Stiftung Gesundheit & Ernährung
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit
Die Rezepte finden Sie auch in unserer App.

Meine Erfahrungen mit Firmenkantine, Geschmacksverstärker

Kommentare

Firmenkantinen kann man ganz unterschiedlich erleben. Meist kommen wohl Geschmacksverstärker, z.B. Glutamat vor, da man damit viel Geld sparen kann.

Kantinenessen: Vorbildliche Essensausgabe und wenig anstehende Personen.© Bought from CandyBox Images, fotolia

Vorwort der Redaktion

Ein Bekannter, der uns besuchte, sprach mich auf Glutamat-Zusätze in den Lebensmitteln an. Da meinte ich, er möge meine Buchbesprechung zu Die Ernährungslüge von Hans-Ulrich Grimm lesen. Um zu wissen, wie die Nahrungsmittelindustrie agiert, liest man besser die Buchbesprechung Salt Sugar Fat. Es geht um das preisgekrönte Buch von Michael Moss.

Auf meine Rückfrage warum ihn das interessiert, begann der differenziert denkende Dr. ing. zu erzählen, was er mit Glutamat im Essen erlebte. Ich bat ihn um einen Beitrag darüber. Er hat seine Erlebnisse so hautnah geschildert, dass er anonym bleiben möchte. Hier folgt diese Geschichte.

Lieber Leser, liebe Leserin: falls Sie unter irgendwelchen Nebenwirkungen durch Nahrung oder Medikamente leiden, bitte via Kommentarfunktion berichten. Wählen Sie "für die Macher", falls Sie nicht einen veröffentlichungsreifen Text, sondern eine Anregung etc. bringen.

CLICK FOR: Entstehung und Bedeutung von Glutamat

Eigentlich heisst dieser Stoff Mononatriumglutamat bzw. Natriumglutamat oder MNG (engl. monosodium glutamate, MSG). Deklariert gilt es als E621, doch reicht auch der Hinweis auf Geschmacksverstärker. Die interessierte Nahrungsmittelindustrie dominiert den Text über Mononatriumglutamat bei Wikipedia. Das Chinarestaurant-Syndrom übergeht man praktisch. Kommt mir vor wie die zahlreichen und schweren Nebenwirkungen von "Ciprofloxac.." (der Fluorchinolone), wo sich auch nichts bewegt.

Dabei gibt es eine Studie, die aufzeigt, dass ein erhöhter Spiegel von Glutamat im Blutstrom aggressiven Prostata-Tumoren Vorschub leistet. Siehe Glutamat als Tumormotor? in der online ÄrzteZeitung vom 3.1.2013. Grundlage bilden Arbeiten des Urologen Dr. med. Shahriar Koochekpour der Universität in Buffalo (Clinical Cancer Research 2012; 18; 5888).

Glutamat ist das Natriumsalz der Glutaminsäure, einer der häufigsten natürlich vorkommenden nicht-essenziellen Aminosäuren. Seit der Japaner Prof. Kikunae Ikeda es ab ca. 1909 synthetisiert hat, ist das ein grosses Geschäft (Ajinomoto bzw. Kyōwa Hakkō Kirin K.K.), denn "die Leute von heute" wünschen sich möglichst kräftigen Geschmack des Essens, besonders wenn es als Massenware hergestellt ist. Zuerst stellte man Glutamat durch Hydrolyse mit Salzsäure aus Weizengluten her. Heute lässt man coryneforme (keulenförmige) Bakterien, gefüttert mit Ammoniak und Kohlenhydraten, Aminosäuren produzieren und isoliert daraus das L-Glutamat.

Masttieren gibt man Glutamat, damit sie über die Sättigung hinaus fressen und so schneller an Gewicht zulegen. Den gleichen Effekt kann man beim Mensch erzeugen. Salz und Umami muss mitspielen. Glutamate sind u.a. wichtige Neurotransmitter im menschlichen Gehirn und spielen eine entscheidende Rolle beim Lernen und für das Gedächtnis. Die Naturprodukte bieten die ideale Menge an.

CLICK FOR: Manchmal auch nur erkennbar als E-Nummer

Die Geschmacksverstärker sind manchmal statt mit Namen oder als Hefeextrakt, Gewürzextrakt, Würze, Aroma etc. getarnt, auch einfach mit einer E-Nummer aufgeführt. Geschmacksverstärker erkennen Sie an einer E-Nummer ab 600.

Glutamat-Abkömmlinge: So hat Glutamat bzw. Glutaminsäure z.B. die Nummer E 620. Diesen Umami-Geschmack erzeugen aber auch die Abkömmlinge von Glutaminsäure als Ursprungssubstanz wie E 621 für Mononatriumglutamat, Natriumglutamat, E 622 für Monokaliumglutamat, E 623 für Calciumdiglutamat, E 624 für Monoammoniumglutamat, E 625 für Magnesiumdiglutamat. Personen, die unter Pseudoallergien, Asthma oder Neurodermitis leiden, müssten solche vermeiden.

Guanosinmonophosphate: Es gibt weitere Ursprungsmaterialien statt Glutamat, wie Guanosinmonophosphat (GMP) als Phosphorsäureester des Nucleosids Guanosin. Als natürlicher Teil unserer Ribonukleinsäure(RNA) dient GMP zur Umsetzung von genetischen Informationen aus der Desoxyribonukleinsäure (DNA) in Proteine. Darum ist nicht erstaunlich, dass diese Guanylsäuren 10 bis 20-mal stärker wirkt als Glutamat. Man setzt Dikaliumguanylat und Calciumguanylat auch als natriumfreien Kochsalzersatz ein.

E 626 ist Guanosinmonophosphat, E 627 entspricht Dinatriumguanylat, E 628 dem Dikaliumguanylat und E 629 ist Calciumguanylat. All diese stellt man mit Mikroorganismen her, die auch gentechnisch verändert sein können. Um die Wirkung zu verstärken kommt das auch zusammen mit Glutminsäure zum Einsatz. Bei empfindlichen Personen können die Abbauprodukte von Guanylsäure Gicht hervorrufen, oft früh erkennbar bei Schmerz in einer grossen Zehe.

Inosinate: Inosinmonophosphat (IMP) ist der Phosphorsäureester des Nukleosids Inosin und der Körper muss es über den Purinstoffwechsel abbauen, wie GMP. Gicht kann sich melden. Inosinate sind auch für Kinder nicht empfehlenswert. E 630 bedeutet Inosinsäure und gilt als appetitanregend. E 631 ist Dinatriuminosinat, E 632 Dikaliuminosinat, E 633 Dicalciuminosinat.

Andere: E 634 ist aus Zellen gewonnenes Calcium-5-ribonucleotid als Geschmacksverstärker und E 640 ist der künstlich hergestellte Geschmacksverstärker Glycin mit leicht süsslichem Eigengeschmack.

CLICK FOR: Neurotoxische Wirkungen und weitere

Das was uns "Dr. Ing." hier sehr offen schildert ist nicht die ganze Tragödie für Menschen, die es trifft, denn einige Wissenschaftler konnten beweisen, dass Glutamat langfristig das Gehirn schädigt und zu gravierenden Erkrankungen wie Alzheimer, MS oder Parkinson führen kann. Trotzdem stellt die Industrie pro Jahr etwa 1,5 Millionen Tonnen Glutamat her. Ein riesiges Geschäft, also viel Geld, um politisch wirken zu können und eigene Studien herzustellen, Einfluss auf die Meinungsbildung zu nehmen etc. So darf man Beeinflussung von WHO und DGE annehmen, die denn bei Risiken auch abwinken.

Trotzdem: Auch Fettsucht ist stark über das Gehirn durch Glutamat und andere Botenstoffe als Lebensmittelzusatz gesteuert. Gemäss Welt.de schrieb Prof. Dr. med. Michael Hermanussen, (1955), Kinderarzt, ab 2004 Professor der Medizin an der Christian-Albrechts Universität Kiel (Uniklinik): Glutamat greift massiv in die Appetitregulation ein. Gemäss Spiegel Online weiss man das seit 1990 mit der Studie von Prof. Dr. Peter Rogers von der University of Leeds (Professor of Biological Psychology in 2003, Nahrungsmittelexperte). Zitat aus Spiegel Online (16.08.2013): Bei Personen mit Darm- oder Leberkrankheiten steigt der Glutamatspiegel im Blut nach dem Essen womöglich stärker an als beim Rest der Bevölkerung. ... Auch das Thema Krebs beherrscht die Diskussion über Glutamat. Dazu gibt es natürlich auch Gegenpositionen ...

Eine eigentliche Unverträglichkeit kann zu Hautrötungen, ein Engegefühl in der Brust, Zittern sowie zu Muskelschmerzen führen. Kinder können Fieber bekommen und Verwirrtheit, sogar Angstzustände kommen wegen Glutamat vor. Immerhin: Diese akuten Symptome treten innerhalb von Stunden ein, so dass man sie zuordnen kann.

Das Beliebte Outsourcing und mögliche Folgen

Es begann im Wesentlichen damit, dass die Kantine meines Arbeitgebers „outgesourct“ wurde. Erst hinterher wurde mir klar, welche langfristigen Konsequenzen das haben muss: Ursprünglich wollte ja der Arbeitgeber seine Beschäftigten im eigenen Interesse gut mit gesunder Nahrung versorgen. Doch irgendwann kam die Lawine der Sparmaßnahmen ins Rollen. Alles Mögliche wurde dem Zeitgeist entsprechend „outgesourct“ und natürlich auch die Kantine.

Wenn man nun 1 + 1 zusammen zählen kann, ist es völlig logisch, dass es dem neuen Betreiber der Kantine doch absolut egal ist, ob wir gesund und munter an den Arbeitsplatz zurückkehren.

Das einzige Interesse besteht doch in der Optimierung des eigenen Profits. Das bedeutet letztlich dafür zu sorgen, dass das Essen gut schmeckt - und günstig bzw. billig ist.
Kommentare
Tag Cloud
 Glutamat   Essen   Beschwerden   Kantine   ging   Geschmacksverstärker   Glück   drin   lang   überhaupt   manchmal   genug   Offenbar   absolut   Mensch   Darm   halt   Personal   After   Stoffe   raus   Mononatriumglutamat   angebracht   Essensausgabe   Stoff   Salattheke   zuhause   Hinter   Blut   Wesentlichen