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Koriander Blätter, roh

Die roh verwendeten grünen Korianderblätter duften zitronig- pfeffrig und schmecken säuerlich scharf, für manch einen unangenehm seifig.

Beim Koriander verwendet man sowohl die der glatten Petersilie ähnlich sehenden Blätter, als auch die Samen und Wurzeln. Den durch Aldehyde verursachten Geruch von Korianderblättern vergleicht man häufig mit dem der Wanzen, was bei Menschen, die mit diesem Aroma nicht vertraut sind, zu Abneigung führen kann.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Der Echte Koriander (Coriandrum sativum) ist eine Pflanzenart in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Er wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.

Der Name Coriandrum und Koriander leitet sich von den griechischen Wörtern Koris für Wanze und amon oder aneson für Anis ab. Weitere Trivialnamen sind Arabische Petersilie, Asiatische Petersilie, Chinesische Petersilie, Gartenkoriander, Gebauter Koriander, Gewürzkoriander, Indische Petersilie, Kaliander, Klanner, Schwindelkorn, Schwindelkraut, Stinkdill, Wandläusekraut, Wanzendill, Wanzenkraut oder Wanzenkümmel. Fälschlicherweise wird im anglo-amerikanischen Sprachraum das Korianderkraut mit dem aus dem Spanischen stammenden in Mittelamerika gebräuchlichen Namen Cilantro bezeichnet, der jedoch den dort heimischen Langen Koriander (Eryngium foetidum), auch Culantro oder Mexikanischen Koriander meint.

Der Echte Koriander wächst als einjährige krautige Pflanze. Die Wuchshöhe schwankt je nach Standort, Sorte und Verwendung zwischen 30 und 90 cm. Der Geruch der Pflanzenteile ähnelt stark dem Geruch der Ausdünstungen diverser Wanzenarten. Es wird ein schlanker „Wurzelstock“ gebildet. ...

Die jüngeren Blätter unterscheiden sich in der Form deutlich von älteren. Die jungen Blätter sind eher rundlich, breit und dreigeteilt eingeschnitten, während die älteren Blätter doppelt gefiedert und fein zerteilt sind. ...

Als Herkunftsgebiet wird der Mittelmeerraum vermutet. Koriander ist verwildert aber nicht wild bekannt. Der Echte Koriander ist als Heil- und Gewürzpflanze in Kultur und weltweit verbreitet. Verwendet wird die Pflanze schon seit 5000 vor Christus. Heute wird die Pflanze in Zentral-, Süd- und Nordamerika und dort besonders in Mexiko kultiviert, ebenso in Afrika ... und Europa ... und Asien."

Inhaltsstoffe:

"Koriander enthält ätherisches Öl.“ Besonders α- und γ-Terpine und Borneol sorgen für den angenehmen Geruch der Samen und kommen erst nach der Trocknung zur Geltung. „Der Samen enthält 60 % des in den Pflanzen enthaltenen Öls. Ein Teil davon ist auch fettes Öl.

... Fette Öle können als Ersatz für Palmöl und Kokosöl verwendet werden, die Einsatz in Waschmitteln (Grundstoff) und in der Kosmetikherstellung oder Lederverarbeitung finden."

Verwendung:

"Heute wird der größte Teil des Korianders zu Curry-Pulver verarbeitet. ... Während in Europa der Samen die größere Rolle spielt, werden in der südamerikanischen und in der asiatischen Küche, aber auch im südlichen Portugal... vor allem die grünen Pflanzenteile, umgangssprachlich „Kraut“ genannt, verwendet. ... Frisches Korianderkraut ... sieht ähnlich aus wie glattblättrige Petersilie. Das kräftige, moschusartige, zitronenähnliche Aroma gibt dem frischen Korianderkraut einen unverwechselbaren Charakter. An den scharfbitteren Geschmack müssen sich viele Menschen erst gewöhnen. Die fedrigen Blätter von älteren Pflanzen werden häufig als Garnierung verwendet. Sie können auch gehackt und Soßen oder Füllungen untergemischt werden. ... Die Früchte und Blätter enthalten unterschiedliche Aromen und können einander daher nicht ersetzen."

Medizinische Bedeutung:

"Koriander findet seit der Zeit des antiken Ägypten auch Verwendung in der Pflanzenheilkunde. Als Droge werden die getrockneten Früchte verwendet."

Wissenswertes:

"Die Statistik in der Schweiz zeigt, dass 15 % aller Allergiker empfindlich auf Koriander reagieren. Die Empfindlichkeit zählt zum Sellerie-Beifuß-Syndrom. Bei empfindlichen Menschen kann der Pflanzensaft unter Einwirkung von Sonnenlicht auch photoallergische Hautreaktionen bewirken."