Verzehr raten wir ab, da potenziell gesundheitsschädlich.
Aufgrund mangelhafter Informationen zu den Nährstoffen der Zutat haben wir nur vertrauenswürdige Werte in die Nährwerttabelle aufgenommen.
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Makronährstoff Kohlenhydrate 0%
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Makronährstoff Proteine 0%
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Makronährstoff Fette 0%
Ω-6 (LA, <0.1g)
Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA)
 : Ω-3 (ALA, <0.1g)
Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA)
 = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.
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Piktogramm Nährstofftabellen

Den Natternkopf (Echium) kann man aufgrund seiner Inhaltsstoffe ähnlich wie Beinwell verwenden. Seine farbintensiven Blüten locken viele Bienen und andere Insekten an.

Verwendung in der Küche:

Ist Natternkopf essbar? Natternkopf, Beinwell, Borretsch, Huflattich, Pestwurz, Lungenkraut und Steinsamen haben drei Dinge gemeinsam: Sie sind traditionelle Heilpflanzen und ehemalige Nahrungspflanzen, enthalten jedoch auch lebertoxische Alkaloide. Einst hielt man einen gelegentlichen Verzehr von geringen Mengen für unbedenklich, nun rät man davon ab.

Veganes Rezept mit Natternkopf:

Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) empfiehlt, auf den Konsum von Lebensmitteln mit Pyrrolizidinalkaloiden (PA) zu verzichten. Deshalb stellen wir für den Natternkopf auch kein veganes Rezept vor - wie sonst bei den Zutaten.

Einkauf - wo kaufen?

Natternkopf-Samen kann man online oder im Fachhandel kaufen.

Bei Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka oder Hofer sowie in den Bio-Supermärkten Denns und Alnatura haben wir bisher keine Natternkopf-Produkte gefunden.

Echium-Öl aus den Samen vom Wegerichblättrigen Natternkopf (Echium plantagineum) ist als neuartiges Lebensmittel zugelassen und muss einen Mindestgehalt von 10 Gewicht-% der Gesamtfettsäuren an Stearidonsäure enthalten (gehört zu den mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, siehe weiter unten). Der Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden darf nicht nachweisbar sein (Nachweisgrenze von 4 μg/kg).2 Trotzdem besteht die Gefahr, dass gesundheitsschädliche Pyrrolizidinalkaloide (PA) enthalten sein können.1

1992 reglementierte das Bundesgesundheitsamt (BGA) in Berlin strikt die Zulassung und das Inverkehrbringen von PA-haltigen Arzneimitteln, worunter insbesondere bestimmte Heilpflanzen und ihre Zubereitungen fallen. Als Arzneimittel sind seither nur noch Zubereitungen zugelassen, deren Tagesdosis weniger als 100 µg PA (für die äussere Anwendung) und 1 µg PA (innere Anwendung) enthalten. Sinngemäss gilt diese Regelung auch für das Öl des Natternkopfs.1

Fertigpräparate oder Kapseln mit Echium-Öl erhält man in Apotheken. Hier trägt der Apotheker die Verantwortung, dass er nur PA-freie Produkte abgibt.1

Wild zu finden - Saison:

Natternkopf-Arten (Natternköpfe) sind ein- oder mehrjährige, krautige Pflanzen, die eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erreichen können. Charakteristisch für die oberirdischen Pflanzenteile ist die meist borstige Behaarung. Den Winter überdauern sie mithilfe ihrer tiefen Pfahlwurzeln.3

Die Borsten des Gewöhnlichen Natternkopfs (Echium vulgare) sind kurz und steif und am Grund knotig verdickt. Die Blätter sind lanzettlich geformt und erreichen Längen von bis zu 10 Zentimetern. Wann blüht der Natternkopf? Die Blütezeit (Saison) reicht von Mai bis Oktober. Die Blütenblätter sind zunächst rosafarben bis violett, später färben sie sich blau bis himmelblau.3

Der Wegerichblättrige Natternkopf (Echium plantagineum) erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 60 Zentimetern und die oberirdischen Pflanzenteile sind mit einer weichborstigen Behaarung überzogen. Die länglich-eiförmigen Blätter sind langgestielt und in einer wegerichähnlichen Rosette angeordnet. Die Blütezeit liegt in den Monaten April bis Juli. Die trichterförmigen, breiten Blüten sind blau und später purpurrosa.4

Echium-Arten findet man auf trockenen Brachflächen, sandigen Böden, Trockenrasen, an steinigen Ufern, Bahndämmen, flachgründigen Böschungen, Mauern, in Steinbrüchen, Kiesgruben sowie in Ruderal-, Acker- und Unkrautgesellschaften.3,5

Lagerung:

Gut getrocknete Natternkopf-Wurzeln sollte man in mit Küchenpapier ausgelegten Gläsern oder Pappschachteln aufbewahren. Selbst eine geringe Restfeuchtigkeit kann die Wurzeln zum Schimmeln bringen. Gefässe aus Plastik oder Metall eignen sich nicht für die Aufbewahrung der Natternkopf-Wurzeln, da diese bei Berührung mit Metall das Allantoin abbauen.6

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien:

Zu den Inhaltsstoffen des Natternkopfs zählen Anthocyane, Allantoin (ca. 1,2 %), Cholin, Bornesit, Alkannine, Schleimstoffe und ein Gesamtgehalt von 0,12 % an Alkaloiden. Die Alkaloide kommen in allen Pflanzenteilen in recht hohen Konzentrationen vor.1,5,7 Darunter fallen auch die beiden Pyrrolizidinalkaloide Consolidin und Heliosupin.5

Echium-Arten enthalten hohe Mengen an verschiedenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die Ölzusammensetzung der Echium-Arten ist ähnlich. Besonders hervorzuheben ist die Stearidonsäure9, die man in dieser Konzentration nur in Fischölen vorfindet.8

Der absolute Ölgehalt der Samen des Gewöhnlichen Natternkopfs (Echium vulgare) beträgt 22 %. Das Fettsäuremuster des Echium-Samenöls (Echium plantagineum) setzt sich u.a. aus 28 % α-Linolensäure (ALA), 12 % Stearidonsäure (STA), 18 % Linolsäure (LA), 12 % γ-Linolensäure (GLA) und 17 % Ölsäure zusammen.8

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Stearidonsäure hat positive Auswirkungen auf den Hautstoffwechsel (z.B. bei Akne, Sonnenschäden, Hautalterung) und auf Entzündungsprozesse. Auch in der Begleittherapie von Prostata- und Darmkrebs sowie in Therapie und Vorbeugung von neurologischen Störungen kommt Stearidonsäure-reiches Öl zum Einsatz.5,9 Stearidonsäurereiches Öl pflanzlicher Herkunft gewinnt man bislang hauptsächlich aus Natternkopf-Öl.9

Die medizinischen Hauptwirkstoffe des Natternkopfs sind Allantoin und Cholin. Chemisch hergestelltes Allantoin ist heute ein wichtiger Bestandteil von Cremes sowie von Arzneimitteln, z.B. zur Wundbehandlung oder für die Auflockerung der Haut zur Penetration der Wirkstoffe.

Allantoin löst Wundsekrete auf, verflüssigt Eiter und regt zur Gewebeneubildung an. Der durch Allantoin begünstigte Flüssigkeitsabstrom aus der Wundfläche dient auch zur Ausspülung von Keimen und Bakterientoxinen.22

Cholin fördert die Durchblutung, insbesondere die Mehrdurchblutung des verletzten Gewebes. Der Wirkstoff reduziert den Austritt von Gewebsflüssigkeit und damit die Ausbildung von Ödemen und lässt Hämatome (Blutergüsse) rascher verschwinden.22

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Ist Natternkopf giftig? Natternkopf enthält potenziell gesundheitsschädliche Pyrrolizidinalkaloide. Von den bisher 660 allgemein in Pflanzen vorkommenden identifizierten Pyrrolizidinalkaloiden (PA) sind etwa 95 hepatotoxisch (lebertoxisch), pneumotoxisch (lungentoxisch), genotoxisch (erbgutverändernd), teratogen (fehlbildend), mutagen (genverändernd) und karzinogen (krebserregend). Ihre Lebertoxizität äussert sich akut im Verschluss von Lebervenen, langfristig in der Ausbildung einer Leberzirrhose und von Lebertumoren. Die Leber ist das primäre Zielorgan PA-bedingter Schädigungen, doch auch andere Organe wie die Lunge können betroffen sein.11,12,13

Da man für erbgutverändernde (genotoxische) und krebsauslösende (kanzerogene) Stoffe keine sichere Aufnahmemenge definieren kann, sollten in Lebensmitteln so wenig wie möglich PA vorkommen. Bereits geringe Aufnahmemengen können, vor allem bei regelmässigem Verzehr, das Krebsrisiko erhöhen. Kräuter wie Beinwell, Borretsch oder Natternkopf, die selbst PA bilden können, führen zu einer hohen Exposition.12 Hier ist das Risiko durch Vorsichtsmassnahmen bzw. durch Verzicht am besten kontrollierbar.14

In der Literatur gibt es zahlreiche dokumentierte Fälle von Vergiftungen durch PA-haltige Pflanzen bzw. PA-kontaminierte Lebensmittel. Das können z.B. Honig, Kräutertees, Kräuter, Gewürze, Salat, Nahrungsergänzungsmittel und in Drittweltländern verunreinigtes Getreide sein. Während schwere Vergiftungen häufig tödlich verlaufen, ist bei leichteren Vergiftungen eine vollständige Erholung möglich.11,12,14

Die PA-bildenden Natternköpfe stellen eine Kontaminationsquelle für Honig und für die als Nahrungsergänzungsmittel verkauften Pollen-Produkte dar.11,15 Im Honig vom Wegerichblättrigen Natternkopf (Echium plantagineum) mass man PA-Gehalte von bis zu 950 μg/kg bzw. 2'634 μg/kg. In Honig vom Gewöhnlichen Natternkopf (Echium vulgare) waren es PA-Werte zwischen 1'263 μg/kg und 2'850 μg/kg.10

Auch das aus den Samen gewonnene Öl kann geringe Mengen an PA enthalten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) legte deswegen einen gesundheitlichen Richtwert von 0,1 µ/kg/d fest. Bei einer Exposition mit dieser Menge PA muss man mit keinen akuten Gesundheitsschäden rechnen. Untersuchungen von Nahrungsergänzungsmitteln zeigen, dass botanische Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzenmaterial von PA-Bildnern höchste Konzentrationen an PA aufweisen. Dahingegen sind laut BfR ölbasierte Nahrungsergänzungsmittel von PA-bildenden Pflanzen frei von PA.16

Der Natternkopf ist durch den Gehalt an Consolidin und durch Pyrrolizidinalkaloide auch für Nutztiere und Nager (z.B. Kaninchen) giftig. Pferde sterben etwa sechs Monate nach dem Verzehr der Pflanze.4,7,14

Verwendung als Heilpflanze:

Der Natternkopf spielt aktuell weder in der traditionellen Heilpflanzenkunde noch in der Schulmedizin eine Rolle. Inhaltsstoffe wie Allantoin, Cholin oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren schliessen eine Wirkung nicht aus. Jedoch existieren kaum wissenschaftliche Belege oder Monografien - weder vom Dachverband nationaler europäischer Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP / European Scientific Cooperative on Phytotherapy) noch vom Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC / Committee on Herbal Medicinal Products).

Volksmedizin - Naturheilkunde:

Natternkopf-Wurzeln verwendet man ähnlich wie die Wurzeln des Beinwells (Symphytum officinale) - aufgrund der toxischen Pyrrolizidinalkaloide ausschliesslich äusserlich und auf intakter Haut. Die Wurzeln beider Pflanzen verfügen über Allantoin und Cholin, was ihnen eine vergleichbare Heilwirkung verschafft. Im Gegensatz zum Beinwell, den der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) als traditionelles Arzneimittel einstuft,7 ist die Bedeutung des Natternkopfs minimal.

Aus den Natternkopf-Wurzeln kann man Salben oder Breiumschläge zur Linderung von Verletzungen des Bewegungsapparats und von Hautproblemen herstellen.5,9 In Grossbritannien verwendete man die Pflanze äusserlich bei Schwellungen und Wunden.1 Anwendungen mit Natternkopf-Wurzeln sind heute jedoch nicht mehr gebräuchlich.7

Wie Sie Natternkopf-Wurzeln sicher anwenden können, lesen Sie in unserem Beitrag über Beinwell (Wallwurz) (unter: "Verwendung als Heilpflanze"). Eine empfehlenswerte Alternative sind Beinwell-Wurzel-Präparate von Pyrrolizidinalkaloid-freien Pflanzenhybriden, die Sie in der Apotheke erhalten.

Früher bereitete man traditionell aus wurzelnah gewachsenen Blättern einen hustenstillenden, schweisstreibenden, harntreibenden und blutreinigenden Tee (40 g/l) für die innere Anwendung zu.5, 7, 17 In Grossbritannien verwendete man den Aufguss der Natternkopf-Blätter als kühlendes Kräftigungsmittel bei Fieber und als mildes Beruhigungsmittel.1

Beachten Sie, dass innerliche Anwendungen sowie die Verwendung auf verletzter oder gebrochener Haut heute nicht mehr empfohlen sind (siehe weiter oben).

Vorkommen - Herkunft:

Die meisten der etwa 65 Echium-Arten kommen in Nordafrika, Vorderasien und Europa vor. 28 Arten findet man gemäss Wikipedia ausschliesslich auf Madeira, den Kanaren und den Kapverden.18

Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) ist in Europa und Westasien verbreitet, beispielsweise in ganz Deutschland.3

Beim Wegerichblättrigen Natternkopf (Echium plantagineum) handelt es sich um eine im gesamten Mittelmeerraum, in Teilen Westeuropas sowie auf den Kanaren, Azoren und Madeira beheimatete mediterrane Art. In Nordamerika und Australien gilt der Wegerichblättrige Natternkopf als schädlicher Neophyt.4

Anbau im Garten oder als Topfpflanze:

Der Natternkopf ist eine empfehlenswerte Pflanze für Steingärten und Trockenmauern.19 Zum Anbauen verwendet man Setzlinge oder Samen. Wann Natternkopf säen? Die Samen sät man im Frühjahr oder im Spätsommer bis Herbst direkt ins Freiland oder als Topfpflanze in tiefe Kübel.20

Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen und trockenen Standort. Der Boden sollte gut durchlässig, sandig, locker, tiefgründig sowie nährstoffarm und nach Möglichkeit kalkhaltig sein.20

Als Dunkelkeimer bedeckt man die Samen mit 2 bis 3 cm Erde. Im kühlen Freiland beginnen sie nach etwa sechs Wochen bei Temperaturen zwischen 10 und 15 °C zu keimen.20

Topfpflanzen düngt man alle zwei bis drei Wochen mit einem herkömmlichen Blumendünger und giesst sie (bevorzugt mit kalkhaltigem Leitungswasser), wenn die Erde oben gut abgetrocknet ist. Freiland-Pflanzen hingegen brauchen keine weitere Pflege.21 Mehltau ist eine typische Krankheit, von der die Blätter und Stängel betroffen sein können.

Möchte man die Selbstaussaat der Pflanze verhindern, schneidet man die Blütenstände ab, sobald sie verwelkt sind.21

Der Gewöhnliche Natternkopf ist winterhart. Arten aus wärmeren Regionen zieht man in Kübeln, damit man sie frostfrei und an einem hellen Ort überwintern kann.21

Tipp: Berührungen der Blätter können Hautreizungen verursachen. Bei sensibler Haut sollte man beim Umgang mit dem Natternkopf Handschuhe tragen.21

Anbau - Ernte:

Als Nachteil des kommerziellen Anbaus gilt die nicht besonders ertragreiche Ernte. Jede Blüte produziert maximal vier Samen, die direkt auf den Boden fallen und so die Ernte erschweren. Hauptanbauregionen des Natternkopfs sind Grossbritannien (Südengland), Kontinentaleuropa, Nordamerika, Australien, Neuseeland und Südafrika.1,9

Verwechslungsgefahr:

Gelegentlich kommen Verwechslungen mit der Gemeinen Ochsenzunge (Anchusa officinalis) vor, die ebenfalls zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) gehört und Pyrrolizidinalkaloide enthält.3

Tierschutz - Artenschutz - Tierwohl:

Der Natternkopf ist eine wichtige Bienenpflanze. Dabei sind die herausragenden Griffel und Staubblätter für die Blütenbestäuber ein idealer Landeplatz. Diesen fliegen die Insekten interessanterweise verstärkt gegen 15 Uhr an. Zu den häufigen Besuchern zählen neben Bienen und Schwebfliegen mehr als 40 Schmetterlingsarten.3,19

Die Blütezeit fällt in die Monate von Juni bis September, weshalb man von Hochsommertracht spricht. Tracht umschliesst das gesamte Nahrungsangebot einer Blüte für Insekten, also Nektar, Pollen und Honigtau. Der Nektarwert des Gewöhnlichen Natternkopfs ist hoch und der Pollenwert mittel (Skala Nektarwert und Pollenwert: kein, gering, mittel, hoch, sehr hoch). Die frisch aufgeblühten, rötlichen Blüten sind besonders nektarreich. Bis zu 429 kg/ha Honigertrag sind auf Flächen mit Natternkopf pro Blühsaison möglich.3,19

Allgemeine Informationen:

Die Pflanzengattung der Natternköpfe (Echium) umfasst 65 Arten und gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).3

Der Gattungsname Natternkopf stammt von den auffallenden Griffeln im Blütenkelch, deren Enden wie Schlangenzungen gespalten sind.3

In Mitteleuropa trifft man am häufigsten den blau blühenden Gewöhnlichen Natternkopf bzw. Blauen Natternkopf (Echium vulgare) an.18 Der Wegerichblättrige Natternkopf (Echium plantagineum) ist eine weitere bekannte Art der Natternköpfe (Echium).4

Alternative Namen:

Im deutschsprachigen Raum kennt der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) zahlreiche Alternativnamen wie Blauer Heinrich, Himmelbrand (Österreich), Starrer Hansl (Österreich), Eisenhart (Eifel bei Altenahr), Frauenkrieg (Schlesien), Stolzer Heinrich (Obersachsen), Knohf (Eifel bei Dreis), Natterkopf, Natterkraut, Wild Ochsenzung, Otterkopf, Quäkerkutt, Saurüssel (Österreich), Schlangenhaupt, Steinzungenwurz, falscher Wayd, Weiberkrieg oder Zwongkrokt (Siebenbürgen).3

Für den Wegerichblättrigen Natternkopf (Echium plantagineum) bestehen wenige regionale Bezeichnungen wie Wegerich-Natternkopf oder Ochsenmaul (Mark Brandenburg).4

Auf Englisch bezeichnet man den Gewöhnlichen Natternkopf als viper's bugloss oder blueweed und den Wegerichblättrigen Natternkopf als Paterson's curse, Patterson's curse, Salvation Jane oder purple viper's bugloss.

Literatur - Quellen:

22 Quellenangaben

In der Wissenschaft ist Wikipedia (wiki) als Quelle umstritten, auch weil bei Wikipedia Angaben zur zitierten Literatur bzw. zu Autoren häufig fehlen oder nicht verlässlich sind. Unsere Beschreibung und Piktogramme für Nährwerte enthalten kcal (1 kcal = 4.19 kJ).

  1. deutsche-apotheker-zeitung.de Nahrungsergänzungsmittel. DAZ 2001, Nr. 5, S. 56, 28.01.2001.
  2. mobil.bfr.bund.de Amtsblatt der Europäischen Union. Entscheidung der Kommission vom 27. Juni 2008 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von raffiniertem Echium-Öl als neuartige Lebensmittelzutat im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates. Aktenzeichen K(2008) 3049.
  3. Wikipedia Gewöhnlicher Natternkopf.
  4. Wikipedia Wegerichblättriger Natternkopf.
  5. Fleischhauer, S. G., Guthmann, J., Spiegelberger, R. Enzyklopädie. Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. 1. Auflage; 2013. Aarau: AT Verlag.
  6. Rechenburg, Liesa. Dort oben sehe ich euch wachsen. Heilkräuter aus den Bergen – finden und anwenden. 1. Auflage. Innsbruck; 2019. Löwenzahn Verlag.
  7. awl.ch Natternkopf – Echium vulgare.
  8. Ebermann R, Elmadfa I. Lehrbuch Lebensmittelchemie und Ernährung. 1. Auflage. Wien; 2008. Springer-Verlag.
  9. innovations-report.de Botaniker entdecken neuen Pflanzenrohstoff im Blumennesselsamen.
  10. bfr.bund.de Analytik und Toxizität von Pyrrolizidinalkaloiden sowie eine Einschätzung des gesundheitlichen Risikos durch deren Vorkommen in Honig. Stellungnahme Nr. 038/2011 des BfR vom 11. August 2011, ergänzt am 21. Januar 2013.
  11. link.springer.com Pflanzliche Kontaminanten in Lebensmitteln. Vorkommen, Wirkung und Risikobewertung. 2017.
  12. Pyrrolizidinalkaloidgehalt in getrockneten und tiefgefrorenen Gewürzen und Kräutern zu hoch. Stellungnahme Nr. 017/2019 des BfR vom 13. Mai 2019. DOI 10.17590/20190513-134751.
  13. Fu PP et al. Genotoxic Pyrrolizidine Alkaloids-Mechanism Leading to DNA Adduct Formation und Tumorigenicity. Int J Mol Sci 2002;3:948-964.
  14. bfr.bund.de Aktualisierte Risikobewertung zu Gehalten an 1,2-ungesättigten Pyrrolizidinalkaloiden (PA) in Lebensmitteln. Stellungnahme 026/2020 des BfR vom 17. Juni 2020. DOI 10.17590/20200617-130910.
  15. bienen-nachrichten.de Pyrrolizidinalkaloide in Pollen nicht unterschätzen.
  16. Bundesinstitut für Risikobewertung. Pyrrolizidinalkaloide: Gehalte in Lebensmitteln sollen nach wie vor so weit wie möglich gesenkt werden. Stellungnahme Nr. 030/2016.
  17. Henschel D. Essbare Wildbeeren und Wildpflanzen. Sammeltipps. Verwendung. Giftige Doppelgänger. 2002. KOSMOS-Verlag.
  18. Wikipedia Natternköpfe.
  19. Kremer, Bruno P. Mein Garten – Ein Bienenparadies. 2. Auflage. Bern; 2018. Haupt Verlag.
  20. gartenjournal.net die Aussaat von Natternkopf – das sollten Sie wissen!
  21. gartenjournal.net Natternkopf Pflege: was ist wirklich notwendig?
  22. Schilcher H., Kammerer S., Wegener T. Leitfaden Phytotherapie. 3. Auflage. München; 2007. Elsevier GmbH.

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