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Krebsbeschleuniger in Lebensmitteln? - SWR - odysso

Laut der Sendung des SWR-odysso enthält die Hälfte aller Lebensmittel aus dem Supermarkt Krebsbeschleuniger.
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6:40 Deutsch


Kanal: Plattform:YouTube
Erschienen am:27. September 2018 Produzent:SWR
Anzahl Aufrufe: 3'428 am 12. November 2018
Rubrik(en): Gesundheit, Prinzipien/Allg., Ernährung, Produktion/Handel
Oberbegriffe:Fertiggerichte, Fertigprodukte, Ernährungsformen, Ernährungsarten Tags:Lebensmittelzusatzstoffe, Lebensmittelinhaltsstoffe, Giftigkeit, Lebensmittelverunreinigungen, Fett, Ungesund, Gesundheit

Palmöl ist ein gefährliches Lebensmittel. Trotzdem ergreift die Politik selten staatliche Massnahmen. Sie unterlässt es meist, der Öffentlichkeit zuverlässige und vertrauenswürdige Informationen darüber zu vermitteln.

Laut der Sendung des offiziellen Kanals des Südwestrundfunks (SWR) im Rahmen von odysso enthält fast die Hälfte aller Produkte aus dem Supermarkt Palmfett. Andererseits belegen wissenschaftliche Studien, dass Palmöl eine Gefahr für unsere Gesundheit darstellt. Die Industrie versucht nach wie vor mit grossen finanziellen Mitteln NUR die Vorteile hervorzuheben, die jedes Nahrungsmittel immer auch hat.

In Italien tobt seit 2016 der sogenannte „Palmöl-Krieg“. Aufgrund einer Warnung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in Parma (Italien) beschlossen italienische Supermärkte und Lebensmittelproduzenten bewusst auf Palmöl zu verzichten. Die Behörde hatte auf mögliche Krebsrisiken der Pflanzenöle aufmerksam gemacht. Wir vermuten, dass da die starke Olivenöl-Lobby auch mitgeholfen hat, doch - so gesehen - zu einem guten Zweck.

Dr. Marco Binaglia, wissenschaftlicher Leiter der EFSA, erklärt: Pflanzliche Fette werden raffiniert, damit sie Eigenschaften bekommen, die man für die Herstellung der verarbeiteten Lebensmittel benötigt. Und während dieser industriellen Verarbeitung entstehen sogenannte Prozesskontaminanten. Diese Verunreinigungen kommen zwar in allen untersuchten pflanzlichen Ölen vor, aber in palmölhaltigen Produkten haben wir die bei weitem höchsten Konzentrationen gefunden.

Die Prozesskontaminanten, sogenannte Glycidyl-Fettsäureester (nicht Glycydil), gelten als krebserregend und genotoxisch. Wikipedia dazu: Glycidyl-Fettsäureester und verwandte Stoffe (2-MCPD-Fettsäureester und 3-MCPD-Fettsäureester) wurden z. B. in Margarine, Back- und Konditoreiwaren, frittierten Produkten, verschiedenen Snack-Produkten sowie Säuglingsanfangs- und Folgenahrung nachgewiesen. Diese Stoffe kommen nicht natürlicherweise in Fetten oder Pflanzenölen vor. Man weiss: Chemisch eng verwandte Stoffe, z.B. 3-MCPD-Fettsäureester, lösen bei Tierversuchen in grösseren Mengen pathologische Veränderungen in den Nieren und an anderen Stellen aus.

Diese Prozesskontaminanten entstehen während der Ernte der Palmfrüchte der Ölpalme (ist keine Kokospalme), während des Transports und vor allem beim Erhitzen des Palmöls über 200 Grad, um es von seinem unangenehmen Beigeschmack zu befreien.

Leider gibt es keine Pflicht die Anzahl der Glycidyl-Fettsäureester auf der Verpackung zu erwähnen. Die Konsumenten können so keine informierte Entscheidung treffen.

Die höchste Konzentration von Glycidyl-Fettsäureester fand man in künstlicher Muttermilch und in den Produkten für Kleinkinder.

Nach der Aussage von Dr. Salvador Aznar Benitah, der in Barcelona die Entwicklung und die Verbreitung von Krebserkrankungen recherchiert, entwickeln nur die Tumore der Mäuse mit Palmöl-Diät eindeutig gefährliche Metastasen. Palmfett ist die Energiequelle, die einer Tumorzelle erlaubt, das Gewebe des eigenen Tumors zu verlassen und andere Organe zu befallen.

Bedauerlicherweise läuft die Palmölindustrie keine Gefahr einer Einschränkung, so dass nur informierte Konsumenten den Markt steuern können. Das Gleiche gilt für das noch schädlichere Kokosöl, für das pro Tonne Ertrag noch mehr Urwald zu roden ist als für Palmöl. Zudem enthält es mit 82 bis 92 % noch mehr gesättigte Fettsäuren und die Industrie treibt es zu einem Hype.

Beide, Palmöl und Kokosöl, wirken für uns und die Natur sehr nachteilig. Der Unterschied liegt darin, dass die Industrie für Kokosöl sogar bei Ernährungsberaterinnen den Eindruck erwecken konnte, dass das Öl besonders gut für uns sei, wie das vor Jahrzehnten der Palmölindustrie gelungen war. Nach einem Zenith ändert der Fortschritt seine Richtung. (EE)

Da nur wenig Menschen zwischen Reklame und Fakten unterscheiden können, gilt es jetzt, grosse neue Gebiete zu roden, um Kokospalmen pflanzen zu können, denn "normal informierte", gesundheitsbewusste Menschen stehen nun da, wo die Menschen beim Palmöl vor einigen Jahrzehnten standen - im Boom. Aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen (inkl. Transport) empfehlen wir Rapsöl. Siehe den Beitrag Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. Der provokative Titel geht aber alle etwas an.


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