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Salz, Tafelsalz

Speisesalz bzw. Tafelsalz nehmen wir direkt und indirekt viel zu viel auf. Siehe Text. Man benötigt 3 Monate, um die Geschmacksnerven vom Salz weg zu bringen.

Speisesalz ist der meist konsumierte Mineralstoff in Bezug auf die menschliche Ernährung, birgt aber bei unangemessener Verwendung gesundheitliche Risiken.

Gemüse kocht man meist in Salzwasser, damit durch die Osmose die Zellwände durchgängiger sind, was die Kochzeit verkürzt, sodass mehr Wirkstoffe erhalten bleiben. Hülsenfrüchte hingegen sollte man nach dem Garen salzen, da sich dort sonst die Garzeit verlängert.

Ernährung mit verarbeiteten Lebensmitteln führt zu stark erhöhter Salzaufnahme. Siehe Beitrag Buchbesprechung "Salt Sugar Fat". Sie wissen dann, WARUM die westliche Gesellschaft sich eigentlich krank isst.

Es dauert etwa drei Monate, bis sich der Körper mit dem Geschmacksempfinden umgestellt hat und salzarme Kost nicht mehr fad schmeckt! Das Geschmacksgefühl ist danach sogar ausgeprägter, was dem echten Gourmet, also dem Feinschmecker, entgegen kommt.

Insgesamt 1,4 bis 2,5 g Speisesalz pro Tag (1 g Natrium) wäre das Optimum, besonders bei Bluthochdruck. Für einen Erwachsenen beträgt die tödliche Dosis etwa zehn Esslöffel reines Kochsalz. Trotzdem ist eine optimale Natriumzufuhr sehr wichtig. BfR, MRI und RKI versuchen ab 2011 den Konsum auf 3,5 bis max. 6 Gramm pro Tag zu reduzieren. BfR ist das Bundesinstitut für Risikobewertung. Etwas weniger wissenschaftlich und detailliert Informationen finden Sie hier.

Unsere Hormone überwachen den Salzgehalt im Körper und lassen überschüssiges Natriumchlorid mit viel Wasser ausscheiden. Das schädigt die Nierenfunktionen und erhöht die Wassermenge im Körper, also das Gewicht. Unter 2 g/Tag besteht hingegen Austrocknungsgefahr, da das Durstgefühl sich nicht meldet. Auch ist dem Speisesalz meist Jod zugefügt, das in gewissen Gegenden in der lokalen Nahrung fehlt. Auch Kaliumfluorid setzt man in einigen Ländern zu.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Die Gegenwart von Speisesalz verringert die „Löslichkeit“ der organischen Würzstoffe und erhöht dadurch deren Wahrnehmung im Geschmack."

"Speisesalz ist der am meisten konsumierte Mineralstoff der menschlichen Ernährung. In gelöster Form liegt Kochsalz in Form von positiv geladenen Natrium- und negativ geladenen Chloridionen vor, die eigene Rollen für den Wasserhaushalt, das Nervensystem, die Verdauung und den Knochen­aufbau besitzen. Der Körper eines Erwachsenen enthält etwa 150 bis 300 Gramm Speisesalz und benötigt täglich ein bis drei Gramm zum Ausgleich des Verlusts durch Schweiß und Ausscheidungen. Bei einigen Erkrankungen oder starkem Schweißaustritt kann der tägliche Kochsalzverlust 20 Gramm erreichen.

Da es früher für den Menschen schwierig war, an ausreichende Mengen Kochsalz zu kommen, wird eine Salzaufnahme mit einer Dopaminausschüttung belohnt. Die für den Salzappetit verantwortlichen Gene werden mit Drogensucht (Opiate und Kokain) in Verbindung gebracht."

Wissenswertes:

"Die Reduzierung der durchschnittlich in Deutschland konsumierten Menge von zwölf auf sechs Gramm hat etwa die gleiche Wirkung wie blutdrucksenkende Mittel."

"Auf einer Fachtagung der American Heart Association in New Orleans zeigten Epidemiologen, dass weltweit pro Jahr etwa 2,3 Millionen Menschen aufgrund von kardialen Ereignissen basierend auf exzessiver Kochsalzzufuhr sterben. In Industrieländern sowie in Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Kochsalzzufuhr an."

Bei Schwangeren kann der Salzkonsum paradoxerweise den Blutdruck senken.