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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Maulbeere, getrocknet

Schonend getrocknete Maulbeeren sind roh. Die Brombeer-ähnlichen Beeren verlieren beim Trocknen Farbe und schmecken am Ende fast wie Rosinen ohne Nachgeschmack.
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Getrocknete Maulbeeren sind nicht mehr so farbig wie die frischen Maulbeeren, aber dafür transportfähig. Denn die frische Variante ist zu weich und saftig für Transportprozesse über längere Distanzen. Vor der Trocknung sind Maulbeeren in drei grundsätzlichen Farbvariationen, von weiss über rot bis hin zu schwarz erhältlich. Man sagt, dass sowohl die in Südwestafrika heimische Schwarze Maulbeere (Morus nigra), als auch die in östlichen Teilen Nordafrikas heimische Rote Maulbeere einen wesentlich stärkeren Geschmack als die Weisse Maulbeere aufweisen.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Die Maulbeeren oder Maulbeerbäume (Morus) sind wie die Feigen (Ficus) eine Pflanzengattung in der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae)."
"Maulbeeren sind sommergrüne Bäume oder Sträucher, die Wuchshöhen von 6 bis 15 Meter erreichen. Sie führen einen weißen Milchsaft und haben eine graubraune Rinde. Die Blattform kann auch am selben Baum beträchtlich variieren. Nebenblätter sind immer vorhanden, können aber frühzeitig abfallen."

Inhaltsstoffe:

Die Inhaltsstoffe sind im Falle einer schonenden Trocknung bis auf wenige Ausnahmen gleich wie die der frischen Maulbeere, wobei die an 100 Gramm gemessenen Werte durch den Wasserverlust 5-6 fach höher sein dürften. Allerdings ist von einem Verlust der mitunter farbgebenden Anthocyanen auszugehen, da getrocknete Maulbeeren ihre Farbe verlieren. Dies sind wasserlösliche, natürliche Farbstoffe, die gegenwärtig Gegenstand von Untersuchungen im Zusammenhang mit potentiell protektiven Wirkungen gegen gewisse Erkrankungen sind.
Aufgrund steigender Nachfrage nach natürlichen Lebensmittelfarbstoffen gewinnen die Anthocyane auch in der Lebensmittelindustrie an Bedeutung.

Verwendung in der Küche:

"Die getrocknete Maulbeere erlangt in Deutschland langsam erhöhte Beliebtheit. Ihr Geschmack ähnelt etwa dem von Rosinen, hinterlässt jedoch keinen Nachgeschmack. Die Maulbeeren verlieren beim Trocknen ihre Farbe und sehen sandfarben bis transparent aus, werden sehr fest und haben eine raue Außenhülle.

Auch Maulbeersaft kann inzwischen ohne Probleme in gutsortierten Geschäften erworben werden. Der Saft hat eine cremige Konsistenz, eine rehbraune Farbe und schmeckt ähnlich wie Brombeersaft ohne Säure mit einem leichten Rosenaroma."

"Schwarze Maulbeeren werden auch zu Sirup für Erfrischungsgetränke verarbeitet."

Frische Maulbeeren eignen sich neben dem Rohverzehr auch für die Zubereitung von Marmeladen, Gelees oder Kuchenzutaten.

Verwendung in der Medizin:

"Die Früchte werden in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt. Sie sollen z.B. den Blutzuckerspiegel und den Cholesterinspiegel senken sowie schleimlösend wirken."

Ernte und Geschmack frischer Maulbeeren:

"Maulbeerfrüchte sind sehr süß und saftig, wobei die Weiße Maulbeere teils als fade gilt, während die Rote und Schwarze Maulbeere intensiver im Geschmack und aromatischer sind. Die Früchte am Baum reifen nach und nach im Laufe mehrerer Wochen und können daher nicht gleichzeitig abgeerntet werden. In manchen Ländern legt man Tücher oder Folien unter die Bäume, die reifen Maulbeeren fallen dann beim Schütteln herab, während die noch unreifen Früchte weiter an den Zweigen bleiben. Als Marktobst haben frische Maulbeeren praktisch keine Bedeutung, da sie zu weich und saftig für den Transport sind und zu schnell verderben."

Verbreitung:

"Mit zwölf Arten war die Gattung ursprünglich über die gemäßigten und subtropischen Regionen der Nordhalbkugel mit Ausnahme von Europa verbreitet. Maulbeeren wurden aber schon zu Zeiten der Römer in allen wärmeren Regionen Europas verbreitet, die sich klimatisch auch zum Weinbau eignen.
Die drei in Europa bekanntesten Arten sind Weiße Maulbeere und Schwarze Maulbeere, beide aus Asien, sowie die Rote Maulbeere aus Nordamerika.
Weiße Maulbeeren wachsen in Deutschland häufig nur strauchförmig. Geeignete Standorte sollten vor allem warm und windgeschützt sein. Günstig sind lockere, frische, tiefgründige, nährstoffhaltige sowie kalkreiche Böden."

Wissenswertes:

"In der Medizin wird oft auf die Form der Maulbeere Bezug genommen. So wird das Aussehen von Gallensteinen mit den Maulbeeren verglichen. Auch die befruchtete Eizelle wird im 32-Zelle-Stadium, also nach der Befruchtung durch das Spermium und vor der Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut, als Morula oder Maulbeerkeim bezeichnet."


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