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Die Zukunft und wir - Sicht von 1968 - und der Zeitgeist

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Die Zukunft geht alle etwas an, nicht nur alte Menschen. Wir sollten darüber "zeitgeistlos" reflektieren können - und das auch schon in jungen Jahren.

Zeitgeist: Zerschlagener Wecker als Symbol einer Gesellschaft, die sich in ihrer Blüte zerschlägt.© Bought from Manfred, fotolia

Vorwort

Eigentlich ist es paradox, dass im Allgemeinen junge Menschen nicht oder viel weniger über die Zukunft nachdenken, ausser evtl. über Berufschancen oder Familienplanung etc.

Die jungen Menschen kümmern Zukunft und Gesundheit weniger, denn sie haben sie praktisch als Selbstverständlichkeit. Hingegen alte Menschen, die praktisch keine lange Zukunft mehr haben, kümmern sich zu sehr um die Zukunft der Gesellschaft und können dabei sogar leiden.

Dies wahrscheinlich, weil alte Menschen den mit Generationen wechselnden Zeitgeist und das ewige Pendeln der Gesellschaft erlebt haben, das unsere Lebensart weitgehend bestimmt. Für jede Generation öffnet sich eine andere Bedrohung, ob wahrgenommen oder nicht.

Für Europa oder die westliche Welt wünschte ich mir, dass mehr Personen z.B. Bücher von Peter Scholl-Latour lesen und darüber reflektieren würden. Mich hat als Spiegel-Bestseller das Buch mit dem Titel "Der Weg in den neuen Kalten Krieg" (Ullstein) beeindruckt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie die Politik nichts aus der Geschichte zu lernen scheint.

Damit ich zeigen kann, dass Gedanken um die Zukunft schon Ende der 1960er-Jahre für mich ein Thema waren, und nicht erst im Alter, veröffentliche ich hier einen Vortrag, den ich 1969 in einer Gesellschaft hielt. Damals wurde ich gebeten, einen Abdruck (Januar 1970) zu erstellen und später zu verteilen. Den habe ich per Zufall in meinen Unterlagen gefunden - und war erstaunt, wie ich damals auch dem gerade herrschenden Zeitgeist unterlag.

CLICK FOR: Genetische Disposition entscheidet, wie ein Kind auf die Umwelt reagiert

Dies passierte vor allem im Übernehmen der Ansicht, dass die Genetik normalerweise keine Rolle spiele für den Charakter, sondern praktisch alleine Erziehung und Umwelt bestimmend seien.

Bei dieser Ansicht ist das Pendel wieder nicht in der Mitte, sondern am anderen Ende der Unvernunft! Zuvor hatte man das genau umgekehrt wahrgenommen.

Heute können zumindest "reife" Leute erkennen: Genetische Disposition entscheidet, wie ein Kind auf die Umwelt reagiert. Zudem prägt die Umgebung (Freundschaften, Gangs, Medien) ein Kind heute viel intensiver und früher. Das Elternhaus hat an Einfluss massiv verloren.

Gemälde "Le Printemps" von Pierre Auguste Cot (1837-1883), 1873 mit zwei Verliebten auf Schaukel.© Public Domain, artrenewal.org, Appleton Museum of Art

Der Ausdruck eines Charakters ist situationsbezogen. Natürlich kann man meist Grundwerte erkennen, denen jemand folgt. Diese zeigen sich sozusagen im täglichen Leben.

Man erkennt z.B. das Mass an Selbstkontrolle und Empathie in normalen Situationen. Siehe dazu auch Contenance (Selbstdisziplin), Gewissenhaftigkeit, Selbstmotivation und Ausdauer.

Dabei meine ich nicht die sportliche Ausdauer, sondern eine Art "vernünftige Ausdauer" in allen Lebenslagen.

Den wahren Charakter eines Menschen lernt man erst in einer ernsthaften bzw. grösseren Auseinandersetzung kennen - sei es, wie die betreffende Person mit einem selbst oder mit anderen umgeht.

In der Verliebtheit ist es z.B. nicht möglich, den anderen Menschen überhaupt kennenlernen zu können! Das ist zum Glück ein vorübergehendes Phänomen, das im besten Fall mit Liebe endet. Siehe auch Agape oder Altruismus.

Speziell der Teil unten in "Erkenntnisse der Tiefenpsychologie" zeigt grosse Einseitigkeit: [...] fatalistischen Rumpelkammer, in der alte Mythologien, Zauberglaube, Schicksalsglaube usw. ihr Unwesen treiben.

Je nach genetischer Disposition entwickelt sich ein Kind bei gleichen Verhältnissen anders. Das können aber wohl nur Menschen erkennen, die viel praktische Erfahrung mit Familien mitbringen und Ergebnisse der Praxis frei von eingetrichterten Ideologien zu erkennen vermögen.

Heute würde ich losgelöster von Buchtexten schreiben und allfällige Zitate hervorheben, doch es war eigentlich nur ein Vortrag.

Am folgenden Text von 1969 habe ich kein Wort verändert. Aspekte, die mich damals bewegten, sind noch immer aktuell.
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