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Erdnussöl

Erdnussöl hat einen würzig, aber milden Geschmack. Es harmoniert gut mit vielen Speisen, so z.B. zu Wok-Gerichten, zum Frittieren und für Salatdressings.

Erdnussöl ist ein Pflanzenöl das man durch Pressung der Erdnusssamen (Arachis hypogaea) gewinnt. Kaltgepresstes Erdnussöl hat eine leicht gelbliche Färbung und einen milden Geschmack. Raffiniertes Erdnussöl ist weisslich und eher geschmacksneutral, wodurch es sich zur Herstellen von Mayonnaise gut eignet.

Eigenschaften und Allergene:

Aus Wikipedia: "Der Rauchpunkt von Erdnussöl liegt bei etwa 160 °C, der von raffiniertem bei ca. 232 °C. Der Schmelzpunkt von Erdnussöl liegt zwischen −2 °C und + 3 °C." 

"Der Großteil der am Markt befindlichen Menge Erdnussöl wird durch Raffination aufgearbeitet, um eine definierte, einheitliche Qualität zu erhalten. So werden auch störende Begleitstoffe (z. B. Aflatoxine) und Umweltkontaminanten  (z. B. Schwermetalle, Pestizide) entfernt, die bei der Verwendbarkeit und Weiterverarbeitung unerwünscht sind." Obwohl kaltgepresste Qualität den intensivsten Geschmack hat und als natürlichste gilt, kann sie noch Allergene enthalten!

Inhaltsstoffe:

"Erdnussöl besteht überwiegend aus Triglyceriden, also Triestern des Glycerins mit verschiedenen Fettsäuren. Die Fettsäuren, der im Erdnussöl vorhandenen Triglyceriden, sind variabel und abhängig vom Anbaugebiet der für die Ölgewinnung verwendeten Erdnüsse. Das europäische Arzneibuch gibt zur Reinheit des raffinierten Erdnussöls folgende Fettsäurezusammensetzung vor: 35 bis 72 % einfach-ungesättigte Ölsäure, 13 bis 43 % zweifach-ungesättigte Linolsäure, 7 bis 16 % Palmitinsäure, 1,3 bis 6,5 % Stearinsäure, 0,5 bis 3 % Arachinsäure, 1 bis 5 % Behensäure und 0,5 bis 3 % Lignocerinsäure. Des Weiteren kommen Tocopherole (mehrere Vitamin E-Formen), weitere Antioxidantien, Lecithin, Kohlenwasserstoffe und Sterole vor. Der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäureresten ist relativ gering."

Verwendung:

  • Küche: "Aufgrund seines hohen Flammpunktes besitzt das Öl eine gute Hitzestabilität und findet besonders dort Verwendung, wo hohe Temperaturen gewünscht sind, wie etwa beim Braten, Grillen oder Frittieren ..."
     
  • Pharmazie und Medizin: Erdnussöl kann "als Klistier zur Erweichung von hartem Kot im Enddarm angewandt werden oder wegen seines Gehalts an ungesättigten Fettsäuren in den Triacylglyceriden den Cholesterinspiegel senken. In der pharmazeutischen Technologie dient es als Trägerstoff für fettlösliche Wirkstoffe zum äußerlichen, enteralen oder parenteralen Gebrauch, besonders für Sexualhormone mit Depotwirkung und als Öl für Augentropfen.  In der Dermatologie gilt Erdnussöl als hilfreich gegen Krusten und Hautschuppen im Bereich des Kopfes. Es kann aber ebenso zur Säuglingspflege und auch als Badezusatz zur Behandlung von subakuten, chronischen Ekzemen sowie bei atopischen Ekzemen und Ichthyosis verwendet werden. Außerdem dient gehärtetes Erdnussöl wegen seines guten Wasseraufnahmevermögens als Salbengrundlage. ... Heute jedoch wird dieses Öl immer seltener zur Arzneimittelherstellung verwendet, da es trotz partieller Hydrierung der Doppelbindungen im Fettsäureanteil der Tricylglyceride immer noch ranzig wird."
     
  • Kosmetik und Industrie: Erdnussöl wird gerne "als Massageöl verwendet,da es nur langsam in die Haut einzieht und gute Gleiteigenschaften besitzt. Deshalb bildet es ein gutes Basisöl für Massagen. Des Weiteren findet das Erdnussöl Einsatz als Badeöl oder zumindest als Badeölzusatz. Außerdem gilt dieses Öl hier wegen seines hohen Fettanteils auch als guter Hautschutz und kommt deswegen öfter in Haut- und Sonnenölen vor. ... Sehr gut hilft es auch gegen sehr trockene oder schuppige Haut und gegen Ekzeme.
    Erdnussöl wird häufig in der Lebensmittelindustrie genutzt, um daraus Margarine herzustellen oder um Suppen und Gewürze zu verfeinern.Außerdem kann es für die Produktion von Seifen oder Anstrichmitteln verwendet werden."