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Chinesische Yamswurzel

Die Chinesische Yamswurzel (Lichtwurzel) gehört zu den wenigen roh essbaren Yams-Arten und findet überdies in der traditionellen chinesischen Medizin Anwendung.
94/05/01  LA:ALA
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Die ebenfalls unter dem Namen "Lichtwurzel" (geschützte Bezeichnung für die Art Dioscorea batata) bekannte Chinesische Yamswurzel wird seit Jahrhunderten in China kultiviert, wo sie als Nahrungs- und Kulturpflanze Verwendung findet. Die Yamswurzel schmeckt leicht süsslich und wird in der Chinesischen Medizin u.a. als Immuntonikum eingesetzt.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Yams (Dioscorea), auch Yam oder Yamswurzel genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Yamswurzelgewächse (Dioscoreaceae). Die bis zu 800 Arten sind hauptsächlich in den Tropen verbreitet. Einige Arten sind wichtige tropische Nahrungs- und Heilpflanzen."

Verbreitung:

"Die Gattung Dioscorea ist von den tropischen bis gemäßigten Gebieten fast weltweit verbreitet. In China gibt es 52 Arten, 21 davon nur dort. Einige Arten sind in manchen Gebieten der Welt Neophyten.
Die einzigen in Mitteleuropa heimischen Arten sind die Gemeine Schmerwurz (Dioscorea communis) und die Balkan-Schmerwurz (Dioscorea balcanica)."

Verwendung in der Küche:

Kleine Yamswurzeln kocht man für gewöhnlich im Ganzen. Grössere schneidet man vor dem Kochen in kleinere Stücke. Die Zubereitungsart ähnelt der von Kartoffeln. Beim Anschneiden kommt es zum Austritt von Schleim, der beim Erhitzen wieder verschwindet. Yamswurzeln eignen sich zum Kochen, Dämpfen oder Backen.
Die Chinesische Yamswurzel lässt sich durch ihren neutralen Geschmack auch roh mit Schale als Dip verwenden und ist im Gemüsefach bis zu zwei Wochen lagerbar.

Inhaltsstoffe und medizinische Wirkung:

"Bei der am meisten angebauten Art erreichen die unterirdischen Knollen eine Länge von bis zu 2 Meter; ihr Geschmack ist süßlich und ähnelt Esskastanien und Kartoffeln. Sie haben eine dunkelbraune bis schwarze Haut und sind reich an Provitamin A sowie Kalium. Außer der „Chinesischen Yamswurzel“ ("Lichtwurzel", "Nagaimo", "D. polystachya", "D. batatas", "D. divaricata" oder fälschlich auch Dioscorea opposita bzw "D. oppositifolia") und der Dioscorea japonica („Japanische Berg-Yams“ oder „Yamaimo“(山芋)) wirken alle Yams-Arten roh gegessen toxisch.Yamswurzeln ähneln geschmacklich und optisch den Süßkartoffeln, sind aber nicht mit ihnen verwandt. In Südamerika, Afrika und der Karibik sind Yams weit verbreitet, in Europa jedoch im Gegensatz zur Süßkartoffel nur selten zu erwerben. Des Weiteren sind sie in den Tropen ein wichtiger Stärke-Lieferant. ...

In der Naturheilkunde wird wilder Yams je nach Dosierung zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden, gegen PMS und sowohl zur Empfängnisverhütung als auch bei unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt. Der Einsatz ist jedoch umstritten und setzt eine intensive Beschäftigung mit dem Thema voraus.Die wilde Yamswurzel enthält in großen Mengen Diosgenin, ein Cholesterin-Derivat mit zusätzlichen Hydroxygruppen in der Seitenkette, die als inneren Ether weitere Ringe an das Steran-Gerüst anhängen. Obwohl aus Diosgenin nur durch chemischen Abbau das Gelbkörperhormon Progesteron gewonnen werden kann, wird Diosgenin in der esoterischen Literatur und der alternativen Medizin als „natürliches“ Progesteron bezeichnet."

Auszug aus "pharmawiki.ch": "Zu den Inhaltsstoffen gehören Stärke, Steroidsaponine wie Diosgenin (Aglykon), Dioscin (Glykosid) sowie Alkaloide wie Dioscorin. ... Die Anwendung bei Wechseljahrbeschwerden beruht auf einem Missverständnis. Die Yamswurzel wurde zur chemisch-synthetischen Gewinnung von weiblichen Sexualhormonen und anderer Steroidhormone verwendet (z.B. Progesteron aus Diosgenin). Bei der Einnahme oder der lokalen Anwendung findet diese Umwandlung im Körper jedoch nicht statt (!)"

Übersetzt aus "en.wikipedia.org/wiki/Dioscorea": "Eine Toxinklasse die in vielen Yamswurzel-Arten vorhanden ist, sind die Steroidsaponine, welche durch eine Reihe chemischer Reaktionen für Anwendungen in der Medizin sowie als Verhütungsmittel in Steroidhormone verwandelt werden können."

Anthroposophie und chinesische Medizin:

Aus "de.wikipedia.org/wiki/Anthroposophie": "Als Anthroposophie (von altgriechisch ἄνθρωπος ánthrōpos „Mensch“ und σοφία sophίa „Weisheit“) werden eine von Rudolf Steiner (1861–1925) begründete, weltweit vertretene spirituelle und esoterische Weltanschauung sowie der zugehörige Ausbildungs- und Erkenntnisweg bezeichnet. "

Die Lichtwurzel wurde von Steiner nicht nur als möglicher Kartoffelersatz, sondern auch als zeitgemässes Nahrungsmittel bezeichnet. Gemäss seiner anthroposophischen Anschauung soll die Pflanze Lichtäther speichern können und dem Menschen beim Verzehr zur Verfügung stellen.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird sie als tonisierend für Lunge, Niere sowie Milz beschrieben. Zusätzlich soll sie blutzucker- und cholesterinspiegelsenkende Eigenschaften besitzen und überdies entzündungshemmend wirken. Des Weiteren werden ihr positive Wirkungen auf männliche und weibliche Reproduktionssysteme nahegelegt.

Wissenswertes:

"In China gibt es ein Vorhaben, mit Hilfe gentechnischer Methoden Sorten von Yams-Arten zu züchten, die als Energiepflanzen für die Erzeugung von Ethanol-Kraftstoff optimiert sind."


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