Die Ewigkeitschemikalie TFA ist ein ungelöstes Problem. Doch was bewirkt sie bei uns und wie wehren wir uns? Erfahren Sie, was Sie aktiv tun können.

Diese vollständige Fassung mit Studiendetails und Therapiehinweisen bedient Fachleute. Hier die leserfreundliche Kurzfassung als Alternative. Die 66 Quellen, meist wissenschaftliche Studien, gelten für beide Beiträge.
Trifluoressigsäure (Trifluoroacetic acid bzw. TFA) ist eine ultrakurzkettige PFAS-Substanz (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen). Das Molekül besteht aus nur zwei Kohlenstoffatomen, vollständig mit Fluor ummantelt. Diese Winzigkeit überfordert alle gängigen Filter und Kläranlagen.
In nahezu allen Oberflächengewässern kommt heutzutage TFA vor – extrem mobil, extrem stabil. Kontaminierung ist irreversibel: Weder biologische Abbauprozesse noch Standardverfahren der Wasseraufbereitung entfernen die sogenannte Ewigkeitschemikalie. Dies stellt weltweit ein wachsendes Risiko für Trinkwasserressourcen dar. 2016 erzeugten industrielle Punktquellen in einem deutschen Fluss Konzentrationen von über 100'000 ng/L; im betroffenen Trinkwasser massen die ForscherInnen bis zu 20'000 ng/L (Nanogramm pro Liter).1,43,59
Eine Chemikalie, deren Namen kaum jemand kennt, erreichte die gesamte Hydrosphäre des Planeten. Weil ihre Ursprünge wachsen, nicht schrumpfen, steigt die Belastung weiter.
Neben Gewässern gelangt TFA auch in die Nahrungskette. Pflanzen reichern sie in oberirdischen Teilen an (Früchten, Samen, Körnern, Blättern). In der Folge stellen WissenschaftlerInnen in Orangensaft Konzentrationen von bis zu 84'000 ng/L fest.4 Getreideprodukte weisen sogar Werte von 200'000 bis 420'000 ng/kg auf.5,24 Zum Vergleich: Europäisches Trinkwasser enthält durchschnittlich 740 ng/L.27 Diese Befunde unterstreichen die Wichtigkeit von Grenzwerten für Lebensmittel – nicht nur für Trinkwasser. Einige Umweltbehörden und -organisationen empfehlen daher, dass Menschen täglich nicht mehr als 1800 ng pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen.39
PFAS umfassen tausende Verbindungen, die alle eine gemeinsame Eigenschaft besitzen: die Kohlenstoff-Fluor-Bindung, eine der stärksten in der organischen Chemie. TFA teilt diese Persistenz – weicht hingegen in fast allem anderen ab.
Maerten et al. (2025) klassifizieren TFA gemeinsam mit drei weiteren Verbindungen als ultrashort-chain PFAS.6 Für diese Untergruppe der PFAS, die regulatorisch an Aufmerksamkeit gewinnt, existiert leider kein einziger offizieller Grenzwert.
Langkettige PFAS wie PFOA oder PFOS haften an Sedimenten, bauen im menschlichen Körper hohe Konzentrationen auf und verweilen dort jahrzehntelang. TFA hingegen folgt dem Wasser. Sie geht vollständig in Lösung, wandert mit dem Niederschlag, bindet nicht an Partikel und verdunstet nicht aus Gewässern. Diese extreme Wasserlöslichkeit erklärt die globale Verbreitung.
Anders als ihre langkettigen Verwandten akkumuliert TFA nicht in proteinreichen Geweben wie Leber und Niere. Sie zirkuliert v.a. in Körperflüssigkeiten und Blut, bevor sie der Körper wieder ausscheidet. Trotzdem vermuten Fachpersonen Langzeitfolgen durch chronische Exposition.2,3 Die Fakten diskutieren wir weiter unten bei TFA im Menschen – was Biomonitoring leistet.
TFA entsteht nicht zufällig. Sie folgt den Emissionspfaden einer hochvernetzten Industriegesellschaft und endet als globales Hintergrundrauschen. Dessen Ursprünge und Konsequenzen schreibt die Industrie bis heute lieber der Natur zu. Und die Politik nutzt sie als Vorwand, um nicht handeln zu müssen.
Die chemische Industrie (Fluorchemie- und Agrochemiekonzerne) produziert seit Jahrzehnten Substanzen, aus denen TFA als Abbauprodukt hervorgeht. Zusätzlich gelangt TFA aus pharmazeutischen Prozessen direkt in die Umwelt.
Klimaanlagen und Wärmepumpen enthalten fluorierte Kältemittel:
Der atmosphärische Zerfall beider Verbindungen erzeugt TFA, welche der globale Niederschlag verteilt.7
HFO-1234yf gilt offiziell als Klimaschutzlösung wegen seines niedrigen Treibhauspotenzials – mit einer höheren TFA-Bildungsrate als sein Vorgänger.8 Eine politische Ironie: Die Klimaschutzmassnahme verschärft ein Chemikalienproblem.
Die Kühlmittel stecken auch in Klimaanlagen von Autos und Wohnhäusern. Innenraumstudien zu TFA-Konzentrationen in Klimaanlagenluft gibt es nicht. Dass HFO-Abbauprodukte in geschlossenen Innenräumen entstehen, gilt als plausibel – eine systematische Messung fehlt.
Bestimmte Pflanzenschutzmittel tragen fluorierte Wirkstoffe oder Hilfsstoffe. Die Landwirtschaft setzt sie als Fungizide, Herbizide und Insektizide ein. Biologische und chemische Abbauprozesse im Boden erzeugen aus diesen Verbindungen TFA.9 Beteiligte: Mikroorganismen und abiotische Prozesse wie Hydrolyse, Fotolyse sowie chemische Oxidation. Das Pestizid-Aktions-Netzwerk PAN Europe dokumentierte 2024: PFAS‑Pestizide stellen in ländlichen Gebieten die Hauptquelle der im Grund- und Oberflächenwasser gemessenen TFA‑Belastung dar. Der kausale Zusammenhang drängt Verbote auf.10
Peptidsynthese und Pharmaproduktion setzen TFA industriell in grossen Mengen ein. TFA dient als Gegenion bei der Herstellung von Peptidwirkstoffen – ein Standardverfahren in der modernen Medikamentenentwicklung. Produktionsabwässer tragen TFA direkt in Kläranlagen. Diese entfernen TFA nicht. Pharmabetriebe in Gewässernähe erzeugen lokale Konzentrationspeaks, die Scheurer et al. (2017) als industrielle Punktquellen dokumentierten. Dieser Eintragspfad bleibt in der Regulierungsdiskussion weitgehend unbeachtet.1
Fluorpolymere wie PTFE in Antihaftbeschichtungen sowie fluorierte Kosmetikinhaltsstoffe gelten als weitere TFA-Vorläufer. 2025 bestätigte die Studie von Moscato et al., dass Fluorpolymere wie PTFE und bestimmte Kosmetikinhaltsstoffe signifikante Quellen für Trifluoressigsäure darstellen. Ein zentrales Fazit der Untersuchung: Für das häusliche Umfeld fehlt eine präzise quantitative Erfassung der TFA-Exposition.2
TFA ist global nachgewiesen. Besonders hoch liegen die Werte im Atlantik. Ferner belegen Wasser- und Eisproben aus der Arktis, Antarktis und dem zentralen Pazifik TFA in Regionen ohne industrielle Emissionsquellen. So kommt TFA im Schnee in Spitzbergen vor. Auch antarktisches Schneeeis und das Meereis des Arktischen Ozeans enthalten TFA in messbaren Konzentrationen.
Der atmosphärische Transport erklärt die Verteilung: Hydroxylradikale in der Troposphäre spalten HFC-, HCFC- und HFO-Verbindungen zu TFA auf. Dann transportieren Niederschlag und Schnee das entstandene TFA in alle Ökosysteme.1,11,12,13,14,15,16
Bis ins Jahr 2100 prognostizieren atmosphärische Modellrechnungen stark steigende TFA-Konzentrationen in Niederschlag und Oberflächengewässern. Der Treiber: ein globaler Ausbau fluorierter Kältemittel (u.a. HCFCs, HFCs und HFOs). Diese ersetzen ozonabbauende Fluorkohlenwasserstoffe (FCKWS, engl. CFCs). Süsswassersysteme ohne natürlichen Abfluss, etwa Salzseen, begünstigen die Anreicherung von TFA zusätzlich.18
Eine Trendumkehr setzt den vollständigen Verzicht auf PFAS und fluorhaltige Vorläufer der TFA voraus – ein regulatorisch nicht terminiertes Ziel.
Die globale Verbreitung von TFA verlangte eine Erklärung. Jahrelang bot die Forschung eine an. TFA entstehe natürlich – Stichworte: Tiefseevulkane, unerklärlich hohe TFA-Mengen in den Ozeanen und biogene Quellen wie Meeresalgen oder Bodenbakterien.
Joudan et al. (2021) untersuchten alle postulierten natürlichen Bildungsmechanismen systematisch und fanden keinen plausiblen darunter. Beobachtungen zur CF4-Produktion aus kontinentalem Fluorit liefern keine tragfähige Grundlage für TFA-Entstehung in sauerstoffarmen hydrothermalen Quellen. Entscheidend: Wasserproben direkt bei Tiefseevulkanen weisen keine erhöhten TFA-Konzentrationen auf – obwohl das bei einer aktiven Quelle zwingend zu erwarten wäre. Tiefseebelege und eine unvollständig erklärte TFA-Mengenbilanz in den Ozeanen genügen somit nicht als Evidenz für natürliche Herkunft.19
Vorindustrielle Grundwasserproben und Eisbohrarchive enthalten kein nachweisbares TFA. Von Sydow et al. (2000) liefern mit ihrer Feldstudie die einzige Ausnahme – doch ihre Gletscherproben trugen neben TFA auch Insektizide und Flammschutzmittel. Wahrscheinlichste Erklärung: Modernes Schmelzwasser kontaminierte das Material.19,20
Im Jahr 2020 zitiert das Factsheet des European Fluorocarbons Technical Committee (EFCTC) – Industrieverband der Fluorkohlenwasserstoff-Hersteller – solide Fachliteratur.21 Einseitige Interessen beeinflussen jedoch Auswahl und Interpretation dieser Quellen. Vor allem methodische Schwächen der Naturquellen-These bleiben unerwähnt. Aus gutem Grund ignoriert neuere, kritisch orientierte Forschung, das Factsheet vollständig. Die Publikation von Goorden geht sogar soweit, dass sie führende Fluorkohlenwasserstoff-Hersteller der systematischen Verschleierung und Forschungsbeeinflussung verdächtigt. Die Verschleierung beruhe auf Langzeitstrategien, um industrielle Emissionen kleinzureden, z.B. gezielte Forschungsfinanzierung, selektive Quellenauswahl und das hartnäckige Propagieren der Naturquellen-These.60 Siehe dazu auch unsere Ausführungen bei PFAS entlarvt: Gesundheitsrisiko, Verheimlichung, Vermeidung.
Wir folgern: Das Naturquellen-Argument dient der Verharmlosung – nicht der Wissenschaft.
Pflanzen nehmen TFA mit dem Bodenwasser auf. Die Transpiration treibt diesen Transport: Wasser verdunstet aus den Blattöffnungen und zieht neues Wasser nach – TFA folgt diesem Wasser im Transpirationsstrom, kann aber nicht als Dampf entweichen. So akkumuliert TFA im Blattgewebe, aber auch in Früchten und Körnern. Zudem nehmen Blätter TFA auch direkt aus der Luft auf.63 Feldstudien an einem stark belasteten Industriestandort fanden in oberirdischen Pflanzenteilen Konzentrationen von bis zu 3800 mg/kg Trockengewicht (=3,8 Milliarden ng/kg!). Gemessen an der TFA-Konzentration im Bodenwasser ergibt das einen Bioakkumulationsfaktor von bis zu 13'000.22
WissenschaftlerInnen warnen vor einer globalen Bedrohung durch irreversible Anreicherung in Süsswassersystemen.23 Denn TFA kommt allgegenwärtig in Luft, Wasser, Lebensmitteln und Konsumgütern vor. Aufgrund ihrer hohen chemischen Stabilität unterliegt TFA in Organismen nur geringfügigen metabolischen Veränderungen. Daher kommt ihre Persistenz in der Umwelt.2
Besonders problematisch: In Salzseen steigt die TFA-Konzentration kontinuierlich. Verdunstung entzieht das Wasser, TFA bleibt zurück – ein selbstverstärkender Mechanismus, unabhängig von lokalen Emissionen.18
Sämtliche Wasser- und Landorganismen leiden unter chronischer TFA-Toxizität. Die EU stuft die Chemikalie als schädlich für Wasserorganismen mit langanhaltender Wirkung ein. Algen reagieren auf TFA auf kurzen und langen Zeitskalen empfindlicher als andere Wasserorganismen: akute Vergiftung sowie chronische Schädigungen entstehen. Bisherige Studien umfassten Beurteilungsfenster von 21 bis 90 Tagen – zu kurz für eine valide Bewertung von Langzeiteffekten. Weil TFA weder abbaubar noch entfernbar ist, bleiben Wasserorganismen einer dauerhaften Belastung ausgesetzt.2
Im terrestrischen Ökosystem hemmt TFA das Sprosswachstum bestimmter Kulturpflanzen – dokumentiert bei Mais, Pappel und Robinie. Pflanzenwurzeln nehmen TFA deutlich stärker auf als andere kurzkettige PFAS. Zusätzlich verschiebt TFA im Boden den pH-Wert, schwächt die mikrobielle Aktivität und verlangsamt den Abbau organischen Materials.2
Die 2025 publizierte Untersuchung durch das Pesticide Action Network (PAN Europe) und Global 2000 mit 48 Proben registrierte TFA in biologischen und konventionellen Nahrungsmitteln. Konventionelle Produkte tragen mehr als dreimal so viel TFA wie Bioprodukte. Allerdings erreicht atmosphärischer Niederschlag alle Äcker – inkl. Bio-Flächen ohne eigenen Pestizideinsatz. Anhand von Messungen in Getreideprodukten ist bekannt: Die Gesamtbelastung stieg innerhalb von zehn Jahren auf das Dreifache.61
Leitungswasser enthält TFA - mittlerweile europaweit. Die Umweltschutzorganisation Global 2000 (Österreich) fand TFA in Mineralwässern aus als "unberührt" deklarierten Quellen: ein Beleg für die Reichweite atmosphärischer Verteilung.28 Wie in der Einleitung adressiert: Verglichen mit Nahrungsmitteln belastet Trinkwasser bedeutend weniger.
Getreideprodukte, Orangensaft, Obst und Wein tragen einen grossen Teil zur Gesamtexposition bei. Verschiedene Organisationen haben Tagesrichtwerte für die TFA-Aufnahme definiert und die Belastung durch Lebensmittel berechnet.39 Die nachfolgenden Angaben belegen, wie stark der tägliche Konsum gängiger Lebensmittel solche Richtwerte überschreitet. Besonders bei Kindern liegt die tägliche TFA-Aufnahme über die Nahrung über den empfohlenen Tagesrichtwerten.
Gemäss PAN Europe überschreitet ein Kind mit 23 kg allein durch den täglichen Konsum von Getreideprodukten die von ihnen definierte akzeptable tägliche Aufnahme (ADI: 1800 ng/kg bw/day) um das 1,8-Fache. Als Berechnungsgrundlage dienten: 30 g Frühstückszerealien, 2 Schnitten Brot, 60 g Nudeln, 1 Brötchen und 50 g Pasta. Erwachsene erreichen mit einem Standardverzehr ebenfalls 70 % des ADI.39
PAN Europe unterstreicht ausserdem, dass TFA eine endokrin aktive Substanz sei und auch in niedrigsten Dosen schädliche Wirkungen aufweise. Folglich sei ein sinnvoller Sicherheitswert niedriger anzusetzen als bisher. Dessen Berechnung erfolgte über die Zahlen des niederländischen Instituts für öffentliche Gesundheit und Umwelt. Das RIVM verwendete den relativen Potenzfaktor von TFA, um einen sicheren Trinkwassergrenzwert von 2200 µg/L zu berechnen. Daraus leitete PAN Europe einen Sicherheitswert von 320 ng pro kg Körpergewicht ab – dieser stellt daher keinen offiziellen ADI dar.39
Global 2000 kommt mit diesem Sicherheitswert (320 ng/kg39) in ihrer Untersuchung auf folgende Belastungen: Erwachsene erreichen bei durchschnittlichem Verzehr konventioneller Getreideprodukte die 1,5-fache tolerierbare Tagesdosis – Kinder überschreiten sie um das Vierfache.61,25
Hinweis: Die Richtwerte von PAN Europe stammen nicht von einer EU‑Behörde. Einen offiziell festgesetzten EU-Grenzwert für TFA in Lebensmitteln gibt es bislang nicht (Stand: Februar 2026). Vertiefte Erläuterungen zur Thematik bietet Abschnitt 5 Regulierungslücken und politische Untätigkeit.
Seit den 1990er Jahren stehen mehrere Messmethoden zur Bestimmung von TFA und anderen kurzkettigen PFAS zur Verfügung.29
Nach einem ersten Forschungsboom Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre verlor TFA jedoch an wissenschaftlicher Aufmerksamkeit.62 Dies offenbaren unter anderem TFA-Messungen bei Niederschlägen. In Deutschland fand die erste Messung 1994 statt – eine weitere 1996. Danach klaffte eine grosse Lücke: Erst 2018–2019 erfolgten erneute Messungen.11
Der Fokus war auf längerkettige PFAS wie PFOS und PFOA gerichtet, die wissenschaftlich gut dokumentierte gesundheitliche Probleme verursachen. Mehr dazu finden Sie im Artikel zu PFAS.
Seit den 2020er Jahren rückt TFA wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein. Zudem ermöglichten empfindlichere Analyseverfahren den Nachweis in immer geringeren Konzentrationen. Das deutsche Normungsinstitut DIN entwickelte etwa ab 2023 einen Normentwurf zur standardisierten TFA-Messung in Trink-, Oberflächen- und Grundwasser per LC-MS/MS (Flüssigchromatografie mit Tandem-Massenspektrometrie). Der 2024 validierte Arbeitsbereich liegt bei 0,1–3 µg/L (100–3000 ng/L).30
Das erklärt die Datenlücke: nicht weniger TFA in der Umwelt, sondern fehlender Fokus auf TFA bei vielen Standardmessprogrammen. Aktuelle Studien mit hohen Konzentrationen spiegeln verbesserte Analytik – und reale Zunahmen gleichzeitig.
Die frühere Annahme einer geringeren Gefährlichkeit von kurzkettigen PFAS hält einer näheren Prüfung nicht stand. TFA zirkuliert im Blut und in extrazellulären Körperflüssigkeiten. Ihre Plasma-Halbwertszeit beträgt zwar "nur" ein bis zwei Tage und ist deutlich kürzer als bei langkettigen PFAS (PFOS 5,4 Jahre; PFOA 3,8; PFHxS 8,5). Dennoch dürfen uns 1-2 Tage nicht harmlos erscheinen, denn vergleichbare Substanzen wie Essigsäure baut der Körper binnen Minuten ab.31,33,36
Vorwiegend über den Urin scheiden Menschen TFA fast unverändert wieder aus. Bei einer Nierenfunktionsstörung steigt der TFA-Gehalt im Blut. TFA gelangt jedoch auch über die Galle in den Darm. Die dort mögliche erneute Aufnahme ins Blut hält TFA im enterohepatischen Kreislauf. Dies verlängert die Ausscheidungsdauer.2,31
Ein trügerischer Eindruck: Zwar klingt die kurze Verweildauer im Körper beruhigend. Nahrung und Wasser halten den Körperspiegel aber nur konstant, solange die Umweltbelastung nicht ansteigt. Und die wächst.
Biomonitoring-Studien dokumentieren TFA im gesamten Körper, einschliesslich der Plazenta.3,22 Selbst Nabelschnurblut enthält TFA: Bei 55 % der 66 untersuchten Mutter-Kind-Paare wiesen ForscherInnen TFA nach.3
Eine Serumuntersuchung an 252 Erwachsenen ergab eine Nachweisrate von 97 Prozent. Muir et al. (2025) analysierten gepoolte Urinproben von 6040 Australierinnen und Australiern: TFA fand das Labor in allen 70 Pools. Der Median lag bei 24 µg/L (24'000 ng/L), das Maximum bei 300 µg/L (300'000 ng/L). Ältere Jahrgänge tragen signifikant höhere Körperlasten als jüngere – ein Hinweis auf lebenslange kumulative Exposition. Möglicherweise ist die Anreicherung bei älteren Personen auf C-CF3-haltige Arzneimittel32 zurückzuführen (siehe unten).
Blut, Plazenta, Nabelschnur – TFA durchdringt den menschlichen Körper bis zum Ungeborenen. Nicht mehr die Exposition allein beschäftigt die Forschung – sondern deren Langzeitfolgen durch Dauerbelastung.
Beruflich exponierte Gruppen – Pharmapersonal, LaborchemikerInnen, Fluorchemie-Beschäftigte – erfasst das Biomonitoring nicht. Das Forschungsfeld ignoriert ausgerechnet jene, die TFA täglich als Lösungsmittel und Katalysator handhaben.
Das Review von Wipplinger et al. (2025) identifiziert mehrere berufliche Expositionsquellen gegenüber Trifluoressigsäure (TFA). OP-Personal inhaliert Narkosegase über die gesamte Arbeitszeit. Die kumulierte Wochendosis liegt zwar deutlich unter jener anästhesierter PatientInnen. Allerdings blieben Gesundheitsrisiken durch Langzeitexposition unerforscht. Laborpersonal erleidet etwa bei Unfällen mit Reinsubstanz typische Säureverätzungen. Längere aerogene Exposition löst allergische Kontaktdermatitis aus. Industriemitarbeitende mit chronischer Hydrochlorofluorocarbon-Inhalation entwickelten hepatozelluläre Nekrosen. Das Serum enthielt zudem Autoantikörper, die Autoimmunerkrankungen auslösen können.3
Einen Hinweis auf die Dringlichkeit liefert ein Befund aus der allgemeinen Bevölkerung: Bei US-BürgerInnen ohne berufliche Exposition erreichen TFA-Serumspiegel dieselbe Grössenordnung wie langkettige PFAS bei beruflich belasteten ArbeitnehmerInnen.22
TFA ist Bestandteil von bestimmten Medikamenten und haftet nach der Herstellung als Rückstand an zahllosen synthetischen Peptiden. Wer solche Medikamente einnimmt, nimmt unwissentlich auch TFA auf - in Mengen, die je nach Präparat und Dosierung über die reine Umweltexposition hinausgehen.
Isofluran, Desfluran und Halothan – gebräuchliche Narkosegase – sowie neuere antivirale Wirkstoffe wie Nirmatrelvir (Paxlovid) und Antidepressiva wie Fluoxetin enthalten C-CF₃-Gruppen, die der Körper zu TFA abbaut. Ältere Personen mit langjähriger Medikamenteneinnahme akkumulieren messbar höhere TFA-Körperlasten.3,32,58
TFA ist zwar chemisch stabil, aber nicht biologisch inert. Die biologische Aktivität von TFA blieb lange unbeachtet.
Frühere Studien weisen darauf hin, dass TFA im millimolaren Konzentrationsbereich direkt mit Rezeptoren interagiert – darunter der Laktat-Rezeptor HCA1, der Fettsäurerezeptor FFA2 und ATP-sensitive Kaliumkanäle. All diese Rezeptoren steuern zentrale Stoffwechselprozesse. Belegt ist eine Wirkung am Glycin-Rezeptor, der Schmerzwahrnehmung, Muskeltonus und Reflexe mitreguliert. TFA macht diesen Rezeptor empfindlicher und verstärkt bestehende Signale.64
Ergebnisse eines Preprints von Tang et al. (2025) zeigen, dass TFA in Mäusen den Fett- und Cholesterinstoffwechsel der Leber messbar verändert. Der Effekt wirkt auf den ersten Blick positiv – Cholesterin und Triglyceride sinken. Aber der zugrundeliegende Mechanismus gibt zu denken: TFA aktiviert einen zentralen Schalter des Fettstoffwechsels, den sogenannten PPAR-alpha-Rezeptor. Dadurch löst es eine Vermehrung bestimmter Zellorganellen aus. Unkontrolliert und dauerhaft aktiviert, ist das kein Therapieeffekt, sondern ein ungeplanter Eingriff in einen sensiblen Regelkreis. Ob dieser Mechanismus beim Menschen gleich wirkt, ist noch offen – menschliche Leberzellen reagieren nachweislich weniger empfindlich als Nagerzellen.65
Das CLH-Verfahren bei der ECHA (Europäischen Chemikalienagentur) zur Gefahreneinstufung von TFA läuft (Details siehe unten). Die ECHA berücksichtigt Reproduktionstoxizitätsstudien an Ratten und Kaninchen. Als empfindlichsten Endpunkt identifizierten Studien die Entwicklungstoxizität bei Tierversuchen. Anomalien an Augen, reduziertes Körpergewicht bei Nachkommen, Skelettmalformation sowie beeinträchtigte Leber- und Nierenfunktionen gelten als wichtige dokumentierte Schädigungen. Untersuchungen weisen auf höhere Werte an TFA in den Föten als in den Muttertieren.33,34,35 Studien an Ratten beobachteten teilweise Lebervergrösserung bei hohen Dosen.36
Industrie-Toxizitätsstudien, die PAN Europe 2025 per Akteneinsicht freilegte, dokumentieren Auswirkungen auf Leberenzyme, Immunparameter und Spermienqualität.37 Diese Befunde flossen in behördliche Risikobewertungen nicht vollständig ein. Ob das methodische Schwächen widerspiegelt oder gezielte Verharmlosung, prüft die ECHA derzeit im Rahmen der harmonisierten Einstufung.
Obwohl die in Tierstudien verwendeten Dosen deutlich über der aktuellen menschlichen Tagesaufnahme liegen, ist eine vorschnelle Entwarnung nicht angebracht. Zu beachten: In bestimmten Geweben wie Augen und Plazenta lagen gemessene TFA-Konzentrationen höher als im Blut – und Dauerexposition wirkt anders als eine einmalige Dosis.
Tierversuche liefern erste Antworten, abschliessende Aussagen zur menschlichen Gesundheit bleiben offen. Dennoch bilden sie den einzigen verfügbaren Ausgangspunkt, da epidemiologische Studien am Menschen zu TFA bislang ausstehen.33
Als extrem persistente Verbindung akkumuliert TFA in Umweltkompartimenten und gelangt über Jahrzehnte in Trinkwasser und Nahrungsketten. Die entscheidende Unsicherheit liegt daher weniger in der Tagesdosis als in der Lebenszeit‑Exposition: Wir wissen heute nicht, welche gesundheitlichen Effekte entstehen, wenn niedrige Konzentrationen über viele Jahrzehnte kumulieren. Genau diese Langzeitperspektive verleiht den toxikologischen Hinweisen aus Tierstudien ihre Relevanz.
TFA fällt in eine regulatorische Grauzone. Die EFSA nahm TFA nicht in ihre PFAS-Risikobewertung von 2020 auf – die Datenlage galt damals als unzureichend.42 Deshalb gelten die Trinkwasser- und Lebensmittel-Grenzwerte nur für klassische PFAS.
In der Folge entwickelten nationale Fachbehörden eigene Bewertungsansätze. Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) setzte einen maximalen Richtwert von 60'000 ng/L für TFA im Trinkwasser fest. Der vorsorgliche Sicherheitsgrenzwert beträgt 10'000 ng/L.43 Zuvor hatte das niederländische Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM) einen deutlich niedrigeren, indikativen Richtwert von 2200 ng/L vorgeschlagen.39 Weitere europäische Pendants folgten nicht.
Internationale Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser (nicht TFA)
Die Grenzwerte verschiedener Länder basieren auf unterschiedlichen Bewertungsansätzen – etwa Einzelstoff- versus Summengrenzwerte. Aufgrund der Vielzahl von unbekannten PFAS-Verbindungen kann die Einzelsubstanzanalytik in bestimmten Fällen zu einer Unterschätzung des Risikopotentials führen. Summenparameter liefern wertvolle zusätzliche Hinweise zur Höhe von PFAS‑Verunreinigungen in Wasser.
Während etwa Schweden einen Summenwert von 4 ng/L für mehrere PFAS ansetzt, legt die Schweiz deutlich höhere Grenzwerte für einzelne Substanzen wie PFOA fest. Diese methodischen Unterschiede erschweren direkte Vergleiche. Dennoch führen sie in der Praxis zu Abweichungen bei den zulässigen Maximalkonzentrationen im Trinkwasser, sodass sich faktisch auch das Schutzniveau zwischen den Ländern unterscheidet.
Konsequenzen für die Schweiz: TFA im Grundwasser - ohne Grenzwert
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) erfasst TFA im nationalen Gewässermonitoring. Dabei fällt auf, dass TFA flächendeckend im Grundwasser auftritt. An gut 60 % der Messstellen liegen die Werte zwischen 1000 und 5000 ng/L. Einzelne Standorte weisen Spitzenwerte von über 10'000 ng/L auf.48
Kantonale Laboratorien, etwa das Kantonslabor Zürich, wiesen TFA in Trinkwasserproben nach (<400 ng/L bis 2500 ng/L). Der Kanton ist einer der ersten, der TFA-Werte auf öffentlich zugänglichen Karten publiziert.49
Einen gesetzlichen Grenzwert für TFA im Trinkwasser kennt die Schweizer Trinkwasserverordnung nicht (Stand 2026).47 Grund: Die Schweizer Lebensmittelbehörde (BLV) lehnt Lebensmittelwerte an EU-Recht an. Dadurch existiert kein verbindlicher Lebensmittelwert.
Zwei EU-Behörden treiben die TFA-Regulierung parallel voran – mit klar getrennten Aufgaben.
Die ECHA bewertet die Gefahreneigenschaft
Schadet TFA der Gesundheit – ja oder nein? 2025 beantragten deutsche Behörden eine harmonisierte Einstufung (CLH).33 Vorschlag: Klassifizierung von TFA als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B – wegen Lebertoxizität und Entwicklungsschäden bei Tierversuchen.
Hinweis: CLH-Verfahren (Harmonised Classification and Labelling) definieren EU-weit verbindlich die Gefahreneigenschaften chemischer Stoffe – Grundlage: die CLP-Verordnung (Classification, Labelling, Packaging).
Kategorie 1B bedeutet: Tierversuche an Ratten und Kaninchen belegen Fortpflanzungs- und Entwicklungsschäden; die Übertragung auf Menschen gilt als plausibel. Zwei Befunde stehen im Zentrum:
Es liegen keine Humanstudien zur reproduktionstoxischen Wirkung vor. Das EU-System gleicht diese Lücke über das Vorsorgeprinzip aus: Eindeutige Tierversuche begründen eine präventive Übertragbarkeit auf den Menschen – bis gegenteilige Belege vorliegen.
Die ECHA gibt ihre Einstufungsempfehlung an die EU-Kommission weiter.
Die EFSA berechnet daraus die akzeptable Tagesdosis
Wie viel TFA verträgt ein Mensch lebenslang täglich? Einen EU-weit harmonisierten ADI (Acceptable Daily Intake) für TFA gab es bislang nicht. Informelle Orientierungswerte aus früheren Jahren lagen bei 0,05 mg/kg (50'000 ng/kg) Körpergewicht pro Tag.38 Neuere Empfehlungen von FachexperInnen liegen sehr deutlich darunter, siehe weiter oben bei Wege in den menschlichen Körper.
Die EFSA-Arbeitsgruppe erarbeitet derzeit (Stand Ende 2024/2025) den ersten offiziellen gesundheitsbasierten Richtwert (HBGV) für TFA. Laufende Entwürfe deuten auf einen Wert von 0,03 mg/kg (30'000 ng/kg) – oder noch niedriger – hin, um neueren Toxizitätsbefunden Rechnung zu tragen. Offizielle Abschlussberichte gibt es im März 2026 nicht.
Beide Verfahren – Gefahreneinstufung und ADI-Festlegung – laufen parallel und stützen einander. Eine Aktualisierung der Rechtslage dauert vermutlich bis 2027. Bei PFOA und PFOS lagen zwischen dem internen Industriewissen und der behördlichen Reaktion Jahrzehnte. Hingegen besteht bei TFA das Wissen vor dem dokumentierten Schaden. Ob daraus eine frühere Regulation folgt, entscheiden Behörden, Hersteller und eine informierte Öffentlichkeit gleichermassen.
Als Hauptquellen für TFA identifiziert das deutsche Umweltbundesamt fluorierte Kälte- und Treibmittel (Treibgase) sowie Pestizide.50 Mehr dazu unter 2 Herkunft und Verteilung von TFA.
Während wissenschaftliche Bewertungen diese Eintragspfade zunehmend bestätigen, bleibt die politische Verantwortungszuordnung umstritten.
Landwirtschaftliche Verbände schieben die Schuld auf industrielle Produzenten von Kälte- und Treibmitteln. Dennoch relativieren Teile der Industrie die Problematik. Das European Fluorocarbons Technical Committee (EFCTC) betreibt aktiv Kommunikation zur Verharmlosung des TFA-Problems.52 Wirtschaftliche Interessen in Milliardenhöhe erklären den Widerstand gegen die Regulierung präziser als wissenschaftliche Unsicherheit.
Einen wesentlichen Emissionsbereich stellen fluorierte Kältemittel dar. Die Hersteller Chemours und Honeywell positionierten HFO-1234yf als Klimaschutzlösung und erhielten regulatorische Rückendeckung. HFO-1234yf löste HFC-134a (R-134a) ab – nach internationalem Druck zur Reduktion des Treibhauspotenzials. Der Marktwert beider Unternehmen im Kältemittelsegment übersteigt mehrere Milliarden USD.8 Die oben genannte höhere TFA-Bildungsrate von HFO-1234yf im Vergleich mit seinem Vorgänger blendeten Hersteller und Behörden gemeinsam aus. Klimapolitik und Chemikalienregulierung sprechen hier nicht miteinander. Politische Koordination zwischen diesen Bereichen fehlt vollständig.
Auch im Pestizidbereich beobachten politische Behörden, agieren aber kaum. Immerhin: 2025 entzog die Europäische Kommission dem Pestizid-Wirkstoff Flufenacet die Genehmigung. Dennoch blieben trotz ihrer bekannten Umweltgefahr zahlreiche TFA-bildende Pestizide weiterhin zugelassen. Im Gegensatz dazu Dänemark: 2025 Widerrufung der Zulassungen für 23 Pestizide aufgrund ihrer TFA-Bildung.51
Die Konsequenzen einer strengeren Regulierung betreffen mehrere Ebenen. 2021 hatte das TZW (Technologiezentrum Wasser, Karlsruhe) gewarnt: Ein Grenzwert von 0,1 µg TFA pro Liter (100 ng/L) hätte dramatische Folgen für die deutsche Wasserversorgung. Besonders, weil Umkehrosmose als einzige wirksame Technik die Kapazität kommunaler Wasserwerke klar übersteigt (siehe unten). Wer den Grenzwert setzt, ohne die Emissionsquellen zu schliessen, externalisiert die Kosten auf die Allgemeinheit.
Wasserwirtschaftsverbände wie der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) und die AWE (Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke an der Elbe) griffen diese Problematik auf. Einsehbar auch beim Umweltbundesamt (UBA) unter Grundlagen für eine effektive Minimierung schaffen - Räumliche Analyse der Eintragspfade in den Wasserkreislauf.
TFA überfordert alle gängigen Filtertechnologien stärker als ihre langkettigen Verwandten. Das liegt primär an ihrer geringen Molekülgrösse und extremen Wasserlöslichkeit.
Handelsübliche Aktivkohle adsorbiert grosse, hydrophobe Moleküle (z.B. PFAS wie PFOS und PFOA) gut. TFA – klein, polar, wasserlöslich – haftet kaum an Kohleoberflächen. Neuere Technologien mit oberflächenmodifizierter Aktivkohle und elektroassistierter Desorption erreichen unter Laborbedingungen vielversprechendere Wirkung. Hundertprozentige Filtration ist aber auch hier nicht möglich.66 In einer Pilotstudie dokumentierten Tisler et al. (2025) zudem ein beunruhigendes Phänomen: Gesättigte Filter können TFA wieder freisetzen, sodass die Konzentration im gefilterten Wasser zeitweise über derjenigen im Rohwasser liegt.53
Ebenso binden Standard-Ionenaustauscher TFA unzureichend. Speziell entwickelte Anionenaustauscherharze erzielten in Laborversuchen bessere Ergebnisse bei langkettigen und kurzkettigen PFAS als Aktivkohlefilter. ForscherInnen dokumentierten über 14 Zyklen Entfernungsraten von 80 bis über 95 Prozent für verwandte kurzkettige PFAS wie PFBA und PFPeA.54 Anionenaustauscherharze bringen aber das Risiko neuer Schadstoffeinträge mit.53
Umkehrosmose presst Wasser in Membranen mit Nanoporen. Diese Technologie entfernt lang- und kurzkettige PFAS-Verbindungen zu hohen Raten.55
Pilotstudien in Wasserkraftwerken zeigen für TFA eine gute Wirkungskraft.1 Allerdings belegten ältere Studien wie Li SJ et al. (2010): Selbst Umkehrosmose-Membranen halten TFA nicht vollständig zurück – die kleinen Moleküle passieren je nach pH-Wert, Membrantyp, Druck und Ionenstärke unterschiedlich gut.56
Zudem stellt die Entsorgung der entstehenden Konzentrate eine grosse Herausforderung dar. Ihre Verbrennung kann zu Nebenprodukten, wie Fluoroform führen, das ein Treibhausgaspotenzial von 14'800-fach gegenüber CO2 aufweist.22
Für den Haushaltsbereich gilt ein zusätzlicher Vorbehalt: Alle vorliegenden Daten stammen aus Laborversuchen oder Wasserwerks-Pilotprojekten unter kontrollierten Bedingungen. Für handelsübliche Heimgeräte existiert kein unabhängiger TFA-spezifischer Wirksamkeitsnachweis – weder für Umkehrosmoseanlagen noch für andere angebotene Filtersysteme. Herstellerangaben ersetzen keine wissenschaftliche Prüfung.
Die University of Illinois entwickelte ein elektrochemisches Verfahren, das ultrakurzkettige bis langkettige PFAS – inklusive TFA – in einem einzigen Prozess aus Wasser entfernt.57
Die Basis bildet eine Redox-Polymer-Elektrodialyse, also ein elektrisches Filtersystem. Bei angelegter Spannung wandern geladene PFAS-Teilchen durch eine Nanofiltrationsmembran in einen Sammelkanal. Ein Hilfsmolekül treibt diesen Vorgang an – wie eine molekulare Pumpe. Der grosse Vorteil: Dank der elektrischen Anziehung verstopft die Nanofiltrationsmembran nicht. Bei herkömmlichen Filtermethoden ist genau das ein zentrales Problem.
Zwei Mechanismen arbeiten gleichzeitig:
Die aufkonzentrierte PFAS-Lösung lässt sich anschliessend zerstören. Dieses System eliminierte je nach Konzentration 70–89 % der TFA aus dem Wasser.57
Im Labor überzeugt die Technologie. Für den Einsatz in Wasserwerken stehen grosse Hürden im Raum: Materialbeständigkeit, Anlagegrösse, Regenerationszyklen und die Entsorgung der hochkonzentrierten PFAS-Lösung.
Die Forschungslage zu TFA bleibt jünger und dünner als bei langkettigen PFAS. Langzeitstudien zur chronischen Exposition bei Menschen fehlen weitgehend – was bei Umweltchemikalien der Regel entspricht, nicht der Ausnahme. Nur weil Daten nicht vorliegen, ist ein Risiko nicht ausgeschlossen. Globale Verbreitung, extreme Persistenz, Akkumulation in Ökosystemen und das mangelnde Wissen über lebenslange Exposition verlangen Aufmerksamkeit – nicht Abwarten.40
Inzwischen kommt TFA überall vor – und die Belastung wächst ständig. Individuelle Schutzmassnahmen schwächen die persönliche Exposition ab, das Grundproblem lösen sie nicht. Zudem adressiert Trinkwasserfilterung nur einen kleinen Bruchteil der TFA-Exposition. Die Nahrung belastet deutlich stärker. Darum: Wer TFA wirklich reduzieren will, beginnt bei der Ernährungswahl, nicht beim Wasserfilter.
Wir empfehlen, Bio-Getreideprodukte zu bevorzugen: Damit erreichen Sie eine dreifach geringere Belastung gegenüber konventionellen Produkten. Der Einkauf von Bioprodukten vermindert generell die Anwendung von Pestiziden als Verursacher von TFA. Zudem nützt es, Orangensaft zu reduzieren – besonders für Kinder – und industrielle Getreideprodukte sowie Wein einzuschränken. Im Austausch wählen Sie besser lokale und saisonal angepasste Lebensmittel.
Hier steht das Wissen über kurzfristige Tierversuche einer Bevölkerung gegenüber, die lebenslang und täglich exponiert ist – eine Konstellation, die keine Entwarnung erlaubt.
Einschätzung des Autors
Die Geschichte der Schadstoffe lehrt generell: Politische Massnahmen kommen zu spät. Deren Umsetzung kostet viel. Im konkreten Fall von TFA liegt das Wissen früher vor als bei PFOA und PFOS. Das bietet eine seltene Chance, das Muster zu durchbrechen.
Drei Bereiche verdienen dringend politische Aufmerksamkeit:
Der Zielkonflikt zwischen HFO-Kältemitteln und TFA-Prävention verdient besondere Aufmerksamkeit – weil ihn zwei vollständig getrennte Politikbereiche verwalten, die nicht miteinander kommunizieren. Klimaschutz und Chemikalienregulierung benötigen hier einen gemeinsamen Tisch.
Ob aus vorhandenem Wissen frühere Regulation folgt, entscheiden Behörden, Hersteller und eine informierte Öffentlichkeit gleichermassen. Prognosen sehen voraus: Ohne Trendumkehr am Ursprung steigen TFA-Konzentrationen in Süsswassersystemen modellbasiert bis ins Jahr 2100 auf das Fünffache.
| 1. | * Narratives Review DOI: 10.1016/j.watres.2017.09.045 | Scheurer M, Nödler K, et al. Small, mobile, persistent: Trifluoroacetate in the water cycle - Overlooked sources, pathways, and consequences for drinking water supply. Water Res. 2017;126:460-471. |
| 2. | * Once absorbed, it is distributed in plasma and extracellular fluids, with a tendency to remain ionized due to its strongly acidic nature (pKa ≈ 0.5). Studies on patients undergoing halothane anesthesia have found significant levels of TFA in plasma and urine, peaking 24–48 h after exposure. TFA concentrations up to 8.46 ng/mL have been detected in blood samples from Chinese men. It is not lipophilic and therefore does not significantly accumulate in adipose tissue. TFA is excreted almost exclusively via the kidneys in its unchanged form. Elimination is slow, with a plasma half-life of approximately 1–2 days in humans, though this may vary. Renal function affects clearance: in patients with kidney dysfunction, TFA may accumulate in the blood. Narratives Review DOI: 10.3390/environments12080277 Study: weak evidence | Moscato, A, Longo MV, et al. Trifluoroacetic Acid: A Narrative Review on Physico‑Chemical Properties, Exposure Pathways, and Toxicological Concerns. Environments. 2024;12(8):277. |
| 3. | * Narratives Review DOI: 10.3390/life15121825 Study: weak evidence | Wipplinger J, Meusburger L, et al. The Effects of Trifluoroacetic Acid (TFA) in Humans: A Rapid Review. Life. 2025;15(12):1825. |
| 4. | ● Website | Eurofins: Van Hees P, Karlsson P, et al. Trifluoroacetic acid (TFA) and trifluoromethane sulphonic acid (TFMS) in juice and fruit/vegetable purees. |
| 5. | ● Contamination all over Europe:
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| 6. | * Narratives Review DOI: 10.1007/s00204-025-04126-9 | Maerten A, Sanz-Serrano J, et al. Tiny molecules, big concerns: ultrashort-chain PFAS on the regulatory radar. Arch Toxicol. 2025;99(8):3449-3451. |
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| 22. | * Thus, the concentrations of TFA in nonoccupationally exposed US citizens are similar to the concentrations of bioaccumulative legacy long-chain PFAAs (e.g., PFOS, PFHxS, PFNA, PFDA) measured in the serum of occupationally exposed workers. modellgestützte, quantitativ‑analytische Umweltchemie‑Originalstudie DOI: 10.1021/acs.est.4c06189 | Arp HPH, Gredelj A, et al. The Global Threat from the Irreversible Accumulation of Trifluoroacetic Acid (TFA). Environ Sci Technol. 2024;58(45):19925–19935. |
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| 40. | ● Website | Blye DR. Understanding TFA: The Tiny PFAS with a Big Presence. Montrose Environmental Group. 2024. |
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| 43. | ● Website | PFAS-Free Cooling Heating: Garry M, Germany’s Linkage of TFA to Reproductive Toxicity Officially Submitted to EU. 2025. |
| 44. | ● Website | U.S. Environmental Protection Agency (EPA): Per- and Polyfluoroalkyl Substances (PFAS). Final PFAS National Primary Drinking Water Regulation. 2025. |
| 45. | ● I Livsmedelsverkets föreskrifter (LIVSFS 2022:12) om dricksvatten finns gränsvärden för PFAS. Reglerna om PFAS baseras bland annat på den europeiska mydigheten för livsmedelssäkerhets, Efsas , hälsobaserade riktvärde för PFAS 4 från 2020 och omfattar två gränsvärden:
Gränsvärdet för PFAS 4 omfattar de ämnen som ingår i Efsas hälsobaserade riktvärde (PFOA, PFNA, PFOS och PFHxS) och gränsvärdet för PFAS 21 omfattar PFAS 4 samt ytterligare PFAS-ämnen. Gränsvärdena för PFAS ska tillämpas från 1 januari 2026. Website | Verordnung der schwedischen Nationalen Lebensmittelbehörde (LIVSFS 2022:12): PFAS och andra miljögifter i dricksvatten och livsmedel - kontroll. 2026. |
| 46. | ● Sum af PFAS 0,10 µg/L Ved sum af PFAS forstås summen af både det lineære og de forgrenede stoffer for følgende 22 PFAS-stoffer: Website | Dänische Trinkwasserverordnung BEK Nr. 1272: Bekendtgørelse om vandkvalitet og tilsyn med vandforsyningsanlæg. 2025. |
| 47. | ● Website | Eidgenössisches Departement des Innern (EDI): Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (817.022.11). 2026. |
| 48. | ● Website | Schweizerisches Bundesamt für Umwelt (BAFU): TFA im Grundwasser. |
| 49. | ● Website | Kantonales Labor Zürich. Trinkwasser. |
| 50. | ● Website | Umwelt Bundesamt: Sturm S, Freeling F, et al. Trifluoracetat (TFA): Grundlagen für eine effektive Minimierung schaffen - Räumliche Analyse der Eintragspfade in den Wasserkreislauf. Abschlussbericht. Dessau-Rosslau: 2023. |
| 51. | ● Website | Deutsche Umwelthilfe e.V. TFA-bildende Pestizide: Deutsche Umwelthilfe reicht Klagen gegen Zulassungen für drei Produkte ein. 2025. |
| 52. | ● Website | Fleet D, Hanlon J, et al. Study on environmental and health effects of HFO refrigerants (Publication number: M-917|2017). Risk & Policy Analysts. 2017. |
| 53. | * Laborstudie Reinigungseffekt von Aktivkohle und Anionenaustauscher DOI: 10.1016/j.watres.2024.122871 | Tisler S, Mrkajic NS, et al. A non-target evaluation of drinking water contaminants in pilot scale activated carbon and anion exchange resin treatments. Water Res. 2025;271:122871. |
| 54. | * Laborstudie Ionenaustauscher DOI: 10.1002/rem.21515 | Woodard S, Berry J, Newman B. Ion exchange resin for PFAS removal and pilot test comparison to GAC. Remediation Journal. 2017;27(3):19–27. |
| 55. | * Laboruntersuchung Wasserproben aus Wasseraufbereitungsanlagen DOI: 10.1016/j.watres.2013.10.067 | Appleman TD, Higgins CP, et al. Treatment of poly- and perfluoroalkyl substances in U.S. full-scale water treatment systems. Water Research. 2014;51:246-255. |
| 56. | * Laborstudie Umkehrosmose DOI: 10.5004/dwt.2010.1124 | Li SJ, Wang YF, et al. Removal of fluorions from trifluoroacetic acid by reverse osmosis. Desalination and Water Treatment. 2010;20(1–3):66–71. |
| 57. | * Laborstudie Redox-Elektrodialyse und Elektrosorption DOI: 10.1038/s41467-024-52630-w | Kim N, Elbert J, Shchukina E, Su X. Integrating redox-electrodialysis and electrosorption for the removal of ultra-short- to long-chain PFAS. Nat Commun. 2024;15(1):8321. |
| 58. | * Narratives Review DOI: 10.1016/j.cogsc.2023.100807 Study: weak evidence | Freeling F, Björnsdotter MK. Assessing the environmental occurrence of the anthropogenic contaminant trifluoroacetic acid (TFA). Current Opinion in Green and Sustainable Chemistry. 2023;41:100807. |
| 59. | ● Im Unterlauf des Neckars wurde im Sommer 2016 Trifluoracetat in Konzentrationen im Uferfiltrat von 10–20 µg/L nachgewiesen. Bei der Quellensuche wurde ein sprunghafter Anstieg in Bad Wimpfen festgestellt, in welchem der Standort eines Werkes zur Herstellung von Trifluoressigsäure beheimatet ist. Die zugehörige Firma ist in der REACH-Datenbank mit einer Tonnage von 1.000–10.000 t/a registriert. Da der Neckar bei Mannheim in den Rhein mündet und Konzentrationen weit oberhalb des (damaligen) gesundheitlichen Orientierungswertes (GOW) von 1 µg/L gemessen wurden, sollte auch in Nordrhein-Westfalen die Belastungssituation abgeschätzt werden. Bereits im Dezember 2016 wurde der GOW auf 3 µg/L angehoben, welcher durch die Ableitung eines gesundheitlichen Leitwertes von 60 µg/L durch das Umweltbundesamt im Mai 2020 obsolet wurde. Zum Jahresende 2016 wurde das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz (MULNV) über die Arbeitsgemeinschaft der Rhein-Wasserwerke (ARW) über Befunde von Trifluoracetat im Rhein informiert. Demnach sind weite Strecken des Mittel- und Niederrheins mit TFA belastet. Am Niederrhein wurden dabei Gehalte von über 1 µg/L gemessen. An der Einleitstelle von TFA in den Neckar wurden bis zu 100 µg/L TFA und im Neckar selber TFA-Konzentrationen im zweistelligen µg/L-Bereich gemessen. Da der damalig gültige gesundheitliche Orientierungswert von 1 µg/L im Rhein überschritten wurde, sollte die Belastung in Nordrhein-Westfalen detaillierter untersucht werden, um die Datenlage zu verbessern1 und um relevante Eintragspfade zu identifizieren. Website | LANUV. Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW. ECHO-Stoffbericht: Trifluoracetat (TFA) - Update. 2020. |
| 60. | * Per- and polyfluoroalkyl substances (PFAS) have been at the center of numerous toxicological and environmental concerns and regulatory scandals for two decades. Previous research has shown a long history of active obfuscation, misdirection (‘science bending’) and regulatory manipulation by the largest halogenation businesses, related to the depletion of the ozone layer and the toxicity of some fluorinated surfactants (PFOS and PFOA). We screened publications for potential evidence of other strategies of deception and obfuscated information regarding PFAS and fluoropolymers. A directed effort was identified to influence the scientific understanding of the environmental source and effects of ultrashort PFAS, especially trifluoroacetic acid (TFA). Critical issues in the current analytical approach to PFAS monitoring were identified, as well as evidence of a silently abandoned “total organofluoride” technique. The non-specific character of the production, incineration and degradation processes is discussed, including the underreported relevance of PFAS congeners to regulation. A critical review of the literature and methodologies used in assessing the toxicology of (ultra)short PFAS resulted in some deeply concerning observations. (Disclaimer: This paper has not been peer-reviewed yet and may be subject to improvements and corrections at any time.) In conclusion, the results found while researching potential ‘Science Bending’ by the fluorination industry are deeply concerning. Not only was a pattern of deceptive behaviour identified, it appears that the techniques used have only gotten more sophisticated, even involving the manipulation of (the certification of) analytical techniques. The negative impact on environmental regulation is undeniable. The Dark PFAS Hypothesis Large multi-nationals like DuPont/Chemours, 3M, Solvay, Honeywell and others have conducted a coordinated campaign of deliberate science bending and regulatory capture to safeguard their fluorination businesses starting at the ratification of The Montreal Protocol and continuing to this day. In service of the introduction of HFK’s as replacement products for CFK’s, the source and toxicological relevance of environmental TFA (and other ultrashort PFAS) was deliberately obfuscated. Replacement products resulting from the PFOA stewardship program may have been designed specifically to dodge analytical detection by targeting ultrashort molecules as primary degradation products. Access to proper analytical techniques, standards and critical production information, which could all contribute to a full understanding of the environmental impact of PFAS, was and is actively and continually stymied. DOI: - | Goorden T. The Dark PFAS Hypothesis: Strategies of deception. 2023. |
| 61. | ● Key findings include:
Website | Pesticide Action Network Europe (PAN Europe): New Study Reveals Alarming Levels of ‘Forever Chemical’ TFA in bread, pasta, and breakfast cereals. 2025. |
| 62. | * After an initial burst of research in the late 1990s and early 2000s, research on this ubiquitous pollutant declined as atmospheric emissions of the precursor compounds grew rapidly. Thus, there is little contemporaneous information about the concentrations of TFA in the environment and how they have changed over time. Felduntersuchung DOI: 10.1021/acs.est.2c01826 | Cahill TM. Increases in Trifluoroacetate Concentrations in Surface Waters over Two Decades. Environ Sci Technol. 2022;56(13):9428-9434. |
| 63. | * Concentrations of TFA reached 11.8e149 ng/g in maize straw and up to High BAFs of 18e61 have also been reported for TFA in plants from a BAFs for TFA were generally higher than those for PFOA, PFOS, Umweltmonitoring, Feldstudie DOI: 10.1016/j.envpol.2020.114487 | Lan Z, Yao Y, Xu J, Chen H, Ren C, Fang X et al. Novel and legacy per- and polyfluoroalkyl substances (PFASs) in a farmland environment: Soil distribution and biomonitoring with plant leaves and locusts. Environmental Pollution. 2020;263:114487. |
| 64. | * Laborstudie DOI: 10.1016/j.neuropharm.2012.04.011 Study: weak evidence | Tipps ME, Iyer SV, John Mihic S. Trifluoroacetate is an allosteric modulator with selective actions at the glycine receptor. Neuropharmacology. 2012 Sep;63(3):368-373. |
| 65. | * Preprint: Laborstudie DOI: 10.1101/2025.03.06.641713 Study: weak evidence | Tang W, Black AS, et al. Trifluoroacetate reduces plasma lipid levels and the development of atherosclerosis in mice. BioRxiv. 2025. |
| 66. | * Technologische Studie DOI: 10.1016/j.jhazmat.2022.129051 | Zhou J, Saeidi N, et al. Efficient removal of trifluoroacetic acid from water using surface-modified activated carbon and electro-assisted desorption. J Hazard Mater. 2022;436:129051. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||
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